Indiana Tribüne, Volume 19, Number 226, Indianapolis, Marion County, 3 May 1896 — Page 4

Fndiana Tribüne.

Erscheint Täglich und Somttagv. Die tägliche Tribüne- kostet durch den 1 Cents per Woche, die eonntagS.Tribüe'I Cent per Woche. Beide infam 1 Seutl de, SS Gents per ,nt. Per Poft auberhalb de, tdt ,ugeschit U oraubt,hlung V pei Lahr. onun 18 Süd kllabama Straße. Indianapolis, 3nd., 3 Mai 1896. Sonntags PKuSerei. In einer Zeitung lese ich Folgendes: Und j tzt kcn mt eine Nachricht aus dem Gebiete der Mode, die nicht die Damen, sondern die Herren betrifft. Der hohe Hut gilt nicht mehr. Der Prinz von Wales hat aufgehört, ihn zu tragen. Daraus folgt die Verpflichtung, daß kein Anderer ihn tragt. In diesem Punkte, darf man dem Beispiele des rothen Eddie folgen. Der hohe Hut ift noch lächerlicher alS der Schinkenarmel. In diesem Windbeutel steckt doch wenigstens ein Frauenarm und wahrscheinlich oft ein recht hübscher. 3n einem hohen Hute aber steckt nichts und darunter häusig auch nichts. Als Kopfbedeckung war er ganz besonderS verfehlt, schwer, unbequem und kostspielig, mußte man beständig die Augen offen halten, um ihn vor Leulen und Rissen zu bewahren. Seinen Dahingang würde Niemand bedauern." Wer weiß ? ES mag ihn so Mancher bedauern, der gerne über die Menge hervorragen möchte und dazu kein anderes Mittel weiß alö daS Tragen eines solchen HuteS. Ich mag die hohen Hüte nicht leiden, sie machen auf mich den Eindruck' der Raum- und der Materialverfchwendung und mir erscheint eS lächerlich, einen solchen Schlot nennt man ihn in Süddeutschland zu tragen. Der Berliner nennt ihn Angströhre; warum weiß ich nicht. Aber da dem Berliner Janhagel daö Eintreiben der hohen Hüte bei passender Gelegenheit ein besondereS Vergnügen macht, so hat bei diesen passenden Gelegenheiten der Träger eines hohen Hutes stets Ursache in Angst um denselben zu sein, und daher mag wohl der Ausdruck Angströhre kommen. Wenn ich Jemanden mit einem hohen Hute sehe, so stelle ich mir unwillkürlich die Schä'oeldecke deS Trägers als eine Wand zwischen zwei hohlen Räumen vor. Nun weiß ich ja wohl, daß daS durchaus nicht immer zutrifft, aber ich kann einmal die hohen Hüte nicht leiden, und daö hat seinen Grund. Worin dieser Grund besteht, daS will ich dem Leser erzählen, aber nur alS strengstes Geheimniß. Ich möchte die Geschichte nicht auSgeplaudert haben. Ich habe auch einmal so eine Angströhre gehabt. Lang', lang' ist'S her." ES war in jenen schönen Tagen, von denen der Dichter singt: O, daß sie ewig grünen blieb Die schöne Zeit der jungen Liebe. Weiter aber singt auch der Dichter: Mit dem Gürtel, mit dem Schleier Reißt der schöne Wahn entzwei. 3a, eS war gerade für die Gelegenheit mit dem Gürtel und mit dem Schleier, daß ich mir den Hut angeschasst hatte. (Für den, der die Poetensprache nicht versteht, will ich beifügen, daß damit der Hochzeitstag gemeint ift.) Ich hatte mir den schönften Hut gekauft, den ich auftreiben konnte, und hoffte damit Furore, zu machen ; aber der Wahn riß wirklich entzwei, denn, wie ebenfalls der Dichter sagt: Mit bei Geschickes Mächten Ist kein ewiger Bund zu flechten. Und da! Unglück schreitet schnell. Ich mußte schon am Sonntag vorher auf den unglückseligen Gedanken kommen, den Hut aufzusetzen. Unglückseliges Flötenspiel, das mir nie hätte einfallen sollen." Ich ging zu einem Vortrage, setzte mich aus den ersten Stuhl in der Reihe und meinen Hut auf den zweiten. Nach einer Weile sehe ich einen Freund hereinkommen, ich winke ihn zu mir und rücke auf den nächsten Stuhl, um ihn den Stuhl einnehmen zu lassen, auf dem ich bisher gesessen. Der Vortrag ift zu Ende, ich sehe mich nach meinem Hute um, ich kann ihn nicht finden. Da kommt mir auf einmal ein schrecklicher Gedanke, ich stehe auf und richtig, da lag der neue Hut, flach wie ein Pfannkuchen, ein Zeichen der Vergänglichkeit alles Irdischen und wiederum sah ich im Geiste einen VerS Schillers vor mir : Das ist das LooS deS Schönen auf der Erde. Staunend betrachtete ich daö me inento raori aller Hutschönheit und begriff nicht wie ich eine geschlagene Stunde aus meinenHute sitzen konnte, ohne etwas öadon zu merken. Ich

nahm die Ruine in meine Hnd, ich betrachtete sie mit Wehmuth, ich richtete sie auf, so gut eS ging und ließ am nächsten Tage den Hut so glatt bügeln, wie möglich. Aber er war und blieb eine Ruine. Ich wußte, daß eS in diesem Falle eine Auferstehung vom Tode nicht gab. Seitdem habe ich nur Blicke deS Hasses für jede Angströhre. So oft ich sehe, daß Jemand eine auf dem Kopfe hat, wünsche ich ihm in meinen Innern, daß eS ihm gehen möge wie mir mit meinem ersten und letzten hohen Hute. Wer kann mirS verdenken ? DerPlauderer. m ni m Die gestohlenen ZNanuscripte. Von Eduard Jürgensen.

Auf einer der 5000 Redactionen, die im Südwesten Berlins ihren Sitz haben, war entsetzliche Aufregung. Der arme junge Redactions secretar, welcher die Verantwortlichkeit für die richtige Aufbewahrung und Wegstauung des emgelaufenen Materials" trug, befand sich in heller Verzweiflung und zerraufte sein Rabenhaar, denn aus dem Fach' welches die Inschrift: Brauchbare Noveletten" trug, waren auf unerklärliche Weise 17 sage und schreibe siebenzehn dieser werthvollen Handschriften abhanden gekommen. Der Bureaudiener schwur hoch und themr. daß er sich in keiner Welse an dem kostbaren Gute vergriffen habe und das wurde ihm auch geglaubt, denn der Mann war schon feit vielen Jahren im Dienste der Redaction und wenn er auch wohl mal eine Cigarre oder eine ungebrauchte Briefmarke hatte verschwinden lassen, an Manuscripte hatte er sich bisher noch nicht herangewagt, denn er wußte aus der Praxis ?,ar zu genau, welchen Werth dieelben besitzen. Als der alte, im Fach ergraute Chefredacseur hereintrat, ging der junge Secretar, am ganzen Leibe zitternd, auf denselben zu und nachdem er ihn ehrfurchtsvoll begrüßt hafte, sprach er mit stockender Stimme: .Herr Doctor, ich bitte, mich nicht unglücklich machen zu wollen. Ich weih wahrhaftig nicht, wie es zugegangen ist. Gestern Abend, als ich das Bureau schloß, waren sie noch sämmtlich da und heute" Thränen erstickten seine Stimme. Aber, Menschenkind, was ist denn blos passirt?" fragte der ältere Herr wohlwollend. Der junge Mensch schluchzte, daß es zum Erbarmen war: Die Manuscripte, liebster bester Herr Doctor, die schönen werthvollen Manuscripte" Alle Wetter! WaZ ist mit denDingern?" Sie sind fort, Herr Doctor, spurlos verschwunden! Sie müssen reinweg ge ge gestohlen sein!Ueber die Gesichtszüge des alten Praktikers zog ein leises Lächeln. Hm, hm!" meinte er, sich räuspernd, glauben Sie wirklich? Na. und was soll ich denn nun in der Sache thun?- Dabei blickte er den armen Sünder scharf über seine Brille hinweg an. Ach. ich wollte Sie nu nu nur bitten," stotterte der Unglückliche, doch ein gutes Wort bei unserem Herrn Verleger einzulegen, daß er mich nicht gleich aus meiner schönen Stellung jagt. Ich bin wirklich unschuldig. Er kann mir ja den entstandenen Schaden allmählich von meinem Gehalt - Jetzt platzte der Redacteur aber loS, er warf sich mit lautem Lachen in seinen Sessel, schlug sich mit den Händen auf seine Knie und prustete dabei wie ein alter Kater. Kolossaler Witz, ganz grandioser Witz, rief er ein . Mal über das andere, nicht wahr, Sie wollten doch sagen, er sollte Ihnen den Betrag vonJhren monatlichen 60 Mark abziehen? Junger Herr, Sie haben ent schieden eine humoristische Ader, verwerthen Sie dieselbe sobald als mög-lich!-Der kleine Secretar, der in seiner Branche noch ganz neu war, blickte den Vorgesetzten ganz verwundert an. als ob er an demselben einen plötzlichen Anfall von geistiger Gestörtheit entdeckt hätte. Dieser wurde jedoch ebenso schnell wieder ganz ruhig und sprach nun in sehr beruhigendem Tone: Mein kleiner Freund, ich will Ihnen mal was sagen. Sie müssen nicht immer gleich ber jedem unbedeutenden Zwischenfall im Leben die Flinte ins Korn warfen. Haben Sir vor allen Dingen die Namen der Verfasser und die Titel von dem Zeugs notirj?" Hochaufathmend bestätigte -der- ge wissenhafte kleine Mensch, daß er alles sorgfältig gebucht habe, sogar die Zeilenzahl hatte er von jeder einzelnen Novellette bereits ausgerechnet gehabt. Na, dann ist es gut.- meinte der gewiegte Geschäfts- und Menschenken ner freundlich, dann frühstücken Sie also jetzt zunächst Ihr Glas Wasser, damit Ihre Constitution sich etwas kräftigt; soweit wird Ihr Gehalt noch reichen; und' nun setzen Sie sich mal vernünftig hin und schreiben Sie, was ich Ihnen dictiren werde.. Sie. können den Inhalt nachher auf 17 Postkarten copiren und an die verschiedenen Novellettenmacher absenden. Also los: Geehrtester Herr! Ihr Manuscript ist gestohlen! Wir ersuchen auf diesem Wege, da Sie uns doch keine Retourmarken zur Verfügung gestellt haben, um Venachrichtigung darüber, wie' ⁢ sich ; zu der Sache zu verhalten gedenken, und fühlen uns Ihnen gegenüber felbstverftändlich aus obengenannter Ursache weiter nicht verpflichtet! Hocbachtpch u. l.

Weiter nichts fragte der junge Redactionssecretär erstaunt. Nein, weiter nichts!" Darauf gingen Beide an ihre Arbeit. -Zwei Tage darauf liefen von 11 sage und schreibe elf geschä'tztenMitarbeitern 11 verschiedene, äußerst h'öflich gehaltene Schreiben ein. welche alle mehr oder weniger ein und denselben Inhalt hatten, weshalb es genügen möge, eins davon als typisch- hier anzuführen. Der kleine Redaction novize war darüber derartig erstaunt, daß ihm die Sprüche verloren zu gehen drohte, während der Chef die Dinger mit olympischer Ruhe und innerer Befriedigung herzlich lachend durchlas und nichts weiter äußerte, als: So mutzte es kommen !" Die 11 Schreiben aber lauteten ungefähr alle so: Höchstverehrte Redaction! In Erwiderung Ihrer werthen Zuschrift vom gestrigen Tage, bitte ich höflichst, die peinliche Angelegenheit doch als nicht geschehen betrachten zu wollen. Bei der übergroßen Thätigkeit, welche ich zu entwickeln gezwungen bin, und bei dem großen Jdeenreichthum, den ich täglich durch Lectüre in mich aufnehme, kann es jawohl mal vorkommen, daß mir eine Anlehnung an einen bereits früher einmal verwendeten Stoff mit unterläuft! Daß Sie nun einen solchen Vorgang noch dazu auf offener Vostkarte mit den Worten: Ihr Manuscript ist ge stöhlen!" zu bezeichnen belieben, mag ja allerdings gerecht sein, aber es ist verzeihen Sie den Ausdruck auch hart! Selbstverständlich liegt es jedoch durchaus nicht in meinerAbsicht. Ihnen deshalb auch nur die Msesten Vorwürfe machen zu wollen. Im Gegentheil ! Ich hoffe bestimmt, daß dieser kleine Zwischenfall in unseren geschäftlichen Beziehungen weiter keine Störungen verursachen möge! Seien Sie überzeugt, daß nichts Aehnliches ? wieder vorkommen wird. Indem ich noch bitte, die betreffende Novellette der Vernichtung preiszugeben, bleibe ich stets gerne zu Ihren Diensten, mit vorzüglicher Hochachtung Ihr ergebenster N. N. Die anderen 6 Versasser meldeten sich überhaupt garnicht, wer weiß, ob aus Schamaefühl oder bösem Gewissen? Auf der Redaction in Berlin BW. war an diesem Tage viel Gelächter. Sogar der gestrenge HerrVerleger lachte tüchtig mit, als ihm die Geschichte von den gestohlenen Manu-scripten-zu Ohren kam und es hätte wahrhastig nicht viel gefehlt, so würde er dem kleinen Redactionssecretär als Entschädigung für die ausgestandene Angst 10 Mark Zulage (monatlich) gegeben haben! Offener ZchreWebrief des Philipp Sauerampfer. (Copyright i3o6 by the Gertnan Press & Plate Co.) Mein liewer Herr Redaktienür!

Jeht Yen mer mit een Schlag Springteim, wer grad' so gut könnt' mer's Sommer rufe, bikohs es is so heiß.daßenHund jammert. Awer ?ekt is grad die 1 Zeit, wo mer am iesigste Kalt ketsche kann, bikohs die meiste Leit sin so fuhlisch und tschehnsche schon ihr Unnerklohs. Well ich sin schuhr, mir kann so ebbes nit häppene, denn ich weiß gut genug, daß das Wetter einige Zeit Widder tschehnsche un kalt wer'n kann. Wo mer hinguckt, do kann mer die Leit sehn, wie se ihr Jahrd uf dicke un pflanze. Ich hen diesmal arig schmart sei wolle un hen schon vor den letzte Schnee Gras gesoht. bikohs, sell is die beste Zeit. Ich hen mer plentie Sied gesehft gehatt, un hen noch von mein Milkmann en Buschelbasket voll Sied kriegt, sell hen ich mit mein Sied gemickst un ich hen of Kors die scheenste Lahn an die Stritt eckspeätet. Awer was wer'n Se denke, wie ich gefühlt sin morde! Wie mer e paar Dag warm gehabt hen, do is schon alles in mei Jahrd grien geworde. Ich hen mich gefreit wie en Schneekönig un der Wedesweiler Hot gesagt, die dümmste Bauern hätte die dickste Potehtes. Awer was wer'n Se denke, wie ich gestern in mei Jahrd komme for das Gräs zu ecksamine, do hen ich ausgefunne, daß es nicks als wie Wieds war un vom aller Kommensten tuh wo mer finne kann. Jetzt hen of Kors die Nehbersch all de Lähf an mich gehabt. Wann ich nor wißt wer mich den Trick gespielt Hot. Ich suspeckte als emol de Karlie, awer dieselbe Zeit kann ich nit glauwe. daß er so mien zu sein Vater un Pa äckte kann. Wenn ich awer ausfinne deht, daß er wirklich so en Räskel wär, wei, ich deht en Kille, uf de Spatt. Die Lizzie wqs mei Aktie is. die hol die Geschieht arig disepointed. Se Hot geschwore, daß se diesmal keen Finger jn die Jahrd muhfe debt, un wenn'S ausgucke deht, wie in e Wilderniß. Ich selbst hen mei Lewe so Arweit nit geschafft un ich gleiche enihau nit. mich zu schinde un zu truweln wann ich's orievente kann. In d e n Kehs, war's different. Wenn die Lizzie emol no gesagtchot, dann meint se Bissneß. Es war unner dene Zirkumstenzes nicks gnnerst zu .duhn, als in den sauern Appel zu beiße un zu die Jahrd zu tende. Ich hen die Kids angestellt, die Wieds all zu picke un in die Bäckjahrd uf een Hiep zu schmeiße. Ich hen Jedem en Deim geprammißt und do hen fe geschafft wie die Nicker'sch. Ich hen newe die Kohlschett e Hohl gedickt, 'wo mer all die Robbisch un die Wieds begrawe wollt. Sell war en harter Schapp und ich hen alle zehn Minute de Karlie mit den Vebl zu den Wedes

Weiler geschickt for en Drink zu hole, sonst hätt ich's gor net stende gekonnt. Ich hen e Hohl gemacht, wo 6 Fuß dies war, bikohs mer hen soviel Stoff in die Jahrd erumliege gehatt, alte Tinkanne. un verbrochene Disches un sell hen ich all aus de Weg hawwc wolle. Wie ich fertig war, hen die Kids alles do ,enei gefeiert un dieJahrd Hot ganz different geguckt. Ich hen dann ausgefunne. daß es gar keen Juhs war. das Loch so dies zu dicke, bikohs es is noch nit emol halb voll geworde. Dann hen ich gestart, Minuhr in de Grund zu duhn un ich hen genohtist wie die Lizzie hinner die Bleinds an das Fenster gestanne un mich gewatscht Hot. Ich sin schuh?, se Hot nit eckspecktet, daß ich den Weg schaffe könnt un alles in so e feine Schehp bringe deht. Awer sell war grad all, was ich gewollt hen, bikohs se Hot doch das ganze Johr zu komplehne gehabt, daß ich gut for natting wär. Ich wollt ihr jetzt emol pruhfe, daß ich noch lang keener von die schlechteste sin. Ich hen hinne de Garte fein gerehkt un hen alle Stoff, wo mer Sieds von gehabt hen gesoht; hen auch an jedes Bett en Stick gestoche un e Lehbel dran getäckt. wo druff gestaune Hot, was for Pflanze zu eckspeckte sin. Sell hen ich emol bei en reguler Gardner gesehn gehatt un es war for die Lizzie ebbes Neies. Ich hen auch gesprinkelt und hen e Latt

Wasser in das Hohl laufe gelasse. for daß sich der Stoff wo drin war fetteln sollt. Dann hen mer Sopper gehabt un die Lizzie war arig freundlich zu mich. Ich hen gewußt, daß se sell gleiche deht un wie mer mit das Sopper durch warn, do sagt ich: Well, Llzzie, hen ich gesagt, ich denke heit hen ich en Schoppe Vier geernt, ich denke ich gehe e bische bei de Wedesweiler". All recht-, sagt die Altie. steh awer nit so arig lang. Befor daß ich fort sin. hen ich den Karlie noch Order gewe, daß er un der Rest von die Gang das Loch Widder fcheen mit den Grund zuschmeiße sollte. UN wann se's so menetsche dehte, daß mer gar nicks mehr von das Loch sehe deht, dann deht jeder noch en Nickel knege. Sell Hot en gepaßt, bl kohs uf das Geldmache sin se auch schon aus, wie der Dickens uf e arme Seel. Ich sin dann in meine Schlip verscd zu den ÄZeoeZwetter un Yen e arig gute Zeit gehabt. Ich hen verzehlt, was ich alles geschasst hatt' un eener Hot's glauwe wolle. Ich sage Jhne, Herr Redackzionär ich hen ordentlich praud gefiehlt. Der WedesWeiler Hot fei Ecksperienz mit sei Jahrd verzehlt, well, der Hot awer auch gar kee Glück nit gehabt un mer hen viel gelacht iwwer sein Pech. Er Hot mich auch e gut Diel gemackt iwwer mei Grässied un ich denke keinder, daß der Wedesweiler der Schuwiak war, wo mich die Wieds unner mei Sied gemickst Hot. Ich hen awer keen Pruhf un of Kohs kann ich auch nicks 'Gewisses sage. Well, wie's Zeit war. for heim zu starte, do hen ich mei Bier bezahlt un dann ging's heim. Ich hen mich noch emol mei Jahrd angeguckt un muß sage, es Hot alles allrecht geguckt. Wie ich die Dohr ufgeschlosse hen, do kam's in mei Meind. noch emol zu gucke, ob die Kids das Loch gefickst hatte. Ich sin for den Riesen nach die Kohlschett gange un schuhr genug, von dem Loch war nicks mehr zu sehe. Ich hen mich gefreit, wie alles, nor hen ich sorter gewunnert. daß noch so en großer Haufe Grund do gelege Hot. Ich hätt was drum gewwe, wann ich aewißt hätt, mit was fe dann eigentlich das Loch gefillt hatte. Ich mache en Steppe vorwärts, do duhts uf emol en Schlag un ich sin in die Erd gesunke. Ich hen in dem Loch clege! No, no, was war do en Mott drin! Das Wasser Hot noch all drinn gestanne un ich war'n dorch un dorch naß. Mit die Hinnerfront sin ich in e Stick von e verbrochene Fruchtkanne gefalle un das Hot mich so weh gedahn, daß ich putiniehr gesehnt sin. Ob ich gehallert hen? Mehbie ich hen! Gekrische hen ich, als wann ich in e Loewegrub gefalle wär. Die Lizzie und die Kids un de Wedesweiler un die ganze Nachbarschaft is erbei komme un se hen en arige Truwel gehatt, bis ich autseit war. Das Stick Glas steckt jetzt noch in mei Miet un wann ich gekonnt hätt', dann hätt ich den Karlie gekillt. Wenn ich gefragt hab, warum er das Loch nit zugeworfe Hot. do sagt er, es wär so viel Batter gewese un do hätte se's mit e paar Lättel's un alte Pähperö gekowwert un e wenig Grund driwwer gestreut. Die Lizzie Hot gar nicks zu sage, womit ich verbleiwe Jhne Ihr liewer Philipp Sauerampfer. Der Posten Es steht ein Posten einsam Bei einem Schilderhaus; Ihn fröstelt und ihn hungert. Und rings ist Nacht und Graus. Er denkt an seine Köchin, Die. allzuschnell verliebt. Vielleicht heut' einem andern Ein warmes Nachtmahl gibt. Verlangt. Respektable deutsche Männer zur Uebernahme der Agentur für in iedem Hause leicht verkäufliche Artikel. Ersahrung nicht nothwendig, einfache Arbeit und gute Bezahlung garantirt. Jeder, der sich ein rentable Geschäft zu gründen wünscht oder sich einen guten Nebenverdienst verschaffen will, schreibe sofort für Cirkulare und kostenfreie Proben an 5 op 55 Co., 5 State, Straße, ' 5!aei. MS.

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1fr. James Kllne Hueften-Rheumatismus 15 Jaehrlg Pein und Schmerzen durch Hood's Sarsaparilla kurlrt. "Seit 15 Jahren hatte ich echrecklem Anfaelle von Hueften-Rheumatlsmus in meinem rechten Bein, Huefte nnd Ruecken. Waehrend dieser langen Zeit war es nir nicht moeglich auch nur ein Mal etwas vom Boden aufzuheben, ohne nieder Knieen ru müssen. Vorigen September wurde es so schlimm dass Ich Nachts nicht schlafen konnte. Da ich Landwirth bin, hatt ich viel zu arbeiten, und ich wurde muthlos. Zulaellig 1& ich einen Bericht yon jemanden, der durch Hood's Sarsaparilla von Rheumatismus kurirt worden war, rund entschloss mirh es tu versuchen. Nachdem ich mehrere Flaschen genommen fand ich dass mein Leiden mich verlassen. Ich fahr damit fort und habe im Ganzen acht Flaschen gebraucht und betrachte mich als geheilt. Es sind Jetzt vier Monate her seit das alte Leiden mich gequaelt hat, und es haben ich keine Symptome gezeigt, dass es Eurueckkehren wird. Ich glaube Hood's Sarsaparilla thut Alles, was davon ge tuehmt wird." Jas. Klxxe, Oaceola, Pa. Hood's Kurirt Hood's Pillen sind die bestes. SS. Denkewalter Springs. Spencer, Jndiana. eanatatium, Sneivp'sche Wafferheilanftalt. Milchkur, HSHknluftkurort, inderheilstätte und Leidend bestens empfohlen. Prospekte gratis. (tablirt 1873. JOHN ROSENBERG, sashionabler Kleidermacher. Hüte nd SftattnngK.Vrttkel. No. 196 Ost Washington Straße Lilltagömenschen. Für Nichts sich begeist. Jede Regung bemeistern. Nur nach außen sich zierlich Und immer manierlich Mit Form überkleistern! Jn vielerlei Dingen Nach Auszeichnung ringen: Frisur Toilette Esprit Etikette! Jn jeglicher Chance Behalten Balance! Jn Alles sich schicken! Mit spähenden Blicken Ten Vortheil erlauern! Nach oben mit Schauern Bon Ehrfurcht sich bücken. Um aufwärts zu klimmen Nach untenhin drücken! Im Strome stets schwimmen! Mit lächelnden Mienen Froh allzeit geschienen, Ob Sorge die Seele Und Eifersucht quäle! Sich schmiegen und fügen. Nicht mucken, sich ducken. Wie 'S-Herz -auch mag zucken! -Der Alltagsmensch zeigt sich so - Traurig und echt! O hole der Kuckuck Dies Schattengeschlecht! Politik. Er wußte zu wenig, d'rum hat man ' ty Erst aar nicht accedtirt. Doch später, mit Rücksicht auf Vaters verdienst. Als Geheim Sekretär placirt. Doch als man sich seiner entledigen wollt Da sah man verloren das Spiel: Nun mußte man rechnen aus Voli tik Mit dem Manne. Er w u ß t e z u viel! Naiv. Mit einem dreiviertel jährigen Kinde-hat man allein schon genug Arbeit und nun denken Sie sich, ich habe sechs." .Alle dreivierteljährig? NachderNatur. Herr. (zu feinem Arbeiter): Friedrich, warum vertrinkst Du denn amSonnabend auf ninal Deinen Wochenlohn? Vertheile, doch das Geld auf die einzelnen Tage, dann hast Du täglich DeinenSchnaps Arbeiter: Ach Herr; Ein ordentli cher Regenguß ist viel wirksamer als wenn es alle Tage ein bischen sprüht!Poetisch angehaucht. Jüngling: Und wollen Sie die Meine werden, Engel, Juwel?- Dame: Ich bitte was fällt Ihnen ein? Können Sie denn überhaupt eine Frau ernähren?- Jüngling: Ernähren? Himmel, mein Fräulein, wie können Sie in diesem feierlichen Moment an's Essen denken?!- iair . ThoS. Slater hat eine Botschaft für jeden Mann auf Seite 10.

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