Indiana Tribüne, Volume 19, Number 226, Indianapolis, Marion County, 3 May 1896 — Page 5

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lnser groszer Feind.

Krankheit unser großer Feind und wie ihn zn bekämpfen. Die Ursache von Krankheit und der richtige Weg dieselbe zu curiren. Wo hat Krankheit ihren Ursprung ? Hier lit er anaeaeden : Der wirtliche Sitz oder der Ursvrung aller rankhttt ter inneren Organe sind bit sym patbetlsHen Nerven. Der beste und schnellste Weg wieder gewnd zu w?rden ist der, d'e symvatyetischen ?!erven zu eunren, in denen dle Ursache liegt. Was sind die symv tthtischen Nerven ? Dieselben sind ein außerhalb ds Rücken marl ,lch hin;iehe:.ds hstem von Ne 'ven, Die jroar mcht direkt mit dm Gehirn, so, der lediglich mir dem x'iaqen, der Levir, den viit ren urd alln h it ptfächiissten inneren Oranen m Verdindu'-q st.yen Ehe Dr. Schcop sen Studium dieser 9fcr ven regann. war beten Vorhandensein allge mein nur wenia be'an'.kt. Zu dieser Zkir war jedoch die Beschaffen heit Ui menschlichen Körpers überhauvt noch wenig bekannt, mit mehr, als zur Z' it da Varvey die läinuiotion des Blnte entdeckte, und genau so verh'elt es sich zur Zeit, da Dr. Echo?p dle'e symvathfwchen Nrven einem speziellen Ltusium unterwarf uii tt schließ !ich ebenfalls durch eine Entdeckung dkl:hnt wurde. Der gensnn! ölrzt entd ckke, daß die syn palyemch'Zn ölrrven Ziranl?ete', controlllren. d.ß diese.ben der Hauplsitz aller Krankheiten der innere:: Organe lins. Dies wir cme sehr wichtige En:deckung. Krankheit ist unser Feind. Unser örper ist eine Fcstng, welche der selbe bestürmt. Die Natur hat unzweifelhaf' die sdmpathe tlschm Nerve zu uns-rern Peltheid'gungs mittet gegen Krankheit be.'ii'nmt, indem wenn diese Nerven in richiigem Zstnke sind, un fere Gesundh.it gesichert ist. Wenn dieselben rkrankt sind, müssen auch wir krank b l e i b e n, bis diese Nerven wieder gesund sind. Wie erkranken dieselben ? Hauptsächlich durch unsere eigene Schuld oder Unachtsam'eit. Wir leben nicht richtig. Wir überanstrengen die sympathetische Nerven. Wir essen oder trinken zu viel ; essen ungesunde Speisen und tri, ken ungesunne Ge kränke. Wir athmen unreine Luft ein. Wir arbeiten zu hart. Wir verschaffen uns nicht genug Bewegung. Alle die e und noch viele andere Dinge greifen unsere fvmrathenschen Nervea an und schwächen dielden. Wenn dise Nerven geschwächt sind, so sind Magen, Leber, Nieren nnd alle anderen durch dieselben controllirten Organe auß.r Ord nung. Wir werden krank. Dr. Schoop'S Wiederbereller ist ein Heilmittel, welches speziell für oiefe Nerven praparirt wurde. Wenn wir sicher sind, daß un er Ar;t die sympathetischen Nerven richtig curiren kann, so sollten wir zu ihm gedrn. Wenn.nicht, sa)ird Dr. Schoop'S WiederHersteller sicher für unseren Fall geeignet sein. Ein Mann, wllchcr e:re Sache zu leinem speziellen, eiagebenden Studium macht, muß naturgemäß n.ehr von dl.ser Sache verstehen, als das Pavlikum im Alleme?n:.i. DuS diesem & unde kennt Dr. Schocp die sympathetischen Nerven vollkommen. Er hat dieselben für eine Reihe von Iahren gründlich stndiit uns viele Jahrs l,ng der medizinischen Prars rbelegea Da) Resultat dieser Studien und Praxis ist seine Präparation Wiedereerst.ller. Derselbe curirt, wenn andere Mi,tel vers gen, indem er direkt auf die Wurzel der Krankheit einwirkt. Er wird I ich curiren. Ehronifche Krankheiten, welche fchon län gere Zeit bestanden, verschwinden beim Ge brauch von Dr. Schoop's Wiederherstelln wie durch Zauber. Krrnkheiten, welche andere Aerzte schon seit Jahren zu kariren versuchten. Krankheiten, welche für unheilbar erklärt wurden. Worin besteht diestS zauberhafte Geheimniß? Einfach in richtiger Behandlung der sym pathetischen Nerven. Einfach in der Cur der KrankheitS-Ursache, der Wurzel des Uebels. Einfach im Zurückkehren zur Natur us eingewurzelten Gewohnheitm unnatürlichtr und unwissender Behandlung. Wissenschaftliche Einfachheit. Weiter nicht. Dr. Schoop's Wied.rhersteller kann von irgend einem zuverlässigen Apotheker zu $1.00 per Flasche bezogen werden oder wird nach Empfang des Preises prr Erzreß portofrei an irgend eine Adresse versandt. Q.n interessantes Buch, welches nähere Einzelheiten betreffs der sympaheti'chea NerNerven und Dr. Schoop'S Wiederhefteller enthält, wrd auf Verlangen frei gesandt. Man schreibe an Dr. C. I. Schoop, Bcx Y 442 Racine, Wis. Turner Bau- und Spar-Verein Capital. $1.000.000.00 NO. 2 Office im Versammlung, ircrren: Alb. E. Metzcer. Präsident H. LOUIS Sl ELKEN, Vlce-Pr$. Abmin Bohm, Secrstar Carl H. Liebes. Schatzmeister Theo. Stempfel. GO.VÖNNBGUT. HlBM. SlELKEX. C Ehlekt. J. CSO. MUELLEH. PEITSCHEN HAIS JEDEN SAMSTAG ABEND Bietet sichere Anlage fuer Ersparnisse. Vermittelt guenstige Anleihen. Actien werden ausgestellt auf kioo. 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RIALTO

SizmthöOtt

Der Prinzenranv. Erzählung von Hcnrictta BeauchampZ.

Man breitete den scharlachrothen Läufer über den Perron und stellte zur besseren ZurückhaUung der Menge die beweglichen Barrieren zurecht. Die Stiefel der Inspektoren waren bis zu einem fast unnatürlichen Grade des Glanzes gebürstet, die kleinen Lampenanzünder erschienen mit Gesichtern, die man, alles in allem genommen, fast rein nennen konnte. Mit einem Wort: Charing Croß übertraf sich Heute selbst! Was giebt's?" fragte ein unterer Bahnbeamter den anderen. Fürstlichkeit!" erwiederte dieser kurz. Fürstlichkeit, die zum Continent geht. Ich wünscht', ich könnt's auch." Der Erste piff nachdenklich eine patriotische Weise und schüttelte sich leicht. Ich will nur hoffen", sagte er. Mi nicht dieselbe Geschichte passirt. die sich zutrug, als der junge Prinz vonDings da nach England 'rüber kam. Hörtest Du davon?" Ich hör' nie etwas." sagte der Andere übellaunig. Ich hab' mehr zu thun, als Geschwätz zu hören." Ich will's Dir erzählen, wenn Du es hören magst." Er schob sich dichter an den Kameraden heran und erzählte. Der Wagen fuhr zu guter Zeit an der Station vor. ein einziger Vertreter der Gesandtschaft folgte gleich darauf in einem anderen. Der erwartete junge Prinz wollte im strengsten Jncognito London einen Besuch abstatten, es war sein Wunsch, daß bei seiner Ankunft nichts geschähe, was an Ceremonie!! erinnere. Er kam auch mit dem gewöbnlichen Personenzug von Dover. Gerade unter der großen Glocke standen zwei Männer im Gespräch mit einander. Du magst mich 'nen alten Esel nennen. Wenn's mißglückt Jim! der alte Bob Creamo sagt: es sei so sicher, als m Of w c 1 wenn er 1H0N iu,uuu Psuno ?lerung in der Tasche hätte!" Da fuhr em anderer Wagen vor der Station vor. Ein alter, alattrasirter Kutscher, dessen Rock etwas zu weit für. seine Figur war, saß aus dem Bock. Im Fonds saß ein junger, elegant gekleidete? Herr mit stattlichem Schnurrbart. Das ist er! Siehst Du ihn auf dem Bock Das ist Bob Creamo! Geh! sag' ihm. daß der Prinz in einem Coupee an der Spitze des Zuges ist. Ich werde den Leuten auf dem Bahnsteig sagen, er müßte am Ende sein." Was kriegen wir. alter Bursche, bemerkte der mehr pessimistische Jim nachdenklich, wenn das Ding schief geht, hm?" Weiß nicht. Norris! Hab' noch rne eine Rolle in solchem Streich übernommen. Ich denk aber, es kommt nicht hoch. Sie sagen, sie woll'n ihn nicht umbringen." So sagen sie", meinte Norris. sich bedenklich hinter den Ohren krauend. Was sie haben wollen, sind 10.000 Pfund Sterling. Geh. sieh nach der Tafel, wann der Zug fällig ist!" Mr. Norns that es und kam mit der Meldung zurück, daß er in fünf Minuten einlaufen müsse. Gut", sagte der Andere. Ich will nun Bob im Auge behalten, achte Du auf des jungen Burschen eigenen Wagen. Wenn er sich nur vom Empfangssalon fernhält, haben wir gewonnenes Spiel. Wir folgen ihm dann in einem Hansom. Das ist der Plan, nicht?" Das ist der Plan, Alter". Die Beiden trollten sich vorwärts. erfüllten die übernommenen Pflichten, und der Wagen der Gesandtschaft fuhr an das Ende der Plattform. Der einlaufende Zug dampfte jetzt über die Brücke und fuhr langsim in denBahnHof em. Aus zedem Waggon stiegen Reisende. Gepäckträger stürzten sich 2uf Koffer. Plaids und Reisetaschen, um sie mit ihren Besitzern in Cabs zu packen. Der von Bob Creamo gefahrene, vornehm aussehende Herr mit dem stattlichen Schnurrbart stürzte beim Anblick einer jugendlichen Gestalt mit aristokratischen Zügen, die aus einem Coupee erster Nlasse in der Zront des Zuges stieg 'und sich etwas hilflos umsah, vorwärts, den Hut in der Hand. Pai ici, votre Altesse, s ll vous platt." Beide schritten zum Wagen, stiegen ein, die Thür wurde geschlossen, und Bob Creamo dies war wohl kaum Der wahre Name des sonderbarenKutschers fuhr schnell aus der Station. Die beiden Männer, die vorher unter der Glocke mit einander gesprochen, sprangen schnell in ein Hansom und folgten dem ersten Wagen, den Ausdruck höchster Zufriedenheit auf ihren biederen Gesichtern. Nun. das muß ich sagen, ick sah keinen Prinzen aussteigen. Herr",' sagte der'Constabel zu dem Attache, der !n dem Wagen der Gesandtschaft gekommen war. Vielleicht ist er allein zum Hotel spaziert." Der Attache sehr aus der Fassung gebracht, erklärte, daß er dasnicht für wahrscheinlich halte, denn der Prinz habe von Dover telegraphirt. daß er kommen würde. 'Seme Koffer sind imGepäckraum." sagte der Stationsinspector, aber wo ist Er?" Da dies gerade der Punkt war, über den die Anderen im Unklaren waren, erkolate natürlich keine Antwort, Er kann nicht wie man sagt in der Luft zerflossen sein", meinte der Stationsvorsteher mit weiser Miene. Sie thäten am besten, zu dem Hotel zu fahren, Sir, um zu sehen, ob er dort ist, und dann zurückzukommen." Der Attache der Gesandtschaft, jetzt in großer Erreauna und ärgerlicher,

va er iah. daß das Verschwinden oeö

Prinzen ihm Arbeit gebe, stürzte zu Fuß davon. Bald kehrte er athemlos zurück. Nremand ist da!" rief er. Seine Hoheit der Prinz ist nicht angekommen. weder er. noch sein Kammerdiener! Seine Hoheit ist verschwunden!" Well, ich will gehängt sein, wenn er da ist!" murmelte der Jnspector. Streng genommen, meinte tt es nicht im Ernst. Die Extrablätter der Zeitungen erschienen mit den in Riesciilettern gedruckten Ueberschriften: Raub eines Prinzen. Vermuthetes anarchistisches Complot". Sie enthielten natürlich die übertriebensten Berichte des außerordentlichen Ereignisses, um so mehr wurden sie schnellstens gekauft und verschlungen. Die Köpfe der Straßenhändler ragten aus einem dichtm KnäuelKauflustiger heraus, die Zeitungen wurden geradezu belagert, kein anderes Gesprächsthema war mehr erlaubt in guter Gesellschaft. Ein vollständigesHeer Interviewer stieg zur Station hernieder und fragte Jedermann aus, der mit der dunklen Angelegenheit wirklich oder vermeintlich in Verbindung stand, vom Stationsvorsteher bis zum Lampenjungen herab. Ein kleines Bataillon Gelezenheits - Photographen nahm den Ort der That von jedem nur denkbaren Punkt auf. Im Hotel erfuhr man nichts und dies war unter den berichteten Umständen nicht erstaunlich , noch weniger erhielt man auf der Gesandtschaft beruhigende Auskunft, aber die geduldig dort vor der Thür Wartenden versicherten mit geheimnißvollen Mienen: daß eine schwereMenge Depeschen dort eingegangen sei", und diese Thatsache allein, mit Ausführlichkeit und der solcher Sache gebührenden Wichtigkeit behandelt, gab schon 20 39 Zeilen in denMorgenblättern! Endlich gingen Alle gegen 10 Uhr Nachts nach Hause. Es war um 11 Uhr desselbenAbends. daß einer der beiden Männer, die am Morgen dem Wagen des Prinzen gefolgt waren, zur Station zurückkam und sich wieder unter der großenBahnHofsglocke aufstellte. Zwei Minuten später gesellte sich Jnspector Brading von der New Scotland - Abtheilung, mit seidener Mütze und weißer Atlasschleife, zu ihm, gemächlich eine dicke Cigarre rauchend. Kommt herüber ins Bureau. Norris", sagte er. als er seinen Mann erkannte, wir können dort unsere Angelegenheit in Ruhe bereden." Nein. Nein! Nicht ins Bureau. Wir können's hier abmachen. Mr. Brading. Sie erhielten mein Telegramm?" Ja." Mr. Norris sah sich um und schwieg eine Weile. Dann blieb sein Blick aus Inspektor Bradings unbeweglichem Gesicht haften. Wenn Sie's der Mühe für werth halten," spracht?, so kann ich so kann ich Ihnen genau mittheilen, wo Nun? Nun?" Wo zu dieser selben Stunde der vermißte Prinz ist." Wie? Was?" schrie Jnspector Brading, große Bewegung verrathend. Ist das wahr?" Gottes Wahrheit!" betheuerte Mr. Norris. fromm gen Himmel schauend. ' Ich will Euch was sagen, Norris. Wenn der Prinz wirklich in den Händen von einigen Eurer Gattung ist. und Ihr könnt mich zu dem Ort führen, so will ich dafür sorgen, daß Ihr 'ne ordentliche Belohnung kriegt." Abgemacht!" sagte Mr. Norris Ich will nichts zu thun haben mit diesen rothen Schuften. Sie treiben's zu arg! Ja, sie treiben's zu arg. Sie wissen kein Maß zu halten, nein, das wissen sie nicht!" Und werden schwer bestraft dazu." bemerkte Jnspector Brading nachdenklich. Das mein' ich auch Nun hören sie! So hat sich's zugetragen!" Und Mr. Norris, während der ganzen Zeit nervös - unruhig um sich blickend, erzählte seine Sache mit allen Einzelheiten: Wie einige italienische Anarchisten in Bathstreet, Clerkenwell, beschlossen hatten, einen Prinzen zu entführen, gleichviel welchen, wie sie sich geeinigt hatten, gerade bei diesem den Versuch zu wagen, wie sie ihre Maßregeln getroffen, wie alles so glatt gegangen und so gut ausgeschlagen, wie der Prinz nun in einem nicht zu angenehmen Hinterraum in Bathstreet saß, sorgfältig von den in die Affäre verwickelten Gentlemen bewacht. DieMeinung des ausgezeichneten Mr. Norris ging dahin: daß sie den jungen Bur-schen-dort für eine Woche oder zwei halten wollten, um dann ein schönes Stück Geld zu fordern. AB Lösegeld?" Genau so. Als Lösegeld." Diese sehr extremen Burschen seien zum Aeu ßersten entschlossen, und erlangten sie kein Geld nun so werden sie arbeiten". Mr. Norris nannte die Namen, gab die Adressen an. aab alles an. was er wußte, und Jnspector. Brading trug alles in ein kleines Taschenbuch ein. Nun, also", sagte Mr. Norris. erwartungsvoll die Lippen spitzend, .was bekomm' ich?" Der jnspector wandte sich um und winkte emem Mann, der sich w ziemlicher Entfernung von ihnen gehalten hatte. Ihr braucht den Mann hier nicht gerade einzusperren, Perkins", bemerkte er. Nur haltet ihn in Gewahrsam gerad' für eine Stunde. Gebt lhm auch ein Glas oder zwei!" Mr. Brading". sagte Mr. NorriS mit gekränkter Miene, ist das dieArt, wie' "

Und wenn Ihr mich in 'ner Woche besuchen wollt, so werde ich vielleicht auch noch ein Pfund oder zni fürEuch übrig haben." Ein Pfund oder zwei" schrie Mr. Norris klagend. Nach alledem, was Aber denken Sie dock! Ein Vrin,,

reist und wird gestohlen und ich komme und macke .bnen Mittbeiluna. und Sie. Sie sprechen von einem Pfund oder zwei! Und s'ist ein Prmz, oeoenken Sie. ein köniolicker Nrinz. und sie kommen und bieten mir 'ne Bagatelle wie em Pfund oder zwei ! ! Scremt mir," sagte mit wachsender Bitterkeit Mr. Norris daß Prinzen ungewöhnlich billig sind heutzutage." Nun seht mal, Norris". sagte Inspector Brading von der New Scotland - Abtheilung in entschuldigendem Ton, dss Ding liegt so: Euresgleichen kommt immer zu spat mit seinemZeug! Was Ihr sagtet, wußten wir alles schon vorher, und darum ließen wir den Prinzen in Cannonstreet aussteigen und friedlich mit der Untergrundbabn ankommen. Das Vllrsckcken. das EureFreunde nachBathstreet schleppten, itt Jnjpector Peron, der sehr sprachenkundig ist. und wenn er nur für ein paar Stunden seine , Augen und Ohren braucht, ei, so " Ah!" sagte Mr. Norris. sich mit dem Rücken seiner Hand an die Stirn schlagend. Hol's der Teufel! Hol's der Teufel!" Hier endete die Erzählung des GePäckträgers. "Die Menge an den Barrieren reckte jetzt ihre Hälse und stand sich gegenseitia fast auf den 5Zeben. um. wenn , S I 1 "W f w auch nur für ein Secunde, einen Blick aus vie abreisenden Fürstlichkeiten zu erHaschen. Die Lokomotive des Zuges gab einen kreischenden Vfiff. stiek in majestätischen Wolken den Dampf aus, und der Zug verließ langsam den Bahnhof. Die Revorter notirten die Namen des mitreisenden Hofstaates, mit yestlgen Versuchen, dieselben möglichst falsch zu schreiben; loyal gesinnte alte Damen, die in der Erreauna des wichtigen Augenblicks auf die Barrieren aestieaen waren, fächelten ibren erhinten Gesichtern mit dem Taschentuch ust zu. Wie in der Welt stellst Du's an. solche Tricks" aufzuschnappen," meinte der dem erzählt worden war. neugierig. Weiß der Teufel, ich erfahre nie dergleichen!" Ab!" saate derErzä'ble? mit schlauem Blinzeln, das feinem Gesicht einen gan' besonderen Ausdruck verlieh, das mochtest Du wissen? he?" ?ie Zlilchternhettsprove. Am Stammtische beim rothen Apfel dreht sich das Gespräch um Afrika und es wird von allen Seiten lebhaft über die Gebräuche und Sitten der dortigen Völker debattirt. Da mischt sich auch Herr Bliemchen, der vor längerer Zeit an einer afrikanischen Expedition theilgenommen hat, folgendermaßen in das Gesprach: De geehrden Herrschafden wern Sie wohl geschdadden, daß ich ooch een kleenes Werdchen mit dreinrede un' mir an der inderessanden Debadde bedheil'che. Ich war Sie nämlich ooch'n mal in der angenehmen Lache, bei verschiedenen afrigan'schen Nadurvelkern berseehnlich vorzeschbrechen un' sammelde Sie bei dieser Gelechenheid inderessande Erfahrungen. Nu' is' Sie awer de Guldurschdellung der Afriganer in gemessen Gechenden keeneswechs so unbedeldend, wie mer allgemeen m Eiroba annehmen dhud un' mer findet Sie heifig allbegannde eirobäische Sidden un' Gebreiche vor. So war 'ch Sie zum Beeschbiel Heide vor zwanzich Jahren mit meener Egsbediziohn m Noango, eener kleenen Schdadt an der Wesdgisde von Afriga, un' heerde zu meenem greeßden Erschdaunen, daß daselbsd vor nich langer Zeid eene neie, wunderscheene Universidäd for de Emgebohrenen gegrmdet ivorden war. Nadierlich hadde ich Sie schon rn een baar Dagen de Bekanndschaft der dord'chen Schdudenden gemachd. denn de scheene Schdudienzeit von Leibz'ch lach mer noch in allen Gliedern. Ich gann Sie versichern, meene geehrden Herrschafden. dass de afrigan'schen Schdudenden dorchwechs flodde 'un' freehliche Gesellen sin' un' mer soffen Sie zesammen so manchen Hegdolider Lowenbrau in der Kneibe zum goldenen Schagahl. (In" Noango dringd mer Sie nämlich keen annereö Bier nich.) Mer sangen derzu de scheensden Burschenlieder un' hielden eenen Bier schwefel nach m annern (nadierlich m afrigan'scher Schbrache), daß es eene helle Freide war. Eenes scheenen Dages nu' saßen mer ooch so gemiedhlich bei'm goldenen Schagahl un' kneibben Sie brächdig d'ruff los. , Das Bier war famos un' bald war ooch de ganze Dischgesellschafd in eener gehobenen Schdirnmung. Da fiel mer bletzlich een alder Schdudendenulk ein, den mer,. als 'ch noch in Leibz'ch schdudirde, so osd deranschdalded hadden. Ich schdand soford uff, globbde an meene GogoSnuß schale (denn Gläser hadden vier nich) un' sachde: Meene kudesten Herren! Bei uns in Eiroba bflegd mer, wenn Sie de Schdimmuna een bißchen heiderer is, eene kleene, Nichdernheidöbrobe ze veranschdalden. Mer versuchd Sie zum Beeschbiel uff eener Diehlenschbalde oder uff eenem Greideschdrich in der Schdube schbaziehren ze gehn, un' wer das nich' gann, zahld 'n Debbchen!" Ich wollde weider schbrechen, da fiel mer zu meenem großen Schrecken ein. daß es in den asrigan'sehen Wirdhsschduben keene Diehhn nich' gibd, un' daß de afrigan'schen Wirdhe ooch keene Greide führen, weil se nich umschreiben dhun. Schon wolld' ich mich heeflichst endschuld'chen, da rief een bemoosdeS Haubd aus de? Runde: Bravo, aldeS Haus! Diehlen un' Vreide bam mer wohl nicb.'awn

mer ham 'was Besseres!" Un' eh' ich mer'sch versah, schdirmden alle bei der Dhiere hinaus in de mondhelle Nachd. Ich, gans verbliffd un' erschrocken, renne nadierlich hinden nach un' sehe, wie de Gerle. nachdem se een kleenes Schdickchen gelaufen sin', Hald machen un' da fällt) mer'sch oock

schon wie Schubben von den Oogen un' ich schlache mer vor'n Gopp' , denn nich zwanzig Schridde von der Ztneive zum goldenen schagahl gehd Sie ja der Äegwadohr vorieber, un' oeidlich sieyd mer Sie tm hellenMond schein de lanae schwarze Linie sich bin ziehen un' in der Dungelheid nach un' nach verschwinden. Un' richdig! Da buboden Sie de lebenmebdchen Bur sehe ooch schon im Mondschein uff 'm Äegwadohr 'rum un' wollden sich vor lauder Lachen ausschidden. Ich dhad Sie nadierlich gleich mid un' mer hadden de längsde Zeit unsern Schbaß an der Sache un' jeder mußde sei Debbchen zahlen." Sie aennen d'raus endnehmen. meene Herren." schloß Bliemchen seine Erzählung, daß mer ooch m Afriga gemiedhliche un' humorisd'sche Leide findet, un' daß schbeziell das Schdudendenleben am Äegwadohr ebenso endwiggeld is, wie in Jena oder Leibz'ch." Scharfes G 'schau. I woaß Dir an Jaga, Is g'wachs'n wie a Baam, Hat Aug'n wie a Habicht, Der sicht ma glaabt's kaam 7 Vom Hoamgart'n abi Auf d' Frauenthürm' g'wiß ! Und sagt dir auf's Tüpfei, Was d' Uhr drunten is! Do' des Seltsamst' is des: In mei' Herz hat er g'spitzt, Und g'sehg'n hat er aa glei' Daß er selber drinn sitzt! Plappermäulchen. Tante (auf Besuch): Ich habe einen schrecklichen Appetit. Sag' 'mal. lieber Otto, wann eßt Ihr aew.öhnlich m Mit tag?" Der kleine Otto: Um zwölf Uhr; wenn aber Besuch da ist. wten wir immer, bis er wieder fort ist." Ah so! Sehen Sie diese Schönheit dort? Wegen der haben sich schon Drei erschossen." 5- Weil sie sie nicht bekamen?" Nein! Sie waren mit ihr verheirathet!" Der liebenswürdige Schwiegersohn. Schwiegermuttev: Mein Mann hat heute davon gesprochen, daß er auch das Telephon anlegen will." Schwiegersohn (erfreut): Das wäre reizend; dann brauchtest Du ja gar nicht' mehr so häufig herzukommen. Mama!" Gemüthlich. Gast: Herr Wirth, der Ochs, von dem ich mein Beefsteak bekommen soll, wartet wohl noch auf das Geschlachtetwerden?" Wirth: No san S' z'fried'n. da warten S' halt zu Ziweit!" Beim Examen. Professor der Chemie: Wie hat man sich bei der Prüfung eines Weines auf Glycerin zu verhalten?" Candidai: Man versichert sich gegen Unfall, verdampft hierauf den Wein zur Trockene und setzt Salpetersäure zu. wodurch sich Nitroglycerin bildet, und nähert sich nun diesem mit einer Flamme. Erfolgt eme Explosion, so ist der Wem gefälscht und der Chemiker in's Spital zu brinaen!" un . . Kalamazoo, Mich., iß wegen sei nes Sellerie berühmt ferner als die Heimath von ThoS. Slater, dessen Anzeige auf Seite 10 erscheint.

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Ifeste'lttarnna ist I w - - - - WZ ;! bemerkte einst einer unserer fnr Oittk.- Qifli CW;ft

vuti iumtl 4.UUU .fllll VVl. StyilUlJO. 19 IUJ ClUl ClUCU lülU) tigen Fall vor Gericht vertrat, erinnerte ich mich an die Wotte meines Arztes, daß Johann Hoff'scheS MalZ'ßltrakt der einzige wirkliche Ersatz für feite Mhrung sei. Ich nahm dattn jeden Mit. tag eine Flasche diese köstlichen Stärkungsmittel. Ich fand, daß es mich mit Wärme und Kraft durchdrang. Da dumpfe Gefühl der Schwere und der durch eine überreiche Mahlzeit hervorgeru. fenen schläfrigen Abspannung stellte sich nicht ein und ich war rm Stande, schneller und energischer zu kalkulieren und zn plai. diren. Als in jeder Beziehung zuträgliches Stimulanzmittel behauptet das ächte Johann Hofj'sche Malz-Extrakt den ersten Nang." Man Verlange da? öchle Sofia,, Hsff'scht Malz.Extrak,

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