Indiana Tribüne, Volume 19, Number 223, Indianapolis, Marion County, 30 April 1896 — Page 2

Jndiana Tribüne. Erscheint Täglich und Sonntagv. Die tägliche Zxiltnt kostet durch den Drlger j Cent per Woche, die Sotag5.Tridüe"I Cetl per Ooche. Seide iusamen1Sent der 5 Cents per l?k,at. Per Poft außerhalb der tdt zugeschickt t, oraulbe,ilhlung V per fjat. Gffcs 18 eüd nirtama ztxabt.

Indianapolis, Ind., 20. April 1896. aa D!h!herleHeilserum in Lon Von. Wohl nirgends sind die Aerzte der Serumtberapie bei Diphtherie mit so viel Mißtrauen und Bedenken entge gengekommen.wie in London, und trotz oer ermuthigenden Berichte über die Unwendung des Antitoxins in anderen Ländern hat es im Laufe des letzten Jahres an Kundgebungen gegen das neue Heilmittel dort nicht gefehlt. Nun ist der erste officielle Bericht des 2flc tropolitan Asylum Board" über den Gebrauch des Antitoxins in den Londoner Hospitalern erschienen, und es zeigt sich, daß trotz der Warnungen zweifelsüchtiger Aerzte vor dem neuen Heilmittel eine erhebliche Besserung in dem Verhältniß zwischen Krankheitsund Sterbcfällen eingetreten ist. Im Jahre 1894. in dem das Antitoxin noch nicht zur Anwendung kam, wurden in den sechs Krankenhäusern 3042 Fälle behandelt, von denen 902 (29.6 Procent) tödtlich verliefen. Im Jahre 1895, in dem das Heilmittel bereits zur Anwendung kam. betrug die Zahl der Erkrankungen 3529,. die der ToleSfälle 796 (29.5 Procent). Es sind also 7,1 Procent weniger an der furchtbaren Krankheit gestorben. Sicherlich wäre der Erfolg noch günstiger, locnn das Antitorin überall und nicht uur in den schweren Fällen zur AnWendung gelangt wäre. Es hat aber gerade in solchen seine Heilkraft bewiesen. Ganz auffallend ist der Erfolg des Antitoxins im Northern-Ho-spital. In den früheren Jahren kamen dort auf 119 Krankheitsfälle 75 mit tödtlichem Verlauf, im Jahre 1895 nur 4 Todesfälle und es wird vom Vorstand der genannten Anstalt ausdrücklich bemerkt, daß dieser wunderbare Erfolg lediglich dem Antitoxin zu verdanken sei. Man hat in London im Allgemeinen erst in einem vorgerückten Stadium der Krankheit zum Antitoxin gegriffen, sonst wäre das Ergebniß noch günstiger. Je frü her das Heilserum zur Anwendung kam. desto durchschlagender war der Erfolg, desto augenfälliger der Rückgang der Todesfälle. Wo es am ersten Tage zur Anwendung kam. war eine Mortalität von nur 4.6 Procent, zu verzeichnen. Der Bericht , erwähnt auch eine Zunahme der Complicationen nach der Diphtherie, besonders der Albuminurie und gewisser Lähmungen. Aber da diese Erscheinungen auch auftraten, wo das Antitoxin nicht zur Anwendung kam, so ist es klar, daß sie nicht lediglich dem Antitoxin auf die Rechnung zu setzen sind. Ueber die Dosis und die Zahl der Jnjectionen sind die Aerzte bisher zu keiner Einigung gelangt. EhinefisÄeHeilkunft. Während Japan ein gelehriger Schüler Europas gewesen ist, steht China in allen Dingen auf dem von Alters her überkommenen Standpunkt, was auch für das Aerztewesen zutrifft. Die ärztliche Praxis ist in China frei, und nur die Leibärzte des Kaisers, dreißig an der Zahl, müssen sich vor einem Colleghim in Peking einer Prüfung unterwerfen. Das ärztliche Personal wird in Aerzte, Chirurgen und Apotheker eingetheilt; Krankenhäuser gibt es nicht, wohl aber Anstalten für gewisse Hautkrankheiten, namentlich den Aussatz. Da dem Chinesen ein Europäer nicht imponiren kann, ist es nicht verwunderlich, wenn er auch seinen eigenen Arzt einem europäischen bei Weitem vorzieht, schon weil jener nicht so viele Instrumente nöthig hat. Aerzte, die aus alten Aerztefamilien stammen, sind die gesuchtesten; auf den Grabsteinen derGestorbenen stehen auch die Namen der behandelnden Aerzte eingemeißelt, überhaupt werden berühmten chinesischen Aerzte Tempel er richtet, in denen sie gemäß dem Ahnencultus der .Chinesen verehrt werden. Die allgemeinen prakticirenden Aerzte treiben auf ihren Namensschildern viele Reclame, und zum Theil sind sie auch Specialisten. Die Apotheker gebeu ihnen in der Reclame nichts nach. An der Decke hängt bei ihnen allerHand merkwürdiges Gethier; Medizin fertigen sie nach ärztlicher Vorschrift an. doch haben sie auch fertige Specialitäten. wie Opiumkugeln für Raucher und verschiedene Arten Universalmittel. Die Chirurgen stehen betres ihrer Ausbildung mit den deutschen Heilgehilfen und Barbieren auf einer Stufe. Der Ahnencultus verbietet die Untersuchung von Leichen. Nach der Theorie der Chinesen hat der Körper 365 Knochen, 8 im männlichen. 6 im weiblichen Schädel, der Mann hat 12, die Frau 6 Rippen. Der Kreislauf geht nur fünf Mal am Tage vor sich. Die Wärme" hat in der Gallenblase, die .Feuchtigkeit" in den Nieren ihren Sitz, die Seele wohnt in der Leber und im Gehirn. .Freude und Zufriedenheit"imMagen.was ja auch bei gewisser Lebensauffassung recht begreiflich ist. Chirurgie und Operationslehre spielen bei den Chinesen nur eine geringe Rolle, und eine bewußte Gesundheitspflege .ift unbekannt. Im Theater zu Courtrai brach während-, der Vorstellung im dichtgefüllten Theater Feuer aus. Die Zuschauer drängten, in schrecklicherPanik den AuSgänAenu. -Zahlreiche Personen wurden 'verwundet. Die Theaterdecorationen wurden "ein Raub der Flammen.

Die Röntgen'schen Strahlen in der Krlegöchirurgie.

Ueber die Verwerthbarkeit Röntgenscher Strahlen in der Kriegschirurgie hat die Medizinalabtheilung des preußischen Kriegsministeriums mit Hilfe der physikalisch-technischen Reichsanstalt umfassende Versuche anstellen lassen, deren Ergebnisse Oberstabsarzt Dr. SchZerning und Stabsarzt Dr. Kranzfelder in der neuesten Nummer der .Deutschen Medizinischen Wochenschrift" mittheilen. Unter den durchleuchteten Körpertheilen befanden sich sechs Hände mit Fremdkörpern. Glassplittern. Stahlsplittern. Nadeln. Geschoßtheilen, drei Füße, ein Unterschenke! und ein Kniegelenk mit Geschössen und Geschoßthulen, ein Oberarm mit zerschossenenKnochen, ein verrenktes Ellbogengelenk u. s. w. Außerdem schien es auch zweckmäßig, von Verbandstoffen (Gaze. Watte. Binden), Pulvern und Salben Abbildungen zu nehmen. Die Versuche haben nun ergeben, daß in der Durchlässigkeit der Weichtheile für X-Strahlen nur ganz geringe Unterschiede bestehen. Innerhalb einer wchselvollen Uebereinanderschichtung und in dem dichten Gewirr von Weichtheilen der verschiedensten Art. wie Muskeln, Sehnen, Bändern, Nerven. Gefäßen u. s. w. gelingt keins dieser Gewebe mit seinem Schatten zur Herrschaft oder prägt sich in Größe oder Form vor den anderen aus. Selbst verhältnißmäßig kleine Stücke von Metallen (Blei. Hartblei. Messing u. s. w.) sind noch durch dicke Gewebsschichten zu erkennen, ja auch kleine Glassplitter zeichnen sich noch in mittelstarken Weichtheilschichten und durch dünnere Knochen als dunklere Schatten ab. Die gebräuchlichen Verbandstoffe. selbst in dickeren Schichten haben sich als völlig durchlässig erwiesen. so daß also ein Ausdecken der Wunden und das Ablösen von Verbänden zu photographischer Darstellung nicht erforderlich ist. Freilich giebt es auch Fremdkörper, die in der Kriegschirurgie eine große Rolle spie len. die sich in gleicher Weise wie die Weichtheile durchstrahlen lassen, keine Schatten geben und dennoch in den Bildern nichtufgefunden werden können; dazu gehören die durch die Geschösse aus der bedeckenden Kleidung mit in die Tiefe der Gewebe hineingerissen. Tuchfetzen und Ledertheile von den Montirungsstücken, ferner entzie hen sich auch Holzsplitter dem Nachweise mit Nöntgen-Strahlen. Die Körpertiefe, bis zu welcher die Durchleuchtung Erfolg hat. war 17 Centimeter. quer durch den Leib hindurch (25 Centimeter) gelang sie nicht mehr. Im Zukunstskriege wird die Errungenschaft der Chirurgie. Alles ruhig sitzen zu lassen, was keine Beschwerden oder Schädigungen macht, durch die Anwendung der X-Strahlen nicht angetastet werden ; dieser oberste Grund, satz der Chirurgie gilt auch fürderhin aus den Verbandplätzen des Schlachtfeldes. Das Sondiren und Kugelsuchen in den Wunden ist jetzt erst recht verpönt, und der Abschluß und bei Verschluß der Wunde unter Vermeidung jedes Insults soll das erste und einzige Erstrebenswerthe sein. Dagegen wird in dem Zukunftskriege auf den rückwärts vom Kriegsschauplatze gelegenen Stätten bei den Verwundeten und auch geheilten Verletzten, wo es nothwendig scheint.die ideale Sonde der Röntgenstrahlen den Nachweis etwa zurückgebliebener oder schon eingeheilter Geschosse und Geschoßtheile führen. Aus dieser Festlegung werden sich dann Anhaltspunkte für das Vo??ehen bei einem nothwendig werdenden chirurgischen Eingriff und auch für die objective Gradbemessung der Jnvalidität in späteren Jahren gewinnen lassen. Der kZoman einer Gouvernante. Ein spannender, zwischen Wien und London spielender Doppelproceß macht gegenwärtig in weiteren Kreisen viel von sich reden. Er ist nicht allein der handelnden Personen, sondern auch seiner höchst romantischen Einzelheiten halber von eigenartigem Interesse. Der Sprößling eines englischen Udel5geschlechtes, Capitän George Grev:le-Moore, der Sohn des dielsachen Millionärs Lord Greville. lernte im Jahre 1880 zu Paris im Hause der Gräfin San Miguel die Gouvernante Cölestine Montaru kennen und lieben. Die noch sehr junge hübsche Dame schenkte den Liebeswerbungen des Cavaliers Gehör, gab ihre Stellung auf und zog mit ihm nach England, wo sie drei Jahre verblieben. Im Jahr 1883 kam das Paar zum ersten Male nach Oesterreich, und zwar nach Jschl. Sie mietheten hier eine Sommerwohnung, in welcher Fräulein Montaru allein abstieg, wahrend Capitän Moore im Hotel eine Wohnung bezog. Fräulein Montaru schenkte bald darauf einem Mädchen das Leben. Mit diesem begab sich nun Capitän Moore in Begleitung seines Freundes Henry Potthof, der, ihm als Dolmetsch diente, zum Hofcaplan der Jschler Pfarrkirche, Dechant Weinmayer, und bat ihn, das Kind zu taufen. Der Pfar rer fragte, ob der Vater des Kindes verehelicht sei, worauf Herr Potthof aeantworiet haben soll: .Selbstverständlich." Hierauf nahm der Pfarrer d:e Taufe vor und trug das Kind unter den Namen Marie Mauriel Valerie in das Taufreaister ein. Nacb einiger Zeit .wünschte Capitän Moore einen Tausschem, den zedoch Hofpsarr Weinmayer erst nach gepflogener Rücksprache mit der Mutter des Kindes ausstellen zu wollen erklärte. Capitän Moore erschien - daraus mit Fräulein Montaru beim Pfarrer und Beide erklärten demselben, daß sie in England getraut worden seien. Da sie aber ihre Angaben nicht durch Documente erhärten konnten, erklärte der Hofpfarrer, er müsse, um sich selbst und das Paar vor Strafe' sicher zu stellen, auf der 'Vornahme emer Ceremonie bestehen, dke'er'denn auch m Geqenwart von zwei Zeugen vollzog.

Seitdem lebte das Paar adwechlelnd in London, Franzensbad und zuletzt in Wien. In London wurde Frl. Montaru, die sich seit der Trauung Madame be Vendome nannte, zum zweiten Male Mutter; das Kind, abermals ein Madchen, wurde unter dem Namen Henia in das Londoner Matrikel eingetragen. Inzwischen waren zehn Jahre verstrichen; Capitän Moore wohnte in Wien in der Giselastraße, jedoch nicht im besten Einvernehmen mit Madame, da er seiner Gefährtin in der letzten Zeit Grund, zur Eifersucht gegeben hatte und ihr eine andere, jüngere Dame vorzuziehen schien. Rasch entschlossen, entnahm Madame de Vendome aus dem Koffer des Capitäns den Trauungsschein, den seiner Zeit in Jschl 5)ofpfarrer Weinmayer dem Capitän übergeben hatte, nahm ihr Töchterchen Henia die ältere Tochter war inzwischen gestorben mit sich und reiste nach London, wo sie unter Vorzeigung desTrauungsscheins gegen Capitän Moore eint Ehescheidungsklage anstrengte. Diese Klage auf Scheidung der Ehe aus dem Verschulden des Mannes, dem Ehebruch zum Vorwürfe gemacht wurde, beantwortete Capitän Moore damit, daß er. da das Paar, wie gesagt, zuletzt in Wien gewohnt hatte, beim Wiener Landesgericht in Civilsachen die Klage auf Ungiltigkeitserklärung der Ehe überreichte. In seiner Klage auf Ungiltigkeitserklärung der Ehe führte nun dev Capitän aus, daß nach seiner Ansicht in Jschl keine gesetzmäßige Ehe geschlossen worden sei. sondern im Einverständnisse mit Fräulein Cölestine, die sowie er von dem lebhaften Wunsche erfüllt war, dem Kinde den Makel der unehelichen Geburt zu ersparen, eine einfacheTrauungstomödie aufgeführt worden sei. Denn Beide hätten vereinbart, den Pfarrer zu belügen und sich als verheirathet auszugeben. Frl. Montaru habe dies auch sehr genau gewußt. Es sei ihr insbesondere bekannt gewesen, daß sie im fraglichen Augenblicke nach dem französischen Gesetze noch minderjährig war. und sie habe mit Rücksicht darauf ihr Alter mit 22 Jahren angegeben, während sie 20Jahre zählte, ferner anstatt Paris Lissabon als ihren Geburtsort genannt und sich überdies den falschen Namen Montaru de Vendome beigelegt. Zugegeben aber, daß die Ehe zu Recht bestünde, so habe ihn seine Frau boshaft verlassen und die Aufforderung, nach Wien in seinen Wohnort zurückzukehren, unbeantwortet gelassen, wodurch ein Scheidungsgnmd aus dem Verschulden der Frau geschaffen worden sei. Der im Auftrage des Wiener Gerichts vernommene Hofkaplan Weinmayer in Jschl erklärte, daß Capitän Moore und seine Frau bestimmt ge wußt haben, daß es sich um eine rechts giltige Trauung handle und noch eid lich versichert hätten, daß kein Ehehinderniß vorliege. Er habe die Ehe nicht geschlossen, um sich zu beruhigen, sondern weil er befürchtete,, daß daö angeblich in England schon verh.eirathete Paar nicht nach kanonischem Recht getraut worden sei. Gegen die Nullitätsklage des Capitans wendete nun seine Gattin Jncompetenz des Wiener Gerichts eln, erhob beim englischen Gerichtshof Beschwerde über das processuale Verhalten ihre? Gatten und begehrte in einer VerHand lung. die unter dem Vorsitz des Justice Gorell Varnes stattfand, das Gericht möge ihr den abgesonderten Wohnsitz bewilligen, dem Vater die Versorgung des Kindes auftragen und demselben verbieten, den Proceß in Wien fortzusetzen. In der Begründung dieser Begehren machte ihr Anwalt Mr. Pvit? chard geltend, daß die vom Capitän Moore in seiner Nullitätsklage vorgebrachten Gründe und Umstände durchWegs falsch seien. Capitän Moore habe vielmehr zu einem bequemen Aus kunftsmittel gegriffen, um den Londoner Gerichten auszuweichen. In den bekannten Processen Wilson gegen Wilson und Armstrong gegen Herzog von Orleans sei beispielsweise das Londoner Gericht mit einem solchen Verbote, wie er (Redner) es begehre, factisch vorgegangen. Der Vertreter des Capitäns Moore. Mr. Barnard. stellte nun dem Richter vor. daß es sich hier um eine in Oesterreich geschlossene Ehe handle, daher deren Willigkeit oder Ungültigkeit nur in Oesterreich entschieden werden könne. Mr. Barnes fällte den Spruck: Capitän Moore habe für das Kind zu sorgen, und es werde ihm verboten, den Proceß in Oesterreich fortzusetzen. Die jüngste Phase in diesem nicht gewvhnlichen Ehescheidungsproceß bedeutet ein Beschluß des englischen Gerichts, wonach in Fortsetzung der VerHandlung bei dem diplomatischen Vertreter Englands in Wien Einvernehmurrgen von Juristen über das öfterreichische Eherecht und über ihre Auffassung der in Frage stehenden Nkchts sache zu erfolgen habend Uuöwandkrung üver deutle Häfen.

Die dem deutschen Reichstag zug'e gangenen Berichte über die Thätigkeit der Reichscommissäre für das AusWanderungswesen im Jahre 1895 beanspruchen' ein besonderesJnteress e,abgesehen von dem Zahlenmaterial, welches die Lücken der Auswanderungsstatistik überhaupt zum Theil ausfüllen hilst. deswegen, weil die Berichte sich eingehend über die Verbesserungen der Auswandererbeförderung äußern, die das große Unglück vom 31. Januar v. I.. der Untergang deS Schnell Kämpfers Elbe", zur Folge gehabt hat. . Von deutschen Häfen kamen für die Auswanderung drei in Betracht, wie im Vorjahre Bremen und Hamburg und außerdem Stettin, wo hie Hambürg - Amerikanische Packetsahrt - Gesellschaft die seit 1893 in Folge der Cholera-Epidemie eingestellte Äeförde rung pon Zwischendecks-Passagieren wieder gufnahm. Im Ganzen wurden befördert über Bremen rund 69,000.

über Hamburg 55.000 und Stettin 211 Personen. Von diesen 124.000 Auswanderern waren 95.074 Ausländer. zum großen Theil aus Ruß-

land und Oesterreich-Ungarn ; aus dem deutschen Reich sind nur 29.226 Personen über deutsche $afi ausgewandert. Während also die Gesammtzahl der Auswanderer über deutsche Häfen im verflossenen Jahr nach einem unausgesetzten fünfjährigen Rückgang wieder einen starken Aufschwung erhielt, ist die deutsche Auswanderung auch im Jahre 1895 weiter zurückgegangen. Wurden über deutsche Häfen im Jahre 1891 noch 93.145 deutsche Auswanderer befördert, so war bis 1894 in fortgesetztem Rückgang ihre Zahl auf 33,566 gefallen; im Jahre 1895 waren es noch 4500 weniger. Das ist in fünf Jahren eine Verminderung um mehr als zwei Drittel. Das Hauptziel der deutschen AusWanderer sind von jeher die Ver. Staaten gewesen; in weitem Abstand kommen dann Britisch-Nordamerika, Brasilien. Chile, Afrika und Australien. So ist es auch im verflossenen Jahre geblieben, und daher liegt es nahe, in den schwierigen wirthschaftlichen Verhältnissen der Ver. Staaten den Hauptgrund für den Rückgang der Auswanderung zu suchen. In diesem Sinne äußert sich auch der Bremer Reichscommissär; er weist darauf hin, daß gerade die nordamerikanischen Ackerbau-Districte die bevorzugten Ziele der deutschen Auswanderung bildeten. indem dorthin bereits angesessene und zu einem gewissen Wohlstande gelangteDeutsche in Zeiten wirthschaftlichen Aufschwunges ihre in der HeiMath zurückgebliebenen Verwandten und Freunde nachzogen, daß die Anziehungskraft der amerikanischen Industriebezirke dagegen, welche im Jahre 1895 steigende Arbeitsgelegenheit boten. fast ausschließlich aus die außerdeutsche Auswanderung wirkte; daraus wird gefolgert, daß die deutsche Auswanderung nach Amerika sich in mäßigen Grenzen halten werde, solange nicht die Verhältnisse der amerikanischen Ackerbaugebiete wieder bessere geworden. Insgesammt sind nach den Ver. Staaten 24.500 Personen ausgewandert, nach Britisch-Nordamerika 1027. nach Brasilien 1317. nach Argentinien 685. Chile 230; nach Afrika sind 885 Deutsche ausgewandert, die Übrigen vertheilten sich in kleinenGruppen auf Mexico und Central-Amerika. Westindien, Peru und Asien. Unter den deutschen Auswanderern des verslossenen Jahres gehörten 2484 der Landwirthschaft an, 800 weniger als im Jahre 1894. Zugenommen hat im? die Zahl der Auswandere? aus dem Handel und freien Berufsarken. Auch aus der Industrie und der Ar-beiter-Bevölkerung ist die Abnahme der Auswanderung gegen das Vorjahr bemerkenswerth gewesen. Die Abnah me der Auswanderung ist gerade in den vorwiegend ländlichen Districten am deutlichsten erkennbar. Aus OstPreußen wanderten 615 Personen aus, im Jahre 1894 noch 653; aus Brandenburg2545 (1894: 2706). aus Pommern 1529 (2401). aus Posen 2280 (2520). aus Schlesien 901 (996). aus Schleswig-Holstein 1642 (2404), aus Hannover 3347 (4501). Aus Bayern sind 1895 2656 Personen gusgewandert, 1894 dagegen 2755. im industriellen Sachsen waren es 1819 AusWanderer gegen 1899 im Vorjahr. . Der zweite Theil der Berichte enthält, wie oben gesagt, Mittheilungen über die umfassenden Vorkehrungen, die seitens des Norddeutschen Lloyd und der Hamburger Packetfahrtgesellschaft mit Rücksicht auf die traurigen Vorgänge beim Untergang der .Elbe" getroffen worden sind. Es werden im ter sorgfältiger Vertheilung der Mannschaften nach Kraft und Befähi gung regelmäßige Uebungen abgehaljen, bei den Booten, den Schotten und der Feuerung. Für Boote klar" und Schotten dicht" sind eigene Signale mit Glocke, Horn oder Dampfpfeife eingeführt; für die Commando-Brü-tken der Lloydschiffe elektrische Alarm, apparate in Aussicht genommen; auf vier im Jahre 1895 neu erbauten Dampfern des Lloyd sind Querschotten von besonderer Stärke hergerichtet und für vier neu in Bau gegebene Doppelschraubendampfer die Schottencintheilung nach den neuesten Ersahrungen construirt. Auf allen diesen neuen Dampfern sind die Rettungsboote so ausgehängt, daß sie in einer Minute in das Wasser gelassen werden können. Auf allen übrigen Schiffen werden mindestens einmal vor oder auf jeder Reise Bootsmanöver, wenn angängig unter Aufsicht des Reichscomissärs, vorgenommen; ferner ist jedes Boot mit sechs Knallpatronen und drei Blaulichtern zur Abgabe von Nothsignalen ausgerüstet, und schließlich werden auf sämmtlichen SchnellKämpfern des Lloyd zum Gebrauch bei Nebelwetter bestimmte, durch Elektricität automatisch in regelmäßigen Zwischenräumen zum Tönen gebrachte Dampfpfeifen eingerichtet, die auf dem Dampfer Spree" im verflossenen Jahre während mehrerer Fahrten erprobt worden sind. Wie der Commissär für Hamburg berichtet, sind auch bei seinen Schiffsbesichtigungen derZustand und die Bereitschaft der Boote, der Schotten und der Jeuerlöscheinrichtungen geprüft worden, ohne daß zu Ausstellungen erheblicher Art sich Anlaß gefunden habe. Von besonderem Werth ist die Mittheilung, daß er die Berichtigungen auch auf die für indirecte Beförderung eingestellten eng lischen Dampfer ausgedehnt und bei diesen auf Verbesserungen, insbesondere der für die Zwischendeckpassagiere bestimmten Raume hingewirkt hat. Dampfer und Segler. Nach der Liste des Bureau VeritaS 1 ür 189596 haben die Segelschiffe er ganzen .Erde eme Abnahme ersahn. Die Zahl der Segelschiffe aller Nationen beträgt 29.570 mit 9,323,? 995 Reaistertönnen. Es sind dies nur die Schiffe von 50 Tonnen netto unh I

darüber; außerdem sind unter 50 Tonnen netto 534 Schiffe mit 19.886 Registertonnen angeführt. Da nun die Zahl der Segler in dem Generalregister für 189495 sich auf 29.333 von 9.545.747 Registertonnen belief. so ist zwar die Aabl der Schiffe aestieaen.

die der Tonnen aber wiederum zurück aeaanaen. Deutschland nimmt mit seiner Segelschiff - Rhederei die vierte Stelle em nach England, den Ver Staaten und Norwegen, und zwar mit 1105 betn sen von 5ü7,862 Ton nen. oder 27.060 Tonnen weniger als 189495. Eine erhebliche Zunahme haben dagegen die See - Dampfschiffe erfahren. ie Zayl ver yandelsdamvfer aller Nationen beträgt nach dem neuesten Register 10.896 von über 100 Registertonnen mit einer Gesammt aroke von 16.333,513 Brutto - Neg stertonnen. so daß also der Raumge halt der Dampfer erheblich über zwe fünftel aröker ist als der der Seael schiffe. Zieht man nun die größere Schnelligkeit der Dampfer in Betracht so ergibt sich leicht, daß mehr als dre Viertel des Seehandels von den Dampfern besorgt werden. Im Jahre vorher betrug die Zahl der Dampfer 10.844 mit 15.657.124 Registertonnen Die zweite Stelle unter den HandelsKämpfer - Marinen nimmt nach Eng' land die deutsche ein mit 826 Damvfern und 1.306.771 Registertonnen aegen 810 Dampfer mit 1.216.092 Registertonnen :m vorigen Jahre, so daß also Deutschland eine Zunahme von 16 Schissen mit rund 90,000 Tonnen ausweist. Deutsche Lokal'vkachrichten. VKinvraink. Aachen. Erstickt ist ein beim 40. Regiment dienender Einjährig - Freiwilliger, der Sohn eines hiesigen Fabricanten, dadurch, daß er in seinem Zimmer den Hahn eines Gasofens ofsen gelassen und erhebliche Gasmengen eingeathmet hatte. Als ärztliche Hilfe in Ansvrucb aenommen wurde, war es zu spät, der junge Mann war bereits eine eiche. Em neuer Kohunsund ist im benachbarten Rüttenscheidt gemacht worden, indem in der Nähe der alten Schule in geringer Tiefe ein Kohlenflöh von 75 cm Stärke ange bohrt wurde. Weitere Untersuckun gen über das durchfahrene Flötz sind im Gange. Die neue Grube hat denNamen Florian" erhalten. Düsseldorf. Gegen den bekannten homöopathischen Arzt Dr. Aolbeding, der schon inUntersuchungshaft war, aus der er gegen 20,000 MarkCaution vorläufig entlassen wurde, ist jetzt auch Anklage erhoben worden wegen versuchter Bestechung des Polizei - Commissärs Blase: Commissär Blsse hat zuerst dafür gesorgt, daß vem Jii. das Handwerk gelegt wurve. K ö l n. In der Freilegung des Domes ist insoweit ein wichtiger Schritt geschehen, als das Hotel .Rheinischer Hof", welches in die Freilegunz nach Westen fällt und zu dem Zweck vom Centraldombauverein erworben wor den ist. seit einigen Tagen geschlossen ist. Mit dem Abbruch wird demnächst begonnen, Vrovtn, 0Nn-vaNau. Frankfurt a. M. Die Gattin des Schauspielers Bauer wurde, als sie Abends aus dem Theater zurückkehrte, in der hiesigen Parkstrabe von einem unbekannten Individuum überfallen, zu Boden geschlagen und mißhandelt. Auf die Hilferufe der Dame ergriff der Attentäter die Flucht. Ob es sich um einen Raubanfall handelte, konnte bisher nicht festgestellt werden. Erhängt hat sich die 20jährige Ehefrau des Bäckers Christian Schilpp. die erst seit Kurzem verheirathet war. Das Motiv ist offenbar ein Anfall geistiger Zerrüttung. Volkmarsen. Am oberen Steinweg. in den Wohnräumen des Landwirths Ferdinand Schmand, brach im oberen Stockwerk des Haufes Feuer aus, wo dasselbe an den vorhan-denen-Futter- und Strohvyrräthen Nahrung genug fand, so daß der ganze Dachstuhl mit einem Male in Flammen stand. Das ganze Gebäude war binnen kurzer Zeit em Schutthaufen. Der Schaden ist bedeutend. W e t t e r b u r g. In unserem Nachbarorte Volkhavdinghausrl ist der Bauunternehmer Heinemann aus Höringhausen von einem schwerenUnglück betroffen worden. Beim Aufladen von Bausteinen fiel demselben ein großer Quaderstein auf das Bein, der ihm den .Unterschenkel total zerschmetterte. w.t Hamburg. Von dem Aufschwunge der' Hamburgischen Rhederei gibt die Thatsache Beweis, daß z. Z. für hiesige Werften 30 Schiffe mit zulammen 128.000 Tons im Bau sich befinden. Der Hamb. Cor?." plaidirt angesichts dieses Zuwachses für eine Erweiterung der Hafen- und Quaischuppen - Anlagen, sowie für die Beschleunigung einev Verständigung mit Preußen bezgl. der Correction der Elbe von Finkenwärder bis Glllckstadt. Die beiden Bankiers Beuther und Gärtner. Inhaber der gleichnamigen hiesigen Sankfirma, wurden wegen Betruges und Unterschlagung verhaftet. In einem Falle soll es sich um die Unterschlagung eines Depots von 60.Y00M, handeln. Das Geschäft wurde polizrifich geschlossen und die Geschäftsbücher beschlagnahmt. Die Kasse war gänzlich leer, Neulich Nachts wurde in die hiesige Petri-Kirche eingebrochen. Sämmtliche Opferstocke wurden ihres bedeutenden Inhalts be raubt. Die Einbrecher fanden den Weg durch ein Kirchen fenster; von dort ließen sie sich mittels Stricken in die Kirche hinab. I3,d,ltttu?a. . Schwerin. DaS vorläufige Ergebniß der Volkszählung vom 2. December 1893. zusammengestellt im kaiserlich statistischen Amt, ergab eine ortsanwesende, Bevölkerung für Meck-lenburg-Schwerin von 596,883; am 1 December 1890 würde' eine Zahl von 573,342 festgestellt, mithin jetzt mehr 1S.541 oder 3,21 Proce,t. '

Vldknvurg. , Oldenburg. Einen 90jährigen Bürgermeister, Namens Kanzelmeyen, besiht das oldenburgische Städtchen Elsfleth an der Weser. Der lte Herr besorgt noch alle Amtsgeschäfte. 6raunst,n,e!g. A r a u n s ch w e i g. Bei dem hier in Anwesenheit des Prinz - Regenten und seiner Familie stattgehabten Passionsconcert verursachte eine Kutze. die sich in die Kirche eingeschlichen, die größte Störung. Während der ersten Nummer einer Bach'schen Motette ertönte es zum Entsetzen des Dirigenten bei einerPianostelle dazwischen: Miau! Miau! Die feierliche Stimmung des Publikums schlug sofort in Heiterkeit um. Da man in der dichtgefüllten Kirche eine Katzenjagd nicht veranstalten konnte, mußte man das Thier beinahe bis zum Ende des Concerts dulden. Besonders die Celli schienen die Katze zu erfreuen, denn so oft diese erklangen, tönte es stets: Miau! Miau! Ehüring. C o b u r g.. Auf dem Bahnhöfe zu Neustadt gerieth eine Frau Götz. als sie den schon im Gang befindlichen Zug besteigen wollte, unter die Räder; sie verlor beide Beine und ist nach der Amputation gestorben. Dietlas. Als der herzogliche Landrath jüngst hier eintraf, um die Gemeindekasse zu revidiren. entfernte sich der Ortsschulze, ging in den Wald und schnitt sich den Hals durch. Wie bis jetzt festgestellt worden ist, fehlen gegen 800 M. G o t h a. Hier ist der Unterofficier Iahn, bisher beim 2. Bataillon des 95. Regiments in Hildburghausen, verhaftet worden, weil er als Kammeruntevosficier beim 4. Bataillon allerlei Gegenstände zum eigenen Besten verkauft und dadurch die Militärverwaltung geschädigt hat. G r e l z. Wegen Unterschlagung von etwa 5000 M. ist der Cassirer der Ortskrankenkasse in Aubachthal. Klempnermeister Kühn, verhaftet worden. Der Verhaftete erfreute sich bisher des allgemeinsten Vertrauens. Weimar. Der Standesbeamte Martin erhängte sich in einer benachbarten Schlucht. Der Beweggrund zu dem Selbstmord ist noch nicht bekannt. 0 hs,N. Dresden. Die frühere Wirthschastevin A. L. Reibetanz stahl hier ihrem Herrn 40.000 M. und verheirathete sich kurz darauf mit einem Ho

telbesitzer in Bautzen, dem sie vorschwindelte, die 40.000 M. seien ererbtes Heirathsgut. Einige Tage nach der Hochzeit wurde sie verhaftet und jetzt vom hiesigen Landgericht zu Jahren Zuchthaus. 10 Jahren Ehrvevlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurtheilt. Eine an dem Diebstahl betheillgte Postschaffnersfrau Böhme erhielt 3 Jahre 3 Monate Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust, ein BuchAusträger Tlscher 3 Monate Gesang niß. Der Mitangeklagte Ehemann Böhme erhängte sich im Gefängniß. R o ß w e i n. Die weltbekannte Firma F. G. Lehmann, Tuch und Flanellfabrik in Böhringen, ist in eine Actiengesellschast umgewandelt wor den. Das Grundcapital beträgt 750, 000 M.. wozu noch eine Hypotheken anleihe von 450.000 M. kommt. Die beiden . seitherigen Chefs. Gebrüder Lehmann. sind als Directoren gewählt worden. W e r d a u. Eine schwere Prüfung ist der Familie des Gutsbesitzers Weidner m Großfalke auferlegt wor den, die innerhalb zweiev Wochen den Verlust dreier Kinder an Diphtherie zu beklagen hatte. Nachdem kaum 14 Tage vorher ern siebenjähriger Sohn zu Grabe getragen war. gab man am Charfreitag einem Sohne von 20 und emer Tochter von 13 Jahren das letzte Geleite. Z w i ck a u. Der von feiner. Ehe? frau getrennt lebende Maurer Böhm begab sich neulich Nachmittags nach der Wohnung derselben unh schoß einen geladenen Revolver auf die Frau ah. Die Kugel fehlte, traf aber einen im Zimmer befindlichen Verwandten in das Gesicht und fügte ihm eine schwere Verletzung zu. Die geängstigte Frau sprang aus dem Fenster zwei Etagen hoch auf die Straße herab und verletzte sich ebenfalls schwer. Die Verletzten wurden in das StadtkrankenHaus gebracht und der Thäter wurde verhaftet. Orofibvrtoatimm flITn D a r m st a d t. Dem Vernehmen nach haben Jury und geschäftssührender Ausschuß die von Professor Fritz Schaper in Berlin eingereichte Modellskizze zu dem Großherzog Ludwig IV. hier zu errichtenden Reiterstandbild zur Ausführung empfohlen. Das Künstler-Honorar beträgt 150.000 Mark. Das Denkmal kommt auf den südlichen Theil deö Paradeplatzes zu stehen. ' Der Fertigstellung wird zunj 18. August 1893 entgegengesehen. Medicinalrath Küchler wollte in sei, nem Wagen einen Schluck Sherry nehmen, vergriff sich aber in der Flasche und' nahm Karbos. Sein Zustand ist sehr gefährlich, aber nicht hoffnung'tz? los. Gießen. Der hiesige Turnverein begeht am 1. und 2. August d. I. sein YOjähriges Stiftungsfest durch Commers, Gesangsvorträge der vereinigten Gesangvereine. Festzug undSchau turnen. Mainz. Eine städtische Abord. nung hat sich ngch Bsrmstadj Hegehen und versucht, die geplante Verstaatlfchung der Posizei in den hessischen Städten abzuwenden. Die hiesige Polizei ist seit einigen Tagen n Aufregung über einen Einbrecher. Jeden Tag werden mehrere Einbrüche dersibt, ohne daß es gelänge, den Thäter zu ermitteln. Die Einbrüche finden am hellen Tage in den belebtesten Straßen statt; der Dieb stiehlt aber nur baareö Geld oder Schmuck- und Werthsachen; Kleider- und Waschgegenstande verschmäht er. , ,, erlangt Mucho's Best 6a dann Cigark."

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