Indiana Tribüne, Volume 19, Number 246, Indianapolis, Marion County, 23 May 1896 — Page 1
( I
l - H s O O t $0 AO r1 AO rlC K M vs l5 W W 4y. iv Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Zndiana, 6amstäg, öen 25. Mai 1896. Fahrsasn 19 No 4
. w-v-,. i --.--. v V . "' 1 f r c. 1
U
Jrr
v y
I) Q
v M V. Y
t
Gute Sihe für die Einzelnen :-: Konzerte des imiajlii:-Musik-Festes in der BIG FOUR TICKET OFFICE No. 1 Ost Washington Str. HORDICA. BREMA, KLAFSKY. Jae Dowell, Campanari, Blauvelt.V,rthold, Heinrich, Stein, Bloodgood, Williams, RogerS. X. ARENS, Dirigent. Preise sür die einzelnen Konzerte : Gallerie N.00 Hintere Reihen (unten) $1.50 Vordere Reihen(unten) $2.00 Hintere Reihen, Balcony 52.00 ordere Reihn., Balcoi v $20 Halbe Fahrpreise auf allen Bahnen. Wettrennen Wettrennen in der Woche mit dem JITsalL beginnend.
5 Rennen jeden Tag ! Gute Vferde ! Auszeichnete Uennbahn ! M.J. FARLEY, Starter. R O. RANKIN. Vorsitzender der Richter. 7 Halbe-Raten-Billete auf allen Eisenbahnen tzl -Ein Dollar i nach Oedar Lake, am Sonntag, den 24. Mai. Ertrazug über die Monon Babn 7 Nbr Morg. Rückfahrt von Crdar Lake 6 Uhr 30 M. bdS. Gute Gelegenheit zum Fischen und Boot fahren Der Schnell; tg halt nur am Kankakee?iivez Fahrkarten aus dem Union Dpot, Mass. ve. Depot und No. 2 West Washington St. Geo. W. Haylor. D. P. A. Arno Httttig empfiehlt sich alZ Klavierstimmer Auch übernimmt er die Herrichtung alter Jnftrum-ntk zu zivilen Preisen. Beste Referenzen 72 Süd Pobls Str. 72 Der Cigarrenladen 67 Ost Washington Otr. empfiehlt sich dem Publikum durch seine vorzüglichen Waaren. Alle Sorten einheimischer und importirten Cigarren und eine große Auswahl von RaucherArtikeln. Um geneigten Zuspruch bittet Schiller Nömler. $60 für einen Fmnace für ein tzauS mit 8 Zimmern. 50 für in Haus mit 5 Zimmern. e ferenzen : - Hr. Pbil. Rappzport. Herausgeber der Jndiana V ri h il n Hr. ödi. H.Sahl. rocer.27Z W. Michigan tr. ta W ü M fam 100 Kentucky Avenue. Georgs Äerrmüim (LÄ: QtiCMpctyaUev, Oksiee:2S Süd Delawareft?. eullt : 120, 122, 124, 128, 128 Oft Pearlftr Telephon V11. Offen Tag und Nacht.
RIAI-TO
:A ..
Lditorielles.
ES ist Thatsache, daß, so lange Arbeiter unorganisirt sind, überschätzen sie die Macht der Arbeitgeber und unterschätzen ihre eigene Kraft. Sobald aber ein Anlauf zur Organisation gemacht wird, tritt daö entgegengesetzte Sztrem ein d. h. die Arbeiter überschätzen ihre eigene Macht und unterschätzen diejenige der Arbeitgeber. (Ein. Ztg ) Leider sehr wahr ! -- Eine New Jorker Firma schickt unö' die erste Nummer der KneippBlatter" zu und schreibt unö : Wir bitten Sie nun collegialifch und im Interesse der guten Sache, eine Besprechung nebst Inhaltsangabe und Abonnementöaussorderung in Jhrem geschätzten Blatte zu veröffentlichen und unS aus Ihre Tauschliste zu setzen." Wir müssen trotz deS Anspruchs an unsere Collegialität beideö verweigern. Die gute Sache, in deren Interesse wir angegangen werden, besteht wohl nur im Verkaufe von allerhand Mizturen und Tränkchen und der Zweck deS BlatteS ist Reklame dafür zu machen. Einem allgemeinen öffentlichen 2ntereffe dient es nicht. Die Anzeigespalten unsere? Blatte? stehen der Firma offen, wie jedem An dern, der etwas zu verkausen hat. Beiden Häusern deS Kongresses liegt eine Resolution (sogenannte Joint Resolution") vor, die BundeSVerfassung dahin zu amendiren, daß der Kongreß ermächtigt werde, die Arbeitsstunden für die Industrien im ganzen Bundesgebiet zu regul:ren. 3m Haufe erklärte der Antragsteller, Republikaner Barrett von MassachusettS, in den Neuengland - Staaten wünsche man ein derartiges Amendement und die Legislatur von Mass chusettS habe bereits eine dahingehende Resolution gefaßt. Die Teztilindustrieen der Neuengland - Staaten spurten bereits sehr fühlbar die Konkurrenz der Südstaaten. und wenn der bisherige Zustand bestehen bleibe, daß im Norden die Arbeiter nur 53 Stunden in der Woche, im Süden aber von 60 bis 72 Stunden beschäftigt werden dürsten, dann bleibe den Industriellen deS Norden? schließlich nicht? übrig, als die Löhne zu reduziren. Da wäre also die merkwürdige Erscheinung einer Agitation um die Verkürzung deS Arbeitstages von den Fabrikanten selbst ausgehend, und wir würden wohl an den baldigen Erfolg dieser Agitation glauben, wenn eS sich um mehr als einen einzigen Industrie zweig handelte. Immerhin ist daS Vorkommniß bedeutsam genug und ist mit eines der Beispiele, wie sich die Dinge nothgedrungen in einer be stimmten Richtung entwickeln, und wie so klein da? Anzeichen dafür ist, die Wirkung einer bestimmten Erscheinung an einem gewissen Punkte angelangt, n ihr Gegentheil umschlägt, mit an deren Worten, daß die AuSdehnungS ähiakeit deS Kapitalismus in der Richtung der Ausbeutung im Kapita iömuS selbst eine Grenze findet. So kommt eS auch, daß die Entwick ung deS Maschinenwesens, welche zum großen Theile dem Kapitalismus zu danken ist, durch den Kapitalismus elbst gehemmt wird, theilweise weil sie den Großbetrieb und die Anwendung immer größerer Kapitalien noth wendig macht welche nicht Zeder befitzt, auf diese Weise durch stetige Kon zentration die Zahl der selbstftandigen Unternehmer verringernd, und zweitenS, indem sie da und dort den Preis menschlicher Arbeitskraft auf ein Ni veau herabdrückt, daS die Anwendung kostspieliger Maschinen nicht mehr lohnt. Die volle Entfaltung deS Ma schinenwesenS wird erst in einer Höheren Gesellschaftsform, nach Ueberwin dung des Kapitalismus erfolgen. Aehnlich ist eS mit der oben erwähn ten Erscheinung. Die stetige AuSdehnung der Arbeitszeit war eine Folge deS kapitalistischen Maschinenbetriebs, weil eine still stehende Maschine keinen Gewinn abwirft. Sie scheint an der kapitalistischen Konkurrenz selbst eine
Grenze zu finden, freilich nur weil der organ, aus die Vaterschaft de? früheren Widerstand der Arbeiter gegen diese Minister? de? Innern, deS PolizeiAukdehnung nicht überall der gleiche minister?" v. Köller, für den Monstre-
ist.
IrahlllllchliclDl!.
Inland. Wetterbericht. Schönes Wetter heute und morgen. Gestrige Temperatur: Mazimum 78 Grad, Minimum 60 Grad. Scbissel 'S Wassertemperatur 74 Grad IHM Wurst wieder .W u r st. NewAork, 22. Mai. Wie der Advertiser morgen erklären wird, ist unter den hiesigen Tabakshändlern und Tabaksarbeitern eine Bewegung im Gange, gegen daS TabakSauöfuhrverbot deS kubanischen General - Consulö Weyler durch Auflegung eines ProhibitidzolleS auf die Einfuhr von Eigaren aus Cuba Vergeltung zu üben. Sine Bill zu diesem Zwecke ist bereitS aufgesetzt worden und wird wahrscheinlich durch den Repräsentanen Phillip B. Low dem Congreß vorgelegt werden. Dieselbe soll den Zoll auf importirte Cigarren von $3 50 auf 5l0 oder noch mehr erhöhen und auch einen Zoll auf fertigen importirten Tabak legen. " Die Conventionshalle in St. LouiS. St. Loui?. 22. Mai. Die große Conventionshalle ist faktisch vollendet. Nur die lebte Hand braucht noch an das große Auditorium gelegt zu werden, in dem die republikanische Naiional - Convention ibren Präsident" chaft. und Vice PräsidentschaftKandidaten nominiren wird. Die Kontraktoren werden die Halle am 1. Juni dem Local, Comite der Liga der Geschäftsleute übergeben, und daS Comite wird sie dann 'formell dem republit anifchen National-Comite oder einem Lud-Comite übergeben. Die Halle oll die beste ConventionS-Halle sein, die jemals gebaut wurde. Sie Kält 3,809 Sitzplätze. -- Alter schützt bor Thorheinicht. PittS burg, Pa , 22. Mai. Die 78jährige Augusta Domagalika strengte heute eine Klage wegen Bruchs deS EheversprechenS gegen ihren 49jährigen Schwiegersohn Ludwig Sinder an. Die Klägerin giebt an, ihre Tochter, Frau Binder, sei im letzten Jahre gestarben und einen Monat später habe hr der Verklagte einen HeirathSantrag gemacht und daS Jawort erhalten. Jetzt wolle er nichts mehr von ihr wissen und eine andere Frau heirathen. Sie verlangt ein Pflaster von $10,000 für ihr verwundetes Herz. Sinderist Maschinist und wohlhabend. Gehen auf einen. Kompromiß ein. KansaS City. Mo., 22. Mai. Die streikenden Heizer der Armour Co. stimmten gestern einem KompromißVorschlag zu, der ihnen den Achtstun-den-Tag, sowie eine Lohnerhöhung von 1 Cent bewilligt und sie werden mit den kürzlich wegen Arbeitsmangel abgelegten etwa 1000 Arbeitern heute den Betrieb wieder aufnehmen. Ausland. Der AuSgang de? Sozialistenprozesse?. B erlin, 21. Mai. Die thatsäch liehe Niederlage, welche die Polizei durch den schwächlichen AuSgang der mit so vielem Lärm inszenirten Farce deS MonstreprozesseS gegen die So zialdemokraten erlitten hat, beschäftigt daS öffentliche Interesse und wird lebhaft in der Tagekpresse besprochen. Die Polizei ruft auS : Au wir haben genommen !" und die Sozialde mokraten schreien : Äuchh,, w r baben verloren !" so spricht sich die Vvssische Zeitung" aus Auch da? leitende nationalliberale Blatt, die NationalZeitung", ist von der Affaire wenig erbaut. Durch eine solche Aktion würde nicht? erreicht, und der Prozeß habe nur die Ansicht bestätigt, daß da? Verein?zesetz, aus Grund dessen die Anklageerhebung erfolgte, veraltet sei. Der Vorwärt?" jubelt natürlich. Mit gewaltigem Geköller haben die staat?erhalterischen Berge zu kre ßen b gönnen und ein lächerliche? Polizeiliche? Mäuschen ist geboren." So höhnt da? sozialdemokratiiche CentralProzeß anspielend.
WaS übrigen? die bestätigte Auflöfung der sozialdemokratischen Vereine anbetrifft, so bezieht sich die Bestätigung nur auf den Parteivorstand und die Wahlvereine des zweiten, fünften und des sechsten Berliner Wahl-
kreises. Noch immer will sich die Ausregung über daö Telegramm des Kaiser?,, in welchem er daS christlich. soziale Treiben verdammt, nicht legen. Ein famoseS Eingesandt" eineS Pfarrer? veröffentlicht die feudal - conserdative Kreuz - Zeitung." Der Einsender räth, möglichst wenig von dem Telegramm zu sprechen und unsere? theueren Kaiser? Majestät mit erhöhter 3nbrunst in die tägliche Fürbitte einzuschließen." .,, Die Zuckerpramie. Berlin, 22. Mai. Die Norddeutsche Allgemeine sagt heute: Die Regierung wünscht gänzliche? Aufheben der Zucker-Import-Prämien, dorau?gesetzt, daß andere Staaten sich verpflichten, in derselben Weise vorzugehen. Der Bundesrath hat die Regierungöbill sür Erhöhung der ZuckerPrämien, wie sie vom Reichstag amendirt wurde, angenommen. , ,,, Unangenehme Situation L o n d o n, 22. Mai. Eine Anzahl Männer, grauen und Kinder, die sich in EarlS Courtauf daß dort betriebene große Rad, eine Nachahmung des Ehicagoer FerriS-Nade?, begeben hatten, gerieth heute in eine recht unangenehme Situation Kurz vor 3 Uhr gestern Abend hatte sich daö Rad mit einer größeren Anzahl von Passagieren in Bewegung gesetzt, stand aber plötzlich still. Anfang? schenkte man dem Stillstehen wenig Beachtung, al? aber die Zeit verging, und da? Rad sich nicht rührte, verließen die unten Sitzenden die Wagen und e? wurden Anstalten getroffen, auch die in den oberen Wagen Sitzenden herunter zu holen. E? wurden Leitern herbeigeschafft und später auch Feuerrettung?apparate angewendet. Trotz aller Anstrengungungen mußten aber viele Personen in der Lust bleiben. Man that Alle?, ihnen Nahrung zuzuführen und e? ihnen so bequem al? möglich sür die Stadt zu machen. Sie schliefen endiich ein, erwachten aber heute Morgen srüh mit starkem Hunger. Vermittelst Seilen wurden sie mit Kaffee, Brod und anderen Leben?mitteln versehen, und dann wurden die Versuche erneuert, da? Rad wieder in Bewegung zu setzen, aber erst um die Mittag?stunde konnten die Leute unter dem Hurrah der herzugestromten Menschenmenge, befreit werden. Der Zar emfängt die Am. r i k a n e r. M o ? k a u, 22. Mai. Der Zar empfing heute den amerikanischen Gesandten Herrn Breckinridge in Privat-Au-dienz und dann die von der amerikanischen Regierung zur Krönu"g?feier abgeordneten Spezial - Gesandten. Diese waren General A. D. Cook und sein Bruder, Adjutant Scriven, Com modore Brunsou und Major 3. W. Palzki, sowie Contre-Admiral T. O. Selfridge, der Commandeur de? Mit telmeergeschvader?, der sein Flagg schiff, den Minneapoli?", nach Krön stadt brachte, um al? Marine-Vertreter der Ver. Staaten der Krönung beizu wohnen . Herr Breckinridge, der amerikanische Gesandte und Herr H. H. yierce, der Sekretär der Ver. Staaten Gesandtschaft und die anderen Cidil-Vertreter, trugen zum ersten Male am russischen Hofe die Civilkleidung, welche für die jenigen vorgeschrieben ist, denen e? nicht gestattet ,st die offizielle Uniform zu Tragen. Die Kleidung Bestand au? einem Grsellschaft?rock mit einfachen Metalknöpfen, einer weißen Weste, Kniehosen u. schwarzen Seidenst, umpfen, ohne alle Verzierung. Heute Abend wohnten der amerika niche Gesandte, die Spezial-Gesand ten und ihr Stab einem vom russischen Minister de? Aeußern, Fürst LobanossRoökowsky gegebenen Empfang bei. In der nächsten Woche wird Herr 9rt rfinriW fctn nmrifitiis,n X.. 0.5.. k:.. .. iuujiiu v ciiviiMtiu iut Jinis, UUV .7 , . , .. . . .
Ipaier. war,azemz,a) am d. 3urn, ei- flnben e. und faßte den Entschluß, nen Empfang geben, zu dem die ruf- hemlich aus dem Leben zu schasiiscden Prinzen, fremden BotsSakter. sen. um dadurch einer Entehrung sei-
die fremden Fürsten und etwa 1000 .Zna.lak, k..,d,n sntw 1t i.tijf. v . M
allerlei.
' Elneigentyüm Her SHwmdel ist durch eine Verhaftung, welche in San Francisco von Bundesdetectivs Vorgenommen wan, an's Licht gebracht worden. Der Heizer Dennis Gallagher von dem Dampfer Alameda" war dem Bundes-Commissär tzeacock unter der Anklage des Opiumchmuggels vorgeführt worden und chien des Angeklagten Verurtheiluna zweifellos, da in seinem Besitz ungestempelt Opium gefunden worden war. Allem die Sache nahm eine unerwartete Wendung, denn Gallagher bewies durch Sachverstandige, daß das vermeintliche Opium mit diesem Gift gar nichts gemein hatte, sondern eine harmlose Mischung von Syrup und Mehl war, die er den Eingeborenen in Honolulu als echtes Opium verkaufen wollte. Dieser Schwindel soll ickon längere Zeit mit Erfolg betrieben werden. Die Kanacken können sich für ibr gutes Geld nicht einmal mehr veraiften, denn statt des unheilbringenden Opiums erhalten sie ein Präparat, das harmloser als Kaugummi ist. Elnschlagsertraes Damchen scheint Fräulein Laura White in Ardmore. I. T., zu sein. Die junge Dame ist dort zur Zeit die eldm des Tages, denn sie hat dem Apotheker Professor- Lynn öffentlich eine Lection mit der Reitpeitsche gegeben hat. Frl. White wohnte in Lynn's Haus. Als der Mann neulich Abend seinen Laden schloß, nahm er $210 aus der Ladenkasse mit nach Hause und legte das Geld unter sein Kopfkissen. Beim Aufsteyen vergak er das Geld. Dann fiel ihm sein Versehen ein, er suchte das Geld und fand es nicht. Er erwirkte einen Haftbefehl wider Frl. White und veranlabie auch eine Durchsuchung ihres Koffers, jedoch wurde das Geld ucht gesunden. Um 5 Uhr Abends borgte sich Laura eine Reitpeische und begab sich in Begleitung einer Freundin nach der Mainstraße. Nachdem sie die Apotheke erreicht hatte, packte sie mit einer Hand den Professor" am Rockärmel und lich mit der anderen die Reitpeitsche auf seinem Rücken spielen, bis mehrere Freunde des Geprügelten dem grausamen Spiel ein Ende mach. ten. Was i st derK'utz einer sa rbigen Schönen werth?- Mit dieser kitzlichen Frage mußte sich neulich Richter Tighe im Butler Str. Polizeigericht. Brooklyn, beschäftigen. Der von einer New Yorker EngrosFirma als Collector angestellte I. Braun war nämlich beschuldigt, die Farbige. Frau Selinda Jackson, bet der er Geld collectiren sollte, um einen Kuß beraubt zu haben. Der Richter, welcher erst kürzlich die hochwichtige Frage entschied, wie hoch eine Frau an einem regnerischen Tage ihre Röckchen aufheben darf, ohne den Anstand zu verletzen, besann sich eme kleme Weile unv kam dann zu dem Entschlüsse, daß ein Dollar den angerichteten Schaden wohl -5 r . " c . rr t.f..i. I.... ausgleichen ivuroe. kzi wcicgic ucmuuu Braun mit einer Geldstrafe von einem Dollar, welchen der Angeklagte mit Vergnügen sofort berappte. Eine jähe Un tervrecyung erfuhr in Glenn's Ferry. Jdaho. die Reise eines schlauen Negers nach dem fernen Westen. Der Mann, welcher bis dahin in Eheyenne gewohnt hatte, wollte an der Pacificküste sein Glück versuchen, batte aber kein Geld, um die Reisekosten bezahlen zu können. Da nun auf allen von der Negierung luvsidirten Eisenbahnen die Indianer umsonst fahren, legte sich dev iwouiopf ein Jndianercostüm zu. so daß jeder .tenSerkoot" ihn mit seiner Decke und seinen Federn für einen waschechten Häuptling hielt. Alles ging gut. bis der falsche Brave" die obengenannte Station erreichte. Dort machte ein Bremser, der lange unter den Rothhäuten gelebt hatte, die Wahrnehmung. daß der vermeintliche Häuptling keine Mocassins, sondern Gamaschen trug. Da er wußte, daß kein Indianer ohne MocassinS ist, sah er sofort, daß der Bursche ein Schwindler war. Dieser gab denn auch die Wahrheit zu und wurde ohne alles Ceremoniell als Betrüger eingelocht. Der bei dem Kaufmann Paersch in Berlin in Stellung befindliche Commis Johannes Worm hat die Frau Louise Schulze geb. Wossill mit einem Revolverschusse in die linke Schlafe getödtet und sich dann selbst durch einen Schuh in die rechte Schlafe entleibt. Der Grund zu der That war. wie gewöhnlich, unglückliche -gni abscheulichen Verbrechen ist man in Paris auf die Spur gekommen. Ein junger Mann Namens Vasseur. der einer wohlhabenden Familie angehörte, aber in der Nerbr?ck?rwelt verkebrte. wurde .im Walde von Vincennes erdrosselt aufefunden. Die Volizei ermittelte als Mörder den Vater und den Schwager des iünam Mannes. Der Baler, Be siker einer aroken Schankwirthschaft, glaubte, daß sein fcorni, ver oxn ao,. j - r ' . . .:. 1 re bindurch nickt mehr zu seinen Ange böriaen gekommen war, auf der Guil , ' r ...r. rÄi, lotine oder im Huchtyause sein Ende es Namens vorzubeugen. Als Helfer diente dem Vater sem .cvwteaerlovn
Namens Boucher, der 3000 Francs von Vasseur erhalten sollte und hierfür den jungen Vasseur in den Wald von Vincennes führte, wo der Vater, hinter einem Baume versteckt, den Sohn erwartete und dann die schreckliche
That vollführte. Der Vater, der trotz des Geständnisses seines Schwiegsohnes leugnete, wurde einstweilen uner strenger Bewachung m semerWohnung gelassen, benutzte jedoch einenAugenblick, um sich aus dem Fenster auf die Straße zu stürzen, wo er .schwer verletzt liegen blieb. Nach kurzer Zeit rlag er den Verletzungen. jüngst fiel, während die Einwohner bei der Feldarbeit waren, ein Meteor in ein Haus in Velika-Solina Kroatien). Das Haus brannte ab. JnMonteCarlotödtete ich ein junger Deutscher Namens deinrick Mever durch verschneiden der Halsader. Der Selbstmörder hinterließ einen Zettel mit dem einzigen Worte .Ruinirt." n Lans - le - Saunier ermordete ein 23 Jahre alter Anarchist Namens Colin bei einem Volksfest ohne jede Veranlassung den Maire der Gemeinde Nevy durch Messerstiche. cm rx..!t.i rn t t r.v: f xfiun u;ici'ji vas üciuiciycii uuiyuuy dem politischen Hasse zu.. Auf dem Steueramt in Neusiedel versuchte ein SchwindlerNamens Carl Barezy, der sich für einen Ministerialsecretär ausgab, auf Grund gefälschter Documente 120.000 Gulden ärarische Gelder zu erheben. Er wurde ledoch sofort verhaftet. IStner der letzten Bete anen der großen Armee Napoleons I. im Keae aeaen Rukland st tn Verikau gestorben. Der Mann. Namens Fellpowsk!. war 107 Jahre alt. Lan. ge Zeit lebte er von milden Gaben. 3to Petrikau war er eine bekannte Person lchkeit und erzählte gern von den Erebnissen seiner Jugend. Neulich Nachmittags uhr in Baselaa di Vine. wäbrend es itark schneite wie im Januar, unter ae wattigem .Donnerschlag ein Blitz in den Glockenthurm der Kirche und richtete m der .acristei, ,m Innern der Kirche und auf den Dächern benachbarter Häuser, obwohl er nicht zündete, mmerhm empfindlichen Schaden an. . Während der. Wirren n der Republik Nicaragua ist in Managua, der Hauptstadt des Staates. der dortige Großkaufmann Wilbelm Jericho, der aus Nordhausen stammt. erjcyojjen worden. Nähere Einzelheiten über den gewaltsamen Tod des in den besten Mannesjahren stehenden, in ver alten wie in der neuen Heimath gleichermaßen hochangesehenen und be,ekt,n Mannes fenlen nom. Hiesiges. Blatternfall entdeckt. Gestern Nacht kam Adolf Brill, ein Maschinist, welcher Ecke Tennessee und Marhland Str. wohnhaft ist, in daS Hospital und bat um Aufnahme, da er sich krank fühle. Die Aerzte entdeckten sofort, daß der Mann mit Blattern behastet ist. Der Mann war vor 10 Tagen nach LouiSville gefahren und etzt wieder zurückgekommen. SS ist ein eichterFall. DaS Qnbt vom Lied. Wir verlautet soll der BaseballClub von hier in eine andere Stadt verlegt werden. An diesem Beschluß ist hauptsächlich die engherzige Handhabung der SonntagSgesetze schuld. Wenn die Leute Baseball haben wollen, sollen sie auch dafür sorgen, daß die Unschuld vom Land und die Manner GotteS daran verhindert werden, einer Großstadt vorzuschreiben, wie sie darin zu leben haben. Die CitizenS Street Rail road Co. wird am Montag mit der Legung der Geleise nach dem Gaisield Park beginnen. l?? Nächsten Dienstag Abend wird da? Straßentauskomite sich wiederum Versammeln um die jetzt fertig gestellte Lifte namenloser Straßen durchzugehen. E? lohnt sich, Hood'? Sarsaparrlla zu gebrauchen. Bei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zu haben vor Grippe, Lungenentzündung, D,ph teriti? oder gieber. Hood'? Pillen sind von den au?ge fuchteften Pflanzen sorgfältigst zube reitet. Cha?. Gray, Logan Ruby und Harper Rug?by, drei Schlingel im Alter von 8 bi? 10 Jahren, hatten allerhand Kleindiebstähle auf der Straße ausgeführt und wurden in die Polizeistation abgeliefert. 3n ihren Taschen fand man allerhand Kram, billige Schmucksachen u. s. v.
M 1
Unere vorzueglichen Flaschenbiere, darunter Ctcbcr's Tafelbier, Schmidt's Budweifer und Maus' Topaz, haben sich Iaengst in der Gunst des Publikums festgesetzt. In der That haben Publikum wie Chemiker und Fachleute sich das uer entschieden, dass es heute keine kräftigeren, gesunderen und wohlschmeckenderen Biere im ganzen Lande giebt als die der Indianapolis Jrewing Co. Bestellungen auf Flaschenbier mache man per Telephon, 690, oder im Tonica Temple.
G
arten-Schlimche.
Seben Sie unsere 10 Cts. Sorte. Andere
Vergessen Sie unseren Schlauchwirbel Hose Swivkl) nicht. Nur 7öc. Er spart Ihnen mehr wie diese Summe in hei Monaten an Reparaturen. Columbia Noules" 25 Cent ; w L.ri.M . anii vw w 9
vic uzicn m vrr u ciu
D. AirnesHuaeiwsel CoM Plnrion Block. Lcks ZNsridinn und Ghio Ztvafa.
wtri , . ärH 0' I . MW. l JL s Er. ' .f"-r '' ii
Mw find ftaubsicher. Gesichert Kommen und sehen Sie. H. 7. No. 116 und 118 Nord
ü ' fcfh
üe
Reitschule offen während de? Tag? und Abend?.
Deutsche
Feuer-Versicherungsgesellschaft
von
Haupt-Office : 27 1-2 Süd Delaware Straße. Die älteste VerficherungS-Gesellschaft. Capital$100,000. Reserve Fond $270,000. Versichert gegen'Gas'Explopon'Schäden. VersichertZgegen Sturn'Schatea
Theodore Stein, Präsident. i?ilcts!i SMivnriAi 1. Vice-Dräs. 1 John W. Schmidt. 2. Vice.PrSs.
Inflianapolis iBifivg Öo. BottllDg vop't.
verlanae 12 Et für fei Prt, Standsicher ist leicht - zu sagen, aber wie viele Bicycle? sind in der That ftaubsicher. iicycle durch gilzscheiben und Kappen.
Ein verständiger Einkauf am Anfang, vermeidet Unzufriedenheit und Reue spater. Sie haben nicht? zu bereuen, wenn Sie Ihr Rad au? den nachfolgenden wählen. Alle? neue Modelle glzy-XXigh. Öroocon-ba $75und$5O The Matohlcca XXoaraoy $85 The Baznoa Wlii-bo Flyer $100
arsey iycle U.,
Yennilvnia Straße. Lore nz Schmidt CehrtSr. Theodor Reyer, OchHmeifter. August Döppor. SolicUor.
