Indiana Tribüne, Volume 19, Number 231, Indianapolis, Marion County, 8 May 1896 — Page 2
Jnöiana Tribüne.
Erscheint Täglich und Sonntagv. Die täglich Tribüne- kostet durch den Träger J Cents per Woche, die SonntagS-.Tribüne'S Cents per Woche. Beide iusanns.a 15 Centa d, LentZ per V,nat. Per Poft auöerhalb de, UM zugeschickt U VorauSbetahlnng V per Uahr. Offtxtt 18 Süd Vlabama StraKe. Indianapolis, Ind., 8 Mai 1896. SsS Unglück von WllhelmShaven.Ueber den telegraphisch kurz cernel beten Zusammenstoß der Torpedo doote S 46" und 8 48", bei dem daS Boot S 48- gesunken ist, liegen jetzt nähere Mittheilungen vor. Es handelte sich um die Probefahrt des auf der Torpedowerft in Wilhelmshaven umgebauten Torpedobootes 8 43". Auf dem Boot hatten sich deshalb auHer der gewöhnlichen Besatzung in Stärke von 14 331mm der MaschinenIngenieur Niedt und zur Information dessen designirter Nachfolger, Maschinen-Unteringenieur Gibhardt, sowie der Werkmeister Burghard von der Torpedowerft einmünden. Die Boote 8 46- und .8 48" fuhren dicht nebeneinander in der für Torpedoboote vorgeschriebenen Formation. Gegen Mittag kam eine steife Brise auf, die zwischen'2 und 3 Uhr durch einen starken Hagelschauer verstärkt wurde. Die Wellen gingen höher und die Boote, die mit 22 Knoten Geschwindigkeit fuhren, hatten Mühe, die See zu halten. Da plötzlich schoß während des Hagelwetters 8 46" auf daö fast unmittelbar neben ihm fahrende Boot 8 48" los und traf es mit dem Bug mitschiffS. Die dünne Schiffswand konnte den Stoh nicht aushalten, sie barst und im Moment legte sich das getroffene Boot auf die Seite, schöpfte ungeheure Mengen Wasser und sank nach zwei Minuten. Der Lieutenant Frhr. v. d. Goltz commandirte sofort: Rette sich wer kann!" Alles folgte diesem Befehl. Indessen vermochten die in der Maschine beschäftigten fünf Personen, der Maschinen-Unteringe-uieur Gibhardt, der Obermatrose Freudenberg, die Heizer Warnhoff und Steinberg, sowie der Werkmeister Burghard. das Deck nicht rechtzeitig zu gewinnen und ertranken. Die übrigen 12 auf dem Boot befindlichen Personen, von denen es nur Zweien gelang, sich mit dem Rettungsgürtel zu versehen, sprangen über Bord, zuletzt der Commandant - Lieutenant zur See Freiherr von der Goltz. der das Boot erst verließ, als es bereits im Sinken begriffen war. Das schwer am Bug havarirte Boot 3 46" begann sofort mit den Rettunsarbeiten und rettete sämmtliche 12 über Bord gesprungene Personen. Dann verließ es, da es gleichfalls Wasser übernahm, die Unglücksstelle, und dampfte sofort die Nothflagge setzend, dem nahegelegrnen Lande zu. wo.es sich im Hooksieler Tief (nahe dem oldenburgischen Dorf Hooksiel) festsetzte. Die beiden Torpedoboote standen unter dem Commaudo der Lieutenants z.S. Freiherrn v. d. Gold und Sigmund. sind 1889 bei Schichau in Elbing gebaut. Sie sind 44 Meter lang 103 Tonnen groß, besitzen Maschinen von 1500 Pferdekräften und laufen 22 bis 25 Seemeilen in de? Stunde. .Es ist eine merkwürdige Erscheinung in der Weltder Technik." schreibt ous Anlaß des Unglücks ein Fachmann der Franks. Ztg."' daß. trotzdem man fast auf allen Gebieten des Maschinenwesens mit erfreulichem Erfolg bemüht ist, die Apparate, sie mögen dienen, wozu sie wollen, möglichst ungefährlich herzustellen' und hinzustellen für. Den, der gezwungen ist, sie zu gebrauchen, gerade daö Marinewesen eine höchst unerfreuliche Ausnahme hiervon macht. Ob groß oder klein, erfüllen die Schiffe einen ihrer Hauptsächlichsten Zwecke, ein sicherer Hort für die Besatzung zu sein, in sehr ungenügendem Maße. Man wird in gewissen Kreisen zu solcher Behauptung spöttisch mit den Achseln zuckcn und einwenden: daZ liegt nicht an den Schiffen, die mit dem größten Aufwand technischer Kunst und Sorgfalt bergestellt werden, sondern an den eigenthümlichen Verhältnissen, die die Fahrt auf der leichtbeweglichen See mit sich bringt. Mit größerem Recht darf man aber dem entgegensetzen, daß die Marinetechnik, die gern mit blendenden Erfolgen prunkt, sich über jene Terhc.ltniss:.. allzu leicht hinwegsetzt und Kriegsmaschinen 'schafft,' dle im Modell auf dem "Trockenen oder in Leben!. zröße- ausgeführt, bei der Parade im spiegelglatten 'Hafen gewaltig imponiren. die aber, wenn sie sich auf ihrem eigentlichen Gebiete, der offenen See mit den unvermeidlichen Zuthaten von Wind und Wetter befinden, sich schon im verhältnißmäßig immer noch sehr' friedlich - gehaltenen Manöver oder bei Probefahrten als ein äußerst gefährliches Ding darstellen und zwar für den Benutzer selbst, etwa wie. ein Geschütz, das sehr leicht von hinten losgeht und derBedienungsmannschaft gefährlicher wird als dem Feind, der damit zerschmettert- werden soll. Diese lZige'ngefährlichkeit' lastet nun wenn man - von den technischen Tücken der Panzerschiffe absehen will besonders auf dem Torpedowesen, von dem man einst hoffte-, es würde den gesammten-Seekrieg von. Grund aus verändern und durch Beschaffung verhältnißmäßig kleiner Kriegsmaschinen von furchtbarer Wirkung die Existenz großer' Fahrzeuge' weiterhin nahezu unmöglich machen. Der Gedanke war ja' sehr gut;' aber es kam wesentlich anders. Beim Probiren auf das Praktische stellte sich heraus, daß das Endenden er, großen Sprengg-schosse hier sind 'nur' die' verschiedenen Arten von sogenannten Fischtorpedos ge;neint mik einiger Aussicht auf sichere Wirkung'iur auf eine Entfernung üon35(7 :400 Meter möglich Ist. wodurch eine sehr große Annahe
rung d'es Ärped'ofahrzeugeZ an d'as einzugreifende Object bedingt ist. Darin liegt aber wieder eine sehr große Gefahr für den Angreifer, der bevor er noch in Angriffsnähe kommt, selbst bei Nacht unter Mithilfe der Scheinwerfer vom angegriffenen Schiff aus mit kleinen Schnellfeuergeschützen und gröberemGewehr so wirksam beschossen werden kann, daß das kleine schwache Fahrzeug vernichtet und versenkt wird, bevor es sein Geschoß gegen den Feind loslassen kann. Dem sucht man nun zu begegnen durch erhöhte Schnelligkeit und eine Bauart des Torpedobootes, die es möglichst wemg sichtbar macht, das heißt es muß möglichst wenig Schußflächen zeigenund nur wenig aus dem Wasser herausragen. Das läßt sich aber mit voller Seetüchtigkeit, dem Aushalten in allem Wetter und bei rauhem Seegang, nicht vereinbaren. Bei voller Fahrgeschwindigkeit, die der Eisenbahn nicht nachgibt, schäumt schon daö Bugwasser selbst bei ruhiger See von vorn nach hinten über das Deck, und wie das Fahrzeug bei einigermaßen schwerer See in der seitlichen 'und' der Längsrichtung auf- und 'niedergeschleudert wird, dafür gibt es nur einen Ausdruck: das Boot wühlt sich mit großer Geschwindigkeit durch die Wogen hindurch, und liegt oft soweit über, daß das Wasser von oben in den Schornsiein hineinschlägt.- Bei der den Fahrzeugen eigenthümlichen Gewichtsver-
theilung nützen auch alle Kunstftückchen der Statik- nicht viel, und so sehen wir denn, wie vor einiger Zeit an der dänischen Küste ein solches Boot bei heiler Haut" von der stürmisch bewegten See verschlungen wird, wobei ein gutes Dutzend Menschenleben mit in die Tiefe gerissen wurde. Ein weiteres Mittel, die Torpedoangriffe wirksamer zu machen, die Aufmerksamkeit des angegriffenen feindlichen Schiffes zu verwirren, besteht darin, daß man die Torpedoboote nicht einzeln, sondern in ganzen Schwärmen auftreten läßt. Wenn sich nun eine ganze Anzahl kleinerer Schiffe von großer Schnelligkeit auf immerhin beschränktem Raume bewegen soll, werden wieder an die geistigen Fähigkeiten des Maschinen- und Steuerpersonals in Bezug auf Energie und Geistesgegenwart Anforderungen gestellt, denen der bekanntlich keinesfalls fehlerlos construirte Durchschnittsmensch auch nur unter den zum Zwecke besonders ausgewählten Kräften der Marinemannschaften unmöglich gewachsen sein kann abgesehen von Zufällen, die jede Umsicht in der Führung illusorisch machen. Zu bewundern sind ja jedenfalls die blitzschnellen Bewegungen und . Formationsänderungen der Torpedoflottillen. bei denen die einzelnen Book mit einem Abstand von nur einigen Metern mit Bahnzuggeschwindigkeit durch das Wasser brausen.' schon ein beängstigender Anblick bei Schönwetter-Man'ö-vern; wie es draußen wird zur Zeit, wo die Winterstürme dem Wonnelenz vorarbeiten, beweist das neueste Unglück, das außer den fünf Menschenleben einige hunderttausend Mark Materialverlust gekostet hat. Und das Alles bei der sogenannten Friedensarbeit der Marine. Was aus den Torpedoschwärmen in der Seeschlacht werden soll, wenn sich die Verhältnisse noch mehr compliziren, die reinen Fahrschwierigkeiten" vervielfachen, läßt sich kaum ausmalen. Gegenüber den Vertheidigungskräften der großen Schiffe, die einen Eisenhagel sprühen, werden die Mannschaften der kleinen Torpedoboote, die sich immerhin durchschnittlich auf zwanzig Mann pro Fahrzeug belaufen, von vornherein auf eine Art von verlorenen Posten gestellt, wo sie so wehrlos dem sicheren Tode ausgesetzt sind, wie wohl in keinem anderen kriegerischen Verhältnisse. Einige gute Stichproben modernen Seegefechts hat der ostasiatische Krieg geliefert. Er hat gezeigt, daß bei der furchtbaren Geschützwirkung selbst die Flotte, die das Gefechtsfeld behauptet, nur einen Pyrrhussieg gewinnen kann und trotz aller Erfolge für ein zweites Mal nur in seltenen Fällen gefechtsfähig bleiben wird. Bewährt haben sich die Panzercolosse, deren Bau ungezählte Millionen kostet, also keinesWegs, denn die schwere Eisen- und Stahlverkleidung bildet den immer wirksamer werdenden Angriffsmitteln gegenüber doch keinen nennenswerthen Schutz, und der bald ein halbes Jahrhundert dauernde - Concurrenzkampf zwischen Panzerung und Geschütz ist längst zuGunsten des letzteren entschieden. 7 . Nach den im ostasiatischen Kriege gemachten Erfahrungen im Torpedowefen haben sich die kleinen Boote speciell für diesen Zweck ebenfalls keine nennenswerthen Lorbeeren errungen. Wo sie wie in der Schlacht an der Jalumündung ernstlich in Action traten, ging ein Theil von ihnen nutzlos verloren, trotz aller Schneidigkeit, mit der die Japaner auch diese ErruN' genschaft der kriegerischen Cultur EuropaS handhabten. Zum Fechten mit dieser furchtbaren Sprengwasfe eignen sich wohl besser die größeren Schiffe, wie Torpedokreuzer etc. Das kleine Gsindel der Torpedoboote bildet aber erfahrungsgemäß nicht nur für den Zrieg auf offener See (zum Schutz der Küsten und Flußmündungen mögen sie sich, einzeln auftretend, bewäk.ren), sondern schon im Frieden bei Ucbungen eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die eigenMarine. Ein neuer papyrus-?und. Der Boden Egyptens hört nicht auf, seine Scbätze zu spenden. Soeben ist der, neueste Fund veröffentlicht worden, der dem Alterthumsforscher manche Aufklärung und dem VolkSwirth Anregung zu lehrreichen Vergleichungen bietet. Es ist das Steuerpächtergesetz, das König PtolemäuS, Philadelphus im Jahre 259-8 ' vor Chr erlassen hat,' eine Papyrus - Rolle, die im GanM 107 Cölumnen ZU je .20 bis 23
fetten enthält. Das Land der Pharaonen galt mehv denn jedes andere als Eigenthum seines Herrschers. Schon in der Bibel heißt es: Also kaufte Joseph dem Pharao das ganze Egypten. Und ward also das Land dem Pharao eigen." Die Folge war. daß seine ungeheuren Reichthümer allein dem Herrscher zu gute kamen. Wie die Ptolemäer, die klugen Nachfolger der Pha raonen, sich diese Einrichtung zu nutze machten, lehrt der neue Papyrus, wenn er auch nur von zwei Einnahmequellen der Krone, der Steuer auf Wein- und Obstgärten und dem Oelmonopol, handelt. Da beide Steuern nicht in Geld, sondern in den Naturalien bezahlt wurden, war ihre Eintreibung nicht den königlichen Beamten übertragen, sondern wie in so vielen Staaten des Alterthums an Genossenschaften von Steuerpächtern verpachtet. Mit der Regelung ihres Verhältnisses zu den staatlichen Behörden beschäftigt sich das vorliegende Gesetz. Das Verpachtungsverfahren war sehr einfach, der Zuschlag erfolgte an den Meistbietenden. Der Staat hatte so ein festes Einkommen, denn die Steuerpächter mußten die festgesetzte Summe zahlen, mochte das Wein- und Oeljahr gut oder schlecht gerathen sein. Ergaben die von den Pächtern eingelieferten Summen einen Ueberschuß, so. wurde er an sie nach Maßgabe ihrer Betheiligung an dem Betriebscapital der Pachtgenossenschaft vertheilt, bei einem Fehlbetrag hafteten sie andererseits in demselben Verhältniß aus ihrem Vermögen oder dem ihrer Bürgen. Der Staat erleichterte den Steuerpächtern ihr Gewerbe, indem er ihre Rechte den Steuerzahlern gegenüber genau festsetzte. Die Landleute waren verpflichtet. sobald die Weinlese begann, dem Pächter Mittheilung zu machen, damit er sich die Weinstöcke ansehen konnte. Ebenso mußten sie bei Beginn des Kel terns den Pächter und einen Vertretev der Behörde zuziehen und mit den staatlich geaichten Maaßen ihnen den gewonnenen Wein vormessen zur Festsetzung der zu zahlenden Steuer. Die Steuerpächter haben das Recht, sämmtliche Kelterwerkzeuge nach der alljährlichen Benutzung unter Siegel zu legen, und können verlangen, daß ihnen vor Beginn der neuen Kelter die Siegel unberührt vorgezeigt werden zum Beweise, daß die Kelterpressen u. s. w. inzwischen nicht benutzt worden sind. Wer vor Ankunft des neuen Steuevpächters zu keltern begonnen hat. ist verpflichtet, dies spätestens einen Tag nach der erfolgten Ankunft anzuzeigen. Nächst den Weinbauern haben es die Steuerpächter zu thun mit den Besitzern von Obst- und Fruchtgärten. Der Ertrag derselben war schwieriger zu bestimmen, es herrscht deshalb bei ihnen die Pflicht der Selbsteinschätzung. Ist der ZollPächter mit dem eingeschätzten Ertrage einverstanden, so ist die Steuer leicht zu bestimmen, im anderen Falle ist er befugt, den ganzen Ertrag des Gartens täglich zur Controle an sich zu nehmen, und der Steuerpflichtige muß dann den Unterschied zwischen seiner Selbsteinschätzung und dem durch den Steuerpächtev festgestellten wirklichen Ertrage auch noch versteuern, dazu na türlich auch einige Procente des Gesammt - Ertrages als Strafe zahlen. Am besten erhalten ist der interessanteste Theil des Gesetzes, die Bestimmungen über das staatliche Oel-Mono-pol. Die Herstellung des Weines stand nur unter derselben staatlichen Ueberwachung, wie in modernen Staaten die des Bieres oder Spiritus, d. h. der Staat beschränkte in keiner Weise die Erzeugung, sondern verschaffte sich nur zum Zwecke der Besteuerung eine sichere Kenntniß von dem hergestellten Quantum. Die Oelfabrication dagegen wav staatliches Monopol, jede private Unternehmung war verboten, der Staat bestimmte genau das herzustellende Quantum und setzte selbst den Preis für den Einzelverkauf fest. Einige Anführungen aus dem Gesetze mögen dies erläutern. Vorher sei über die Art des Oeles bemerkt, daß merkwürdigerweise nirgends in dem ganzen Gesetze von Oliven - Oel die Rede ist, während der Geograph Strabo. der das Land Egypten im Jahre 25 v. Chr. bereiste, ausdrücklich erzählt, daß im Fayum, wo auch dieser Papyrus gefunden ist, ylivenöl durchaus gewöhnlich war. Wir müssen daher annehmen, daß erst die griechischen Colonisten den Olivenbaum nach dem Fayum verpflanzt haben. Vorher bereitete man dort Hauptfachlich Sesamöl aus den Früchten von Sesarniim Orientale und indicum, Erotonöl aus den Früchten von Rici nus communis, dazu auch Kürbisöl und Leinöl. Das Gesetz beginnt mit der Feststellung des Einkaufspreises, den die Monopolpächter den kleineProducenten, den Landleuten, zu zahlen haben, 8 Drachmen ($1.25 bis $1.50) für 1 Artabe (ungefähr 55 Quart) Seiamöl. 4 Drachmen für ebenso viel Crotonol, ebenso für Knekuööl 1 Drachme 2 Obolen, für Kürbisöl 4 Obolen, für Leinöl 3 Obolen. Von diesem Preise gehen aber jedesmal ab 2 oder 1 Drachme u. s. w. für Steuer. Niemand anders aber als den SteuerPächtern dürfen die Landsleute dasOel verkaufen.- Zu diesem Zwecke ist der Komarch (Ortsvorsteher) angewiesen, nur diejenigen Quantitäten Oel aus dem Dorfe herauszulassen, die in der Liste der Steuerpächter als angekauft bezeichnet stehen. Darauf folgt die Bestimmung über den Verkaufspreis. Sie ist im höchstenGrade überraschend. Die Pächter bekommen für 1 Metretes Sesam- oder Knekusöl 43 Drachmen und 30 Drachmen für dieselbe Quantität der anderen Oele. Also der Berkauspreis für die billigeren Oele wird vom Staate aus um über 50 Procent höher festgesetzt, als der- Einkaufspreis! Die Bauern dürfen aber 'nicht etwa den Anbau der Oelfrüchte ein schränken odev aufgeben, sondern die Ortsbehörden sind den Pächtern dafür haftbar, daß wirklich die festgesetzte Fläche mit den betreffenden Früchten bebaut wirk, und müssen ihnen .den bei
aermaerem Anbau entstehenden Scha-
den ersetzen. Dafür wird den Bauern unter Umständen eine staatliche BeiHilfe zur Beschaffung der Aussaat gewährt. Genaue Bestimmungen sind ferner für die Ueberwachung der Ernte getroffen. Die Oeloereitung aus den geernteten Früchten findet in jedem Orte in der staatlichen Factorei statt. Hier ist die tägliche Arbeitszeit genau geregelt, die zur Oelbereltung dienen den Werkzeuge sind bis zum Beginn der Campagne" unter Siegel zu le gen. Dann folgen die Bestimmungen über den Einzelverkauf des Hergestell ten Oeles: Der bei dev Ortsbehörde angestellte Schreiber," heißt es dort, soll die Namen der Kaufleute in jeder Stadt und der Händler in seine Liste aufnehmen und mit ihnen und den Steuerpachtern abmachen, wie viel bes seres und geringeres Oel sie zum tägllchen Verkauf brauchen. In Alexan dria aber sollen sie diese Abmachung mit den Wiederverkäufe: abschließen und mit zedem Abnehmer emen ordent lichen Vertrag aussetzen. Die bestellte Quantität Oel soll dann den Verkau fern alle Monat fünf Tage vor dem Ersten angewiesen werden und zwar gegen sofortige Bezahlung oder, we nigstens gegen Zahlung an die königliche Bank innerhalb der fünf letzten Tage des Monats." Natürlich waren die Maßregeln zum Schutze des Mono pols sehr streng. Schon der bloße Besitz ernes Werkzeuges, das zur Oel bereitung diente, war bei einer Strafe von 5 Talenten verboten. Die Em führung von Oel, das nicht vom Staate bereitet war. nach Alexandria, wurde mit Einziehung des Oels und hoher Geldstrafe bedroht. Die Köche werden ausdrücklich angewiesen, das in ihrem Berufe nöthige Schweinefett unter keinen Umständen zu verkaufen oder in größeren Mengen aufzuheben, offenbar damit sie nicht in Versuchung kämen, dem Monopolöl Fett zuzusetzen, was wiederum alleiniges Vor recht des Staates war. der es nicht verschmähte, auch durch dieses Mittel seine großen Einnahmen zu erhöhen. Besonders bedenklich und leicht zu mißbvauchm erscheint der Paragraph über die Haussuchung. Durch diesen wird den Steuerpachtern und ihren Unterbeamten das Recht verliehen, sobald sie glauben, daß irgendwo fern ges Oel oder Werkzeuge zu seiner Herstellung vorhanden seien, eme Haus suchung vorzunehmen, wozu freilich immer ein Abgeordneter der Behörde zugezogen werden mußte. Diese wem gen Einzelheiten sollen nur einen Begriff geben von den in dem neuen Papyrus behandelten Gegenständen. Äußer dem Einblick in den StaatsHaushalt des Ptolemäerreiches sehen wir hier auch in das Leben des kleinen Mannest Gerade in unserer Zeit ist die Frage actuell genug, welche Lasten in dem viel gepriesenen Reiche der llei ne Hausbesitzer zu tragen und welchen Erfolg er von seiner Hände Arbeit hatte. Ihre Beantwortung wird dem nächst zisfermäßig möglich sein. Wir sehen ferner, was von dem größten Interesse ist. wie dev Grund und Bo den in Egypten vertheilt war. Ein großer Theil gehörte der Kirche, wie wir sagen, und war deshalb von lebet Steuer befreit. Sehr zahlreich waren die Landlose, die den meist griechischen Soldaten des Königs zur Belohnung angewiesen waren. Wieder andere Güter waren vom Konig als Geschenk verliehen. Kurz, wenn man für den neuen Fund auch nicht ein so allgemeines Interesse in Anspruch nehmen darf, wie etwa für ein wiederentdecktes Werk der altgriechischen Literatur, so sind solche Urkunden doch von unschätzbarem Werthe fllv Jeden, dem es darum zu thun ist. das wirkliche Leben in dem großen und hochcivilisirten Ptolemaerreiche und die Ursachen seines außergewöhnlichen Reichthums kennen zu lernen. Vom Jnlattde. Vier Jahre ist ein Polizeirichter zu Minneapolis, Kan., im Amte gewesen und in dieser Zeit ist ihm nur ein einziger Angeklagter vorgeführt worden. In einem Proceß, der dieser Tage in Santa Cruz. Cal., verhandelt wurde, erschien ein Indianer Namens Manuel Coocoo, der im Jahre 1781 in SanLuis Rey geboren ist. als Zeuge. Daß der Mann, welcher seit 60 Jahren in erstgenannter Stadt ansässig ist, wirklich das ungewöhnliche Alter von 115 Jahren erreicht hat. ist authentisch nachgewiesen. An Bord deö amerikanischen Schiffes W. H. Macey" brach auf der Fahrt von San Francisco nach Kobe, Japan, eine Meuterei aus. Neun Mann der Besatzung wurden in Eisen gelegt und erst wieder freigelassen, nachdem sie gelobt hatten, den Schifföofficieren unbedingten Gehorsam zu leisten. Doch bald darauf meuterte die Mannschaft auf's Neue, und sogar ein Versuch wurde gemacht, das Schiff in Brand zu stecken. Nach Ankunft der Macey" in Kobe wurden gegen drei der Matrosen die Anklagen wegen Meuterei erhoben, und dieselben in's Gefängniß eingeliefert. Ueberall in Californien machen sich Anzeichen einer Wiedererweckung der Bergbau-Thätigkeit bemerkbar. Alte Gruben, die vor Iahren nur oberflächlich bearbeitet wurden. weil man der geeigneten Masckinerie ermangelte, werden durch Syndicate wieder in Angriff genommen und versprechen reiche Ausbeute. Im vergangenen Jahre belief sich der Ertrag an Gold m genanntem Staate auf nahezu 151 Millionen Dollars. ein Mehrgewinn von $2,795.000 gegen die beiden vorhergegangenen Jahre, und man hofft, daß dieser bedeutende Mehrertrag in der Zukunft noch eine weitere Zunahme erfahren wird. Nachrichten von der Küste des Staates Maine besagen, daß man dort mit dem Conserviren von Sar dinen den Anfang gemacht hat. Diese Mittheilung würde kerne besondere Becchtung verdienen, wenn nicht hinzu-
gefügt wäre, daß nur wenig Sarvlnen
versandt werden, da der Heringsfang unbedeutend ist. Sardinen und Heringe, wie reimt sich das zusammen?" wird der Leser fragen. Nun, die Antwort ist sehr einfach. So lange die Heringe klein sind, werden sie, mBlechbüchsen hübsch verpackt, von den schlauen Jankees als Sardinen auf den Markt gebracht; sind die Fischlem über die Sardinengröße gewachsen, dann werden sie als Bachforellen versandt. Eine gute Ausrede i st drZ Batzen werth, denkt die Consolidated Jce Co.- von New York und erklärt, das Steigen der Eispreise sei dadurch verursacht worden, daß es im Winter zeitweise zu kalt gewesen sei. um Eis zu schneiden. Bis dahin wurden die hohen Elspreise gewöhnlich damit ent schuldigt, daß der Winter zu warm für eine gute Eisernte gewesen sei. Also ob kalt oder warm das Eis muß theuer bezahlt werden, so lange wenigstens, bis es genug Eisfabriken geben wird, um das Bedürfniß zu decken; dann wird ja wohl die Concur renz dafür sorgen, daß man das Eis nicht höher bezahlen muß. als absolut nothwendig ist. Zeitungsnachrichten aus verschiedenen Gegenden unseres LandeS haben dieser Tage die Aufmerksamkeit auf fünf Personen gelenkt, welche über 100 Jahre alt geworden sind; zwei von ihnen haben ihren Ge burtstag gefeiert und drei sind gestor ben. Ihren 105. Geburtstag feierte Frau Honora McCarty in Söuth (syastsourg, Vt.; die alte Dame er freut sich der besten Gesundheit und begab sich neulich zu Fuß in die fünf Meilen von ihrer Wohnung entfernte ttirche. 101 Jahre alt geworden ist Frau Mary Skessmgton m Woon socket. R. I. In Lee. Mass.. starb Frau Martha Swan, die am 17. December 1792 in Methuen geboren war, Im Alter von 101 Jahren starb Frau Nancy Cooper in Dover, Mo., und das gleiche Alter erreichte der in Caln. Pa.. verstorbene Thomas W. Hall; letzteren überlebt ein 99 Jahre alter Bruder und eine 94jährige Schwester. DieHiobsposten aus Alaska mehren sich. Sitka und Juneau sollen mit Minen-Arbeitern und allerhand Abenteurern überfluthet sein. Die Verbindung mit dem Innern und mit den Goldfeldern ist durch Schnee und Eis unterbrochen. Selbst Cook's 5ln let soll vollständig eingefroren sein, und die Leute, die sich dorthin begeben haben, schweren Mangel leiden. Pro viant ist zwar noch reichlich vorhanden, doch der Preis dafür ist enorm hock. Viele der Minenarbeiter befinden sich in hilflosester Lage, und mit all' ihrem Arbeiten und Goldsuchen haben sie es noch nicht so weit gebracht, sich ein zweites Classe-Billet für ihre Reife nach dem Puget Sound, geschweige oenn.?an Francisco kaufen zu Ion nen. ' Die als so einträglich geschilder ten Goldfelder haben die hoch aesvann ten Erwartungen der Goldsucher nicht gerechtfertigt und Hunderte erwarten sehnsüchtig eine Gelegenheit, wieder nach der Heimath zurückkehren z kön nen. Trotzdem strömen immer noch Glücksjäger in Masse, die durch die trüben Erfahrungen Anderer nicht ge witzigt worden sind, dem unwirthlichen Norden zu. Im verflossenen Jayre sind in Gratiot County über 40,000 Sperlinge erlegt worden, aber von ei ner Abnahme der geflügelten Pest ist noch nichts zu merken. Die Zahl der getödteten Sperlinge läßt sich genau feststellen, da die Behörden für das Todten derselben eine Prämie bezah len. Ein Mann der die Sperlings jagd geschäftsmäßig betreibt, hat da mit durchschnittlich $60 per Monat oervlenr. Die Blutstehde zwischen den Hatfields und den McCoys an der Grenze zwischen Kentucky und West Virginien ist von Neuem ausgebro chen. Die Nachricht, daß einer der McCoys vermißt wird, und daß sein Pferd ohne Reiter, mit blutbeflecktem Sattel, m seinen Stall zurückgekehrt, läßt keinen Zweifel übrig, daß bei Mann aus dem Hinterhalt erschossen worden ist und daß dieser Blutthai weitere Meuchelmorde folgen werden. In Ellwood. Md.. ist die 12 Jahre alte Negerm Lavinia JoneZ unter der Anschuldigung verhaftet worden, die ganze Familie des Herrn F. . Holland dortselbst vergiftet zu haben. Das Mädchen war bei der Familie als Dienstmädchen angestellt und soll aus Rache über emen Wor wurs Rattengift in den Kasseetops gechüttet haben, infolge dessen eine Per on starb und die anderen vier Mit' alieder der Familie schwer erkrankten. , , 0n Auslande. ttin TOfnfrfifnlhn lim w w - w-w ein Tuch! Ein Dienstmädchen hatte in :.. O V i IV ?3 i.. einem -cuucu m aozm ein vuw'uur gestohlen und war dabei ertappt worden. Vor den Polizeicommissär geladen. entzog es sich der Bestrafung, indem es sich erhängte. Diebe, welche d'ie Fortschritte" des Zeitalters zu benutzen verstehen, haben in Marseille bei einem Kanki?? ffnrn flfinfiriTfft hrrüfif Um w w V 44 f fr den Kassenschrank aufzubrechen, beCl I F. . oienien ne vp oaott einer reisige, ht ' huTsft mn ffltrrtTitmmnlnr 4n - . . hl4IVil ,VVVM.fcfr'..r ... Bewegung gefetzt wurde Sie stahlen 16.000 Fr. SeitlängererZeit wurde der beim Kaiferjäger - Regiment in Frient rtfKh ftfitTTrtn - SCrtfdrlsfi w w Ufr R!,i vermißt. Er hatte in Innsbruck bekm Äallamt brnrMrirl itrn in tTJtots - w- rmw w y Vf vienste treten zu können, ist aber dann mmjL. OrCf . f "uu, iciauj i eines unauve m vie sitarnlsnn ntriff fir snnVirn rw'' .uy gutuuitiiy t. vkvw blieb seitdem, verschwunden. Jetzt hat man ihn hier als Leiche auö dem Jnn gezogen. Rizzi. ein gebürtigerSt. Pöltner. war 33 Jahre alt, seit 1. Mai 1889 Officiek' - 5l, langsam, Kar. I r' V WVJVV'V -ww-w riere dürfte ihn verstimmt gemacht und rcti-cuje. t I. - . . P s in oen 2,ov gelrieoen yaven. . 3fm bsltiften ftrfcft Firr tyi .hje Gemewden LZtttbeim. Unter
tzletchseld, Kürnach und "Euerfeld seh? viel unter der Hamsterplage zu leiden, Zlnd wurden deshalb Prämien für das Todten und Einliefern dieser Thiere ausgesetzt. Alt und Jung betheiligte sich an der einträglichen Jagd dieser Getreideverderber und wurde folgendes Resultat erzielt: Bei Kürnach 4852 Stück mit 363 Mark Prämien. Untergleichfeld 2413 Stück mit ' 164 Mark Prämien. Euerfeld 1900 Stück mit 190 Mark Prämien. Bergtheim 431 Stück mit 252 Mark Prämien. Im Ganzen 9596Stück mit 969 Mark Prämien. (Ein einziger Mann von Kürnach tödtete 973 Stück und erhielt 73 Mark Prämie.) DreißigJahrelanghat in dem altenburgischen Städtchen Roda eine Frau als Redacteur einer Tageszeitung gewirkt, bis sie jetzt in den wohlverdienten Ruhestand getreten ist. Im Jahre 1866 gründete in Roda ein Herr Olbrich eine Zeitung, die zunächst wöchentlich dreimal erschien. Schon im Jahre der Gründung starb Olbrich. Nunmehr übernahm seine Wittwe das Geschäft und die Redaction des Blattes, das sich allmälig vergrößerte und jetzt viermal wöchentlich herausgegeben wird. Während der ganzen Zeit hat Frau Olbrich die Redaction mit Eifer und Geschick geführt und dem Blatte einen ansehnlichen Leserkreis und zahlreiche Freunde gewonnen. Mancher Leser hat bei der wackeren Frau Hilfe in Rath und That gefunden. Vor dem Landgerichte in Koblenz hat dieser Tage ein interessanter Proceß seinen Abschluß gefunden. Vor anderthalb Jahren ließen sich vier Herren aus Cochem bei der Kirmeß in Bullay (Mosel) mit dem Besitzer eines am Ufer der Mosel haltenden Fuhrwerks in Disput über das Gewicht seines Wagens mitsammt dem Pferde ein und machten sich schließlich anheischig, dem Bauer Pferd und Wagen für 50Pfennige per Pfund abzunehmen. Der Fuhrmann willigte ein, der Wagen wurde auf der Wage der Station abgewogen und ergab inclusive des Gewichtes des Pferdes das Sümmchen von 1500 Mark. Nun. erklärten die vier Herren den Handel für Scherz, begangen in nicht mehr ganz nüchternem Zustande; mdessen ließ sich der Fuhrmann nicht da rauf ein, übergab vielmehr Wagen und Pferd einem Spediteur und klagte gegen die vier Herren. Er gewann in bllen Instanzen und erhielt dieserTage nach definitivem Urtheile sein Geld. Die Kosten dieses Processes betragen ebenfalls 1500 Mark, so daß das Fuhrwerk, das unter Brüdern 300 bis 400 Mark werth ist. den vier Spaßmachern ziemlich theuer zu stehen kommt. Noch dazu hat die Rosinante inzwischen das Zeitliche gesegnet. DieserTageerschienbei einem Moskauer Arzte ein Greis und bat, seine verletzte Hand zu verbinden. Der Arzt legte den nöthigen Verband an und fragte nach dem Alter des Greises. Es erwies sich, daß derselbe km Jahre 1757 geboren war, somit also im Patriarchenalter von 139 Jahren steht. Der Alte wurde in der Regierungszeit der Kaiserin Elisabeth geboren und lebte unter den Herrschern: Peter III., Katharina II., Paul. Alezander I.. Nikolai I.. Ale?ander II.. Alexander III. und jetzt unter der Regierung des Kaisers Nikolai II. Der Greis ist ein Moskauer Kleinbürger und war bis zu seinem 86. Lebensjahre Kutscher; als er einst unglücklicherweise die Kalesche mit einer Verwandten seiner Herrschaft umwarf, wurde er nach Sibirien verschickt. In Sibirien lebte der Alte bis zum Iahn 1891. In diesem Jahre beschloß er. die Heimath aufzusuchen. Vorher jedoch machte er mehrere Wallfahrten und gelangte erst 1894 nach Moskau. Hier blieb er nur kurze Zeit und wallfahrte nach Kiew, von wo er in diesen Tagen nach Moskau zurückkehrte. Der Alte, KuSmin mit Namen, besitzt ein ungetrübtes Sehvermögen, hört gut und ist vorzüglich zu Fuß. KSmin hat bis zum Jahre 1891 niemals Branntwein getrunken, auf meine alten Tage erlaube ich mir jetzt aber mitunter ein Gläschen." erklärte derGreiS. Der Spreewald besitzt auf Straupitzer Grund und Boden, dem Grafen von Houwald gehörig, zwei Eichen, die vielleicht die stärksten Eichen Deutschlands sind. Die Florentineneiche, wie die eine genannt wird, hat in Manneshöhe über neun Fuß Durchmesser. Man schätzt ihr Alter auf 1000 Jahre. Die zweite Eiche ist nur wenig schwacher als diese. Lebhaftes Aufsehen erregt ein Attentat, das der Journalist Louis Macheret in Paris gegen die Frau eines Bäckermeisters in der Rue Passage d'Aufterlitz verübte. DerBäcker hatte die Geliebte Macheret's, die bei ihm angestellt gewesen war, wegenVeruntreuung verklagt. Letzterer bat nun die Frau, diese Klage zurückzunehmen, und stieß ihr auf ihre Weigerung einen großen Bohrer in die Brust. Der Attentäter wurde nach verzweifeltem Widerstand, wobei er noch zwei andere Personen schwer verletzte, festgenommen. Macheret soll übrigens noch wegen Brandstiftung verfolgt werden, da er kurz vor diesem Ueberfall in seiner Wohnung Feuer angelegt hatte, das jedoch, ohne jeden Schaden anzurichten, gelöscht worden war. I n S i n i g a g l i a sind ernste Unruhen ausgebrochen, nachdem seitens des Rechnungshofs in Rom der Reorganisationsplan der städtischen Sparkasse zurückgewiesen und dieKasse geschlossen worden war. Sammtliche Scheiben im Gebäude der Sparkasse sowie an der in Zahlungsstockung befindlichen Handelsbank wurden zertrümmert und in der Nähe des Polizeigebäudes mehrere Barricaden errichtet. Cavallerie mußte schließlich ' die Menge auseinander treiben. 12 Personen wurden ' festgenommen. Ein verhaftete? älterer Mann ist im Gefängniß an einem Schlaganfall gestorben. Von Ancona ist ein größeres Aufgebot von Carabinieri nach Siniaaqlia
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