Indiana Tribüne, Volume 19, Number 234, Indianapolis, Marion County, 11 May 1896 — Page 2
Fndiana Tribüne.
Erscheint Täglich und Sonntagv. Die tZzltche, Tribüne- kostet durch den Träger 1 Cent per Woche, die Eotaa.TridüueEetS per Woche. Seide tusamme 1 Cent d, SS SentI per Hon it. Per Post außerhalb l (Stadt zugeschickt U Boxau85eit5lung pe, ttaZr. sfut 18 Süd Vladama Stratze. Iudiaaapoliö, Ind., 11 Mai 1896. l vriginl-E rrefp onvenA.? Streiflichter von der Gartenstadt Chicago, in beweglicher Zeit. Sie sind wieder da, die schönen Tage, von denen ein altes wahres Sprichwort sagt: Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt." Und obwohl diesmal in der Gartenstadt nicht so sehr viele bemooste Häupter ausziehen, wie in ver schiedenen anderen Jahren, ist das Treiben der großen circushaften Wagen doch lebhast genug. In einer Stadt, in welcher die Physiognomien und der Werth der einzelnen Theile sich noch so häufig verändern, kann es auch nicht anders sein, und die Völker Wanderung wäre sicherlich noch bedeutender, wenn nicht das üftuhoen" unter allen Umständen ein schönes Stückchen b a a r e s Geld kostete, und wenn nicht längst die Häuserbesitzer Ut Jagd nach billigen Miethen durch weitgehende Liberalität gegen ihre alten Miether beträchtlich vorgebeugt hätten. Nur die Besitzer der centralen Ge sHä'ftshä'user können in stolzer Unabhängigkeit auf die Wohnhaus-Eigen-thUmer herabsehen und sich m's Fäustchen lachen. Sonst aber ist es Heuer in Neu-Paris ein beinahe ebenso geringes Vergnügen, Hausbesitzer zu sein, wie es in Alt-Paiis zur Zeit der Commune gewesen sein soll. Nun, andere Sterbliche können ja auch nicht alle Jahre ihre goldene Ernte halten, wenn überhaupt. Wenn man mit dem Umziehen wenigstens auch den drückendsten Uebeln Lebewohl sagen könnte! Aber die wandern so getreulich in die neueWohnung mit, wie die Heerdgötter der alten Römer, ohne zu warten, bis man sie einladet. Und in den letzten Tagen sind sie zum Entsetzen der Chicagoer noch um ein neues vermehrt worden. Kaum hat der Sonnengott die ärgste Kohlennoth wegaehaucht. so ist eine unerhörte Eisnoth und so früh wie noch nie an ihre Stelle getreten, oder vielmehr von einem Trust-, welcher mit dem Kohlen-.Trust" um die Palme der Seelenlosigkeit ringen kann, dictatorisch an ihre Stelle gesetzt worden! Ei will gewiß viel heißen, daß die heurigen Chicagoer Eispreise noch .höher find, als im Weltausstellungsjähre, fürwahr eine liebliche MaiBescheerung! Und sie soll nur einVorgeschmack von dem sein, was noch zu erwarten steht. Löüßten die Chicagoer ein bequemes Mittel, sich gegen d i e s e Art WegeY. ..A. rjt.ui p. . tugellliyum zu jcgu$cn, ,o wäre lynen das noch weit werthvoller, als Schutz gegen dat gewöhnliche, geächtete Banditenthum, obwohl dasselbe gerade jetzt wieder kecker als je. im Westen und Nordwesten des RiesendorfeS sein Haupt erhebt (in einem Maße, wie es in wärmeren Tagen etwas sehr Auf'fälliaeS ist!). Der Kohlen-Trust" schreitet doch wenigstens keck einher, aber der Chicago Eis-.Trust will nicht einmal zugestehen, daß er überiaupt existirt. ES nimmt sich eizentlich urkomisch aus, wie die Eismognaten sagen: Mir wissen von gar nichts, klt bösen Eiswagen-Männer schüchtern blos daS Publikum ein," und wie V scisu..... mu: jjic &iBiuutjcii2;tanncr. am anoeren Ende sagen: Liebe Leute, wir können gar nichts dafür, der Trust" hat uns in der Tasche. während das Publikum wenigstens soviel weiß, daß es . ?echtS und links auf das Himmel- . schreiendste ausgeplündert wird, ohne ; daß diese Strauchritter es zu binden ; und zu knebeln brauchen! f Noch eine andere frostige Frühlingsi Ueberraschung, welche ihren patriotisehen Stolz angreift, haben die Chica'ßocr erleben müssen. Jüngst erzählte Ihnen, wie hochgeschwellt die Errvartungen der Gartenstädter bezüglich deö enormen Vevölkerungs-Zuwachses seien, welchen besonders der neu aufZunehmende Schulcensus erweisen sollte. Aber eö fiel ein Reif in der j Frühlingsnacht". Die - Hauptziffern dieses Census liegen vor, und das Rem sultat ist diesmal ein schwerer Enttäui schungs-Katzenjammer! Man hatte I eine Gesammtzahl von 11 bis 2 MilV lionen windstädtischer Seelen mit Be- ) siimmtheit erwartet, und Niemand hat die Census-Aufnehmer im Verdacht, i von Feinden Chicagos gekauft zu sein, doch siehe da. es wollen nur 67.657 über anderthalb Millionen herauskomnun, und wenn überhaupt eine Zunähme seit 1894 stattgefunden hat. so scheint sich selbe höchstens aus 50.000 Köpfe zu belaufen! Als sich Chicago vom ersten Schrecken hierüber erholt hatte, wurde nach Gründen für diese Erscheinung gesucklt. und Tit QfftlftlrtM frnS nn mit dieser Arbeit nicht zu Ende, da die Gründe so zahlreich und wohlfeil sind, augenblicklich die Rhabarberstenqtl Außerdem tröstet man sich mit dem phänomenalen Wachsthum der voriaen paar Jahre und schwelgt in 'etlichen der kürzlicb vom iS9imbe Schatzamt veröffentlichten Zahlen, aus venen die Älles überwältigende handelögefchäftliche Wichtigkeit Chicagos abgeleitet wird. Mit dieser Medicin für den moraliicken Kater befindet firfi der Chicagoer Patriotismus nach den Umstanden ganz leidlich wohl. Aus' rlen 'Schranken wenig erquicklichen öffentlichen LebenS flüchtet sich der Geist manchmal gern in die Region dieser oder jener achtunggebietenden, sympathischen Persönlichkeit. Und so möchte ich Sie auch heute zu einem Aus.flua in die Gedn! und Schaffenswelt eines recht bemerkenöverthen Chicagoer 'Deutsch 'einladen, der bis jetzt gerax fci der .deutschameriksni-
schen Presse noch sehr stiefmütterliche Wündigung gefunden hat. Hoch hinauf schwingt sich meine Feder über Straßenschmutz urd Dächerrauch hinweg in das ätherische Reich kr Astronomie und in die Sternwarte des rast-
los erfinderischen Hannoveraners Louis Gathmann. Er ist entschieden einer der beachtenswerthesten Charaktere in der. eine stattliche Anzahl Deutscher aufweisenden ErfinderColonie der Gartenstadt. Von Hause aus keineswegs ein Astronom von Beruf, scheint er nichtsdestoweniger Aussicht zu haben, die praktische Astronomie der neuen und der alten Welt mit der Zeit in ganz neue Bahnen ju lenken, wie es ja auch schon auf anderen Gebieten schon gar manchmal im Lauf der Geschichte kühnstrebende Nicht-Zünftige gethan haben! Ziemlich bedeutend ist übrigens in dem geschäfts-prosaischen Chicago die Zahl eifriger und gründlicher astronoMischer Forscher, professioneller und nicht-professioneller; aber der einzige darunter, dessen Arbeiten einen epochemachenden Werth versprechen, ist bis jetzt Herr Gathmann, und das Observatorium, welches er sich auf der Nordseite gebaut, ist ein wahres Mekka für Liebhaber der Sterngucker geworden, einschließlich manches berühmten Astronomen. Herr Gathmann, der noch im schönsten Alter steht, vereinigt in seltenem Maße Gründlichkeit mit Vielseitigkeit. Er hat sich u. A. auch durch seine Tor-pedo-Erfindungen einen ausgebreiteten Namen gemacht. Desgleichen machte er sich um die Erfindung eines v.rbesserten Walzen-Processes zum Getreibemahlen verdient, durch welchen er in besonders hervorragendem Maße zur Verdrängung des altmodischen Mühlsteins beitrug, und es gibt in unserem großen Lande wohl kaum einen Müller, welchem nicht sein Name in dieser Beziehung geläufig wäre. Diese und andere Erfindungen haben ihn auf eine Stufe verhältnißmäßiger financieller Unabhängigkeit gebracht, und es ihm ermöglicht, an die Hauptaufgabe und Hauptleidenschaft seines Lebens, das astronomische Gebiet, außer seinem erstaunlichen Arbeitseifer auch große Summen zu wenden, ohne daß er noch auf Jahre hinaus eine andere Befriedigung davon erwartenkönnte, als eine ideale. Auch an die Astronomie ist er nicht als Stubengelehrter herangetreten, sondern als Erfinder von Telescopes, wenngleich er sich nachträglich mit unermüdlichem Geist auch das astronomische Gelehrtenwissen in zwei Welttheilen angeeignet hat. Erfüllen sich alle Erwartungen, welche sich an daö Gathmann'sche zusammengesetzte Telescop (oder vulmehr Telescop mit zusammengesetzter Linse) knüpfen, so wird die Erforschung anderer Himmelskörper, wie des Mars, durch dasselbe einen geradezu märchenhatten Aufschwung nehmen! Und was schon jetzt mit diesen Telescopen geleistet werden kann, läßt diese Etwartungen keineswegs als phantastisch erscheinen. Bekanntlich ist seit Jahren schon öfter darauf hingewiesen worden, daß die LeistunMähigkeit der bisherigen Telescope ihre eng gesteckte Grenze habe, und mit Sehlinsen über eine gewisse Größe hinaus Alles, was an Vergrößerung des zu schauenden Gegenstandes gewonnen würde, andererseits an Klarheit im selben Verhältniß verloren ginge. In Wien war es, wo seinerzeit Herr Gathmann zum ersten Male einer wissenschaftlichen Berühmtheit, dem Professor Grubb. seine neugeborene Idee anvertraute, jene Beschränkung dadurch aufzuheben, daß man an Stelle der aus einem Stück bestehenden Linse eine S e c-tions-Linse anfertige. Er wurde von Professor Grubb und anderen zünftigen Autoritäten Europas damit nur ausgelacht oder doch sogut wie ausgelacht und dies entmuthigte den bescheidenen Erfinder dermaßen, daß er für längere Zeit den kühnen Gedanken zur Ruhe versetzte. Doch immer und immer wieder trieb ihn ein gewisses Etwas zu demselben zurück; er wagt es endlich, zu einem praktischen Versuch zu schreiten, indem er eine vollkommene Sehlinse in viele kleine Theile zerschnitt und diese wieder zusammensetzte. Das erste Resultat schien die schwarzseherischen Voraussagungen der diplomirten Gelehrten nur zu bestätigen, denn es war jetzt einfach gar nichts mehr durch diese Linse zu sehen. Aber ein Enfindergenie, das sich im Innern seiner Sache gewiß fühlt, verliert den Muth so schnell nicht. Gathmann erfand ein Verfahren, mittels der Glas- und Diamantschleiferei, deren praktische Geheimnisse er sich ebenfalls aneignete, diese Stückchen derart zu behandeln und wieder zusammenzusetzen, daß sich die Leistungsfähigkeit der Linse in noch ganz unbestimmbarem Maße erhöht und vervielfältigt! Wie ich erfahre, ist die astronomische Wissenschaft jetzt im Begriff, dem Gathmann'schen Teleskop ernsthaft näher zu treten, und ist Mary Procter, eine der berühmtesten Astronominnen der Welt, auf dem Wege, um diese Erfindung eingehender zu prüfen und einer europäischen wissenschaftlichenKörperchaft den ersten fachgemäßen Bericht darüber zu erstatten. Wie ich schon andeutete, erscheint die Forschungsmöglichkeit mit derartiger Telescopen bis jetzt als so zut wie grenzenlos! Noch anderer Beziehung hätte diese Erfindung einen ungeheuren Werth. .Sie öffnet nämlich die uösicht, infolge der Verwendung selbst ganz kleiner Gläser zu einem wundervollen Ganzen, künftighin selbst die gewaltigsten Telescope erstaunlich billig herzustellen.. Das Eintige, was diesem kühnen Erfinder bis etzt fehlt, ist dieses: daß er nicht minestens über einige Hunderttausend jener christlichen Linsen verfügt, ohne die sich in der Welt nun einmal wenig ausrichten läßt. Vielleicht finden sich doch noch einige Goldonkel, welche- auch dies. Unvollkommenst abhelfen und so die Betreibung dieser l?l.verspreenden ErperMere in
teza 'csiXt großärngeremMaMabe ermöglichen! Zum Schluß möchte ich Ihnen noch ne hübsche kleine Nachricht mittheilen. Jenes nachgebildete C o l u m b u sKloster La Rabida. das seinerzeit auf
dem Weltausstellungs-Platze so großes Interesse erregte, soll in neuer Rolle verewigt werden: es soll mit seiner. so günstigen Umgebung ein Frischeluft-Hospital" für arme Kmder abgeben, und die spanische Colorne in der Gartenstandt arbeitet unverdrossen daran, diesen Plan zur Ausführuna zu bringen und auch Hand und Börse Anderer dafür zu gewinnen. Also Sie sehen, mit der Spannung zwischen den Spaniern und den Amerikanern wegen der kubanischen Frage ist es doch stellenweise gar nicht so gesahrlich. Lß. Der Name Trokley". Es gibt so manche Ausdrücke, die beständia in Aller Munde sind, und über welche doch noch nicht Einer unter Zehntausend auf Befragen nähere Rechenschaft geben kann. Dies gilt nicht nur von vielen alten Bezeichnungen, sondern auch von nicht wenigen ganz modernen; und während bezüglich der ersteren doch hausig Stamm-Worter-dücher zu Rathe gezogen werden können, lassen uns auch diese bezüglich der modernen Namenö-Vagabunden gewöhnlich schnöde im Stich. Zu diesen vagabundirenden Namen der Neuzeit gehört auch das Trolley. das so allgemein auf die BewegungsVorrichtung für oberirdische elektrische Straßenbahnen angewendet wird. Man hat diesen Namen niemals im allgemeinen Publikum gehört, ehe diese Art Straßenbahnen bei uns aufkam. Und doch wäre es ein Irrthum, .zu glauben, daß derselbe von Hause aus irgend etwas mit einem solchen Stra-ßenbahn-Sstem zu thun gehabt hätte. Allem Anschein nach ist er ursprünglich ein durch Zusammenziehung entständener Spitzname, welcher im EisenbahnBetrieb von den Bediensteten unter sich gebraucht wurde. Das erste Trolley- war nämlich weiter nichts, als ein Waggon-Gestelle (truck"), das zu Beförderung von Eisenbahn-Materialien benutzt wurde und natürlich ebenfalls auf den Schienen lief; da es, obwohl ein bloßes Gestell, immerhin auf Rädern bewegt wurde, so war es also ein rollendes Waggon - Gestell, und höchst wahrscheinlich hat man aus der Zusammenzlehung der englischenWorte tue rolling truck" zum ersten Male das neue Wort Trolley" gewonnen, auf demselben Wez. auf welchem so viele neuzeitliche englische Bezeichungen, mit burschikosem Anflug, entstanden sind. , Wie man weiterhin dazu gekommen ist, denselben Namen auf Waggons anzuwendrn, die an Oberschienen lie fen. darüber äußere jüngst ein Eingeweihter: Der erste Waggon mit oberirdischer Zuführung des elektrischen Betriebsstromes erhielt thatsächlich den Strom vom Leitungsdraht durch ein kleines Wagen-Gestell (also wiederum trnck", welches auf dem Leitdraht lief und durch eine dehnbare Schnur beständig weitergezogen wurde. Es erscheint somit ganz natürlich, daß auch hierfür alsbald die Bezeichnung Trolley" aufkam. Nebenbei bemerkt, fiel manchmal dieses rollende kleine Wagengestell mit großem Getöse auf das Dach des PassaAierwagens. worüber die Insassen mitunter nicht wenig erschracken; dann wurde eine Art gabeliger Stöcke benutzt, um das Trolley" wieder auf den Leitdraht in Stellung zu bringen." Das jetzt allbekannte kleine Rädchen, welches beständig auf der Spitze der Leitstange unter dem Draht umläuft, bildete eine bedeutende Verbesserung gegenüber jener Einrichtung; aber, wie es so geht, der eingebürgerte Name blieb auch weiterhin bestehen und wird sich wohl so lange beHäupten, wie die Sache selber (was hoffentlich nicht allzulange ist, da der ErfindungZgeist bereits Besseres geliefert hat). 'Hundertjährige. Auch in unserer schnelllebigen Zeit stoßen wir noch hin und wieder auf Leute, die es verstehen, der 'Natur zu trotzen und länger zu leben als eS dem Durchschnittsmenschen vergönnt "ist. Wenn die Anqaben von Noah Raby, einem Insassen deS Armenhauses von Piscatawty, North Carolina, auf Wahrheit beruhen, so erfreut sich dieser Mann deS stattlichen AlterS von 124 Jahren. Der Aufseher der Farm, auf der der Genannte früher arbeitete, kennt ihm seit mehr als 50 Jahren und er sagt auch, daß hundert Somm?r sicher über dem Haupte des Greises dahin g zogen sind. Wenn der alte Noah sich in feinen altmodischen Armftuhl setzt, so wird ihm jeder glanben. daß er seine drei Menschenalter gesehen hat. Seine kurze gedrungene Figur ist gebeugt von der Last der Jahre und wenn auch zuweilen seine Augen auf. leuchten, so ist er doch des Lichtes beraubt, denn vor nunmehr zehn Jahren erblindete er. Aber wenn auch seine Schultern nicht mehr so stark sind wie früher, so sind seine Muskeln doch noch sest und lassen ihn jünger erscheinen als er in Wirklichkeit ist. Seine Zähne hat er verloren, was seiner Stimme ein eigenthümliches Gepräge verleiht. Er spricht den südlichen Dialekt; denn der Süden ist seine Heimath, die er nie verlassen hat. Seit seinem achtzehnten Jahre erfreut er sich einer trefflichen Gesundheit und sein Geist ist noch heute so lebhaft wie vor dreitzia Jahren. Aus Furcht vor Blutandrang nach dem Kopf pflegt er im Sitzm zu schlafen und nur an schönen Tagen verläßt er seinen Armstuhl, um löngö .eines über den Hof gespannten DrahteS einen Spaziergang zumachen.. Seine Diät ift einfach: Fisch und Reiö. Brod und Milch sind seine Lieblingsspeisen und wenn sich ihm Gelegenheit zu' esnerq F 9 AM rn . l la,e 2uyiS!ey vletet, l er mit dem ' Verständniß eine GourrnetS hinuntu-
schlürft, dann pflegt er wohl zu erzah. len von den Tagen George Washing. ton's, zu dessen Zeit er der Marine der Vereinigten Staaten angehörte und den er einst in Norsolk sprechen zu hören Gelegenheit hatte. Aber nicht das männliche Geschlecht
allein erfreut sich solcher' Langlebigkeit, ' sondern auch die Frauenwelt ist unter denen vertreten, die die ewigen Gesetze der Natur scheinbar zu umgehen wissen und dem Zahn der Zeit Trotz bieten. So hat Frau Hannah Ehard erst kürz, lich in Ferrel, N. I., ihren 108. Ge burtstag im Kreise ihrer Lieben ge feiert. Fünfhundert Personen waren anwesend und fast jeder Ort im Staat war' vertreten. Vier Generationen schaarten sich um ihre Aeltermutter, darunter allein 82 Urgroßkinder. Die alte Dame stammt aus Pennsylvania und ist die älteste Frau in New Jersey. Gar wohl weiß sie die gute alte Zeit zu preisen und noch heute macht sie lieder die weiteste Reise zu Wagen, als daß sie sich dem neumodischen und n5 kanten Dampfroß anvertraut. Ihre Gesundheit ist vortrefflich, ihre Augen scharf und klar, ohne Hilfe geht sie um her, ihr Appetit läßt nichts zu wünschen übrig und sie ist die Seele des Haus haltö, dem sie seit nunmehr einem halden Jahrhundert vorsteht. . Ihr Vater, ein Schiffskapitän deutscher Abkunft, starb, als sie noch ein Säugling war und als ihr die BeHandlung des zweiten Gatten ihrer Mutter unerträglich wurde, lief sie von Hause fort und ernährte sich vom Verkauf von Blumen in den Straßen Philadelphias. Hier sah sie die Generäle Washington und Lafayette und gar wohl weiß sie sich zu erinnern, wie die Artillerie durch die Straßen rasselte und wie der Lärm der Schlacht herüber tönte. Im Alter von 22 Jahren verheirathete sie sich, aber schon seit 13 Jahren ist sie Wittwe. Durch ihre Verwandtschaft mit Gen. Sickles hat sie einen Anspruch aus S16.000.000 gegen die Stadt Brooklyn. Der Prozeß schwebt gegenwärtig und es läßt sich auch kaum etwas über seinen AuSgang sagen. Der schwerste Schlag ihres Lebens traf sie als vor zwei Jahren ihre Tochter im Alter von 73 Jahren starb. Nicht viel jünger als Frau Chart ist Frau Lydia Woolman, die am zehnten d. M. in Gillmore City, Iowa, ihren hundertsten Geburtstag feierte. Auch sie erinnert sich gar wohl George Washington'S und seiner Paladine. Auch sie betrauert bereits seit vielen Jahren den Verlust ihres Gatten, um den ihre Kinder und KindeSkinder mit ihr trauerten. Ihre Gesundhtit ist Verhältniß' mäßig gut und zuweilen sagt sie lächelnd, daß sie noch hoffe, die Sonne des nächsten Jahrhunderts aufgehen zu sehen. So sehen wir, daß es auch heute noch hier und da Leute verstehen, dem Alter ein Schnippchen zu schlagen, aber meist sind eS Leute, die ein Leben körperlicher Arbeit in GotteS freier Natur hinter sich haben und denen nicht die Krank heit des Jahrhunderts, die Nervosität, den Lebensfaden verkürzt. Oom Inlands. DurchdieErfolge. welche mit der Domicilirun der mongolischenFasanen in denPacificstaaten erzielt sind, angeregt, haben die Wild- und Fisch" Commissäre des Staates Maine den Entschluß gemacht, diese werthvollen Vögel auch in ihrem Staate einzubürgern. Der mongolische Fasan wird voraussichtlich die strengen Winter in Maine gut überstehen und sich leicht acclimatisiren. Wie andere Leute, denen es an dem nöthigen Kleingeld nicht gebricht, in einer elegant eingerichteten Nacht Vergnügungstouren unternehmen, so hat E. R. Leanning, ein wohlhabender Bürger von Jakima, Wash., m einem Prairieschooner" eine Spazierfahrt, die etwa 5 Monate dauern wird, angetreten. Leanning ist von seiner Gattin begleitet. Das Ziel der Reise, von welcher das abenteuerlustige Paar sich nicht nur viel Unterhaltung, sondern auch Kräftigung der Gesundheit verspricht, ist Mexico. Ein viel versprechendes Früchtchen scheint der 12 Jahre alte Oral Poindezter zu sein, dessen Ellern unweit von Coburg, Or., eine Farm besitzen; der Junge ist nämlich unter der Anklage verhaftet worden, die in der Nähe wohnende FarmersWittwe H. Smith und deren Kinder ermordet zu haben. Wiederholt war von unbekannter Hand Gift in die Kochgefchirre und auf die Speisen der Familie Smith geworfen worden und schließlich richtete sich der Verdacht der heimtückischen That auf den genannten Knaben. Als neulich Frau Smith nicht zu Hause war, aber eine ihrer kleinen Töchter zu Hause gelassen hatte, um aufzupassen, bemerkte das Mädchen, wi: der Knabe vorsichtig in den Hofräum trat, eine Flasche aus der Tasche zog und aus dieser eine Flüssigkeit in den Brunnen goß. Am anderen Tage, als das Mädchen am Hühnerhause eine Arbeit verrichtete, näherte sich ihm der junge Poindezter von hinten und versetzte dem Mädchen einen fürchterlichen Schlag mit einem Knüppel auf den Kopf, so daß das Mädchen, bewußtlos am Boden liegen blieb. Segen den jugendlichen Unhold liegen noch weitere Beweise vor. Man glaubt, daß der Junge der Familie Smith an's Leben wollte, weil zwischen dieser und seinen Eltern bittere Feindschaft herrschte. Bei Beginn des BürgerkricgcS wohnte in Glen Head nahe Oyster Bay, L. I., ein junger Mann Namens James Davis mit seiner Frau, die er erst sechs Monate vorher geheirathet. Trotz seines Eheglückes verließ Davis seine Frau und zog mit den EllSworth-Zuaven in den Krieg. Er machte mehrere Schlachten mit, wurde Kriegsgefangener und 1862 aus dem Libby-Gefängnisse entlassen Als er nach seiner Freilassung heimkehrte, erfuhr er, daß seine Frau, im Glauben, er sei todt, sich mit , Fred. Flemming verheirathet habe und nach Bucks County, Pa., verzogen sei. Er lieb Lch wieder anwerben und wurde
kal"d darauf verwundet. Als er ' auf einer Plantage im Süden verpflegt wurde, lernte er die reiche Wittwe Parker kennen. Er heirathete dieselbe und zog mit ihr nach dem Kriege nach Cleveland. Obio. wo das Paar bis
vor Kurzem lebte. Als seine Frau starb, kehrte er nach Long Island zurück, wo man ihn für todt gehalten hatte. Seine erste Frau wohnte auch wieder in Glen Head. da sie mit dem zweiten Gatten von Pennsylvania zurückgekehrt war. und die Freude des Wiedersehens war groß, als Davis seine erste Frau besuchte. Da Flemming's Ehe ungiltig geworden, gab er sich mit einer guten Stelle in einer Fabrik in Cleveland zufrieden; er verzichtete auf die Frau und die ganze Gesellschaft reiste nach Cleveland. Die durch den Maler Graf in Berlin berühmt und berüchtigt gewordene Bertha Rother hat in den letzten drei Jahren als Frau Emma Stelher in New York gelebt, ist aber jetzt mit einem anderen Manne nach Canada durchgebrannt. Die leichtlebige Bertha wurde zuerst hier, wie drüben durch den Sensations - Proceß bekannt. den eine ihrer Schwestern gegen den Maler des Märchens". Prof. Gräf, anstrengte, wie sich später herausstellte, um aus demselben riesige Summen zu erpressen. Bekanntlich wurde Prof. Gräf angeklagt, sich seinem Modell, der schönen Bertha, gegenüber vergangen zu haben, aber nach mehrmonatlicher Untersuchungshaft, die feinen Tod wohl herbeiführte, freigesprochen. Sein Gemälde, das nachher im ganzen Lande ausgestellt, zeitweilig polizeilich verboten war und nicht zum Mindesten dieserhalb in zahllosen Abbildungen Absatz fand, sowie der scandalöse Proceß machten Bertha berühmt". Sie debütirte alö Kassirerin in den Reichs - Hallen, figurirte dann als Hebe im Caf6 Schtu ling und anderen von der Lebewelt frequentirten LocalenBerlinö und fand unter anderen Opfern schließlich einen Hauptgimpel in der Person eines österreichischen Adeligen, der ihr vor seinem finanziell Ruin ein Gut in Meck enburg kaufte. Schön - Bertha aesiel eö nicht lange als Gutsherrin. Die TWförmigkeit deS Landleben sagte ihr nicht zu; sie vertauschte daS Gut mit einer Villa und diese bald darauf mit werthlosen Börsenpapieren. Ihr Liebhaber wurde unter Kuratel gestellt. Dann verschwand sie für die Welt. Und daS ist meine Frau", sagteFranz Steltzer. Ein eigenartiger Unfall ist jüngst einem Zuge der Santa F6Eisenbahn auf der Fahrt zwischen Canta Monica und Los Angeles zugestoßen. Die Locomotive rannte gegen eine Kuh und schleuderte dasThier mit solcher Gewalt an eine Telegraphenstange. daß letztere brach. Im Fallen stürzte die Stange in das Fensier eines Waggons, tras einen Brem, ser und verletzte den Mann nicht unerheblich. Der Zug erlitt dadurch einen längeren Aufenthalt. Unter den ZwischendecksPassagieren des von Stettin in New Fork eingetroffenen Dampfers Wirginia" befand sich der 80 Jahre alte Deutsche August Költze. der nach längerem Besuche in Deutschland arm wie eine Kirchenmaus hierher zurückkehrte. Költze wanderte im Jahre 1850 hier ein und brachte ein bedeutendes Vermögen mit. Seine Gattin begleitete ihn. Nahe Jefferson City, Mo., siedelte sich das Paar an, und die Ansiedelung trägt heute noch den Namen Koeltzetown. Es gina den Beiden gut, doch verlor Költze viel Geld während des Bürgerkrieges. Im Jahre 1884 starb seine Frau, und Költze kehrte bald darauf, da fein Bruder ihn herzlich einlud, nach Deutschland zurück, um dort sein Leben zu beschließen. Bald aber sah er, daß seine Verwandten sich weniger nach ihm gesehnt hatten. als nach seinem Gelde, und es gelang ihnen angeblich durch geschickte Manipulationen auch wirklich, dem alten Manne jeden Cent abzunehmen. Frühere Freunde in Koeltzetown schickten ihm schließlich auf fein Ersuchen bereitwilligst das Geld zur Rückfahrt nach Amerika und versprachen gleichzeitig, hier für ihn sorgen zu wollen. So ist er denn wieder hier arm an Geld, aber reich an Erfahrungen! Einen deutschen Sonderling, Henry Christian Voigt mit Namen, 78 Jahre alt und Veteran des mexikanischen und des Unionkrieges, haben die Sanitätsbeamten von Newark, N. I., in einer verfallenen Hütte aufgespürt, wo er seit vielenJahren hauste und mit einer Pension von monatlich $8 sein Leben fristete. Der alte Mann, welche keme Angehörigen hat, war im Schmutz fast verkommen und lebte in Gesellschaft mehrerer Ratten, die ungenirt in seinem sogenannten Zimmer umherliefen und von ihm gefüttert wurden. Er mußte mit Gewalt aus dem stallähnlichen Aufenthalt entfernt werden und erregte allgemeines Entsetzen, alö er mit seinen wirren Haaren und dem mehr als fußlangen weißen Barte an das Tageslicht kam. Der alte Verteran wurde zu erst nach dem Armenhause gebracht und nachdem er dort mit Hülfe von Wasser, Seife und einer Scheere zu einem ganz andern Menschen geworden, nach der Soldatenheimath in Kearney, wo er jetzt gut aufgehoben ist. Beim Ausräumen von Voigt's Aufenthalt kamen eine Menge Briefe, Abhandlungen und wissenschaftliche Werke zu Tage, doch war alles so von Schmutz überzogen und bot einen so unappetitlichen Anblick, daß sich Niemand eingehend damit befassen mochte. Auch der Schäbei eines Apachen, ein Scalp", Mineralien aus den Felsengebirgen, welche Voigt auf seinen Reisen nach Californien in denJahren 1850 und 1853 gesammelt, kamen zu Tage. Er ist unzweifelhaft ein Mann, der eine gute Schulbilduna genossen hat. Im meztkanischen Krieg diente Voigt in Cornp. G deS 15. Bundesregiments und im NnionZkrieg diente er im 9. N. J:Freiwilligen - Regiment.
Oora ftttll?. BetderEroffnung der Zahnradbahn auf den Snowdon. den höchsten Gipfel in Wales, löste sich auf der Rückfahrt die Locomotive. stürzte über den Abhang hinab und wurde
zerschmettert. Der Maschinist und der Heizer retteten sich durch Abivringen; die Wagen wurden durch schnelles Bremsen sofort zum Stehen gebracht. Nur em Reisender, der abgesprungen war. kam um's Leben, einige erlitten leichte Verletzungen. Die Maschine hatte bei der Entgleisung eine Telearaphenstanae umgeworfen, wodurch auf der Anhöhe die Signalglocke für die Ablassung emes zweiten Zuges in Bewegung gesetzt wurde. Dieser lief in einen Wagen des ersten Zuges hinein. der eine Strecke die Bahnlinien entlang geschleudert wurde. Die Passagi:re hatten den Wagen verlassen. EinseltenerCriminalfall ist jüngst in Bamberg zur VerHandlung gelangt. Am 10. September v. I. wurde der verheirathete Bauer Seubert von Eggolsheim zu einem Jahr drei Monaten Gesänaniß verurtheilt, weil er einem gewissen Schreiner Klemm einen höchst gefährlichen Stich oberhalb des Auges versetzt hatte. In Egaolsheim und auch bei der Gerichtsverhandlung war sich Jedermann darüber klar, daß Seubert nicht allein der Thäter gewesen sein kann, allein dieser nahm alle Schuld auf sich und trat seine Strafe sofort an. Nach vier Monaten wurde er rnfolge Neuaufnahme des Verfahrens entlassen und jetzt stand der verheirathete Ziegeleibesitzer Roppelt als Thäter oder Mitthäter vor der Strafkammer. Roppelt hatte damals den Seubert mit 300 Mark abgefunden; heute wurde er zu drei Monaten , verurtheilt. Die ganze Affaire kostet dem Roppelt einige Tausend Mark. AuS der Umgegend von Mukden in der Mandschurei, wo es jetzt von entlassenen Soldaten wimmelt. wird eine heitere kleine Erz'ählung mitgetheilt. Die edeln Krieger a. D. des himmlischen Reiches würden sich wahrscheinlich ordentlich genug benehmen, wenn ihnen ihre Officiere nicht fast ausnahmslos den Sold vorenthielten. Deshalb ist es eigentlich ein Wunder, daß nicht viel mehr über Ausschreitungen entlassener Soldaten geklagt wird, als es der Fall ist. In der Nähe von Mukden nun trafen kürzlich zwei entlassene Soldaten einen armen Bauer mit einem Sack voll Futter, das er sich mühsam zusammengesucht hatte. Was hast Du da in dem Sack?" fragen die Soldaten. Futter für mein Vieh ist die Antwort. Ach. das paßt uns gerade gut für unsere Pferde." meinen die Krieger. Sie steigen ab, nehmen dem Bauer seinen Sack ab und lassen ihre Pferde nach Herzenslust fressen. Während dessen kommt ein anderer Wanderer die Straße daher. Was hast Du in der Schachtel, die Du unter dem Arm trägst?" lautet die Frage der Soldaten, worauf der Mann erwidert: Backwerk für Neujahr.- Das ist nun erst recht ein gefundenes Fressen für die Krieger, und sie machen sich alsbald darüber her. Dabei achten sie jedoch nicht genügend auf ihre Gäule, so daß sich einer davon losmacht und davonläuft. Schnell lauf und fange r rnc w i:.v. i c ci. unici Psero ivicuct ein: rufen oie Soldaten dem Manne zu. dessen Backwerk sie gerade verzehren. Der ist nicht faul, und nach einiger Mühe gelingt eS ihm auch richtig, den Gaul zum Stehen zu bringen. Schnell schwingt er sich hinauf und galoppirt schleunigst querfeldein. Die verdutzten Soldaten stnd natürlich, der eine zu Pferd und der andere zu Fuß hinter ihm her. fo rasch es geht, können ihn jedoch nicht erreichen. Alö sie dann an den Ort ihrer Mahlzeit zurückkehren. ist auch der andere Mann mit seinem Sack sowie mit dem noch übrigen Backwerk verschwunden. Bei einer Kaiserfeie rlichkeit in Kamerun hielt der Neger Abel vor den Buschleuten folgende wortgetreu übersetzte Rede: Der deutsche Kaiser ist der mächtigste und klügste Mann in der Welt. Er sieht die Schätze im Innern der Erde und läßt sie heraufholen! Er läßt eisern, Fäden um die Welt spannen, und sobald er die Faden berührt, fahren sewk Worte in die Welt hinaus! Er hat Dampfschiffe, die auf trockenem Land hkrumfahren! Wenn ein Berg im Weae steht, so läßt der Kaiser ein Lo durch den Berg stoßen! Ist ein glu im Weae. so baut er eine Straße dur die Luft! Obgleich der deutsche Kaiser reicher ist, als alle anderen Menschen zusammen, so hat er doch nur eint Frau, und obgleich seine Frau di schönste von der Welt ist, so hat t? doch nichts für sie bezahlen müssen!" I n Tent cjo"ttji t seyen Dorfe Bischleben ereignete sich eine grauenhafte Blutthat. Im Etablisseent Bergschlößchen" hatte ew Tanzvergnügen stattgefunden. Kurz nach Mitternacht begab sich der Gastwirty Karl Hennicke zur Ruhe. Es mochte in der dritten Morgenstunde sein, als er durch einen Lichtschein erwachte. Am Tische vor seinem Bette stand ein Mann, welcher nach Hennicke's Anruf sofort die Petroleumlampe ergriff und dem Ueberraschten gegen den Kopf warf. Schwer getroffen sank Hennicke in die Kissen zurück. Glassvlitter und Petroleum überschütteten daS Bett. Wüthend sprang dann der Unbekannte an das Bett und hieb mit einem SpitzHammer auf den Wehrlosen ein, welcher vergeblich nach seinem an der Wand hängenden Revolver griff. Das Blut spritzte weit im Schlafgemach umher. Infolge der lauten Hilferufe eilte die Wirthschafterin Hennicke's, Anna Koch, herbei. Sie sah noch, wie eine Gestalt durch daS Fenster auf das angrenzende Zinkdach der Colonnade sprang. Als sie bilferufend an das Fenster trat. stürJ sich der Eindringling auf sie und versetzte ihr einen wuchtigen Schlag mit dem Hammer auf den linken Arm. Gleich darauf huschte der Mordgeselle eine am Hause lehnende Leiter hinab und verschwand im .Nachtdunkel. Von dem Thater fehlt bZöMede Spiuv .
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Dr. August ikoenlg's HAriBURGER Tropfen,
Der große deutsche 'ßSBlulveiniQev,
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