Indiana Tribüne, Volume 19, Number 232, Indianapolis, Marion County, 9 May 1896 — Page 1
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Daö Publikum wird den Straßenbahngesellschaften immer feindlicher und die Behörden machen ihnen immer größere Konzessionen. Möglich, daß es für diesen Widerspruch eine klingende Erklärung giebt. Wie populär der Straßenbahnstreik in Milwaukee ist, beweist der Umstand, daß sämmtliche Turnvereine Beschlüsse zu Gunsten der Streiker gefaßt haben und ein Verein denselben sogar hundert DovarS geschenkt hat. Daß dasselbe geschehen wäre, wenn alle anderen Verhältnisse dieselben, das Institut nicht dem öffentlichen Verkehre dienen, daS Publikum selbst also nicht in Mitleidenschaft gezogen würde. erlauben wir unS, zu bezweifeln. Zur Affaire Stern wird jeht berichtet, daß die amerikanische Regierung sich sehr energisch sür den Verurtheilten verwandt habe und daß sich der Staatssekretär Olney sogar gefallen lassen mußte, von Seiten deß deutschen Botschafters sehr scharf darauf hingewiesen zu werden, daß die deutsche Zustizpflege sich nicht von amerikanischen Politikern deinreden lasse. Der Millionär Stern war bekanntlich wegen Beleidigung irgend eine? Beamten, bei welcher Gelegenheit dieser Letztere unzweifelhaft im Rechte war, verhaftet und zu einer 14tägigen Haft verurlheilt worden, die er aber nicht abbüßte, indem er vorzog, die gesiebte Bürgschaft von 80,000 Mark verfallen zu lassen. Es ist nun sicher zu begrüben, wenn die hiesige Regierung ihre Bürger auf's Energischste schuht gegen die etwaigen Uebergrisse der europäischen Unterthanenkommandanten, aber der tfall Stern eignete sich sicherlich am allerwenigsten zu einer Intervention. Wir kennen Fälle, wie z B. die Auöweisung eines amerikanischen Bürgers aus der Schweiz, und zwar auf Veran'assung der deutschen Regierung, bei dem sich unsere Regierung nicht muckte. Aber freilich, Stern ist ein Millionar, das erklärt Alles. (N. I. VolkSztg.) Wir können nicht sagen, daß es unS einen großen Unterschied macht, ob die Republikaner McKinley, Reed, Morton oder selbst Harrison alö Kan didaten ausstellen, noch ob einer derselben gewShlt wird. Wir gestehen, daß es unS völlig gleichgiltig ist. Aber eS scheint, daß innerhalb der Partei eine förmliche Begeisterung sür McKinley sich entwickelt, eine Begeisierung, von welcher auch die Convention am Donnerstag angesteckt war. Wenn man die in dieser Convention gefaßten Beschlüsse liest, dann ist man geneigt McKinley für den größten Mann deö Jahrhunderts zu halten. Und doch ist er nichts als ein Muster jener MittelMäßigkeit, welche in der amerikanischen Politik sich fietS an die Oberfläche zu drängen weih. Er war Vorsitzer deS Comites für Mittel und Wege, dieses Comite arbeitete eine Tarifbill auS, welche nach dem Vorsitzenden benannt wird, wie daS so Brauch ist rnd nun ist der große Mann fertig. Seine Reden, die er seit Iahren hält, sind nach, dieser Bill schablonenmäßig zu geschnitten, immer dieselben Phrasen und Gemeinplätze, die Tarissrage selbst ist schon lange eine fast zu Tode gehetzte Mähre, aber trotzdem ist McKinley der Abgott der Partei. Die Platform, welche in der Con vention angenommen wurde, kennzeich net den Charakter der Partei. Sie besagt ausdrücklich, daß die Partei die law and order Partei ist und sie nennt McKinley einen Christ ian gentleman, waS man immer da mit sagen wollte. Jedenfalls sind die Young Men's Christian Associa tioni und die Women's Christian Temperance Unions Elemente der Partei. 3m Uebrigen ist ja nicht diel gegen die Platform einzuwenden. Daß sie eine Schutzzollplanke enthält und daß dem Soldatenelement wieder alles Mögliche in der Form von Pensionen versprochen wird, daS liegt in den Tra. ditionen der Partei. Daß die Parte für Soldwährung sich erklären werde und gegen Silberfrelprägung war vor auszusehen. Was die Platform betreffs der Ein waqderung sagt, ist eigentlich Phrase
Es wird Durchführung der Einwänderungögesetze verlangt und neue Gesetzgebung gegen die Einwanderung der verbrecherischen und lasterhasten (vicious) Klassen aus dem Auslande. Wer diese verbrecherischen und lafterhaften Klassen sind, wird nicht gesagt. Im Ganzen ist es die alte, alte Geschichte. Dieselben Phrasen, wie sie seit vielen Jahrzehnten abgeleiert werden, keine einzige, neue, veränderten Verhaltnissen entsprechende Idee, ein Elaborat echt amerikanischer Ober-
flächlichkeit und Mittelmäßigkeit. So gut und so schlecht, wie eö zu erwarten war. VrllhlNchlcljleil. Inland. Wetterbericht. Wärmeres, schöaeS Wetter heute und morgen. Gestrige Temperatur: Maximum 90 Grad, Minimum 61 Grad. Scbissel'SWassertemperatur?! Grad Der Jackson Prozeß. Cincinnati, 3. Mai. DaS Zeugenverhör in dem Jackson Prozeß st zu Ende und morgen beginnen die Plaidoyers. Ein Wahrspruch ist Montag Abend oder Dienstag zu erwarten. e. Der Straßenbahnstreik in Milwaukee. Milwaukee, WiS., S. Mai. Uner den Straßenbahnleuten herrscht nach einem Radau, bei welchem gestern Abend etwa 20 Mann verhaftet wurden, heute allgemeine Ruhe, und der Streik scheint gebrochen zu sein. Heute irkuliren über 100 Wagen. Die Gesellschaft hat eine Bekanntmachung erlassen, welche allen Leuten Schutz und dauernde Anstellung zusagt, welche soort eintreten. Die Radaulust hat sich in den Vorstädten augenscheinlich ganz gelegt. -- Ausland. Allerlei auö Deutschland. Berlin, 8. Mai. Dem thatkräfigen deutschen Gouvernör deS oftafrikanischen Schutzgebietes, Major.Dr. H. v.' Wißmann, ist sein neuerlicher Aufenthalt im Tropenklima sehr schlecht bekommen. Seine Gesundheit ist so angegriffen, daß er demnächst nach Deutschland zurückkehren wird. Der sozialdemokratische Vorwärts" kommt wieder mit einer seiner Enthüllungen." Diesmal sind es aber nicht offizielle Dokumente, welche ir gendwo gestohlen sind, sondern es handelt sich um einen Krebsschaden deö öffentlichen LebenS." Eine Anzahl ReichStagstabgeordnete sollen sich durch persönliche Interessen veranlaßt gesehen haben, daS öffentliche Interesse bei Seite zu setzen. DaS sozialdemokratische Centralorgan theilt mit, daß die Löwe'sche Gewehrsabrik in Berlin zwanzig und die Patronenfabrik in Durlach fünfundzwanzig Prozent gezahlt haben. Eine Anzahl ReichStagSabgeordnete wären an diesem Unternehmen geschäst lich betheiligt. Sie hätten verhindert, daß der Reichstag die Plünderung deS Reiches durch daS viele Verknallen und Verpulvern diskutirte Der Fürst von Bulgarien hat aus seiner Rundreise Peck. Hier ist er eisig kalt aufgenommen, und nun wird ihm auch nachträglich aus Paris, wo er sich vor seinem Eintreffen hier präsentirt hatte, die kalte Schulter gezeigt. ES schreibt nämlich daS radikale Pariser Blatt Jour", welche von einem Neffen Rochefort's redigirt wird: Nichts, als lediglich der Patriotismus und die Disziplin haben die Offiziere, welche die Leibwache deS Fürsten bei seinem hiesigen Aukerthalt führten, abgehalten, die Geschenke deS Fürsten zu refusiren, resp, zurückzuschicken. Die EtuiS, in welchen sich mit Bril kanten besetzte Manschettenknöpfe be fanden, zeigten die Inschrift : Ber lin". DaS beweist, daß der Coburger die Sachen in Deutschland gekaufthat, wo sie billiger sind." Zwei bekannte Künstler, der hiesige Bildhauer Rammin und der Baumei ster BoguSlawSki in Salzburg, haben Selbstmord begangen.. Rammin hatte auf der Weltausstellung in Chicago eine Medaille erlangt. Bogulavsk ist der Erbaue? heS gesammten Wiener
Rathhaus-ViertelS. Zn beiden Fällen ' verlautet über das Motiv der Selbstentleibung nichts. Aller Wahrscheinlichkeit nach war es die Furcht vor drohender Strafe und Entehrung, welche den Vorsitzenden deS Vorschußvereins in Schwabach,, im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfrankin, Namens Heim, zum Selbst-
mord getrieben. Der Verein selbst ist gerichtlich geschlossen worden. Der Staatssekcetär deS ' ReichsmarineamtS Vice-Admiral Hollmann ist zum Admiral ernannnt worden. Die Ernennung hat auch eine politische Seite. Der Staatssekretär hat sich niemals für die uferlosen FlottenPläne", sür welche in erster Linie der Chef deö MarinecabinettS Contreadmiral Frhr. v. Senden - Bibran schwärmte, begeistern können. Als daS Flottenprojekt in der Luft, lag. hieß eö sogar, der Marine-StaatS-sekretär würde zurücktreten. Eine neue wichtige Entdeckung hat ver Hallenser Docent G. Brandes gemacht. Beim Ezperimentieen m t den Röntgen'schen '-Strahlen hat er konstatirt, daß die Strahlen selbst fichtbar find. Der famose deutschfeindliche Bürgermeister in Gnesen, Roll heißt der Vollblut-Pole", welcher verbot, daß beim Hoch auf den Kaiser die deutsche Nationalhymne gespielt würde, ist vorläufig kaltgestellt worden. Die Regierung hat ihn suSpendirt. Prozeß der Flibustier vom E o m p e t i t o r." Ha da na, 3. Mai. Unter dem Borfitz deS Kapitäns Emilie Ruiz wurde heute die Sitzung deö Kriegsgerichts in dem Prozeß gegen die Flibustier eröffnet, welche vom spanischen Kanonenboot Mensagera" am 25. April auf dem amerikanischen Schooner Compe itor"aus Key West, Fla.,. gefangn genommen wurden. Die formelle Anklage erklärt die Angeklagten sür Flibustier, welche man im Aufstande gegen die spanische Regierung ergrissen habe, und bezeichnet den Competitor als ein RettungSboot auS Key West, welches beim Landen von Waffen an der kubanischen Küste betroffen worden sei. ES wird die Todesstrafe gegen alle Angeklagten beantragt. Der Vertheidiger machte geltend, daß die Angeklagten nicht alle in gleicher Weife schuldig seien. ES sei zum Beipiel klar, daß die Schuld LabordeS und BediaS größer sei, alö die MiltonS und GildeaS, und MiltonS Schuld bestehe lediglich in seinem Uebereifer, sich Informationen zu verschaffen. Admiral Navarro erklärte sich mit der Verhängung der Todesstrafe einverstanden. DaS Vehör schloß kurz nach 12 Uhr und ehe eS zur Äburtheilung der Angeklagten gekommen war. Tchisfs. Nachrichten. Angekommen in : N e w I o r k : Paris" von Southampton. Queenötown: Umbria" von New Jork. Liverpool: Cevic" von New Aork. Die ausfallendsten Hei lungen von Scrofeln, die man kennt, sind mittelst Hobd'S Sarsaparilla erzielt. DieseS Mittel sucht seine Gleichen bei Blutkrankheilen. Gebraucht nur H o o d'S. Hood'ö Pillen find mit der Hand gemacht und völlig gleich anGröße und Gewicht. 25. Hiesiges. DaS Thermometer stieg heute Mittag aus 95 Grad im Schatten. Supt. Colbert begab sich heute Morgen nach Atlanta, woselbst am nächsten Dienstag eine Convention der Nat. Association of Police Super intendentS" stattfinden wird. X2"" Der neu erwählte Mayor von Fort Wayne überließ eS der Cen teal Labor Union den Polizeifuperin tendenten zu nominiren. Die Wahl fiel auf Will. P. Duffy, der bier im Penfionöamt als Clerk angestellt ist Er wurde telegraphisch gefragt ob er die Stelle als Superintendent der Polizei annehmen würde und erklärte sich bereu dazu.
1X7" Die State Hotelkeeperö Association" hält am 12. Mai im Grand Hotel eine Versammlung ab. Mary C. Sutphin wünscht von ihrem Gatten Thomaö C. geschieden zu werden. Sie erklärt den Mann für einen Trinker und Spieler.
SineS der Eiöhäuser bei Nord Indianapolis wurde durch Feuer gestern leicht beschädigt. CO Jnkorporiren ließen sich gestern : Die Eaft End Saving & Loan Association von Indianapolis; Kapital tz100.V00. Inland Publishing Co. von Terre Haute; Kapital 520,000. 0- 3n den Räumen deS State Board of Agriculture findet am nachsten Dienstag die 6. jährliche Convention der staatlichen GesundheitSbeamten statt. Frau Gertrude Castor reichte eine Scheidungsklage gegen ihren Mann Dr. Hiram C. Castor ein. Sie beschuldigt ihn der Grausamkeit und des, Ehebruchs und verlangt eine Theilung deö Eigenthums nnd Sicherung ihrer Eigenthumsrechte. Der kleine fünfjährige Sohn des Jacob Schmidt, eines GärtnerS, der in 454 Süd Illinois Str. wohnt, wurde am Donnerstag von einem schweren Wagen überfahren und so schwer verletzt, daß an seinem Aufkommen Zweifel besteht. Die Leiche deS Herrn L. S. AyreS wurde heute Nachmittag unter großer Betheiligung zur letzten Ruhe bestattet. Seine Angestellten faßten Trauerbeschlüsse, in welchen sie ihren Gefühlen der Hochachtung, Liebe und Dankbarkeit Ausdruck gaben. Gestern starb hier Thomas M. Bassett, ein früherer Theilhaber der PettiS Dry GoodS Co. Er kam im Jahre 1877 hierher und wurde ein Theilhaber der Firma, zog sich aber Krankheitshalber' bor 7 Jähren -von dem Geschäft zurück. Er wird Montag beerdigt. ßC7" AuS den dreizehn 8 A Klassen in den städtischen Schulen wurden je drei Schüler ausgewählt, welche in einer im Hochschulgebäude veranstalteten Unterhaltung über historische ThemaS, welche durch magische Bilder illuftrirt wurden, sprechen mußten. Eö ist dieses eine ausgezeichnete Uebung für die Schüler, eine RePetition in Form einer angenehmen Unterhaltung. Diese illustrirten Vortrage von Schülern werden regelmäßig eingeführt werden. GCT 3m Obergericht wurde gestern Helene Schurmann von Ed. Schurmann geschieden. Die Vertheidigung beschränkt sich nur aus Verneinung der Anklageschrift. Wie verlautet wird Frau Schurmann einen großen Theil am Vermögen erhalten. Die Höhe der Alimente ist außergerichtlich festgesetzt worden. CD" Onkel" RufuS Smith hatte wieder einmal zu viele geistreiche" Getränke genossen und war furcht' ar bezecht bei Bussals Bill aufgegriffen worden. Im StationhauS deponirte man ihn in einem dunkeln Kämmerlein, wo er seinen Rausch auSschlafen kann. Außer ihm fanden noch zwei Bezechte und zwei Vagabunden Quartier. allerlei. Die englischen Thier, schutzvereine. die eine sehr lebhafte Bewegung im Sinne ihrer Bestrebungen unterhalten und eben erst wieder eine Petition mit 1200 Unterschriften gegen die Vivisektion dem Minister des Innern überreichten, denuncirten einen Londoner Schlächter und dessen Ge Hilfen, der einen Ochsen nach jüdischem Brauch geschachtet" hatte, dem Rich ter wegen Thierquälerei. Das Versah ren endete jedoch mit der Abweisung der Klage, da mehrere Schlächter und Thierärzte übereinstimmend sich dahin auösprachen. daß das sogenannte .Schächten" keine Thierquälerei sei. BeiderEinführungder Civilehe in Ungarn galt es als eines der wichtigsten Argumente, daß durch das neue Gesetz besonders den in &ü Ungarn erschreckend überhandnehmenden .wilden Ehen- gesteuert werden soll. Die Nutzanwendung der neuen Vera demonstrirte nun die Gutsherrin von Pojen Grafen Von der Osten so recht augenfällig, indem sie hie in ihrer Gemeinde im Concuhinqte lebend: achtunddre'chig Paare, alte und junge Va':ersleute auf ewmal zuerst standesamtlich, dann aber auch vom rumänischen Popen trauen ließ und nicht ,ur die kircklicke Stolaaebübr aus Eiaexem bezahlte, sondern in ihrem Castell ' yuch ein großes ffest veranstaltete.
VI usAnregungdes Hauptausschusses für Volks- und Jugendspiele in Deutschland wurde in Leipzig im engern Kreise mit einigen Mitgliedern der städtischen Behörden und turnerischen Kreise die Möglichkeit der Errichtung eines deutsch - nationalen Olympia in genannter Stadt besprochen. Die deutsche Turnerschaft, die im Juli nach dem Münchener Congreß Stellung zu diesem Plane nehmen will, war durch ihren Vorsitzenden vertreten. Abgeordneter v. Schenckendorff berichteie eingehend über den Plan und über die Aufforderungen an die Stadt Lelpzig. In der gründlichen Aussprache wurde die Möglichkeit der Durchführung in Leipzig anerkannt. Der Plan wird demnächst in einer Denkschrift von Director Raydt entwickelt werden. Dieser Tagesahen Fisch?r an der Küste von Cajola einen Gegenstand von merkwürdiger Form auf dem Meere schwimmen. Sie setzten einen Zollbeamten hiervon in Kenntniß und dieser benachrichtigte das Marinebureau von Les Sables-d'Olonne. Als die von diesem abgesandten Beamten ankamen, war der Gegenstand auf den Strand geworfen worden. Er wurde als ein Whitehead-Torpedo erkannt, der bei den letzten Torpedo-Manövern von Rochefort in Verlust gerath:n war. Man brachte den Torpedo nach dem Marinebureau, wo er sofort mit der größlen Vorsicht entladen wurde. Und von diesem Verluste, der großes Unheil hätte anrichten können, wa Niemand in Kenntniß gesetzt worden ! In Göttingen hat sich ein gräßliches Drama ahgespielt. In der Vurgstraße No. 48 wohnte die unverehelichte etwa 24 Jahre alte Luise Siegmann bei der Familie Dahling, welche das außerehelich geboreneMädchen adoptirt hatte. Ein in demselben Hause wohnender 20 jähriger Glasergehilfe unterhielt nun mit der S. ein Liebesverhältniß, welches nicht ohne Folgen geblieben war, indem ihm am 12. November v. I. ein Mäd chen geboren wurde. In der Kammer der S. hörten nun dieser Tage Zimmernachbarn ein lautes Stöhnen und Röcheln. Man drang infolge dessen in die Wohnung ein, in welcher man das Kind todt am Boden liegend und die Mutter mit abgeschnittenen Pulsadern am Bettpfosten erhängt vorfand. Letz tere, welche noch Leben in sich zu haben schien, wurde sofort abgeschnitten und ins Krankenhaus transportirt. Bei Aufnahme des Thatbestandes wurde festgestellt, daß die Mutter, jedenfalls in einem Anfalle von Wahnsinn, ihr Kind mit Salzsäure vergiftet, dann sich die Pulsadern aufgeschnitten und hierauf sich an einem Wickelbande aufknüpfte. Auf dem Bahnhofe zu Nantes kam es zu einer blutigenSchlä gerei unter Soldaten der Strafcompagnie, die von Bordeaux nach St. Nazaire gebracht wurden. Mehrere wurden schwer verletzt. Während die begleitenden Gendarmen bemüht waren. die Streitenden zu trennen, flüchtete eine Anzahl der Gefangenen in die Wälder. Mit vieler Mühe erst gelang es, ihrer wieder habhaft zu wer-
den. Ein scherzhafter I r rthum ist kürzlich den Londoner .Times" vassrrt. Sie krackten folaende Mittheilung: Gestern fand die V -V . 1 ermayiung iioro William .s mir Mik Viktoria R.. der Tockter des bekannten Rheders, statt. Man sieht den t v. re. ! rr r.ftrii ri'.V. . lummcuucii vsrcigmn.cn ciuiuciiuuu lich mit Besorgniß entgegen." Der Zusatz gehörte natürlich nicht zu dieser Mittbeiluna. sondern au einem Aufsatz über die armenischen.Wirren. Ein furchtbarer Un glllcksfall hat sich auf der Grube.Henriette" bei Saalgast (Finsterwalde) ereignet. Der öS Jahre alte Kesselheizer Wilhelm Bunzel war mit demEinwerfen von Kohlen in den Feuergang beschäftigt, als er durck schurrende Kohlen so eingezwängt wurde, daß es ihm unmöglich war, sich allein wieder daraus emporzuhelfen und die Füße des Unglücklichen bis über die Knöchel in glühender Kohle standen. Sein Hülfegeschrei wurde durch das Gestampfe der Pumpen und das Geräusch der laufenden Maschinen übertönt. Und erst nach einer ganzen Weile entdeckte man den Armen, dessen Füße schon bis an die Kniee völlig aogebrannt waren. Im Knappschaftskrankenhaus Bergmannstrost" in Halle wurden ihm beide Beine über dem Knie amputirt, JnRokitten hatten vier junge Mädchen und drei junge Manner (die Mädchen Karnej. Schulz. Staernart und Lindner. sowie die Arbeitersöhntz Binasch, Knaetsch undBin kowski) eine Kahnpartie auf dem S unternommen. Dabei kenterte derKahn und alle sieben Personen stürzten inZ Wasser. Knaetsch und Binkowski könn ten den Kiel des oben treibenden Kahe erfassen und von dem bald herbeieilenden Fischer gerettet werden; Bivasch. ein gedienter Soldat und ausgezeichneter Dauerschwimmer, ist von den drei Mädchen in ihrer Todesangst umklammert und mit in die Tiefe gezogen worden; man fand den jungen Menschen mit den drei Mädchen, die ihn fest umschlungen hielten, bei der Bergung noch vereint. Auch das vierte Mädchen ertrank. '
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