Indiana Tribüne, Volume 19, Number 219, Indianapolis, Marion County, 26 April 1896 — Page 5
Die Nrsache chronischer Krankheiten wurde endlich .entdeckt. Das Publikum nahm regel mäßig Blutreinigungsmittel und konnte nicht begreifen, weshalb durch dieselbm keine vollständige Heilung erzielt wurde. Dr. S ch o o p ging einen Schritt w ter und widmete seine Zeit dem speziellen Studium der Ursachen der sich so park vermehrenden chronischen Krankheiten. Erfand, daß gewisse Nerven vollstän dige Kontrolle über den Magen, die Leber und Nieren und alle inneren O gane haben. Wenn diese Nerven ge schwächt sind, so kann derMagendie Nah rung nicht verdauen,dieLeber wird träge und das ganzeKörpersystem wird hinfällig,daden Verdauungs-Organen dieNervenkrast fehlt. Dr. Schoop's WiederHersteller ist ein Magen-, Leber- urö Nieren-Heilmittel.welches aufdie Nerven, u?elche diese Organe kontrolliren, einwirkt. Diese Arznei ist kein Nervine oder giftiges Nervenreizmitel, sondern dient zur Kräftigung der Nerven und zur Hebung der Verdauungskräfte und heilt alle Magen und Leberleiden durch die Entfernung der Ursachen. Ein Versuch wird Dich davon überzeugen. I Lpotdekm der ftaneo per Ctfrc sik $1.00.
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offener Schreidedrief Philipp Sauerampfer.
Copyright 1806 by the C er in an Pres & Plate Co.) Mein liewer Herr Redaktienür! Jhster! Jesser, ip.ci Yen Widder entöl Jhster ge. hatt, awer ich hen nit vielFonn gehabt. Ich kann Jhne sage, an den Tag is mich alles gegen de Strich gange un ich hätt' diel besser gedahn, wann ich de ganze Dag ins Bett gestanne hätt. Ich weih daß Sie arig viel Simpetie for mich hen un for den Niesen, will ich Jhne auch verzehle was der Dag for mich all in Stohr gehabt Hot. Ich deht am Liebste gleiche, wann Se's nit Printe dehte, bikohs es Hot plentie Leut. wo sich noch freue, wann eener hart Lock Hot; mein einziger Fahlt is. daß ich zu annest bin. un alles streht verzehle, wie's die Wahrheit Zs. Well, die Kids hen of Kors Widder die Sohl aus mich gebattert for Jhstereier. Die Lizzie, was mei Altie is. die Hot for so Sache gar nit viel übrig. Loßt mich allein mit dem fuhlische Zeug! Jhstereäs sin gut genug for Vabis awer so große Buwe, die solle in ihr Schulbücher ebbes lerne. Lizzie", hen ich gesagt. Kinner sin Kinner, un wir sin auch emol jung gewese. Z?reu Dich, daß unser Buwe noch an so ebbes Vergniege hen. Annere Buwe, wo so alt sin. wie der Karlie. die wolle blos an die Stritt un schmohke Sik kerets, oder picke Sigahrschneips uf, for se zu tschuhe; von die Keind hen mir Gott sei Dank keine. For den Niesen solle se auch Eier hen un wann ich se selbst färbe un lege muß." Allrechthot die Lizzie gesagt, wann Tu dazu tende willst, dann will ich nicks dagege sage, ich krieg enihau kei Zeit do.zu, ich will mich mei Wehst noch e bische iwwer mache un hen auch noch en ganze Peil Stockins zu darne." Well, 1)en Owend sin die Kids gleich nach Sopper ins Bett geschickt worde. Der Karli Hot of Kors gekickt' wie alles. Er sagt, wenn die ongsters in's Bett ginge, dann müßt er auch ins Bett, un er deht denke, wann er eol verheirath wär, dann müßt er auch schon gleich nach Sopper in das Bett un so fort. Ge schmisse hen ich en nit, awer ich hen em e paar Auge hingeworfe. daß er reiteweg gestoppt un kee Wort mehr gesagt Hot. Er weiß gut genug, wann ich emol starte grob zu werde, daß ich dann das reinste Vieh sin. Wie se all ins Bett warn, do hen ick, vier Dotzen Eier gekocht un hen se gefärbt. Ich hen rothe und griene und jellow Koller gejuhst un ich muß sage, die Eier hen gut geguckt. Morge Früh", hen ich dann zu die Lizzie gesagt, duh ich die Eter Heide, daß dre Kidds danach honte kenne." Den Patt mit die rothe Koller hen ich in die Sink schütte wolle, sin awer gestolpert un hen den ganze Stoff iwwer die Lizzie ihr pmk Wehst geschutt. O, mei, wie Hot das geguckt! Die Lizzie war ganz krehsig. Du Host mich mein ganze Spaß gespeult," Hot se gesagt un Hot gegreint, wie Alles, mei schone Wehst is jetzt futsch un jetzt hen ich morge nicks diesentes anzuziehn." Dann Hot se gar nicks mehr gesagt; se Hot sich ins Bett gelegt un ich hen mei Koht angezoge un sin in Dreigutsstor. Mitaus daß ich e Wort zu se gesagt hen, hen ich e neie sieilische Wehst gekauft un hen drei dahler for bezahlt. Wisse Se, ich will unner keine Zirkumstenzes hin. daß die Lizzie mahd is. Mer hen dieJntenschen gehatt, am Jhsterdag an Fremde zu kahle un wann die Lizzie kee Wehst nit gehabt hätt, well dann hätt se doch nit aus das Haus könne un das is all was es is. Wie ich dann bei die Lizzie ins Bett sin komme, do hen ich se mit die Wehst supreist. Sell Hot se gut fiehle mache un mer hen Widder ufgemacht. De neckste Dag sin ich in Zeit daunstehrs for die Eier zu Heide. Well, was wer'n Se denke, ich hen das ganze Basket mit die Eier gedrappt! Dobei hen ich erscht ausgefunne. daß die Eier ganz sahst war. instett hart un von die vier Dozen hen so ebaut verzig gespillt an deFlohr geltge. O, mei, wie die Lizzie awer den Schmierakel gesehn Hot! Mehbie se Hot e Wort oder zwei gesagt! Wei. ich hat mei Lewe nit gedenkt, daß die Lizzie so Spietsches mache könnt! Die Words die sin nor so eraus ßeflosse, wie daö Wasser aus e Regeperf! No, no, was mich die Frau erunner gebutzt, wei, ich hen so tschiep gefiehlt. wie noch nie. Well, awer auch sell is iwwer gange. Die KidS hen die ganze Eier ufgepickt un de Rest hen se ufgeschlappert. Spehter sin ich zu den Wedesweiler. Er hält nit auf an Sonndagö, awer er Hot mich in sei Haus inweitet, for de neie Bock zu probire. Bei Tschortsch, was is das awer e feines Stöffche gewese ! Hm! sah! Do Hot de letzte Droppe noch besser getehst als wie de erschte un ich hen mich emol so recht rundumrum satt gedrunke. Wie ich for heim gestart sin, do hen ich aefiehlt. daß ich een kleine Duft gehabt hen awer ich hen's doch so gemenetscht, daß die Lizzie mei Kandischen nit genobtist Hot. Es wor nor zu schad, daß ich zu speht for Dinner kam. Die Lizzie un die Kidds hatte schon Dinner gehabt, un mich Hot die Lizzie mei Esse in daö Hattklasset gestellt. Alles war so trocken un der brotzelt, daß ich's hartle esse hen könne. Dieselwe Zeit dorft ich nit komplehne, ZbikohS ich war'n selbst daf?r zu bleh me. Nach das- Dinner hen ich mich' an de Sessel gesetzt un sagt: .Lizzie, bis Du Pischez gewasche. Host, nein,N ich en kleine Näpp un dann starte mer. Es Hot nit lang genomme, da hen ich aescklofe. Wie lana mein Nävv aenommt Hot, weiß ich nit. Uf eemol hen ich m.Lluüt uraemast un jq en stt
55d- ifo die lizzie in "Freut von mick gestanne. Se warn all schon gedreht un die Lizzie Hot in ihre neie Wehst arig gut. geguckt. Phil", sagt se. Host Du denn gar keene Eidie nit. wo mei neies Jhsterbannet is?", ich' hen schon in das ganze Haus gesucht und kann's nit sinne. Ich hen 's erscht gestern von die Millner kriegt un hen acht Dahler dafor bezahlt." Is dos so?" hen ich gesagt, wei, davon weiß ich ja gar nicks." Of Kohrs nit". Hot die Lizzie riemartt. ich hen dich surpreise gewollt." O .das is different". sagte ich, awer wo hast Du's denn nur hingedahn?" Dann sin ich aufgestande, un wollt suche helfe, awer was wäre Se denke, was ich do diskoweret hen? Ich hen an das Jhsterbannet g e s e ssen gehabt un es Hot jetzt geguckt, als wenn's dorch e DräschingMaschine gange warlWell. jetzt wor die Lizzie ihr Peschens an e End! No, no. wos Hot die Frau angestellt! Se Hot sogar oesckiworn, was ich bei die Lizzie ihr feine Ettjukehschen gar nit for pas sibel gehakte hatt. Of Kohrs sin mer heim gestanne. Die Kids hen all gegreint un wollte sich die Hoor ausrdiße, bekohs se hen auch heim stehe gemußt. Ich hen kee Wort gesagt un hen mich in mei BeU gelegt. Do hen ich bald so fest geschlofe wie en Ochs, womit ich verbleiwe Jhne Ihr liewer Philipp Sauerampfer.
ZZallfreuden. Humoreske von Paul R. Lehnhard. Im Nebenzimmer eines Ballsaales stand der junge, schneidige Gefreite Ot to Doebel vor dem großen Spiegel, drehte sich wohlfällig- sein dünneS Scknurrbärtchen und aewann die feste Ueberzeugung, daß er sicher heuteAbend auf dem Compagnieball der fescheste Kerl sem wurde. Gott sei Dank." tönte da plötzlich eine rauhe Stimme hinter ihm Mensch, Doebel, da hat Ihnen ja der Deibel ooch schon!" Doebel wandte sich seinem Unterof ficier zu und sagte: Zu Befehl, Herr Unterofficier, melde mich zur Stelle." Ach was!" wehrte Unterofficier Schnauzer ab, lassen Sie man jetzt so 'ne Sachen! Im Dienst ist das allerdings ganz 'was anderes! Na, ich denke. da kennen Sie mir?" O ja. Ich danke", seufzte der Gefreite. Ueber Schnauzers sonst so grimmiges Gesicht flog ein zufriedenes La cheln. Macht nischt. mein Junge!" sagte er nann Schnauzer ist immer der rechte Mann! Was die Suoordination ist, die muß eimerweise genossen werden, aber bei Vgnllgungen, wie: Sedanfeier, Compagnieball. Kameradenbegräbniß und Schweineschlachten, da steigt Schnauzer auch 'mal 'runter von dem Stiefelstall ..." Piedestal!" verbesserte Doebel. .Mir egal!" brummte der Unterofficier. Also von das Dingskirchen sei ner geistigen Höchde! Immer gemüthlich und lokal mit die Leute!" Loyal!" verbesserte wieder der Gefreite. So?" ärgerte sich Schnauzer. Na türlich, Sie haben ja keine Lokalkennt nisse! Sag?n Sie übrigens 'mal, Menschenskind, ist denn auch alles in Ordnung? Wird denn auch alles klappen, daß wir uns nicht vor die eingeladenen Lieutenants ein Destillmonium au wer that dies?" ausstellen?Tetimcsiiirm paupertatis, heißt es!" ließDoebel wieder sein Licht leuchten. So?" machte Schnauzer. Na, mei? netwegen! Dasselbe ist es doch!" Ich denke, es wird alles nach Wunsch gehen", berichtete Doebel. Die Vorbereitungen zu den Uederraschungen sind längst getroffen, die humoristischen Auffüyrungen bestens einstudirt, mein Storchlied wird Hoffentlich seine Wirkung auch nicht verfehlen" Schön, das freut mir!" unterbrach Schnauzer. Mich!" berichtigte Doebel. Nee, nee," betheuerte Schnauzer, mir ooch!" Der Gefreite lachte unh gqh sein; ferneren Belehrungsdersuche vorläufig auf. Er berichtete nur noch, daß der Rekrut Mutzchen aus Meißen sehr komisch als Boulangers Geist" in einem Scherz sein würde und sehr stolz auf seine Mitwirkung sei. Kann er auch!" meinte Schnauzer. Aber nu wollen wir uns 'mal da drinnen ein wenig umsehen Ich spüre übrigens einen mächtigen Durst!" Doebel verstand den Wink. .Da eS mir gleichfalls so geht sagte er oarf ich Sie wohl zu einem Gläschen einladen?" Sie dürfen!" nickte der! Herr Unteroffizier gnädig. Kommen Sie, fol gen Sie mich zum Diner!" Souper!" konnte Doebe nicht un Erlassen, zu ve.rh?ssern, '"Es ist ja Vbend." Na," murrte Schnauzer, indem er den Gefreiten mit fort zog Abends esse ich erst recht keine Suppe!Kaum waren die beiden hinaus, als RekrutMutzchen. ein gemüthlicherSach se, das Vorzimmer betrqt. Er hatte emen alten französischen Uniformrock unterm Arm und putzte krampfhaft die Knöpfe desselben. So! sagte er dann besser gsht'ö ich! Den Nock soll ich nu heite noch uff derBühne anhaben, weil ich fo'n großes, fran z'ösisches Thier vorstellen soll! Wenn ich nur das kauderwelscheZeug nich im, mer wieder vergessen wollte, rogZ iq schon seit vier Wochen, allt Tage auswendig ftrne, Herr Doebel hat mir's aufgeschrieben, der weiß es. den muß ich schnell noch 'mal fragen ! Damit ging er, natürlich in falsche? Richtung, wieder hinaus, seinm Regisseur zu su chen. DoebU hatte lanaü leinen Unterof-
freier verlassen, war zum Eingang geeilt und hielt Ausschau nach etwaigen Schönen. Eine verschleierte Gestalt fesselte ihn für einen Moment, und kurz entschlossen, bot er ihr galant denArm,
indem er sagte: Jawohl, mer ist es ganz richtig! Kommen Sie nur dreist herein, schönes Kind und lassenSie sich bei Lichte betrachten. Na. denn man los!" saate die Verschleierte, indem sie Mantel. Hut und Schleier ablegte. Gefalle ich Ihnen, kleiner Schäker?" Doebel prallte entsetzt zurück. Seine vermeintliche Schöne zeigte ein nicht mihr c;anz zunges, robustes Gesicht. Na, ich danke-, erwiderte er, ausnehmend einnehmend!" Sehr hübsch gesagt, Sie kleiner Wortspieler!" lächelte kokett die Balldame. Ach. ich liebe die geistreichen Manner." Haben Sie denn überhaupt schon geliebt?" fragte der malitiöse Gefreite. Kräftig sogar!" gestand die starke Dame. Mem Erster war em Rekrut. Damals machte ich noch keine höheren Ansprücke. Mein Zweiter ging mit ei nem Sparkassenbuch durch, aber ich kaßte ihn noch rechtzeitig ab. Ich fragte ihn, ob er mich nun heirathen, oder lieber Festung haben wolle - Nun?- - - Der Unmensch zog Letzteres vor", seufzte die erfahrene Dame. Mein Dritter war ein Feldwebel, aber er hatte leider einen Haken, von' dem ich erst zu spät erfuhr. Der Haken war seine Frau. Mein Vierter und Fünfter waren Brüder und dienten in einer Compagnie. Den einen Sonntag ging ich mit Hans, den nächsten mit Peter aus. aber ach. sie konnten mich doch nicht beide heirathen!Allerdings, nein, so zu gleicher Zeit", warf Doebel ein. Drum that's auch keiner!- schüttete die ältliche Jungfrau weiter ihr großes Herz aus. Nun kam mein Sechster an die Reihe, der meinetwegen beina he in den Tod ging. Er war nämlich Trompeter und hieß Blasius." Sehr passender Name", sagte der Gefreite. Unbeirrt fuhr die Dame fort: Er lebte nur für mich und Kartoffelpuffer. Letzteres war seine Leibspeise. Oft hatte ich sie ihm gebacken und mich über seinen Appetit gefreut. Da, eines Abends gerieth er wieder einmal bei mir zwischen die Puffer. Er wurde krank und wäre bald gestorben. Als er endlich genesen war, hatte mich inzwischen meinSiebenter schon wieder treulos verlassen. Nun wurde mein Sechster auf kurze Zeit mein Achter, bis ihn mein Neunter verdrängte, um " Hören Sie auf-, unterbrach sieDoe bel, mir kommen schon alle Zahlen durcheinander. Nach dem Neunten kam doch wohl auch keiner mehr, denn so viele Liebe, kann ja der. Zehnte nicht dertragen.DerGefreite drückte- sich schleunigst nachdem er der verliebten Jungfrau versprochen hatte, ihr sofort 'einen Herrn in höherer Stellung" herzusenden, der vielleicht eine neue Nummer" für sie esin würde. Zufällig nahte sich jetzt Unterofficier Schnauzer. Er hielt einen Teller mit Braten in der Hand und wollte nun in aller Ruhe sich hier dem Genusse des Essens hingeben, als er aber die Dame bemerkte, sagte er, indem er den Teller auf einen Tisch stellte: Störe doch nicht mein Fraulein?" Durchaus nicht", lächelte die Angeredete, aber lassen Sie sich nur nicht stören. Sie waren gerade so angenehm beschäftigt." Hammelkeule mit Bollen mang", sagte Schnauzer, indem er auf denTeller wies. Ach-, versicherte da das starkeFräu. lein, die sollten Sie 'mal erst von mir kosten. Ich bin nämlich die KöchinJet te aus dem Goldenen Schwan'!" ; Das war natürlich dem Unteroffi cier sehr angenehm; schmunzelnd stellte er sich der holden Küchenfee gleichfalls vor. dann forderte er sie galant 'zum Tanze auf und führte, sie in hen. Ba.Usaal. ' Mutzchen haft? sich inzwischen seinen Byukingerrock angezogen, den Umhan gebart befestigt und irrte nun herum, den Gefreiten zu suchen. So gerieth der unglückliche Sachse auch in jeneö Vorzimmer, in welchem Schnauf Hammelkeule noch unverzehrt. aus Tische stand. Durch den. Br.gknduft mächtig angezogen., iqvflti- e?..rüSt widerstehen, ljnmäl.zu losten, und schließlich tostet Mutzchen alles. - auf. Kr war kaum damit fertig, als Jetts, die Köchin aus dem GalÄnm Schwan-, athemlos he.iystiirzte. Ach. ich kann nicht me.hr rief sie dabei. Ich f)r Mz hin! Dieser Schnauzer. o,i ne fabelhaste Ausbau. m r ' :' t rjtvn er. icun ctjcqopji in einen jou teuil. Als sie endlich den vmde.tm Rekruten bemerkte, hielt sn denselben für einen höheren auSwMzen Mlitär und gab ihm schon irn Geist eine iue Nummer. Muhchen, dem die verliebtrn Blicke der frischen Hotelköchin schr wohk thaten, wollte derselben tfcn tritt Liebeserklärung machen. M sem Un-. terofficier Schnauz sehr erregt Zimmer trat. J5. ou blaues Donner Wetter." schrak Mätzchen - zusamrne.n. .mein Unterofficier. Fräulein Köchin", sagte Schnauze, vorwurfsvoll, das U nich hübsch von Sie!" Geliebter Schnauzer, betheuerte Jette, ich bin unschuldig! De? swri$ fische Präsident dort war zu aae stüm."Präsident?" wunderte sich Schnauzer, Sie da, kommen Sie 'mal vor!" Zu Befehl. Herr Unterofficier!sagte Mutzchen mit kläglicher Stimme und nahm seinen Bart ab. Hol mir der Deibel". lachtiSchnäu zer, das ist ja Rekrut Mvchen als Voulanaer'S Geists
Wie, entsetzte sichJette. keine neue Nummer? Welche Enttäuschung! Was harrt denn nun noch meiner?" In diesem Moment erschien Gefreiter Doebel, als Storch costümirt, auf der Bildfläche. Fräulein Jette kreischte auf. Das durfte nicht kommen!- sagte sie dann tonlos. Der bleibt doch nie aus,- lächelte Mutzchen. Auf die Plätze, meine Herrschaften". rief Doebel. ich will jetzt mein Storchlied vortragen." Schnauzer bot Jetten den Arm. Kannst Du mir verzeihen?" flöthete die Hotelköchin mit kühnem Augen ausschlag, und leise setzte sie hinzu: Sonnabends kannst Du bei mirHammelkeule Probiren. Donnerstaa: Zrasy
und zeden Sonntag: Gansebraten!Jeven Sonntag?" slusterteschnauzer, Ewig Dein!" Beseligt führte er sewe neue Eroberung zum Tanze. Na, was wird denn nun aus mir?" fragte Mutzchen. Du-, sagte der Gefreite in de? Storchmaske. .Du bleibst der aute Geist unserer Ballfreuden." Ob Schnauzer Jettens lebte Num mer war, ist niemals festgestellt worden. ; - Vin TchaHwrs,rvör 320 Jahren. ' Durch den' Wettkampf ' der vier Schachmeister in St. Vetersbura ist die .Erinneruna an ein vor 320 ?kabren abgehaltenes Schachturnier wachgerufen worden. 1575 fand zu Madrid ein derartiger Vierkamvf auf Betreiben König Philipps 11 statt, dessen oem cyamsplel zugewandte Gunst em ähnlicher Lichtblick in seinem anNachtseiten so reichen Leben aewesen sein mag, wie bei dem gleichwerthigen Ricyaro lll die Liebe zur Schauspielkunst. Damals waren es Zwei Svanier und zwei Italiener, die in die Sckranken traten, nämlich Ruy Lopez und Alsonlo eron aus spanischer, Glovanm Leonardo und'Vaolo Boi auf italienischer Seite. Lopez war ein gelehrter Geistlicher aus Safra in Estremadura und gilt als Begründer der Schachtbeorie durch sein 1561 erschienenes Werk Iidro de la invencion liberal j arte del juego del Axedrez. Ec lon schrieb ein (verloren gegangenes) Schachwerk Del juego del Axedrez und stammte aus Granada. Der Jtaüener Leonardo war aus Eutn gebürtia und führte weaen seiner kleinen Gestalt den Beinamen il puttino." Der im Jahre 1593. 70 Jahre alt, zu Neapel gestorbene Syracusaner Boi oder Buo: war einer der berübmtesten Schachmeister im 16. Jahrhundert, der erste, der zu semem Vergnügen die Welt durchzog, um Schachgegner zu finden und der drei Partieen aus dem Gedächtniß (blindlings) zu spielen vnmochte. Sieger im Madrid Vierkamvf blieb Leonardo, der im GinI. kämpf jedoch, wie auch der SpanierLopez. von seinem Landsmann Boi geschlagen wurde. Ver Sieger Leonardo erbielt von Vbilivv II. 1000 Düca. ten, einen Hermelinmantel und seine Vaterstadt Cutri in Calabrien wurde aus 20 Hahre von allen Abaaben befreit. Dem Spanier Ruy Lopez verlieb der onia unaeacdtet der erlittenen Niederlage einen goldenen Schachrocken an aoloener Kette zu traaen. Äuf ihn wird auch die Begründung des Kontgsgamott und der sparnschenPartie zurückgeführt, die noch heute zu den beliebtesten Spieleröffnungen gehören. Meerschanmpfeifen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspitzen bei Wm. uöo1S9 VÄ. Washington Str. . ; J -p sj
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g zemen velirus jemer lgenZchast, diesem Uebelstand abwhelfen. E ist S S em wirNlcheS Kraftmittel, das Blut, und Meischansav eneuat. Seck.
S nndsiebztg Prämien sprechen dafür. Ehrenvollste Anerkennungsschreiben s S von Aerzten, Königen, Kaisern und gelehrten Gesellschafte au, allen Ö Theilen der Welt. '
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