Indiana Tribüne, Volume 19, Number 206, Indianapolis, Marion County, 13 April 1896 — Page 2

Jndiana Tribüne.

Erscheint Täglich und SomttagV. Die tägliche. Tribüne kostet durch den Xxlaet i Cents per Woche, die Sontag,Tribae'I Cents per Woche. Beide infam 15 Sentf ,d, Cents per Xftanat. Per Post uierhalb de, -Ltedt zugeschiSt t orabe,ehlung V pe, a,r. omt! 18 Süd tttatama StraKe. Indianapolis, 2nd., 12. April 1L96. TaS türkische Heer. General-Lieutenant v. d. Goltz, der Neorganisator des türkischen . Heeres, der bekanntlich vor Kurzem aus dem Dienst des Sultans geschieden ist und zum Commandanten der fünften preußischen Division in Frankfurt a. O. ernannt wurde, hat über 'den Zustand des türkischen Heeres einem Interviewer die folgenden Mittheilungen gemacht: - .Ich betone, daß mir die Politik fern liegt. Obwohl das Cabinet des Sultans oft den Versuch gemacht hat, mich in die Staatsangelegenheiten hineinzuziehen, habe ich diesen Versuch stets mit dem Hinweis abgewiesen, daß ich lediglich Soldat bin, ein Soldat, der nur an seine militärischen Pflichten denkt. Wer da glaubt, daß das türkische Heer seit dem letzten Kriege seine Fortschritte gemacht habe, besmdet sich im Irrthum. Ich bestreite nicht, daß mehr hätte geschehen können. Aber wenn man in der deutschen Presse liest, daß die Reformarbeit' der deutschen Officiere auf dem Papier geblieben. so ist dies eine arge Täuschung. Die Wahrheit ist die, daß viel gearbeitet ist, ohne daß man die Erfolge mit Fanfarenklängen der Welt kundgethan hätte. Hätten wird dies gethan, so zweifle ich nicht, daß das Ausland uns dreingeredet hätte. Die Armee ist für die eigenthümlichen Verhältnisse des türkischen Reiches stark' genug. Wer in das türkische Heer als Officier eintreten will, der muß daheim die Kriegsakademie absolvirt haben und muß mit der Jngenieurwissenschaft vertraut sein. Dabei braucht das osmanische Heer weniger Ingenieure als Officiere; die von der Türkei nach Berlin geschickten Officiere,' die 1886 zurückkehrten, waren die Ersten.die den ausschließlich praktischen Dienst durchgemacht und dahev sich ganz außerordentlich bewährt haben. Das Jnstructior.sbuch, das wir Deutscht als das beste erkannten, hieß Mukerebeth-i-Kilah-deutsch .Das Kriegswesen und hatte zum vornehmsten Mitarbeiter den Militarattachee bei der hiesigen Botschaft. Sami Bey. Ich selbst hielt mehrere Male in der Woche Vorträge bor- türkischen Officieren. und wie gut sie das Vorgetragene verarbeitet, bewies mir die dem Vortrage sich 'anschließende Erörterung. Möge Europa glauben,-was es will: so viel ist sicher, daß die alte Waffenleidenschaft im Osmanenthum noch nicht er starben ist. Folgende Zahlen mögen dies beweisen. Die Kriegsschule war im Jahre 1883 von 453 Schülern besucht und zählt heute über 1750 Hörer. Leider werden zum Militärdienst nur Moslems im Alter von 21 26 Iahren ausgehoben, und auch von diesen wird auf Grmid von Reklamationen eine große Zahl nicht eincxstellt. - Die Contingentirung beruht auf einer allgemeinen Einstellung von Rekruten im Herbst, und durch die Herabsetzung der Dienstzeit von fünf auf drei Jahre erhielten wir ein ausgezeichnetes Material für die Reserve. Die osmanische Wehrkraft setzt sich heute zusammen aus stehendem Heer. Reserve. Miliz, Landsturm. Ersatzresevve und' überzähligen Bataillonen ; - Herr v. d. Goltz verschweigt nicht, daß er persönlich großen Antheil an der Reorganisation des. Heeres gehabt. Er glaubt, daß es ihm zu danken ist, wenn die Türkei heute in acht Tagen, in Mazedonien sogar in fünf Tagen, völlig mobil sein kann. Er spricht schließlich seine Ueberzeugung' dahin aus. daß die Türkei sehr unrecht daran thue, ihre christlichen Unterthanen in das He:r nicht einzureihen. Einmal würde die Disciplin eine Brücke zwifch den verschiedenen Religionsge-m?i!-.schasten bilden und sodann würde die Vertheidigung deS Reiches nicht It diglich Sache des Islam sein, was jedem Krieg den Stempel eines Religionskrieges aufdrücken müsse. Ueber die'Person des Sultans spricht sich General v. d. Goltz sehv rühmend aus unter besonderem Hinweis auf dessen Gastfreundschaft gegenüber den Deut--schen.-Eine chinesische LZeichSpoft. Ein Erlaß des Kaisers von China rr ?jti vi . vciuyi-.uic vixriajmng eines eicysj Postamts unter Sir Robert Hart als Zoll-und Post-Generalinspector. Die.ser Erlaß ist ein neuer Beweis dafür. daß es der chinesischen Regierung in .der That mit dev Einführung von Re.formen'ernst ist, benn.foie Wahl des !Uianne3, der berufen ist, das Postwe sen in China zu organisiren, bürgt gu gleich für den Erfola der Auskübruna Sir Robert Hart, ein Jrländev von Geburt ist auö dem enaliscben Consulardienst hervorgegangen, 'trat aber schlM toi' Jah-rc 1861 in den chinesischen Seezolldienst über, den er seit 1863 mit solcher Umsicht und That, kraft leitet, daß diese Behörde nicht nui für China mustergiltig ist.-' Sir Robert, dem 'schön mebrfäcb die Ver. tretung Englands in Peking angeboten w. -V. Ifi 1 j - r X-n . uviücii ya; autq IN seinem aicacgt Bereich schon die Grundpfeiler für die Errichtung einer ckinesiscken Reicksvost 'gelegt, denn'der Seezolldienst befördert 9 0 9 . . l . - 1 . iqon IM langer Zeit Briefe in China selbst auf dem Wasserweae nd im Winter, wenn infolge des.EiseZ - der Dampferverkehr stockt, auch über Land von Shanghai., nach . Zpekina. Die Seezollverwaltuna äibt für diese ersten Ansänge einer 'staatlichen Post, auch Marken in neun verschiedenen Wertb

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zetchen aus, die jedoch bei Sammlern merkwürdiger Weise weniger .beliebt oder bekannt zu sein scheinen, als die Marken der zahllosen Privatposten, die sich in allen Vertragshäfen festgesetzt haben. Nach dem Innern .Chinas werden bis jetzt Briefe nur durch Läu fer befördert, die im Dienst von Priöatunternehmern stehen und für jede einzelneBesorgung vorausbezahlt wer den. Als Ansporn für die Träger wird häufig auf . den Umschlag noch ein Vermerk gesetzt, wonach der Em pfänger bei der Ablieferung noch eine besondere Vergütung auszuzahlen hat. Die Briefumschläge selbst sind oft seltsam mit allerlei Zeichnungen ausgeschmückt. Die Regierung laßt ihre Briefe durch einen dem Kriegsministerium unterstehenden Courierdienst befördern, für den Relais von Pferden bereitstehen. Die größte Schnelligkeit der Beförderung, die auf die Weise erreicht wird, beträgt ca..14? engl. Meilen an einem Tage. Die Postfach dem Auslande wird durch. Postämter verschiedener Staaten besorgt; deutsche Postämter bestehen in Schanghai und Tientsm. Da anzunehmen ist, 'dah Sir Robert Hart .das PostWesen in China nach denselben Grundsätzen regeln wird, die lich beim Seezolldienst bewährt haben, so werden voraussichtlich auch wieder Auslander 'in' noch größerer Zahl als bisher in chinesischen Diensten , Verwendung finden. Oerdrecherkolonien. Die Leute, welche es sich zur Aufga be gemacht haben, die Behandlung von derurthellten Verbrechern zu resormiren 'und: Einrichtungen anzubahnen, durch welche Uebelthäter wieder auf den richtigen Weg gebracht werden Ion nen, haben der Legislatur einm eigen-, artigen Plan unterbreitet. Esandelt sich um die Anlage n :Icmbtttt) fcilftlien Kolonie, in der die derurtheilten Verbrecher unter gewissen Beschränkungen beschäftigt werden sollen.' Man verspricht sich, daß diese-'Art der Beschäftigung, einen höchst, heilsamen Einfluß auf das Gemüth der Aerbrecher ausüben und viele von ihnen zu besseren Menschen machen wird. ' Der Gedanke ist sehr schon und wohl werth, einmal erprobt zu werden. Man hat längst eingesehen, daß die Bestrafung der Verbrecher nicht zu dem Zweck allem erfolgen sollte, sie ihre Uebelthaten sühnen zu lassen, sondern dor allem nothwendig ist. um die menschliche' Gesellschaft gegen sie zu schützen., Matt hat ferner erkannt, daß es barbarisch ist, nur zu bestrafen, ohne gleichzeitig Gelegenheit zur Besserung zu geben. Letzteres hat sich bisher nicht erzielen lassen, weil der geeignete Weg nicht gefunden werden konnte. Ob das diesmal geschehen ist, kann erst; entschieden werden. wenn der Plan' praktisch erprobt ist. Wir hegen, offen gestanden, große Zweifel. Man kann die Art und Weise, wie jetzt mit Verbrechern verfahren wird, entschieden verurthenen und man kann von Herzen wünschen," daß Mittel gefunden werden, durch welche eine dau-. ernde Besserung wenigstens ernesThel les der Gefangenen erzielt wird, man kann aber trotzdem die Ueberzeugung hegen, daß durch alle Bemühungen, eine Aenderung zu schaffen, nur geringe Erfolge erzielt werden können. Wenn auch die Unterbringung der Verbrecher m. großen Zuchthausern, wo sie deredelnden Einflüssen fast gar nicht zuganglich sind, selbst bei der besten Be-' Handlung eme barbarische Methode genannt werden darf so ist doch kein' anoerer ueg voryanoen uno vor ai lem ist es mehr alS-fraglich, ob die große Masse überhaupt zu bessern ist.' Jeder Mensch weiß, wie schwer es ist. angenommene Gewohnheiten abzulegen, selbst wenn man sie sich erst m tet ferern Alker angeeignet hat. Senn man; nun bedenkt, daß die meisten Verbre cher nicht durch Aufall oder auSnahms weise Begebenheiten, sondern schon in r Ct.si - r - . ' liuyci inooell ourco lyre umgeoung, durch das Beispiel ihrer Verwandten oder Bekannten, durch manaelbafteErZiehung oder sonstige Einflüsse ähnl! cyer Art aus schlechte Wege gerathen sind, so versteht man, raß sich bei i nen eine Aenderuna nur durch eine vollständige: Umwälzung des Charakters erzielen läßt. ES handelt sich nicht etwa nur darum, schlummernde gute lgeniazastt ?zu ; erweaen..' sondern man muß dieselben erst erzeugen und eine vollständig falsche SinneSrichtuna und Anschauungsweise ertödten DaS m t.i .5 .. " r r ' om 'tT ' in ci einem crwacyienen cenzcyen aewiß nicht leicht, selbst wenneö aber zu erreichen Ware, bliebe SxAni noch die große Schwierigkeit zu überwinden, dem gebesserten Verbrecher die Möglichkeit zu geben, sich seinen' LekttiZunterhalt auf ehrliche Weise zu'erroerben, waö auch nicht leicht ist. In Deutschland hat man mit Ar beiter Colonien atofee:GtfoIae.':r Ziclt, dieselben beschränken ' sich 'aber auf die Aufnahme von arbeitslosen und im schlimmsten Z?alle beltsscbeü. en Personen.' DaS ist eine cMt ändere Sache. Mit VerbrechemNstNvchÄemals ein ähnliches Experiment .gemacht worden. ES ist wohl derMche-roerth. einen Versus anzustellen.) man darf .c. cc. t . . . .. uu vaoei Nicyr r?on oem' senttmentalen Gedanken. auSaeben. hab di? mtU sten 'oder auch nur ein große? Theil ver erorecyer den ernsten Wunsch chat. sich zu bessern. DaS Gegentheil ist der ffall und selbstwenn der Wunsch vorHanden ist, fehlt meistens die Kraft, ihn durchzufübren. Desbalb Mm - , Vc''- - - , uns auch dieser neue Plan mehr, weil er von ver.humanenGesinnung seiner UrheberZeugniß blegtalS-weil wir unS große Erfolge davon versprechend i t. .:..,,..(N.D. St.-Z.) ; v Sie ZarenkrAmtns. v, . DaS amtliche Programm für die Krönunaskeierlickkeiten in Moskau fa stimmt für die ersten Tage deS April 1 ' mm mm a. . Ä ' die feierliche ueberfuyrung der ron abzeichen in aoldenen Waoen vomWin tervalast nack 'hern '1ln1tT 'Wirtinu?. Babnbofe ün denZt,pn?i, mittels SondettUatZnaS MoSku.

Zum 6. Mai (a. Ät.) wlrd das serpaar im Petrowsky - Palast bei Moskau eintreffen, um dort an diesem Tage den Geburtstag des Kaisers zu feiern. , Die Majestäten werden dort bis zum 9. Mai verweilen, an welchem

ihr feierlicher Einzug in Moskau stattfinden soll. Nach einem Tedeum in der Uspensky - Katbedrale wird das Kaiserpaar die Kathedralen Archangelsky und Blaqowestschenskr, besuchen, um an den Reliquien, Heiligenbildern und Ahnengräbern zu beten. Alsdann werden sich die kaiserlichen Herrschaften in den Alexandrinsky - Palast begeben. wo sie bis zum 13. Mai zu verweilen gedenken. Am 10. und 11. Mai werl r (V , r. C.a 0 V.!. oen ne im Iyronaaze oes nreiil! vtk Botschafter und Gesandten der ausWartigen Machte empfangen, way rend am 11.. 12. und 13. Mai Herolde in feierlicher Weise dem Volke den Tag der Krönung verkünden werden. Vom 11. bis zu:i 14. Mai wird das Kaiserpaar die Andachten verrichten. Am 12. Mai findet eine Besichtigung des Jzmailowsky - Regiments und eines Savpeur Bataillons statt, an welche sich die Einsegnung der kaiserli chen Fahne in der Oruscheinaja Palata des Kreml schließen wird. Am 13. Mai werden dieKronabzelchen m feierlichem Zuge nach dem Thronsaale überführt werden, und am selben Tage werden die Majestäten vom AlexandrinskyPalast nach dem Kreml, übersiedeln. Abends wird m allen Kirchen Gottesdienst abaehalten werden. Am 14. Ma, wird die Krönung stattfinden und im Anschluß daran ein Festmahl in der Granowitaja Palata des Kreml. Am 15., 16. und 17. Mai werden die kaiserlichen Herrschaften im Kreml die Glückwünsche und Huldigungen entgegennehmen. Am 15. Mai findet im Kreml ein Prunkmahl für Mitglieder der hohen Geistlichkeit und des Beamtenstandes statt. Am 16. Mai findet Cour im Kreml statt; am 14.. 15. und 16. Mai ist in Moskau große Festbeleuchtung während einer Umfahrt des Kaisers und der Kaiserin durch - die Straßen. Am 17. werden die Herrscherabzeichen vom Thronsaal nach dem Oruscheinaja' Palata überführt.' Abends große Festvorstellung tm(9r; ßenTheater. Am 18. Volksfest auf dem Hydqnski - Felde und Ball beim französischen Botschafter Grafen Montebello. Am 19. Festmahl im Palast für die Abgesandten der Staaten und Ball beim österreichischen Botschafter Prmz Liechtenstein. Am 20. feierlicher Gottesdienst im Kloster Tschudowo 'und Ball. beim Großfürsten SergiuS. Am 21. Ball des Adels in Moskau' zu Eh-. ren des Kaisers und der Kaiserin. Am 22. Pilgerfahrt des Kaisers und der Kaiserin nach dem Kloster Troizko. Am 23 Ball desKaisers'u. Kaiserin im Kreml. Am 24. Concert bei. dem dutschen Botschafter Fürsten Radolin. Am 24.. dem Geburtstage der Kaiserin. beaeben sich der Kaiser und die Kaiserin in feierlichem Zuge nach der, Uspensky - Kathedrale; sodann findet ein Festmahl für - das diplomatische Corps und die außerordentlichen Gesandten statt. Am 26. große Parade pv f . . nm.3. ' uoer fammlilcye Gruppen in xicoiuu, Festmahl im Palast der Verwaltungsbehörden von Moskau. Am 26. Abends verlassen der Kaiser und die Kaiserin Moskau. Auf dem Chodinski'schen Felde in der Nähe der Stadt wird daö Volk vom Zaren bewirthet. Jeder Besucher erhält unentgeltlich ein halbes Pfund Kuchen und ein halbeö'Pfund Zuckergebäck, sowie ' einen hübschen Krug, den er sich nach Belieben füllen lassen kann. Solche Krüge sind nicht weniger als 800.000Stück bestellt worden; sie sind aus Zinn angefertigt und tragen den Namenszug des Zaren. Alle diese Festlichkeiten werden dem kaiserlichen Hofe sehr theuer zu stehen kommen. Zwar sprach einmal Kaiser Nikolaus dem Hofmeister Grafen Woronzow - Dafchkow den Wunsch aus. die diesmaligen Kronungökosten sollten um 40 Procent hinter denjentV gen.des ZahreS 1883 zurückbleiben; eS. hat sich aber bereits jetzt. herausgestellt daß es nicht möglich sein wird,, dui Wunsch deS Kaisers ,u erfüllen. Wäh rend die Krönungs kosten im Jahre 1883 sich auf rund 10 Millionen Ru-' bel beliefen, werden die Ausgaben für die Krönung Nikolaus II. auf 12 Mil-! lionen berechnet. , ! Dauer deZ Sonnenscheins. Bekanntlich hangt die Tageslänge einesOrtes von der geographischen Breite desselben und der Stellung der Sonne am Himmel ab, aber zwischen dieser Tagesdauer und der wirklichen Dauer des Sonnenscheins ist ein große, Unterschied. Wolken und Nebel verhüllen viele Stunden hindurch die Sonne, und Jedermann weiß, daß eS aewisse Gegenden gibt, wo man nur selten auf Sonnenschein rechnen kann, während in andern, besonders im Siiden Europas, der Himmel sehr oft und lange andauernd heiter bleibt. In der neuern Zeit ist ?eL gelungen, Jnstru mente herzustellen, welche automatisch Tag für Tag die wirkliche Dauer des Sonnenschein registriren und gegenwartig liegt bereits ein ziemlich großes Material hierüber vor.' Prof. V. Kremser hat dasselbe zusammengestellt unö gibt eine sehr interessante Uebersicht dev hauptsächlichsten Ergebnisse, die sich übrigens mir auf europäische Länder bezieht.' Hiernach ist esl he'zuglich des Sonnenscheins mit den Gegendcn im Norden Europas am fchlechtesten bestellt. -obgleich auch.dor im Jahresdurchschnitt die Sonne ebensolange (12 Stunden) täglich über dem Horizont bleibt als im Südrn.'"Jm schottischen Berglande' beträgt, den Aufzeichnungen der neuen Instrumente zufolge, die wirkliche tägliche Sonnen scheindauer im Jahresdurchschnitt noch nichj 2 Stunden, an der schottischen Küste etwas über 3 Stunden.' Eng, land hat durchschnittlich 4z Stunden. Deutschland bis zu 5, Frankreich bis ju 6. ebensoviel die Schweiz Oefter reich bis za 7, Spanien bis zu 8Stunden täglich Sonnenschein. . Genauere Angaben liegen bezüglich Norddeutschlands vor. Hiernach beträat ttVcuit-

au",d.5 Snmnschins I

in arggvavowa npreutzen) 4.s Stunden, ebensoviel in Dirschau, 4.6 Stunden in Rostock, allein nur 3.4 Stunden in Hamburg, 4.7 in Emdcn, mm . m v m rx 4.6 in Marburg, 4.5 in Bonn. 5.0 in '

sr r r rrjs v I w vfiv m uvll I ?stnheim. 4 3 in Kassel,4.6 m Jena. Sand geworfen. Der Meister wurde j 4.3 in Magdeburg, 4.8 in Pok.dam.l., &rAtnu b,r ra ' r,:-,r

ebensoviel außerhalb Berlins, 4.6 in Areslau, 5.U m eovjcyutz. iis ergibt sich, daß die Bertheilung ziemlich regellos rst und örtlich wechselnde Einflüsse eme große Rolle spielen. Am deutlichsten-, bemerkt Prof. Kremser, tritt der Einfluß großer fabrikreicher Städte hervor. Hamburg hat kaum 3 Stunden, während die Umgebung Mindestens 4j Stunden ausweist, und in Magdeburg und Breslau gibt es eine halbe Stunde weniger Sonne als sonst gemäß der allgemeinen Bertheilun'g zu erwarten wäre. Es ist aber nicht nur der Rauch unmittelbar, der den Sonnenschein zurückhält, sondern es wird durch denselben auch die Ent stehung von Nebel in hohem Grade begünstigt. und dieser hat schließlicbTden Hauptantheil an der Verringerung des Sonnenscheins.- Was die Bertheilung fctft 5nmi,nrrfMn3 niif tmirinm Abschnitte des Tages anbetrifft, so hat ,

sich. herausgestellt, datz vom Nordens 're ausgegangenrn (yoiEuropas bis zum Mittelmeer dieNach-en in versch iedenen Zeu.

mittage sonnenreicher sind als die Bor Mittage, besonders in den Küsteng?g:n den. Weiter nach Süden und auf ho hen Bergen ist dagegen der Vormittag meist ' sonniger als der Nachmittag. Untersucht man die mittlere tägliche Dauer' des Sonnenscheins im Som-mer-und Winterhalbjahr getrennt, so findet sich, wie zu erwarten, eine erheblich längere Dauer für das SommerJalbjahr. So beträgt z. B. für diees die durchschnittliche tägliche Sonnenscheindauer: in Marggrabcwa 7.3 Stunden,' in Rostock 7, in Geisenheim 7, in Magdeburg 6.3, in Breslau 6.7. in Leobschütz 6.9 Stunden. Die angegebenen Zahlen beziehen sich nur auf Städte, da jetzt allein hier die Instrumente zum Messen der Sonnenscheindauer aufgestellt sind. ES ist sehr wahrscheinlich, daß auf dem fla-chen-Lande diese Dauer etwas länger ausfallen wird, auch dürfte die. Bodengestaltung einigen Einfluß ' darauf, ausüben, wouüber erst ' spätere Beobachtungen genaueres lehren werden.' Wie sehr der Ruß undRauch, der in oroßen Städten mit zahlreichen Fa brisen tagtäglich aufsteigt, die Heiterkeit deö Himmels beeinflußt, weiß t xz Bewohner einer folchen Stadt. : vockdier. Ueber de Ursprung der BezeichNung Bockbier" erzählt das Münche ner Stadtbuch Folgendes: Es saßen' einst Herzog Christoph und sein Bru der Albrecht II. im Bankettsaal ihrer Hofburg und zechten.' In ihrer Gesellschaft befand sich auch ein Braunschweizer Ritter. . Diesem setzten die Fürsten einen tüchtigen Humpen guten, echten Braunbiers aus dem Herzog!!-' chen Hofbräuhar.s in München zum Frühtrunk vor. Der Ritter that einen guten Zug. aber .bald setzte er den' Humpen ab und lästerte, bei sei nur brauner Essig. -Darob ergrimmten die beiden Herzöge höchlich. Sofort ließen' sie 'den Hofbraumeister kommen ud Herzog Christoph fuhr ihn gar ungnäbig an. r Der Braumeister - rief mit' lauter Stimme: So Ihr nach Iahresfrist wieder nach München kommt, so bringt ein Faß Eures Bieres anher, und ich will ein Faß finden, so dem von Euch wohl obsiegen soll, oder ich will der schlechteste Meister sein, undIhre Gnaden sollen mich auf einem Esel verkehrt aus der Stadt ausreiten auch aller meiner Habe zu Euren Gunsten verlustig werden lassen!" Da' lachte der Braunschweiger und setzte' 200 Gulden dagegen. Endlich kam der! Tag der Entscheidung? es war der l.j Mai. Am Hofe der HerzoglichenBurg' waren Galerien aufgeschlagen und schön mit bunten Teppichen, Tannen-! bäumen und Kränzen geschmückt. Hier nahmen die. edlen Damen Platz, dasseltene Wettspiel mit anzusehen.. - ES flogen die, ehernen Krahnen in die! Bäuche' der Fässer und daS edle N era.oß sich schäumend in die Humpen.' Diesmal verzog der Braunschweiger' das Gesicht nicht? aber er meinte ge ringschätzig: Da mag wohl ein guter Trunk sein, aber nur für Euere WtV chen, denn Kraft ist keine drinnen.- i .So' meint Jhr. gnädiger Herr? ent-' gegnete sieaesöewußt der Braumeister.' Und er befahl einem Brauknecht, zwek Humpen . herbeizubringen, von denen jeder 2 Maß Baierisch enthielt. Beide Riesengefäße wurden auö den aufliegenden Fässern bis zum Rande gefüllt.' .Geseane Euch Gott den Trunk vom Münchener HofbräuhauS." sagte der Braumeister,-, und reichte ihm den Humpen, ich will den Euren auf Euer Gnaden Wohl leeren! Und wer nach einer halben Stunde noch auf einem Beine stehend einen Zwirnsfaden in eine Mdel einfädeln kann, der hat die Wette gewonnen." Beide Kämpfer setzten an und leerten die Humpen bis auf die Nagelprobe. Nun ging die Burgpflegerin.um Nadel Und Zwirnsfaden zu holen, in ihre Stube, !n totü cher sich ein .Gaislein befand von dessen Milch derPflegerin krankes Mägdelein trinken mußte. Als sie heraus trat, entwischte das Gaislein und' sprang mit lustigen' Sprüngen in den Hof. gerade als die beiden Kämpfer sich auf, ein Bein stellten - Der.Brau meister hatte seine Nabel schon längst eingefädelt als der Ritter die seinigi schon zum dritten Male hatte faNen lassen. Plötzlich torkelte er um und kugelte unter vergeblicher Anstrengung'' sich wieder auf die Beine zu stellen,. Boden herum. Ei, edler Herr.7. lachte dei Braumeister, waö ficht Euch an,' daß Ihr auf demBoden herumkugelt?" Da . lallte der Ritter mit schwerer Zunge: - DaS Böcklein da. das hat mich umgestoßen.-. O nein." lachte Herzog Christoph vergnügt ob des S'egeö seines Braumeisters. .Dieser, aber meinte:' DleS Söcklein bat EucS sa ymig Ltthan. alS mir Euer Linbecker. I

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f" ÄÄ.Ä den hab ich gesotten." Das war ein Jubel im Burghof. Bis in die Pfistergasse und zum Platz" drang die Kunde, drang der Sieg des Hofbrauv ' ' mrlftn,:n,r mift ' meisterö, der einen Boa gesotten, der in den reich beschenkt, der Braunschweiaer aber verlor 200 Gulden und zog be schämt nach Hause. Seht." sagten die Leute, als er fürbaß ritt, das ist Der, den des Hofbraumeisters Bock gestoßen." Zum Andenken an jenes große vaterländisch: ' Ereigniß wurde im Frühjahr, lange Zeit nur ausschließlich im Hofbräuhause das starke, süße Bier gebraut, das noch bis in die spätesten Jahrhunderte hinein Bock" genannt wenden mag. OtttttNttützigtS. Schwarze Seidenzeuge pieder zu beleben. Man koche eine Hand voll Feigenblätter in 2 Quart Regenwalier blS auf die Hälfte .em. seihe eS ab und hebe eS m Flaschen ffm eoraur uus. w eienzeuge WilltXt Mittelst emes SchwaMMbS damit zufrieden. - WI(VH ülUUU(il(ll.. TUU i : . v. . t a.(f.. cva zedeS Verfahren, wodurch man Flecke auS Zeug bringen will, verdirbt auch die Farbe. Ist der Fleck verschwunden, so tauche man Baumwolle in Natron oder mineralisches Alkali, was dasselbe ist, und reibe den entfernten Theil da mit fanft, aber mit jedem Baumwollenftückchm nur zwei Mal. Durch dieses einfache Mittel werden die Farben ihre frühere Lebhaftigkeit wieder erhalten. Wenn Glas gegen stände durch die Lünge der Zeit oder durch irgendwelche lange darin gewesene Flüssigkeit stumpf und trübe geworden sind, braucht man sie nur in lauem Wasser mit einem kleinen Zusatz von Salmiak oder ein paar Tropfen Salzsäure zu waschen und mit frischem Wasser nach zuspülen,' um ihnen ihre ursprüngliche Weiße. Klarheit und Durchsichtigkeit wiederzugeben. Bei Anwendung von Salzsäure hüte man sich, dieselbe mit Webstossen in Berührung zu bringen, da sie durch ihre Schärfe diese verdirbt. Reinigung der Glace Handschuhe. Man bedarf dazu ein wenig frische Milch, ein Stückchen braune Seife und ein reines Handtucd, das drei oder viermal zusammengelegt ist. .Man breitet aus dem Tuche die Handschuhe ganz aus. nimmt ein Stückchen Flanell, taucht es in die Milch, streicht es mit Seife und reibt damit die Handschuhe gegen die Finger; man führt solange damit fort, bis die Handschuhe rein sind und dieselben, wenn ihre. Farbe ursprünglich weiß war, ein dunkles Gelb zeigen, wenn sie aber farbig sind,' schwarz aussehen; man hängt sie zum Trocknen auf und wird finden, daß sie fast wie neu aussehen. Sie werden weich, glänzend und e!a stisch sein. Gegen die Motten. Man verlasse sich nicht lediglich auf Motten, Jnsecten oder sonst welches Pulver, sondern lasse sämmtliche Garderoben stücke auf dem Hofe tüch!ig ausklopfen. Bevor man die Sachen wieder in das Spind hängt, zünde man in dem letzte ren (vielleicht auf einer Koblenschaufel) Schwefelfäden oder Schwefelschnur an, entferne aber vorher aus dem Betreffen den Blumen, Vögel, Fische, denn diese würden durch den Schwefeldunst ge getödtet. Alsdann hänge man die Sachen in das ausgeschwefelte Spins verschließe es und öffne e5 so selten wie möglich, am besten gar nicht vor Wie derholung der Procedur. Will man vorher Nlch Naphthalin id Jnsecten Pulver (nur echt persisches) in die Sachen streuen, so ist es nützlich. Nachdem dies geschehen, kann man die Sachen sechs bis acht Wochen unbesorgt hängen lanen. .- ; Hellfarbige Ballschuhe bü ßen nach mehrmaligem Gebrauch' ihre rnche nr und sind dann wenig pal end lu bin zarten, lichten Festkleidern. Man kann' sie -jedoch leicht säubern, wenn 'man feinstes' Mehl heiß macht. dies au! den Schuh streut und dort mit reinem weißem Tuch fest verreibt. Man wiederholt das Abreiben mit Mehl vex schiedeneMale und bürstet zulegt mit sauberer Bürste die Schuhe gut auS. Sie werden wie neu wieder. Am rath samsten ist diese Reinigung sofort nach dem 'i Gebrauch der 'Schuhe, da Staue Uns UnreinigZeit .sich desto schwlerioer ?' 'rr:V::.: ..tierneniiknen ie lnnaer oeives an dcn Gegenständen haften bleibt und da durch in daS Zeug tiefer eindringt. .- Höllensteinflecke aus der Wüsche zu entfernen. C5 kommt oft vor, daß nach dem Gebrauch von Höllensteinfarben oder von AeZstif. ten zum Wegbeizen . von Warzen Flecke in,deri Wäsche zurückbleiben, die durch wiederholtes. AuSwaschen, Kochen u. s. .auch durch starke Laugen sich nicht entfernen lassen- Wie könnte eS auch anders fein? 7 Ist 'doch Höllenstein der Seftandthfil aller unauslöschlichen Wä schezeichentinten,. also dasselbe. Mittel, paZ man jiir Erzeugung dauernder und allen Einflüssen widerstehender Gchrrst üge auf derWSsche - anwendet, : Zunz Untsernen solcher Flecke giebt es nun zwn Mittel, doch 'jind beide zufälliger roetse-stärke Gifte und nur gegen Gift schein. Zn7 den Apötbeken erhältlich ; e? sind.'Cyänkaliumlösüng und Queiksil b'erchlorldlösung, letztere mit einem Zu so.von7 Salmiak. " Man betupft mit einem dieser' Mittel -die Flecke mehrere Male in kurzen Pausen und kann, be sonderS- bei, Anwendung. dS letzter Mittel, '-selbst ganz alte Flecke. allmäh, llcherblassen und ganz verschwinden t)tn.4ann wäscht' man den Stoff gut mit' reinem Lvasser aus und plättet ihn mit einem heißen Plütteisen. "- M a r m o r i ä n n m an ohne die Politur zu zerstören von Flecken aller Art befreien,-wenn man ihn mit. ammöniakalischem . Wasserstoffsuperörbd' behandelt - Man erhält diesen Stoff in jeder größeren Droguenhand lung. Ein weiteres Tilgungsmittel für Fettflecke in Marmor- wäre . ein Brei auS gebrannter Magnesia und

enzm. Veraltete oder verharzteFlecke weiche man zuvor durch Auflegen von Butter oder Fett auf. Der auf diese Weise gereinigte Marmor kann mit-! telst Zinnasche und Kork nachpolirt werden. ; A l s Teppichreiniqungs

mittel empfiehlt sich eine Lösung von einer UnzeBorax. einer UnzeSoda und 150 Gran venezianischer Seife in ei nem Quart Wasser, die man zum Kochen erhitzt und welcher man nach dem Abkühlen noch 150 Gran Salmiakgeist zufügt. Diese Masse, die beim Erkalten gallertartig erstarrt, wird mit einem Eimer voll Wasser verdünnt und der gut.gekehrte und aebürstete Teppich mit einem in die Flüssigkeit qetauchten Leinwandtuche abgerieben. Mit einem trockenen Tuche reibt man sodann den Teppich nach und wird finden, daß man nicht allein die Beseitiaung sämmtlicher Flecken damit erreicht, sondern daß auch die Farben desTeppichs auf das vortheilhafteste durch dieses Mittel aufgefrischt werden. Oom Nusranve. . Das Gericht in Neapel hat die englische Nhederei Anchor Linie zu 97,000 Pfund Sterl. Schadener ' satz verurtheilt, zu zahlen an die Hinterbliebenen von etwa 600 Auswande rcrn, welche am 17. März 1891 bei' dem Schiffbruch des Dampfers UtoptV in Gibraltar umkamen. Der Capitän habe grobe Irrthümer begangen und das Schiff sei nicht genügend mit ohlen und Rettungsmitteln ausgerüstet gewesen. KönigAlphonso XIIL.der der in wenigen Monaten sein Lebensjähr erreicht, erhält nun seinen eigenen Hofstaat und seine eigenen Appartements. Es wurden die Zimmer seines verstorbenen Vaters zu diesem Zwecke adoptirt. Sein Hofstaat wird nun aus laute? männlichen Personen bestehen. Zu Lehrern erhielt er die zwei Stabsofsiciere Loriga und Miguel Caiteion. Beim Einreißeneine alten Kellers, welcher beim letzten Brande der Mahnertschen Wirthschaft in Kobeln stehen geblieben war,Md man unter der Mauer einen Topf mit Geldmünzen aus dem 16. und 17. Jahrhundert, und zwar ein größeres Goldstück und über 300 verschiedene Silbermünzen, auch ein zusammengesaltetes Papier, welches auf Papiergeld schließen läßt. Zum Theil tra gen die Münzen das Bildniß August des Starken. Man vermuthet, dab das Geld vielleicht 1813 in den Ver steck gebracht worden ist. Im Zuchthaus zu Kaiserlautern ist neulich Nachts ein Mord verübt worden. Zwei zu längerer Freiheitsstrafe verurtheilte Sträflinge, die als krank im Zuchthausspital un tergebvacht worden waren, versuchten von dort aus einen Ausbruch zu unternehmen. Um hierbei durch einen im gleichenZimmer untergebrachten.schwer kranken Mitgefangenen nicht gestört zu werden, haben sie ihn vorher durch Erdrosseln umgebracht. Der Ausbruch gelang den beiden Mördern nicht, da sie, ehe sie das Freie zu gewinnen vermochten, abgefaßt und in festen Gewahrsam gebracht wurden. . I m Hauptpostamte zu Kopenhagen sind große Unterschlaggen entdeckt worden. Als vor einigen Tagen eine Revision stattfinden sollte, verschwand plötzlich der Postcontrolleur Seith, der seit vielen Jahren im Postbureau angestellt war, und gleich zeitig entdeckte man einen Fehlbetrag von 15.000 Kronen. Jetzt hat man die Leiche des verschwundenen Beam ten in einem Walde in der Nähe von Kopenhagen gefunden: er hatte sich erhängt. Seith hatte früher in der Armee gedient, führte ein ruhiges Leben. war em sehr slelbiger Beamter und hatte zu Klagen nie Anlaß gegeben. Wozu er das viele Geld gebraucht hat. ist noch nicht aufgeklart. I n keinem Lande der Welt kommen so viele Morde vor, als in Chile. Die Unsicherheit für Leben, Gesundheit und Vermögen der Bewoh ner auf dem platten Lande, selbst in der Nähe der großen Städte, ist eine entsetzlich gvoße, trot der unerbittli chen Strenge der Gerichte und deS Präsidenten, der keinen Mörder begnadigt. Nach den auf amtlichem Ma, terial . beruhenden Berechnungen des, Herrn Newman wurden 1892 m Chile ermordet 2200 Personen, d. h. je 72 von -100.000 Einwohnem, oder alle vier Stunden ' des Jahres kam ein Mord vor. Vom 1. Januar bis 1 November 1893 wurden 1500 Perso nm ermordet, d. h. 45 von je 100,000, oder alle fünf Stunden ein Mord. Im Jahre 1894 wurden allem im Departement Santiago (etwa 300.000 Ein wohner) 290 Morde begangen, d. fr 96.66 Morde kommen aus 100.000 Einwohner. Bewaffnete Banden ube fallen des Nachts die Häuser der Gutsbesitze? und plündern sie aus, Alles er mordend. waS Widerstand leistet. . D e r b e k a n n i e g r 0 ß e Ro fenbaum (Chromatella) . der Kunstund Handelsgärtnerei von Eduard Wehrle, Freiburg im Breisgau, dej größte Europas, kommt in nächster Zeit wieder in Blüthe. . Der Baum haj sich im vergangenen Jahre .wieder um LQuadratmeter vergrößert und nimmt letzt einen Flachenraum von 82 Quadratmeter ein. Der Hauptstamm haj einen Umfang von 30 Centimeter, die beiden nach rechts und linkS laufenden Aeste einen solchen von 24 Centimeter. Enorm groß ist dieses Jahr pie Knos, pe'nzahl deS Baumes. Nach einer vor einigen Taam vorgenommenen Zäh lung derselben wurden 12.096 Knospen gezählt; voraussichtlich wird-der Baum in ungefähr 14 Tagen. jn Blü. the sein. Die Länge der Krone ist 26 Meter; sie trägt 132 Seitenäste und 3533 Zweige mit der oben angegebenen Knospenzahl. Die einzelnen Zweige weisen bis sechzehn Knospen auf. wel. cher phänomenale Blüthenreichthum von zwei Zweigen erreicht wird. 740 Zweige tragen drei Knospen, 970 Zweige vier Knospen. 883 Zweige end lich fünf Knospen.' " j

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