Indiana Tribüne, Volume 19, Number 224, Indianapolis, Marion County, 1 May 1896 — Page 2

i

V

Jndiana Tribüne. Erscheint Täglich und Sountagv.

Die tägliche Tribüne- kostet durch den Träger i dtnt per Woche, die mntaa8.Xribüne"8 Cent! per Woche. Seide usamen 15 Cent der 65 Cents per Vtonat. Per Poft außerhalb de, t,dt geschickt t oraube,hlnng f pe, Ül. onui 18 CÜD rlladama Stratze. Indianapolis, Ind., 2. Mai 1896. Der Splelmann in früherer Zeit. Unter dem fahrenden Volk" des MittelalterS nahm der Splelmann den Hauptrang ein. Seine Wiege stand wahrscheinlich in Gallien, denn schon der griechische Schriftsteller Diodorus, ein Zeitgenosse Cäsars und des Au. gustus, der weite Reisen durch Asien und Europa machte, erzählt, daß er in Gallien eine mustkübende Menschentlasse. die Barden", gefunden habe, die sich ihre dem .'ob der Helden und dem Tadel der Felgen besingenden Me lodien auf lyraähnlichen Instrumenten begleiteten. Als dann daZ mächtige Römerreich zusammenbrach und die Barden" nicht mehr vor Fürsten und Helden ihre, den Sieg and die Tapfer seit verherrlichenden Weisen erklingen lassen konnten, waren sie gezwungen, von Stadt zn Stadt zu ziehen und durch Gesang und Spiel ihren Unter halt zu erwerben, wo sich Gelegenheit bot. Hierbei vermischten sie sich nicht allein mit andern weniger ansehnlichen römischen Elementen, Gauklern und Gladiatoren (joculatore3, histrionea, gladiatores), sie geriethen auch unter allerhand vagabondirendes Volk, das sich jenseits der Alpen herumtrieb. Dieses, noch völlig unbekannt mit dem Zauber, den Poesie und Gesang aus die Hörer auszuüben vermag, verwan delte. sich bald in gelehrige Schüler der gallischen Landfahrer, und so finden wir sie denn auch sehr bald vor den Hütten fränkischer Häuptlinge, die Radleier drehend und fremde eigenar tige Weisen singend. Diese fahrenden heimathlosen Spielleute, darauf ange. wiesen, sich den Unterhalt auf jede nur irgendwie mögliche Weise zu erwerben, konnten in den Mitteln zur Erreichung dieses Zweckes nicht allzu wählerisch sein. Sie führten daher ein der Würde der Kunst sehr wenig entsprechendes Dasein, und das hohe Ansehen, dessen sich die römischen Barden" dereinst er freuen durften, verwandelte sich in Mißachtung und Geringschätzung schon des halb, weil der Spielmann seine Kunst für Geld feil hielt. Mit Harfe und Rotte (Lautet), Leier und Sackpfeife zog der Spielmann überall dahin, wo Kirchweihen, Hochzeiten und Märkte Aussicht auf Verdienst und Veranlas. sung zu Spiel und Tanz boten. Nach dem Sachsenspiegel" wurden zu den Spielleuten nicht allein die Phifer, Vldler und Singer" gerechnet, sondern auch "die Puker, Springer, Scherer, Bader" und alle fahrenden Leute, He rolde und Schreier, ein Beweis, wie geringer Achtung sie sich erfreuten. Durch die Art ihrer Lieder, wie auch durch den Umstand, daß sie, um lhren Darbietungen einen neuen Reiz zu der schaffen, Spielweiber mit sich führten. insonderheit aber dadurch, daß sich ih nen fahrende Künstler und leichtfertige Klofterschüler anschlössen, erregten sie den Unwillen der Kirche in yoyem Gra de. Und wenn auch der heilige Themas von Aquino, ein Kirchenlehrer untadeligen Rufes, sie in Schutz nahm und sagte: Das Spiel ist zur Unter Haltung nothwendig. Für alle demBer gnügen der menschlichen Gesellschaft dienende Dinge können erlaubte Ge werde angeordnet werden. Deshalb ist auch das den Menschen trostbringende Gewerbe der Histrionen" an sich nicht unerlaubt, und diese sind nicht im Stande der Sünde, wenn sie Maß hal ten " so hatte doch! die ganze Spiel mannSzunft, und in ihr auch die Un schuldigen, sehr viel unter dem Makel schlimmen Rufes, der ihnen nun ein mal anhastete, zu leiden. Es gehörte also wirklich eme aroße Begelste rung für die Kunst der Töne, ein echtes. innerem Drängen folgendes Talent da zu, um die ganze Last und die Schmach zu tragen, die mit dem Spielmanns stände nun einmal verbunden war und ihm noch lange, lange anhaftete. Ueberall gewünscht und lebhast begehrt um ferner Kunst willen, bei jedem fest lichem Anlaß als Zeitverbrinaer er sehnt und umschmeichelt, war der splelmann doch ausgestoßen aus der menschlichen Gemeinschaft, verachtet und fast rechtlos. Jahrhunderte lang währte dieser Kampf gegen sociale Ver. Hältnisse und tief eingeprägte Vorurtheile, trotzdem sich die Leistungen bei Spielmannes ganz gewaltig gehoben hatten und auch seine allgemeine Bit. dung durch den Umgang mit den adtrünnigen Klosterschülern, die sich ihnen nacd der Kreuzzügen in noch größerer Zahl anschlössen, eine bessere geworden war. Er lernte durch diese die antiken Sagen, die Dichtungen der Vergangen' heit, die Legenden der Heilungen und vieles anrece mehr kennen, die er nun mit dichterischer Freiheit bearbeitete und weiter verbreitete. Wie Frankreich die Bildungsstätte des Ritterthums war, so muß es auch als die Heimath der Ro. mantik angesehen werden. Die Quelle ihrer ritterlich romanti schen Gesänge war die arabische Poesie in Spanien. Die Sieger von Toledo brachten als schönste Beute die Keime der fröhlichen Wissenschaft" in ihre Heimath zurück. Bald begann es vor allem in-der Provence von ritterlichen Liedern ,zu wiederhatten. Kunst des Findens", Erfindens (art de trobar) nannte man sinnig die Poesie, einen troWor (Troubadour) den Dichter und Interpreten. Diese ritterlichen Dichter.Sänger zogen nun von Burg, zu Burg, von Hof zu Hof, um in Ge sang und Saitenspiel die Reize der Na tur, die Jugend der Frauen und der Liebe Lust und Leid zu besingen. Auch die Äußerungen eines frischen, franken Männerlebens . fanden in ihren Liedern ein lautes Echo, ..Diese Troubadour waren jedoch -durchaus nicht immer musikalisch gebildet. Um ihre Ticbtun

gen zu 'Gehör dringen zu können, mle theten sie sich daher ost einen gewandten Spielmann, einen jongleur", der die Fähigkeit besitzen mußte, dem ihm ge gebenen Reim gleich eine Melodie anzu passen. Tiefer Umgang mit hochge stellten Personen, sowie der Aufenthalt in den Schlössern der Adligen übte ei nen hervorragend veredelnden Einfluß aus aus den in seiner gedrückten Lage wenig ehrgeizigen Spielmann. Es währte daher nicht lange, so begann der Spielmann mit dem ritterlichen Sänger zu wetteifern, und als mit dem Niedergang des romantischen Ritter thums der Minnegesang sich aus den Burgen in die friedlichen Werkstätten des Bürgerhauses flüchtete, sich also an die Stelle der Kunstpoesie die Volkspo?.

sie drängte, da war es der Splelmann, der dem Meistergesang" zu seiner gro ßen Bedeutung verhalf. Nun ward der Einfluß des Spielmanns ein immer bedeutsamerer. Nicht allein als Be? sasser der unter dem Volke bekannten und beliebten Lieder, sondern auch als Erzähler, Declamator nnd Recitator beliebter Heldengedichte, als Jmprovi sator und Sänger wußte er sich immer unentbehrlicher zumachen. Allmählich ward es nun auch Sitte, daß sich hohe Herren eine Art Hofspielmann (Fiedler oder menestrels, Verkleinerung von Minister) hielten, dem eS oblag, die Mußestunden der hohen Herren zu er heitern und deren Vorzüge und Helden thaten öffentlich zu preisen. Pipin der Kurze z. B. soll sich schon eine Anzahl solcher Spielleute gehalten haben. Diese Hofspielleute, die sich durch die Kunst ihres Spiels sowohl wie durch ein feines hofmännifcheS Auftreten aus zeichneten, erfreuten sich allgemeiner Achtung und auch vorzüglicher materiel ler Erfolge. Im Gegensatz zu ihnen fristete jedoch der fahrende Spielmann noch immer ein trauriges Dasein, ob gleich an seine Leistungen mit der Zeit auch immer größere Anforderungen gestellt wurden, Abgesehen von einem vorzüglichen Gedächtnis, dc:s eine wahre Schatzkammer der Poesie sein mußte, war er Dichter, Eomponist und Schau spieler in einer Person. Daher die alte Spielmannsregel: Wisse gut zu erfinden und gut zu reimen, wisse Trommel und Eymbel frisch zu rühren und die Leier wohl erklingen zu lassen; wisse kleine Apfel zu werfen und mit Messern aufzufangen, den Vogelgesang nachzuahmen. Kunststücke mit Karten zu machen; wisse die Eitole und Man doline zu spielen, das Manuchord und die Guitarre zu handhaben, das Rad mit 17 Saiten zu beziehen, die Harfe zu behandeln und auf der Gigue gut zu begleiten, und die Psalmmelodie gefälliger zu machen. Splelmann. du sollst neun Instrumente mit zehn Sayten in stand setzen können". Von Stadt zu Stadt, von Torf zu Torf, von Burg zu Burg wanderte der Spiel. mann, er mischte sich in deS Krieges Toben und in der Klöster heilige Stille; von der Hütte pilgerte er zum Schloß, überbrachte Botschaften und unterricht tete die holden Frauen im Saitenspiel. Als Helfer in aller Noth. Beschützer der Liebenden, als Vermittler galanter Abenteuer, als Wegkundlger m jedem Hause Zutritt findend, war er denen. die. seine Dienste brauchten und aner kannten, in Treue zugethan. Als Spielmann im Heere hat er sich bis aus unsere Tage in den Pfeifern und Trommlern erhalten. Einzelne Spiel leute erwarben sich durch Gedichte und gut erfundene Erzählungen .emen aro ßen Ruf. Viele ihrer Liebeslieder, ihrer Trauergesänge und Legenden sind auf uns gekommen. Auch von der musikalischen Arbeiten der MenestrelZ hat sich eine stattliche Reihe erhalten. Recht und schutzlos wie der Spielmann lange Zeit hindurch war, die Ausnah. mestellung, die er einnahm, ließ ihn den alten Spruch: Eintracht hält Macht" beherzigen. Gleich anderen Gewerben jener Zeit thaten sich auch die Spielleute zu einer Zunft zu sammen. Auf diese Weise entstanden da? Königthum ver fahrenden Leute" im Elsaß, das Pseifferrecht" zu Rap. poltstein, die confrerie de frere$ Jongleurs" in der Normandie und viele andere mehr. Das Oberhaupt ein solchen Vereinigung erhielt den Titel König der Geiger". Die Jnstitutior dieser Geiger oder Spielmannskönigt krhielt sich in Frankreich fast ebensl lange wie das wirNiche Königthum. Die hetrathSfählge Tochter. Humoreske von I. Bettelheim. Fein sah es heute aus bei den Reh beins. Selbst ein kritisches Haus frauenauge hätte weder auf der Diele noch auf irgend einem Möbel da? ge ringste Ständchen entdecken können. Frau Rehbein half ihrem Mann in seinen schwarzen Rock hinein, zupfte seine Kravatte zurecht und gab ihm da bei einige Verhaltungsmaßregeln : Du darfst nicht etwa mit der Thür ins Haus fallen, lieber Melchior", er mahnte sie ihn, der Herr soll nicht glauben, daß wir ihm unsere Elise partout an den Kopf werfen wollen !" .Bist Du denn so sicher, liebe Emma, daß der Mann ernste Absichten hat ?" fragte Herr Rehbein zweifelnd ; sieh, eö ist nicht das erste Mal. daß Du mich, einen so pflichttreuen MagistratSbeam ten, veranlassest, mich auf einen Tag be Urlauben zu lassen, um einen Bewerber um die Hand unserer Tochter in Augen schein zu nehmen. Wenn's nur end lich der Rechte wär' !" seufzte er. .Ja, lieber Melchior, der scheint sich festgebissen zu haben," erwiderte ihm seine Ehehälfte, während sie das Tischtuch auflegte und einen buntgestick ten Läufer in die Mitte breitete; -jedes mal, wenn wir die Eisbahn betraten, schien er schon auf Elise zu warten, und dann ging er ihr gar nicht wieder von der Seite. Gestern bat er um die Erlaubniß, uns nach Hause begleiten zu dürfen, und als er am Hausthor in bescheidener Weise von unS Abschied nahm, hielt ich es an der Zeit, ihn zu unS zu laden." , Konntest Du oder Elise denn von ihm gar nichts über seine Familienver Hältnisse erfahren?" fragte er seine Gattin. Mit mir hat er nnr wenig gesprochn," versetzte Nrau'. Rehbein, und

r- ----- untere Socgicr surcyme. inDisercx zu sein, wenn sie ihn zu sehr mit derlei j Fragen belästigt hätte. Er stellte sich . uns als der Privatbeamte Eduard. Grenzler vor, scheint eine gute Er ziehung genossen zu haben, trägt feine j rtMrx.. v. . n.ia v ts:x4 WUCC UNO TOM IC19 UlUUCUl ycuciYCl. Das Uebrige mußt Du aus ihm herauszukriegen versuchen." Herr Rehbein verzog bei diesem Hin weis auf die ihm zufallende Mission den Mund, kraute sich den Hinterkopf und begann dann unruhig aus und ab zu gehen. Siehst Du, Emma, das wäre alles nicht nöthig, wenn mein Vorschlag, daß der Beamtenverein sich um die Verhei. raiüunaen unserer Töchter zu beküm mcrn hätt?, rn unseren Sitzungen durchgedrur.gen wäre. Ich hatte den Antrag schon vor fünf Jahren abge m m . . w r n I tL afct. Aue ouegen nirnmien nur oei, hatten aber nicht den Muth, daSSchrift stück zu unterzeichnen. Wer hat denn eine Ahnung von den Tantalusqualen eines Magistratsbeamten, der eine vier undzwanzigjährige unverheirathete Tochter besitzt und täglich viermal mit Ausnahme der Sonn und Festtage natürlich im Thorflur seines Amts gebäudes die Heirathsaufgebote deS gan zen Bezirks aufgehängt sieht! Und wenn man sich noch so sehr vornimmt, diese Zettel mit Gleichmuth zu betrach. ten, ich sage Dir, es packt Einen doch immer wieder der Aerger, wenn man sei eigenes Kind von Tag zu Tag älter werdiN sieht, ohne daß man die Freude erlebt, seinen Namen auch end lich unter den Aufgeboten zu finden 3a. isl. lieber Melchior", besünf tigte ihn seine Gattin, ich kann Dir das wohl nachfühlen; ich fing ja auch schon an. für unser Kmd Angst zu de kommen. Aber diesmal mir sagt eS eine Ahnung ist der Rechte ge funden. Der Mann steht zwar nicht mehr in der Blüthe seiner Jahre, Elise schätzt ihn auf achtunddreißig , aber er besitzt eine hübsche Figur, einneh. mende Manieren und weiß sich sehr gut auszudrücken. Na, Du wirst ja sehen, es ist elf Uhr, er muß bald er scheinen." Im nächsten Augenblick trat Elise in'S Zimmer. Ihre Mutter eilte auf sie zu. ordnete Verschiedenes an ihrer Toilette und steckte ihr eine eine? Blumenvase entnommene künstliche Rose m's vaar. Hat Dir der junge Mann, den wir heute erwarten, zu verstehen gegeben. daß Tu ihm nicht gleichgiltig bist. liebe Elise?" fragte sie ihr Vater, den die Aufklärungen semer Frau nicht ge nüasam befriedigt zu haben schienen. Ach. Papa, er war immer so nett zu mir, küßte mir auch öfters die vand." So, so, so! Hm! Nun ja. und sonst aenel er Dir also? - fragte er. Mein Gott. Papa, er entspricht zwar nicht meinem Ideal, ader mit vierundzwanzlg Jahren darf man mch! wühlerisch sein, sagst Tu ja immer. -Allerdings, allerdings, mein Kind! gab er beifällig zur Antwort, während Frau Rehberg rasch hinzusetzte: Ein ganz prächtiger Mann ist er, sage ich Dir. Melchior; er hat auch mir gestern, als wir uns verabschiedeten, die Hand geküßt. Am Ende sogar ein Ausländer, denn von einem Hiesigen ist mir das noch nicht passirt." Ein Ruck an der Klingel machte der Unterredung ein Ende. Herr Rehbein stellte sich an seinem Schreibtisch in Pojitur, Elise nahm auö einem Arbelts körbchen eine Stickerei zur Hand, Frau Rehbein eilte n ch dem Eorridor, uw den Gast zu empfangen. Er war es auch richtig, der ecwartett Herr Eduard Grenzler. Nachdem ihn Frau Rehbein ihren Gatten vorgestellt hatte, e.itspann sich eine iener m den Geleilen des Alltags lebens sich bewegenden Unterhaltungen, die dem Leser wenig des Interessanten bieten dürfte. Vom strengen Winter kam man auf die Annehmlichkeiten eines durchwärmten Heims, und von diesem war nur ein Schritt zu dem Lobliede aus emen wohlorgarnsirten Hausstand, tn welchem eme tüchtig Zrau das Regiment führt. Ich habe alle Hoffnung, daß meine Tochter darin vollständig ihrer Mutter nachgerathen wird," schloß Herr Reh bein seine Zlusführungen mit einem dankbaren Blick auf seme Gattin, die als das Muster einer guten, umsichtigen Hausfrau allgemein bekannt ist." Frau Rehbein hielt ihrem Mann den Mund zu natürlich erst, als er aus geredet hatte. Wirklich, Melchior. Du machst mich schamroth, wie kannst Du nur in rnei ner Gegenwart so von mir sprechen ! Aber bitte, bedien.n Eie sich, Herr Grenzler!" Elise hatte einen Teller mit Auf schnitt hereingebracht, Herr Rehbem stellte den Eognac und die Cigarren auf den Tisch, und der Gast ließ sich nicht lange bitten, sondern räumte unter den Semmelschnitten mit allerlei Belag wacker auf. Sie haben da einen vorzüglichen Cognac," unterbrach er die eingetretene Pause, indem er mit der Zunge schnalzte. Herr Rehbein lächelte, von deS Ga steS Lobspruch offenbar sehr befriedigt. Sie scheinen ein Kennr zu sein, Herr Grenzler, es ist ein Cognac, den mir mein Büreauchef zu meinem Ge burtstag geschenkt hat. Eine feme Marke!" Als er dem Gaste von seinen Cigar. ren anbot, fanden eS die Damen an der Zeit, sich zurückzuziehen. Entschuldigen Sie uns nur ein Viertelstündchen", sagte die Hausfrau, indem sie ihrem Manne zuwinkte, daß sie ihm nun daS Feld für seine diplomatische Thätigkeit offen lasse, wir haben nur etwas in der Wirthschaft nachzusehen." Die Frauen hatten sich entfernt, und beide Herren saßen mit brennendem Glimmstengel einander gegenüber. ES entstand erst eine peinliche, Minuten lange Pause. Endlich ergriff Her? Grenzler das Wort: Sie sind wirklich recht hübsch ein gerichtet, Herr Rehbein. ader, wie ich durch Ihr Fräulein Tnchter erfuhr, ha den Sie eö bisher unterlassen, Ihr Mo. biliar zu versichern."

V '

Herr Rehbein gab zu, daß er seine Feuerversicherung seit Jahren unter lassen habe. Zwanzig Jahre lan?

waren wir versichert", erklärte er dem Gaste, ohne daß ein einziges Mal ein j Brand bei uns entstanden wäre, da w . rv. d w r w yaoe ico mir t vier ayren oas vscio für die Versicherungsprämie spart. Herr Grenzler stellte ihm nun unter Anführung von Beispielen das Unbe dachte seines Thuns vor Augm. Sie sind es sich und Ihrer Familie schuldig, das Versäumte sofort wieder gut zu machen, Herr Rehbein, und Sie können es als eine glusilche Fügung deS Himmels betrachten, daß Sie einen Oberinspektor des Phönix" vor sich haben, der Sie bittet, ihm das Jnven tar Ihrer Einrichtungsstücke sofort auf. zugeben, damit ich Ihnen schon in den nächsten Tagen Ihre Police zugehen lassen kann." Herr Rehbein, den seine Frau in der letzten Zeit auch öfter aus die Gefahren des Unversichertseins aufmerksam ge macht hatte, dachte nun mit einem KlapS zwei Fliegen zu schlagen, wrnn er auf die Offerte des Herrn Oberin spectorS eingehe. Er konnte sich seiner Frau nachgiebig, dem eventuellen Schwiegersohne entgegenkommend zei gen, und so unterzeichnete er ohne Be denken eine Ar gedruckten Prüliminar Vertrages, den ihm Herr Grenzler un terdreltete. Nach der Erledigung dieser Angele genheit wurde abermals ein Cognac gläschen geleert, und nun faßte sich Herr Rehbein ein Herz und rückte sei nem Gaste näher. 'Meine Frau und meine Tochter ha ben mir von Ihnen recht viel Gutes mitgetheilt, Herr Grenzler Ver neigung seitens des Angeredeten wir werden hoffentlich gute Freunde werden," abermalige bejahende Verneigung zunächst erlaube ich mir. Sie im Namen meiner Familie, zu dem in acht Tagen statt findenden Kränzchen einzuladen, das unser Beamtenverein alljährlich um diese Zelt zu geben pflegt. Ich werde nicht ermangeln, von Ihrer Freundllchkeu Gebrauch zu ma chen", replizirte Herr Grenzler. Indessen war seine Frau und Toch ter wieder unhörbar eingetreten. Herr Rehbein holte aus seinem Portefeuille eine Eintrittskarte hervor und über reichte sie dem Gaste, der sie erst prüf te. dann mit verbindlichstem Lächeln bemerkte: Das ist ja nur eine Herrenkarte! Ja wohl. Herr Grenzler. sie ist für Sie bestimmt. Wir werden Ihnen gern r r?r r . . m r an unserem ijcgc cm Pialzcyen rei.er Viren." .Sehr verbunden! Sehr verbunden. Herr Rehbem! versetzte nun derOber inspector. Aber ich muß Sie auch noch um em Damenblllet bitten . Etwa für Ihre Frau Mama oder für em Fraulem Schwester?" fragtt ihn Frau Neybeln, Weder für die eine noch für die an dere", versetzte Herr Grenzler, meine Eltern sind .längst gestorben, und ich war deren einziges md . Neugierig sahen jetzt drei Paar Au gen aufGrenzler, der Vann ganz harm loö antwortete: In drei Tagen kehrt nämlich meine Frau von einem längeren Aufenthalt bei ihren Verwandten m Beuthen zu rück; die möchte ich gern auf dasKränz chen mitführen, wenn Sie gestatten". Die Gesichter der Familie Rehbein nach eser Eröffnung durch eine Mo mentaufnahme festzuhalten, wäre eine lohnende Aufgabe für einen Karikaturenzeichner gewesen. Herr Rehbein drückte seine Wuth durch das eilige Wegschließen des Cognacs und der Cl garren aus, und Frcm Rehbein verab schiedete den ihr plötzlich sehr antipathisch gewordenen Herrn mit der im eisigsten Tone gesprochenen Bemer kung, daß er wegen der Damenkarte sich an den Vorstand des Vereins zu wenden hätte, der aber in der Zulas sung vonGasten sehr streng vorzugehen Pflege. Erst jetzt schien Herrn Grenzler das Verständniß für die Situation, in die er sich und die Familie Rehbein ge bracht, aufzugehen. Er empfahl sich und überließ die beiden Damen der Strafpredigt, zu der sich Herr Reh dein einstweilen den Tezt zurecht gelegt hatte. Vom rluslande. JnKatzenbachwurdedie Dienstmagd CarolineKlein von Dörnbach von dem Metzger und Musiker Friedrich Herrgen aus Sanct Alban, mit dem sie längere Zeit ein Liebesverhältniß unterhalten hatte, durch mehrere Messerstiche derart verletzt, daß sie nach einigen Stunden den erlittenen Verletzungen erlag. Der Thäter hat sich zwei Tage später dasLe'öen genommen; man fand ihn erhängt an einem Baume. In Wien wurde dieser Tage eine aus fünf Personen bestehende Mädchenhändlerbande, sämmtlich polnische Juden, verhaftet. Ihr Haupt. Meschulin Langer, ist nach sei ner Angabe Tuchhändler, seine Toch ter Rosa fungirte als Correspondentin. außerdem waren zwei Agenten thätig. Jsidor Dickfaden und Moritz Rosenkranz. Er versandte seine Waare", die zum größten Theile aus Galizien und Rußland kam. nach Vu karest, Belgrad, Konstantinopel und auch nach Amerika, wo eine seiner Töchter an seinem Geschäfte theilnahm. Folgende originelle Lokalnotiz findet sich in der Dt.-Kro-ner Zeitung": Schmetterlinge, Maikäfer, Frösche und dergleichen Frühlingsboten sind uns jetzt zur Genüge von aufmerksamen Freunden unserer Zeitung zugesandt worden, so daß wir und unsere Leser vom Nahen des Frühlings fest überzeugt sind und es weiterer Zusendungen solcher Novitaten" nicht mehr bedarf. Nur sind wir neugierig darauf, wer von den vielen Lesern unseres Blattes bei der zur vsterzeit stattfindenden großenSchwei neschlachterei den Anfang macht und durch Zulenduna diverser Würste und

W- "r...

Schinken den"Bewiis liefert, daß' er der erste in dieser Saison ist." I n dem Hause des Gastwirths Hardt in Gronenberg spielte sich ein grauenhafter Vorfall ab. Frau Hardt flößte während der Abwesenheit ihres Mannes ihrem vier Monate alten Söhnchen in einem Anfall von Geistesstörung mit emem Löffel Strychnin ein und warf das Kind in eine Wassertonne, um es zu ertranken. Dann lief sie in die Gaststube, wo zwei Männer anwesend waren, und rief, sie habe ihr Kmd ertrankt. Den Mannern gelang es. das Kind aus dem Wasser herauszuziehen und m s Leben zurück zurufen, doch kurz darauf starb es an den Folgen der Vergiftung. Jnzwischen hatte auch Frau Hardt Glst genommen und starb in kurzer Zeit. Das Strychnin war zur Todtung ernes Hundes angeschafft worden. Frau Hardt. Mutter von sieben Kindern, war erst 26 Jahre alt. und lebte mit ihrem Manne sehr glücklich. Die Rechtssicherheit läßt in manchen Gegenden Ungarns vieles zu wünschen übrig. In der rumänischen Ortschaft Kerülös (Arader Comitat) werden seit Jahren bei hellem Tage auf der Straße und in den Wirthshäusern Personen ermordet, ohne daß es gelingt, die Mörder ausfindig zu machen. Auf Ansuchen des Bezirksgerichts wurde ein Gendarmerie - Wachtposten nach Kerülös beordert, doch hatte auch dies keinen Erfolg, denn kaum war die Gendarmerie eingerückt, als einer der reichsten Bauern mitten im Orte in nächster Nähe der Kaserne in Gegenwart seines Kutschers ermordet wurde. Schon am darauffolgenden Tage fiel den Mördern bei einer Tanzunterhaltung ein LOjähriger Bursche zum Opfer. Nun wurden 22 Gendarmen in der Ortschaft versammelt, und es gelang endlich dem neuen Postenführer, viev wohlhabende Kerülöser Bauern zu verhaften, die laut -ihrem eigenen Geständnis seit mehr als fünf Jahren die Ortschaften des Kis - Jenöer Bezirks unsicher machten. Seitdem diese Verhaftung vorgenommen wurde, erhalten der Postenführev und der Gemeinde - Notar taglich Drohbriefe, m welchen ihnen ihr Todesurtheil verkündet wird. In Wellington, der Hauptstadt von Neu - Seeland, hat sich dev folgende Vorfall zugetra gen: Das einem Schweizer, Carl Locher gehörige Grundstück, auf dem eine Hypothek der Vauunternehmerfirma George Morbury und Trevor ruht, sollte auf Antrag der genanntenFirma Verstelgert werden. Kurz vor dem Anfang der Versteigerung erschien die Ehefrau des Locher im Auctionslocale, zog einen Revolver und gab rasch hintereinander zwei Schüsse auf den ebenfalls anwesenden George Morbury ab. von denen der eine Brust und Rücken vollständig durchdrungen hat. Herr Morbury liegt schwer verletzt darnieder. Frau Locher und ihr Mann würben alsbald festgenommen. Die Motive der unseligen That scheinen noch nicht vollständig aufgeklärt zu sein, auch weiß man nicht, warum Herr Locher, der sich früher angeblich in sehr guten Verhältnissen befand, verhaftet worden ist. Dagegen kann übe? das endliche Schicksal der Frau Locher kein Zweifel sein, da die dortigen Gesetze nach Analogie der englischen zwischen einer mit Vorbedacht oder im Affect begangenen Mordthat keinen Unterschied machen, auch dann nicht, wenn das Opfer am Leben bleibt, oder nicht einmal eine Verletzung davongetragen hat. Beide Verbrechen werden mit dem Tode bestraft. Das Ehepaar Locher ist vor fünf Jahren aus der Schweiz nacXNeu - Seeland eingewandert. JohannEsterlaus Malborgeth und Johann Spolath aus Kreda sind wahrscheinlich von einer Lawine verschüttet worden. Die Männer waren in den Palu - Graben gegangen, um Holz mittels Schlitten zu Thal zu schaffen. Da an diesem Tage vom Gretschkopf zwei Schneelawinen in der Gesammtausdehnung von 500 Fuß Meter Länge, 80 Fuß Breite und 50 Fuß Höhe in den Palu - Graben niedergegangen sind, ist es zweifellos daß die Genannten verschüttet wurden. Die von Seiten der Gemeinde vernlaßte HNfsexpedition ergab bei dem Umfange der Lawinen und da kein Anhaltspunkt vorliegt, wo die Verunglückten zu suchen seien, keinen Erfolg. Die Leichen dürften wahrscheinlich erst bei der Schneeschmelze gefunden werden können. , ,,, vom Zulande. In Greensburg, Ind., steht noch das erste Gebäude, welches in dem südöstlichen Theile dieses Staates errichtet wurde. Dasselbe ist eine BlockHütte, welche Thomas Hendricks, ein Onkel des verstorbenen Vice-Präsiden-ten Hendricks im Jahre 1811 erbaute. Elf vollständig gezähmte und gut eingefahrene Elche aibt es in Columbia Falls, Mon. Die Thiere, welche vor einem Jahre von Skiläufern gefangen wurden, erweisen sich als äußerst gelehrig und lassen sich ohne besondere Schwierigkeiten brichten. In der Umgegend von Gardiner, Me., haben im verflossenen Winter 6 Jäger 225 Füchse in Fallen gefangen. Einer dieser Nimrods.welcher behauptet, einen Köder, dem kein Fuchs zu widerstehen vermag, zubereiten zu können, fing 63, und ein zweiter. dem er sein Geheimniß mitgetheilt hatte, brachte es auf 52 Füchse.' In den Kreidefelfen am Beaver Creek in Yavapai County, Arizona, sind 40 Skelette eines Prähistorischen Volkes gefunden worden. Die Skelette lagen auf Matten in Felsennischen, die offenbar-von Menschenhand ausgehauen waren. Allem Anscheine nach sind es Skelette von erwachsenen, doch kleinm Menschen. In einer winzigen Nußschale von 20 Fuß Länge, mit der Takelage einer Schaluppe, hat Capt. C. T. Church ganz allein die Fahrt von Moro Bai nach San Francisco js :

macht. Ccchl. Church halte urjprünglich die Absicht, in seinem Boote, das er X Ray" genannt hat. nach Alaska zu segeln, doch haben die Erfahrungen, welche er auf der Fahrt von San Luis Obisvo aemackt kat. hn d?rt

gewitzigt, daß er diesen tollkühnen j , - w -r " Plan fallen ließ. Erfahrene Seeleute erklären Capt. Churck's 5?abrt für ein Wundev der Navigation. DerSheriffvonNezPerces County in ldaho machte dieser Tage eine Bande von fünf Pferdedieven dingfest, welche zene Gegend seit einem Jahre unsicher gemacht hatten. Als die Gefangenen im Gefängniß einer Leibesvisitation unterworfen würben, stellte sich heraus, daß sich un. ter ihnen em iunaes. hubsckes Mädchen. das Männerkleider trug, befand. Vas Frauenzimmer nannte sich Kittie Holm, gab ihr Alter mit 22 Jahren an. weigerte sich aber, weitere Mittheilungen über ihre Person zu machen.' Als einen Beweis für die Gesundheit ihres Staates führen die Bürger von Vermont die Thatsache an. vatz zur Zeit Nicht weniger als elf Männer am Leben Und. welcke in Montpelier als Gouverneur residirt haben. Der Aelteste von ihnen ist Herr Fredenck, Holbrook in Brattleboro. der vor 35 wahren um Gouverneur gewählt wurde. Die Uebrigen sind George W. Hendee in Morrisville, John W. Stewart in Middleburg. Redfield Proctor, RoswellFarnham in Bradford, John L. Barstow in syelburne. Samuel C. Pingree in Hartford, Ebenezer I. Ormsbee in Brandon. William P. Dillingham in Waterbury, Carrol S. Page in Hyde Park und Levi K. Füller in Brattleboro. Ein Schwindlertrio, das aus zwei feschen Weibern und einem älteren Mann von respectablem Aussehen besteht, operirt seit einiger Zeit mit großem Erfolge unter den Chinesen in Jdaho. Da die Mongolen bekanntlich eine Schwache für Evastöchter von üppigem Körperbau haben, fällt es den Schwindlerinnen nicht schwer, einen wohlhabenden Chinesen in ihre Netze zu locken und ihn zum Eingehen einer Ehe zu veranlassen. Biö der Eheknoten geschürzt ist. spielen die Schönen die Rolle der liebenden Braut mit großer Virtuosität; kaum ist die Ceremonie vorüber, dann verduften sie unter Mitnahme eines möglichst großen Theiles der Habseligleiten der Geprellten. Nach Berichten aus verschiedenen Theilen von Jdaho hatte das Gaunertrio vorzügliche Geschäfte gemacht. Daß eine Nankee - Ur großmutter als Braut vor den Altar tritt, ,st gewiß kein alltägliches Ereig niß. Die Gute, welche dies gethan, ist die 75 Jahre alte Wittwe Fannie R. Allen in Athol. Mass.. welche sich dieser Tage mit einem um fünf Jahre jüngeren Jüngling verheirathete. Der Trauung wohnte eme riesige Menfchenmenge. darunter eine Anzahl von Nachkommen der grauhaarigen Braut, bei. Einebarbarbari sche Strase, welche an die dunkelsten Zeiten, da der Arme recht- und hilflos war, erm nert, hat der Mayor von Wilkesbarre, Pa., über eine Frau, die ein Paar Schuhe gestohlen hatte, verhangt. Die ser Tyrann von Mttenburg" ließ der Bedauernswerthen eme Tafel mit der Inschrift: Ich bin eine Schuhdiebin. Seht Euch vor", auf dem Rucken befestigen. Dann mußte die Frau, von einem Polizisten gefolgt, durch die belebtesten Straßen von Wilkesbarre marschiren. Natürlich gab es einen großen Auflauf von Neugierigen, die Hohn- und Spottworte auf die Arme losließen, und besonders für die Jugend war das ein Gaudium. Für die Chinesen ander Pacificküste ist getrocknetes Entenfleisch ein viel begehrter Leckerbissen und aus dieser sonderbaren Liebhaberei hat ein Pfifficus in Contra Costa County, Californien, ein sehr rentables Geschäft ausgebaut. Der Mann kauft alle wilden Enten, die in jener Gegend in Masse vorkommen, von den Jägern für billiges Geld und. nachdem er die ausgenommenen Vögel mit Salz gefüllt hat, hängt er dieselben in die Sonne zum Dörren. Im Laufe von ca. 6 Wochen wird das Entenfleisch zähe wie eineSchuhsohle und hat dann, nach dem Geschmack der Chinesen, den höchsten Grad der Vortrefflichkeit erreicht. Früher pflegten die Mongolen getrocknete Enten aus ihrer überseeischen Heimath zu importiren, aber seit Begründung der neuen Industrie, be ziehen sie diese Delicatesse von dort. An Bord des Dampfers Mariposa" traf dieser Tage ein sonderbarer Kauz aus Australien in San Francisco ein. Der Mann, John Nagel mit Namen, war ein ZwischendeckPassagier, trotzdem er große Schätze bei sich führte. Als der ärmlich gekleidete Nagel in Sydney an Bord kam, übergab er dem Zahlmeister Smith einen mächtigen Beutel mit Diamanten zur Aufbewahrung und zog sich darauf in das Zwischendeck zurück. Aber noch vor Ablauf des Tages erschien Nagel schon wieder in der Office des Zahlmeisters, und sich nach seinen Diamanten zu erkundigen, und dies setzte er bei Tag und Nacht fort, bis das Schiff in dem Hafen von Honolulu vor Anker ging. Dann vermochte Nagel die Trennung von seinen Diamanten nicht länger zu ertragen und ließ sich dieselben wiedergeben. Nunmehr begann die Noth des Zwischendeckssteward Calligan,. denn Nagel versteckte in dem ihm angewiesenen Raume den Beutel mit den Diamanten jede Stunde an einem anderen Platze. Zuletzt wollte er sich gar nicht einmal mehr zum Essen begeben und um den Mann vor dem Verhungern zu bewahren, mußte Calligan ihm die Speisen bringen. Kaum batte der Dampfer am Dock in San Francisco angelegt, als Nagel seinen Schatz un ter seine schäbige Jacke steckte und unter der Menschenmasse verschwand. Der Mann soll die , Diamanten in West-Australim gefunden haben.

r; .ivy v kak' CSV. c Psrvl h

i A llcvcraanllSictt 4, 4, Ö A vom Winter zum Irüßjatzre bringt vielerlei Leiden, aber ebenso sicher bringt das altbewährte j i 4 Seilmittel

SJKrSKfSSSSSSKSK

aST un mi

Disease comrnonly comes on with slight Symptoms, which when neglected increase in extent and grad ually grow dangerous.

II you euffer from Ileadacke, Dyspepeia, or Indigestion II you are Bilioua, Constipated, or have LiverComplaint If your Complexion is ehaUow, or you ausser Distress after eating, For offensive breath and all disorders of the Stomack Ripans Tatrales Reguläre the iissssisssiseiiif s-r

dDnne B & W G ÄS Grives H A Relief. LT'TTXTWTMKMXKWK Aergett Dich Dein Auge so reibe es nicht aus, und werfe es nicht von Dir, sondern wende Dich a J! X Ix H A r,s5 t 0.ANW &m OPTICIAN-1'- 39 ( u imy I.PIII..,. n.r(.Nit.i. utNUtON H0U5L. INDIANAPOLIS-IND. wo man Dir für Dein Auge das nöthige Glas an fertigt. Sünstliche Augen werden jchmerjlo eingesetzt. Brillen werdm nach den besten Methoden den Augm angepaßt. Clemens Vonnegut 184 & 186 Ost Washington Str. TVire Tree Gnards. Fo-ultry ITei-biag. Garden Implements. Lawn Mowers. SWFZZWMFD of all kinds. Dach. Material. T. F SMITHER. Händler tn ieödach'Material, 2 und 5-ply Skeady RooNng, wasserdichte Eheeting, seuer festem Svhalt gilj. Strohpuppe. Dach und Metall Farben :c. . Office : 169 Zeft Marhlanv Strafte. Telephon 861. Dachdeckerei. Fähige nd verantwortlich: Dachdecker, fites dächer. Trinidad und Silsnite SphaltDächer. lle rten SompiftttonS.Dächer mit bestem Via tertal. Office: Ro. 169 ; Sard : 180 W. Marylandstr. Telephon 861. Indianapolis, Ind. Theodor Stein, Absiracter of Titles, Ecke Market nnd Pennsylvania Str. Tue Lemcke, Suite 229, eine Treppe hoch. Telephon 1760. Indianapolis. Adolpflii Frey, (Old Freedom & Bight.) Notary Public, Translator, Correspondent etc. No. 106 Elizabeth Stret. Take Blake St. Car. COPYRIGHTS. CAIf I OBTAIN A PATENT f For ttonj itrictlj conflslentlaL AIIdbkof I zormatlon concerning Patent and bow to ob uln them ient fre. Also eauloffn oi mcnju Kai and scientlflo booka aent fre. Fatenta taken through Mann Ca. racelf fferal nottoe in th HctestUe American, and tbaa ara brought widely bef ore the pobltc itiu oat eoat to tba Inyentor. Tbta aalendld paper, laanad waeUr, elaxantly UJoatrated. baa bj far tba largast circulation of acr actentlfla work In ta world. 93 a rear. Sampl copiea aent free. BulidlDg Edition, montblr. flÄO a year. 81nti eoptea, cents. Erery oumber oontatna beao tlfol platea. in oolorm, and pbotorapha of naw bonaev witb plana. enablin balldera to abow tba Inlaut desiem and aecure oontracta. Addreaa liüJIN je CO. Niw York. I Broadwat. wen i4 t ni mr Baa AmA. ad kaMraair, r ta t i. nni r li. ud I t localitUMrbc-imr tkty Vv. Aas caa o ta work. taav ta kn.

h m wasv in thrp.

r

vMMWW55

nr ima Tuc- w ait 70a. iUk. To au aa.o samt pata am ata, c all jmu ti U taa war. Talaiaaa aUraiy mw laad,aad brlap woadarfol lacen ta vary work, gafiaaan an aaraiaf tnm ttt to tM par waak aa4 apward, aad am aftar a Mnta arrl-aa. iMhniikaaM. alayaMat aad taaak roa I f : L hpukuM-'i aaa. Lamm liUVUtJUA,,. a7c.

stJafcoDsueiK

sickere und schnelle . . . Heilung für . . .... Rheumatismus, Neuralgie, Nucken-, u. i Hüftcnschmcrzcn, Verrenkungen und Quetschungen, Brand- und V ? ? h Bruhwuttden. m? T7:, TTTV, 1A KIPANS TABULES RIPANS TABULES RIPANS TABULES RIPANS TABULES TAKE TAKE System and Preserve the Health. , . Quic tc act.

Ripans Tabules ure sold by druggtets, or dv mall if the price (50 centa a box) is eent to The Ripans Chemical Company, No. 10 Spruce St., New York. Sample vial 10 cents.

2S3SZSSS2SZSSSeSZSSZSS2S2S fsl Aitika mm i.tf mmmm. s3 UHÜt IKltU, ALWAIo !I5ll. Ü RAP enfTIlPFS. ?i DRAIN BOARDS AND ALU Tin Ztnc Broso, Coppcr, flicket nnd oll KItehon end Plated Utenolta CIA88 Wood r.larblo Porcetoln, Etc CEORCE WM. HOFFMAN toi Kuu&etartt tai Frcprtatot. 29S Cast WaMinTOH St la DiNAoun. SO 9 JT A THE BÄR-KEEPERS' FRIEKD. Z SHEESSSHSHSasaSESZSSSZSSH act Zum Verkauf in Apotheke 25 keutt per fund. xii. iUicikl sM&miMII L El', U. '.. IMIlllll I fi lklaVialhnr ttABä&Z .LT'J - ' Äi u a jmy rCiÄt. Die kurze und einzige direkte Bahn nach CDHlIII(DjQLaciD. Vestibül Züge bfahrt von Indianapolis; No. 30 Chicaao Limited, Befiibule PuUman, Speise u.Parlorwagm täglich 11 )Dm Ankunft Chicago 6.303ha Ao. 36 Chicago Nacht Expreß. Vesti bule und Schlafwagen täglich.. . 12.26V Ankunft Chicago 7.20V No. 10 Mono Acc. täglich, auLge nommm Sonntags ... 4.00N Ankunft in Indianapolis : No. 33, Vestibüle täglich 6 10Nm No. 35, Vestibüle täglich 8 25Bm No. 9, Monon Acc. täglich, auöge nommen Sonntag 10 45Vm Pullman Veftibul'Schlafvagen für Ehtcags stehen am veftlichen Ende deS Union Bahnhofl u. könnm täglich um L.30NM. befttegn' werden, Ticket'Office: N. 2 West Washington Str. Für Skate, Staxttn, Zeittabelle c wende man sich an. G e o. W. H a y l e r. D. P. U. Ä ;i CINCINNATI Indianapolis .GotoN r0o k CH 1 PA TO DETROIT tft die belieitefte Bahn ach CENCHNNA'iril, ml Cafe und Speise'Car Dienft zmilazen Cincinnati. Indianapolis & Chicago. die beste Linie nach Dayton. Lima, Toledo, Dnrou und nördlichen Wichtgan Resorts. Direkte Verbindung tn Cincinnati oh?k Wasen echfelnach Washington, Baltimore, Philadelphia und New Jork und allm Punkten südlich. Information beinah Raten. Ro t xc. wirb ertheilt tn der ü. fc. D. Ttcket'Ofnce. o. 1 We Washington etr dem allen .te te". tat uctttötan tetr-) und tn Itx Union Station. G e o. W. H a y l e r D. P. A. LUKE, 197 Süd Weridlan Straße. Deutscher Messerschmied, Nastnneffer, Schenm nnd alle Arten SchneidinSrumente afcrtiirt und aeschliffrn

H U Gecmnme. Cvtanutua m Pom

N

f?Fß

1

&tZZ2Zl? j

&r