Indiana Tribüne, Volume 19, Number 221, Indianapolis, Marion County, 28 April 1896 — Page 2
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. Fndiana Tribüne. Erscheint Täglich und Souutagl. Die täglich Titbüne kostet durch enZtlaex 1 Cent per Ooche, die eonntagS..Tribüne'S ffcntl per lSoche. ve!d ,usame 15 Cent der SS Cents per Etsnat. Per Post nnberhalb be, ttadt zugeschickt i orauSbe,ahlung V pei atzr. oms 18 Lüd Lllabama StraKt. Indianapolis, Ind., 28. April 189. (C rfa maW rntfp end en,J Streiftichter von der Gartenstadt. Chicago. Mitte April. $en Bösen sind sie los, die Bösen sind geblieben" - so Würde wohl der Altmeister Göihe sagen, wenn er einen Blick auf den neuverjüngten Chicagoer Stadtrath werfen würde, der trotz des üblichen ersten guten Besenstriches-, nämlich der Umstoßung einer Vudel-Qrdinanz und der vorläufigen Errettung ein der schäbigsten Straßen aus den Alauen ewes VerkehrsmonopolZ schon jetzt verzweifelt wenig Aussicht bietet, die Gartenstädter aus ihrem aUgemeinen Schlamassel herauszureißen. Im Uebrigen geht jetzt wieder ein sehr moralischer Frühlmgswind durch die Stadt, und wenn man im Großen nicht ausrichtet, will man wenigstens im Kleinen an allen Ecken und Enden rnoralisiren und reformiren. Namentlich hat man es anscheinend auf die Hebung der lieben Schuljugend abgesehen. Verschiedene Kreuzzüge" sind in dieser Hinsicht gleichzeitig im Gang. Da ist z. B. das furchtbare Cigarettenlaster. .Jene famose Ciga-letten-Ordinanz. von der ich Ihnen im vorigen Jahre plauderte, scheint herzlich wenig genützt zu haben und reichlich wieAprilregen laufen die Klagen über d:n Umfang dieses Lasters bei Chicago) Jung-Amerika ein. Da sollen denn die Skulmahms" und das männliche Zubehör selbe? mit aller Macht einschreiten, und in den Schulen wird sehr schwunghaft in einer Art Cigaretten-Temperenz-Unterricht gemacht. Daß dabei etwas Erkleckliches herauskommen werde, glauben die Prinzipale u. s. w. zugestandenerma ßen selber nicht; aber mit einem Eifer, der geradezu etwas Tragisches hat, baben sie dennoch den Kriegspfad be schritten. Bedeutend mehr könnten wohl .die Herren Eltern" ausrichten, wenn sie es sich getrauten. Ein anderer Kreuzzug gilt einem, in seiner Art vielleicht noch gefährlicheren Laster. Hatte man da so viel Wesens von dem Krieg gegen die automatischen Einwurf-Maschinen gemacht, die zu gleich eine Lotterie und ein Glücksspiel darstellten. Es schien wirklich gelungen zu sein, dieselben zum guten Theil auö vielen öffentlichen Plätzen zu vertreiben, in denen das erwachsene Chicagoerthum verkehrt. Aber siehe da! man hat jetzt die erbauliche Entdeckung gemacht, daß sie desto zahlreieher in iiner Menge kleiner Ladchen und Hinterstllbchen auftauchten, in denen die Schuljugend ihren .Candy", ihr Backwerk und ihren Schreibbedarf holt, und mehr als je dazu beitragen, die Schulkinder zu Gambiern" zu erziehen! Was aber aus erfolglosen Gambiern Alles werden kann, dafür gibt eö ja Tausende schaudererregender Beispiele, und wie die Alten sungen, so zwitschern die Jungen". Es wäre in der That sehr traurig und beschümend, wenn es nicht einmal gelingen sollte, diesem Bacillus beizukommen, und ich will nur hoffen, daß ich Ihnen wenigstens darin seinerzeit Fortschritte berichten kann. Auch die bloße leibliche Gesundheit der Schuljugend mochte man jetzt vor einem neuen, oder vielmehr alten Uebel bewahren. Wieweit dieses Uebel ein wirkliches ist. wage ich nicht zu entscheiden, möglicherweise hat die stets mit wärmerem Wetter eintretende Bacillenfurcht die Geschichte in einem etwas allzu unheimlichen Lichte erscheinen lassen. Es bandelt sich nämlich um die so unschuldig aussehenden Schiefergriffel. Schon bor einigen Jahren war weit östlich von hier, in FankeeAthen nämlich, lebhaft darüber geklagt worden, daß das Kauen solcher Griffel zu einem großen Laster bei Mädchen und Knaben werde. Jetzt ist das Entsetzen hierüber mit einem Mal in den pädagogischen Kreisen der Gartenstadt Mode geworden; aber nicht allein gegen die unschöne Gewohnheit, diese Griffel in den Mund zu nehmen, richtet sich der Kreuzzug, sondern auch gegen den weitverbreiteten Gebrauch, die Griffelstücke auszutauschen. Dadurch sollen nämlich schon allein Millionen von Krankheitsbacillen verbreitet werden (unter Millionen" kann man e3 natürlich in diesem Artikel nicht thun), und sogar seuchenfreie Griffel in den Mund zu stecken, soll das klare Denken des Schulkindes ungemein beeinträchtigen. Nun. gut gemeint ist diese Bewegung jedenfalls. hoffentlich bleibt bei allen den .Kreuzzügen" auch noch eit genug übrig, um den Kindern einige nützliche Kenntnisse beizubringen, damit die Chicagoer Elementarschulen doch etwas mehr sind, als bloße dilettantenhafte Kleinkinder-Bewahr-anstalten, so Vieles auch zu bewahren wäre! Doch auch die erwachsenen Gartenstadter werden in dieser allgemeinen moralischen Strömung nicht ganz dergessen. ; Eine Bewegung, an welche die Temperenzler einige Freude haben können. ist zur Zeit unter den Chicagoer Schankwirthen im Gange. Dieselben sind zu der Ansicht gekommen, daß ihrer zu viele sind (rund 6500). und daraus schauderöse Mißbräuche und Selbstschädigungen entstehen (wohin u. A. auch die verwünschte Ausdehnnng des Freilunch-Systems gerechnet wird). Wie' sie aber darin Wandel schaffen sollen, ohne daß irgend einer zu kurz kommt, davon hat keiner der guten Leute eine Idee, und die Aufgäbe ist ja euch beinahe so schwierig, wie diejenige desFreiherrn von MünchHausen, sich ameigenen Zopf aus dem
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Sumpf zu ziehtti. Daher wird ii allem Anscheine nach auch diesmal bei papierenen Beschlüssen bleiben, und unvergänglich ist die Herrschast des Freilunches und großentheils auch des Fünfcents-Bierkesselchens (trotz der Erhöhung des Faßbier-P.reises). Die Existenz der Mehrheit der gewöhnlichen gartenstädtlerischen Schantwirthe wird unstreitig eine immer schattenhaftere worunter ich übrigens beileibe nicht die körperliche Erscheinung verstanden sehen möchte! und zum. Uebersluß verdirbt ihnen noch die StrampelradManie einen bedeutenden Theil des einzigen profitablen Geschäfts, das sie haben, des Glasverkaufs-Geschäftes. Seit nämlich das Radfahren so um sich gegriffen hat, laben sich Tausende durstiger Seelen, die sich früher nur bis zur nächsten Ecke bemühten, fast immer in weit entfernten VorstadtKneipen, wohin die verflixten Stahlrosse sie geführt; es sollte mich nicht wundern, wenn in der nächsten Zeit diele Schankwirthe aus dem Innern der Gartenstadt sich ebenfalls nach den Grenzergebieten verziehen '. würden, wenigstens für die schöne Sommerzeit. Selbstverständlich wird 'auch der.-ja niemals, schlummernde. '.geschäftliche und sonstige Unternehmungsgeist Chicagos von den Lenzlüften mächtig zu vielgestaltigem Leben geschwellt.--und wenn man die Hoffnungsschifse. welche in dieser Hinsicht flott sind, mit einem Mal auf den Michigansee hinaussah ren lassen könnte, so würde das eine noch v i e l g r ö h e r e Flotte ausmachen, als die vierhundert Güter-Boote, welche hier, deS Winkes gewärtig und mit Mais und anderen Schätzen reich beladen, jeden Augenblick in die Bin-nenseen-Welt stolz wieder einziehen können, nur mit dem Unterschied, dah letztere Flotte doch eine viel solidere Fracht hat! Damit möchte ich noch nicht gesagt haben, daß alle Pläne bezüglich geschäftlicher und öffentlicher Neuerungen bloße Windschläuche seien. Es ist z. B. gegründete Aussicht vorHanden, daß die Gartenstadt bald noch eine großartige Musik-Halle kriegt; auch ist mit Bestimmtheit zu erwarten, daß die zahlreichen und patriotischen Böhmen Chicagos in nicht zu ferner Zeit ihr Gelöbniß erfüllen werden, ein großes böhmisches Alten-Heim zu bauen, welches meines Wissens das erste dieser Art in unserem großen Lande sein und sich jedenfalls schon aus ehrgeiziger Eifersüchtelei bemühen wird, den deutschamerikanischen und den israelitischen Altenheimen in keiner Weise nachzustehen. Aber mit der Restauration und Kirche der Herren und Damen Vegetarianer scheint es noch immer gute Wege zu haben, obwohl die Pflanzenesser-Bewegung offenbar in allen Theilen dieser SchweinepöklerStadt langsam wächst. Eine recht interessante verkehrsgeschäftliche Reform von nationaler Bedeutung mag auch durch ein Experiment eingeleitet werden. welches Anfangs des Rosenmonats auf der Südseite vor sich gehen soll: nämlich betreffs der ausschließlichen Verwendung von Drucklust als Bewegungskraft für oberirdischeStraßenbahnen, und zwar in der Art, daß eine Lähmung des Verkehrs auf der ganzen Linie durch den Unfall eines einzelnen Wagens gar nicht mehr mög lich sein soll. Das Ware für die armen Gartenstädter, bei welchen dieses Ereigniß beinahe zu den alltäglichen Dingen gehört, . natürlich eine unschätzbare Wohlthat, und daher werden sie sich diese Reform gerne gefallen lassen, obwohl sie darin nicht ganz an der Spitze der Civilisation marschiren, sondern einer kleinen Stadt im Empire State" den Vortritt lassen müssen, und obwohl der Erfinder keinen Tropfen Chicagoer Blutes in den Adern hat. Ueberdies kann sich die Gartenstadt eines solchen Ueberflusses an Erfindern rühmen, daß sie neidlos etliche auch benachbarten Dörfern zugestehen darf, eine Noblesse, die sie sich schon wiederholt geleistet hat. Ich meine es vollkommen ernst mit diesem Ueberfluß an schöpferischen Erfinder-Genies in Chicago, und stolz darf ich hinzufügen, daß das Deutschthum einige der b e st e n derselben stellt. Bei nächster Gelegenheit werde ich Sie einladen, mit mir. in die Schaffens-Werkstatt des einen oder anderen dieser Genies ein zutreten, und ich versichere Ihnen im Voraus, daß der Besuch reichlich der Mühe werth sein wird. Auch das schaffende künstlerische Leben der Gartenstadt hat vom Deutschthum einige seiner bedeutend sten Vertreter erhalten. Nur die dramatische Kunst ist von dieser Seite noch so gut wie gar nicht repräsentirt, so viele hochdramatische Momente sich auch in der Geschichte Chicagos finden. Von den deutschen Tonkllnstlern und Musikdirigenten Chicagos aber brauche ich Ihnen nicht erst zu erzählen, da ihre Namen weithin einen gutenKlang haben über Land und Meer hinüber. Daß die deutschamerikanische Poesie in Chicago blüht, und sogar deutsche Blaustrümpfe mitunter Verse schreiben, welche von der Kritik mit denen eines' Emanuel Geibel verglichen werden, dürfte Ihnen gleichfalls bekannt geworden sein. Doch bin ich der unmaßgeblichen Meinung, daß Chiccgo darin von seiner berühmten Nachbar stadt Bier-Athen noch etwas in den Schatten gestellt wird. Daß die deutsche Repräsentation in der Malerei und den bildenden Künsten Chicagos gar nicht zu verachten ist, hat sich schon in den Weltausstel. lungö-Zeiten gezetgt. und Sie würden noch viel mehr Zeugnisse dafür finden, wenn Sie gegenwärtig die Säle des Art Institute" und anderer Chicagoer Kunst - Ausstellungen durchwandeln würden. Und hierher gehört auch ein Kunst-Zweig, welcher ' vielleicht auswärts noch zu wenig beachtet worden ist, und worin, es die Gartenstadt bis jetzt am Weitesten unter allen amerikanifchen Städten gebracht hat: nämlich die Porcellan- und Thon-Malerei, welche seit einiger Zelt in gewissen, großen Kreisen Chicagos bei beiden Geschlechtern ßeradezu als Cultus getrieben wird, m netreulichem Nackstre-
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ben zu Itn großen Vorbildern tn Dresden, Meisten u.s.w.-Die JahresAusstellungen der Geranie Association" in Chicago sind stets bedeutsame Ereignisse. Und da darf ich auch nicht unerwähnt lassen, daß der männliche Hohepriester dieser Kunst in Chicago. F. L. Grunewald, einer unserer strebsamsten und hochsinnigsten Deutschen ist. Zugleich entwickelt sich dieser Cultus in Chicago zu einer sehr beachtenswerthen Industrie, welche schon seit mehreren Jahren die Bedürfnisse des Westens und Südens (und letztere sind in dieser Beziehung gewiß keine uncultivirten) in großem Maße versorgt. Andere amerikanische Städte dürfen sich schon eilen, wenn sie damit einigermaßen Schritt halten wollen. Eine Frühlings-Erscheinung des Chicagoer Lebens, bei welcher es mir ganz krabbelig" zu Muthe wurde.habe ich jüngst zum ersten Male beobachtet, nämlich eine ziemlich rasch um sich greifende schauderhafte Manie tn der vornehmen Damenwelt, sich lebendige Eidechsen, namentlich die wegen ihres häufigen Farbenwechsels bevorzugten Chamäleone, zu halten, um sie beständig in ihrer Halss-und Kopfgegend auf sich herumspazieren zu -lassen. Brr!! Das hätten die alten Griechen erleben sollen! Die würden beim An blick solcher Evastöchter sofort an. die schlangenhaarigen Furien gedacht haen! J. R. Segen den Shefche.dungSNnsug in den Territorien. Dem Congreß steht über den Erlaß von Ehescheidungs - Gesetzen nur in soweit, als die organisirten Territorien, das theilweise organisirte Territorium Alaska und der Distrlct Columbia, in Betracht kommen, eine Autorität zu. Wenn eine TerritorialLegislatur ein Ehescheidungs - Gesetz annimmt, das dem Congveß nicht genügt, dann kann letzterer dasselbe aufheben. In Oklahoma sind nun bekanntlich in vielen Fällen Ehescheidungen Leuten bewilligt worden, welche in dem Territorium nur wenige Monate zugebracht haben. Da derartige Scheidüngen wohl geeignet sind, daS ganze Gerichtswesen des Territoriums in Mißcredit zu bringen, wurde vom Repräsentantenhause in Washington jüngst ein Gesetz angenommen, dem zufolge eine Person, die in einem Territorium eine Ehescheidung erlangen will, in demselben mindestens ein Jahr gelebt haben muß. Das Gesetz besogt, daß "keine Scheidung auf Grund einer Thatsache, die sich anderswo zugetragen, in, einem Territorium bewilligt werden soll, eö sei denn, daß die klägerische Partei unmittelbar vor Einreichung der Klage fortdauernd in dem Territorium mindestens ein Jahr gewohnt hat." ' Daß dieses Gesetz dem Ehescheidungs - Unfug in den Territorien ein Ende machen wird, ist nicht anzunehmen. Die Gerichtshöfe der Territorien und mancher neuen Staaten sind allzu liberal in ihren Ansichten, . was unter fortdauerndesWohnen" der kla gerischen Partei in einem Ehescheidungs - Proceß zu verstehen ist. '.Unter den elastischen Interpretationen vieler Richter genügte es in sehr zahlreichen Fällen, daß die klägerische Partei in einem Hotel in ihrem Juris dictionsbezirke ein Zimmer miethete, dorthin einige persönliche Effecten brachte und während der vorgeschriebenen Zeit sich am Orte hin und wieder mal sehen ließ. Es ist also zu befllrchten, daß auch das Vorgehen des Congreß dem Unfug kein Ende machen wird, es sei denn, daß mit Entschiedenheit darauf gesehen wird, daß Leute, welche in einem Territorium eine Scheidungsklage anhängig machen, dort in Wirklichkeit und nicht blos dem Namen nach ansässig sind. Wenn der Congreß das Uebel ausrotten will, dann muß er ein Gesetz, erlassen, das weitherzigen Richtern es unmöglich macht, eine willkürliche Deutung des Begriffes legaler Wohnsitz" zuzulassen; vielmehr muß den klägerischen Parteien aufgegeben werdm, in positiver und überzeugender Weise den Nachweis zu führen, daß sie im. Lause des dev Scheidungsklage voraufgegangenen Jahres in dem Territorium ansässig gewesen und dasselbe in dieser Zeit nicht verlassen haben. Kein anderes Gesetz wird den gewünschten Erfolg haben. Ein erelgnlßvolleS Leben. Auf seinen eiaenen Antraa tst dieser Tage aus dem Dienste Onkel Sam'S ein Mann geschieden, dessen abmteuerreiches Leben mit einer Anzahl sticht!ger historischer Ereignisse eng verflachten ! war. Der Betreffende ist Gapi. Charles C. De Rudio vom 7. Caval-lerie-Regiment, der, wie aus den Army Orders" erhellt, sich nach San Diego, Cal., zurückgezogen hat, . um dort seine definitive Pensionirung abzuwarten. De Rudio hat in den Kampsen der Italiener gegen dieHerrschast der Habsburger activ Theil genommen: als anaeblicker Comvlice bei dem Bombenattentat des Grafen Orsini gegen, Napoleon III. ,st er zum Tode derurtheilt, aber kurz vor Orsini's Hinrichtung begnadigt worden;, bei dem Sturze des englischen Ministeriums Palmerston hat er eine gewisse Rolle gespielt; bei dem furchtbaren CusterMassacre um Little Big Horn ist er beinahe ein Augenzeuge gewesen und als wichtiger Zeuge hat er in dem darauf folgenden kriegsgerichtlichen Verfahren gegen Major Reno fungirt.. Als die italienischen Carbonarr im Jahre 1857 von ihrem ; früheren . Ge flössen Louis Napoleon verlangten, daß er die Oesterreicher mit . bewaffneter Hand aus Italien vertreiben' sollte, hatte der Kaiser der Franzosen für dieses Ansinnen nur ein taubes Ohr. Diese Weigerung entflammte in dem Grafen Felice Orsini, der kurz vorher auD einem österreichischen Kerker in Mantua entsprungen war, grimmen Haß gegen Napoleon und er beschloß, an dem .Verräther" blutiae Rache tu
nthn, Weitem jefix Freunö' Mczzini davon abrieth. Zwischen den Beiden, welche damals die Häupter des mächtigen Geheimbundes der Carbonari waren, kam es in Folge dessen zu einem Zerwürfniß und Orsini beschloß mit seinen Freunden, seine eigenen Wege zu gehen. In der Nacht vom 14. Januar 1853 wurde von den Fanatikern der Versuch gemacht, den Kaiser Napoleon und die Kaiserin Eugenie zu todten, und zu diesem Zwecke von den Verschwörern drei Bomben unter die Räder der kaiserlichen Equipage geworfen, als das Kaiserpaar auf der Rückkehr von der Oper die Rue Lepelletier passirte. Napoleon wie Eugenie blieben unverletzt, doch wurde eine Anzahl von Personen aus ihrem Gefolge getödtet bezw. verwundet. Ein Vombensplitter fuhr durch Napoleon's Hut, ein Beweis, wie nahe der Kaiser dem Tode gewesen war. Die Polizei verhaftete als Urheber des Attentats vier Italiener: Pieri. Orsini, Gomez (Goumes) und Da Silva, welch' letzterer mit seinem wirklichen Namen De Rudio hieß; dieser De Rudio ist mit dem jetzt seiner Penstonirung entgegensehenden Capt. De Rudio vom 7. Ca-vallerit-Regiment identisch. Gomez wurde im Laufe der Untersuchung freigelassen, ' während die anderen drei zum Tode verurtheilt wurden.. De Rudio hatte vor den geschilderten Ereignissen in Nottingham, England, gelebt und sich dort auch verheirathet. Als er in Paris im Gefängniß war, war seine Gattin in England unablässig thätig, um das Interesse der Chartisten" und der Presse für ihren Gatten wachzurufen. Frau De Rudio's Bemühungen waren erfolgreich. Es gelang ihr. Geldmittel aufzubringen, worauf sie nach Paris reiste, um die Kaiserin Eugenie zu bitten, beim Kaiser Napoleon eine Aenderung von De. Rudio's Urtheil durchzesetzen. Ueber die folgenden Ereignisse enthält ein vom 13. März 1853 datirter Brief an die Times" in London die folgenden Mittheilungen: Um $5 Uhr aestern Abend' erhielt der Procureur-General den Befehl, das Urtheil des Assisenhofes gegen die des Attentats in der Rue Lepelletier Ueberführten zu. vollstrecken. Dieser Befebl betraf nur Orsini und Fieri. De Rudio's Strafe ist in lebenslängliche Haft umgeändert worden. Als die Schließer De Rudio's Zelle betraten, fanden sie ihn in Schlaf verfunken. Sie schüttelten ihn em- oder zweimal, ehe er erwachte. Als er seine Augen öffnete und sich auf seinem Strohsack aufrichtete, starrte sie an und schien einen Augenblick ganz wirr zu sein. Er wähnte, daß sie gekommen wären, ihm seinen Tod zu verkünd!gen. Fürchten Sie sich nicht, sagten sie ; wir werden Ihnen nichts zu Leide thun. Wir bringen Ihnen eine gute Nachricht: Ihre Strafe wird geändert werden und wir wollen Ihnen die Zwangsjacke abnehmen." - Am folgenden Tage, Samstag, 14. März, wurden Pieri und Osiers hingerichtet und der Correspondent der Times" beschließt seinen Bericht mit Worten: - Ich erhalte soeben die Nachricht, daß De Rudio nach London gesandt werden soll, um gegen Bernard Zeugniß abzulegen." Bernard oder Dr. Bernard war ein in London lebender französischer Chemiker. der auf Veranlassung der französischen Regierung als Mitverschwörer verhaftet war. Er war verdächtigt. dieBomben angefertigt zu haben. Nach einem sensationellen Proceß, in dem De Rudio jedoch nicht als Zeuge gegen ihn auftrat, wurde Bernard freigesprachen. Auf die Behauptung, daß die Verschwörung in London ausgeheckt worden, reichte Lord Palmerston im Parlament eine Bill ein, durch welche daö Asylrecht in England beschränkt werden sollte; allein diese Vorlage erregte einen solchen Sturm der Entrüstung, daß er sein Amt niederlegen mußte. De Rudio wurde bald darauf vollständig begnadigt und ging nach Nottingham, wo er öffentliche Vorträge hielt. Allein er hatte keinen Erfolg und da er sein Leben durch seine frü h'eren Genossen, die Carbonari, gefährdet glaubte, wanderte er nachAmerika aus. Hammersley's Complete Reaular Army Register" besagt über seine 'Carriere als Soldat Folgendes: De Rudio, Charles C. geboren in Italien ernannt von New York Gemeiner Company A. 57. New Aork Volunteers, 25. August, 1864. Entlassen 17. October 1864. Sec. Lieutenant U. S. Negertruppen, 11. November 1864. Ausgemustert 5. Januar 1866. Sec. - Lieutenant 2. Infanterie Reg., 31. August 1867. Ernennung widerrufen 20. September 1867. Ernennung erneuert 25. October 1867. Zur 'Disposition gestellt 17. April 1869.- Dem 7. Cavallerie - Reg. überWiesen. 14. Juli 1869. Erster Lieutenant, 15. December 1875. Im Kriegs - Departement glaubt man. daß die Ordre, durch welche De Rudio's Patent im Jahre 1867 annullirt wurde, darauf zurückzuführen ist, daß die Aufmerksamkeit seinerVorgesetzten auf feine Theilnahme an dem Orsini - Attentat gelenkt war; nach einer, Untersuchung der Angelegenheit wurde -er von Neuem als Officier in dieArmee eingereicht.
Di Oftermess, des Papste. Denjenigen Leuten, die in der letzten Zeit so viel von der schwachen Gesundheit Papst Leo's XIII. gefabelt hatten, kann, wie aus Rom geschrieben wird, versichert werden, daß sie sich aller Be. fürchtungen entschlagen können. Papst Leo ist noch so wohl, daß er auf daS Drängen der vielen Osterfremden hm sich entschloß. Ostersonntag in der apeNa tetina Messe zu lesen. Eine sistinische Messe ist immer ein großes Ereigniß, und infolge dessen war der Wettbewerb um die Einlaßkarte sehr groß, aber nur 1200 Personen wurden mit Karten beglückt. Die Messe war auf acht Uhr angesetzt; schon um sieben Ubr-jedoch war die. herrliche Kapelle
ctfttzt. W diese Men zu rtefn Stunde geöffnet wird, so hattenKunstfreunde die beste Gelegenheit, die sonst so dunkle Decke im hellen Morgenlichte zu bewundern. Um acht Uhr waren auch die Tribünen der Bevorzugten gefüllt; dort bemerkte man unter Anderen den Prinzen von Leuchtenberg, den Prinzen von Sachsen-Altenburg, den Herzog von Croy. die Töchter des Grafen Badeni u. s. w., den früheren Bun-des-Präsidenten der Schweiz, Zemp u. s. w. Alle Herren waren in großem Ordensschmuck, die Damen in schwarzem seidenen Kleide und Spitzenmantille erschienen, die übrigen Theilneh mer wie immer in der vorgeschriebenen Tracht. Um halb neun nahte der Zug; voran ein Trupp Schweizer, dann päpstliche Gensdarmen und die Kammerherren vom Dienst in ihrer reichen spanischen Tracht aus dem Cinquecento, dann eine Abtheilung der
goldstrotzenden Nobelgarden, worauf der Papst aus der von den Notydamastenen getragenen Portantina erschien, gefolgt von seinen violett gekleideten Hausprälaten und Caplänen. Papst Leo sieht für fein Alter vorzüglich aus, lebhaft und ernst-freundlich; einzelne Beobachter wollten, sog, heitere Schalkhaftigkeit in seinen Mundwinkeln bemerkt haben. ' Er wurde feierlich still empfangen, während er vom hohen Sitz den Segen ertheilte. Während der Toilette zur Messe, die der Papst, trotzdem sie lange dauerte, stehend abmachte, rangirte sich das officielle Gefolge malerisch um den Altar. Die Messe währte nicht lange, und Leo XIII. hielt sich auch ohne Hilfe aufrecht.nur, wenn er die Treppen des Altars hinabstieg, traten ihm zwei Hauscapläne stützend zur Seite. Bei der Communion unterbrach der Papst die Messe und reichte persönlich etwa drei tzig Damen und Herren des Adels die Ostercummunion. Nach der Messe kniete er am Altare nieder und betete mit vernehmlicher Stimme mehrerer Vaterunser vor. Das Knien schien ihm beschwerlich zu sein, denn er zu texte stark. Nachdem die Priesterklei der abaeleat waren, beaab sich der Papst auf einen Betstuhl links vom Altare, wo er in eifrigem Gebet vornüber gebeugt und halb liegend die Dankmesse seines Hauscaplans anhörte. Dann ging er in ein Zimmer hmter dem Altar, um eme kleme Star kung zu sich zu nehmen. Nach kurzem Verweilen kehrte er zurück und mit der päpstlichen Stola angethan ertheilte er vom Altare aus den apostollschzn Segen unter den Honneurs und Salut der Officiere und Wachen. Nachdem das geschehen, wurde ein Thronsessel vor den Altar geschoben, und nun ließ der Papst die bevorzugten Gaste zum Handkuß zu. Allen Theilnehmern fiel die Lebhaftigkeit der Gestikulation auf, die der Papst m der langen Conversation zeigte; auch dieFrische wurde bemerkt, mit der er emer zeder emzelnen Dame und zedem Herrn verbrnd liche Worte zu sagen wußte. Gegen halb elf erst endete der Empfang und dann. zog Leo XIH im gleichen far benprächtigen Zuge .wieder. auS der Kirche heraus. Die sirtinische Ca pelle- hatte während der Feier durch den bekannten eigenartigen Gesang die S'örer entzuckt. ' Zu !er?cl!Mlio!hek. s.tünchener Werichtsscene. Wegen Unterschlagung und muthtZilliger Beschädigung von Werthgepenständen hatte sich der 20jährige Cpanglergeselle Lorenz X. vor Gericht zu verantworten. Der Angeklagte, ein langer blonder Bursche, hat eine vorgebeugte Haltung, kochlöffelartige Arme mit tellergroßen Händen, sieht beständig zu Boden und zeigt ein scheues, schwärmerisches Wesen; er ist ein Vielleser, der die Lectüre En gros verschlingt, seine Specialitäten sind Räuber-, Mord- undJndianergeschichten,' Schauerromane und Reise-Aben-teuer. Da seiner Processirung zwei andere Verhandlungm vorausgehen, so zieht der junge Mensch ein Buch auS der Tasche, welches den vielversprechenden Titel trägt: Die blutige Hand am Mordhügel oder die Sonne bringt eS an den Tag." Er beginnt beim 252. Capitel: Endlich ein Blick in das Düster der Mordnacht.- Ein neben ihm sitzender verhafteter Vagabund benützt die gebotene Gelegenheit und liest mit. was der Erstere ruhig geschehen läßt; darauf folgte ein leise geführte Konversation über das blutige Drama, welches in vielleicht tausend Abschnitten so recht anziehend geschildert wird. Schon nach fünf Minuten war der Vagabund über daZ Thema klar und fragte: Die Gräfin Cornelia ist die Anstifterin. net?" Der Spangler bejahte dies. Der Mörder is der Kutscher Jaromir. net?" Wieder ein Kopfnicken. Liebschaft, Erbschaft. Eifersucht, net?" O naa. Rache, Wueth, Gemeinheit!" Der Hochstapler Gundram is dabei." Säh, dös is a Pazi, a Schneider und nennt sich Docter; der hat in Californien schon g'raubt und g'mord't. I bin nur neugieri', ob's eahm krieg'n, jetz'n iS er drunt in derTürkei, da macht er'S grad so und d' Cornelia glaubt eahm Alles. Und die Brief', wo der Kerl schreibt, großartig! I schreib die mehrern ab, so schön san's." Der Vagant fragte wieder: Ham's eahm vergift't oder derschoss'n?- Koa Idee! in d' Wildniß ham's eahm mitt'n im Winter drent inSibirien nausg'lockt, aus'n Schlitt'n nauTg'schmissen und von die Wölf z'reißen lass'n. Als a ganzer hams'n g'fressen, bloZ die rechte Hand mit'n Siegelring is von die Kosaken g'funden wor'n und am Ring hat mer'n .kennt. Die Hand is eingraben wor'n und wachst alle Jahr , am 1. December aus'n Grab raus. Sie dos is gruslich, mir träumt oft von die schöner' Capitel, 's Heft kost't blos a Zehnerl und 200 hab i schon davon. Bis Weihnachten " Hier fuhr der Richter dazwischen und schloß den Schauerroman damit, daß er durch den Saaldiener das interessante Heft sich bringen und die beiden Lesefreunde trennen liek.
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Nun Kutte tn fte Verhandlung gegen den Spängler eingetreten. Er ist beschuldigt, eine Serie von zehn Bandchen Jndianergeschichten, die er in der Y.'schen Bibliothek ausgeliehen, nicht wieder zurückgebracht, sondern zu seinem Vortheil verkauft zu haben. Hiergegen erklärt der Angeklagte Folgendes: Herr Staatsanwalt! A Buech von Jemand andern verkaufen, dös gibt's beim Lorenz net, ausg'lichen hab i die Büecher und nimmer kriegt. Die Leut san schon so g'mein und leugnen's ab, Wenns gern selber was b'halten möchten. Zum Beispiel woaß i g'wiß, daß i der Fräul'n Paula, der Natherin in unserm Haus, 's Adlerherz oder der rothe Held der Prärie" g'lichen hab. Der Hausmoastersimmerl Hot den Mord in den Diamantfeldern von Uruguay"; Das Geheimniß der alten Schwarzwälderuhr" geht mir schon vier Wochen im Kopf 'rum und der Einsiedler am Neusiedlers oder die Stimme des Gewissens" liegt mir aus der Zunga. aber i bring's net 'raus, wer'S hat. I leih meine Büecher, die i ausg'lesen hab, gern her und da Passirt's halt, daß i was vergess'n thua, obwohl i meine Leut recht - guet kenn. Seitdem mir. nun so. was vorkimmt, daß i weg'n der Leserei no criminalisch werd, da is Schluß und Neambt kriegt mehr a Buch. ' Der Commis von unsern Laden im Haus hat neulings um was Interessantes g'schickt, na' hab i eahm an Himmelsschlllssel" geb'n. der hat Aug'n g'macht. Vor acht Tagen kimmt unsern Hausherrn sein Aeltester. a Realschüler, und will a schön's G'schechtenbuech, dem hab i Jean Paul's Flegeljahre- geb'n. G'sagt hat er niz'n. aber d' Wohnung is mir aufkünd't word'n. D' Fräul'n Lori vom ersten Stock hat mich um Was recht Lustiges ersucht, na' hab i ihr Das Geheimniß der alten Mam sell" geb'n. Am andern Tag hat's mir an Brief schrieben: Sie, Herr Lorenz! Eahner zarte Anspielung auf meine noch nicht vollendeten neunundzwanzig Jahr fan a rechte Unverschämtheit. Wer weiß, wie's Eahna no' geht, vielleicht .kemma Sie selber nia dazua zu der Angelegenheit, womit Sie derblacka möchten die Unterfertigte, Fräul'n Lori. Bei der Hat'S was. Der Herr Ausgeher Josefpepi fragt jedesmal, wenn er a Büechel holt, ob's aa wahr is. sunst mag er'S net lesen; D' Hex' vom Kahl'nberg" kann er auswendig, dös is daS schönste Lesen, sagt er, weil's was geben thuet und weil a richtige He; am Schluß aa anständig verbrennt werd'n mueß. Der H?rr Unterofficin, der unser, Wirthskellnertn alö Verwandte alle Tag b'suecht, mag nur an sieben- und dreißigjährigen Krieg und bis er Feldwebel wird, mueß er an Napoleon seine ganzen Schlachten auswendig wiss'n. Also bei einer solch' ausgebreiteten Kundschaft, die ich mit Büecher zu versorg' hab, da kann doch vorkemma, daß a mal was ausbleibt, verges sen wird.- oder daß Jemand seine geistige Leibspeis' z'ruckbehalt'n thuet und i dürft's nacher ersetzen oder müßt sunst dafür aufkemmcr. , Richter: Es wird bewiesen werden, daß Sie die fraglichen zehn Bändchen verkauft haben und daraus haben Sie mehrere andere, noch in Ihrem Besitz befindlichen, der Leihbibliothek gehörigen Bücher durch Einschreibungen und Anmerkungen rumirt und einen Schaden von 25 Mark verursacht. Angeklagte: Was? 25 Mark? Net zwoa Mark! Der Kuno von Rabenhorst und die heilige Vehme" is kaum dreiß'g Pfennig werth, an Schinderhannes" z'sammt an Karnickl mag i net umsonst, der Todtenkopf im Weanerwald" kost't nirgends mehr wia a Mark zwanzge und der Simplicissimus Simpl", der alte Finessensepperl", is net zum Anschaug'n. Was war nacher no' da bei mir? Die erste Geliebte des Panduren" oder Von der Picke zum Feldherrnstab- is.vielleicht a Markl werth und Die losenStreiche des Pfaffen Ami" waren net gebund'n. Die schöne Rosalia oder ein Herz voll Haß und Liebe" kost't auf der 'Dult a Zwanzgerl. Wenn Oaner sich so guet auskennt wia i, dem kann Neambt was weiß macha. Ueberhaupt's hab i nur a paar Bemerkungen auf'n Rand nausg'schrieb'n, da wird wohl am Buech nix verletzt sein, und a Kritik steht Jedem frei und so will i auch frei fein, straf'n kann mi' Neambt Die j.'ehn Bandl können leicht wieder kemma, wenn's die Betreffenden ausg'lesen ham. Der geschädigte Buchhändler deponirte, daß der Angeklagte wirklich zehn Bände Jndianergeschichten an einen Händler um drei Mark verkauft habe und auf Zuredestellen seien die noch übrigen Bände vom Angeklagten mit Randglossen versehen und damit unbrauchbar zurückgegeben worden. Die Aufzählung der Büchertitel war sehr amüsant, zumal der Angeklagte in Abrede stellte:-Die rothe Braut des Creecks". DaS Kainszeichen des Meuterers". den Häuptling der Winantosh" und den graum Scalp deS Trappers" jemals gesehen zu haben. Nichtsdestoweniger wurde der Angeklagte zu drei Tagen Gefängniß verurtheilt. Er war damit zufrieden und bat nur um die eine Vergünstigung, während seiner Haft Die blutige Hand am Mordhügel" fertig lesen zu dürfen. Docyerwa?. Chef: Ja, lle. ber Freund, ich möchte Sie gern enga. giren, aber aus Ihren Zeugnissen geht hervor, daß Sie ziemlich unfähig sind. WaS können Sie denn eigentlich? -Bewerber: Ich spiele brillant Skat! In der Zerstreutheit. Sie haben sich wohl erkältet, Herr Professor, daß Sie so nießen müssen?" Ach nein, habe ich denn 'genießt? Ich wollte eigentlich gähnen.-- . Tipp für Topp. Mr. V.: Du gibst Dir augenscheinlich große Mühe, wie ein Mann aufzutreten, scheint S mir!- MrS. B.: Nun. glaubst Du nicht, daß wir emen in der Familie nöthig hatten?- r-
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