Indiana Tribüne, Volume 19, Number 218, Indianapolis, Marion County, 25 April 1896 — Page 1

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Der Senats Ausschuß für Erziehungöwesen hat sich für die Errich-. tung einer NationaMlniverfität ent-

schieden. Aus dem Bericht desselben Studirenden das beibringen, waö er der Hose seien mit denen der Fundtheilt der Washingtoner Volkstribun" weiß, sondern er soll Zeit und Gelegen-! stelle identisch. Den Rock Jackson'S,

Folgendes mit : Der passende Ort für die Universität ist der große, geräumige Platz des alten Observatoriums, nordöstlich in Washington, zwischen der 23. und 26. Straße, unweit des Potomae-FlusseS. Der Ort ist ein Höhepunkt, von welchem aus man über den PstomacFluß und nach Virginien eine hertliche Aussicht hat. George Washington hatte diesen Punkt für eine NationalUniversität auSersehen und zu diesem Zwecke den großen, geräumigen Platz der Nation oeschenkt. ES sollen in ü'iv I diesem Jahre und von Jahr zur Jahr angemessene Gelder vom Kongresse be willigt werden, bis das große 'Werk mit dem Anfange deö zwanzigsten Jahrhunderts vollendet ist. Die Beamten der Universität bestehen auS einem Ausschuß von Regenten, welcher die äußeren Verhältnisse der Universität zu reguliren hat, und einem UniversitätS-Rath (Council). welcher die inneren Angelegenheiten ordnet. Zu dem Ausschuß der Regenten gehören der BundeS-Präfident, der erste Richter deS OberbundeSgerichteS,

Eommissär deS hiesigen Erziehung?- Gestrige Temperatur : Mozimum 79 BureauS, der Sekretär deS hiesigen Grad, Minimum 52 Grad. wissenschaftlichen Smithsoniän-Jnsti-tutö, der Präsident der National. Aka- JacksonS ProzeS. demie für Wissenschaft, der Präsident Eineinnati, 24. April. Soder neuen Universität und neun andere ,ald hte Richter Helm die VerhandBürger auö verschiedenenStaaten. Die ng eröffnet hatte, wurde Allen JohnFinanzen stehen unter der Controlle sg tnlcbtc auf den Zeugenstand gerudieses Ausschusses. DerUniverMö- f. und . einem-längeren Kreuzverhör rath besteht aus vorgenanntem Aus- unterworfen, schuß der Regenten, auS den Mitglie- g,ol. Erawford richtete zu ächst die dern der Fakultät und aus zwölf Män- gge an ihn, ob er seine gestrigen nern, die in der Wissenschaft ein;n Aussagen ganz und voll aufrecht eremiLtnteu Rang einnehmen.- häliewaS er bejahend beantwortete DaS Hauptziel der Universität soll Weiter meinte er, daß daS Wallingder höhere Unterricht in allen Feldern fgrd'sche Lokal sehr häufig von Frauen und Zweigen der Wissenschaft sein, in Männerbegleitung besucht werre. ausschließlich bestimmt für die erwach- Aus Pearl Bryan vermöge er sich deSsene reife Jugend, die bereits auf hh genau zu besinnen, weil sie so höheren Unterrichts - Instituten daS gnz anders gewesen als die Uebrigen. Zeugniß der Reife erhalten haben. Die Personen, welche . am Donnerstag Professoren der Universität sollen auS oder Freitag Abend in Frage im Loden berühmtesten Männern der Wissen- kale gewesen, wußte er nicht anzugeben. schüft und Literatur nicht nur in die- Er sei einmal wegen angeblichen sem Lande, sondern in der ganzen civi- KleindiebstahlS verbaftet, indessen von lifirten Wett gewählt werden. Zeder Nichter Gregg ehrenvoll freigesprochen UnterrichtSzweig in Sekten.Religion worden. Auf die Frage, ob er Jackson und in Parteipolitik soll von der Uni- nd die Dame (Pearl Bryan) in ein versität sowohl im Lehrfache als in der Cab habe steigen sehen,, beantwortete Ernennung der Lehrer und Beamten mit 3a. Außer den beiden Geausgeschlossen sein. nannten sei auch Walling eingestiegen. Die Universität soll Licht und Wahr- Nachdem Johnson abgetreten war. heit verbreiten und nicht mit den be- wurde Frau Bryan, die Mutter der stehenden Wahrheiten sich begnügen, Gemordeten, wieder auf den Zeugensondern neue Wahrheiten, neue Ideale ftzd gerufen. Col. HaveS ersuchte sie, schaffen. Diese Universität soll für eine möglichst genaue Beschreibung alle bestehenden UnterrichtS-Jnftitute ihrer Tochter zu geben, als dieselbe der leuchtende Stern sein, dem sie zu zum letzten Male von Greencastle Abfolgen haben. An dem Portal der schied genommen. Die Zeugin gab Universität soll die Inschrift lauten : an, daß sie eine prächtige Farbe, leicht

elllghaltung der Wahrheit, greihett d:S Gedankens, Freiheit der Rede l" Von elnem Beschluß deS Senats, aaöschusseS bis zur Ausführung deS .v . M, r ? 4 etr . . i . I 'proittles in ein wener Weg, tnoep wollen wir hoffen, daß daS Projekt diesen Weg glucklich zurücklegt. Wir haben hier in Amerika, in dieen großen reichen Lande, nicht eine einzige Erziehungsanstalt, welche sich mit einer deutschen Universität vergleichen ließe, selbst die bekannten großen Anstalten Harvard, Lale, Columbm etc. find be: Weitem mcht daS, waS nach deutschen Begriffen eine Umversität ist. Wenn man die kleinen Schulen, welche sich hier befinden, zusammenthun und daö Ganze eine Umversität nennen will, so ist daS doch nur ein Hohn auf den Begriff Universität, Die von verschiedenen Staaten unter dem Namen Untverstty" erhaltenen Institute, wie z. B. die Jndiana Univerftty in Vloominglon stehen wohl kaum yoyer als em oeul,qes ymnaftum. Da ist der Sedanke der Gründung einer großen LandeSuniversität mit Freuden zu begrüßen. Fwar reicht

eine solche Anstalt für dieses große miker thätig, war der nächste Zeuge. Land nicht,' aber man darf wohl er- Er sagte auS, daß er in eincm Menwarten, daß wenn einmal eine solche schenmagen, der ihm von Dr. Caro-

Musteranftalt exiftirt. sich auf Seiten der StaatSlegiSlaturen der Trieb zur Nachahmung einstellt. Man kann dielleicht wohl an den jetzt bestehenden höheren Lehranstalten ge - nug fürs praktische Leben lernen, um

ein erfolgreicher Arzt oder Advokat zu werden. Aber eine Universität muß !mehr sein als eine bloße Unterrichts-

anstalt. Eine Universität muß ein Sih der Wissenschaft sein. Der daselbst angestellte Professor soll nicht nur den! heit haben, durch freie wissenschaftliche Forschung daS Wissen der Menschheit zu vermehren, die Wissenschaft selbst zu fördern. Hie und da findet sich ja wohl ein Gelehrter, der materiell so gestellt ist daß er ohne Anstellung oder Hilfe sei nem WissenSdrange genügen kann. Ihre Zahl ist aber klein, und darumist eS für die freie selbststandlge Forschung eine Nothwendigkeit, daß der Forscher den unmittelbaren Sorgen umS Brod entrückt werde. DaS kann nicht besser und nicht wirksamer als durch die Schassung von Universitäten geschehen an welchen verdienstvolle Gelehrte An stellung finden. 3e schneller sich das Projekt der Gründung einer großen Landeöuniver sität verwirklicht, desto besser. -. 3)ra5lnactjridtcn. Inland. Wetterbericht. Schönes Wetter heute und morgen. gekräuseltes goldblondes Haar und schge blauen Augen gehabt habe. Sie hzbe sehr wenig Menschenkenntniß besessen und sei allzu vertrsuenöselig ge- . '- wesen. Sie (die Mutter) habe keine Silbe davon gewußt, daß ihre Tochter in Eincinnati und in gesegneten Um standen gewesen sei. Der Schuhhändler L. W. Pook von Newport wurde daraus von Col. Lock hart einem Verhör unterworfen. Er gab auf Befragen an, daß er Scott Jackson oberflächlich kenne und am 6 Februar dem Verhör in Col. Deitsch'ö Office beiwohnte. Ein gewisser Kugel sei mit Jackson in die Office gekommen und habe gesagt, daß Jackson ihm eine Handtasche zur Ausbewahrung ge geben habe mit der Ermahnung, die selbe nur ihm (Jackson) wieder auSzu händigen. Jackson habe sodann die Tasche als die Pearl Brvan'S bezeich et, welche sie mit sich von Greencastle gebracht habe. Die Schube. welche an den Füßen her Leiche gesunden, wurden sodann von dem Zeugen an den Fabrikzeichen vollkommen identisizirt. Dr. Crane, der seit 1892 als Ehe therS zur Untersuchung übersandt sei, Spuren von Arsenik, Quecksilberund Cocaine gefunden habe, von letzterem Gifte etwa 1 und ein halbes Gran. I Dr. Wm. Dickore, ein langjähriger bekannter Chemiker, bezeugte, daß die

Flecken in der Handtasche von Menschenblut herrührten. Er habe die Schmuhflecken auf Jackson'S'' blutbefleckter Hose genau chemisch untersucht, ebenso Theile der Erde von dem Fund-

orte der Leiche. Die Erdtheilchen an welcher im Sewer gesunden wurde, habe er gleichfalls untersucht, indessen kein Blut daraus konstatiren können. Der Wirth Wallingford bestätigte die Aussagen seines HauSknechtS Allen Johnson. Will Wood, der viel erwähnte Kamerad JacksonS, der zuerst ebenfalls als der That verdächtig verhaftet, nachher aber wieder freigelassen wurde, zeugte, daß er der Vertraute JacksonS war, daß dieser ihm eine Medizin geschickt habe, um sie Pearl zu geben, daß er eö aber nicht gethan habe, woraus hm Jackson später geschrieben habe, daß nun eine Operation nöthig sei. Zeuge sah Pearl den Zug nach Cincinnati besteigen. Er legte . einen Brief von Jackson an ihn (Zeugen) vor, der nach dem Morde und vor der Verhaftung geschrieben war, und worin er Wood ersucht, an die Eltern BertS, o nannte Jackson sein Opfer, einen Brief alS von ihr kommend zu schreiben, und worin ihr Ausbleiben irgendwie erklärt werde, etwa daß sie eine Stelle in Chicago angenommen habe. Dieser Brief ist ein schweres Beweiöstück gegen Jackson. Seine Strafe abgebüßt. C h i c a g o, 24. April. John Hronek, ein Anarchist, der im Juli 1888 überführt wurde, eine Verschwörung gegen daS Leben deS Richters Gary und des StaatSanwaltS Erinnell anaeettelt zu haben und der deshalb zu 12 Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde, ist freigelassen worden. Hronek hatte, um sich an Richter Gary und Herrn Grinnell, ha dieselben die Uebersührung der Anarchisten wegen deS Heumarkt-MassacreS herbeigeführt hatten, zu rächen, Dynamit so hergerichtet, daß er damit die Genannen in die Ewigkeit befördern konnte Seine Strafzeit- war am Sonnabend in Folge Anrechnung guten Betragen? abgelaufen. Er wird mit seiner Frau sein Heim hier aufschlagen. Hronek st 36 Jahre alt. Beschränkung derEinroand e r u n g. Washington, D. C., 24. April. Trotzdem der jüngste CaucuS der Republikaner deö Repräsentantenhauses bezüglich der Cinwanderungösrage kein Resultat ergab, werden die Dbgeordneten, welche eine Beschränkung der Einwanderung wünschen, doch noch weitere Anstrengungen machen, um eine der beiden von dem Comite einberichteten BillS zur Annahme zu bringen. ES ist möglich, daß daS EinwänderungSComite in den nächsten Tagen aufgerufen werden wird und in diesem Falle wird ter Vorsitzende Bartholdt die McCall-Bill, welche eine Bil dungkprobe für Einwanderer vor schreibt, zur Annahme empfehlen. Sollte daS Comite im Laufe des regel mäßigen Geschäftsganges nicht bald im Hause zu Gehör kommen, so wird daö Comite sür Regeln durch eine Petition ersucht werden, für die Debattirung der McCall-Bill einen Tag zu be stimmen. - m Grauenhafte Mordthat. R o ck v i l l e, Ind., 25. April. Heute Morgen wurde hier eine der scheußlichsten Mordthaten begangen. Peter Egbert drang in daS HauS der Eheleute Haökie ein und erschoß die Frau. Darauf ermordete er noch die zwei Kinder. Die Nachricht verbrei tete sich wie ein Lauffeuer. Sheriff Mull und sein Assistent Severn mach ten sich auf die Verfolgung, wurden aber von Egbert angegriffen. Ein Schuß endete daö Leben des Sheriffs und ein zweiter streckte den Gehilfen tödtlich verletzt zur Erde. Weyler proklamirt wieder. Havana, 24. April. Der General Capitän Weyler hat eine Proklama tio erlassen, in welcher ek heißt, er habe gehört, daß unter den Rebellen in der Provinz Pina? del Rio in Folge der Verfolgung der Truppen große Noth herrsche und fordere sie deshalb auf, sich zu ergeben. Allen Rebellen, welche sich innerhalb von 20 Tagengehen, wird Begnadigung zugesichert.

Von C u b a.

Ha v an a, 24. April. Von Manzanillo, Santiago de Cuba, eingetroffene Depeschen bringen Details über die tapfere Vertheidigung deö FortS Zania bei Canto durch eine kleine spanische Garnison. DaS Fort wurde von etwa 3500 Insurgenten auS den Provinzen Puerto Principe und San tiazo unter Rodriguez, Rabi, Capote und Anderen belagert. Vier Tage lang griffen die Jnsurgenten ungestüm an, während welcher Zeit die Truppen, obgleich sie furchtbar durch den Wassermangel litten, den Platz hielten. Die Insurgenten hatten zwei Schnellfeuergeschüke, von denen das eine der Rabi'schen Bande gehörte, während daS andere kürzlich bei Guayabal gelanbet und von amerikanischen Kanonieren bedient wurde. Die letzteren feuerten etwa 21S Schüsse ab, zerstörten die Wasserbehälter, durchlöcherten die Kasernen, zerstörten die Lagerhäuser und richteten viel Schaden am gort selbst an. Dreimal offerirten die Insurgenten den Belagerten Abzug mit militärischen Ehren, aber die Spanier antworteten, sie zögen den Tod der Uebergabe vor. Der letzte Bote der Insurgenten war von diesem Verhalten der Spanier so eingenommen, daß er unter der spanichen Flagge blieb. Ausland. Ozean-Fahrpreise. Bremen, 24. April. Der Norddeutsche Lloyd hat folgende Zwischen-deck-Fohrpreise festgesetzt : Nach New Sork 150 Mark ($37.50) mit EzpreßBooten; 140 Mark ($35) mit Poftbooten und 130 Mark ($32.50) mit angsamen Booten. Nach Baltimore find die Fahrpreise 130 Mark ($32.50) mit Post und langsamen Booten. Die politische Lage l n Frankreich. Paris, 24. ApriN Präsident Faure hatte heute eine Konferenz mit den Herren Laubet, Peytral, Brisson und Poincaire wegen der Bildung eine? neuen Ministeriums. Die Bürgerlich - Radikalen und Socialisten wollen den jetzigen Kammerpräsidenten M. Brisson alS Premierminister. Die Conservativen und Opportunisten bestehen auf M. Constanz als Premier und auf Auflösung der Deputirtenammer. Paris, 24. Ap ES wird offiziSS gemeldet, daß Präsident Faure mit dem Präsidenten deS Senats und der Deputirtenkommer im Elisee'schen Palast eine Conserenz abhalten wird, ehe er sich an die Bildung eineö neuen KabinetS begiebt. Die Pariser Presse ist einstimmig in der Annahme, daß durch die gestrige Abstimmung in der Kamme? über die Frage der Vertagung. und über den Antrag von Henri Ricaid, wonach die Kammer sich alS die wirklich maßgebende gesetzliche Autorität aus Grund deS allgemeinen Stlmmrech'.S erklärt und sozusagen dem Senat die Existenzberechtigung abspricht daß dadurch der Versassungskonfflkt noch schlimmer und bedenkticker oewarden sei. Die otma y i--' ßigten Tageszeitungen erwarten zu versichtlich die baldige Auflösung der Deputirtenkammer. Der GauloiS" erklärt, Präsident Faure sei entschlossen, die jetzige Con ftitutioa ausrecht zu erhalten, trotz deS Verlangens der Sozialisten auf Ver fassungs. Revision. Die bürgerlich-radikalen Zeitungen sagen, die sofortige Revision der Verfassung sei unbedingt nothwendig und die Sozialiften verlangen die Cinberu sung einer National - Versammlung. Die Conservativen prophezeien eine Krisis in der Präsidentschaft. Eineö Dichterö Geburtstag. Stra t for d on A v on,24. Apr' Heute war der dritte und lehte Tag der Feier von Shakespeare'S Geburtstag. Die Stadt hatte ein geftgewand ange legt, die Häuser waren mit amerikanischen und britischen Flaggen geschmückt und eine Unmenge Besucher war her beigeströmt. Die Hauptfeier bestand in der Enthüllung deS Votiv-FenfterS in der Shakespeare-Kirche, dessen Koften durch die Spenden der amerikani schen Besucher der Kirche bestritten worden sind. Der Botschafter der Ber. Staaten, Herr Bayard und der amerikanische

j Consul Geo. ft. Varker von Birmina.

i J r " " " " " " ) ham trafen um 11:30 Uhr ein. Lord Leigh, Lord Lieutenant von WarwickSshire nach der Kirche und bei ihrem Eintritt in derselben spielte die Org.l ,Hll Columbia". Die Kirche war gedrängt voll und die Zeremonie eine sehr feierliche. Den einzigen Schmuck der Kirche bildete ein Kranz auö Lorbeer und Lilien, der auf dem Grabmal deö Dichters lag. Herr Bayard hielt eine lange Ansprache, in welcher er auf die besondere Bedeutung der heutigen Feier, als eineö Tributs Amerikas an den großen Dichter englischer Zunge hinwies und erklärte, daß die Anerkennung Shakespeares ein gemeinsameö Band zwischen beiden Nalionen sei. Nach einer Ansprache deö Vicarö Arbuthuot betrat Herr Bayard daö Podium und zog die Hülle von dem Fenster, welches mit seiner kunstvollen Glasmalerei ein Tribut Amerika? sür daö Andenken Shakespeares ist. Nach der Zeremonie sagte der Vicar Arbuthuot zu einem Vertreter der Associated Preß : Ich wünsche ganz Amerika für daö noble Geschenk anonymer amerikanischer Geber für diese Kirche zu danken. ES wird viel dazu beigetragen, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern enger zu gestalten." Nach der Ceremonie in der Kirche nahm die Festgesellschaft in der Stadthalle ein Frühstück ein. Herr Bayard, welcher enthusiastisch begrüßt wurde, antwortete auf einen auf seine Gesundheit ausgebrachten Toast mit einer Anspräche. Der Mayor der Stadt, welcher einen von Lord Leigh ausgebrachten Toast auf den Präsidenten der Ver. Staaten beantwortete, sprach von der tiefen Verehrung des englischen Volks für Lincoln und Garsield und schloß mit drei Hochö auf den Präsidenten Cleve.landein, vtlche die Anwesenden kräftig einstimmten. Im Laufe seiner Rede sagte der Mayor : ES ist nicht genug die Amerikaner Vettern zu nennen; eS giebt dafür einen besseren Ausdruck sie find unsere Brüder." AlS Geschenk deS Schauspieler Club von New Aork wurde im ShakespeareTheater ein Bild Edwin Booth'S ausgehängt. Schiffs-Nachrichten. Angekommen in : Liverpool: Cufie" von New Sork. S r e e n o ck : Srecian" von Philadelphia. Genua: Kaiser Wilhelm der Zweite" von New Sork. New Sork: Britannic" von Liverpool. m ,, Die Farmerin derGegend von Fresno, Cal., werden durch die Kaninchenplage fast zur Verzweiflung getrieben. Trotzdem vielen Tausenden der Thiere mit Gift und Pulver und Blei der Garaus gemacht worden ist. scheinen dieselben eher zu als abzunehmen. Aus emem großen Treibiagen wurden an einem einzigen Tage Tau sende von Kaninchen erlegt, aber das hat gar nichts geholfen. Die gefräßi gen Thiere kommen aus nicht besiedelten Districten in ungeheurer Menge auf die Getreidefelder, die ihnen schützlos preisgegeben sind. Da rei Jack Rabbits etwa so viel fressen, wie ein Schaf, ergibt ein einfaches Rechenexempel, welch' riesigen Schaden die Thiere anrichten. In Cedarville. Kan.. hat dieser Tage die Hochzeit eines Pärchens. das vor 45 Jahren verlobt war, stattgefunden Im Jahre 1852 bewarb sich Squire Turner in McLean County, Jll., um die Hand von Ämanda Gillespie. und da diese an dem schmucken Burschen Gefallen fand, nahm sie seine Werbung mit Wohlgefallen auf. Die Verlobung erfolgte, und der Tag der Hochzeit sollte festgesetzt werden, als es zwischen den beiden Leutchen zum Zank kam. der damit endete, dah der hitzköpfigc Bräutigam nach dem fernen Westen ging. Jetzt erst hat er es bereut, seine Braut schnöde verlassen zu haben, und brieflich bat er um ihre Verzeihung, die ihm auch gewährt wurde. Auf Turner'S Ersuchen reiste Frl. Gillespie nach Ce darville. wo die Hochzeit stattfand. Er zählt jetzt 73 Jahre, während sie um 10 Jahre jünger ist. . -. , . .- Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen. Hood'S Sarsaparilla beseitigt die Ursache dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, daß sie daö Blut reinigt. Hood'ö Pillen wirken milde aber rasch und sicher aus die Leber und den Magen. 26.

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