Indiana Tribüne, Volume 19, Number 212, Indianapolis, Marion County, 19 April 1896 — Page 6
Genesung. Von J)a Linden.
Wenn du im Herzen hast getragen Still eine Liebe, groß und rein. Und mußt dann doch dem Glück entsa gen. Und stehst mit deiner Lieb' allein, O, woll' sie nicht in dir verschließen Bis Harm sie dunkelt und vergällt. Nein, laß sie seanend sich ergießen. Ein reicher Strom, der ganzen Welt! Als Opferflamme laß sie glühen Auf deines Gottes Hochaltar, Als weiße Lilie laß sie blühen Den Menschen allen, rein und wahr! O. sei der Held, der Todeswunden Vergessend, hoch die Fahne schwingt; Am eh sten wird dem Herz gesunden, Wenn fremdem Weh es Heilung brmgt. Die Wolke sei. die lautlos spendet Den Regen, den die Blume trinkt. Die Sonne sei. die Strahlen sendet Und allgescgnct still versinkt. Der Armuth öde. düstre Kammer Verkläre deiner Milde Schein; Zu denen, die in Noth und Jammer, Tritt als des Trostes Engel ein! Aus Thränen, die du Freudelosen Getrocknet hast mit linder Hand, Erblühn dir. rothe Freudenrosen Auf rauher Bahn, im Wüstensand. Und statt des Glückes, das erstorben Wie Sommerpracht im Herbsteswchn, Hast du ein h'öh'res dir erworben. Das unverwelklich wird besteh! jlnscre Tlmzüarte. Es ist eine relativ neue Erscheinung unsers Gesellschaftslebens, dieses zierliche Kartonblättchen. das da heute auf jedem Ball vom Gürtel der Damen herabhängt und zum heiß umworbenen Ziel der Herrenwelt wird. Nur erst die letzten Decennien kennen sie, und die Geschichte hat uns den Namen des erfinderischen Kopfes nicht aufbewahrt, der das oft so schicksalsgewaltigeBlättchcn schuf. Wie viele, von glühender Lust beseelte, wie viele todeselende Stunden im Leben eines schönen Mädchens. einer geistvollen Frau könnten ihre tiefbewegte Geschichte auf solch ein Llättchen und seine rasch hingeworfenen. flüchtigen Bleistiftzüge zurückführen; wie oft steht zwischen seinen Zeilen das erste Wort leidenschaftlicher Liebe, die später ein ganzes Leben ausgefüllt hat oder gebrochen!.... Auf diesem kleinen.harmlosen Blättchen nun, das dennoch aber soviel Foagefreiheit an das Schicksal hat, finden wir zunächst die geheimnißvolle Polonaift". Geheimnißvoll in ihrem Wesen freilich nicht, denn Jedermann kennt ihre künstlich verschlungenen Wege, die, einem Labyrinth ohne Ariadnefaden gleichend, die charakteristifche Eigenart dieses Eröffnungs-Tan-zes bilden. Und diese, im gemessenen Marsch-Tempo und selbstbewußter Haltung abzuschreitenden Touren verrathen an sich schon die Heimath des Tanzes: Die stolzen Söhne und Töchter des alten Polenlandes haben ihn geschaffen, und in den Dörfern und Städten im Reiche der Weichsel, jenseit der schwarz-weiß-rothen Grenzpfähle, ist die Polonaise" Nationaltanz geween. lange bevor das roth" sich auf jenen Pfählen bemerkbar machte, lange auch schon, bevor diese Pfähle ihre ursprüngliche, das preußischeGebiet soviel mehr einengendeLinie weiter gen Osten verschoben hatten. Genau ist der Schöpfungstermm der Polonaise" nicht bekannt; sie ist eben als Volkstanz aus dem Gebrauche heraus entstanden, und ebensowenig, wie beim Volkslied, läßt sich auch bei diesen Gebräuchen ein bestimmtes Jahr der Entstehung feststellen. Wie der Tanz, und namentlich der Volkstanz, aber stets ein Charakter!stikum. die bezeichnende Illustration einer bestimmten Eultur-Epoche des Voltes gewesen ist, von dem er oeschaffen worden, so kennzeichnet auch die Polonaise namentlich den stolzen, selbstbewußten Charakter des in todesmuthiger Vaterlandsliebe erglühenden Polenvolkes, und einem seiner berühmtesten Helden. Tadeus Kosciuszko.dem letzten Oberfeldherrn der Republik, ist auch jene, in der Adelgesellschaft Polens noch heute hervorragend ausgezeichnete und berühmte Tour, die Kosciusko-Polonaise", mit dem Tezte des Marschliedes Auf zur Wach'. Ihr Brüder!" gewidmet. Heute ist bei uns und auch wohl fast allenthalben bei der olla polacca" nichts mehr von jenen Impulsen zu spüren, welche in ihrer, von patriotischem Feuer durchglühten Macht die so charakteri-stisch-stolze Weise des Tanzes geschaf. fen haben ;heute ist seine hervorragendste Eigenschaft die des lever de r!deau" bei dem großen Gesellschastsdrama. das man Ball nennt. Er gibt die Möglichkeit einer orientirenden jrrandc revne jedes Einzelnen über jeden Einzelnen und besitzt ferner die angenehme Eigenschaft, auch dem Alter, das bereits auf die lustvollen Freu, den des Ballsaales verzichtet hat. zu verstatten, noch einmal gemessenen Takies über das blitzende Parkett dahinzuschreiten. Und welch' ein reizendes Bild gewährt es nicht, wenn auch der Großvater an der Seite der Großmutter im weißen Haar, sich von ihr trennend und wieder zurückfindend, inmitten von .Lust und Jugend, die künstlich verschlungenen Wege abschreitet, im alten Herzen ein letztes, leises Erinnern feiernd an die Tage, in denen auch ihre Liebe geblüht, dereinst im Mai!... In der Regel schließt sich der Polonaise der Walzer" an, und in ihm haben wiv den deutschen Nationaltanz vor uns. Entbanden ist er, nachdem 1
der hier und da auf dem Lande, und
besonders in der Mark sich noch sin dende Zweitritt seine beherrschende Bedeutung verloren hatte. Dieser trug die robusten Kennzeichen eines echtdeutschen Tanzes mittelalterlichen Ge prüges: Für die Eigenart seiner rasenden Touren forderte er eme Kraft und Ausdauer, welcher nur die echten Bauernburschen und ihre Dirndle gewachsen waren. Auch bei ihm aber berührten sich dann die Gegensatze, indem seinem rasenden Dahinwüthen der Walzer folgte, den unsere Vorfahren zunächst langsam und mit gemessener Würde tanzten. Wiegenden Schrittes drehte sich der Herr um die Dame, dabei sowohl der eigenen, graziösen Haltuna. wie der eleganten Fuhrung sei ner Partnerin thunlichste Sorgfalt ner Partnerin thunlichste Sorgfalt zuwendend. Nach und nach wurde der Takt dann schneller, und zu dem, was der bevühmte Kunsthistoriker Riehl so bezeichnend das Pathos der Liebe nennt, ein süßes Träumen, ein schmachtendes Wiegen zwischen Koketterie und Leidenschaft". Seine heutige Bedeutung aber, die ihn allenthalben zum beliebten Tanz gemacht, verdankt er jenen Wiener Taten, die mit den pvickelnden Schöpfungen Meister Strauß' und Lanner's von der schSnen. blauen Donau aus durch die ganze Welt hin dieFüße unter dem Glänze der Kronleuchter -sowohl, wie auf den sandbestreuten Dielen der aualmigen Bauernschänke.in begeisterte Bewegung geletzt haben. Mit jenen Schöpfungen ist auch das Walzerlied" entstanden. das mit dem Eroberungszuge seines Melodien am besten die Popularität, ja den international gewordenen Werjh des deutschen Walzers illustrirt. Dem Walzer schließt sich die Polka" an. Ueber ihre Herkunft sind die Meinungen getblt. Nach der einen Version soll sie böhmischen Ursprungs sein, wofür man zwei Belege anführt: Zunächst erzählt eine, freilich unverbürgte Legende, daß der eigenthümliche 5albschritt des Tanzes zum ersten Male im Jahre 1835 auf einem Dorfball von einer Bauemmagd aus freier Erfindung getanzt worden sei und so großen Anklang gefunden habe, daß er bald weiteste Verbreitung erlangte. Weiter stützen die Vertheidiger seines czechischen Ursprunges ihre Anschauung dann auf die Zugehörigkeit des Namens zuv böhmisckn Landesspraehe, in welcher pulka" soviel als halb" bedeutet; dieses halb" aber beziehe sich auf den eigenartigen Schritt des Tanzes. Andererseits bezeichnet ma n ihnalö aus dem schottischen Nationaltanz entstanden, dessen in den deutschen Gebrauch übergegangene, mit dem Polka" freilich verwandte Abart in der That hier und da auch bei uns unter dem Namen Schottisch" beZannt ist. Eine Zwillingsschwester der Polka nach Eigenart und Rhythmus ist die Mazurka". Sie hat, gleich der Polonaise. auch das Land der Weichsel zur Heimath. Die eigentliche Polka, wie sie bei uns gebräuchlich, ist in Polen selbst nur wenig verirrten; ihre Stelle nimmt die Mazurka" ein, die. im Gegensatz zur ..Polonaise", den heiteren, graziösen Lieblingstanz des feurigempfindenden Volkes repräsentirt. Seine besondere Beliebtheit kennzeichnet sich ganz besonders darin, daß. daß. ebenso wie bei uns zum Walzer, auch zu seinen Melodien vom polnischen Landuolke gesungen wird, und nächst demWalzer, der mit denStraußschen Rhythumen sich auch in Polen Heimathsberechtigung erworben hat, ist es die Mazurka, welche dort den Ballsaal beherrscht. In Deutschland fand der Dreiachteltakt des Tanzes zuerst Verbreitung unter Kurfürst August III. von Sachsen, der, aus den schlesischen Kriegen Friedrichs des Großen her auch in der preußischen Geschichte bedeutsam genannt, als König von Polen in jenev Zeit einem Theile polnischer Sitten und Gebräuche Eingang nach Deutschland bezw. Preußen verschafft hatte. Hrrvorragendere, musikalische Bedeutung gewann die Mazurka" durch die bekannten Ehopin'schen Eompositionen. Ein Tanz, der uns zweifellos von unsern westlichen Nachbaren geschenkt worden, ist dann der Galopp". Sein Urspvungläßt sich für Deutschland bis auf 1324 zurückverfolgen, wo sein eigenartiger Name zum ersten Male auftritt, der freilich von der Sprachforschung auch wiederum auf eine ursprünglich germanische Grundform zurückgeführt wird. Dieselbe lehnt nam lich den Namen des damals über den Rhein gekommenen Tanzes an das go thische Kaliloupoii" an, aus dem das althochdeutsche gahlaiifon" wur de, das sich endlich :m medersachsischen G.ilope wiederfindet, wo es djejenige springende Gangart bei Thieren bezeichnet, welche wir noch heute unter dem Ausdruck Galopp" verstehen. Die springende Eigenart, welche im Rhythmus zenes Tanzes zu Tage tritt, hat ihm augenscheinlich auch den sonderlichen, aber bezeichnenden Namen eingetragen. Ob seine erste, ursprungliche Heimath Niedersachsen war, wohin sich der Wortklang semes Namens zurückfuhren laßt, ist bisher nicht, erwiesen; eingeführt wurde er vielmehr, wie erwähnt, bei uns als ein Eigenthum unserer westlichen Nachbaren. Ueberraschen dürfte es aber, daß namentlich der Contre" nicht das ist. was er scheint: ein französischev Tanz! Sein Name freilich weist qanz darauf hin, und auch für uns würde seine Uebersetzung Gegen der Art und Bedeutuna der Touren vollständig entsprechen. Nichtsdestoweniger aber ist seine eigentliche Heimath England und sein französischerName kennzeichnet sich in Wirklichkeit als eine Verballhornt sirung des englischen coiintry-dance jSand-Tanz). Von allen Touren-
Tänzen ist er heute wohl dr beliebtesie, und mit einigen kleinen Abänderungen dürfte er als piece de r6si3tunce auf allen Tanzkarten der ganzen civilisirten Welt zu finden sein. Unter dev ländlichen Bevölkerung der grünen Insel", wie erwiesen, zuerst üblich, wurde er im Jahre 1710 zum ersten Male durch englische Schauspieler auf französischem Boden zur Darstellung gebracht; in den allgemeineren Gebrauch gingen seine Formen hier erst um Jahrzehnte später über, und zwar wurde seine VolkZthümLchkeit in Frankreich wesentlich dadurch gefördert, daß einer der größten und einflußreichsten Musiktheoretiker des vorigen Jahrhunderts, Jean Philippe Rameau, in sein im Jahre 1743 zur Aufführung gelangendes Ballett Les Fetes de rolymme" einen Contredause" eingeflochten hatte, der in feiner charakteristischen Bühnendarstellung allgemeinsten Beifall fand und von nun an einenEroberungszug durch sämmtliche Salons antrat. Die UmWandlung der ursprünglichen englischen Bezeichnung in die jetzt ganz allgemein übliche französische vollzog sich leicht, weil die letztere bei dem eigenthümlichen Charakter der Touren so nahe lag, und wurde wesentlich untevstützt durch den so sehr ähnlichenKlang der Namen. Im Jahre 1830 erschien er in Gestalt des heutigen französischen Nationaltanzes, der Frangaise"; die Gewissenhaftigkeit unserer Bal-lett-Gelehrten". d. i. unserer Mai
tres", wie der Gebrauch diese Herren so wunderschön deutsch nennt, hat nun auch die Fr;inaise" zuweilen auf unsere Tanzkarte gesetzt, wahrscheinlich wohl, um ein klangvolles Seitenstück zu der echt franzosischen Quadrille zu haben. Diese ist der specifisch am meisten französische Tanz, den die Tanzkarte aufweist, und unter allen Tourentänzen Hat er sich zweifellos den bedeutendsten imd vornehmsten Rang be wahrt! Kein Ball von elegantem Gepräge ohne die Quadrille! Wann sie in ihrer französischen Humaty entstanden, ist aenau nicht festgestellt; man vermuthet, daß sie ihre Schöpfung auck wie die Polonaise dem panischen Einfluß verdankt in jener Zeit, als die . t v . ir.jtm. n'l . eolen ?oyne oes ungiumia;cii jiuiugreiches tonangebende Rollen in den französischen Salons spielten. Bestätigend würde hierfür auch der Umstand erscheinen können.daß der Tanz gleichfalls in Deutschland schon bekannt geworden war.lange bevor der Conti-" seinen Weg über den Rhein angetreten hatte. Das Spinnrad. Von H. Quadt. Die Zeit ist hin. da Bertha spann." Dieses alte geflügelte Wort" citiren wir ohne Sentimentalität, denn eine irgendwie bedauernde Empfindung daran zu knüpfen, sind wir Menschen von heute nicht berechtigt. Haben wir es doch nur dem gewaltigen Fortschritt unserer Tage zu danken, daß die Zeit hin ist. da Bertha spann." Jetzt noch das Spinnrad gebrauchen zu wollen, wo die Maschine ihm längst die Arbeit abgerungen hat, hieße die kostbarste Zeit in der müßigsten und unfruchtbarsten Weise zu tödten suchen; hieße, wo es gilt, eine eilige Nachricht zu übermitteln, den säumigen Boten aussenden, statt den Draht spielen zu lassen. durch den mit Gedankenschnelle der elektrische Funke fliegt. Eine aewisse Tragik liegt in dem Schicksal des Spinnrades. Das einstmals so wichtige, so unentbehrliche, einer so langen, reichen und stolzen Geschichte sich ruhmende Hausgerath verschwindet unter all dem alten, nutzlosen Gerümpel einer Trödelkammer, sobald es ausgedient hat. An das Spinnrad, welches Mllllonen Hausfrauen die duftenden Laden mit schneeweißen Schätzen gefüllt, un zähligen alten Mütterchen einen lieben Zeitvertreib und ihr tägliches Brot gewährt hat. knüpfen sich manche frohe Erinnerungen aus unserer frohen Kinderzeit. Es hat uns oft ein liebreiches Scheltwort der seligen Großmutter eingetragen, wenn wir es im Tumulte niederrannten, wenn wir nicht der Versuchuna widerstanden, selbst em wenig an der wunderlichen Maschine zu drehen, oder wenn wir gar einmal dem Flachsbusche mit dem Lichte zu nahe kamen. Hatten wir uns an den langen Winterabenden satt gespielt und gingen zu Bette, war es dann im ganzen Hause still; und spann nur noch die liebe Großmutter in der warmen Kinderstube eine kleine Zugabe zu ihrem Taaespensum hinzu, wie schon war es da. durch das Schnurren des rollenden Rades in den süßen Schlummer gewiegt zu werden. Und wachten wir auf, die Großmutter war schon wieder in Thätigkeit. Wie das Rauschen eines Baches und das Säuseln des Waldes lullte uns ihr Spinnrad noch einmal ein wenig in Schlummer, während dazwischen das Feuer im Ofen prasselte. Doch die Zeiten sind dahin. Von den ältesten Zeiten ker ist die Spindel das Attribut der Frau. Wenn früber von einem tüchtigen Mädchen die Rede war, fragte man zuerst, ob sie spinnen und weben könne, und wie die homerischen Königinnen in der Spinnund Webestube ihre eigentliche Wohnung baben, wie in unseren Märchen eme geschickte Svmnerm der Hand tu nes Königs werth eracktet wird, so bezeichnet es auch noch Schiller als das Hauptgeschäft der deutschen Hausfrau. daß sie den Faden um die schnurrende Svlndel dreht. Die uns erbaltenen Monumente antiker Pnnft stattn Königinnen und Fürstinnen mit der Svindl ai's. Sie ar das SnfioT ibrer Herrschaft im SauT. aleickneitia ?ber nuch ibrer Diensibarkeit und Unfrciliei! dem Manne gegenüber. Spin-
del und Schwert bildeten Gegensätze
und nicht sicherer glaubte Thetis ihren Sohn Achlll zu verbergen, als :m Frauengemach, angethan mit weiblichem Gewand und in der Hand die Svindel. Die Griechen und Römer heitere Götterwelt schwand dahin, Gothrn und Vandalen machten dem römischen Weltreich ein Ende: die Spindel aber behielt die Macht und Bedeutung, 'ja sie hat, was Italien anbelangt, sogar ihre Form bis auf den heutigen Tag bewahrt. Wandelte sich letztere für andere Länder, so trat vor allem die Kunkel in vollstem Maße die Erbschaft der Spindel an. So sehr ward dieselbe das Zeichen des Frauenregiments, van noch bis heute eme jzerrschast, m welcher die weibliche Linie erbberechtigt ist .Kunkellebn" genannt wird. Das Anfertigen der Kleidung für die Familie war durch das ganze AIterthum, das Mittelalter und bis in die neuere Zelt hmem stets eme Haupte aufgäbe der Frau geblieben. Im Kä nigspalast, wie in der Hütte wurde haher die Spindel und Kunkel tagaus taaein von fleißigen Händen gedreht wurde ohne Unterlaß gesponnen und gewebt, und Edeldame wie Bäuerin setzten einen Ruhm darin, feines Gespinnst zu fertigen. Noch in unserem Jahrhundert schnurrte das Spinnrad in manchem Bürger- und Bauernhause, bis endlich sein trauter Ton bfrftummen mht hnr d?m frpnreirfien IW MtlltV U W w w w w " Lärm der durch Dampf getriebenen Maschinen, die sich unaufhaltsam auch der Hausindustrie bemächtigten. Wie schon angedeutet, spielt das nützliche Geräth auch in der Poesie eine oroße Rolle. Es spinnen m der alt griechischen Mythologie die Parzen den Lebenspfaden derSterblichen, und dem entsprechend spinnen und weben auch die Nornen usd Schicksalsjungfrauen in der altgermanischen Götterlehre. Die Märchen erzählen von Dornroschen. welches durch einen Spmdelstich in den Zauberschlaf verfiel, von den drei Spinnerinnen mit dem Plattfuß, der großen Unterlippe und dem dreiten Daumen, von viumpelstllzchen, dem possierlichen Männchen, welches drei Kammern voll Stroh aufspann, und alle Spulen waren voll Gold, von der Prinzessin Allerleirauh, die dem Könige eine köstliche Suppe kochte, und wie er mit dem Löffel auf den Grund kam. fand er em goldenes Spinnradchen darin. Welch reiche Fundgrube für das Volkslied und die Volksmärchen waren nicht die Spinnstuben unserer Landleute, in welchen sich an den langen Winterabenden die Mädchen der Nachbarschaft mit ihren Spinnrädern zusammenfanden! Durch unsere ganze Poesie zieht sich wie ein breiter Strom das Lied zum Lob und Preis des Rädchens und der Spinnerin, wehmüthig und heiter, neckisch und traurig; es singt und klingt vom Vrauthemd so gut wie vom Todtenhemd. Spmn', spinn', spinn', Tochter mein, Morgen kommt der Freier Dein!" Aber auch Kunstdichtung und Tonkunst stehen nicht zurück in liebevoller Beachtung, die sie dem Spinnrad und der. seit uralten Tagen von einem ganz eigenen Nimbus umgebenen Arbeit des Spinnens jederzeit geschenkt haben. Unsere größten Dichter und Tonkünstler erkannten die Fruchtbarkeit und Anmuth dieses Motivs an. Wir erinnern nur an die wehmüthige Scene in Göthe's .Faust": Gretchen am Spinnrad", und aus dem Gebiete der Oper an das reizende Spinnlied" in Flotow's .Martha", das trauliche Liedchen der spinnenden alten Margarete in Boieldieu's Weißer Dame", sowie an den so ergreifenden Ehor der Spinnerinnen in Richard Wagner's Fliegendem Holländer." Daö Taschentuch der Braut. In einem der Eschthäler Tirols herrscht die Sitte, daß der Braut, wenn sie zur Trauung geht, von der Mutter ein Taschentuch aus neuer Leinwand übergeben wird. Dies Tuch hält sie während der feierlichen Handlung in der Hand, um die üblichen bväutlichen Thränen damit abzutrocknen. Nach dem Hochzeitstage legt die junge Frau es obenauf in ihren Leinenschrank, um es niemals wieder zu benutzen, mag der Leinenschrank sich auch noch so oft leeren und füllen. Die Kinder wachsen heran, heirathen, die Töchter erhalten von der Mutter neu? Thränentücher in den neuen eigenen Hausstand mit ; das Tuch behält die alte Stelle. Hat es doch nur ierst die Hälfte seiner Mission erfüllt dieandere bleibt noch zu erfüllen! GeneraHonen sterben hin die einst so juaendfrische Braut ist alt geworden und noch immer hat das mütterliche Geschenk den zweiten Theil seinerAufgäbe nicht erfüllt. Doch auch er kc?mmt endlich, dieser Augenblick! die müden Augen des alten Mütterchens schließen sich zum letzten Schlummer. Dann deckt dasselbe Thränentuch. da5 einst die glückliche Zähren der jugendlichen Braut am Hochzeitstage getrocknet, die bleichen Lippen und erloschenen Augen der todten Greisin und begleitet sie in's Grab. NeuerAusdruck. ...Herr Amtsrath essen jetzt mit Frau GemahIm stets allem, und m der ersten Zelt nach der Hochzeit sahen Sie so viele Gäste bei sich zu Tisch!" . mein Weiberl hat sie alle in die Flucht gekocht!" - S e l b st l o s. ..Seien Sie überzeugt, Herr Rath, meine Liebe zu Ihrer Tochter ist uneigennützig! Die ganze Mitgift bekommen meine Gläubiger!"
ZZcgensburg.
Unter den acht Kreisen deZ König reichs Bayern ist die ..obere Pfalz" der ärmste. (5in rauhes Ländchen, theils den südwestlichen Abhang des Böhmerwald - Gebirgs, theils die von der Natur auch nur spärlich ausaestat' tetePfälzischePlatte. Wapvrn am Tom. theils die steiniaen Äuslauser des Juragebirges umfassend, schaut es nur mit seiner Südspitze in das gesegnete getreideschwere Donauthal herein. Hier aber erwuchs in ihm ein geschichtliches Kleinod: die einst hochberühmte, prächtige und wehrhafte Reichsstadt Regensburg. Die Erinnerungen dieser Stadt reichen bis in die Nomerzeit hmauf: eme blühende Colonialstadt scheint sie schon im ö. Jahrhundert vor Christus gewesen zu sein. Die Stürme der Bölkerwanderung überdauerte sie kraftvoller, als die anderen Römerstädte. Nachdem die bayrischen Herzöge aus dem uralten Stamm der Agilolsinger durch fränkische Gewaltpolitik gestürzt waren, ward Regensburg Jahre hindurch eine Lieblingsresidenz Karls des ,N m&m ffi;. iMMAlt . ßHÜ 'jn 'itNiV IM CTTI' I Trn Dom. Großen, wie späterhin Ludwigs des Deutschen. Reichstage versammelten sich hier, fremde Gesandtschaften und fürstliche Gäste erschienen. Staatsactionen spannen sich ab, große Kirchenfeste wurden gefeiert. Dreihundert Jahre lang, im zehnten, elften und zwölften Jahrhundert, blieb Regensbürg die bedeutendste Stadt des Deutschen Reiches. Seine Lebensader war der Donaustrsm, auf welchem der Handelsverkehr westwärts nach Ulm, ostwärts nach Ungarn und den andcren Donautieflanden ging. Auch bis nach Rußland und über die Alpenpässe nach Italien reichten die Handelsverbindungen, bis späterhin die Stadt durch Wien im Osten, durch Augsburg und die Rheinstädte im Westen, durch Magdeburg im Norden wirthschaftlich überflügelt ward. Politische Größe behielt sie noch lange. Wiederholte Kämpfe der bayrischen. hier hausenden Herzöge gegen die Träger der Reichskrone führten unter den Königen Konrad I., Heinrich I. und Otto I. Reichsheere wider die alten Wälle von Regensburg, wobei auch 'die Bürger der Stadt ihren Waffenmuth auf's Glänzendste bewiesen. Nach schwerer Kriegsnoth lebte die Stadt unter den Kaisern Heinrich II., Heinrich III. und Heinrich IV. neu auf. Im Jahre 1147 sammelten sich hier auf zahllosen Donauschifsen die Kreuzfahrer zu dem unglücklichen Kreuzzuge König Konrads III.; und auf einem Reichstage zu Regensburg ward 1180 Heinrich der Löwe des bayrischen Herzogthums entsetzt. So stand unter den Hohenstaufen Regensburg auf der Höhe seiner politischen Bedeutung und behielt diese Bedeutung auch noch bis zum Jnterregnum. Vom Ende des vierzehnten Jahrhunderts an aber schwanden Wohlstand und politische Macht. Hufsitenkämpfe, Judenverfolgungen, innere Zwistigkeiten der Bürgerschaft, Streitigkeiten zwischen den bayrischen Herzögen und dem Reiche trugen dazu bei. das Ansehen Regensburgs nach und nach zerbröckeln zu lassen. Um die Neige des vorigen Jahrhunderts war die einst so stolze freie Reichsstadt nur noch ein Schatten ihrer einstigm Größe. Porta Prätori a. Erst während der letzten achtzig Jahre erfolgte wieder allmälig ein Aufschwung. Die Bürgerschaft bemühte sich, mit der Thattraft anderer Städte zu wetteifern; die bayrische Staatsregierung that das Ihre dazu. Aber gewisseTriebkräfte. die der Stadt zu ihrer einstigen Größe verholfen hatten, waren eben unwiderbringlich verloren; die Gunst der Kaiser, die politische Stellung als Mittelpunkt eines großen Reiches, die Kreuzung von Welthandelswegen. Das war dahin und läßt sich nicht mehr schaffen! Die Geschichten langstvergangener Zeiten umgaukeln mit ihren Bildern den Besucher, der sich vom Bahnhofe dem Herzen der Stadt nähert. ' Bald steht er auf dem Alten Kornmarkt, tief im Mittelalter, das ihn aus den Fen-
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stern des Herzogshofes, eines burg'ähnlichen Bauwerks, träumerisch anschaut. Die Sage führt diesen Bau bis auf das uralte Herzogsgeschlecht der Agolfinger zurück; die Geschichte läßt ihn als ein Besitzthum Kaiser Otto's III. erscheinen. Der hart neben ihm stehende gewaltige Römerthurm" aber stammt nicht aus Römertagen, sondern aus frühmittelalterlicher Zeit.
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frra2jsfj3ms fl ö J Oi si'ÄO WsW5S5K mmüsmsm: "-'v h r--Tß?äs4 Rathhausplatz. Riesenhaft schauen über die alten Gassen und Plätze der Stadt die beiden Domthürme herein und der ganze schöne Bau dieses Münsters, an welchem zweihundertfünfzig Jahre gebaut wurde. Bei Abbach an der Donau, wenige Meilen oberhalb von Regensbürg, brach man den prächtigen grüngelben Sandstein für den Dom. einen der schönsten in ganz Deutschland. Die RegensburgerDombauhütte ward aber auch zu einer Meisterschule für das Zeitalter der Gothik. Die Außenseite des Baues ist überaus reich mit ihrem prachtvollen Hauptportal, ihrem fünfeckigen Chor und dem üppigenSchmuck von Sculpturen; einfach und edel wirkt das Innere mit dem Farbenzauber semer Glasmalereien und seinen Denkmälern. Der Domschatz, obwohl während der Schwedenzeit durch Bernhard von Weimar geplündert, enthält noch manche werthvolle Stück. Wie das Ulmer Münster und der Kölner Dom ist auch dieses Bauwerk bis in die jüngste Zeit unvollendet geblieben; die beiden Pyramiden der Thürme konnten erst in den Jahren 185969 ihren Ausbau erleben. Aelter noch als die Kirchenbauten sind manche Privathäuser, die vprdem alten Patriziergeschlechtern gehörten und burgartig mit ihren Mauern, Thoren und Thürmen in den Gassen stehen. Das älteste unter den Bauwerken Regensburgs ist die Porta Prätoria, ein Thor mit einem nebenstehenden Thürmchen, beide noch aus römischer Zeit. Es war wohl in den Tagen des Kaisers Domitian, als hier schon die Festung Reginum oder Castra Regina stand, deren gewaltige Grundmauern an manchen Plätzen in den Kellern der Regensburger Häuser noch sichtbar sind, vielfach auch das Steinmaterial für spätere Bauten geliefert haben. Dieses Thor, durch welches einst der gleichmäßige Schritt röMischer Cohorten tönte, hat eine zweitausendjährige Geschichte, die aus seiner dämmerig kühlen Wölbung weht. Palais der Fürsten von Thurn und Taxis Jeder Schritt in de: Stadt gemahnt an ein großes Ereigniß. an Schatten gewaltiger Heldengestalten. Stromabwärts gelegen ist die altersbraune Steinerne Brücke. Es ist kein Brückenbau im deutschen Lande, der so wie dieser vom Volkslied und von der Sage mit goldenen Fäden umsponnen wäre. Schon Karl der Große hatte hier eine Schiffsbrücke erbauen lassen; der Bau der Steinbrllcke dagegen ward 1133 während eines infolge des heißen Sommers außerordentlich niedrigen Wasserstandes begonnen und in 11 Jahren vollendet. Damals galt die nur 7 Meter breite und 313 Mete? lange Brücke mit ihren IS Bogen für ein wahres Weltwunder der Baukunst. Drei trotzige Thürme bewachten die Zugänge zu der Brücke, heute steht nur noch einer von ihnen, der lange Zeit als Schuldthurm diente. Ueber die durch die Insel in zwei Arme getheilte Donau führt die Brücke nach der nördlichen Borstadt Regensburgs. Stadtamhof genannt, hinüber. Unter dem mancherlei Bildwerk, das die Brücke ziert, ist das interessanteste das Vrückenmännchen, ein nackter, auf einem Pfeilergiebek reitender Jüngling. Dies Männchen ist, so erzählt die Volkssage, der Baumeister der Brücke welcher mit seinem Lehrer, dem Dombaumeister. gewettet hatte, sein Werk eher zu vollenden. Mit Hilfe des Teufels soll ihm dies auch gelungen sein. worauf sich der Dombaumeister von feinem Bau in die Tiefe stürzte. Von der Brücke stadteinwärts durch dämmerige Gassen führt der Weg zum Rathhause, das mit seinem recchverzierten Portal, seinem gothischen Erker und seinen hohen Zackengiebeln einen durchaus mittelalterlichen Eindruck macht, welcher noch verstärkt wird, wenn man sich vergegenwärtigt, daß der Bau bis in das Jahr 1330 zurückreicht. Unfern vom Rathausplatze liegt der Haidplatz, rings von gediegenen alten Patrizierbäusern umgeben. Durch alle Gassen Regensburgs flüstern alte Geschichten und Sagen. So auch um die Neue Pfarre", ehedem hieß sie die Kirche Zur schönen Maria", deren Grundmauern aus den alten Grabsteinen des ehemaligen Ju densriedhofs aufgeführt wurden, nach-1
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dem man im Jahre 1319 die Juden aus Regensburg vertrieben, ihre Häuser und ihre Synagoge zerstört hatte. Von all' den eigenartigen Bauwerken der Stadt, die noch ungenannt blieben, darf eines nicht vergessen werden. das ehrwürdige Stift St. Emmeram. Schon unter dem sagenhaften Agllolfmgerherzog Theodor war's, daß der heilige Emmeram in den bayrischen Gauen das Christenthum verkündete. Ihn erschlug ein Sohn des
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KlosterWeltenburg. Herzogs bei Helfendorf. weil Verleumdung den frommen Mann eines bösen Vergehens gegen eine Herzogstochter bezichtigt hatte. Zur Sühne für die Blutthat erbaute der Herzog das Kloster im achten Jahrhundert. Immer reicher aufblühend, ward dasselbe unter Kaiser Adolf von Nassau zum fürstlichen Reichsstift erhoben. Nach fast zwölfhundertjähriger glänzender Geschichte ward das Kloster am Anfang unseres Jahrhunderts säcularisirt; seine ausgedehnten Bauten erwarb das fürstliche Haus von Thurn und Taxis und schuf sich daraus eine der stolzesten Residenzen, die das Deutsche Reich aufzuweisen hat. Zu dem aber, was die Geschichte vieler JahrHunderte aus Regensburg gemacht hat, fügte ein kunstsinniger Fürst der jüngsten Vergangenheit. König Ludwig I. von Bayern, noch zwei Kleinodien hinzu. einzig in ihrer Art und von märchenhafter Schönheit. Fährt man eine halbe Stunde mit dem Dampfer von Regensburg strömabwärts, so sieht man in der Höhe droben auf umbuschtem Hügel die Reste der Burg Stauf. Sie erinnern an jene Jahrhunderte, da hier trotziges Ritterthum seine schwindende Macht gegen das aufblühende reichsstädtische Bürgerthum zu wahren versuchte, bis jenem der Streitkolben aus der geharnischten Faust gewunden und seine Zinnen und Verließe gebrochen wurden. Aber nicht diese Burgtrümmer sind's. die den Blick hier gefangen nehmen, sondern ein leuchtendes Werk moderner Kunst und Gesittung, das von der Höhe eines prächtig bewaldeten Hügels schaut: die Walhalla. Wie eine rechte Heimath Unsterblicher grüßt diese lichte Säulenhalle von ihrem gigantischen Unterbau herab auf den breit hinfluthenden Strom, auf das weite fruchtbare Land, und nach Süden bis zu den fernen Eiszinnen de? Hochalpen. Andere Bilder erschließen sich, wenn man Regensburg in der Richtung nach Westen verläßt. Eine stundenlange Fahrt mit dem Babnzuge führt uns im breiten Donauthale aufwärts, unBefreiungshalle. ter schönen Ortschaften vorüber. An der Sonnenseite des Srromthales liegen steinige Gehänge, wo einst, in den Tagen des 'Mittelalters, Weinbau getrieben wurde. Jetzt ist er längst aufgegeben. Höher werden die Stromufer; wo in die Donau das in vielen Windungen einen beträchtlichen Theil von Bayern durchziehende AltmühlFlüßchen sich ergießt, liegt die stille Landstadt Kelheim am Ausgange einer Felsenschlucht, durch welche die Donau sich ihren Weg gebahnr hat. In der Tiefe dieser Schlucht liegen mönchische Ansiedlungen: das stattliche Kloster Weltenburg und, in's felsige Stenufer wie ein Spielzeug eingeschmiegt, das Klösterl, ein Eremitcnheim aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Hoch droben aber, auf sonniger, waldumrauschte? Höhe, weit über Thaler und Hügel schauend, ragt ein Bauwerk, das an stiller Größe, an reinem Adel seiner Formen noch über der Walhalla steht: die oöenstehend abgebildete Befreinngshalle. König Ludwig L von Bayern erbaute sie zur Erinnerung an die Befreiungskämpfe, die das deutsche Volk im Beginn unseres Jahrhunderts ausgefochten hat. und als dauernde Mahnung zur Eintracht. P oesie und Prosa. Backfisch (zu ihrem Schwager): Du sind nicht die Augen des hübschen Schriftsieller Staffel blau? Schwager: Wahrscheinlich! Ich habe ihn seit der Aufführung seiner letzten Premiere Nicht gesehen. Uebertrumpft. Drei 'am Stammtisch sitzende Freunde streiten sich, wer von ihnen wohl den ältesten Stammbaum habe. Lieutenant von Kikrinzki erzählt, daß seine Vorfahren bereits in den Kriegen gegen die Türken vor Wien gekämpft hätten Regie rungs-Asselsor von Schnabel weiß zu berichten, daß seine Vorfahren in den Kreuzzügen kämpften. Das ist noch gar nichts", sagt darauf der Reseren dar vonFalkenstein. Einer meinenAH nen hat bereits die Volkerwanderung als Einjährig - Freiwilliger, mitge mat -
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