Indiana Tribüne, Volume 19, Number 230, Indianapolis, Marion County, 7 May 1896 — Page 2

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Indianapolis, Ind., 7 Mai 1896. DaS Duell und die Deutschen. .DaS Duell und der germanische Ehrbegriff- betitelt sich eine kleine Schrift von Dr. Georg von Below, Professor der Geschichte in Münster in Westfalen, deren Darlegungen gegen wärtig erhöhtes Interesse beanspruchen können und auch noch besonderenWerth haben, weil sie mit einem geschichtlichen Irrthum, aufräumen. Es war bisher eine geläufige Ansicht, die in den Ur theilen verschiedener Gelehrten eine Stütze fand, daß das Duill eine ur deutsche Einrichtung sei. Das persön liche Selbstgefühl der Germanen sor derte, sagen sie, gerade bei der Ehrverletzung eine mannhafte, kriegerische Genuathuung. Die Ehre hatte in der germanischen Welt eine tiefe, individuelle Bedeutung, der Einzelne war daher auch jeden Augenblick bereit, diese vor wiegend individuelle Ehre selbst durch Einsetzung seines Lebens zu beweisen. Das ist der Grund des Ehrenduells, vcn dem Römer und Griechen nichts wissen. Beleidigungen, üble Nachreden über unehrenhafte Handlungen oder Gesinnungen gehörten im Mittelalter nicht, wie die schweren Verbrechen, vor die Gerichte, man war weit davon entfernt, seine Ehre etwa um Geld anzuschlagen und mit der römisch - rechtlilichen Injurienklage vor Gericht aufzutreten. Nach anderen soll das Duell seinen Ursprung im Ritterwesen, vor Allem im gerichtlichen Zweikampf haden oder auf dem religiös - romantischen Boden der Gottesurtheile entstanden sein. Die Blüthenlese von Erklarungen ließe sich leicht noch vermehren. Diese Anschauung von dem germanischen und ritterlichen Ursprung des Duells ist indeß, so allgemein sie auch getheilt wird, nach Professor Below's Unterfuchungen vollkommen irrthümlich. Dem Mittelalter-, sagt er, .wenigstens dem deutschen Mittelalter, ist das Duell durchaus fremd. Der Germane hat eine Auffassung von der angemessenen Erledigung eines Ehren-' Handels, die demDuellstandpunkt auss Schärfste gegenübersteht. Der deutsche Ritter des Mittelalterz würde das Duell als etwas Lacherliches angesehen haben. Die Einrichtung des Duells ist ebenso undeutsch wie das Wort. An der Hand der Geschichte weist Professor von Below nach, daß weder der gerichtliche Zweikampf, noch das Fehdewesen, noch das Turnier in Deutschland einen Anknüpfungspunkt für die Entstehung des Duells geboten haben. Die Rechtsdenkmäler des Mittelalters bekunden, , daß der deutsche Adel des Mittelalters in Ehrenhändeln das ordentliche Gericht anrief. Bon Below beweist daS mit bestimmten Beispielen. Was damit erreicht werden konnte, war einmal eine Geldbuße, die theils an die verletzte Partei, theils an die öffentliche Gewalt zahlt wird, und sodann Widerruf bezv. Ehrenerklärung.- Wenn er dies erreicht hatte, dann sah er seine Ehre als wiederhergestellt an. mochte es sich um beleidigende Thätlichkeiten, umJnjurien gegen weibliche Personen oder um Ehrenverletzungen anderer Art gehandelt haben. Die geschichtlichen Belege dafür sind zahllos. Wir besitzen mehrere von Adeligen verfaßte Rechtsbücher, die ganz denselben Standpunkt vertreten. Dahin gehört z. B. das bekannteste Rechtsbuch des Mittelalters, der Sachsenspiegel. Aus dem 16. Jahrhundert haben wir ferner den sögenannten wendisch - rügianischen Landgebrauch. Sem Verfasser, v. Normann, nennt in seinem ausdrücklich für den Adel mitbestimmten Buche Geldbußen alö die für Beleidigungen zu derhängende Straft Jedenfalls haben die alten Deutschen daö Duell nicht gekannt, und doch war ihr Muth über allen Zweifel erhaben. Die irrthümliche Annahme, daß das Duell aus dem Mittelalter stamme, ist nicht schwer zu erklären.. In der äußeren Gestalt 'gleicht daS Duell dem gerichtlichen Zweikampf des Mittelalters; daher warf man beide -zusam-men. Der Ehrenkampf, 'daS j Duell, tauchte dagegen-zuerst an ganz anderer , Stelle auf. in Spanien. Später, am Anfang des 16. Jahrhunderts, sind Duelle auch bei den Italienern und Franzosen ganz an der Tagesordnung. -Die romanischen Völker besitzen im 16.' Jahrhundert verens eme . ansehnliche Literatur über das " Duell. wo in Deutschland noch gar keine. Spur, dafür vorhanden war. Hiernach ist das Duell in romanischen Ländern viel älter, als in Deutschland. Die Formen "und die Bezeichnungen sind ja heutzutage noch romantisch bezw. französisch. a r 11 r. t n l. xja xjuzu rnun am yiuno oer ge schichtlichen Beweismittel als eine unzweifelhaft romanische, nach Deutschland .übertragene) Einrichtung - gelten. Erst am Anfang des 17.-Jahrhunderts mehren sich auch die Nachrichten über deutsche Duelle etwaZ, aber von wirklicher Einbürgerung des DuellwesenS in Deuischlqnd kann nach v. Below erst seit dem dreißigjährigen Kriege die Rede sein. Einen Müsterbürgermeiste? .-hatte . Neustadt bei Eoburg. " Der Biedermanri Weidel - ist - sein Name wurde dieser Tage von der Strafkammer wegen Anstiftung zur .Unterschlagung, gewerbsmäßiger Hehlerei und falscher' Beurkundung 'von StandeSamtssachen zu 4$ Jahren Zuchthaus und- 6 Jahren' Ehrverlust - verurtheilt.. üErn -Gerichts schreibe? wurde vegM Beihilfe zur , Unterschla mit 9 Monaten Gefängniß It efi ' . 4- .

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Bsiese auö Deutschland. von Wilhelm Kaufmann.

Dresden. 15. April. Heute wird der im Duell gefallene Herr Eeremonienmeister von Schrader mit großem Gepränge in Berlin beerdigt. Die hohe Geistlichkeit, welche dem verzweifelten Selbstmörder das .ehrliche Begräbniß- zu verweigern pflegt und denselben mit Unehren" in die Grube fahren läßt, schreitet im Amtsornat hinter diesem Sarge her und wird es an rührenden TrostesWorten und an dem Segen der Kirche nicht fehlen lassen, wenn auch einige Worte über die unselige Duellwuth wohl mit einstießen mögen. Die Herren Hofprediger, welche die-auserle-senste Gesellschaft der Hauptstadt unter ihren Kanzeln versammeln und namentlich den hohen Officieren regelmäßig sonntäglich den geistlichenTrost spenden denn in neuerer Zeit sind die deutschen SLbne des Mars recht eifrige Kirchenbesucher . geworden diese Herren Hofprediger. welche - be kanntlich berufen sind, Gottes Wort überall zu predigen, ohne Menschenfurcht, sie haben aus daö Thema Du sollst nicht tödten- niemals die doch so naheliegende Anwendung gefunden. Ihnen gilt ein im Duell Getödteter als ein auf dem Felde der Ehre Gefallener, selbst wenn er, wie der verstorbene Herr von Schrader, einer der berühmtestm und aefürchtetsten Pistolenschützen war und diese Kunst pflegte, mit der ausgesprochenen Absicht, sich derselben gegebenen Falles mit Geschick zu bedienen. Das Duell von Kotzevon Schrader fand unter den schwersten Bedingungen statt, zehn Schritt Distanz und Kugelwechsel bis zur völligen Kampfeöunfähigkeit eines der Gegner. Beim ersten Schuß streifte , Schraders Kuael den Herrn von Kotze. Wer solche Bedingungen eingeht und ausführt, ist ebenso gut ein Todtschläger, als es derjenige ist, wel cher seinen Gegner niederschießt. Jedenfalls hat er das Gebot Du sollst nicht tödten" in schrofferer Weise verletzt (weil er mit Ueberlegung handelte), als ein Unglücklicher, welcher m der Verzweiflung die Waffe gegen sich selbst kehrt. Aber den Selbstmörder verdammt die Kirche, den privilegirten Duellmordern steht sie trostend zur Seite. Heuchelei überall, wo man die Duellfrage nur antastet. Herb von Kotze hat eine Masse Glückwunschdepeschen erhalten, in welchen das Wort Gottesgericht- vorkommt. Als ein Gottesgericht wird es nämlich aufgefaßt, daß Kotze den berühmten Pistolenschützen Schrader niedergeknallt hat und daß es nicht umgekehrt gekommen ist. Hinterher erfahrt man freilich. daß sich Herr von Kotze wochenlang in Gesellschaft seines Försters eingeschossen hat und daß er den.ganzenTag vor dem Duell aus dem Gute semes Schwagers mit Pistolenschießen verbrachte. Uebrigens muß sich Kotze jetzt noch mit mehreren anderen Herren der Berliner Gesellschaft schießen, mit fünf odev sechs Osslcteren, welche, wie der verstorbene von Schrader, die-Eingabe an den Kaiser unterzeichneten, in welcher Kotze des Verdachts, die anonymen Briefe geschrieben zu haben, beschuldig! worden war. Möglicherweise lassen sich diese anderen Duelle noch beseitigen. wenn es gelingt, Herrn von Kotze recht rasch auf die Festung zu bringen, zu? Abbüßung der Strafe wegen Duellmordes, begangen an Herrn von Schrader. , Der ganze Rattenkönig von blutigen und schmachvollen Verwickelungen, welche dieser Fall Kotze bietet, ist aus einem gräulichen Skandal hervorgegangen, welcher seit ungefähr zwei Jahren am Berliner Hofe spielte und unter dem Namen Kotze - Skandal berannt geworden ist. Damals erhielten die hervorragendsten Mitglieder der Berliner Hofgesellschaft, darunter an geblich auch der Kaiser und dessen Verwandte, anonyme Briefe in großer Zahl, in. welchen die unerhörtesten Beschuldigungen, sogar gegen Mitf 1 . 4. - r - glleoev oes laliernazen Haukes, eryoben wurden. An diesen Beschuldigungen war das Meiste ohne Zweifel erlogen. es befanden sich darunter aber auch Angaben, welche einen thatsä'chlichen' Hintergrund hatten. So wenigstens scheint es, denn wenn der Anonymus nur offenbare Lügen verbreitet hätte, so wäre, die Geschichte wohl in sich zerfallen. - Die Sache erregte die größte Aufregung in den Hofkreisen. Wer irgendwie Dreck am Stecken" hatte, -mußte befürchten, es durch die sen. Pasquillefabrikanten, an's Licht gezogen zu sehen. Daß nur von Personen aus. den .intimeren- Hofkreisen die Anschuldigungen ausgehen konnten, war offenbar. Der Kaiser namentlich war furchtbar aufgercgt über diesen Skandal, und als nun der Ee-remonienmeister-von Schrader seinen Collegen, den Ceremonienmeister von Kotze, als den Briefschreiber verdächtigt und zu diesem Zwecke eine Eingabe an den Kaiser veranlaßt hatte, welcke von sechs oder sieben anderen Herren, fXnmist& Yim&A CO . - 1 . r r juuiwiniuy tyvyc 0(UiiUC Ullv JjUl", mitunterzeichnet wurde, da ließ der Kaiser Herrn von Kotze verhaften und unter Anklage stellen. Später stellte sich die Wollige Unschuld des Herrn v. Kotze heraus, es gelang ihm. sammt liche gegen ihn erhobenen Verdachtsgründe .'zu widerlegm. und er mußte wieder in Freiheit gesetzt werden. Nun aber War seine Ehre nach den in Offieierskrelsen herrfchenden Anschauungm noch längst nicht wiederehrgestellt. Er war 'von Schrader - und Genossen durch die Verdächtigungen auf'S tödtlichste beleidigt .worden. -.Sein Schild konnte nur durch Blut wieder rein gewaschen werden. Er mußte also nach der . Officiersanschauung sämmtliche Verläumder vor die Pistole fordern, einen nach dem anderen. Die Verlaumder aber wurden so lange nicht als Verläumder-angesehen,' als sie von Kotze nicht gefordert waren.. Es wurde geltend gemacht und eS. ist auch, wohl erwiesen, daß Schrader und Gmossen d:n von Kode nickt böswillig anae-

schwärzt hatten. Es lagen thatsächlich Verdachtsmomente gegen Herrn von Koe vor und als diese dem Schrader bekannt geworden waren, mußte .es derselbe als seine Pflicht erachten, gegen Kotze die Anschuldigung zu erhe-

den. So wenigstens wurde die Geschichte m den Hofkreisen angesehen. Sobald nun von Kotze seine Unschuld nachgewiesen hatte, forderte er einen der Angeber und schoß sich mit demselben. Das Duell hatte keine besonders schlimme Folgen, Kotze wurde leicht verwundet und beide Duellanten kamen auf die Festung. Kotze saß seine Strafzeit ab und nun verlangten die Duellbolde in den betheiligten Kreisen. Kotze müsse sofort Herrn von Schrader fordern. Das aber verweigerte Herr von Kotze, mit der Begründung, daß er Herrn von Schrader vor Gericht belangen, sich aber mit den anderen Herren spatev schießen wolle. Nun aber trat ein Ehrenrath desienigen Ulanenregiments zusammen, dessen Ofsicierscorps Herr .von Kotze angehörte, untersuchte den Fall und gab den Entscheid ab, daß Herr von Kotze unwürdig sei. , serner des Königs Rock zu tragen, weil.'er sich geweigert habe, Herrn von Schrader zum Zweikampf zu fordern: Der Kaiser et r t r ir ' .' C . . o V Nie, oleiesurlyeil um uno uvies Fall an den Ehrenrath eineS . anderen ).-. Lc c rl , :i. aoauerieregimenis. no oiqei zwcuc Ehrenrath erkannte 'genau wie . das Ulanen - Ofsicierscorps: Kotze sei ehrlos, weil er den Schrader nicht gefordert habe.- Auch dieses zweite Urtheil stieß der Kaiser um. Herr von Kotze war dadurch rehabilitirt, aber er konnte nun die beschimpfende Thatfache, daß zwei verschiedene Ehrenräthe gegen ihn sich ausgesprochen hatten, nicht auf sich sitzen lassen. Er hatte nur die Wahl, sich selbst todt zu schießen, um in den Augen seiner Kameraden für ehrenhaft zu gelten, oder den von Schrader zu fordern. Eine Bemerkung, welche mir in einem meiner letzten Briefe in die Feder flog, als sei das damals bevorstehende Duell KotzeSchrader in Folge der Umwandlung der Urtheile durch den Kaiser, als ein Duell, zu dem der Kaiser Herrn von Kotze gezwungen habe, aufzufassen, ist nicht berechtigt. , Der. Kaiser ging durch die Umstoßung auch des zweiten Urtheils so weit, als man von ihm nur irgend erwarten konnte. Er hätte ja noch einen großen Schritt weiter gehen und ähnlich wie vor ungefähr 50 Jahren der britische Prinz Albert die völlige Ausrottung des Duells verlangen können. Aber ein solcher Entschluß ist von dem Herrscher eines Militärstaates doch wohl nicht zu erwarten. Zwar würde gegenwärtig kein anderer Entschluß, den der Kaiser fassen könnte, ihn populärer machen aber Der oder die Urheber des KotzeSkandals, d. h. der oder die Schreiber der anonymen Briefe, sind noch immer unbekannt. Wahrscheinlich hat man es mit einer äußerst schlauen und grausamen Intrigantin zu thun, die am Berliner Hofe eine Rolle spielt. Wie aber kann eine solche Dame- so viele Thatsachen erfahren, so viel intimen Hofklatsch, von welchem wohl vieles erlogen und doch manches wahr ist? Ohne Auftischen von Thatsachen kann einVerfasser von anonymen Briesen sich nicht gefürchtet machen, und der Verfasser oder die Verfasserin jener Briefe weiß offenbar sehr Vieles. Da ist nun die Theorie aufgestellt worden von einem geheimen Depeschendienst, dem man vielleicht den aus den Iahren des amerikanischen Sklavereikampfes bekanntenNamen Underground Kailroad" beilegen kann. So viele Eavaliere verkehren mit der sog. feinen Demimonde und sind bei diesem Verkehr nicht sehr discrct. Es werden da unter vier Augen die schlimmsten Geschichten schlimmen Ohren anvertraut und der Nachhall dieser Geschichten findet schließlich den. Weg in eine noch schlimmere Feder. Sehr zu stat ten kommt das Duell Kotze-Schrader wahrscheinlich dem Schuft Friedmann, welcher als Vertheidiger früher in Ber lin eine so große Rolle spielte und sich durch seine Verteidigung in den Pro ceß Kotze einen genauen Einblick in die Skandalgeschichte verschafft., hat. Friedmann ist bekanntlich flüchtig geworden und endlich in Frankreich verhaftet. Seine Auslieferung hat' jedoch nicht stattgefunden, die Verhandlungen schweben schon sechs Wochen, und da Friedmann inzwischen eine hochsensationelle Broschüre über den Fall Kotze verfaßt hat. so wird er den französischen Behörden wahrscheinlich mit Erfolg den Glauben beibringen, daß er nur deshalb in Deutschland verfolgt würde, damit man seine Bro schüre unterdrücken könne. Gelingt ihm das Spiel, so hat er damit nicht nur seine Freiheit wiedergewonnen, sondern auch eine unerhörte Reclame für seine Broschüre gemacht, die dann wahrscheinlich in Hunderttausenden von Eremplaren Absatz finden und in alle Sprachen übersetzt werden wird. Friedmann, der Jahre lang der ge schickteste und erfolgreichste Vertheidig ger von Berlin war, ist ein Expert er ster Gute aus dem Gebiete, em Kornchen Wahrheit mit einer Masse von Dichtung geschickt zu verbinden. ' Die Broschüre wird, wenn sie wirklich erscheint, äußerst sensationell werden. aber doch wohl zu allermeist ein -s tJClJtL . 'i.i r- . oeraroeiieies ugengeroeoe enr halten. Es sei deshalb jetzt schon da-' vor gewarnt, die Angaben des BucheS al5 baare Münze hinzunehmen. ' . . Ein wackerer Mann ist dieser Tage gestorben, der . Reichstagsabgeordnete Adolf Kröber, Mitglied der süddeutschen Volkspartei. Er 'vertrat den Wahlkreis AnLbach - Schwäbach und stammte aus Kaiserslautern. Kröber war ein überzeugterDemokrat und eine der bestenStützen dieser in Süddeutsch, land recht kraftvoll entwickelten politischen Partei. Er hatte auch längere Zeit in den Ver. Staaten gelebt und war dort Brauer gewesen.- Jnspäteren Jahren . studirte er.'w Heidelberg Nationalökonomie und Krackte es dabin, daß er im ReiöStau all einer der

tüchtigsten Voltswsrthe galt. Er hat zahlreiche Ehrenämter bekleidet und viele Jahre seine besten Kräfte in den Dienst der allgemeinen Wohlfahrt gestellt, ohne jemals seine demokratischen Grundsätze zu verleugnen. Männer

dieser Gesinnung und diesen Eharakters sind ach nur zu selten im heutigen Deutschland. Äwei Jubilare wurden wahrend der letzten Wochen gefeiert, der eine ein ftiirft. der andere ein Volksmann. Herzog Georg II. von Sachsen Wei mar und Wilhelm Lieblnecyt yaven Beide den siebzigsten Geburtstag beaanaen. Es ist sehr bezeichnend, dan Liebknechts Geburtstag von der gesammten staatseryaltenden" Preise ignorirt wurde. Bei solchen Gelegenbeiten vslegt man doch auch dem schroffsten politischen Gegner die Anerkennung nicht zu versagen, welche eme fünfzigjährige fleckenlose Laufbahn erbeischt. Liebknecht hat unzählige Male im Gefängnisse gesessen, er hat gehungert und gedarbt, gelitten und gestritten für seine Ueberzeugungen. Er ist siebenzig Jahre alt geworden und muß jetzt noch jeden Augenblick gewärtig sein, die vier Monate abzusitzen, welche ihm die Erfindung des dolus eventualis zuerkannt hat. Man sollte glauben, daß auch die gegnerische Presse für den Jubelgreis ein freund liches Wort hätte übrig haben können. Aber nicht einmal diejenigen bürgerli chen Blätter, welche sonst für jeden Ehrentag eines nur einigermaßen hervorragenden Mannes ganze Spalten zur Verfügung stellen, haben dem Liebknecht auch nur ein einziges Wort gegönnt, haben nicht einmal gesagt, daß Liebknecht zeitlebens ein Fanatiker, aber auch zeitlebens ein ehrlicher Kerl gewesen ist. Nur die demokratische Berliner Volkszeitung machte eine rühmliche Ausnahme. Der Herzog von Meiningen wurde natürlich sehr gefeiert als der Begründer der deutschen Musterbühne. Aber er ist außerdem ein aufgeklärter, rechtdenkender Mann, und in seinem kleinen Ländchen hätte der dolus eventualis schwerlich erfunden werden können. Horräh- für das Fankeeland! Bei den olympischen Spielen in Athen haben sich die Amerikaner die besten Preise geholt. Im Sprung und im Lauf und im Diskuswurf haben sie die Neugriechen, die Franzosen und die Deutschen um verschiedenePferde-längen-übertrumpft. Das ist gewiß erfreulich und wird hoffentlich dazu beitragen, die namentlich in Deutschland verbreitete Mär von den schlappen Amerikanern- zu beseitigen, jedoch beweisen solche Siege Einzelner nur sehr wenig für die Entwickelung der Turnerei und der männlichen LeibesÜbungen in dem Lande, welchem die Sieger entstammen. Die Maschine Menschenkörper ist äußerst ausbil dungsfähig und kann die unglaublichsten Schwierigkeiten durch Dressur überwinden, das zeigen die Kunststücke der Akrobaten. Ich vermuthe, daß die amerikanischen Sieger in Athen sich die Leistungskraft professioneller Athleten andressirt hatten, ohne jemals ihre Kunst gewerbsmäßig verwerthet zu haben, demnach als Nichtprofessionelle sich betheiligen konnten. Es hätten in Athen nicht die einzelnen Leistungen prämiirt werden sollen, sondern die Durchschnittsleistungen von größeren Gruppen aus den Angehörigen verschieden Nationalitäten. Ich fürchte, daß in solchem Falle unsere Landsleute nicht so viele Preise davongetragen hätten. m m m Deutsche Lokal-Nachrichten. vrovin, SllnUas7an, . Frankfurt a. M. Die chemische Fabrik von Dietsch.. Kellner & Co. in Griesheim a. M. ist vcig niedergebrannt. Der Schaden ist noch nicht festgestellt. Der Postgehikf, Hch. Pfeiffer, gebürtig aus Fulda. ist nach Unterschlagung. von, 890 M. Kassengeld flüchtig. Der Schauspieler Emil Schneider, vier Jahrzehnte hindurch ein hervorragender Künstler des hiesigen Schauspielhauses, ist nach kurzer, schwererKrankheit an Zuckerkrank heit gestorben. .Kassel. Der erste Wettstreit der deutschen Manner - Gesangvereine sindei im, Jahre 1893 hier statt. Der Kaiser' hat sein Erscheinen zu dem erten' Wettbewerb um den von ihm gelisteten Preis in sichere Aussicht getellt. Marburg. Die hiesige 'kathottsche. Gemeinde hatte eine alte.. ihr im Anfange, dieses Jahrhunderts verliehene Erlaubniß, die dahin ging, auch fürihren. Gottesdienst die jetzt, dem evangelischen. Cultus .dienende . berühmte Elisabethkirche mitbenutzen zu dürfen, vor einiger. Zeit als zu Recht bestehend wieder aufgenommen .und als ihr dies bestritten worden, auf.dem Wege des Processes ihre Ansprüche geltend.zu machen , versucht. Sie wurde ledoch in allen Instanzen und jetzt vom Reichsgericht kostenfällig abgewiesen. Svl9 Städt,. .. Bremen. Der Ljährige Bäckergeselle Krumme erstach hier seine Geliebte Margarethe Hoelbe, die L6jäh. rige Schwester seines früheren Arbeitgebrs, und erschoß sich hierauf selbst.' Hamburg.' Als Einbrecher und Diebe, die beim Raube in der St. Petrikirche betheiligt waren, sind drei Schulknaben im Alter von 13 bis 13 Jahren und ein vierter, ein 15jährigev Laufbursche, ermittelt worden. Die Ersteren waren Chorsänger in der genannten. Kirche. Die beiden ältesten wurden . verhaftet. Der GetreideHändler Carl Knoop zu Hamburg und Johann Sibbers zu Wandsbeck sind geflüchtet. Beide haben gemeinschaftlich zahlreiche Hamburger-Kaufleute, sowie Mühlenbesitzer -in Elmshorn, Buxtehude und Bremen um Hunderttaufende geschädigt. Die Angelegenheit macht großes yufsehen.

vld,nvurg. Oldenburg. Aus der Vechtaer Gefangenenanstalt sind die interessanten Mittheilungen gemacht worden.daß der PseudoPastor rtisch vom Mattenflechter zum Weber avancirt ist. daß Expastor Müller (früher in Goldenfleth) zum Tischler ausgebildet wird, daß der Wechselfälscher Klein, der der hiesigen Gewerbebank den Garaus machte, häusliche und Gartenarbeiten (Kohlen- undTorftragen, Jauchen etc.) verrichten muß und daß sein College, Maschinenfabrikant Büsing, der eine sehr accurate Hand schreibt, als Bureauschreiber der Anstalt verwendet wird. S t o l l h a m m. Nächstens feiern Gemeinde - Vorsteher Hesemeyer und Frau das Fest der goldenen Hochzeit. Ein Comite ist zusammengetreten, um zu Ehren des allverehrten Jubelpaares die Feier zu einer allgemeinen und würdigen zu gestalten. e?raunstxwkg. Braunschweig. In einem hiesigen Hotel wurde ein etwa 6Ojähriger Journalist, Dr. phil. Staude aus Hannover, todt aufgefunden. Er hat anscheinend Selbstmord durch Vergiftung verübt. Der Anlaß dazu sollen mißliche Vermögensverhältnisse sein. Ohüringsn. Coburg. Viel Aufsehen erregte es dieser Tage auf dem Wochenmarkt, als die beiden jüngsten Töchter des Herzogs Vrt erschienen und allerlei Einkäufe machten, welche der Erbprinz in einem Handkorbe nachtrug. Man vermuthet, daß es sich um einen Wohlthätigkeitsact handelte. G e r a. Der Harmonika - FabrZ kant O. Späthe hat anläßlich des 25jährigen Geschäftsjubiläums derFirma Wilh. Späthe dem Stadtrath 10,000 Mark zu einer milden Stiftung überwiesen. Mein in gen. Aus dem ZuchtHause in Untermaxfeld ist einer de? gefährlichsten Einbrecher, der zu langjähriger Zuchthausstrafe verurtheilte Preßler, trotz aller Vorsichtsmaßregeln ausgebrochen. 0adst. Buch holz. Die hiesige Schuhmacherinnung beging das 350jährige Jubiläum der Datirung ihrer ältesten Jnnungsartikel durch einen Festactus mit anschließender Festtafel. In der Festansprache wurden einige anschauliche Bilder auö dem Jnnungsleben des 16. Jahrhunderts gegeben; die sodann vorgetragenen Geschichtstabellen boten einen summarischen Ueberblick über die Entwickelungsgeschichte der Innung etwa vom Jahre 1520 üb bis auf die jüngste Gegenwart. Dresden. Jenes schlichte Häuschen in Laubegast, das seit 136 Iahren die Aufmerksamkeit gebildeter Kreise auf sich lenkte, da einst in den niedrigen Räumen seines ersten Gestockes die sächsische Hofkomödiantin Friederike Karoline Neuber.die letzten vier Monate ihres Lebens zubrachte, ist jetzt zum Abbruch gelangt. Der durch den Abbruch gewonnene Raum wird zu einer Gartenanlage für den Gasthof Stadt Amsterdam- benutzt werden. . , . I ö h st a d t. In einem Walde in der Nähe von hier hat man den 50 Jahre alten in Ehristoshammer i. V. wohnhaft gewesenen Handarbeiter Josef Grund erstochen aufgefunden. Derselbe hinterläßt fünf Kinder. Sein Leichnam hat im Hinterkopf, im Hals und in der Brust Stichwunden. Diesen Mord begangen zu haben ein solcher liegt zweifellos vor ist der 25 Jahre alte ledige Strumpfwirker Hofmann verdächtig, welcher mit dem Ermordeten in einem Hause wohnte und gegenwärtig flüchtig ist. Leipzig. In der Parthenstraße vtV j-t Oeschirrs'Zbr-r Aacbn""m durch seinen eigenen Steinwagen übe? den Unterleib gefahren. Der Schwerverletzte wurde sofort nach dem Krankenhause transportirt, wo er gestorden, ist. Markranstädt. Eine Zierde für unsere Stadt wird der nächstens hier zu erbauende, von Baurath Thiem-Leipzig entworfene ' Wasserthurm werden, der vollständig aus Stein .undEisen hergestellt werden soll. Von dem Thurme aus wird man einen großen Theil der Leipziger und Llltzener Ebene überblicken können. ' SroHhsrioathun &sTts. Bingerbrück. Die. hiesige Bahnhofs-Restauration wechselt am 1. Mai d. .J. ihren Inhaber. An Stelle deö Herrn Lutz, welcher dieselbe für 10,000 Mark jährlich seit acht Jahren innegehabt, übernimmt an diesem Tage Restaurateur Krüger au3 Deutz die Restauration und zwar um die jährliche Pachtsumme von 18.000 Mark. Vor Lutz kostete dieselbe 4500 Mark. D a r m st a d t. In Gegenwart der StaatSmwister Dr. Finger, Finanzminister Webe? u. A. m. fand neulich de? Einweihungsact des neuen Dienstgebäudes fü? die Großh. Centralstelle für die Gewerbe statt. Friedberg. Ein acht. Jahre alter Knabe Namens, Schmidt, wurde hier von einem Manne, welcher vorgab, ein Onkel, des Kindeö zu sein, auf der Straße an sich gelockt. . Der.Betrefsende fuhr mit dem Knaben angeblich mit der Bahn davon. ' Nach welcher Richtung ist nicht bekannt. Srsaff.Lstkri,. Metz. In einem . lothringischm Dorfe hielt. sich, ein. alleinstehender Junggeselle zur 'Ve?kü?zung seiner einsamen Stunden eine Katze.. Diese sonst wohle?zogene Katze naschte kürzlich. und sah sich ihr Besitzer , deshalb veranlaßt, ihr eine Tracht Hiebe an'gedeihen zu lassen.' Plötzlich springt die hierüber erbitterte Katze ihrem 'Herrn in'S Gesicht und beißt ihm die Nase ab.mit welcher sie zum Fenster hinausspringt. Katze und Nase sah man niemals wieder.. Straß bürg.- Im 'Polizeiarrest in Saarburg ist ein d" bastHn: Musikant vor Hunger gestorben. Der Betreffende wurde in.helrMkenemu-, stände in den Arrest verbrächt. Der Polizist, der die Verhaftung vornadm.

vergaß den Mann. Nach ächt Tagen wurde er todt, vor Hunger gestorben, im Arrestlokale aufgefunden. Der Polizist wurde verhaftet. ?aurn. München. Der Stadimagistrat

unterhandelt zur Zeit mit der Mün chener Trambahngesellschaft. um auf sämmtlichen Trambahnlinien den elekirischen Betrieb einzuführen. Oberlandesgerichtsrath Otto Merk vom Landgericht München II wurde neulich Morgens todt in seinem Bette aufgefunden. Ein Schlagfluß hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Während einer Aufführung von Göthe's Faust(2. Theil) stürzte im Hoftheater Fräulein Borchers. welche den Euphorion gab. rücklings auf der Bühne von einem Felsen herab. Aeußere schwere Verletzungen wurden bei der Dame.die .sofort in ihre Wohnung gebracht wurde. nicht festgestellt. N e u m ll h l e. Beim Manipuliren mit einem geladenen Revolver wurde dahier der ledige Fabrikarbeiter Lämmermann von einem verheiratheten Fabrikarbeiter aus Unvorsichtigkeit erschössen. Nürnberg. Wegen Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche unter den Schweinen ist der hiesige Viehund Schlachthof für Handelsvieh geschlössen worden. Schlachtvieh darf eingebracht, aber nicht abgetrieben werden. R e g e n s b u r g. Der Lehrer Michael Roller von Weltenburg, der sich als Verwalter des Raiffeisenvereins mehrfache Unterschlagungen hatte zu Schulden kommen lassen, wurde unter Einrechnung einer einjährigen Gefängnißstrafe, die er wegen fahrlässiger Tödtung zur Zeit in Amberg zu verbüßen hat. zu ein Jahr und einem Monat Gefängniß verurtheilt. Schweinfurt. In KLtzberg wurden in einem Strohhaufen versteckt die aus der dortigen Pfarrkirche ge stohlene Monstranz und Kelch gefunden. Die Kirchenr'äuber sitzen schon hinter Schloß und Riegel.' vksinpfal,. E d e n k o b e n. Der des Mordes an der Lehrerswittwe Heupler inEdenkoben verdächtige Winzer und frühere Gendarm Schäfer hat jetzt dem Untersuchungörichter ein umfassendes Geständniß abgelegt. Darnach hat er die alte Frau in ihrer Wohnung mit etnem Stück Holz erschlagen und das vorhandene Baargeld geraubt. Sein Schwager, der. im Verdacht steht, das geraubte Geld in Verwahr genommen zu haben, wurde ebenfalls verhaftet. Der zeitweise geistesgestörte, 48 Jahre alte Maurer Balthasar Nist von hier wird vermißt.- Man vermuthet einen Selbstmord. C?&rttrnba Spaichingen. Infolge unvermutheter Kassenvisitation bei dem Amtsgerichts - Schreiber Holzwarth hier tratenUnregelmäßigkeiten in Führung seineri Kasse zu Tage, welche die Verhaftung desselben nach sich zogen. Stuttgart. An einem der letz ten Abende gerieth ein Brautpaar in einer Restauration beim LeonhardS platz in Meinungsverschiedenheiten, welche spater auch noch auf der Straße zum Ausdruck kämm. Plötzlich eilte die Braut fort und stürzte sich in den Leonhardsbmnnen, und ihr nach stürzte sich auch der Geliebte in den Wassertrog. Indessen gelang eö dem Bruder des Mädchens, welcher sich in Bealeitung des Paares befand, dasselbe wieder auf's Trockene zu bringen. Durch das kalte Bad war der gegenseitige Groll verraucht, und Arm in Arm begab sich das durchnäßte Brautpaar nach Hause. S u l z b a ch a. M. Der Soldat G. Schock, welcher in ..seine Heimath Neufürstenhütte beurlaubt war und nicht rechtzeitig in seine Garnison nach Heilbronn abreiste, schoß sich, wahrscheinlich aus Furcht vor Strafe, in die Brust und liegt nun schwer verletzt zu Hause. Ulm. Beim hiesigen Grenadiergiment auf ' der Wilhelmsburg sind weitere drei Fälle von Genickstarre vorgekommen, im. Ganzen bis jetzt sieben Fälle. Hiernach zu schließen, muß eine bestimmte Ursache in der Kaserne für die Epidemie vorhanden sein. ' W e l z h e l m. Dieser Tage brach tm benachbarten EberhardSweilerFeuer aus. Zwei Scheunen brannten bis auf den Grund nieder. . Ein, WohnHaus, dem Bauern Albrecht gehörig, konnte noch gerettet, werden Kinder, die mit Zündhölzchen spielten, haben den Brand verursacht. Ooftvii Karlsruhe. Hier wird ein Reform - Gymnasium errichtet werden, welches den Bestrebungen des allgemeinen deutschen Schulreformvereins entsprechen soll. Die badische Regierung wird der neuen Schule auf allen Stufen genau dieselben Berechtigungen verleihen, wie sie die schon bestehenden höheren Schulen besitzen. Der Ingenieur und Professor an der hiesigen Baugewerbeschule, Raimund Henneberg, wurde, von einer Reise aus Italien zurückkehrend, im Schnellzuge zwischen Malsch und Karlsruhe vom Schlag getroffen und war sofort todt. M o s b a ch. Unter den Rehen der benachbarten Gemarkung Unterzimmern ist eine Lungenseuche, auögebrochen, die dieses Wild massenhaft zum Sterben bringt. Schon 53 dieser Thiere wurden todt im Walde gefunden. Ofterö heim.. "Der ledige David Mury wurde von zwei Jnfanteri sten auf der Straße dahier durch Mefserstiche gefährlich verletzt. Sandhausen..' Die Gebrüder Mayer inMannheim. beabsichtigen, hier eine Anzahl Arbeiterwohnungen . zu erbauen. S ch o n a ch. Der ledige 56 Jahre alte Uhrmacher Johann 'Kienzler fiel in einem epileptischen Anfall mit dem Gesicht in eine Pfütze und erstickte. ' iSteinsfu rt h... Landwirtb Beter Reiter stürzte m seiner Scheuer aus 'i1 jtirj.;. - Ä" ! i. j i i oeiracyillcyer zgoye yerao uno veriegle sich bedenklich. .. . . 1 .

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