Indiana Tribüne, Volume 19, Number 200, Indianapolis, Marion County, 7 April 1896 — Page 1
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Gditorielles. Die PittSdurg DiSpatch" verössentlicht eine Mittheilung von Philadelphia, wonach HolmeS ein schristlicheS Geständniß abgelegt habe, welcheS ze'gt, daß .er nicht weniger als zwanzig Mordthaten beging. Zugleich zeigt er, daß er noch neun andere Mordthaten plante, die er aber nicht auösührte. Vr heirathete mehrmals bloß, um seine Frauen nachher umzubringen. DaS Morden war bei ihm eine unwiderstehliche Leidenschaft. Der Mann war offenbar a!S Mörder gebo ren, von Natur als Mörder veranlagt. Seine Veranlagung und seine Thaten bilden einen interessanten Gegenstand psychologischen Sludiumö, und ohne Zweifel bietet der Mann ein Beispiel geistiger und physischer Entartung Für die Menschheit aber ist eS ein Stück, daß er unschädlich gemacht ist.
Wir haben gewöhnlich ein ver ächtlicheS Lächeln für die Liebedienerei, mit welcher europälsche Zeitungen daS Thun und Treiben der Monarchen und ihrer Familien beschreiben, und wie sie die unbedeutendsten alltäglichsten Ereignisse duich minutiöse Beschreibung zu einer lächerlichen Wichtigkeit aufbauschen. Wir lesen diese Dinge zuweilen mit einem Sesühl der Verachung für die Zeitung und deren HerauSgeber und staunen, wie der MonarchiömuS den Stolz und die Würde des Unterthanen vernichtet. Aber ist man in Amerika besser? Heute macht Benjamin Harrison Hochzeit. Uad am Samstag ging den engischen Blättern per Telegraph eine lange Depesche zu, die unter anderen Dingen Folgende? enthielt: Den gröbten "treat" (lieS tritt) hatte die Ost 33. Straße gestern. Dort in No. 40 wohnt Frau Dimmick (Herrn HarrisonS Brau,) und sie ginq am Morgen allein zur Kirche, gerade wie t sich am Chalfreitüg schickt. Wer auspaßte, sah eine schlanke, große. graziöse Frau in grau gekleidet. Sie trug eiven schwarzen Hut, perlgraue Handschuhe und einen Strauß von Veilchen an der Brust. In der Hand trug sie einen eng zusammengerollten Regenschirm, den sie wie einen Spazierstock schwang. Sie eilte nach der St. ThomaS Kirche, ali ob sie eine Verabredung mit ihrem Gewissen gehabt hatte. Später sah man sie wieder ihren Weg zurücknehmen." Der andere "treat" war ein Besuch, den Gen. Harrison machte. Und nun wird sein Anzug, sein Hut, seine Handschuhe genau beschrieben und dann wird gesagt, er habe die Stocke so ent schlössen gezogen, als habe er sagen wollen : Ich bezeige meine Achtung der künftigen Frau Harrison und ich brauche mich dessen nicht zu schämen." Und nun fragen wir, ob eS etwaS Abgeschmackteres, Alberneres geben kann, a!S solche Berichterstattung, und ob daS nicbt byzantinischem Hosklatsch so ähnlich sieht, wie ein Ei dem andern. Nicht nur daS Aeußere wird hier genau beschrieben, sogar daS Innere. Die Eine geht, als ob sie eine Verabredung mit ihrem Gewissen hätte, der Andere zieht die (Stocke, als wolle er sagen, er heirathe und brauche sich nicht zu schä men. Wie albern und taktloS. Und warum eS ein "treat" war, die Beiden zu sehen, das weiß wohl nur der sindige Berichterflatter selbst.
In Hofklatsch überbieten amerikanische Zeitungen die europäischen. !
Der 22. März ist der Todestag SötheS. Da wurden im vergangene. Monat vielerorts okye Ävenoe arrangirt. 2n der letzten Nummer deS Armen Teufe." erzählt Robert Reitzel von einem Sötheabend, den eine Amerikanerin in einer Stadt KentuckyS arrangirte, wie folgt : MrS. S. ist die intellektuelle Stöße deS dortigen SlubS, schon durch ihre höhere Erziehung im Vassar College. Sie ist international angelegt, sie weiß, waS sich gehört, sie hat vielleicht gar in ihren Carlyle hinein gesehen, also zur passenden Zeit GötheAbend. Daher folgender, an eine deutsche Frau der betr. Stadt gerichtete Brief. (ES handelt sich aber nicht etwa um einen journalistischen Ulk, der Originalbrief ist mir zugeschickt worden) : "My Dcar Mrs , Would you please lend ms two dozen glasses (srnallest you have). I am to entertain the "Shcrman Club", and my subject 19 Goethe. Of couise, I am to have my luncheon in keeping with the subject So I am going to have beer, pretxcls, switzer cheese etc Wish I had the privilesre to invite you out this afternoon but it is against the Club rules I will return the glasses about ? o'clock. Truly your riend Wohl lägen hier einige bissige Bemerkungen nahe über die grau, die sich als literarisch gebildet geriet und nicht orthographisch schreiben kann, denn sie vertritt einen TypuS. Aber daS genirt unS weiter nicht. Auch nicht die komische Idee, einen Luch in Harmonie mit Göthe zu bringen. Interessant dabeiist nur, oap 0le grau neu reine ceutcs,e Feier ohne Bicr, Bretzel und Schweizerkäse denken kann. Gestehen wir ei unS : auch hier dertrttt die grau einen TypuS. ES ist leider wahr, deß viele Am-rikaner Bier, Bretzel und Schweizerkäse mit Deutschthum inde. tlsiziren. DaS ist sür unS Deutsche gewiß nicht sehr schmeichelhaft. Man wird natürlich sofort geneigt sein, dieS der Unwissenheit der Amerikaner zuzu chreiben, aber haben wir Deutschen, wenn wtr gewlflenyast lein wollen, nicht Ursache, unö zu fragen, ob wir nicht auch etwaS schuld daransind, daß ich beim ungebildeten Amerikaner daS Deutschthum im Bier verkörpert? Beantworte Jeder diese Frage sich selbst. W ArchliMichleil. Inland. Wetterbericht. WSrmereS, schöne Wetter heute Abend, morgen wahrscheinlich warmeS trübeS Wetter und Regenschauer Gestrige Temperatur : Mazimum (3 Grad, Minimum 21 Grad. Seltsames Mißgeschick. Eagle "vaß, S. April. Ein deutscher Farmer, welcher in der Nahe von hier wohnt, gab im letzten Jahre seiner Frau 525.000 in Sold, um daS selbe zu vergraben. Vor sechs Wochen etwa starb dieselbe, ohne den Versteck deS Geldes zu verrathen. Der Farmer suchte vergeblich nach dem Gelde. Glücklicher waren einige Mei'eaner, die aus der Farm arbeiteten; sie ent deckten daS Geld und verschwanden mit demselben nach Mexico, wo sie ein lustiges Leben führten, bis daS Geld nahezu alle war. Sie kehrten jetzt nach den Ver. Staaten zurück, wo sie verhaftet wurden. $1700 war noch AlleS, was bei ihnen gesunden wurde Prozeß tt 6t S i n e i n n a t i, Z. , . April. Der für heute festgesetzte Beginn deS Pro zesseS gegen Scott Jackson wegen Mor deS der Pearl Ryan wurde heute bis auf den 21. April verschoben. ,, Aus dem Eongreß. W a s h i n g t o n, D. E., 6 April. Senat. Der Senat verwandte den ganzen Tag aus Berathung de? Poft-Bewilli. gungSbill, erledigte dieselbe aber nich vollständig. HauS. DaS HauS nahm heute den Sonfelrenzbericht über die Suba-Resolution it 244 gegen 27 Stimme an und
passirte die gluß-und Hafenbill unter Aushebung der Regeln nach sehr leb-
haf.'e? Debatte mit 216 gegen vierzig , Stimmen. ' j Die Debatte über den Bericht über. die Cuba. Resolutionen hatte am Freitag und Samstag stattgefunden und die Abstimmung fand heute gleich nach Verlesung deS Journals statt. 13 Republikaner und 9 Demokraten stimmten gegen den Bericht. ES wurden nur 10 Stimmen mehr gegen den Bericht als gegen die ursprünglichen Resolutionen abgegeben. DaS frühere Votum stand 262 gegen 17. Durch den Heutigen Beschluß stimmte daS Haut den bekannten Senat-Resolutionen zu und erledigte die Euba-Frage wenigstens für den Augenblick. Die heute Paffute Fluß- und Hafenbill bewilligt in Wirklichkeit 510,. 330.560 und giebt Vollmacht zur Abschließung von Kontrakten zur weiteren Summe von Z5l,721,210. Die Debatte war sehr erregt. X)i H a r r i s o n D i m m i ck. New I o r k, 6. April. Die Vermählung der grau Mary Lord Dimmick mit dem Ez-Präsidenten Benjamin Harrison wurde hier heute Nachmittag um 6:30 in der St. ThomaS K;rche durch den Neetor Dr. WeSley Brown vollzogen. Die Vollziehung der Trauung war eine Privatassaire, bei der etwa 20 ausgewählte Freunde und Verwandte des Paares zugegen waren. Vie anzet oer rrqe war recht hübsch mit Blumen geschmückt. Die Gäste wurden in der Kirche von Mr. S. F. Tibbet, General HarrisonS Privat. Sekretär und Mr. Daniel M. RamSdell, der Marschall von Washiagton während Harrison'S Administra ion war, empfangen. Der Bräutigam hatte sich um 5 Uhr in Begleitung deS Generals Benjamin F. Tracy vom 5. Avenue Hotel zum Hause deS Dr. Brown und von dort in die Sakristei der Kirche begeben, wo er die Ankunft der Braut erwartete. Die Braut erschien mit ihrem Schwager, dem Lieucnant 3ohn F Parker, als Brautührer. Die VermählungS - Zeremo. nien dauerten 15 Minuten. Die Hochzeitsgesellschaft fuhr darauf nach der Wohnung deS Herrn Pinchot, im Grammersey Park, wo Erfrischungen verabreicht wurden und von wo daS Paar um 7 Uhr 60 Minuten nach 3adianavoliS abfuhr. Au S Su b a. Ha v ans, 6.' April. Eine bier von MatanzaS eingetrossene Depesche agt, daß drei Männer dort von einem Kriegsgerichte prozessirt wurden und der öffentliche Ankläger 'verlangte, daß die Todesstrafe über sie verhängt werde. Mehrere Scharmützel fanden im Holguin - Distrikte, in der Provinz Santiago de Euba, statt. Die Zusurgenten ließen 6 Todte zurück und machten die Truppen 9 Gefangene. Der Jnsurgentenführer Scundino Acosta verbrannte das Dorf San Miguel in MatanzaS. Truppen tödteten in einem Scharmützel bei Guanojeh fünf Insurgenten. Während eines Angriffes auf San Juan de las 3eraS wurden 57 Häuser verbrannt. Die Insurgenten haben Gebäude und Maschinen aus den Manuelitound Atrideico-Plantagen in MatanzaS verbrannt. SarloS RogaS, der Sohn einei Autonomisten in EardenaS, hat die Plantage seines VaterS bei Progresso niedergebrannt. Auf der Plantage Alrevideo wurden 9 Neger verhaftet. Oberst Aldea be stand bei La Quafimal und Bolundron in MatanzaS einen Kampf mit den Banden von Eduards Garcia, Bermudez und Anderen. Die Jnsurgenten hatten einen Verlust von 45 Todten, sowie diele Verwundete. Die Truppen sollen 12 Verwundete gehabt haben. Ausland. . Die Derwische rücken vor. S a i r o, S. April. m Die Derwische planen einen Angriff auf die egyptische Festang in Helaib am Rothen Meer. Von dort wollen sie eine Militärlinie biS nach ZtoroSko bilden, um die britisch egyptischen Truppen am Borrücken zu verhindern. Warten mit Spannung. Madrid, 6. April. DaS Mini-
sterium wird heute Abend eine Sitzung abhalten. Biö dahin hofft man genaue
Nachricht zu haben über die Frage der Anerkennung der Cubaner als kriegführende Partei durch den Ver. Staateu Eongreß. 3n amtlichen Kreisen ist man der Ansicht, daß Präsident Eleve land die Cuba. Resolution untrzeich nen, die Ausführung derselben aber durch eine Erklärung verschieben wird. Die Wahlen. Madrid,. April. Verschiedene Zeitungen machen den Vorschlag, sofort eine freiwillige Sammlung im Lande vorzunehmen, um eine bedeutende Summe Geldes aufzubringen, zur Deckung der ferneren Kosten des kubanischen Krieges. Am nächsten Sonntag sinken die Wahlen zur Deputirtenkammer statt. Der Marquis de Campriana, welcher durch seine jüngsten Enthüllungen über die Eorruptiou im Madrider Stadtrath große Ausregung verursachte und dadurch den Sturz deS Ministeriums Bosch bewerkstelligte, wird in Madrid alS Candidat für die CorteS auftreten. m. VerheerendeFeuerSbrunst. Madrid. 6. April. Die Stadt Manilla, auf den Philippinen-3nseln wurde von einer FeuerSbrunst heimge. sucht, wodurch 4000 Hauser zerstört und 30.000 Menschen obdachlos gemacht wurden. Manilla ist die Hauptftadt der Philippinen. Inselgruppe und hat mit den Vorstädten 160.000 Einwohner. Die Stadt hat in den letzten Jahren wiederholt durch heftige Erdbeben schwer gelitten. Aufruhr im Theater. Barcelona, 6. April. Gestern Abend kam eS in einem hiesigen Theater zu aufregenden Szenen. Zur Aufführung kam das patriotische Schauspiel Familia y Patria" (Familie und Vaterland) Die Menge war begeistert und brach wiederholt in Rufe wie Viva ESpana !" und Viva Cuba SSpanola l" auS Als dazwischen mehrere Rufe, wie Nieder mit Spanien, eS lebe daS freie Cuba 1" erschallten, kam eS zu einem allgemeinen Aufruhr, Mehrere Personen, darunter ein junger Cubaner, wurden verhaftet. AuS Afrika. Cairo, 6. April. 3n nichtvssiziellen Kreisen herrschen hier schlimme Befürchtungen sür daS Schicksal ter Vorhut der egyptischen Truppen, welche gegen die Derwische operiren. Die Telegraphenlinie zwischen Koroiko und Murat Walle ist wieder von den Derwischen unterbrochen und wird bericht tet, daß eine starke Abtheilung der Derwische in der Nähe von Assuan erschienen ist. Auch von der Berber Straße wird berichtet, daß der Feind dort in starken Schaaren erschienen ist und bei Murad bedrohen die Derwische gort Helaib, an der egyptischen Küfte deS rolhen MeereS. ES wird ferner gemeldet, daß Derwische bei okreb, 50 Meilen östlich von Suakim, erscheinen. Ein weitereS Bataillon ist nach Suakim abae. sandt. um die Garnison zn verstärken Man glaubt, daß die Derwisch die verschanzte Stellung der Aegypter an greisen werden. S u a k i m, 6. April. Die freundlichen Araber haben die Derwische bei Hoyet geschlagen und 20 derselben getödtet. Cai.ro, ö. April. ES wird berichtet, daß die Derwische jetzt den Angriff aus Cassala aufgegeben und sich auf Berber und Murat Wellt zurückgezogen haben. Dit olympischen Spiele. A t h e n, S. April Die Eröffnung der olympischen Spiele wurde hier heute als ein nationales Fell betrachtet. Die Stadt ist prächtig dekorirt und großer Enthusiasmus wurde sür die Spieler entfaltet. Der Tag wurde mit dem Tedeum in der Kathedrale eröffnet und eS wohnte demselben die königliche Familie bei. DaS Wetter war trübe. Die Mitglieder deS amerikanischen TeamS,, sind voller Zuversicht und in ausgezeichneter Verfassung. Die Versuchswettläufe bestehen heute aus einem 400 und einem 800 MeterS Laufe und auS DikcuSverfen. Die Erichen fürchten ihre amerikanischen Konkurrenten, aber alle Athleten sind unter sich sehr srenndschast-lich.
Die heutigen Spiele waren mi Versuchsspiele und die Amerikaner gewannen in allen Spielen, an denen se sich betheiligten. Die Spiele besta, -den in Wcttläufen über eine Dista,z
?von :00, 400 und 800 Meter und in dem altgriechischen Dikcuswcrfen. Im 100 Meter.Wettlauf war F. A. Larie vom Princetown Team" Sieger in 12 2j5 Sekunden. Am 800 MeterLaufe betheiligtcn sich die Amerika. heute nicht. 3m Diöcuöwerfen gewann Capt. Robert Garret, von Princeton. gegen die Griechen ParaSrevopulo und Verie. Im 400 Meter-Wettlaufe war H. B. Zennison, von Princeton, der erste und der Deutsche Ormann der zweite. I. B. Connolly. ein Amerikaner. gewann beim Hoch- und Weitsprung. SchilfS-Nachrichttn. Angekommen in : , Amsterdam: Ziandam" von NewIork. Gibraltar: EmS" von New Lork nach Genua. N e w S o r k : Lpaarndam" von Rotterdam. Dover, Passirt: Pc-sis." so Hamburg nach New Jork. M o v i l l e : Pancouv.-:" von Portland und Halifos m f Allerlei. DaSTecknikumder fian sastadt Bremen wird zur Zeit nach ewjahrrgem Bestehen von 240 Schulern besucht. An der Anstalt wirken au- j ker dem Director 4 Arcbitekten. 3 Bauingenieure Schiffsbauingenieure, j 2 Physiker und Elektrotechniker' und em olksschumeyrer als orventlrche Lehrkraft mit dem 1. April vergroßert sich die Lehrerschaft duvch 2 Schiffsmaschmen-, 2 Maschinen und einen Schiffsbauingenieur. Außer trt.it. v. o rt tuzui wiiun $ut tu an uct vnjiau o Sittslebrer. Die iunae Anstalt bat bereits für 50,000 Mark Lehrmittel angeschafft. Sie verfügt naturgemäß über sehn gut eingerichtete Lehr- und Versuchssäle. DaL Schwurgerichtin Graudenz verurtheilte den 37jährigen Kutscher Martin Schiemann auS Koselitz (KreiZ Schwetz) wegen Vergiftung seiner Ehefrau zum Tode. Schie'mann hatte sich von seinem Bruder, der Gemeinde-Vorsteher ist, emenSift schein verschafft und daraufhin 50 Gramm Arsenik in der Apotheke eingetast. 5n der Leicke der Ermordeten hat der Berliner Chemiker Dr. Bischofs soviel Arsenrk festgeflellt, dav viecenet binaereickt bätte. 40 Menscken zu vergiften. Als Beweggrund der Tbat muroe ermmen, van. cyiemann ein junges Swbenmadchen auf dem ifttt tergute oselltz, mit dem er qon zu Lebzeiten seiner Frau Beziehungen angeknüpft hatte, heirathen wollte. We nige Tage nach der Ermordung seiner Ehefrau hatte Schiemann dem Stubenmadchen einen HeirathZantrag gemacht. Nach de? Verhandlung hat sich der Verurtheilte im Fenstergitter sei ner Zelle trotz semer Fesselung erhängt. Eine eigenthümliche, bisher in ihren Ursachen noch nicht erkannte Pferdekrankheit ist in dem Kreise Borna bei Leipzig seit 1891 aufgetreten und hat in neuerer Zeit in besorgmßerregender Weise um sich $egriffen, indem ihr in dem nicht großen Bezirke im Jahre 1895 122 Pferde zum Opfer fielen und in den zwei Monaten deö laufenden Jahres bereits 54 daran verendet und 13 neu erkrankt sind. Die Krankheit, der man den ortlichen Namen Borna'sche Pferde-krankheit-beigelegt hat. zeigt sich in der Weise, daß di: Thiere zuerst schlafrig und trag, sehr bald gänzlich un empfindlich gegen äußere Eindrücke werden, nicht mehr fressen und saufen und erkennen lassen, daß sie gehirnund meist rückenkrank sind. Die KauWerkzeuge sind in heftigste Mitleidenschaft gezogen, so daß die Thierärzte annehmen, die Thiere sterben an Hun- ?. Andere aeben sehr bald in Raserei über und verenden, ohne wieder zur Besinnung gekommen zu sem. Es starben mindestens 75 bis 80 Pröcent ver erkrankten Thiere; die überleben den sind kaum mehr zur Arbeit brauch bar. Man hat sich angesichts deS gro ßen Schadens, den die Krankheit an riötet. an die Reaieruna mit dem An trage gewendet, daß diese epidemische Krankheit zu denzenigen gerechnet wer de. die dem aesedlicken LerückierunaSzwange md der EntschadigungSpflicht t-ni Tltn . . Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut ansangen. Hood'S Sarfaparilla beseitigt die Ur fache dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, daß sie daS Blut reuitgt. Hood'S Pillen wirken milde aber rasch und sicher aus die Leber und den agen. ZS.
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