Indiana Tribüne, Volume 19, Number 218, Indianapolis, Marion County, 25 April 1896 — Page 2
Fndiana Tribüne.
Erscheint Taglich und Sonntagö. Die tägliche, Tribüne- kostet durch den Träger 1 SentS per Woche, die SonntagS.Tribüne'Z Set per Woche. Beide ,usanlen 15 SentS ode, KZ ttentJ per Ixonat. Per Post außerhalb be, tdt zugeschickt ta orauSbezailung pet Jahr. Cffu. 18 Cüd Alabama tratze. Indianapolis, Ind., 26. April 1896. Der Erzengel Gabriel. Die neueste Sensation des Babels in der Seine ist eine Hellseherin, elche mit der albernen Behauptung, der Erzengel Gabriel wäre zu ihr nie revgestiegen und spräche aus ihr. ganz Paris" verrückt gemacht hat. Die .Hellseherin- ist ein Fräulein Couöton und ist sie die Tochter eines kleinzürgerlichen Ehepaares, das von seinen Renten lebt; die Familie, welche jetzt In No. 40 Rue de Paradis. Paris, loohnt, stammt aus der Bretagne. Einigermaßen mag dies zur Erklä rung dienen, denn die Bretonen neigen zur mystischen Schwärmerei. Frl. Cou6don hat ein in's Grüne schillerndes Auge, dunkles üppiges Haar, ist von mittlerer Größe und pflegt ein himmelblaues Kleid zu tragen. Wie sie dazu kam. sich mit dem Engel einzulassen, hat ihr Vater einem Berichterstatter erzählt. Am 5. Au gust vorigen Jahres, als der Vater in seinem Bureau arbeitete, bat ihn eine ihm befreundete Dame, schnell in den Salon zu kommen: seine Tochter sei daran, im Schlafe zu sprechen. Cou6don eilt dahin und findet dort seine Tochter auf dem Sofa sitzen, den Arm lerzengrade in die Luft gestreckt; sie geht ans ihn zu und sagt: Fürchte dich nicht, ich bin ein Bote Gottes." Und eine Stunde lang sprach sie ihm über Dinge, die er allein nur wissen konnte. Dies wiederholte sich mehrere Tage, bis sie am vierten sich offen aussprach: Ich will mich euch offenbaren, ich bin der Engel Gabriel, der enrel der Ankündigung, gesandt von Gott, um den Menschen das Unheil anzukün. dZgen. das Frankreich. Europa und die ganze Welt bedroht.- Und seitdem hat sie denn in Gegenwart von vielen Personen über Alles gesprochen, über die armenischen Greuel, die sie ein Seitenstück zur sicilianischen Vesper nennt, über die Meteorsteine, über, den 5)ospitalbrand in Lille. gar über die Entlassung Berthelot's. Die Besucher wurden so zahlreich, daß die Nachbarn im Hause sich darüber beschwer ten. Priester. Soldaten, Schauspielerinnen. Gelehrte stellten sich ein; auch sei sie schon in optirna forma exorcisirt worden und habe einer Sitzung der Gesellschaft für die psychische Wifsenschaft" beigewohnt. So der stolze Vater; er ermahnt die Besucher noch, die Tochter weder mit du" anzusprechen, noch sie Fräulein- zu nennen; sie würde daraus erwidern: Weißt du, mit wem du sprichst? Es ist kein junges Mädchen, sondern der Engel des Herrn!- Und darauf führt er sie dann in den Salon zur Prophetin. Sie empfängt sie sitzend, sagt ihnen, sie sei 23 Jahre alt. esse gut und schlafe noch besser, sei einfach und fromm und erinnere sich nie, waZ sie unter der gött lichen Eingebung gesagt. Von Morgens früh bis Abends spät spreche sie, und zwar ohne jegliche Vergütung; eine Ermüdung verspüre sie nur. wenn durch Verfügung von oben ihr Mund versiegelt bliebe. Und bald schließen sich ihre Augen, so daß nur noch der weiße Schimmer des Augapfels sichtbar ist; und in Knittelversen gibt sie ihr Orakel ab. Es heißt darin: Aus Gesundheit. Schönheit. Glück folgt Unglück. Es gibt einen ehrlosen Menschen. aber um ihm zu widerstehen, mußt du beten. Paris, arme Stadt der Ungläubigkeit. für dich gibt eö keine Freude mehv. London, sei ohne Stolz, deine Atmosphäre ist verpestet, der Himmel blutig.- Geschieht das bald?- fragen im Versmaß' der Prophetin die Journalisten, und sie antwortet ebenso gereimt: Gegen Ende des Sommers." Anderen Fragestellern hat sie sich ähnlich ausgedrückt. In Paris und anderen Städten werde das Blut in Strömen fließen; damit die Welt gerettet werde, müßte Alles brandig (gangren) sein. Auch werde der Präsident seine Entlassung geben und die Kammern werden auseinander gehen. Gegen Ende des Jahres, zur Leit der Ernte, werde der Krieg ausbrechen und Feuer regnen wie in Go morrha. Paris werde fast verschwurden; nur Diejenigen blieben, die vor der Mutter Gottes Gnade gesunden. Auf diese Schreckenszeit aber folge eine Zeit des Friedens und des Glücks. Nach anderen Berichten soll der Engel Gabriel eine entschieden royalistische Färbung besitzen. Es gibt so soll sie gesagt haben jenseits der Alpen einen Prinzen aus dem Hause Capet. Heinrich genannt, der annoch seinen königlichen Ursprung nicht kennt. Dieser Prinz ist dazu ausersehen, Frankreich zu retten. Bald wird ee durch eine Zeitung von dem Dasein deS Fräuleins Couödon hören, und sofort, von .einer unsichtbaren Macht ge trieben, macht er sich nach der Para diesstraße in Paris auf. Die Hellseherin wird den Abkömmling Hugo Ca pet's.an einem Zeichen auf dev Stirn, erkennen. ' Fraulein CouSdön theil! ihm dann den Willen der Vorsehung mit. und sie wird dann die Jeanni d'Arc dieses neuen Dauphins werden. Der Erzbischof von Paris hat den Geistlichen verboten, mit Frl. Couödon und ihrem Erzengel Gabriel- zu ver. kehren. . . . Dieser T a g e f e l e r t e d!t Gemeinde Eygen.Bilsen den 100. Ge. burtötag eines Einwohners. deZ ehe maligen Gendarmen Meesters. De, Jubilar, der bis, dahin lehr rüstiz war, wurde durch die Festlichkeiten j, ergriffen, datz, er in der folgender Nacht starb. - " ' '&C"XB
Zwitschernde Naturmeustl.cn.
Würde sich das Nachstehende etwa auf gewisse Stämme im Innern Südafrikas beziehen, so wäre es nicht mehr überraschend. Daß es aber bei uns im Nordwesten noch heute Ueberreste eines Jndianerstammes gibt, deren Sprache ein völliges Vogelgezwitscher ist, das dürste Vielen neu sein und war bis vor Kurzem noch ganz unbekannt. Erst Dr. Franz Boaz, der sich überHaupt um die Erforschung abgelegener, schwer zugänglicher nordwestlicher Küstengegenden manches Verdienst erworben hat. entdeckte diese Menschenwesen unweit der Grenzlinie zwischen Alaska und Britisch - Columbia. Andere Reisende haben allerdings gelegentlich andere Indianer von denselben reden hören, aber nie zuvor hatte ein Weißer solche Vogelmenschen selber gesehen. Und das ist nicht zu verwundern. Auch abgesehen vom Charakter der Gegend, gibt es überhaupt nur noch etwa 12 Ueberlebende dieses merkwürdigen Stammes, der einst von zkemlicker Bedeutung gewesen sein soll, und diese unglücklichen Geschöpfe sind beständige Flüchtlinge ohne irgend ein Heim! Daher sind sie auch überaus scheu.' Von alten Zeiten her nämlich war es unter den aleskanischen Küsten-Jn-dianern Brauch, so oft einer ihrer Häuptlinge in die glückseligen Jagdgefilde hinllberging, ein paar Mitglieder des Zwitscherstammes von den übrigen Rothhäuten Tsutsaut" gekannt zu fangen und zu tödten, damit der Häuptling im Jenseits auch Dienstgefolge habe. Dies zeigt, in wie niedrigem Range die Tsutsauts bei den anderen Indianern von jeher standen. Sollten diese Parias vielleicht verdrängte und immer mehr verkümmernde frühere Ureinwohner gewesen sein, die von Erobererstämmen besiegt und größtentheils aufgerieben wurden? Wie dem auch fei. jener Brauch verminderte die Zahl dieser unglücklichen Schindluderchen- immer mehr. Geradezu wie wilde Thiere gejagt, wären längst schon die Letzten getödtet worden, wenn sie sich nicht in die höchsten und unwirthsamsten Bergregionen zurückgezogen hätten, wo sie sich Hauptsächlich von Murmelthieren nähren, denen sie eine Art Fallen stellen. Im Uebrigen gehören sie zu den primitivsten Wilden der Welt. Nicht einmal Hütten errichten sie sich, sondern sie bereiten sich, wenn es nöthig ist. lediglich aus Baumzweigen ein vorübergehendes Obdach, trotz des strengen Klimas dieser Berggegenden. Früher zerfiel dieser Stamm in zwei verschiedene Sippen. deren Mitglieder niemals in die selbe Sippe hinein heirathen durften. Aber schon lange ist die eine Sippe gänzlich ausgerottet, und eZ ist in einigen Fällen vorgekommen, daß über lebende Männer der anderen Sippe sich Gattinnen von den 9taß River Indianern Britisch - Columbia's hol ten , Im JttdianerClub. Wenn zu Beginn des Frühlings die liebe Sonne ihre lichten Strahlen indiscret aus die Mängel menschlicher Kleidung herniedersenkt, dann erscheint bei mir, so erzählt ein Berliner Journalist, ein langjähriger Hausgenosse, ein Schneider, und unterzieht die Röcke, Westen und Hosen, die ich noch in die neue Jahreszeit überzuführen gedenke, einer sorgfältigen Musterung. Der Mann versteht den ältestenSachen wieder Reiz zu geben; unter seiner kunstfertigen Hand verschwinden Risse und Flecken. Er kommt gern, denn das 'Dreimarkstück, da er nach altem Satz einheimst, ist sein Schmugroschen, und zudem birgt, mein Wandschrank eine Hausapotheke die für' ihn von unsagbarem Zauber ist. Die dreimal fünfundzwanzig Tropfen", die er beim jedesmaligen Besuche gemischt erhält, flößt er sich mit wahrer Andacht ein. Aber er verdient sie sich auch besonders. Wenn die ersten geschäftlichen Erörtenrnaen erledigt sind und sein sckmacktendec Blick, den Wandschrank streift. dann legt er plötzlich die Hand' auf den Magen, schneidet eine Grimasse und erzählt ein Geschichtchen, das zweifellos damit endet, daß eben dieser Magen zur Zeit in schauderhafter Verfassung ist. Vor fünf Jahren plagte ihn der Teufel, daß er ein Weib nahm. daS ihm an Alter und anderen Dingen heftig überlegen war. Damals huschte er in seinen Flitterwochen öfter zu mir herein, denn sein holdes Ehegemahl hatte seinem Magen durch . Entziehung gewisser Getränke scharf zugesetzt und die dreimal fünfundzwanzig Tropfen ' übrigens recht große Tropfen waren ihm nöthiger denn je. Er bezahlt daflir immer mit einer Geschichte aus seinem jungen Ehestande, die mich die ganze Behaglichkeit meines Junggesellenlebens wonnig' fühlen läßt. Jetzt hat er sich daran gewöhnt und greift wieder zu .anderen Stoffen. .Sagen Se blos, Herr Doctor," so hub er diesmal an, lassen Se sich immer noch von den da nebenan balbiren?-. Dabei zeigte er mit dem Finger nach der Nachbarschaft, wo mein Barbier wohnt. Gewiß,- sage ich, warum denn nicht?- Na, wissen Se, det iS en janz jemeiner Mensch, wie mir der rinjesenkt hat, wo er mir nu zehn Jahre balbirt, det is ich zu sagen. In mein' janzen Leben wird mein Magen nich wieder Zut. Passen' Se bloS Achtung Vor vierzehn Dagen kommt er russ bei mir un meine Frau mit so 'ne recht heilige Miene.' Meestern. sagt er zu meine Jattin. ick wollte Ihnen blos bitten det 'Se mir den Justav morjen Abend freijeben. Wät mein Club is. der feiert sein Winterfest, un ick als Präsident will Justaven als Ehrenjast inladen. Et jibt 'n juten Happenpappen 'un natürlich ooch 'n bisken .vor'n Durscht, aber et kost' ausjerechnet.nischt. denn, et wird AllenL 'aus de Clubkasse' berappt. Na, meinswejen, sagt meine Jattin, ick will nischt dajejen haben, aber det Se mir da nich mit Justaven. Schindluder lpielen. I wofo jcnn. JaalJtU
ter. ::u (l)x )xol), watze n ,orm abend rmn bei Knollen in't Local. wo der Club Zs. Knolle kommt mer sehr sreindlich entjcjen un sagt: Ju'n Abend. M:eslr. Ick weeß schon.Se sind ja heite Ehrenjast bei das Fest. Bin ick. sage ick. sichren Se mir jietizst in det Clubzimmer. Er bringt mir denn ooch ieber'n Hof bin un ick denke, der Schlag soll mir riehren. wie ick die jceyrte Versammlung ankieke. Det janze Jesicht haben se sich jelb jemacht, uf de Backe un uf de Stirn blaue Kleckse un uf'n Kopp 'n jroßen Fedcrbusch. Ick erkenne keene Menschcnseele. Da kommt der Seefendoctor i:f mir zu un sagt: Siehste. Justav. nu biste in unsern Jndianerclub. un zu die Ändern ruft er: Det is mein Frcind. det Bleichjesicht. det ick in unsere Wichwam jeladen habe; nennen wir ihm den meckernden Bock der Prärie un bej rießen wir ihm mit dreifachen Huch! Un denn jing et los! Ick saß neben den Valbier, der mir mit eenmal 'ne jroße Pfeife jab un sagte: Haiptlinge. det Bleichjesicht will mit uns de Friedenspfeife rauchen! Nee. sag' ick, Heinrich, Du weeßt ja. det ick en fthr friedlicher Mensch bin, aber roochen dhu ick nich. niemals. Wat. ruft er, Du wirscht doch nich jejen unsre Statuten verstos.en! Un dabei steckten se mir de Pfeife in'n Mund, un ick mußte ziehen. Wat drin jewesen is. weeß ick nick, aber Toback wart nich. Et knisterte un knasterte un qualmte wie'n Ziegelschornsteen un mir trat der kalte Schweiß uf de Stirn. Mit eenmal rief der Valbier: Det Bleichjesicht wird schwach, jroßer Medinnmann, jib mal de Buddel her! Un nu mußte ick drinken. Et roch ja zuerst 'n bisken nach Nordhaiser un weilt mir schlecht war, nahm ick 'n derben Zug. Aber so wat jiöt et nich mehr uf de Welt. De Kehle schnierte sich janz zu un et brannte fürchterlich. Aber se ließen nich nach un jossen't mir mit Jewalt rin. bis ick de Pulle an de Erde schmiß. Nu jab't en Lärm. Det Bleichjesicht bricht den Frieden! schrien se. Det muß scalpirt wer'n! Un ehe ick mir dersehe, haben se mir die Perrücke abjepellt un schwingen ihr an de Bänder in de Luft. Wat nachher noch war. weeß ick nich. Wie id. in mein' Bett ufwachte, saß meine Sattin neben mir un ick kriejte en hellschen Schrecken. Aber meine Jattin sagte: Bleib man liejen. Justav. davor kannsie nich; die Sache mache i ck mit den Balbier ab! Ick habe mir ja denn ooch allmälig wieder erholt, aber wat mein Majen is - Ich begriff und mischte dem meckernden Bock der Prärie die dreimal fünfundzwanzig Tropfen, die er sich auch diesmal wieder redlich verdient hatte. Die Menagerie. Ich glaube wahrhaftig. Du wirst noch eifersüchtig auf die Menagerie,sagte er, drehte jäh dem Käsig, dessen Insassen er geneckt, denRUcken und sah der schmollenden Gattin lustig in' Gesicht. Nein." entgegnete sie, halb lachend, halb weinend, ich bin schon eifersüchtig, und Wie sollte ich's nicht sein? Seit einer Viertelstunde rede ich auf Dich ein. und Du antwortest mir gar nicht, stehst und tändelst mit dem Thiere, thust, als ob ich gar nicht da wäre!" Aber, liebes Kind, mit so armen Geschöpfen muß man sich beschäftigen, sonst werden sie hypochondrisch, und habe i ch denn die Menagerie in's Haus gebracht?" Wieder der alte Vorwurf! Und Mama hat es doch so gut gemeint! Als sie merkte, daß Du einThierfreund bist - Richtig, schenkte sie mir den Lowm! Ein ausgesuchtes und billiges Geschenk. Und als ich mich um die Bestie nicht kümmerte, schaltest Du mich liebloö. meintest, ich achtete , die Gabe, deren Deine Mama sich so hochherzig entäußert, gering " ' Nun ja, damit meinte ich aber, nicht, daß Du halbe Tage vor dem Käfig stehen solltest!Liebes Kn.d. Du übertreibst! Aber das kommt von solchen lebendigen Geschenken: erst sind sie einem fatal, und dann gewöhnt man sich an sie; schließlich gewinnt man sie lieb, und dann dann wird die Frau eifersüchtig. Hahaha!" Dem spöttischen Lachen antwortete ein leises Schluchzen. Als Rudolf den Ton vernahm, wollte er erschrocken auf Hermine zugehen und mit begütigendem Worte ihr die Hände vom Antlitz ziehen; aber er besann sich noch rechtzeitig auf seine Manneswllrde-, besann sich, daß sie es nicht zulasse, in einer so kindischen Sache, sich die Nachgiebigkeit abtrotzen zu lassen. So schritt er denn mit einem halb unterdrückten Laut des Unwillens seinem Arbeitszimmer zu und ließ hinter sich die Thür so derb in's Schloß fallen, daß der Löwe in seinem Käfig ängst lich in die Höhe flatterte. Ja so, ich habe ganz vergessen, zu sagen, daß der Löwe" kein vierfüßiger König der Thiere war, sondern ein simpler Kanarienvogel. Von der Schwiegermutter, die ihn als zarten Kanarienjüngling - erstanden hatte, war er auf den Namen Hans" getauft worden; dann hatte, als die würdige Dame mit dem Thierchen ihrem lieben Schwiegersohne die unerwarteteFreude bereitete, der ruchlose junge Mann in seinem Zorn dem armen Geschöpfe die Menagerie- angehängt, weil, wie er sagte, dieses eine Thier mit seinem ewigen Trillern. Singen. Schnabelwetzen einen Lärm voMhre. wie eine ganze Thierbude. Als er dann mit dem Geschöpfchen sich allmälig auZgesöhnt, hatte er ihm. weil er meinte, in jeder ordentlichen Menagerie müsse ein König der Thiere sein, und weil auch die Farbe so ziemlich stimmte, den Ehrentitel Löwe" verliehen. und nun waren beide letztere Namen in Gebrauch. Im Zorn, wenn das frohliche Geschmetter ungelegen, kam, schalt man auf die Menagerie", und bei guter Laune sprach man vom ;ütocn?.
DaS Thierchen wußte recht gut zwtschen beiden Namen zu unterscheiden, und nur. wenn man es "Löw" oder
ccu uc, i)uyiz c aus ozn ouia) oie Sprossen gesteckten Finger. Und dieses kluge, harmlose Thier sollte nun den Frieden der bisher so glücklichen Ehe stören! Es war aewi'i r r (.::.ri. . r c c c i unschuldig an dem Zwist, aber Frau Hermme glaubte es nicht. Sie trat, nachdem Rudolf das Zimmer verlassen hatte, dicht an den Käfig heran und fchalt: Du böses Thier! Ich leide es nicht, daß du mir auch nur das kleinste Stückchen Liebe entwendest! Und ich werde dir nie wieder gut, wenn mir dein Herr nicht gleich wieder aut wird!Piep!- machte Leu und zwinkerte sie mit den schwarzen Aeuglein verschmitzt an. als ob er sagen wollte: Das werd' ich schon machen!Und richtig, als ein halbes Stündchen darauf Rudolf, dem die krachende Thür schwer auf dem Gewissen lag. wieder in's Zimmer trat, und keiner der beiden großen Menschen recht wußte, wer zuerst ein gutes Wort sprechen sollte, da erhub Leu einen gar ängstlichen Lärm, als ob ihm etwas Besonderes zugestoßen sei. Rudolf durfte natürlich sich jetzt ihm nicht näHern, und so blieb nichts übrig, als daß Hermine zu ihm herantrat und dem stürmisch herzuflatternden Vög lein den Finger darbot. Da schlich sich denn auch Rudolf herbei, that es ihr nach, und nun hüpfte der kleine Kerl von einem Finger zum anderen, wieder und wieder, bis sich schließlich die Beiden ansahen, lachlen und einander in die Arme schlössen. Aber wie schlecht sollte dem guten Thiere gelohnt werden! Eines TageS packten ihn rauhe Hände und transportirien ihn aus seinem hübschen Eckchen, dort, wo die Sonne immer am längsten stand, in ein häßliches, halbdunkles Zimmer, und nicht genug da mit. deckten sie ihm ein Tuch über, so daß es tiefe Nacht um ihn wurde. Wie lange sie dauerte, wer weiß das heute noch genau! , Die Schwiegermutter entdeckte zuerst den Verlust des Sängers; während alle anderen meinten, es sei nun genug Lärm in derBehausung. lauschte sie fortwährend, ob neben dem Geschrei des jungen Erdenbürgers sich nicht ihr Hans- vernehmen lasse ihn Löw" oder Leu" zu nennen, hätte sie nie über's Herz gebracht, denn auf Hans" hatte sie ihn getaust, und der respectwidrige Name Menagerie" war glücklicherweise nie an ihr Ohr gedrungen. Wo ist denn mein Hans?- fragte sie endlich. Es blieb i h r Hans, obwohl sie ihn verschenkt hatte. O Mama.- erwiderte Rudolf, den hab ich in die Hinterstube bringen lassen." Das arme Thier! Wohin keineLust und kein Licht kommt!" Damit machte sie sich auf den Weg nach der Hinterstube und entdeckte den ehemaligen Günstling in der traurigen Veränderung seiner Lebenslage. Sie lüftete das Tuch und reichte ihm den Finger dar, aber der gekränkte Leu fuhr bissig auf sie los. auf sie. seine Nährmutter! Von Kummer und Zorn das Herz geschwellt, kehrte sie zurück und herrschte den undankbaren Schwiegersöhn an: Habt ihr denn gar kein Mitleid, daß ihr das arme Thier " Liebe Mama, gestatten Sie, daß ich mehr Mitleid mit meiner Frau habe, als mit der Menagerie!- ' Menagerie?! Herr Schwiegersohn! Eine Menagerie, meinen Sie. hätte ich Ihnen in's Haus gebracht? O. von solcher lästigen. Gesellschaft sollen Sie befreit werden!" ' Ach. liebe Mama. eZ wäre wirklich sehr liebenswürdig, wenn Sie den Löwen den Hans, wollt' ich sagen mit sich nähmen! Ich meine, für die Zeit, da Hermine " ' Gewiß, Herr Schwiegersohn, die Menagerie geht mit mir geht, woher sie gekommen ist - Leu wurde bei diesem WohnungSWechsel nicht gefragt, und nach dem verdrießlichen Lärm zu schließen, den er in seinem neuen Domicil vollführte, nach dem wenig respectvollen Betragen, das er allen Annäherungsversuchen entgegensetzte, schien eine tiefe Verstimmung sich seiner bemächtigt zu haben. Zu unserem Leidwesen müssen wir'S gestehen: das liebe, treue Thier wurde in seinem alten Heim eine ganze Weile gar nicht vermißt. Andere Sorgen andere Gedanken! Aber eines Tages geschah es doch, daß Hermine fragte: Wo habt ihr denn den Leu hingesteckt? Ich höre ihn ja gar nicht mehr?" Da kam es denn verlegen heraus: Mama hat ihn wieder mitgenommen." Du hast ihn doch nicht " Nein, ich habe ihn nicht zurückgeschickt. Aber Mama meinte, in der Hinterstube verkümmere dasThierchen, und so " Nu, hol' ihn uns nur wieder! Er soll mir das Kind in Schlaf singen helfen.Aber Liebe, wird er Dich und das Kleine nicht stören? Auch meintest Du ja früher selbst, Mama hatte besser gethan. kein lebendiges Geburtstagsgeschenk auszuwählen Ei, ich bin nicht mehr eifersüchtig auf ihn! Hier, hier auf dies Kind drücke es doch nicht so. Du alter Bär. und. nimm Dich mit dem stacheligen Bart in Acht! auf dies Kind hier bin ich jetzt eifersllchtig!Anderen TageS hielt der Leu. nach dem er. mit harten Kämpfen der erbit terten . Schwiegermutter abgerungen war, den Triumphzug in sein altes Quartier: aber er. fand dort emen Concurrenten vor und mußte sich fortan wacker anstrengen, von ihm nicht überstimmt" zu werden. Schön und rein Ooll dai Haus stets sein ! Die besten Bürsten kaust man bei o. Ochmtdel, HO Oft NeCarh Ctofe. .
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vom Inlands Die Studenten des California College zu Highland Park haben sich an den Studenten zu Berkeley ein Beispiel genommen und mit Hacke und Schaufel an der Verschönerung der Anlagen um das Gebäude gearbei tet. Dieselben waren seit Jahren vollständig vernachlässigt worden und ein Theil war völlig verwildert. Capitän H. R. Robinson, welchem es im vorigen Jahre gelang, ein Holzfloß vcnn Columbia - Fluß nach San Francisco zu bringen, trifft Vorbereitungen, dieses gewagte Unternehmen zu wiederholen. Das Floß wird in Stella. Wash., hergestellt werden und soll über eine Million Fuß Bauholz enthalten. Der Dampfer Mineola" nimmt es in Tau. Der New Yorker Grocer Michael Sickle hatte am letzten Sonntag vier seiner Freunde zu einem Kaffeeklatsch nach einem leerstehenden Laden in No. 213 Mottstraße eingeladen. Auf dem Tische, an dem die Fünf saßen, befand sich eine Flasche mit Cognac, mit dem der Kaffee gewürztwurde. Sickle wurde in seinem Vergnllgen gestört und im CentrestraßeGericht unter $1000 Bürgschaft gestellt, weil er geistige Getränke weggegeben." DieserTageistdasbritische Schiff Falls of Halladale- von San Francisco mit einer Ladung Rothholz nach England abgegangen, wo das Holz für Zimmerwandbekleidüngen verwandt werden soll. Dieses Ausfuhrproduct erzielt einen hohen Preis in England und seine Verschiffung ist daher sehr profitabel. Sollte sich die Fahrt der Falls of Halladale" als sehr gewinnbringend erweisen, so werden sicher andere Schiffe ihrem Beispiele folgen. Die Verwaltung der Florida Central & Peninsular - Bahn hat ein eigenartiges, aber praktisches und billiges Verfahren eingeführt, um die an ihren Linien ansässigen Obstbauer von dem bevorstehenden Eintritt kalten Wetters in Kenntniß zu setzen. Wenn das Wetterbureau das Nahen einer kalten Welle ankündigt, müssen die Locomotivführer alle drei Meilen ein Signal von sechs langgezogenen Pfiffen mit der Dampfpfeife geben. Dies ist unzweifelhaft besser, als die Postmarken auf Briefen mit WetterProphezeiungen zu versehen. Den umfangreichsten, soweit zu verzeichnenden Verkauf einheimischer Wolle, für den Export bestimmt, hat die New York Wool Warehouse Co." durch Vermittlung einer Boston Maklerfirma abgeschlossen. Es ist dies ein Posten von 1200 Ballen texanischer Wolle im Gewicht von ca. 250.000 Pfund, der für Fabrikanten in Antwerpen bestimmt ist. Der realisirte Prris ist ein 7j Cents per Pfund. In Folge des augenblicklichen Darniederliegens der hiesigen Wollenwaaren-Jndustrie war es unmöglich, die Wolle an einheimische Fabrikanten abzusetzen. Mit Gewalt hat sich das britische Schiff Godioa". welches in San Francisco eine Ladung eingenommen hatte, die Ausfahrt in den Ocean erzwungen. Beladen hatte die Godiva- einen Tiefgang von 22 Fuß. doch von ihrem Ankerplatz aus mußte sie, um in tiefes Fahrwasser zu kommen, eine Schlammbank vassiren, die bei Fluthzeit nur 16 Fuß Wassertiefe hatte.- Das Schiff wieder umzuladen. wäre mit zu großen Kosten verknüpft gewesen, deshalb entschied man sich, mit Gewalt den Durchweg zü erzwingen. Vier starke Schleppdampfer, die Seaking". Hercules". Sea Witch" und Liberty", legten sich vor die Godiva", und genau eine Stunde spater befand sich das Schiff glücklich in tiefem Fahrwasser, tötn alter. 86jähriger Deutscher, der behauptet, der älteste Violinspieler in den Ver. Staaten zu sein. Fred' Helms, aus Hannover gebürtig, wurde sammt feiner 60jährigen Frau aus seiner Wohnung in San Francisco auf die Straße gewiesen, da er außer Stande war, feine Miethe zu bezahlen, und mußte das alte Paar im Armenhause untergebracht werden. Helms kam vor 63 Jahren nach Amerika und ist als Musiker durch das. ganze Land gezogen. Früher in guten Verhältnissen, ist er nach und nach so weit heruntergekommen, daß er alZ letzte Zuflucht ein Unterkommen im Armenhause suchen mußte. Es ijt erstaunlich, in w e l - cher Masse sich jetzt die Seehunde an der kalifornischen Küste aufhalten. Den Seehundsfahrern wird dadurch der lange, beschwerliche Weg nach dem arktischen Meere erspart, wenn sie dort m nächster Nähe so gute Fangresultate erzielen können. Der Seehundsfahrer Kate & Ame hat nur eine kurze Distanz von den Farrallonen entfernt und auf der Höhe von Santa Barbara eine reiche Beute gemacht. Die Eppinger" hatte, als sie jüngst von dem Dampfer Del Norte" 12 Meilen südwestlich vom Cap Lombard gesprochen wurde. 1201 Häute an Bord. Das Fangresultat der Victoria- und Sundflotte ist nicht so bedeutend, als das der Eppinger", und im hohen Norden ist man mit dem erzielten Resultat noch weit weniger zufrieden. Man schreibt dies dem Umstände zu. daß die Schiffsmannschaften meistens aus Indianern gebildet worden waren, die in mehreren Fällen desertirten und das Schiff ohne Bedienungsmannschaften ließen. Die Fawn" hatte 164 Häute, als sie zuletzt gesprochen wurde. Auch hier lag die Schuld an dem geringen Fangresultat daran, daß ein Theil der Mannschaft desertirt war. Die Oscar Hattie" hatte 64, die Kate" 107. die Sapphire" 80. Saucy Laß" 80. Minnie" 124. Favoritc" 130, Victoria" 50, Mountöm Chief" 30, Penelope- 75 und Kilmeny- 93. Der Fang der japanesischen Flotte ist gering, und Seehunde in den asiatischen Gewässern sind rar und schwer zu erlegen. ES ist daher ein Steigen der !Z reise, der. Seehunds häute vorausju-chuu.
Osm cruslans. Der älteste aller actl den Volksschullehrer in Baden war wohl der jetzt in den Ruhestand getretene Hauptlehrer Alois Karlein in Weingarten. Dieser Lehrervcteran ist
at 00 Jahre alt und zählt 62 Dienstjähre. t Ueber den großherzoglich mecklenburgischen Kronaute Vinzier ging kürzlich ein furchtbares GeWitter nieder. Der Blitz schlug in die Stallungen und fete dieselben in rano; 80 Kühe verbrannten, auch entstand ein erheblicher Schaden an den Gebäuden. Einiges Aufsehen macht in Wien die amtliche Ankündigung, daß die Sckükerin des österreichischen Qftrtnnn4.m2 k! C:rv4rs&l niuuniujiuiw, uic jvui tnuuym. i Marie Valerie, dem Verein rhrenschutz entzogen habe. Die Ursache lst eineBucherverlosuna des Vereins. derenTrefser . Auswahl ihren Ansichten nicht enljpreche und namentlich nicht damit übereinstimme, was ihr als Mutter das heiligste sei.Ein hartnäckiger Selbstmörder war der verheirathete Taglöh ner I. Metzler in Mannheim. Derselbe machte, kürzlich zuerst den Versuch, sich zu erschießen und zu erstechen. Als ihm dies infolge des HinzukommenS seiner Frau mißlang, sprang er einige Stunden später vom Dache seines Wohnhauses auf die Straße, wo er mit zerschmettertem Schädel todt liegen blieb. Zwischen den in der Hanauerstraße zu Vilbel wohnenden Gebrüdern Bellinger kam es zu einem Streit, in dessen Verlauf der 20 Iahre alte Bellinger, der schon längere Zeit geistesqestört ist, seinem 18 Jahre alten Bruder 3 Stiche in Kopf und Hals beibrachte, von denen einer die Schlagader traf, und den Tod herbeiführte. Es gelang, den Thäter, der sich geflüchtet hatte und von der Niddbarücke in den ftluß stürzen wollte, in Haft zu brinaen.11.179 Zeitungen enthält die Preisliste des Postzeitungsamtes zu Berlin für 1896. Davon erscheinen 8004 in deutscher und 3175 in fremder Sprache. Von den Zeitungen in deutscher Sprache kommen auf Oesterreich - Ungarn 526. die Schweiz 276. Amerika 93. Rußland 23 und auf Belgien, England, Frankreich. Italien. Bulgarien, die Türkei. China, Brasilien und Persien 20 Stück. Das deutsche Reich zahlt 1834 Verlagsorte mit 7187 Zeitungen. In den letzten 15 Jahren hat sich die Zahl der Verlagsorte im Reich um 389 und die der Zeitungen um 2570 vermehrt. In Berlin erscheinen 803 Zeitungen, gegen 389 vor 15 Jahren. Im Jahre 1895 war die Bewegung auf dem Gebiete der Presse wieder sehr lebhaft. Neu hinzugetreten sind 732 in deutscher und 257 in fremder Sprache, gelöscht 641. beziehungsweise 107. Unter den gelöschten waren 133 erst im Laufe des Jahres entstanden. Charlottenburg hat mit seiner elektrischen Bahn großes Pech. Erst ist der Widerstand der physikalisch - technischen Reichsanstalt zu überwinden; bis hier alles im Reinen ist, läßt die Pferdebahngesellschaft einen Accumulatorenwagen laufen, um den Charlottenburgern dadurch den guten Willen zu zeigen. Und nun ist das Vergnügen mit einem Male aus: der blaue Anton" ist gepfändet! Der blaue Anton", die Freude d:r Schuljugend, die immer mit ihm wett zulaufen versuchte, der Stolz derCharlottenburger. führt jetzt ein traumreiches, thatenloses Dasein im Schuppen. Was nützen ihm alle Pferdekräfte, die in seinem Innern aufgespeichert sind gegen das blaue Siegel des töniglich preußischen Gerichtsvollziehers sind sie machtlos. Der Soldat T r ö h l e r. der sich bekanntlich weigerte, die Waffe zu tragen und deshalb schon ein Jahr Festung in Spandau verbüßte, ist von Mühlhausen. Er gehört einer sehr frommen Sekte an, die sich die Evangelisch Taufgesinnten" nennt und. in letztgenannter Stadt etwa 40 Mitglieder zählt, in der Schweiz und im Süden Deutschlands aber stärker vertreten sein soll. Diese Leute halten es für sündhaft, eine Mordwaffe in die Hand zu nehmen. Tägliche Gebete der Gemeinde flehen um Standhaftigkeit des Soldaten. Die Eltern des Mannes sind alt und arm. der Vater obendrein ein Krüppel; trotzdem hat er aus religiösen .Bedenken nicht um die Befreiung dfs, Sohnes vom Militärdienst gebeten, eben, weil er der Ansicht ist, daß der wahre Christ das ihm auferlegte Kreuz willig tragen und tragen lernen müsse. DieNachbarn des p en sionirten 70jährigen Briefträgers Franois Markier in Nevers. unruhig darüber, ihn seit einigen Tagen nicht gesehen zu haben, drangen gestern in seine Wohnung und fanden den Unglücklichen, vor einem Stuhl knieend, todt. Markier war plötzlich einem Schlaganfall erlegen. Das Schrecklichste an der Sache ist.. daß feine 61jährige. Frau, die völlig gelähmt war und das Bett nicht verlassen konnte, drei Tage ohne Nahrung neben dem Leichname hatte zubringen müssen. Sie starb kurz darauf in Folge der ausgestandenen moralischen und physischen Qualen. Widerliche Panschereien beim Bier-Ausschank haben den früheren Director des Hotel Continental in Düsseldorf. Anton Müller, und den früheren Zapfer Oscar. Röper auf die Anklagebank gebracht. Den beiden Angeklagten wurde nachgewiesen, daß sie hinterm Büffet eine Bütte aufgestellt hatten, in der das Tropfbier und die Reste aus den Gläsern gesammelt wurden. Dies widerliche Zeug wurde dann den Gästen, mit frischem Bier gemischt, vorgesetzt. ' Für diese Handlungen verurtheilte die ' Strafkammer den Röper zu 100 M. Geldbuße, den Anton Müller aber zu drei Monaten Gefängniß; außerdem hat der Müller noch 200 M. Buße zu zahlen, weil er verbotenes ' Glücksspiel im Hotel geduldet bat. ' .
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