Indiana Tribüne, Volume 19, Number 222, Indianapolis, Marion County, 29 April 1896 — Page 1

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c o AV Vfr w o kS A v sH iy j U W G v U W M Office : No. 18 Süd Alabama Straße. IahriZen?. 19. Indianapolis, Indiana Mittwoch, öen 29. April 1896. No 32

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rÜftmATIQ Vnnnooni von einem ahnlichen Petresakten und gegen Einführung deS FrauenstimmlümüJlS ?UUllt0Ut Philister sprechen. 3n St. Louis chtS sein, weil die L.benSgebräuche r t t rsn f Off . ff .1 Vl . 7 ' "

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lvm MoWftrsJf1'" sSte Herr Sommer

F K 8 8 W K 8 B oi all kinds. ! Aergert Dich Dein Auge z reibe es nicht au, und werfe es nicht von Dir, s sondern wende Dich au I spieet -C 'ftMUSi r i i i tu lKSiT!Oi Sfern' S5dt3 I M I Mm -VfelA U.LV) 07l 7O " 0PT1C1AN- ' - f3M.PENN.ST. CEMISOM H3CL. I n 01 ANAPO LI5 IN 0 man Dir für Dein Auge daS nöthige Vla an ierttgt. önstttche ngea werben jchmerzio asejetzt. Brillen verdm nach den besten Methoden .den Augen angepaßt. M. Gievke. Deutscher f f V i UWIVMVvCv s 40 S Süd (fast, Ecke McCarty Str. Jp Stairs. cxt ttsetl Ptnapank. 7 üd labama Etrabe. I lHU vn..u.m i. w, rnililH. I ..fr,,. wr ........ i Telephon 1269. Unterstützt die II M-iM WM, ietriebe don Union Waschmadche. No. 123, 140 und 142 Virginia Avenue L. Lomerville, Manager. n nftAl talYfcaalMn1O'4l'WUas0(h II vir IÄff:SÄätelÄ!S5 "?r 77:7Ä.r' yomt tvmn -r all youx lim. o U wor. TkltUu lZ!tT' fJy1

Lditorielles.

Von PittSburg wird gemeldet, daß bei dem Umzug, welcher gelegentlich des Sängerfesteö gehalten toird, die ganze Miliz von West Pennsyl- ' i vanien sich betheiligen wird. Da t in der That großartig. Aber nur großartig als Geschmacklosigkeit und Nachässung amerikanischen Brau. ches. Was soll der Solkat bel dem friedlichen Wettkampf der Sänger? Kommen wir in Amerika am Ende auch noch dahin, daß kein Fest mehr ohne Soldaten und Uniformen abgehalten werden kann? Die Betheiligung der Miliz an dem Umzüge bei einem deutschen Sängerfeste, die Anwesenheit von Uniform und Schießgewehr inmitten deutscher Sänger ist eine Absurdität sonder ""f"1Der Jndiana Turnbenrk bat die Frag betreffs Ausnahme von Frauen in den Turnerbund wie nicht anders zu tttnarttn war. verneint. Der biekiae 0,iflIe Turnverein hat allerdings für Aufnahme gestimmt, aber die conservztiven Chicagoer Vereine gaben naturttck dn Au5sckkaa. Sicker ist. dak - --r - u 7'- r der urnbun& diese Frage nicht in fortschrittlichem Sinne lösen wird. Nun, die Welt geht darüber nicht zu Vötuuvc, uiiv rl ""1" v' Q V ..mV la. vEA4rf.lf m ;1 IT i I meinen wird nicht tttu jteyen, wenn oer XumctDuno auch vorläufig Frauen ausschließt, und der Turnerbund selber wird daran auch nlcht zu runde gehen. Ms i mm t rvt B hin hn1it VM n ni inti I

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elne Organisation, welche angeblich in Amerika an der Spitze deö Fortschritts tm K f vfiif1i A Whllrt1tnrt ftff I .w ,u....m,v.. v.m,v..0 vr damit begnügt, in allen praktischen Fragen des LebenS hinterdrein zu marschirm und Wunder glaubt was zu thun, wenn sie dte Btersrethett alö daS Ideal aller " personlichen Freihtlt promulgirt. 3n diestm Punkt ist auch der ärgste deutsche Phmster freisinnig. unler loittjen urnuanoen sreur es uns, daß unser Sozialer Turnverein sich wiederum aus Seite deS FortschrittS gestellt hat und wir machen ihm unser Compliment dasur. Wir haben gestern von Pemrich Metzner gesprochen. Wir wollen heute wurde in der Tagsatzung des Missouri Turnbezirks die Frage ebenso erledigt uit tu vtyn,uÖv. v.. iiiti vv wuji' w. . . i (( Ui s ? hi.ll fhnUIri direktor Sommer eine Rede, bezeich, nete da likbende von Allen geliebte I auSmutterchen als daS Ideal der Frau und erklärte, daß die alte Garde in dieser Frage der Neuzeit keine Konzesfionen mache. Darin gleicht die alte Garde den eigenfinnigen Mauleseln, keine Konzessionen machen. Wir lösen diese Frage nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Ge Man mub eben der alten, uralten Garde angehören, um den Verstand zu verleugnen, waS am Ende keine große Kunst ist, wenn man keinen hat. Sehr richtig bemerkt daS St. Louis Taablatt" in diesem Falle: Ö i u Und sein angebliches Gefühl" ge gen die Mitgliedschaft von Frauen in einem BildungSverein schützt ein Schuldirektor vor. dessen aesammteö Lehrerpersonal weiblichen Geschlechtes ist!! Mit Hunderten von Frauen hat Herr Sommer in amtlichen Lehrer-Konfe-renzen, wie auperamtlichen Lehrer-j Versammlungen und Convent'onen zu I tagen und zu berathen, ihr Urtheil zu l hören und ihre Stimme zu zählen im Rathe deS Turnvereins, der doch schließlich nur eine Art von Zweig9i m?, SKs..tk. ia

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lttia kr den Damen weder Sitz noch . c.te.:rr:4 t -1 I uuimt viuiuiyi tyuuca, Würde Herr Sommer geneigt sein, die Rede, die er gestern vor den Turn?rn aebalten. auf der Amerikanist? I 7 ' ' -" i , - ....... . . I eyrer - onoeniion m engiiicyer &riTrthr lu wiederbalen ? I , g " 7 Ja oder nein an dieser Frage sollte er sein Gewissen und die Echtheit seineS angeblichen Gesuhld" gegen weibliche TurnerschaftS-Mitglieder auf die Probe stellen ! Das ist er sich selber und der WahrIt.li fi. (lf . l - lulOl9 Das Tagblatt" hätte ruhig diese Frage sofort mit Nein" beantworten . . ' . , , , , , können. Solche Geister haben bloß I Muth unter ihres Gleichen. Der Phi-

lister hat bloß den Muth der Ueberzeugung, wo der Philister in der Mehrheit ist. j Die aan,e Sacke ist. wie gesagt,

- - u i i i w w nicht von weltbewegender Bedeutung, aber wir wurden doch gerne sehen, wenn in diese? ftraae der Turnerbund zum Mindesten so fortschrittlich wäre wie beispielsweise der. Orden der Knights & Ladies of Honor. der in seinen Logen den weiblichen Mitgliedern Sitz und Stimme verleiht. Man sollte doch bedenken, daß wir im Ende des neunzehnten Jahrhundert?, des Jahrhunderts der Troßindustrie und des Kapitalismus leben. Die Zeit, in welcher Königinnen am Spinnrad saßen und Edeldamen ihre Wäsche flickren, die Zeit in welcher die vier Wände des Hauses die ganze Thätigkeit der bürgerlichen Frau einschloffen, ist nun einmal vorüber und sie kommt auch nicht mehr. Die Hausfrau, welche uns die sentimentalen Dichter der Empfindsamkeitsperiode und der Gesühlöduselei schildern, ezistirt nicht mehr. Heute müssen Millionen von Frauen sich selbstständig durch die Wett schlagen, so gut sie können. Wir sehen die Frau in fast allen bürgerlichen BerusSarten, wir sehen sie als Verkäuferin, als Maschinenschreiberin, als Fabrikarbeiterin, als Lehrerin, als Buchhalterin u. s. w. Ust0 ti Rnb icht nur Mädchen, welch . . M r öle k Vk lyalttgUNgeN 00ttkgeN, ,0N yzxn auch derheirathete Frauen, deren nicht genug verdienen, um die milie zu erhalten. So zwingen, allerdings zum Nach r rrr fi r r t ng der Männer, die wirthschaftlichen Verhältnisse den Frauen eine immer r I f. stfl" .i k . C aroBetc ciüuuor.Diaicu aui. uuet gad. denen, welchen die Frau gut geug ist als Arbeiterin oder in sonst iner Beschäftigung, steht die alte sentimentale Gefühlsduselei am schlech testen an, für sie schickt sich am wenig pcn die Weigerung die Konsequenzen ju zhen. 3 die Frau, oder das Mädchen, 0llt genug zum Arbeiten und zum Geldverdienen, so wird sie wohl auch gut und klug genug sein. Mitglied ei neS Turnvereins zu sein. Man kann bei aller freiheitlichen Anschauung alS Deutscher in Amerika der Amerikaner in vielen Dingen grundverschieden von denen der Deut rnn NN0. 0.0 iNNkrylliv 0kS AUtNCI r . 'tt O hundeö herrscht eine solche Verschieden bett der Anschauungen nicht, und die Fen und Mädchen, welche Lust ha hen, Mitglieder eines Turnverein zu erden, unterscheiden sich in der Ge finnung wohl nicht von den Turnern. J dieser ganzen Angelegenheit spielt der Turnerbund eine höchst traurige Rolle. VmljlNchricljlell. Inland. Wetterbericht. Kühler, Regen, vielleicht Gewitter heute Nacht; morgen trübes, kühles Wetter. Gestrige Temperatur : Mari mum 84 Grad, Minimum 63 Grad D a S Sangerfest in Pittsbürg. Pittsburg, Pa , 28. April. Nur noch wenige Wochen bis zum 28. Sängerfestes deö Nordamerikanifchen Tangerbundes. Alles deutet daraus hin, daß sich daS Fest zu einem der erfolgreichsten, die je von dem Nord amerikanischen Sängerbund veranstal tet wurden, gestalten wird. Die Ver Handlungen der letzten Versammlung Ix. 5r.t.sm.,sFsr. xk. die Vorbereitungen für das Fest zum igrupicn -icu uuucnvci jinu und oap sei cr-c .:t .rr.-v. c w v v.c Alles zur rechten Zeit zum Empfang der Gäste bereit sein wird. Die Eineinnatier Sno(r hahtn Duarittrt für ' " o i - i uu Mann oelegr. rrv , , an hrm tinrn CS.hffsfifRtVdnr ' - " " - - "7WI Uw!" schall, Herrn Arnold Schneider, erftat teten Bericht ersichtlich ist, wird der I nestzug großartiger und prächtiger werden wie irgend einer, der je hier veranstaltet worden ist. Außer sämmt lichen deutschen Vereinen wird sich die I CTO: f . . m v r. . iyunjc x-iuij von AVen-vennzyivania an dem Umzug betheiligen. Die Tur ner des PittSburger Bezirks, 2500 an . ort. . , der Zahl. Werden wahrscheinlich eine besondere Division de, Zugeö bilden

Von den 5000 SaisonbilletS für die Festkonzerte ist bereits ein großer Theil in wenigen Tagen verkauft worden.

- Der Jackson-Prozeß. Cineinnati, 28. April. Der Prozeß gegen Jackson wurde heute in Newport fortgesetzt. Der wichtigste Zeuge war der früher erwähnte Neger Jackson, welcher auSsagte, daß er an dem Freitag Abend, an dem der Mord begangen wurde, von einem Unbekannten, in dem er später Walling wieder erkannte, in der Straße für $5 engagirt worden sei, einen Wagen bei einer Fahrt zu lenken. Der Zeuge sagte : Ich wartete etwa eine halbe Stunde, eS mögen auch wohl Dreiviertel gewesen sein, bis der Unbekannte, welcher fortgegangen war, mit dem Wagen kam. - Ich stieg auf den Bock und er (Walling) setzte sich neben mich. Wir fuhren die Elm Str. entlang zur Dritten, östlich an Dritter zum Broadway, dann über die Central Eisenbahnbrücke nach Newport. In der Nähe eines GebäudeS, welches, wie ich später erfuhr, eine Distillerie ist, hörte ich merkwürdige Laute, die wie unterdrückte Seufzer klangen, gerade als ob Jemand schwer an Zahnweh leide, auS dem Wagen dringen. DaS gefiel mir gar nicht, die Sache kam mir unheimlich vor und ich wollte mich vom Bock machen, da zog der Unbekannte neben mir einen Revolver aus der Tasche, hielt die Mündung gegen meinen Kopf und sagte : "You g . . . d . . . b . . S. . ., ik you don't drive the horse, 111 drive you to hell!" Wer war der Mann auf dem Bock, der die Waffe auf Sie anlegte ?" Alonzo Walling." Wer war der Andere im Innern des Wagen ?" DaS war, wie ich spater erfuhr. Scott Jackson." Dieser half der Dame aussteigen, welche mit ihm im Wagen aß, als wir nach langer Fahrt anhielen. Die beiden Männer faßten die Dame jetzt von beiden Seiten unter die Arme und gingen mit ihr dem Gebüscke zur Seite deS WegeS zu, während sie mir zuriefen, mit dem Wagen umzukehren. Ich wartete etwa 15 Minuten und hörte ein so eigenthümliches Geräusch, daß ich von Entsetzen gepackt wurde und in vollem Laufe den Heimweg antrat, durch die Felder rannte und erst gegen Morgen wieder in meiner Behausung anlangte." ,, Spanische Gewaltthaten in E u b a. KeyWeft, Fla., 28. April. Briefe auS Havana melden, daß der Amerikaner Delgado, welcher vor mehreren Wochen auf Befehl deS Generals Melquizo von spanischen Soldaten so schwer verwundet wurde, daß er für odt liegen blieb, sich langsam wieder erholt, daß aber der brutale spanische General mit seinen Schlächtereien in der Provinz Havana ungehindert fortfährt. Trotzdem die amtliche Untersuchung ergeben hat, daß Melquizo alle die ihm zur Last gelegten Greuelthaten begangen hat, ist er seines CommandoS nicht enthoben worden, weil er in Madrid so starken Einfluß besitzt, daß seine Vorgesetzten nicht ge gen ihn vorzugehen wagen. 3n den letzten beiden Wochen soll er, wie gemeldet wird, wieder verschiedene Schlächtereien anbefohlen haben. In der Nähe von Eampo Florida hat er 9 friedfertige Landleute verhaften und erschießen lassen. 3n MinaS sielen 19 PacisicoS" in seine Hände und wur den erschossen; in der Nähe vsu Bainoa verwüstete er 10 Farmen und ließ 40 Arbeiter tödten. DaS Furchtbarste bei der letzten Schlächterei ist, daß sich auch Frauen und Kinder unter den Nieder gemetzelten befanden. In der Nähe von Jaruco soll Melquizo 47 Personen, die auf den Feldern aufgegriffen wor den waren, haben tödten lassen. Die Leute fliehen auS der Gegend, in welcher Melquizo haust, nach Havana, um ihm zu entrinnen. m , m Ausland. Hohenlohe krank. Tod eine G esch ich tö schreibe? s. Berlin, 28. April. Heinrich Gotthard von Treitschke, der namhafte deutsche Geschichtsschreiber, ist gestoroen. Berlin. Die Post" sagt,, daß

Kanzler von Hohenlohe in Folge ge - störter Gesundheit für den Rest der Session vom Reichstage abwesend sein wird. Eine deutsche Streitmacht schlug am

5. April einen großen Streitkörper der aufständischen Hottentotten und tödtete 46 derselben. Die Deutschen verloren 8 Todte. Zum Tode verurtheilt. : London, 23. April. Der Colonialsekretar Joseph Camberlain verZündete heute im Haufe der Gemeinen, daß die fünf Führer des ReformcomiteS von Johannesburg, 3. H. Hammono, grancis RhodeS, Geo. Farrar, Levisel Phillips und Charles Leonard zum Tode verurtheilt find. Mr. Shamberlain fügte hinzu, daß er nach Eintreffender Nachricht dem Gouverneur der Kapkolonie, Sir HerculeS Robinson, telegraphirte, FolgendeS dem Präsidenten Krüger mitzutheilen : Die Regierung hat soeben ersahren, daß daS Todesurtheil über die fünf Führer deS Reformcomiteö verhangt ist. Sie hegt keinen Zweifel, daß Ew. Ehren daS Urtheil umändern wird und habe ich das Parlament der Ueberzeugung versichert, daß dieses die Absicht Ew. Ehren ist." John HayS H'ymond, eines der Mitglieder deS ReformcomiteS, hat sich mit den Anderen deS Hochverrathö in jenem fremden Lande schuldig bekannt. Mr. W. 3. Galloway stellte die Anfrage, ob daS Gesetz, unter welchem die Führer deS ReformcomiteS von 3ohanneöburg prozeffirt wurden, nicht die ConsiSzirung ihreS Eigenthums im Falle einer Ueberführung und d?r Todeöstrafe vorschreibe. Mr. Chamberlain antwortete, er sei nicht im Stande, diese Frage zu beantworten. Allerlei aus Deutschland. Die Duellwuth. zialdemokratischerEinsluß. Der Hamburger Rathskeller. Berlin, 23. April.. Eö knallt weiter im Grunewald, dem klassischen" Duellboden. Wie eine höhnende Antwort aus all' die Erregung der letzten Zeit, auf all' die aufrichtige und gekünstelte Entrüstung in den obersten Schichten", im Parlament, in der Presse, am Biertisch, ist daS Knallen der Schüsse, welche heute im Grünewald gefallen sind. Diesmal waren eS ein Ingenieur und ein Schriftsteller, welche sich mit der tödtlichen Waffe in der Hand gegenüberstanden. Die Namen und die Veranlassung werden noch geheim gehalten. Meinungen werden eingeholt und Radikalmittel vorgeschlagen. HofPrediger Dryander hat aus Befragen erklärt, daß nur ein striktes Verbot der Offizierduelle Remedur schaffen könne. Und der Dichter Ernst von Wildenbruch betont die Nothwendigkeit 'der Hebung deS allgemeinen Niveaus der Nation. Weder der Kaiser noch der Reichstag könne daS Duell beseitigen. 3m Allgemeinen liegt die Befürchtung nahe, daß die Ausregung über den Duellun fug, welche durch den Fall Kotze-Schra der hervorgerufen wordI ist, bald ver pufft sein wird. DaS Militär Wochenblatt" ver theidigt die Unsitte, welche immer wei ter um sich und immer tiefer in das Leben und Thun ganzer Familien ein greift, m energischer Weise. Die im Duell schuldlos Gefallenen wären, wie im Kriege, für die Ehre in den Tod gegangen. Jeder Stand hätte seine besondere Ehre. Und zum Beweise dieser merkwürdigen Anficht werden sogar Bibelverse angeführt. ES giebt kaum eine allgemeine Angelegenheit, an welcher sich nicht als Nebenfrage die sozialdemokratische in irgend einer Form knüpft. Nun auch die GewerbeauSstellung. Wohl dürste die Eröffnung am 1. Mai, welche also mit dem Arbeiterfeiertage zusammen fällt, den letzteren in den Hintergrund drängen. Die Sozialdemokraten ha ben etwa dreißig, die Anarchisten zwei Versammlungen für den Tag arran girt; die Gewerkschaften tagen Vor mittags, die Wahlvereine Abends. Die ultramontane Kölnische VolkS-Zei tung" meint aber, eS hätte nichts geschadet, wenn die Eröffnung der AuSstellung verschoben worden wäre. Wenn man die politischen und sozialen Vorkommnisse der vergangenen

, Woche überschaut, muß man zu dem Resultat kommen : Der Weizen der Sozialdemokraten blüht. Montag .ind Dienstag die Duell - Debatte, Mittwoch der Prozeß Hammerstein

und Donnerstag daS Todeöläuten der Sozialpolitik. Die DonnerstagSdebatte im Reichstage hat dieser mit so vielem Pomp angekündigten Richtung den Gnadenstoß versetzt. Wohl heißt eS, daß der preußische Minister für Handel und Gewerbe Frhr. v. Berlepsch noch am Arbeiterschutz festhält aber er erscheint isolirt. König" Stumm, welchem jeder SozialiSmuS, in welcher Form er auftreten mag. ein verhaßter Greuel ist, hat, obwohl er in . M Mit SV - 1 oer oenrwurotgen Beryanvlung am Donnerstag nicht den Mund ausmachte, den Sieg davongetragen. Und die Eonservativen ? Die Naional Zeitung" konstalirt an einem Beispiel den politischen ModeWechsel". Früher hätten die Conservativen die radikalsten Mittel zur Aenderung der Zustände in den Bäckereien empfohlen, jetzt opponirten sie selbst der Anordnung deS Bundesrate?, welche den zwö.fstündigen Mazimalarbeitstag einführt. Dem altberühmten Bremer Rathökeller ist ein Konkurrent entstanden. 3n dem prächtigen neuen Rathhause, dessen großer Festsaal gelegentlich der Srössnung des Nordostjeekanalö mit dem von dem Hamburger Senat dem Kaiser und den Bundeöfürsten gegebenen Bankett eingeweiht wurde, ist auch ein großer Rathskeller eingerichtet worden, welcher von Senat und Bürgerschaft mit einer großartigen Festlichkeit eröffnet wurde. Unzählige Besucher strömten nach den prächtigen Hallen deö Rathhauseö, wo ein Festbankett und Ball stattfand. Die Stadt hat dafür gesorgt, daß die trefflichsten Weine für den Keller angekauft worden sind, so daß sich der Hamburger Rathskeller vor seinem Bremer Konkurrenten nicht zu verstecken braucht. Ein neues Kabinet. P a r i S, 28. April. Heute Abend wurde verkündet, daß M. Meline in der Bildung eines neuen Kabinets erfolgreich war. Das Ministerium wird wahrscheinlich am Donnerstag verkündet werden, da M. Meline am 1. Mai im Amte zu sein wünscht, um dieVerantwortlichkeit für Aufrechterhaltung der Ordnung an jenem gesetzlichen Feiertage zu übernehmen. ES lohnt sich, Hood'S Sarsiparilla zu gebrauchen. Bei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zu haben vor Grippe, Lungenentzündung, DiphteritiS oder Fieber. Hood'S Pillen sind von den ausae suchteften Pflanzen sorgfältigst zube reitet. John P. Heckman in Haughville wollte von einem Miether die fällige Miethe kollektiren, bekam aber nicht?. Darüber ärgerte er sich so kolossal, daß er nicht im besten En zlisch seinen Gefühlen Luft machte. Der Spaß kostete ihn aber $15. tXT Mary und Henry BurnS behaupteten gestern vor dem BundesCommissär Van Buren, daß Annie ConnerS ihnen die Papiere und daS Geld gegeben habe. Der Commissär glaubte ihnen, schickte die Annie Con nerS wieder nach dem Armenhaus und ließ die BurnS laufen. Der New York Store. (Etablirt 1853.) Eine Bichcle Gelegenheit. Lenox Model & Muster 1895. So gut wie irgend ein Bichcle für $35.00. Unser Preis war loszuschlagen, jetzt $59 00, um sie $39.00

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