Indiana Tribüne, Volume 19, Number 233, Indianapolis, Marion County, 10 May 1896 — Page 3

iln lOeflern - üoenue. (Eine Erzählung au5 dem deutsch, amerikanischen Leben von W9 Fistzkand. l8. Fortsetzung.) Nun, was ist denn?" rief mit energischer Stimme Frau Heinzelmann, die zuerst ihre Fassung wieder gewann schon darum, weil sie um keinen Schatz der Welt gerade diesem Manne gegenüber ein Zeichen unrühmlicher Schwäche hätte geben wollen. Was es ist?" fragte Wurm endlich, und in der Art, wie er diese Worte hervorbrachte, lag etwas Erschütterndes, ein unbeschreibliches Etwas, das für sich allein schon ausdrückte, daß ein schweres Unglück mit elementarer Gewalt über ihn hereingebrochen sei. Was es ist, Frau Schwiegermutter? es ist nichts Anderes, als daß wir ruinirt sind, gerupft, ausgeplündert, an den Bettelstab gebracht gar nichts weiter." 'iVil er so gesprochen hatte, ließ sich der Unglückliche auf einen Stuhl nieVersinken und stützte das Haupt in die Hände. Das Zeitungsblatt hatte er fallen lassen. Frau Heinzelmann zögerte nicht, das Papier aufzunehmen, und während Frau Johanne zum Erbarmen ächzte und stöhnte und immer auf's Neue wiederholte, daß sie das unglücklichste Geschöpf auf dieser weiten Erdenrunde sei. von dem der Herr der Welt aus unerfindlichen Gründen die schützende Hand längst und für immer zurückgezogen, las Frau Heinzelmann den verhängnißvollen Artikel halblaut 2cr. Das Endergebniß dieser Durchsicht war indessen ein ganz anderes, als Wurm in seiner Einfalt sich vorgestellt hatte. Er hatte nämlich keinen Augenblick daran gezweifelt, daß Frau Heinzelmann gleich ihm selbst unter der Wucht der fürchterlichen Nachricht zusammenknicken würde. Dem war nun aber keineswegs so. Frau Heinzelmann ballte nämlich das Blatt. nachdem sie gelesen hatte, zusammen,, und warf es mit einer unbeschreiblich verächtlichen Gebärde in eine Ecke des Zimmers. Dabei rief sie mit der hellen Kommandostimme, die ihr eigen war: Lügen, sage ich, nichts als Lügen! Man sollte diese Zeitungsschreiber allesammt nach der County-Jail bringen." Wie? Die Zeitungsschreiber?" wagte Wurm zu fragen, als er das County-Gefängniß nennen hörte. Aber Mrs. Heinzelmann richtete sich zu ihrer vollen Höhe auf und trompetete: Nun, Sie glauben doch wohl nichts von dem Zeug, das da geschrieben steht?" Ich muß gestehen...." begann Wurm, doch aber schon mit einem kleinen Schimmer von Hoffnung das - Haupt erhebend. Sie machen sich lächerlich, Verehrtester," unterbrach ihn Frau Heinzelmann in einem Tone, der von vornherein jeden Einwand abschnitt. Diese Sachen kenne ich zu genau. Das ist nichts weiter als ein Vörsenman'över. wissen Sie. Man will die Kurse drücken, um daran Geld zu verdienen das ist Alles.... Die alte Heinzelmann betrügt man aber auf diese Weise nicht, dafür stehe ich Jbnen gut. Unsere Aktien sind so gut als sie ehedem waren, das sage ich Ihnen." Frau Heinzelmann erhob schon siereich das Haupt, um ihren Schwiegersöhn durch die Wucht ihrer Worte endgiltig zu Boden zu sckmettern da öffnete Julius die Thüre und trat ein. Sein Antlitz war blaß und aus seinen Bewegungen sprach eine gewisse Müdigkeit, eine Abspannung, wie sie an diesem frischen, kräftigen jungen Mann sonst nicht zu beobachten war. Er sah verwundert um sich, als er die Aufregung gewahr wurde, in welcher sich die anwesenden Mitglieder der Familie unverkennbar befanden, unv wandte sich mit einem fragenden Blick an seinen Vater. Da dieser nicht sprach, wiewohl ihm eine Erklärung äugenscheinlich auf der Zunge lag, fragte Julius die Frau Heinzelmann: Was ist geschehen?" Frau Heinzelmann verlor unter dem festen Blick, den der junge Mann auf sie richtete, doch etwas von ihrer Sicherheit. Hm," machte sie. man hat sich alle Tage mit dem Volk zu ärgern. Das steckt die Nase ungerufen in Alles, weiß Alles. Es ist um sich todt zu ärgern." Ich fraae Sie nochmals: was ist vorgegangen. " sagte Julius mit einer, wenn auch ruhigen, so doch schon sehr ' entschiedenen Stimme. ' Was vorgegangen ist?" antwortet Frau Heinzelmann etwas weitläufig, denn sie hatte sich noch'nicht zurechtgelegt, wie sie dem Doktor'die Sache, dercn Vorgeschichte er -ja nicht kannte.

mundgerecht machen sollte. Weißt Du, die Geschichte ist die: Ich babe mein bischen Vermögen in Aktien, der Deutschen Sparbank angelegt..", ' Der Deutschen Sparbank? Die se Anstalt habe ich noch niemals nennen hören?" Glaub's wohl," sagte Frau Heinzelmann etwas picfirt, das Unterney men ist eben erst im Entstehen." Das ist etwas anderes , weiter." Jedem Anderen gegenüber hätte sich Frau Heinzelmann diesen kategorischen Ton gewiß -verbeten Julius gegen über wagte sie das nicht. Jch habe also meine paar Groschen auf diese Weise angelegt, damit ich was davon habe. So etwas um die dreißig oder vierzig Gents am Dollar herum ich meine das wäre nicht zu verachten. .Dreißig oder vierzig Prozent?" un terbrach Julius, der glaubte, schlecht . ' nv y - Vt I v gehört zu haben, eicyesnlerneo

men will so enorme Zinsen zahlen? Doch nicht die Deutsche Sparbank?" Eben die." Die erst entstehende? Dieselbe." Julius' Antlitz wurde noch ernster als bisher. Das hat man Ihnen versprochen?" erkundigte sich. So sicher wie etwas." Und Sie haben das ohne Weiteres für baare Münze genommen?" Ei. wie denn nicht! Ich sage Dir nur, daß die Armouis, die Palmers. die Pullmans was weiß ich, wie die Millionäre alle noch heißen, ganz dasselbe glauben," rief Frau Heinzelmann triumphirend. Wie können Sie sich solchen Unsinn aufschwatzen lassen," brauste Julius auf. Sie sind einfach einem Schwindler in die Hände gefallen. Schnell, richten Sie sich zum Ausgehen zurecht; ich fahre mit Ihnen nach der Stadt und will versuchen, von Ihrem Gelde zu retten, was noch zu retten ist. Aber eilen Sie sich, wer weiß, ob da nicht eine Minute entscheidet." Es ist zu spät." sagte Wurm sen. mit hohler Stimme, und Frau Johanne schluchzte steinerweichend: Zu spät! zu spät! Ach Gott! ach

Gott!" Man übergab dem jungen Mann das Zeitungsblatt aus der Ecke. Er überflog den Inhalt und warf es dann achtlos auf den Tisch. Wie ich es mir dachte," sagte er mit einem Achselzucken, und da glauben Sie wirklich noch, daß in diesem Artikel einWort zu viel geschrieben steht?" Höre 'mal...." Bitte," unterbrach Julius n?it einer abweisenden Gebärde. Wenn Sie irgendeinen Zweifel haben, fahren Sie getrost nach der Zentral-Station. Es soll mich freuen, wenn Sie jemals wieder einen Dollar von Ihrem Gelde sehen. Ich muß sagen, ich hätte Sie für vorsichtiger gehalten." Aber das ginge doch mit 'dem Bösen zu." rief Frau Heinzelmann, die plötzlich sehr blaß geworden war und in ihrer nicht mehr zu verbergenden Aufregung an den unmöglichsten Orten ihr Bonnet suchte, um sich zur Eilfahrt nach der Stadt zu rüsten. Glaubst Du denn wirklich Dann sage mir aber 'mal Einer, zu was gibt es Gesetze und Polizei, wenn so eine himmelschiende Gaunerei vor aller Oeffentlichkeit verübt wer'den kann?" Julius zuckte blos die Schultern. Es wäre auch sicherlich sehr schwer geWesen, der Naivetät der alten Frau mit logischen Einwänden entgegenzutreten. Frau Johanne jammerte unterdessen Weiter, während Vater Wurm sich damit begnügte, verstört um sich zu sehen. Julius war aber doch zu viel mit seinen eigenen Angelegenheiten beschäftigt, als daß ihm seines Vaters wortlose Verzweiflung allzusehr aufgefallen wäre; auch kannte er dessen Abneigung gegen Geschäfte dieser Art viel zu gut. als daß er auch nur im Entferntesten daran gedacht hätte, dieser könne auch für seinen Theil Geld in die Sache gest"! haben. Obne ein Lort weiter zu sprechen verließ er das Zimmer. Kaum hatte sich die Thüre hinter ?hm geschlossen, da hob der armeWurm sein Haupt und sagte im Tone eines leisen, eines sehr leisen, eines, man kann unter den obwaltenden Umständen nicht anders sagen, eines äußerst bescheidenen Vorwurfes: Da haben Sie nun den Pie, Frau Schwiegermutter!" Da kam er aber schön an! Wie ein Kreisel fuhr Frau Heinzelmann auf diese Bemerkung hm nach ihm berum. und wie das Schmettern einer Krieqstrompete klang es, als sie rief: Und das sagen Sie mir? Sie? Sie? Wer 'denn als Sie hat die Schuld an dem Allen?" Ich," fragte Wurm im Tone einer geradezu lähmenden Ueberraschung. Erlauben Sie mir zu bemerken " Sie, Sie und hundertmal Sie", schrie aber Frau Heinzelmann nochmals, und bei jedem Sie" stampfte sie mit den Füßen den Boden, während sie zugleich Versuche machte, ihr Bonnet, das sie endlich gefunden, in der Weise, wie es die eben herrschende Mo'de verlangte, auf das Haupt zu setzen. Wären Sie ein Mann, wie es sein soll, so hätten Sie uns gewarnt, zurückgehalten. bebütet. und wir hätten heute noch unser Geld." Mein Himmel! Habe ich denn nicht gethan, was ich konnte? Waren denn nicht Sie es. die mich mit allen Mitteln überredete, das Geld dielem Schwindler zu übergeben?" Herr Wurm machte einen Versuch, sein Kinn in die Halsbinde zu versenken; da diese aber sich inzwischen schon gänzlich nach vorne gedreht hatte, so daß die Schnalle dicht unter seinem Kinn stand, so mußte es beim Versuch bleiben. Sie reden wie ein kleines Kftid, Herr Schwiegersohn." rief aber Frau Heinzelmann. rücksichtslos und tyrannisch wie immer. Ihre Sache wär: es gewesen, uns darüber aufzuklären, daß man bei der Geschichte möglicherweise sein bischen Eigenthum einbüßen könnte. Haben Sie das gethan? Nein! Woher sollte ich das Verstandniß dafür haben? oder Johanne? 5lch muß sagen, ich hätte darauf geschworen, daß in einem Lande mit Gerichten. Polizei und Gott weiß weiß was noch Allem ein solcher grober Betrug nicht möglich wäre." Wenn man etwas nicht versteht, dann läßt man eben die Finger davon." entgegenete sehr entrüstet HerrWurm. Krau Heinzelmann knixte hierauf sehr höhnisch und so tief, als befän-de sie sich auf einem französischen Hofballe zur Zeit des Sonnenkönigs", was ungemein komisch aussah, denn die alte Frau trug nebst einem alten, schon stark abgenutzten Hauskleide das , noch neue, sehr ausfallend geputzteBon-

net jchief auf das Haupt gestülpt und hielt einen Sonnenschirm von rother Seide in der Hand. Ich danke verbindlichst, Herr Schwiegersohn," rief sie dabei, ich danke wirklich allerunterthänigst... aber Ihre große Weisheit kommt offenbar ein bischen spät, besonders da Sie ja selber ebenfalls die Nase in Dinge gesteckt haben, die Sie. wie es scheint, nicht verstehen." Frau Heinzelmann knixte noch einmal , und diesmal noch umständlicher als früher, dann wischte sie zur Thüre hinaus. Frau Johanne hatte, wie eigentlich nicht besonders versichert zu werden brauchte, längst die Schleusen ihrer Thränen aufgezogen, und da sie in diesem Zustande erfahrungsgemäß zu jeder Art von Gedankenaustausch ganzlich unfähig war, verließ auch Herr Wurm das Zimmer, um in seinem Laden unten ernste Betrachrungen über die Vergänglichkeit alles irdischen Glückes anzustellen und sich hinaufzusehnen zu den urewigen Sternen, die so rein und fleckenlos in das Weltall leuchten, als gäbe es nicht auch auf ihnen böse Verhältnisse und verkümmerte Existenzen. VIH. Z w e i R i v a l e n. Julius hatte, nachdem er der Frau

Heinzelmann über den Stand ihrer Angelegenheiten 'die Augen geöffnet, sofort das Haus verlassen. Er sah nicht rechts und nicht links, und bemerkte darum auch nicht den Painter, der wie gewöhnlich breitspurig auf seiner Porch saß, heute aber lange nicht so selbstzufrieden aussah wie sonst, denn der Gedanke an das gestrige Verlobungfest" wurde ihm aus den verschiedensten Gründen mit jeder Stunde unangenehmer. Julius bog, wie gezagt, ohne den Painter zu sehen, um die Ecke und schritt geradenwegs auf den Laden von Rautenstrauch zu. Dort kämm und gingen die Kunden. daß es eine Freude war. Selbst Julius, der doch mit ganz anderen Dingen beschäftigt war, entging der Unterschied nicht, der in dieser Beztehung zwischen diesem jungen und dem alten Geschäfte seines Vaters bestand. Er preßte die Zahne aufeinander uno unterdrückte auf diese Weise einen Seufzer, der siü seiner Brust entringen wollte. Ohne weiteres Zogern betrat er den Laden. Dort schwamm Rautenstrauch in seinem wahren Elemente. Mit einer fabelhaften Gewandtheit bediente er seine Kunden: Zucker. Schuhschwarze, Salat, Kaffee, Butter. Corned Veef, Gewürze Hunderte von den verschiedensten Dingen, wie sie eben von den Käuferinnen begehrt wurden, holte er ohne e:ne Sekunde Zeitversaummß aus seinen Vorräthen hervor und legte sie den Frauen m die Korbe. Dabei wußte er, wenn er die Waaren auf die Wage legte, ganz genau, wer ihm auf die Finqer sah und wer nicht. Die letztere Sorte von Käuferinnen pflegte er für ihre Unaufmerksamkeit dadurch in Strafe zu nehmen, daß er von dem schonen vollen Gewicht einen kleinen Abzug machte, das geschah aber auf so gewandte Weise, daß es nur in ganz ausnahmswelsen Fällen zu Reklamahonen kam. Wmn aber Rautenstrauch am Abende m Gedanken überschlug. was er auf diese Weise den Tag über prosltirt haben mochte, da kam er immer wieder zu dem Ergebnisse, daß die Sache sich wohl lohnte, und er beeilte sich dann am nächsten Morgen, in der gleichen Welse fortzufahren. Uebrigens versäumte er auch nie. den dergestalt Betrogenen irgend ein kurzes Witzwort zu sagen, gewissermaßen als Entschuldigung für den ihnen auferlegten AbZug. Herr Rautenstrauch hatte Julius eintreten sehen und den jungen Mann sofort erkannt. Er hielt es indessen aus unbekannten Gründen für einen guten Trick, sich das nicht merken zu lassen und bediente daher ruhig seine Kunden wei!er. Erst als er seine Geschäfte erledigt hatte, wandte er sich an Julius mit d geschäftsmäßigen Frage: Was wünschen Sie?" IS beiße Wurm." sagte Julius. Dr. Julius Wurm, und ich möchte Sie um eine kurze Unterredung bitten." Rautenstrauchs Gedanken irrten nicht lange im unendlichen Raume umher, sondern setzten sich augenblicklich auf eine Fährte, freilich diesmal auf eine falsche. Denn der überschlaue Mann, der auch die Morgenblätter gelesen hatte, andererseits, dank der Geschwätzigkeit Lipps' wußte. daßWurms an der sogenannten Deutschen Sparbank" Mr. Brozens betheiligt waren, und aus Gründen, die wir noch kennen lernen werden, sicher darüber war, daß dieser angebliche Brozen ein abgesehnter Spitzbube sei. legte sich den Besuch Julius' ungefähr so zurecht: Die Leutchen sitzen bis an den Hals in der Tinte und schicken mir nun den Burschen da, daß ich ihnen heraushelfe aber da hat's geschellt. In seinem sogenannten Sprechzimmer" machte nun allerdings der gute Rautenstrauch Augen wie ein Schaukelpferd. als Julius ohne weitere Einleitung sagte: Es geht das Gerücht, daß Sie gestern bei Herrn Balchasar Hopser um die Hand seiner Tochter Helene angehalten haben. Ich bitte, sagen Sie mir, ist das wahr?" Rautenstrauch war so überrascht. daß er gar nicht im Stande war, sich zu lraend emer Aeußerung der 5d wunderung über diese von Seite eines Fremden gewiß indiskrete Frage aus zuschwingen. Er sagte vielmehr: Ei freilich hawe ich." Und was haben Sie für eine Ant wort bekommen?" Rautenstrauch lächelte selbstgefällig. und diesmal ohne seine sonstige schroffe urze antwortete er:

3, nu, das könne' Sie sich denke'. Balthasar Etsch war froh, daß ich komme' bin, denn wisse' Sie, ä Schwiegersohn, solid und mit Batze' im Kaste', das ist nit so häufig heutzutag, als man meint, und wenn man so was finde' thut, da greift man zu und halt 'en fest allemahl!" Julius erhob sich. In seinem blassen Gesicht zuckte keine Muskel, als er entgegnete: Es thut mir leid, mein lieber Herr Rautenstrauch, aber ich muß Ihnen sagen, daß Sie sich in dieser Sache vergebliche Hoffnungen gemacht haben. Sie müssen nämlich wissen, daß ich schon seit mehreren Wochen mit Helene verlobt bin. Also werde ich sie auch heirathen, und an Ihnen ist es, zurückzutreten." Diese Eröffnung und noch mehr die daran geknüpfte Forderung machte nun Rautenstrauch sehr zornig. Wie? man wollte ihn nur so ohne Weiteres bei Seite schieben, ihn, den Mann mit

den Batze' im Kaste'", und das nahm sich ein junger Mensch heraus, der in seinen Augen nichts vorstellte, der Sohn aus einer Familie, die man nächstens ohne alle Zeremonien auf die Straße setzen wurde? Höre' Sie," sagte er, sehr empört. das geht mir ä bisserle über die Hutschnür. Sie denke' wohl, daß ich jetzt Ja und Amen dazu sage' thät? Da sin' Sie nu' aber all's schief gewickelt, mei' lieber Herr Doktor. Da könnt' sich Jeder hereinkomme' un' sage': Sie, ich bin der Verlobte von dem Mädle und ich müßt dann be! Seite siehe' und sage': na, das freut mich aber ... Ich hab' regelrecht angehalte' ob Sie das auch gethan, das weiß ich rnt der Alte hat Ja gesagt und damit ist die Sach' in Ordnung, un' nu' gehe' Sie und lasse' Sie mich zufriede'." Rautenstrauch hatte in zusammenHangenden Sätzen wohl seit Jahren nicht so viel gesprochen. Er war auch völlig stolz auf seine rhetorische Leistung, insbesondere da er sah, daß der Doktor sichtlich unruhiger wurde, was er natürlich seiner Veredtsamkeit zuschrieb. In der That suchte Julius vergebens Gleichgiltigkeit zu heucheln, denn er stand vor einer großen Frage. Wie Sie wollen, Herr Rautenstrauch," sagte er nach einer kleinen Pause, aber Eins möchte ich Sie noch fragen: Haben Sie denn Helene selbst gefragt, was sie zu Ihrer Bewerbung sagt?" Da war's nun heraus komme was kommen maa. Rautenstrauch sah den Doktor verwundert an. Was brauch' ich denn das." rief er, das hat noch immer Zeit. Ich hab' die Einwilligung vom Alte' sehe' Sie, und das ist die Hauptsach' denn das verstellt Ihnen die Weg'." Julius seufzte erleichtert auf, und ein kleines Lächeln huschte über seine Züge. Mag sein wir werden sehen. sagte er. Wie nun ckber, wenn Helene sich trotz der Eirrwilligung des Vaters weigert, die Ihrige zu werden?" Rautenstrauch lachte: I, das gibt's ja gar nit da thät ich ja den Alte' auf breacli of promise klage'. Bedenke Sie nur!" Run mußte auch Julius hellauf la chen. Ja, wenn Sie die Sache so auffassen " rief er. El, freilich thu' ich, meinte Rautenstrauch gemüthlich. Ich bin ein alter Praktikus, und da komme' Sie doch nit auf. Besser. Sie lasse' die G'schicht' gehe'. Ae andere Mutter hat auch wieder ä hübsches Kind, Dunnerschlag! Sehe' Sie, da brauche Sie sich all's nit zu gräme': Sie kriege' leicht wieder Eine. Die da laß ich nit los. un' Wenn's Schusterbube' hagle thät! Wolle' wir Eins trinke' miteenander?" Ich danke." sagte Julius kurz und ließ ohne weiteren Gruß seinen so sieaesgewissen und heute ausncchmsweise so redseliJen Nebenbuhler allein. Auf der Straße angelangt, fühlte er erst, wie gewichtig der Stein war, der ihm da drinnen vom Herzen gefallen war. Er hatte sich ja die ganze Nacht über immer auf's Neue vorgesagt: Helene weiß nichts von der Sach: immer war aber der Spezial-Alb. welcher die Verliebten Plagt, an ihn herangekrochen und hatte ihm in die Ohren geraunt: Wer weiß, wer weiß die Weiber sind unberechenbarer als AprilWetter. Nun aber hatte er Gewißheit. Juchhe! Wie leicht schienen ihm jetzt all' die anderen Widerwärtigkeiten, die seiner noch warteten selbst die Bändigung des aller Erwartung nach äußerst widerhaarigen Schwiegervaters in spe däuchte ihm eine Kleinigkeit. Er kam sich vorwie Simson, der Riese, nachdem ihm das Haar wieder gewachsen war! - Schneller .und mit noch festeren Schritten, als er gekommen war, legte Julius den Rückweg zurück. Aber, an der Western Avenue angekommen, überschritt er, anstatt in das väterliche Haus einzutreten, die Straße und ging direkt auf des Painters Heim zu. Da der alte Hopser nicht mehr, wie vorher, in stiller Beschaulichkeit auf seiner Porch thronte, mußte Julius in das HauS treten, und das sowohl, wie das Aufsteigen auf der finsteren und knarrenden Treppe that er ohne Zögern, ja, ohne Herzklopfen, das sonst alle Jene zu befallen pflegt, die sich dem Manne nähern, von dem sie das Theuerste zu verlangen im Begriffe stehen, was ein Mensch zu vergeben hat. die Hand der Tochter. Bon Helenen war im ganzen Hause nichts zu sehen, und wie theuer auch sonst der Anblick des geliebten Madchens dem Doktor war. diesmal war eS ihm recht, daß er es nicht sah so konnte Helene dach seinen einmal gefaßten Entschluß .Nicht mehr wanlend machen.

Da stand er schon vor d?r Thüre des alten Hopser und pochte mit dem gekrümmten Finger der Rechten an. Herrein", rief drinnen die knorrige

Stimme des Hausherrn. Im nächsten Augettblicke stand Julius vor dem Angesichte des Gestrengen. Balthasar H. Hopser befand sich in einem überaus einfachen Kostüm, das heißt, er trug nur Hemd und Unterhosen, diese letzteren unten zugebunden, was ihnen das Aussehen türkischer Pumphosen gab. Ein Paar alte, ausgetretene Schlappschuhe vervollständigten das, was Hopser seine Sommertoilette" nannte. Beim Eintritte des Doktors stand der Painter inmitten des Zimmers. In der rechten hielt er eine Hundepeitsche aus geflochtenem Leder, und das unvermuthete Dazwischentreten Julius' hielt ihn nicht ab, eine Strafpredigt, die er Isis und Osiris zu halten im Begriffe stand, zu Ende zu fuhren. Die beiden Koter hatten sich augenscheinlich eines Berbrechens gegen die Hausordnung schulbig gemacht. Sie hatten sich unter des Pamters Bettstelle verkrochen, lagen dort dicht nebeneinander und blickten Mit den klugen Auzen unverwandt nach ihrem Herrn hin; man hätte Beide für leblos halten können, so ruhig verhielten sie sich, we?n man nicht von Zeit zu Zeit, wenn gerade die Peitsche minder heftig geschüttelt wurde, ein leises Anklopfen ihrer wedelnden Schwanke an das Holz des Bettes gehört bätte. Ihr gottlosen Racker, rief der Painter, ohne vorläufig von dem Eintretenden weiter Notiz zu nehmen, man muß sich wahrhaftig mit Euch schämen. Seit Jahr und Tag erziehe ich an Euch und lasse es an Prügeln wahrhaftig nicht fehlen. Und jetzt stellt sich heraus, daß ihr noch immer Schweinemichel seid, wie früh' urtd eh'. Weh' euch, wenn ich nochmals etwas von euch sehe, was nicht inOrdnung ist. dann soll euch das Donnerwetter regreren. vermaködette Koter. Nach dieser kräftigen Ansprache warf Hopser die Peitsche, die er nochmal sehr kräftig und sehr drohend geschüttelt hatte, auf das Bett und wandte sich nun seinem Besuch zu. 'Morgen", brummte er, es demDoktor überlassend, sich einen Stuhl zu besorgen, denn er wußte von . früher her. daß Julms :n dieser Beziehung nicht eben blöde war. Der Doktor setzte sich denn auch ohne weitere Zeremonie dem Painter gegenüber und fragte diesen, so ruhig, als es unter den obwaltenden Umständen nur immer möglich war, ob er geneigt wäre, ihn em paar Minuten lang anzuhören. Hopser warf unter seinen buschigen Brauen hervor einen raschen Blick nach dem Sprecher und knurrte dann edwas, das man bei einigem guten Willen für den Ausdruck der Bereitwilligkeit, diesem Wunsche nachzukommen, halten konnte. Nun wohl," begann der Doktor, entschlossen, den Stier bei den Hörnern zu fassen, wenn man so sagen darf. irgendeinem anderen gegenüber wurde ich eine längere Einleitung für nothwendig halten Ihnen, als einem Mann von gerademSinn darf ich kurzweg sagen, was ich will. Wird mir angenehm sein,- Grummte der Painter etwas mißtrauisch, denn er witterte hinter den Worten seines Gastes eine unwillkommene Schmeichelei. Nun wohl." fuhr Julius fort, ich bitte Sie also ja, ich bitte Sie um Helenens Hand." Um wa a-s-sls?" fragte Hopser, Julius völlig verständnißlos anstarrend. Dieser wiederholte mit so viel Sicherheit, als er nur irgend in seine Worte legen konnte: Um die Haird Ihrer Tochter Helene ich denke ich bin deutlich genug!" 1 Der Painter sprang mit einem so jähen Satz von seinem Sitze empor, daß die Hunde, die sich schon hervorgewagt hatten, um den Fremden zu beschnüffeln, erschreckt wieder hinter das Bett flohen. Sie sind verrückt. Herr ausgesprochen verrückt!" schrie Hopser, nn ganzen Gesichte zinnoberroth vor Zorn, oder was ich mir aber ganz tnt schieden verbeten haben möchte Sie wollen mich zum Besten aben!'"' Julius blieb ruhig sitzen. Ich kann mir nicht denken, was Sie auf eine solche Vermuthung bringen soll!," sagte er kühl und gelassen. Hopser gab darauf keine Antwort. S:hr erregt begann er im Zimmer hin- und herzulaufen. Hören Sie 'mal," gröhlte er dabei, das finde ist ein starkes Stück! Haben Sie denn eben jetzt keine andere Sorge, als die, sich einen hauslichen Herd zu gründen? Man sollte meinen. Sie hätten den Kopf mit anderen Dingen voll und das dachte ich auch, als Sie eintraten." Erklären Sie sich, bitte, deutlicher." Dazu habe ich keine Ursache, lieber Herr," rief der Painter, ich sage Jhnen nur das Eine, und das ein- für allemal: meine Helene können Sie nicht bekommend Sie weisen mich also zurück und warum das?" Ich will nicht!" Das ist kein Grund.Nun, wenn Sie cs denn durchaus wissen wollen." sagte Hopser, indem er vor Julius stehen blieb, aus verschiedenen Gründen: erstens: Sie wissen iccht gut. wie ich mit Ihren Leuten stehe glauben Sie, daß ich iiim habe, mich unter solchen Umständen mit Ihnen zu verschwägern? Zwenens: ist Helene meine Einzige und ich rcöchte sie darum in Händen wissen, die Sicherheit dafür bieten, daß sie in der Eh: keine schlimmen Erfahrungen i macht."

Und ich biete Ihnen eine solche &T cherheit nicht?" Nein!" rief der Painter, das Wort start betonend. Herr!" brauste Julius auf. Ruhig Blut." rieth Hopser. Sie haben meine Gründe zu hören ge wünscht jetzt hören Sie auch. Sie bieten mir keine Sicherheit für eine freundliche Zukunft meiner Tochter, denn: entweder Sie verbinden mkt Ihrer heutigen Bewerbung um Helene eine Spekulation" Julius sprang nun seinerseits von seinem Sitze auf. Das verbitte ich mir," rief er Mitthend. Hier haben Sie sich nichts zu verbitten," hohnlachte Hopser, sondern mich anzuhören, oder sich zum Teufel zu scheeren woran ich Sie übrigens keineswegs hindern will. Sie sind also entweder einSpekulant, oder aber ein herzloser Wicht; denn sonst ließen Sie Ihren Vater nicht allein in der Tinte sitzen, um unbekümmert um seine Sorgen eigenen Zielen nachzurennen. In beiden Fällen sage ich: pfui Teufel, und: Gott behüte meine Tochter vor einem solchen Mann." Damit machte der Painter eine Art Verbeugung, die komisch genug aussah und wies mit der ausgestreckten Hand nach der Thüre. Er für seinen Theil hielt nämlich die Unterredung für beendet und es freute ihn nur, daß ihm Gelegenheit gegeben worden war, dem Naseweis da seine Meinung unverhohlen und daher so sackgrob als möglich zu sagen. Allein Julius machte keine Anstalten, zu gehen. Er war bei den Grobheiten des Painters kreidebleich geworden und seine Brust hob sich unter auferegten Athemzügen, die es ihm kaum möglich machten, zum Ausdruck zu bringen, was er sagen wollte. Die Lehne des Stuhles, auf welchem er gesessen hatte, hielt er mit beiden Handen krampfhaft umklammert. Als er sich endlich so weit beruhigt hatte, um sprechen zu können, sagte er? ' Nun hören Sie auch mich an: Ihr lächerlicher Haß gegen meine Eltern. die Ihnen niemals etwas in den Weg gelegt haben, verleitet Sie ZU Rohheiten, die ich von keinem anderenMenschen ungestraft hinnehmen würde. Von Ihnen muß ich sie mir leider gefallen lassen, weil Sie der Vater von Helene sind und weil ich Helene heirathen werde, ob Sie nun damit einverstanden sind oder nicht " Das ist eine Frechheit ohne Gleichen," unterbrach der Painter mit sehr rothem Kopfe. Nennen Sie es. wie Sie wollen es ist aber die Wahrheit. Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß Sie sich furchibar lächerlich machen werden, wenn Sie versuchen sollten, den väterlichen Tyrann zu spielen. Wir leben in Amerika Sie verstehen, was ich damit sagen will! Helene wird nicht von mir lassen nd ich nicht von ihr." Haben Sie etwa dem Mädl schon den Kopf verrückt gemacht?" schrie Hopser mit einer Stimme, welche die Fenster zittern machte. Der Doktor konnte ein trotziges Lacheln nicht unterdrücken. Ich werde doch wohl zuerst die fragen, die es zunächst angehtl" antwortete er. Herrgott im Himmel!" rief d?r Painter, ich möchte Sie zertreten!" Daran zweifle ich nicht. Ich habe Ihnen nur noch zu sagen, daß Sie in einer Richtung unbesorgt- sein können, denn es scheint mir, daß gerade dieser Punkt Sie drllcktr, auszusteuern brauchen Sie Helene nicht. Ich nehme nichts als sie selbst, was Sie ihr auch immer mitgeben wollten, ich Würde Helene dringend bitten, nichts zu nehmen." So?" sagte Hopser grimmig, Sie gefallen sich in der Rolle des Uneigennützigen. Ich bin nur neugierig, woher Sie das Geld nehmen wollen, um diese Rolle zu Ende zu spielen. Freilicb. wenn Sie Vater. Mutter und Geschwister in der Tinte sitzen lassen wollen " Hopser hob die Achseln sehr hoch hinauf und machte eine bezeichnende Handbewegung. Ich verstehe Sie nicht, Herr,"' rief Julius streng, Sie machen wiederholt Andeutungen, die für mich keinenSinn haben. Mein Vater ist gottlob noch, rüstig genug, um sich und die Seinen zu erhalten, und was er für die befcheidenen Ansprüche der Familie braucht,, das hat Hat er? Hat er gehabt,, muß es.heißen." Wie?" Spielen Sie: doch nicht 5omodie; Herr. Sie wissen so gut wie ich, daß Ihr Vater durch die Flucht jenes Schwindlers, deZ Brozen, ruinirt ist."' Julius sah. betroffen auf.. Dann schüttelte er des Kopf und sagte in, bestimmtem To: Sie irren. Frau Heiirz.lmann hat allerdings Geld verloren wie- vier, weiß ich nicht mein Vater aber läßt, sich auf solche Geschäfte nicht ein." Na, wie Sie wollen," meinte Hop--ser gleichmuthig. Mir. kann, ja dieganze Geschichte schruppe sein. Wie gesagt: die Helene schlagen Sie sich aus dem Kopf." Ist das Ihr letztes Wort?"" Ei. zum Hen.Zn Heu, sehe ich aus. als ob ich Spaß, machte rief der Pain der. Nebenbei bemerkt, habe ich Helens Hand schon Jemand zugesichert." Gut," warf der Doktor hin, indem er sich' nach der Thür hinwandte. Sie wollen im Guten nicht mit sich reder.

lassen, wie ich sehe. Nun wohl, machen Sie Ihr Kind unglücklich. Hartkopf.Julius schlug die Thüre hinter sich I Ku,. daß es krachte, und verließ daS (XU5 1 (Fortsetzung folgt.).

Für die Küche. KcisesuvvemitReis. Man

reibt eine Hand voll Parmesankäse oder Schweizerkäse, läßt diesen in ti nem guten Stück Butter mit zergehen und rührt alsdann drei Kochlöffel voll feines Mehl daran. Man löst diese Käsecoulis mit kaltem Wasser oder kalter Brühe auf, fügt einen Tassenköpf voll abgekochten Reis hinzu und latzt alles zusammen (es bildet einen dicken Brett aut durckkocken. Nun rührt man diele Masse an aewöbnlicöe Fleischbrühe, läßt diese einmal aufkochen, quirlt sie, und richtet die dickliche Suppe mit oder ohne ausgebackene Croutons aus Semmel, welche man vor dem Ausbacken in geriebenen Käse taucht, an. Als besonders praktisch ist diese sebr fein schmeckende Suvve tu rühmen, wenn man nur leichte Fleisch .1 Vf. V. - oruye qai, oa oer jtaje zeoe uppe ganz bedeutend kräftigt. Diese Käsesuppe schmeckt vorzüglich und kann auf . r o iw r v vi . oie skinne asei georacyl meroen. Kalbfleisch mit Reisrand. lRest-Verwenduna.) Die Reste eines Kalbsbratens, fowie ein Dutzend mit i r i rv II f . i t Unionen at uno uner gei.chwlyle Champignons werden in Scheiben geschnitten, die Bratenknochen klein gebauen und mit Wasser nebst einem Zusatz von Fleisch-Extract ausgekocht. Nun macht man von zwei Löffel Butter und dem gleichen Theil Mehl ein gelbliches Schwitzmehl, verkocht es mit der durchgeseihten Knochenbrühe, giebt den Fond der Champignons, Salz und Pfeffer hinzu und färbt die dick eingekochte Sauce mit etwas Zuckerfärbe braun, zulekt das Melsch nebst den Champignons zufügend. Mit einem Rand aus ausgequollenem Reis angerichtet, muß das Fleisch, gut abgeschmeckt, von pikantem Geschmack sem. .... Subn nach Tvroler Art. Nachdem das Huhn wohl gereinigt ist. wird es m Theile zerlegt. Tann zerqurrlt man ein ganzes Ei und ein Eidotter mit zwei Unzen geschmolzener Butter, gibt einen Theelöffel gehackte Petersilie. Pfeffer und Salz nach Geschmack hinzu. In dieser Mljchung werden die 5ubntbeile umgewendet. v& dann in gesiebtem Weckmehl gewalzte Nachdem man die Neiye durazaeaanaen. wiederholt man das, worauf sie in Butter oder Schmalz goldgelb gebraten werden. Bei dem Herausnehmen aus dem Fett legt man sie auf ein Tuch, um überflüssiges Fett aufsaugen zu lassen, dann häuft man sie hugelartig aus, garrnrt sie mit Petersilie und servirt sie mit TomatoeSauce. Qovfenkeimch e n s a l a t. warmer. Nachdem die Sprossen in Salzwasser balb weich gekocht und in frischem Wasser abgespült worden sind. legt man sie in eine Kasserolc nebst einem Stück Butter. Salz, Pfeffer und einigen Löffeln Essig, läßt sie vollends weich darin dämpfen und quirlt die Sauce zulegt mit zwei Eidotter ab. Paßt zu feinen Fleischgerichten. Zuckerkuchen Acht Eier werden mit einem Pfund Zucker und einer Schote fern gestoßener Vanille eine balbe Stunde gerührt: darauf werden etwa zwei Pfund Mehl langsam zugeschüttet. Wenn der Teig )öiam schlägt, ist er fertig. Die Backbleche werden mit Mebl bestreut: der Teig wird mit dem Löffel in Häufchen aufgesetzt, mit Vanillezucker bestreut und dann bei gelinder Ofenhitze gebacken. Apfersrnen marme taoe. n einen Tovf oder Keffel legt man die ganzen Früchte, gießt kochendes Wasser darüber, das Wa.tv man uoerneoen (auch wenn nöthig, etwas zugegossen werden).. Dann lafct man die Ä.pseismen U Stunde fest zwtitdt unun terbrochen, aber langsam kochen, nachdem legt man sie ein paar ttnuten in kaltes Wasser. Man rechnet auf zwei Pfund. Apfelsinen zwei Pfund Zucker, und auf zwei Pfund Zucker ein Pint. Wasser.. Der Zucker mun gur geschäumt und so weit eingekocht werden. bis derselbe breit vom Löffel. tropft. Inzwischen schält man die Schale der Apfelsinen av und icyneioersie m aam feine kleine Streifchen, das Innere reinigt man sorgsam von allenKernen, reibt es mit der 'eiveleuieklar und legt Alles. Schale und Inneres 'in den Mucker, läßt die Masseunter stetem Rühren etwa 15 Minuten. . . 1 r r- r ' r kochen, woraus it yeln IN xiemc, ge swefeUe- Gläser füllt und soforb zweimal mit Pergamentpapier verbunden wird. Diese Marmelads ist deli-. cab und magenstärkend. Unschädliche Farben fürden Küchengebrauch. Man benutzt zumc Färben von Creames, Gelees unr Mehlspeisen verschiedene cms Pslan-. zenstosfen hergestellte Farben, welche natürlich vollständig unschädlich sein r-r- crr r . es c . (si muen. XtfCltJC tfalüc;- -vu4. die weine Z?arbe durch Anwenduna.von: Rahm Mandelmilch zder. Arrow root. Rothe Farbe? Man öenutze? Cochenikletinctur, Welche in jed. Apo tbeke oder Droauenbczidlung zu- kau--fm ist. 7- Gelbe Farbe: Eine Messer-. spitze voll Safran Wird m cmen u& loffel voll kochenden- WasserL aeschüt-. tct und damit verrührt, was zumGelb-. r r , . ? jf"tT rt -V zaroen einer aroizea azunn oou, ouu? eines Kuchens völÄg hinreicht. Uebrig gebliebene 'gekochte Eier kann man sehr gut wieder auf wärmen, wenn man sie mit heißem Wasser in einer Schüssck übergießt und sie 10 Minuten zugedeckt darin stehen läßt, sie werden dann nicht hart und verändern sich nicht. In der'Freude. Bettler: Schenkens mir an alten Rock, a Hosen oder a paar Stiefel! Aelteres Fräulein (für sich): .Großer Gott, er hält mich für eine junge Frau!- (Der Bettler empfängt infolge der Freude, eine Mark.)

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