Indiana Tribüne, Volume 19, Number 219, Indianapolis, Marion County, 26 April 1896 — Page 10
ZNSimm AridKne
enans. Geld, Geld, (Selb! Fritz Friedmann, der in letzter Zeit so vielgenannte Berliner RechtSanwalt, der nach einem Leben voll ödester 0enußsucht unter Hinterlassung großer Schulden mit der Tochter eines Zucht. Häuslers aus Berlin entwichen ist, seine Frau und Kinder in Schande und Elend zurücklassend, hat jetzt, kurz nach seiner in Bordeaux erfolgten Verhaf. tung, einen Biographen" gefunden. Unter dem Titel Dr. Fritz Friedmann, authentische Enthüllungen eines lang jührig Vertrauten" ist bei G. Fritzsche in Hamburg eine mit dem ungemein charakteristischen Porträt des. Gauners geschmückte" Broschüre erschienen, deren Inhalt wirklich von einem genauen Bekannten Friedmann 's zu stammen scheint. Ueber die Art, wieder verflossene Rechtsanwalt zu arbeiten" pflegte, gibt das Kapitel, .Geld. Geld. Geld!" nicht uninteressante Aufschlüsse. Ter .langjährig Vertraute" schreibt da: Leichter als irgend einer nahm Dr. Fritz Friedmann Geld ein, und doch ge borte diese nothwendigste Requisit deS Lebens zu den flüchtigsten Erscheinun. gen bei dem berühmten" Vertheidiger. ls wurde sozusagen nicht warm in seiner Tasche. Ein Theil der Einnahmen ging an die im Vorzimmer ständig auf der Lauer liegenden hartnäckigen Gläu diger und Wucherer und ein anderer Theil wiederum wurde durch Ange stellte, die überhaupt mehr in Geldan gelegenheiten, als in Berufssachen thätig waren, nach allen Richtungen von Berlin getragen, um weitere ungeduldige Mahner zu beschwichtigen. So kam es. daß er selbst an Tagen, an de nen er viele Tausende eingenommen hatte, froh war. wenn ihm ein blauer Schein für seine eigene Bedürfnisse und vielleicht ein Zwanzigmarkstück für diejenigen semer Frau übrig blieben c em Anschein nach herrschte in den verfahrenen finanziellen Angelegenheiten Dr. FriedmannS eine unglaubliche Verwirrung. Aber dem war nicht so. Friedmann führte eine genaue Liste über seine Gläubiger und hatte die Letzteren in Gruppen getheilt, ganz nach der Gefahr, die ihm von jedem Einzelnen drohte. Morgens und Abends sah er diese Liste durch und operirte nach den Vermerken, die er sich hinter den Namen von Zeit zu Zeit machte. Seine Laufburschen wurden durch die Stadt gehetzt, die Stenographen schrieben Beruhigungsbriefe und feine zuverläfsigsten und geschicktesten Leute wurden zu besonders aufgebrach ten Gläubigern geschickt, nm mit alten oder neuen Mitteln Aufschub zu erlern gen. Selbst während großer GerichtsverHandlungen kamen und gingen die Bo ten Friedma.in's. Ost wenn er mit dämonischer Beredsamkeit für die Un schuld seines Clienten plaidirte und alle Welt glaubte, nichts interessire ihn im Augenblick mehr, als der vorliegende Fall, erwartete er sehnsuchtsvoll den Bericht seiner Angestellten über den Ausfall ihrer Missionen. Hier handelte es sich um den Bescheid, ob der Möbelwagen des Gerichtsvollziehers schon vor seiner Privatwohnung stehe. dort um die Antwort, ob der versuchte Pump bei emem Bekannten gelungen sei. Scheinbar selbst hingerissen von der Wucht seiner Worte, spähte er mitten in seiner Rede scharf nach dem Zu schauerraume. nach einem Angestellten, der ihm ein Zeichen zu geben hatte, wenn diese oder jene Gefahrvorüder, oder wenn neue Eomplicationen eingetreten waren. Man kann sich denken, mit welchen Gefühlen Friedmann unter solchen Umständen Reisen unternahm, die er ja häufig, um auswärtige Termine wahrzunehmen, anzutreten hatte. Set ne Angestellten erfüllte dann immer die geheime Furcht, daß der Chef dieses Mal dle linte m'Z Korn werfen und Nicyk meyr zuruareyren wurde. Friedmann wäre übel daran aewe sen, wenn er auf seinen Vertheidigungsreisen sich aus seine Angestellten verlassen hätte, denn diese waren bei aller E?rlebenhelt den verwlckelten Si tuationen nicht gewachsen und wußten sich ohne den Herrn und Meister nicht zu helfen. In ununterbrochenem De peschenwcchsel und, wo es anging, in telephonischem Verkehr mlt seinem Bu reau, blieb er auch auf Reisen stets über den Stand seiner Geldangelegenheiten unterrichtet und wußte bei drohender Gefahr unter allen Umständen Geld heranzuschasten. Begleiten wir einmal unser Finanz Genie auf eine seiner Reisen: nehmen wir an. Posen bilde ' daZ Reiseziel. Natürlich steigt er ' im ersten Hotel der Stadt ab. Mit Mühe und Not hat Friedmann in Berlin das Geld für das Relseblllet ausgebracht: m Posen anae kommen, hat er vielleicht kaum eine Mark m der Tasche. .Zahlen Sie den Kutscher!" ruft er. der Droschke entstei gend, dem Portier zu und eilt an diesem vorbei, m das Fremdenzimmer deS Ho tels. Sind Telegramme da für Fried mann aus Berlin?" Nein! Daß Friedmann heute in Posen plaidiren wird, ist stadtbekannt. Mi seiner Frage nach Telegrammen ha sich. der Anwalt gleich vorgestellt; man weiß letzt im Hotel, daß man den be rühmten Vertheidiger vor sich hat. Alles ratzbuckelt um ihn herum. Hänschen" (wenn er gut gelaun war, nannte er Jeden Hänschen"), sagt Frtedmann, indem er dem Ober kellner jovial auf die Schulter klopf und sich alsdann vergnügt die Hände mit, HänZchen, ich werde Voraussicht
lich zwei Tage hur öleibett. Geben Sie mir das beste Zimmer, das Sie haben. Lassen Sie meine Sachen hin auftragen und nehmen Sie hier den Schlüssel zu meiner Reisetasche. Sie müssen sich nämlich, so, lange ich hier bin, ein wenig um mich bekümmern, mein Freund. Wüsche herauölegen, die Akten hervorsuchen, den Talar säubern lassen kurzum, für mich so sor gen, al wenn Sie meine Frau wären!" Sehr wohl, Herr Doctor!" grinst der Oberkellner, natürlich erfreut über die Jovialität des berühmten Manneö. .Haben Sie elektrisches Licht, mein Freund?" Bedaure sehr, Herr Doctor!" Schade, schade! Ich wollte heüke Abend auf meinem Zimmer arbeiten. Aber wissen Sie was? Lassen Sie mir, wenn es dunkel wird, alle fiam pen, die Sie haben, auf'S Zimmer setzen; drei, vier, fünf, meinetwegen ein ganzes Duzend, ich brauche nämlich viel Licht!" Sehr wohl, Herr Doctor!" Und nun, mein Freund e ist jetzt 11 Uhr und um 12 Uhr beginnt erst die Werbandluna . Mm Sie mir
eine Flasche Pommern kalt und machen Sie mir schnell ein Frühstück, mtt vem Sie Ehre einlegen können. Jcy yave urchtbaren Hunger; hören sie, wie mein Magen knurrt?" Der Portier tritt ln'S Fremdenzim. mer. Em Telegramm tut ven verrn Doctor!" Während ffriedmann das leiten bricht und eS durchfliegt, will der Ober ellner na entkernen, voren öie 'mal. mein freund", ruft ibm der Anwalt nonchalant nach, lassen Sie sich von ?lbrem Cbe 'mal. bitte, 800 M. für mich geben. Davon schicken Sie telearavbiscd 250 M. an mein Bureau nach Berlin hier ist die Adresse und den Rest bringen Sie mtt. feststen S e brem (ifief. es Handle W um eme drmaende Anaeleaenhett m Berlin, - s ' ' " . ' , . . . ... die ich persönlich zu ordnen bet meiner überhasteten Abreise vergessen mty Vti verieuner nein vervu, vrein Aber. bitte, tummeln Sie sich ein bischen, mem Freund, die Sa che eilt. und dann, Sie wissen, lch habe Hun aer " Nach fünf Minuten erscheint der Soteller selbst und zwar mit einigen Banknoten in der Hand. Er dienert tief vor dem Anwalt. Ah, der Herr Wirth." ruft Friedmann, es iji gut. dad ie kommen. ich wollte Sie etwas fragen. Ich habe heute hier emen gewlsien Herrn Eohn zu vertheidigen, sagen Sie - 'mal, hat der Mann eld i" 0. aewik. Herr Doctor. das ist soaar ein schwer reicher Mann!" .Um so den er. verr Wirth, dann aeben Sie mir nur aleich lieber 500 Mark; 250 sür mich, 250 telegraphisch an mein Bureau. Das Geld sollen Sie sofort von Herrn Eohn zurücker Kalten." Der Wirth verneigt sich und will sich entkernen: Friedmann bält :bn zurück öerr Wlrtd. icdmen feie vocv. dttte zu Herrn Eohn hm, er mochte sofort herkommen. .Sehr wohl, Herr Doctor!" Fünf Minuten später überreicht der Oberkellner Herrn Dr. Friedmann 250 M. und eine Quittung Über telegra vbiscd abaeaanaene weitere 250 M. Friedmann schiebt dem Kellner ein Zehnmarkstück als Trinkgeld hin und steckt das andere Geld vornehmnachlüjng v:. o.ti. rniii v v rn it. .: in oie -iUuc. wuyicuu ver ;ocuycidiger am reich besetzten 'Tisch behaglich sein Frühstück einnimmt, erscheint Herr Eoyn. .Hören Sie mal. Herr Eohn!" ruft ibm der Anwalt entgegen, .aeben Sie mir doch mal, bitte, 500 M.; ich habe mir diesen Betrag eben vom Wirth ge borat " Bestürzt wendet Cohn ein: lder Herr Doctor, ich habe Ihnen doch daZ ganze Honorar bereits in Berlin im Voraus gezahlt!" Setzen Sie sich mal hierher, Eohn chen". und. ibm ein (LlaS Wein bin schiebend, flüstert der Anwalt seinem Klienten in' Ohr: Ich habe das Geld telegraphisch ach Berlin schicken müssen; es handelt sich um eine recht unanaenebme Sacbe. die mi& sehr ver. stimmen würde, wenn , nun, um es offen zu sagen, mein Freund, Ihre Angelegenheit hängt wesentlich davon ab. in wacker Stimmuna ick beim Plaidoyer bin, Sie verstehen mich; Sie sollen mir das Geld ja auch nur bor aen.Sick binter den Obren krauend, sraat Cohn: Muß eS gleich fein, Herr ociorr . .Gleich!.Ich habe aber nicht so viel bei mir. , So gehen Sie nach Hause und holen Sie es. Wir gehen dann zusammen auf'S Bericht." Eine Viertelstunde später hat Fried mann die 500 Mark. Er nimmt den Hotelier bei Seite und fragt ihn : Sagen Sie mal, . Herr Wirth, Sie brauchen wohl das Geld heute oder morgen noch nicht? Sie haben gesehen. daß mir Herr Cohn die 500 Mark zwar gebracht hat, aber eS wäre mlr sehr an genehm, wenn ich Ihnen. Herr Wirth, daZ Geld erst von Berlin aus zurückzu erstatten brauchte. Nicht wahr, Sie find damit einverstanden? Besten Dank. Guten Morgen, mem Lieber !" Ohne eine Antwort abzuwarten. nimmt Friedmann Herrn Cohn unter den Arm und eilt mit ihm auf die Straße. Eine Denkschrift ZUoltkes. Die kriegSgefchichtliche Abtheilung deS Großen Generalstabes hat die militäri fche Correfpondenz Moltke'S aus den Dienstschriften des Krieges von 1866 soeben herausgegeben. Die KriegSvor bereitungen umfassen 52 Schriften von der Hand Moltke'S; 67 gehören der Periode .der Mobilmachung und de
iu'ssri&s : .er;; c:;f den uiu dcZ
Ht'?ve 5 i;i ! f driften sich 85, d-JL d:n 5 -d:.,; ! : e-lZeillichland lüi l'cuuirn.'ni; ti? .eit ter Friedens nerl-anolunn trheht die Gelammt sutniite uiu ;-5U4 Viii:ii:iiernl Das größte Interesse muniit eine Tentfchrist von geradezu l'iiloniaes'.i dharatter m fcuipiuch, die Monte unterm . August 1866 an Bismarck gerichtet. Frank reich hatte nach den unerwarteten (5r folgen Preußens Miene gemacht, sich einzumischen, und sofort entwarf Moltke den Plan für den etwa nothwendig werdenden gleichzeitigen Krieg mit zwei Fronten gegen Oesterreich , und Frank reich, wobei er mit Sicherheit auf die patriotische Mitwirkung . Süddeutsch land, trotz des soeben erst beendeten Kampfes zwischen den deutschen Staa ten, rechnete. Die Denkschrift, die von Neuem zeigt, wie viel das Werk Bis marcks den genialen Mitarbeitern jener Zeit zu danken hat. lautet wie folgt: An den Ministerpräsidenten Grafen v. Bis marck'Schön hausen. Berlin, den 3. August 1L66. Euer.Ercellenz geftatte'ich mir em kurzes Expose über unsere militärische Stellung zu Frankreich im gegenwärt! gen Augenblick anliegend ganz ergebenst zu überreichen, indem ich dabei bemerke, daß nach diesseitiger Berechnung Frank reich eme Operationslrmee von 250. 000 Mann nicht wohl früher als in 26 Tagen zwischen Metz und Stravburg versammelt haben kann. Es ist offenbar von größter Wichtig keit, sobald wie möglich zu einem be stimmten Abschluß mit Oesterreich zu gelangen, um gegen Osten und Westen freie Hand zu haben, wenn unsere Nachbarn die Frucht eines siegreichen Feldzuges uns zu verkümmern suchen sollten. Bei den Berhandlungen m Prag kann eS daher auf untergeordnete Bedingungen nicht ankommen, sondern wesentlich darauf, m kürzester Zeit die in Böhmen und Mähren aufgestellten wieder verfugbar zu machen. Am nächsten liegt wohl die Möglich keit, daß Frankreich Gebietsabtretungen fordern könnte, welche unvereinbar wären mit der Preußen zugefallenen geschichtlichen Aufgabe, das ganze Deutschland zusammenzufassen und zu schützen, einer Ausgabe, zu deren Lö sung der wichtigste Schritt gethan ist.' Gegen eme solche Anmaßung Frank reichS würde der Krieg im ganzen auberösterrelchlschen Deutschland popu lär sein. Es kann kaum zweifelhaft sein, daß gegen Herausgabe des aröß ten Theiles oder selbst des ganzen von unS besetzten Gebiets südlich deS Mains eine Allianz gegen Frankreich mit. den süddeutschen Staaten zu erlangen ist. Es würde in diesem Fall das neue Bundesverhältniß nicht blos Mlt Nord. sondern , mit Ganz Deutschland in's Leben treten. Die süddeutschen don tingente würden in ihrer gegenwärti gen Kriegsbereitschaft und derzeitigen Aufstellung binnen 3 bis 10 Tagen in der Stärke von etwa 80.000 Mann bei Mannheim zu versammeln sein. In derselben Zeit wurde unsere Mamar mee durch Fußmarsch, das 2. Reserve corps, je nachdem es vorläufig noch bei Nürnberg verbleibt oder schon jetzt nach cmn -T. mi r x. -r.ii ... i w. 'vurzourg in üjcarjaj geießi wiro, mir telst Eisenbahn oder Fußmarsches sich um Mainz mit etwa L0,000 Mann concentnren. KeinensallS kann Frankreich in so kurzer Zeit ein Ofsensivheer versam mein, welches stark genug wäre, diesen ersten Aufstellungen gegenüber den Rhem an irgend einem Punkte zu über schreiten; , und wenn der Friede mit Oesterreich geschlossen, so ist eS nur eine Frage der Zeit, wie schnell eine der französischen völlig gewachsene Trup penmacht im Westen concentrirt werden kann. Die Bedingungen für einen Krieg des französischen KaiserthumS gegen das negrelche Preußen und das ge sammte deutsche Volk eben in diesem Augenblick erscheinen so wenig günstig. daß derselbe wohl nicht gewagt werden wird, ohne daß eine Verständigung mit Oesterreich über Fortsetzung des Kampfes bereits stattgehabt hätte, wel che dann freilich den iZriedenZabschluß vereiteln müßte. ES ist daher nöthig, diese Eventuali tät vom militärischen Standpunkte ins Auge zu fassen. Da Italien vertragsmüßig nicht ohne uns Frieden schließen darf, so würde Oesterreich mindestens den größten Theil seiner Süd'Armee wieder jenseits der Alpen zurückführen müssen,,. wie dies auch letzt schon geschehen zu. sein scheint.' ES könnten dann noch twa 150,000 Mann an der Donau gegen uns aufgestellt bleiben, - welche zum größten Theil schon durch. .die Gefecht, im Juni und Juli dieses Jahres tief erschüttert sind. Dennoch glaube ich nicht, daß wir bei gleichzeitigem Kriege mit Frankreich die Offensive gegen Wien fortsetzen dürfen, da diese, wenn sie nicht an der Donau zum Stehen kommen soll, un sere ganze Macht in Anspruch nimmt. Allerdings können wir in acht Tagen an der Thaya 160,000 bis 180,000 Mann versammeln und damit voraus sichtlich eine neue Schlacht gewinnen, venn die Cesterrelcher über die Donau doraehen. ES ist aber nicht wahr. scheinlich, daß sie dies thun, sondern sie lverden denrnhv hinter dem Strom abwarten, bis die französische Coopera tion wirksam wird. Ter Waffenstill stand ist auf vier Wochen ohne Kündi gung abgeschlossen. . diese Frist genügt für die französischen Rüstungen, und denn zwar dtese auf unserer Seite be reiiS vollendet sind, so bedürfen wir döch Zeit, um unsere Heere von der Donau an den Rhem überzuführen. Sollte daher Oesterreich bei den Ver Handlungen in Prag , unerwartete Schwierigkeiten erheben, so wird daraus suf ein Bündm mit Frankreich zu schließen, unsere Militärmacht aber nicht
n ??oymen zu derslärken, sondern sofort
ach dem Rhem zu transportiren sem. Vier Arneekorps, gegen 120,000 Mann, werden genügen, unl in der legend von Prag eine auf das befe tiate Dresden banne Defensive erfolg. reich durchzuführen. wei Armeekorps mittels Eisenbahn über Oderbera Berlin Köln, und die Elb.Armee, das Bündniß mit Süd deutschland vorausgesetzt, auf den zwei Schienenwegen Eger Würzburg Frankfurt a. M. undPilsen Nürnberg Stuttgart Bruchsal können, wenn die Transporte am 22. August begin nen, bis zum 9. September in der Stärke von 150.000 Mann bei Mainz und Mannheim eingetroffen sein, wo durch dann die dortigen preußischnord deutschen Truppen auf eine Totalstärke von 240.000 Mann gebracht sein wer den. 15.000 Mann -Linientruppen wür den sür Mainz abzurechnen sein, dessen ausschließlicher Besitz in den Verhäng unaen mit den Süddeut chen vor allem gesichert werden muß, ferner noch un gefähr ebenso viel Feldtruppen für SaarloulS, ttodlenz, ttöln, Wesel und Luxemburg. ES verbleiben dann noch über 200.. 000 Mann und mit Hinzurechnung der Süddeutschen nahe an 300.000 Mann al? OperatlonS'Armee gegen Frank' reich disponibel. Bei Berechnung dieser Resultate he gen indessen folgende Voraussetzungen Mit zu Grunde: a. daö Preußen das allelNlge Be fadungsrecht in Mainz ausübt, um diesen Platz gegen jeden französischen Handstreich als gesichert ansehen zu können; K. dafc die Regierungen in Bayern, Württemberg. Baden und Hessen Darmstadt ihre Eisenbahnen und deren Material für die erwähnten Transporte der Elb'Armee uns zur Verfügung stellen: c. daß die bayerischen Truppen schon jetzt eine Aufstellung etwa an der württembergischen Grenze nehmen, um m der Lage zu sein, mittelst Fußmar. scheS nach 10 Tagen am Rhein eintref fen zu können. Bei den -übrigen ftid. deutschen Contmgenten ist, wenn sie rn ihrem betreffenden heimathlichen Staate stehen, auf ein solche? (tlntrenen mner halb jener Frist immer zu rechnen. Es würde bei den Verhandlungen mit den süddeutschen Staaten auf diese drei Punkte mit Bedacht genommen werden müssen. (5Z ist nicht wahrscheinlich, daß Frankreich seinen Angriff durch Belgien führen sollte. ES würde dadurch in Conflict mit England gerathen und müßte sich durch Besetzung deS Lande und vor Antwerpen sehr wesentlich schwächen. ' Eine Invasion. Süddeutschlands würde nicht direct zum Ziel führen, da sie Preußen zunächst unerschüttert und ohnehin die , deutschen Heere in der flanke ließe. ' , Ohne Zweifel würde das französische r ' " , f 5 5 Angrlflsyeer zwiscyni uzemourg uno Rastatt hindurch direct in das Länder gebiet eindringen, dessen Besitz eS an strebt. Unsere Rheinfestungen, deren sofor tige Armirung selbstverständlich, sind daher zunächst nicht bedroht, und eS dürste gerechtfertigt sein, die gesummte Streitmacht, welche Teutschland gegen Frankreich aufbieten kann, zwischen Main und Neckar zu versammeln. Sofern die Zeit der Vereinigung derselben in der Pfalz mcht mehr gege den ist, kann der Angriff hinter dem Rhein erwartet werden, denn die bloße Befestigung deS linksrheinischen Landes sichert den Franzosen nicht den Besitz desselben. Sie werden sich der Noth wendigkeit nicht entziehen können, den Strom angesichts des Vertheidigers zu überschreiten, und müssen sich dabei durch Einschließung von Luxemburg und Saarloms, durch Beobachtung ge gen Koblenz, Mainz, Germersheim, Landau und Rastatt schwächen. Im Allgemeinen läßt sich daher über Khen, daß der Krieg gegen Oesterreich in dessen augenblicklicher Schwäche und Frankreich zugleich mehr in defensiver Weise zu führen sem wird, doch aber ln Rücksicht auf die großen, zu erreichenden Zwecke nicht zu scheuen ist. Selbst ein nicht überall ganz glücklicher Ausgang würde für alle Zukunft Deutschland um Preußen versammeln, während die sreiwillige Abtretung auch des kleinsten deutschen Gebietes die künftige Führer schast Preußens ausschlösse. Gelingt es, den Frieden mit Oester reich in den nächsten Tagen abzuschlikl ßen, so würde sicherlich Frankreich v"r erst von allen Forderungen Abstand nehmen : es könnte keinen ungünstige ren Augenblick als den jetzigen zum Kriege wählen. . Tann würde eS dar. auf ankommen, Norddeutschland schnell zu consolidiren, um späteren Gefahren von Osten und Weiten her mtt genu gender Macht entgegenzutreten. fX Humoristisches Interessanter Posten. rame (zum Prmcipal): Wie unge schickt! Hebt ist mir ein andsckun. knöpschen aufgegangen und ich kann es nimmer zubringen! (Streckt kokett dem Prmcipal ihre Hand entgegen.) ' O bitte!" Prinzipal: Mit Vergnü gen! (Ruft: ..Serr Emil. bitte!-) Wissen Sie, verehrte! ttraulem. Q örn namllcd der Vrinci pal und mache mir eine Ebre daraus. meine Kunden zu bedienen. Zum ourjqneiden habe ich aber memen zweiten CommiS, Hrn. Emil.engaairt! Ueberlistet.- Der Anwalt zum Oedlbauer: Also hat der böse Nachbar doch den streitigen Zaun ma. chen lassen und seine Hühner werden Euren Garten nun nicht mehr zer kratzen? Aber, wie war denn da? mög lich. phne Klage, ohne Proceß?Oedlbauer:' Wie mick der Nackbar I mit meinen Beschwerden-über seine Hühner. auSaelacht, hat habe- jch ihm
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schickt und ihz.i sLc;en wa, d.e Ic:en von seinen Huhuern. i'.id als ich ihm einige Zeit iclUi keine liier mehr schickte, ließ er den utunx Zaun auf führen. In acht Tagen war er fertig." Der Knallprotz. .. las Wort Geldnoth" kennen der Herr llomvlerzienrath wohl ni.t?" C, was glauben Sie! Lei diesen schlechten Zeiten habe ich manchmal keine tausend Mark in der Tasche!Gin Glück. .Pfui Teufel. jetzt hab ich mir die Cigarre mit dem brennenden Ende m den Mund gesteckt!" - Nur gut, gnädiger Herr, daß Sie eö gleich gemerkt haben!Gut eingeführt. Sie kommen gewiß wegen der vacanten Dienerstclle?" Jawohl. Herr Ba. nrn!" Ist sonst noch Jemand im Vorzimmer?" Nein! Es war noch ein Herr mit einer Rechnung da den hab' ich aber gleich hinausgeworfen !" Einfall. Studiosus (zu seinem Freunde): Na, das ver steh ich wirklich nicht, wie Tu eö an fangen willst, die Ironie bildlich darzustellen!" Maler: Ganz einfach! Ich male Dich, und stelle das Porträt aus unter dem Titel: Studienkopf!" Erklärung. Meister: ..Ich werde jetzt nie mehr von Handwerks ourschen belästigt wie mag das kom men?" Nachbar: Haben Sie denn noch nicht gelesen, was unten aus dem Treppenstein eingekritzelt steht?" Mei. ster: Nee was denn?" Nachbar: Vorsicht! Hier gibt's Arbeit!" Naiv. Bitte, schenken Sie mir was! Meme Kinder haben sonst Morgen nichts zu essen!" .Aber eS ist doch heute erst Freitag! Sind Sie denn mit hrem HauShaltungs geid icyon jz-Vy - 1 schwache, nervöse Versonen. plagt von GewilZentdiffen. Schlaflostakeit oder schlechte Träumen. Sliederretken, Rücken ntz opsschmerzen. ararr, rröthen. Zittern. Sen klopfen. enaftlichkeit.Unentschloffenheit. Iribft, nno erilyopsenoe stunen, ersahren an de Juqendfreund". wie einsack und blllia GU IdtUcbtitranTbtitm an speisen d?J,dsand, grunvity geoem nnv ru volle Vesundym und der Frodftnn wiedererlangt werden könn. Ganz neue Heilverfahren. Jeder sein eigener r,t. chickt 38 ffent in Stamp und Ihr bekomm, da Buch verfiegelt und frei zugeschickt von der ,"rMt Stllnit und Ttspnsarv," 2 Weft 11. Etr.. , Vor, .p. v ' T nn n n ,Sulsprü)eu m"! !ll Kr Der Herren Freund. Unsere vollkommene Sbrifee frei mit itler ftlcfie. fjla&i keine Flecken. Verhütet Etnkturen. Heilt Tripper und iterLui in bis 4 Taqen. FrZgt Avorbekern dSsür. 11ALYD0R MFG.CO.. LANCA3TER.OH1O. xnaiu, n TprB 7 1.0Q. an afcrtmre: a''ffAf -a. 5 w ty - . V t Eine permanente Kur l STttiCftiött. m der hartnäckigsten Fälle ron Sonorrhea und 5 Sleet. garantirt in von 3 bis 6 agen; rein m hmv. J yuiiv.MMi v w m uivv ..11 un j kelade Ste'ultat be Ginncbrncn oon ku 2 W hh ffnnüthn nhrt itnKliil Srr A- In. 2 1 f fjiou'l Nachfolger), potVker, Par.ts. er i w wxujh voi aucn xjruaaiiicn. VJ Manneskraft leicht, schnell und oauerno wieder Hergestellt. Schwache, Nervosi tät, Kräfteverfall und alle !?olaen von Ju ;endsüaden, AuSschwei ungen, Uederarbeitungu. . m. aän:lick und aründ lich beseitlgt. Jedem Organ und orpettveil , wird die volleKra stund l tarke zurllaerstatter. EinsackrS. natiir. ltcheS Verfahren, keine Magenmedicin. Em Fehlschlag ist unmöglich. Buch mit Zeug. rnijeu uns Mvrauazsanwelsunz wird per Post frei verfandt. Man schreibe an Dr. Hans Treskow, 822 Broadwaj, New York. Die Quelle der Jugend ist wiedergefunden Die Alten werden wieder jung Die Schwachen stark, Der (ebensfu'nken wird neu . angefach Und Hoffnung grünt in jeder Bruft Habt ihr weise gelebt? Habt ihr frische Kräfte nöthig ? Möchtet ihr wieder jung werden ? . Schickt euere genaue Adresse und ich werde uch mittheilen, wie (3 mir gelang. Nur ein einfaches Hausmittel ist nothwendig. ThsmaS Slater, Box 76t. Kalamazoo, Mich Legt Briefmarke für Rückantwort bei. Aergert Dich Dein Auge so retke ei nicht au, und werfe es nicht von Dir, lonvern wen an an SS J. itv. A CtttO LAhffry TsG OPTICIAN-O L M ftl iniu m . . . .. utNISON HOSSL. INDIAJJAPOLIS-IND. wo man Dir für Dein Auge da nöthige Olal an fertigt, lküvstltche Augen werden schmerzlo eingesetzt. Grillen werden nach den besten Methoden .den ?ugm angepaßt.
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