Indiana Tribüne, Volume 19, Number 246, Indianapolis, Marion County, 23 May 1896 — Page 2
Jndwna TriSüne.
Erscheint Täglich nnd Sonntagv. Die tZzllch. Tribüne- kostet durch Ken Triger j Cents per Woche, die eonntagSTridüe'S Hext! per Woche. Beide usamme 15 Cent ode Cent p Vtonat. Per Poft außerhalb de, ?tdt zugeschickt t srauSbehlung $ per sjar. Qfflft 18 eüd Ulabama Etratzt. Indianapolis, 3nd., 22 Mai 1896. 100 Jahre ein Staat. X - Am 1. Juni feiert Tennessee d'aZ hundertjährige Jubiläum seiner Aufnähme als Staat in die Union; es war der dritte Staat, welcher sich dem ursprünglichen Bunde der 13 Staaten zugesellte, und der letzte, dessen Aufnähme noch aus dem vorigen Jahrhundert datirt. Die Besiedlung des ostlichen Theiles von Tennessee beyann von drei Ansiedlungen, Watauga Creek. Cartei's Valley und Nollichucky Creek, welche in den Jahren 1769 bis 1771 gemacht waren, und längs der Wasserläufe an dem westlichen Abhange des zwischen Tennessee und Nord - Carolina liegenden Gebirgszuges wuchsen in kurzer Zeit Dutzende von BloZhäusern empor. Ms um jene Zeit ein Trupp weißer Forscher in jener Gegend in die Wildniß drang, fanden sie keine Spuren von Ansiedlern vor, als sie aber nach Verlauf von sechs Wochen auf demselben Wege zurück kehrten, stießen sie schon auf dereinzelte Blockhäuser. So schnell ging die Besiedlung vor sich, daß bereits 50 Tennesseer an der Schlacht am Kauawha im Jahre 1774 theilnahmen. Wahrscheinlich flohen viele amerikanische Patrioten vor den Bedrückungen des britischen Gouverneurs Tycon aus Nord - Carolina und suchten in der Wildniß von Tennessee, wo sie vor ihm sicher waren, Heimstätten; Thatsache ist es. daß gerade vor Ausbruch der Revolution die Bevölkerung von Tenuessee eine sehr schnelle Zunahme erfuhr. Das erste weiße Kind, welches dort geboren wurde, wau Russell, ein Sohn vonWilliam Bean, dessen Blockhaus im Jahre 1769 an dem Zusammenfluß des Watauga und Boone Creek gebaut war. Dort war Daniel Boone, der berühmte Pionier von Kentucky, ein sehr häufiger Gast. In der Watauga - Ansiedlung ist aller Wahrscheinlichkeit nach auch der erste Anfang einer Regierung für die neue Colonie entstanden. Die dortigen Ansiedle? erwählten einen Ausschuß von 13 Mitgliedern und diese erkoren aus ihrer Mitte ein Executiv - Comite von Fünf, das den Präsidenten des Ausschusses wählte. Die Ansiedler am Nollichucky waren anfänglich in diese erste Organisation nicht eingeschlossen und erst im Jahre 1775, als sie in den Verdacht des Toryismus kamen, wurden sie zum Beitritt und Leistung des Treueides gezwungen. Im Jahre 1776 stellte die Association von Watauga an Nord - Carolina ein Gesuch um Aufnahme und erhielt eine gllnstige. Antwort. Darauf nannten sich jene Ansiedlungen District Columbici" und Nord - Carolina bezeichnete den Mississippi als seine westliche Grenze. Die Bewohner des Districts, damals ca. 600 Köpfe stark, erwiesen sich als gute Patrioten. Sie erklärten sich zur Uebernahme eines entsprechenden Theiles der allgemeinen Ausaaben der Ver. Staaten bereit und in dem Kampfe an King's Mountain griffen sie so energisch ein, daß derselbe zu Gunsten der Colonistm ausfiel. Außerdem hatten sie die Indianer zu bekämpfen, die mit den Engländern fraternisirenden Tories unschädlich, zu machen und den aus Virginia sowie Nord - Carolina geflohenm Verbrechern den Daumen auf das Auge zu halten. Das Letztere thaten die Vigilanz - Comites mit unerbittlicher Strenge; Fälscher wurden gebrandmarkt, Pferdediebe gehängt und M'örder kamen an den Prügelpfosten. Der Held des jungen Tennessee war John Sewie? und sein Versuch den Staat Franklin zu gründen, gehört zu einer der interessantesten Episoden der Geschichte unseres Landes. Nord-Caro-Iina trat im Jahre 1784 Tennessee an den Bund ab und erregte dadurch den Unwillen seiner . Bewohner in so hohem Grade, daß es. für angezeigt gehalten wurde, die betreffende Acte zu widerrufen. Allein ehe dies geschehen konnte, erklärte Tennessee seine Unabhängigkeit und constituirte sich mit John Sevier als Gouverneur als Staat. Nun kamen unruhige Jahre. Nord - Carolina fühlte sich in seiner Souveränität verletzt und wollte den neuen Staat zur Utiterwerfung zwingen. Anfänglich war Sevier geneigt, dem Verlangen von Nord - Carolina Statt zu geben, doch trat er schließlich zu der Volkspartei über und vertheidigte den Staat Franklin, bis im Jahre 1783 seinAmtstermin als Ginderneur ablief und er verhaftet würbe. Er wurde unter der Anklage des Verraths vor Gericht gestellt, entfloh aber während der Gerichtsverhandlung mit Hilfe vonFreunden und wurde schließlich noch der erste Gouverneur deS Staates. Nord - Carolina trat im Jahre 1790 Tennessee definitiv an die Bundesregierung ab ' und etwa fünf Jahres lang 'wurde - es-als BundesTerritorium südlich von Ohio regiert. Im Jahre 1795 war die Zahl der Bewohner auf 60.000 gestiegen und- daö Territorium forderte feine Erhebung zum Staat. Im Januar 1796 fand in Knofville die constituirende Convention statt, auf welcher Gen. Jackson für den neuen Staat den Namm Tennessee in Vorschlag brachte. Die erste Legislatur. deZ Staates trat, am 23. März 1796 zusammen und von dieser wurde John Sevier zum Gouverneur erwählt. Die Föderalisten opvenirten übrigens der Erhebung rvn Tennessee zum Staate, weil dessen. Electoralvatum, zu . Gunsten von Jeffnson - war. M .im Bundessenate wurde die. betreffende Bill ungünstig einberiütet. Ein Sturm des Unwil-
lens erhob sich und eine Wiederholung der Unruhen, welche die lange Verzögerung der Erhebung von Kentucky zum Staate verursacht hatte, drohte. Schließlich gelangte die Bill im Senat zur Annahme, indem der Präsident pro tem. die entscheidende Stimme abgab; im RepräsentantenHause war dieselbe mit einer Majorität von 13 Stimmen angenommen worden. . Die Gewerbe-Inspeetlo t OesZer-reich.
Aus dem eben erschienenen Berichte über die Amtsthätigkeit der österreichtschen Gewerbe-Jnspectoren im Jahre 1895 geht hervor, daß die Gewerbe Inspektoren im Berichtsjahre 11,166 Inspektionen in 10,002 Betrieben vorgenommen haben. Die Zahl der Fälle, in welchen die Unternehmer sowohl als die Arbeiter sich an die einzelnen Gewerbe-Jnspectorate um Rath und Auskunft, sowie mit dem Ersuchen gewendet haben, hat sich gegenüber dem Jahre 1894 wesentlich vermehrt. Die Unternehmer wendeten sich in 2729 Fällen (gegen 2704 im Vorjahre), die Arbeiter in 6522 (gegen 5817 im Vorjahre) an diese Behörden, und in 1607 Fällen war die Vermittlung der Gewerbe-Jnspectoren von Erfolg begleitet. Die Wahrnehmungen in Bezug auf die Beschaffenheit der Betriebsstätten sind nicht befriedigend. Nur bei einzelnen Betrieben ' entsprechen die Licht- und Luftverhältnisse der Arbeitsräume den Anforderungen der Hygiene. Für die Unterkünfte der Lehrlinge wird meistens in unzureichender Weise gesorgt. Im Berichtsjahre wurden 44.489 gewerbliche Unfälle verzeichnet. Unter denselben sind. 445 tödtlich verlaufen. Der größte Procentfatz von Unfällen ereignete sich im Baugewerbe mit 20 Procent, sodann folgt die Erzeugung von Metallen und Metall Waaren mit 16.6 Procent, die Fabrication von Maschinen und Werkzeugen mit 16.1 Procent. Die meisten Todesfälle. 128,. kamen beim Saugewerbe vor; bei der Urproduction aus dem Mineralreiche sind 63. bei der Industrie in Nahrungs- und GenußMitteln 51, beim Verkehrswesen 44 Todesfälle vorgekommen. Vergleicht man die seit dem Bestände der Ge-werbe-Jnspectoren zur, Kenntniß derselben gelangten Unfälle, so zeigt sich namentlich seit dem Jahre 1890 ein rapides Steigen der Unfallsziffern. Während im Jahre 1884 556 solcher Fälle zur Anzeige gebracht wurden, betrugen dieselben 1890 11.033. Sie erreichten im Jahre 1895, wie schon erwähnt, die Höhe von 44.489. Die Gesammtzahl der Arbeiter, welche in den im Amtsjahre besuchten Betrieben beschäftigt waren. . beträgt 470.327. Davon waren 333.506 mannlichen und 138.821 weiblichen Geschlechtes. Dem Alter nach befanden sich hierunter 16 Kinder unter 12 Iahren. 212 Kinder zwischen 12 und 14 Jahren. 32.163 jugendliche Hilfsarbeiter zwischen 14 und 16 Jahren. Verhältntßmäßig viele jugendliche Arbeiter waren in der Metall- und Maschinenindustrie beschäftigt noch mehr in der Textilindustrie, In Bezug auf die-Verwendung weiblicher Hilfsarbeiter wurde die Wahrnebmung gemacht, daß dieselben nammtlich in der- Kunstblumenerzeugung, dann in den Kleinbetrieben der Posamentirer, Federnschmücker, Modisten, Psaidler und in der CartonnageErzeugung in Folge der viel zu langen Ausdehnung der Arbeitszeit in einer ihrer Gesundheit und Entwicklung nicht zuträglichen Weise in Anspruch genommen werden i W m Z)er Wasservogek. Eine Pfingstskizze von Maxmilian Schmidt. Es ist ein herrlicher Pfingsttag, ein Grünen und Blühen, ein Duften, Singen und Klingen auf allen Bergen und in allen Thälern. An der Seite eines lebendigen Heckenzaunes und entlang eines saftiggrünen Angers .. führt ein Fußpfad zu dem von blühenden Obst bäumen und Hopfengärten umgebenen Dorfe. Unter einem in Blüthenduft gehüllten Apfelbaum . harrt 'ein junger Bauernbursche seines Mädchens. Er hält einen Strauß von Heckenrosen in in der Hand, der für die sehnsuchtsvoll Erwartete bestimmt ist. Der Anzug des Burschen läßt erkennen, daß er wohlhabender Leute Sohn. Sein blauer Janker und die seidene Weste sind mit Doppelreihen silberner Münzenknöpfe besetzt. -. . Er trägt stramm anliegende Wadenstiefel in spiegelnder Wichs und schwarze Lederhosen7 seinen "weichen schwarzen Hut ziert ein Strauß von künstlichen Blumen- und Flittergold. Lenzl ist der Sohn eines wohlhabenden Bauern in (wem zunächst .der Jlm gelegenen oberbayenschen Dorfe. Sein Herz weiß von keinem Stolz, das hat er der Tochter eines Häuslers aus dem Nackbardorfe geschenkt. Nicht lane durfte er warten. Schon kam die Geliebte den Wiesenpfad heran und GriißJDi Gott. Lenzl!" .Grüß Di Gott. Cili!- tönte es hin und her unter herzlichem Händedruck. Das einfach gekleidete, dunkeläugige, nicht gerade schöne, aber äußerst anmuthige Mädchen war erröthet und sagte jetzt: :?''" : 0 ; Siehgst, in ei liaba Buä, der Pfingstbuschen da" dabei deutete sie auf einen Strauß in ihrem Mieder der is für Di b'stimmt; gieb her Dein fcaHA ..-:!;" , Und die Heckenrosen san Dir zudenkt. Cili 4 Die.werd i wohl in Ehren halten erwiderte glücklich lächelnd das Madchen. zuerst, den HuLenzls.schmückend und dann die Rosen an ihren' Busen steckend. Dabei blickte sie aus . den Weg zurück, den sie hergekommen war und als sie in nicht allzuweiter Entfernung Leute, sich nähern sah. sagte sie: B'hüt Di Gott für jetzt nachher Kirch feh i Di wohl wieder auf Augenblicks' So.därf .i Di,nit!s. ,G'leit geb'n?" ' -Freuen tbätZ rni sckon. aber denk
x;zv Laier unv warum Ml UNS Zvl ins G'red bringal" Ins G'red? Als obs nit die ganze Welt wissen dürft, daß wir uns gern hab'n" Ja, gern hab'n meinte Cili unsicher und wie zu sich selbst sprechend. Und daß koa andere mei' Hochzeiterin wird als Du!" setzte der Bursche fest hinzu, ob jetzt mei Vater ja- oder na" sagt. I verhoff aa, daß er mir bald z' Willn is, denn i bin eam die letzt' Zeit aa viel z' G'falln gwen. Seit er nämli Burgermoasta is, will er alle die Volksfest wieder einführe, wie's frühers der Brauch war'n. Sei Vorfahr hat's abg'schafft, so unter andern den Wasservogel am Pfingstmonta, weil der Brauch no aus der Heidenzeit stammt. Aber mei Vater moant, unsere Vorfahrn war'n alle - guate Christen und ham's doch gern g'feiert, und er selber halt was auf d' Volksfest, und da hab eam halt nach Kräften g'holfen, daß morgen Alles in Ordnung geht. Nacha wird der Pfingstltanz avg'hal ten, und Du kimmst fei' hin, Cili, i tanz mit kona anders als mit Dir und wer woaß's, ob si unfer G'fchick nit zum Guaten wend't?" Der Bürgermeister war ein Mann in den besten Jahren, etwas hitziger Natur, aber in aeistiger Beziehung seinen Landsleuten weit über, weshalb er auch schon seit vielen Jahren zum Landrathe gewählt ward. Er war ganz glücklich über den blauen Himmel, der sich über die hübsche Hügellandschaft breitete und ein glänzendes Fest für den heutigenPfingstmontag erwarten ließ. Mit Stolz sagte, er sich, daß es sein Verdienst sei, die uraltenVolksbräuche wieder aufleben zu lassen, was er nach vielen Hindernissen endlich doch zuwege gebracht. Für den Wasservogel" hatte er Alles programmmäßig festgestellt, als plötzlich sein Sohn , in die Stube geeilt kam. um dem Vater anzukündigen, der Wiesbauer'n Sepp habe soeben einen Boten geschickt mit der Nachricht, daß er sich nicht ganz wohl fühle und vnmöglich den Wasservogel" machen könne. Das war ein Blitzstrahl aus heiterem Himmel für den Bürgermeister. So nahe dem Ziele, schien nun Alles zu Wasser zu werden. Aber Lenzl ließ den Vater nicht länge in Schrecken. Wer soll jetzt nacha den Wasservo gel machen?" meinte der Bauer besorgt. Bei alle Bauernburschen hab' i schon rumg'fragt, aber koana will sie dazua hergeben. Oana hätt' mirs freili zuag'sagt, aber er stellt a Bedingung." Was für a Bedingung? Und wer is's?" Wer's is, dös därf i vorerst nit verrathen. Aber verlang thuat er, daß Du, wenn die Gaudi vorüber und der Pfingstltanz ang'fangt hat, für eam zum Vater von sein' Schatz auf d' Frei gehst." I? Auf d' Frei? Dös ist a g'spaßiger Wunsch." Ja no', er hat schon sei' Ursach. Da is 's schon aufschriebn, Durauchst blos unterschreiben und die Sach' geht sein g'weisten Weg." Dös is a seltsamsVerlanga," meinte der Bürgermeister wieder kopfschüt telnd. Laß sehgn, wie laut' denn dös Schreiben?" Und er las laut für sich hin: Ich Endesunterzeichneter erkläre hiermit auf mein Wort, daß ich für den Burschen, der heute den Wasservogek macht, als Freiwerber zu seinem Schatz geh', gleichviel wer es auch immer sei." Der Bürgermeister besann sich eine Weile. ' j No'," meinte er dann, dös kann i ja thun, wenn i eam damit an' G'falln erweis'. Oa' Ehr is der andern werth, und also meinetwegen" dabei unterschrieb er. : Nachmittags war die ganze Gemeinde .auf den Beinen. Jung und Alt, Groß und Klein, Gesunde und Bresthafte. Gerade und Krumme, Alle eilten dem Platze des Schauspiels zu. , Juh! DerWasservogel wird bad't!" schrieen die Dorfrangen in unbändiger Lustigkeit. ., . , . . Zum nahen Walde am HUgel seitwärts des Dorfes sieht man einzeln und in Gruppen ländliche Reiter ziehen. Nur die schönsten und schneidigsten Pferde, wurden dem väterlichen ' Stalle entnommen, Sceif und Stirne aufgeputzt mit grünen, glänzenden Buchssträußeln, weiß, roth und blauen Bändern und mit prächtigem Zaumzeug versehen, dit Ohren in weißen oder rotben Umhüllungen; den festlich auöstöfjirten Rei terrl flatterte vom Arme ein langeß. feidenes Band. Inzwischen ward das Bächlein, da nahe dem Dorfe vorüberfließt, durch einen Damm zu einem fast mannshohen Dümpfel aufgestaut. Zwei vollarmigeWirthsdirnen im allergewöhnlichsten Werktagsgewande stehen bereit, laut uralter Satzung den Wasservogel" zu baden. Das ganze Dorf harrt in der Nähe des Schauspiels. In scharfem Trabe sprengt eine fröhliche Cavalcade von etwa einem halbenHundert ländlicher Reiter aus dem nahen Walde herunter ins Thal und zum Wasser herbei. In der Mitte führen sie einen phantastisch geputzten Unhold, den Wasservogel." Um den Kopf trägt er eine Riesenlarve, ähnlich einemStarrenkobel, in den Löcher und Schlitze' für Augen und Mund geschnitten sind. Rumpf, Arme und Beine sind mit langgestengelten.rauhblätterigen, blaublumigen Haidestauden und Laubwerk, umhüllt. In der Hand hält er eine aus hohen Weidenruthen, und Schilf ge flochtene Figur, die eigentlich einem langen Vogelhalse gleicht, . an dessen Spitze ein aus Holz geschnitzter, M malter Kopf eines vogelartigen Unge-' heucrs hin und wider schwankt. Der lange Hals ist ebenfalls mit Blumen und Laubwerk geschmückt. .-, ... Unter endlosemJ übel der ganzenVedolkerung hopft dieses Unding auf feinem Gaule daher und reitet an- den Dümpfel. Die zwei drallen Wirthsdir-j nen zerren ihn vom Pferde und tpfere ihm sein strupvigeS .Gefieder äuS. wo rauk sie mit ibm inise Male .in' '.die
festliche Pfingstfluth tauchen. Wie ein traufender Pudel entsteigt der gebadete Wasservogel, die Riesenlarve noch immer vor dem Gesichte, in weißem Hemde und blauerZwilchhose demDllmpfel, schwingt sich ritterlich auf seinRoß und die Reiter nehmen ihn wieder in ihre Mitte. Etliche Terzerole krachen und nun sprengen sie alle in vollem Galopp davon zum nahen Aufstellungsplatze, von dem aus das mit dem Feste verbundene Wettrennen beginnt. Der Wasservogel selbst reitet wie ein Teufelskerl mit und erreicht sogar als Er ster das Ziel. Jetzt erst erkennt man in ihm den Sohn des Bürgermeisters, den Lenzl. Alles jubelt ihm entgegen, nur der Vater kratzt sich hinter den Ohren und ist gespannt auf die Dinge, die da folgen würden. Nachdem die Pferde versorgt, eilt das tanzlustige Volk zum Wirthshause. Auch der Wasservogel, nunmehr im schmucken Feststaat, erscheint daselbst. Cili, in . Begleitung ihres Vaters, harrt bereits in froher Erwartung des Geliebten. Du elendiger Schwindler!" sagt der - Bürgermeister ..mit gedämpfter Stimme zu Lenzl. Gieb mir den Schein .z'ruck. der gilt nit. Glaubst denn i mach mi.zum. G'spött in. der ganzen Gegend?" : ; - Neamd weiß drum als i." entgegnet Lenzl. I aber müßt m.'in Respect vqr Dir verliern. wenn Du Dei Eh renwort nit einlösest, 's Basl wird doch niemals die Mei'! Der Cili g'Hört mei Herz. Schau's nur an Vater, sie g'fallt Dir ja selm. Und a bessere Schwiegertocbter kännst gar nit kriegn, wenn die ganz' Welt ausgehst." l Sag mir nur. Du Kalfakter, wer hat Dir denn dös eingeb'n, daß D' mi auf die Wei' überrumpeln sollst?" erwidert, der. Alte, schon milder , gestimmt. ' . Neamd anders als der heilige Geist!", sagt Lenzl in vollem Glauben. Gestern, wie er von der Kirchendecken awa g'flogen is, hon i. 'n bitt, er soll mir was.einfall'n lassen, wie 'S m'ögli wern könnt, daß D' Dei' EinEinwilligung zu der Heirath mit - der Cili giebst. Und richt! is ma ebbaS eing'falln Du woaßt der Wasservogel!" . Ja no'." ment der Bürgermeister, ob Dir die Schliffelei der heili Geitt eingeb'n hat. dös kann i glauben und kann's nit glauben. Aber dös hoff' i g'wiß. daß Di d' Cili glücklj macht unh daß 's mir a guate Schwiegertochter is. Der 'Wasservogel" soll aber von nun an wieder Jahr für Jahr in Ehren bleiben, so lang' i z' commandirn hab' als Burgermoasta!"
Os gtsto. JndenVereinigtenStaa ten gibt es nicht weniger als 47 chinesische Tempel. Privatnachrichten zufol ge ist in nächster Zeit nur die Ankunft einer geringen Zahl italienischer EinWanderer entgegenzusehen. Die AusWanderung aus Italien nach den Ver. Staaten hat so plötzlich und unerwartet nachgelassen, daß einer der behufs Beförderung von Auswanderern gecharterten Dampfer außer Dienst gestellt worden ist. Die Hotel-Jndustrie blüht in New York in Folge des Raines-Ge-setzes auf das Wunderbarste. Wie aus einem Circulare zu ersehen, erbieten sich Möbelfirmen, ein Hotel von zehn Zimmern mit allem Mobiliar und sonstigen Utensilien bis zum Handtuch herab für $81.20 auszustatten. Für einen solchen Preis kann man schon Hotelwirth spielen, zumal wenn damit das Recht verknüpft ist. den Getränkeausschank am Sonntag ungehindert betreiben zu können. .Ein Schlau kopfhat sich im Patentamte zuWashington einen merkwürdigen Badeanzug, der aus LöschPapier besteht, patentuen lassen. Dieser Anzug wird nicht während des Bades, sondern nach demselben angelegt, und zwar um denKörper abzutrocknen. Das in eigenthümlicher Weise präparirte LLschpapier saugt die Feuchtigkeit im Nu auf, so daß dasAbtrocknen auf diese Weise viel schneller geht, als mit einem Handtutche. "... 5 D e r T u n n e l, w e l ch e r d u r ch den Pikes Peak in Colorado . gebaut werden- soll wird nach seiner Vollendung, das großartigste Bauwerk dieser Art in der. ganzen Welt sein. Er beginnt bei Colorado Wy und endet bei den- Goldfeldern, von "Cripple . Creek. Der 'Haupttunnel wird'22 2s3 Meilen lang. und die', sich . davon- abzweigenden Seitentunnels zusammen. 25 1s3 Meilen lang. sö daß der ganze Bau die bis jetzt unerreichte Länge von 43 Meilen haben wird. Die Kosten . werden' auf 20'Millionen. Dollars . angeschlagen.DerTunnel soll bis zum 1. Marz 19QQ vollendet sein und man erwartet, .daß man beim Bohren längs des Tunnels reiche Erzlager finden wird. ; -! Der Dampfer L a k m e", welcher kürzlich über 200 Goldsucher von Seattle nach Cook's Inlet brachte,isi'nacb dem Sunde ZturückaekebrtiPassäaiereurden ,aip Strande . .der. tzoai ay gelandet,, wo ste für die Dauer von mindestens ' einem Monat verweilen müssen, 'nämlich so' lange als vie Pajjaae nach dem Inlet durch Eis .blockirt ist. ' Viele, die .am Börd der Lakme" und auf. anderen Booten nach demJnlet fingen, sind ganz unge. nllgend ausgerüstet und leiden deshalb an großem Mangel in der Kälte. Prodiaot befindet sich jedoch genügend in der Niederlassung, da der Dampfer Excelsior" für mindestens dreijährigen Bedarf gesorgt hat. , Erst vor wenig Tagen wurden in Mayfield. Ky., Fünflinge geboren, und jetzt hat es die deutsche Frau Heinsnit in Fowler, Ind., sogar zU'.Sechslingen gebracht. Die brave Mutter ist 28. Jahre alt, aus Deutschland eingewandert und stammt aus einer Familie, die mit 14 Kindern gesegnet wär. : Frau Heinsnit , ist seit sechs Jahren verheioathet und ihre erste Niederkunft .brachte gleich Drillinge, die alle am Leben und kräftig und at
lunb sind. 23cN7. das so fortgeht, dann kann sich die sagenhafteGeschichte von der Ahnfrau der Welsen noch recht wohl als wahr bestätigen. Diese gebar auf einmal zwölf Kinder und da sie elf wie junge Hunde (Welse) ertränken lassen wollte, diese aber von dem heimkehrenden Grafen gerettet und heimlich erzogen wurden, so nannte man das Geschlecht die Welsen. An Bord der Bundeskriegsschiffe. welche an der Pacificküste stationirt sind, scheint ein Rassekrieg ausbrechen zu wollen. Der erste Zusammenstoß zwischen weißen und schwarzen Matrosen fand neulich auf dem Kllstenvertheidigunqsfahrzeuge Momrtmock" statt, und das Resultat desselben ist. daß verschiedene Mann der Besatzung in Eisen gelegt wurden, und daß sie krieqsqerichtlich abgeurtheilt werden. Weiße Matrosen sind den farbigen von jeher feindlich gesinnt gewesen, und Reibereien zwischen ihnen.' die häufig nur durch das Dazwischentreten der Marine-Osficiere beigelegt werden können, sind an der Tagesordnung. Ein blutiger Zusammenstoß zwischen den beiden Factionen fand, wie Eingangs erwähnt, am Deck der Monadnock" statt, wobei der farbige Matrose Lawson so zugerichtet wurde, daß er besinnungslos vom Kampfplatze hinweggetragen werden wußte. Es bedürfte auch hier wieder nur. einer geringfügigen äußeren Veranlassung. um die von ' den weißen Matrosen ihren farbigen Kameraden entgegengebrachte feindselige Stimmung in Thätlichkeiten zu übertraqen. In letzter Zeit sind besonders viele farbige Mannschaften zum Dienst in die Marine eingestellt worden, und dies hat nur dazu beigetragen, die Erbitterunq zu steigern, da die weißen Mann-
schaften der Ansicht sind, daß Onkel Sam nur Kaukasier für seine Flotte anwerben und er sie nicht zwingen sollte, mit Afrikanern zusammen Dienste zu thun. Alle Schiffe des pacifischen Geschwaders haben indessen eine Anzahl farüger Matrosen an Bord, und nach dem Urtheile alter, erfahren Theerjacken sind Leute darun. ter. welche sich als sehr tüchtige Seeleute bewiesen haben. Vas zukun.ruge GrotzNew - Vrk. wird mit einer Bevölkerung von über drei Millionen, welche auf einem Gebiete von 395 Quadratmeilen wohnen, die zweitgrößte Stadt der Welt sein. London mit 638 Quadratmeilen ist die erste; Paris mit 297 Quadratmeilen die dritte; Chicago, mit 189 Quadratmeilen die vierte; Philadelphia, mit 129 Quadratmeilen, die fünfgrößte Stadt der Welt. GroßNew York wird 1100 Kirchen und 90 Postämter ausschließlich kleinererSubStationen aufweisen. Es wird 37.000 Geschäftshäuser. 130.000 Wohnhäuser. 6000 Acres Parks. 900 Meilen gepflasterter Straße. 900 Meilen Abzugscanäle, 1800 Meilen GasleitungsRöhren, 1100 Meilen Straßen- und Hochbahnen und 350 öffentliche Schulen enthalten. Seine gepflasterten Straßen werden genügend Steine enthalten, um nach Chicago einen Weg mit Abzugscanälen, Gasleitungsröhren. Straßen- und Hochbahnen zu bauen. und dennoch würde von Letzteren genügend übrig bleiben, um auch eine eingeleisige Bahn von Chicago nach St. Louis zu errichten. Diese Bahn würde auf die Strecke von je einerMei le ein Hotel aufweisen können, und doch würde noch eine erkleckliche Anzahl für Groß - New York übrig bleiben. OB UslckUV. DerGerZchtshofZnPetrikau (Russisch.Polen). hat die Mitglieder einer. Räuberbande, die im vergangenen Winter das Grenzgebiet an der Dreikaiserecke durch Mord und freche Einbrüche unsicher machte, nun verurtheilt. Z)er Bandenfühver Bo guslawski erhielt 17 Jahre fchwere Zwangsarbeit; zehnMitschuldige wurden zu drei bis acht Jahre Verbannüng nach Sibirien verurtheilt. ' ; Dieser Tage feierte die Kapelle des königlichen . Opernhauses in Berlin ein seltenes Familienfest: das fünfzigjährige Jubiläum ihres Mitgliedes August Hennig. Der Brave hat seit einem halben Jahrhundert die Schlaginstrumente bedient, und darauf zielte Graf Höchberg. als er in feiner Ansprache den Vers citirte: Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie mit viel Geräusch verbunden." .Der Jubilar hat unter Bewilligung seines Abschiedsgesuches den Titel Königlicher Kammermusikus erhalten. Der Preußenfresser, Reichstagsabgeordneter Dr. Sigl. erläutert. die Bedcutung deS . Hammers auf. dem Pläcat der Berliner Gewerbeausstellung in seinem Bairischen Vaterland" durch ein' ' Briefkastengespräch folgendermäßen: Gebirgler: Sag mir, was soll denn eigentlich Uz Hammer auf dem Placat der Berliner Ausstellung bedeuten? Specereihändler: Dös bedeut't, daß man mit dem Hammer jedem Baier den Hirnschäd'l einschlagen, sollt der zur Ber.liner Ausstellung fahrt! i .Djtam .Kurzem verwutwete Blecharbeiter Heinrich Husch auf . Amberg sowie' dessen.fünfjähriges Söhnchen wurden ' in 'einem Steinbruche unweit' von ' diesem Orte als Leichen ' gefunden. Mit einer Schußwunde oberhalb der rechten Schläfe, aus der die Gehirnmasse hervortrat, lag der Sohn Karl todt, über dessen Leichnam der Vater mit zwei Schußwunden, die eine mitten in der Brust, die andere in der rechten Vrustseite, ebenfalls todt; neben ihm befand sich die Mordwaffe, ein Revolver. Mord und Selbstmord laa hier unzweifelhaft vor. Das Motiv zur That foll in Hindernissen liegen, welche eine Wiederverehelichung mit einer Wittwe unmöglich machten. . Der Lrichenschauer in Winhöring bei Neu - Otting (OberBayern) erhielt die Anzeige, daß der sogenannte alte Stiegler von Untersteinhöring todt in seinem Bette aefunden worden fei. Auffallend erschien diese, Thatsache deshalb, weil der alte Sttcgler wegen des zu leistenden AustraaeS etc." längst dem iunaen Belwer
. lästia war. Und weil es deZhälV erst vor Kurzem zwischen Beiden zu einer 4 Rauferei gekommen war. Als bei der .Leichenschau des parademäßig im Bet- , te liegenden Todten eine Stichwunde ' C t (W
vvlgcsuiiveii louroc, erging anzeige, worauf alsbald der junge Stiegler wegen dringenden Verdachts der Thäterschaft verhaftet wurde. Dieser, seine Ehefrau und eine 73 - jährige, im gleichen Hause wohnhaste Schwester vom Austrägler bringen zwar vor, daß Selbstmord vorliege, doch war dies nach Art der Verletzung und nach der Lage der aufgefundenen Leicke unmöglich. Vom schwedischen Staatsgeologen Freiherrn DeGeer wurde seiner Zeit vorgeschlagen, gelegentlich der Ucberführung der Andreeschen BallonExpedition nach Spitzbergen eine wissenschaftliche Expedition dorthin zu senden, deren Zweck u. a. Gletscherforschungen sein sollen. Diese Ezpedition ist gesichert und kann infolge der Freigebigkeit des Königs Oskar, des Freiherrn Oskar Dickson in Gothenbürg und anderer Gönner der Sachs zweckentsprechend besetzt werden. Sie wird zehn Theilnehmer umfassen; der wissenschaftliche Stab umfaßt FreiHerrn DeGeer. Leiter der Expedition, Lieutenant O. v. Knorring,' Topograph und Photograph. und Conservator Hansson. Die Expedition, für deren Zwecke gegenwärtig in Tromsö zwei große Boote gebaut werden, um die Fjorde zu befahren, foll zwei bis drei Monate in Spitzbergen bleiben, worauf ihre Abholung mit einem befondern Schiff erfolgt. In der von Rumänen bewohnten ungarischen Ortschaft Kerülös. deren. Name übrigens in der Geschichte des Räuberwesens einen hervorragenden Platz einnehmen dürfte, hat sich abermals ein schrecklicher Vorfall zugetragen, der für die sittliche cn...Ii w ii ' m.. ?, ' vcr völligen evoilerung em beredtes Zeugniß ableat. Der Nebenjährige Theodor Ardeleanu war zu Besuch be, semem Oheim, der den Gast ausforderte, seinem ljährigen Söhnchen Vasilie Gesellschaft zu leisten. yeooor lelttete ver Äussorderung nur ungern Folge, und um den kleinen Ge sellschafter vn sich abzuschütteln, prü gelte er ihn weidlich durch. Auf das Geschrei des mißhandelten Kindes eilte die Großmutter der beiden Kna ben herbei, die. nachdem sie den größeren Enkel gerügt hatte, den Kleinen auf ihre Arme nahm. Der bösartige Theodor lief nun in das anstoßende Zimmer, nahm das geladene Gewehr seines Onkels von der Wand und schoß durch die halbgeöffnete Thur auf sei nen klemen Vetter. Die Kuael durch bohrte dem kleinen Vasilie das Her. und das unglückliche Kmd starb so fort. Der jugendliche Mörder wollte fodann auch die Großmutter erschießen, wurde jedoch daran rechtzeitig verhindert. Großes Aufsehen erregte in Wonarowitz die Verurtheilung eines Unschuldigen. Der Handlungsgehilfe Rynski wurde vor einigen Wochen mit neun Monaten Gefängniß bestraft. weil er für überfuhrt erachtet wurde, aus der Ladenkasse des Droguisten Tulaszewicz 300 Mark entwendet zu haben. Jetzt sind dem Bestohlenen durch: den Propst aus Rogasen 242 Mark zugesandt worden mit dem Be merken, daß ein Beichtender sich des betreffenden Diebstahls schuldig bekannt und den Betrag erstattet hat. Das Wiederaufnahmeverfahren ist beantragt. Als Curiosum dürste erwähnenswerth fein, daß in einer Stadt Altenburgs in Folge der günstigen Gesundheitsverhältnisse während des vorigen Jahres sich der Kirchenvorstand veranlaßt gesehen hat, dem Geistlichen toit dem Todtengräber eine Entschädigung von 50 resp. 30 Merk auszuwerfen, weil sie durch die geringe Sterblichkeit einen nennenswerthen Ausfall ihrer Einnahmen zu verzeichnen gehabt haben. .' AuS dem Dorfe Lagny wird von einer in heiterster Weife m folgten Beerdigung gemeldet. Eine dort wohnende Frau Namens Miotte. die ihr Vermögen nach und nach verschwinden sah, bereitete, sich auf ihren Tod. vor, den sie durch Erstickung herbeiführen wolltet ' Vorher ordnete sie selbst Alles an, was zu ihrem Beqräbnisse. daS in ganz origineller, luftiger Weise vor sich gehen sollte, nach ihrer Ansicht dienlich war. Sie kaufte sich einen fchönen, innen gepolsterten Sarg und übergab einer Musikcapelle 600 Francs mit der ausdrücklichen Bestimmung. bei ihrer Beerdigung die lustisten Stücke ihres Repertoriums zu .spielen. Darauf machte sie ihrem Leben au die erwähnte Weise ein Ende. Ihre Beerdigung fand dann unter heitern Klängen von Tanzweisen statt, und demZuge folgten die jungen und die alten Leute deö Dorfes, denen dieses tragikomische Begräbniß natürlich etwas ganA neueö war. iA n einem Knödel ist in der Gefangenenabtheilung des Wiener Landesgerichts die Wittwe Antonie Reiterer erstickt. Die Frau, welche kürzlich weaen eines Eigenthumdelictes zu vier Monaten schweren KerkerS verurtheilt wurde, hatte den als Strafverlckärfung angeordneten Fasttag abzuleisten. Sie wurde deshalb in die sogenannte Fastenzelle" gebracht, in welcher sie so lange verbleiben mußte, bis die übrigenHäftlinge ihreMahlzeit aebalten batten. Dann kehrte sie wieder in ihre alte Zelle zurück. Dort reichte ibr nun eine Zellengenossm, die aus Mitleid einen Theil des Mittagmahles für sie aufaefpart hatte, einen Knödel. Die Reiterer schluckte denselben hastig hinab; plötzlich verfärbte sie sich, bekam Athemnoth und fiel ihrer Zellengenof sm bewußtlos, in vte Arme. Die Gefangenen vochten an die Zellen thür, der Aufseher erschien und suchte, während man eilends um den Hausarzt scbickte. der um Athem Ringenden Hilfe zu leisten. Als derArzt erschien, fand er die Gefangene in sterbendem Zustande: die Wiederbelebungsversuche bitt den erfolglos, die letzten Lebenszeichen erloschen, die Arme war todt.
000000000000000000000000
o o o o o o o o o o o o o o o o Wie befinden
Fühlen Sie ermüdet, angegriffen, schläfrig? Leiden Sie an Appetitlosigkeit. Verstopfung und nervösen ZZopfschmcrzcn? So nehmt ' Dr. August Ilcnlg's Damdurger Tropken. den dksten Blutreiniger und Lcbcttvicdcrherstcllcr, und für He Heilung aller Magenleiden.
000000000000000000000000
HD Cnn
ml
Disease cornrnonly cornes on witli slight Symptoms, which when neglected increase in extent and gradually grow dangerous. ,,r:"".n.Trr.te: e ripans tabüles take RIPANS TABULES "Är'T t-Ze RIPANS TABÜLES fcJSSSÄ EE RIPANS TABULES Ripans Tabnles Regnlate tbe System and Preserre tbe Health.
nnnc Gives I Relief. ftsmmmmmmsmvfissL Schwache, nervöse Personen, 5iaa von Gwillknbiffen. Echlaftostgkeit oder Ichlech,e Träume. VUederreiken. ucke und Kopfschmerzen, akarrv. rröthen. Zittern. Ser,. ttopkkN.Aknaftlichkkit.Unkntschlossknhkit.TrSdftn nd erschSpfenden uiftüssni. erfahren an dem Jugendfreund", wie einfach nd billig t schlechrskrankkeiten und Folgen derZuqendsünden Stündlich geheilt und die volle Gesundheit und der rohstnn wiedererlangt werden könn. Gan A'ilwtfaSjren. Jeder sein eigener r,t. Schickt 25 ent in Etamp und Ihr bekommt da uch versiegelt und frei zugeschickt von der ..Vrinst llnlkund Dispensarp," 23 Weft II. Str.. ew I 2mM Injektion. Eine permanente Kur t der hartnäckigsten Fälle von Gonorrhea und i j leer, aaianiirt in von 3 bi 6 Tagen; keine 5 nnn n ? o LGiaflrit) (Vilfl Q l4,o Der fttrrtv tW Der Herreu Freund. Unser vollkommene Spritze frei mit jeder ftlatö. Macht feine Flecken. Verhütet Etriktu ren. Heilt Tripper und iterMb in 1 bi 4 Tagen. Frägt pothekern dafüL. wn vn wrpiTB ut i.ixj. an dreinre: UALYDOR MFG.CO.. LAHCA3TER. OHIO. Manneskraft leicht, schnell und vauerno wirörr hergestellt. Schwäche. Nrrvoll tät, Kräfteverfallund alle Z?olaen von fliiarndsünden, AuSschwei jungen, ucverarbeitung u. f. w. gänzlich und gründ uaj orieiligr. evkm ir gan unv orpkttlzelt wird die volleKrast und l Stärke zurückerstattet. viuirachcg, natur ncheS Verfahren, keine Magenmedicin. Em ffehlschlag ist unmöglich. Buch mit Zeug, lassen und Gebrauchsanweisung wird per (i.: t.-r .ii. im tx' :l. T ui im vciimiui. a'imi jajrnoe llu Dr. Hans Treskow, 822 Broadwaj, New YorL COPYRIGHTS CAI I OBTAIN A PATENT f ,' For prompt aoi wer arid an notiert opinion, writ to MINN de CO., wbo nave bad nearly flitr yaars' expenence in tno patent bnsinesa. Commanieatiom otrlctlr conndentlal. A llandbook of Im formatton concerning Patent and faow to ob tat,n tbem ent free. Also a catalogue of meenan teal and aclentlflo booki ent free. ; Patents taken thronen Alunn & Co. reoelTe grecial notlcelnthe Orient i sie America b. and tnns are brougnt widelr beforetbe pobllcwltb ont eoat to tbe Inyentor. Thts splendid aper, Issaed weeklr. elegant ly illnstrated. bas by far tb largest clrculatloo of any acientln work In tb world. 93 a year. Sample copiea ent free. Balldlng Edition, montbly. IlSOa year. r. i tm cpies, 2) centa. Krery n tliol platea, in eolors. and uviiiui. m a.. diui. Krery n um ber eontalns bean housev wltb plana, enablinff builders to sbow tb rhototfraDE notofrrapba or nev tatest dealffns and secure contracts. Addreas UUUN A CU. Niv Vork. Hüt BRUiUWir. Adolph Fa'ey, (Old Freedom & Right.) Not ary Public, Translator, Correspoinlent etc. No. 196 Elizabeth Stret. Take Blake St. Car. uj . Material. ; T. F SMITHER, Händler in SiedachMaterial, s und 8ply Ready Roostng, wasserdichte Sheettng, seuer festem Svhalt ' Jilj, Strohpuppe. Dach und vketalt . Farben ,e. . Office: 199 söfft Marhlanb Strafte. Telephon sei. Dachdeckerei. Fähige nd verantwortliche Dachdecker. Sie dächer. Trinidad und illonite phalt'Dächer. Alle rten UompisittonI.DScher mit bestem Via terial. Office: No. 169 ; Jard : 180 W. Marylandstr. Telephon 861. Indianapolis, Ind. Zermalmten nnd ganzen K o 2 e zu habeu bei be?
gd ttffifiSF1'
urniiii ucvanoiung nuiDig, un ync oic an '. ekelnde Weiultau de Einnehmen von u, , ; bede. Eopaida oder eandelöl. J.Aerr . (rou'H Nachfolger). xot".'ker,asi. r. j! ' kaust von alle Truggisten. ! ,
CTfiZT7r
inn rv
CiIM
7.4
W
$rr
m m
,OUWU5 'X MM.MMKV
.
Wd'pulis 8as Co.
O O o o o o o o o o o o o o
Sie stch? o o asy tn tac Quic tc act.
sie ?
Ripans Tabnles ure eoM by tlnipgidts, or bv mail is theprice (50cenU a box) i eont to The Ripans Chemical Company, No. 10 Siimce St., New York. Sample vial 10 cenU.
c2S2S2S2SZS2525HSZ52SS25H5 fn . - ........ .tf jj ri UKV.i- TR Fll Äl WnY I H1. ä ii w i iiikisi niiiiniw w wfci rj ftceofti Cvtauttaa a Poue S BAR FIXTURES DRAIN BOARDS AND ALI i in, iinc, uro88, copport NIckoI find oll Kltchon end Plated Utensils. 8 dass. Vood, MarblGa Porcetaln. Etc. CEORCE WM. HOFFMAN, aale Maaafactarsr aal Froprlstor. 2dS Caar Wmintom Sr lnoistispoua. Z THE BAR-KEEPEHS' FHIEKD. j S2SZSZSZS2SSS2SSS2SZSZ5ZSSZ2r aus K A aua aaw Zum Verkauf in Apotheke sh Cenkk per Pfund Wsiihiir irifssPLSigid&iiiiiai. li iflll.'lfiSt't I-4IBI HD SaZLs . ' ?t)iluiKiiAiatHiutzl - usr- - -rr v ,. . Die kurze und einzige direkte Bahn nach JD HH n CD CD Vestibnl Züge dfahrt von Indianapolis: No. 30 Chicago Limited, Vestibüle Pullman, Speise .Parlottvagen täglich...... 3 45Vm Ankunft Chicago 9 2)Nm Ao. 36 Chicago Nacht Expreß, Vefti. bule und Schlafwagen täglich. . . 12.25$ Ankunft Chicago 7.20P No. 32 täglich, Schnellprst 7vBm Ankunft in Indianapolis : No. 33, Vestibüle täglich 4 40Nm No. 35, Vestibüle taglich H 25Vm No. 31, täglich SchneJpost 8 105m Pullman VeftibulkSchlafwagen für Chicago stehen am westlichen Ende deö Union Bahnhof! 0. können täglich um LLONm. bestiege? werden. Tickct.OfftceS: No. 1 West Washington Etr. Für Skaten, karten, Zrtttsbelle ke, ,d.e flch an G e o. W. H a y l e r, D. P. S. ist die beliebteste Bahn ach cnracnNNATrii, mit - Cafe und Speise'Car Dienft iwischen Cincinnati, Indianapolis & Chicago, die beste Linie nach Dayton, Lima, Toledo Detroit und nörduchen Mtchtgan RefortS. Direkte Verbindung tn Sinriunatt ohn Wagen ea?ieaq Washington, Baltimore, Philadelphia und New Sork und allen Punkt südlich. Information beiüslich Rate. Rsne ke. wird ertheilt tn der S. H.e D. Tiket.Ofce. o. We Washington Skr dem alte ,?ee Hive', ac ävicnoian cir ) uno in er Union Stalls. G e 0. W. 9 a h l e r D. P. A. WRSIXX USKE9 187 Süd Meridian Straße. Deutscher Messerschmied, Rastrmesser, Scheeren und alle Orten SchmidinJrumente abrizirt und aefchltg.
En 9C W9 WW . , i
ni
r-i "l "lj 1
Jr'
M jol 1-I tF C I N C I N NÄTIi Indianapolis. cotoN eQo k- CH TODETROlV
