Indiana Tribüne, Volume 19, Number 198, Indianapolis, Marion County, 5 April 1896 — Page 9

Jnowna Trwe,

sllagE. Xer Lenz geht um. Won Emil Kulo. Ich sag' euch was: der Lenz geht um; Nehmt euch m Acht, ihr Leute! Er ist so heimlich, still und stumm. Als ging er aus auf Deute. Seid nur behutsam, wo ihr steht, Und blickt umher ein Weilchen; Denn plötzlich, ehe ihr euch's verseht, Schießt auf ein keckes Veilchen! O traut jetzt keinem alten Baum. 'Weit eher ncch dem jungen. Denn eine Knospe, wenn ihr's kaum Noch ahnt, ist aufgesprungen! Wer träumend wandelt durch ein Thal. Der möat sich besinnen: Die Lerche kann mit einem Mal Ihr schmetternd Lied beginnen! Mit Vorsicht und Behutsamkeit In's Aug' der Mädchen schaue! Gefährlich ist in dieser Zeit Das schwarze wie das blaue! Ich sag' euch was: die Lieb' geht um; Nehmt euch in Acht, ihr Leute! Sie ist so heimlich, still und stumm Und sie geht auö auf Beute! Zier Diamantenstnder. Von Alferd Wieaeck. Jastrowski's Ansprüche an daö Schicksal waren sehr bescheiden, als er im Jahre 1857 in New York landete. Siir seinen Sohn Paul suchte er eine Lehrlingsstelle bei einem Conditor. der in Chocolade machte. Dies verursachte keine besonderen Schwierigkeit ten, und noch eh: eine Woche vergangen war. arbeitete der Knabe eifrig in Chocoladenbonbons. So war denn für den einzigen Gefährten des VaterS ' gesorgt. Dieser selbst lernte in einer Bierwirthschaft in Avenue B. einen Deut schen kennen, der im öffentlichen Speicher in Broadstreet beschäftigt war. Zastrowski legte ihm tausend Fragen darüber vor und erfuhr, daß die Arbeit leicht und der Lohn gut sei. Um aber dort anzukommen, mußte man Einfluß haben, und über diesen ge bot Peter the Pigder Boß von Mackneelville. Zastrowski suchte ihn auf, zahlte ihm 100 Dollars baar und er hielt kurz darauf den gewünschten Platz. Der öffentliche Speicher, in welchem er als Arbeiter ernannt ward, stand aus derselben Stelle, wo stch heute die Actienbörse erhebt. In diesen Spei cher wurden von allen einlaufenden Schiffen auserlesene Partien der ein geführten Waaren gebracht, Kisten, Ballen und Packete, und dort von den Abschätzern behufs Ausfertigung der Facturen geöffnet und geprüft. Wenn z. B. em Kaufmann 20 Kisten Ellen Waaren importirte, so wählte der Inspector zwei cder drei davon auf's - Gerathewohl aus und schickte sie nach dem ofsentllchen Speicher zur Unter suchung durch sachverständige Män .ner. . Stimmte der Inhalt derselben nach Werth und sonst mit dem Frachtbrief Lberein, so nahm man an, daß sich dies mit den anderen Kisten ebenso . verhielt, und der ganze Import wurde nach Entrichtung des Zolles frei ge geben. Sobald Zastrowski in den Speicher gekommen war. schickte er sich an, ihn genau zu studiren.' -Er war der einr zige Pole neben dielen Deutschen, und mtt diesen machte er sich bekannt, in dem ' er sie in ihren Räumen aufsuchte. wenn es nicht viel zu thun gab.-waZ ' oft der Fall war. Bei seinen Nachfor schungen in den verschiedenen Abthei lungert entdeckte e? eine, wo die 'zu prll fendenGüter von der mannigfaltigsten rni waren, ayer essner war em Deutscher und der Abschätze?, obwohl sonst gut unterrichtet, beklagte sich doch oft über-seine Unkenntniß der Waa'ren 'die ihm durch'die'Dände ainaen. Er begrüßte es daher mit Freuden, als chnr sem Gehilse Schwarh, mit theilte, daß Zastrowski. aerade in die sen Gütern wohl bewandert sei und alle Sprachen - der Frachtbriefe , verIlanoe. Der Abschätze! liek sich den Boten kommen und sah. bald, daß es damit. r; ro: xi: i n'. t r v niiic wnuiiaicu qaiic.'oaB vieler alle i5raazldr!ese übersetzen konnte, französische wie deutsche, italienische wie hol ländifche, daß er sehr schnell den Werth des fremden Geldes berechnete und mit fast allen Artikeln Bescheid I wußte die als auswärtiae Güter o zeichnet wurden. Er rief ibn oft zu ,sich und veranlaßte es schließlich, daß er in seine Abtheilung versetzt, ward. Auch chwartz war herzlich froh dar- " über, denn da er nun einen Mitaelzilfen hätte so blieb ' ihm hinreichend Muße zum Studium der Politik in den Biersalons seines Bezirkes. Der Abschätze?, mußte von 9 Uhr des Morgens bis 3 Uh? des Nachmit tagS, du Oeffne?' von sieben bis sechs - auf dnn Platze sein.- Am Nachmittag wußte letzterer, welche Frachtbriefe für den nächsten Tag in den Händen des Abschätzers warener suchte im ganzen Speicher die betreffenden Kisten zu sammen, öffnete sie des Morgens und . machte Alles für seinen Vorgesetzten - fertig. Er that dieö Alles in seiner ruhigen und fleißigen Weise, doch an wissen Kisten btitete er mit xvtitx

tormlkchen Leidenschaft. - namentlich

wenn er auf den Facturen gewisse Merkzeichen entdeckte. Diese Kisten nahm er stets in Abwesenheit seines College vor und smasste sie an emen Ort, wo er ihren. Inhalt selbst, und möglichst unbeobachtet prüfen konnte. Hätte ihn Jemand bei solchen scie genheiten gesehen,, so wurde ihm aufgefallen sein, daß er Merkzeichen auf gewissen Kisten mit solchen in einem kleinen Buche verglich, welches er bei sich trug, und daß. er sich dann immer in einem Znstande nervöser Auf regung befand. Später änderte er sein Verfahren insofern, als er die Kisten bei Nacht öffnete und sie dann wieder zunagelte. Dieselben enthielten fast immer Von bons aus Paris oder Wien, und sehr oft waren sie aus Chocolade. Er hatte ein Messer mit einer Klinge, die so dünn wa?,wie.Päpie?, und so oft ihm Chocoladenbonbons von einer beson deren Form zu Gesicht kamen, nahm er auS der Mitte der hübschen Bon bonmöre einen heraus, theilte.', ihn durch einen geschickten Schnitt in zwei Hälften, prüfte die Schnittseifen, fügte die beiden Theile wieder zusammen und legte den Bonbon an seinen Platz .. 5, . n. i zurück. Vann nagene er Die nisie inu einem Ausdruck tiefer Niedergeschlagenheit und Enttäuschung zu. Er arbeitete jetzt bereits ein Jahr in dem Speicher und die Hälfte des derdienten Geldes hatte er auf die Sparbank aeleat. Sein Sohn war so gut vorwärts gekommen, daß der Eondi tor ihm Lohn auszahlte, aber das große Ziel feines Lebens schien Za strowski nicht zu erreichen. Weihnachten war nicht fern, und die Bonboneinfuhr blühte im Zoll hause. Eines Tages durchschnitt er wieder emen Bonbon, aber Nicht ganz. er stieß auf einen Widerstand. Er UN tersuchte diesen und erbleichte, dann naaelte er die Kiste wieder zu, jedoch obne das Kästchen, welches . von der Gröke eines aewöhnlhen. Octavbaw 3 war. Er schob es m mt mnere Tasche seines Rockes und nahm s mit nach Hause. Zastrowski und fern Sohn bewohn ten Zwei Zimmer in einem Miethshause der vierten Straße, östlich der Bowery. - Paul war schon daheim,-der Vater küßte ihn und theilte ihm mit. daß dies der größte Tag m ihrem c ben sei, was der Knabe zu verstehen schien. Dann verschloß er das Käst chen in einem Schranke und Beide gingen aus, um ihre Abendmahlzeit zu verzehren. Sie benahmen stch dabei wie gewöhnlich und gaben auf sich Acht, so daß man ihnen Nichts Beson res anmerkte. . Hierauf kehrten sie in ihre Woh nun zurück. Der Pole nahm ein Buch von einem Regal und las ein Gebet in seiner Muttersprache. Dann verschloß er sorgfältig alle Fenster und die Thüren, breitete ein reines Tuch über den Tisch und öffnete das Von bonkastchen. Mit emem geschickten Schnitt seines dünnen Messers theilte er einen Bonbon in zwei Hälften, ohne den äußeren Rand der Chocolade zu verletzen. In dem Bonbon steckte ein Diamant von der Größe des Kernes einer kleinen Haselnuß, als Brillant geschliffen und von herrlichster Klar heit. Zastrowski'S. Augen strahlten wie das Licht des Edelsteines, aber der mehr prosaische Knabe kratzte etwas von der Innenseite der BonbonS ab, betrachtete es genau, kostete, zerrieb es mit den Fingern auf einer Glasplatte und sagte: .Ja, ich kenne eS, aber um es nach zumachen, muß ich Mi? ewige Zutha ten holen." Nachdem er gegangen war, schickte sich Zastrowski an. die übrigen Bon bons zu öffnen. .Dieselben waren. in zwei Lagen übereinander geschichtet, jede Lage hatte zwei Reihen und jede Reihe hatte sechs Bonbons. Von lch teren war jeder einzelne gefüllt, man cher mit zwei Steinen, aber diese wa ren kleiner und nicht so klar. Von den größeren, wunderbar schönen und sehr werthvollen Steinen forderte er vierundvierzig zu Tage, so viel wie zu ei nem Halsbande hinreichten, das zum Wenigsten 100.000 Dollars kosten mußte. Dazu kamen 152 kleinere Diamanten im Werthe von 100 bis 500 Dollars das Stück, und als die 196 Steine auf dem Tische lagen. strahlten sie ein Licht aus, "welches das Herz des Polen mit Entzücken er füllte. Hierauf erschien Paul, bereitete eine Mischung von Zucker und anderen Stoffen, die der Füllung der Bonbonö genau entsprach, füllte damit die Höh lungen, welche die Steine gelassen hat ten, sorgfältig aus und fügte die Half ten so geschickt zusammen, daß- von dem Schnitt nichts zu seyen war. Zastrowski starrte immer noch seinen Schatz' an, aber eö lag in seinem Blick mehr als Freude über die Diamanten, ob eS jedoch Haß oder Rache oder Liebe war, ließ sich nicht entscheiden. Paul ging zu Bett, und der Vater wartete, bis jener fest eingeschlafen war. Dann ergriff er einen Bohrer und bohrte in emen starken Mauerbal ken. der mit Putz dünn bedeckt war zehn tiefe Löcher. In diese verbarg er alle Diamanten, füllte die Locher mit Putz auS und strich die Oberfläche glatt. Da aber diese Stellen weißer waren als die übrige Wand,' zündete er eme Kerze an und färbte Alleö gleich mäßig mit dem Rauch derselben. Am nächsten Morgen war er schon früh an der Arbeit und hatte daS Kästchen mit den BonbonS an seinen Platz zurückgestellt, bevor Schwartz er schien. Zwei Tage später entdeckte er. wieder ein solches Kästchen, am Tage darauf ein drittes und er wiederholte mit seinem Sohne daö Verfahren des ersten WendS w allen seinen Einzel

ttahsmmaca

r-r lIeiammtwerth der aus solche Weise ausgzfunde.nen-Diaman-itx den Werth einer "halben Million Dollars erreichte. . 2. In der Firma Schlossensiein Vrothers, Importeuren'" von - PhantasieWaaren aus P.iris und Wien, herrschte eine oewaltia: Ausregung. Sie verkauften Pyantasiewaaren im Maiden Lane und Diamanten in einem kleinen Speicher in John Street. In kurzer Zelt hatten sie .durch Einführung von Waaren, die man m'hil3..6tcia ten vorher noch wenig, kannte,, viel Geld verdient, aber Niemand wußte, daß sie seit einer Reihe, von Jahren Diamanten importirten, jedoch- ohne den Zoll zu entrichten. Das auf solche Welse gewonnene Geld genügte allein, um sie zu) reichen Leuten zu machen, denn . sie hatten niemals auch nur einen Stein verloren.- ' Ein derartiges Glück konnte unmöglich dauernd sein,' und ''die i letzten Diamantensendungen, von deren bevorstehendem Eintreffen sie Liachricht . Tl "t.ll . eroanen yailen, waren aucq in oer That nicht angekomr:.cn. In diesen Stemen war fast das ganze Capital der-Firma angelegt,' und gingen sie verloren, so war sie ruinirt. Die Diamanten sollten m drei besonderen Bonbonkästen kommen, welche durch geheime Merkmale bezeichnet waren. In ihrem eigenen Geschäfte hatte man m Gegenwart der Bruder die Kisten geöffnet, und die drei gekennzeichneten Kästchen hatten sie selbst in ihr Pri vatbureau gebracht. Als sie das erste derselben öffneten, fanden sie zu ihrer Bestürzung keine Diamanten, und ihr Entsetzen wiederholte sich beim zwei ten und dritten. Waren sie bestohlen worden? Oder hatte ihr Vetter in Pa us, vor irgend einer Gefahr gewarnt, die Steine überhaupt nicht abgeschickt? Da es ein atlantisches Kabel dazumal nicht gab und auch die schnellen Ocean dampser fehlten, so mußten sie viele Tage m Aengsten und Bangen schwe ben," biS eine Antwort auf ihre Frage emhef. Während dieser Tage des Wartens untersuchte der jüngere Bruder die Vonbons noch einmal auf das Ge naueste ' und machte die Entdeckung, daß m den gekennzeichneten Kastchen, in denen die Diamanten hätten liegen sollen, jeder Vonbon aufgeschnitten und wieder zusammengefügt war. - Es schien ihm auch, als ob die Füllung derselben aus zwei verschiedenen Mi schungen bestände, und eme Besicht! gung mit dem Mikroskop bestätigte diesen Verdacht. Die eine Mischung war aus Rüben, die andere aus Rohrzucker, jene stammte aus Frank reich, diese auö Amerika, und die ame rikanische Mischung füllte gerade die Stellen in der Mitte der Bonbons aus, von wo die Diamanten gestohlen waren. Roch ehe die Antwort auS Paris eintraf, wurden vier Rosendiamanten den Gebrüdern Schlossenstein zum Kauf angeboten. Sie kauften bestän dig solche Steine und zahlten gem höhere Preise als andere Händler. Sie thaten dieö mit Absicht, denn die Ver käufer kamen natürlich erst zu ihnen. und durch einen so lebhaften Handel verdeckten sie ihren geheimen Import. Hätten sie immer nur verkauft und durch das Zollhaus immer nur sehr wenig eingeführt, so mußten ihre Concurrenten aufmerksam darauf werden, woher sie ihre Vorrathe bezo gen, und sie konnten dann den Zollbe amten einen gefährlichen Wink eben. Sie zahlten für jeden der vier Ro sendiamanten 100 Dollars, während der Juweller, von dem sie dleselben ge kauft, nur 80 gegeben hatte. Der jüngere Bruder erkannte die - Steine nach der Beschreibung des Katalogs wieder, der ihnen mit dem dritten Kästchen zugegangen war. Sie hatten also ihre eigenen Diamanten gekauft, diese mußten ihnen gestohlen sein und irgend Jemand in der Stadt bot sie aus. Wer war dies, wo mußte man ihn suchen und auf welche Weise war er hinter ihr Geheimniß gekommen? Dem jüngeren Bruder erschien es jetzt als eine Hauptaufgabe, den Dieb zu entdecken. Er begab sich zu dem Juwelier, der ihnen die Steine ver äußert hatte, erzählte , ihm, sie seien mit. noch anderen Diamanten . einem Kunden enlwendet worden, welchem sie die Steine vor einigen Monaten verkauft hätten, und bat ihn, den Mann nicht aus den Augen zu lassen, falls er wieder vorsprechen sollte. Zugleich erhielt . er eine sehr genaue Schildzrung des Händlers, welcher in der That kein anderer als Zastrowski war. Dieser hatte der Versuchung nicht wiederstehen können, 60, der klei nen Diamanten von verhältnißmäßig geringem Werth nach und nach abzu setzen. ' ' Die. Schlossensteins durften.sich na türlich nicht an die Beamten des Zoll Hauses wenden, sie Hätten, sich, dadurch selbst als Schmuggler denuncirt, denn auf ihren Frachtbriefen standen keine Diamanten verzeichnet. Nach dem Wortlaut des, Gesetzes wären ihnen alle jene Steine confiscirt worden und sie hätten außerdem noch daö Doppelte des Werthes alS' Strafe zahlen mus sen. Das konnten sie nicht, und fcann winkten ihnen die , düsteren Mauern des Gefängnisses. - Mittlerweile war aus Frankreich der Bescheid eingetroffen, daß die. Steine der Vereinbarung gemäß abgeschickt worden seien und demnach in Amerika gestohlen sein mußten.- Und zetzt er leichterte ihnen auch Zastrowski die Entdeckung, indem er wieder .mit vier kleinen Rosendiamanten von der namlichen Art und Große zu dem Juwe lier kam. Es schien zu seinem Plan zu gehören.' daß die SchlossenfteinS

wissen sollten, tn welchem Besitz sicy

die. Sterne befanden. Der Handler kaufte sie. und als der Pole ging, übergab er seinen Laden der Obhut eines Anderen und folgte Jenem nach seinem Hause in der vierten Straße, wo er dessen Wohnung genau feststellte. Dies alles theilte er dem jüngeren Schlossenstein Mit, der Zastrowski beobachtete, ihn nach der erhaltenen Be schreibung identiflcnte und ihm eines Morgens nach dem öffentlichen Speicher folgte. Jetzt fing er an, zu begreifen, auf welche Welse der Diebstahl möglich geworden war. Er berichtete Alles semem alteren Bruder, dieser wollte den Mann sehen. Es gelang, dies zu bewerkstelligen, ohne daß der Pole es gewahrte. Ja. es ist Zastrowski,- bestätigte Schlossenstein senior. 3. Der Pole besaß zwei Söhne,' die er wie sein Leben liebte. Der ältere von ihnen weilte gegenwärtig in einem österreichischen Gefängniß, wo er eine Reihe von Jahren abzusitzen hatte, und der Vater machte den älteren Schlossenstein für dieses Unglück verantwortlich. Sein Sohn hatte in dessen Diensten gestanden, und sein Chef hatte die Zollbehörde in Oesterreich ungefähr auf die nämliche Weise betrogen, wie die in den Ver. Staaten. Dort war man jedoch hinter seine Schliche gekommen, aber es gelang ihm, durch eine geschickte Fälschung der Frachtbriefe und anderer Papiere den jungen Zastrowski als den Schul digen hinzustellen, der nunmehr für das Verbrechen seines Chess büßen mußte. Der junge Mann war in die Pläne der Schlossenstems eingeweiht wor den, und als er im Gefängniß saß, offenfarte er seinem Vater Alles, das Kunststuck mit den Bonbons, dre geHeimen Merkmale auf den Kästchen u. f. w.. so daß Zastrowski die Schmuggler bei jeder Regierung, de ren Gesetze sie verletzten, hätte anzeigen und sie dadurch ruunren können, Aber wo sollte er diesen Schlag gegen sie führen? Sie hatten Geschäfte in Wien, Paris, London und Vettern in allen großen Städten, und sie schickten ihre Kisten bald nach diesem, bald nach jenem Lande und empfingen umgekehrt Sendungen aus anderen Landern. Nach langer Ueberlegung wählte sich der Pole Amerika, und hier gluckte ihm Alles, bis die Schlossensteins be siegt zu seinen Füßen lagen. Sie suchten ihn auf und bestürmten ihn mit Drohungen wie mit Bitten, aber er zeigte sich ihnen ebenso hart. wie das österreichische Gesetz gegen ti nen Sohn gewesen war. Er war kein Dieb, sondern behielt die Diamanten als Bürgschaft , für feinen unglückll chen Sohn. . ..Schaffl.nnr ihn wieder," sagte er. .und Ihr sollt Eure Steine haben..Das können wir nicht," erwiderten sie, wir müßten denn die Regierung selbst sein." " Ihr habt ihn dorthin gebracht, und wenn Ihr mir ihn nicht wiedergeben könnt, so sollen Eure Steine ihm die Freiheit erkaufen!" Stundenlang besprachen sie die Sache, ohne zu emem Ergebniß zu gt langen. Zuletzt machten die Schloß sensteins den Vorschlag, Zastrowski solle ihnen den vierten Theil der Dmmanten ausliefern, dann würde einer von ihnen nach Oesterreich gehen und Ncy bemühen, den jungen Mann frei ZU kaufen, unter der Vedinauna. daß der Pole sich verpflichtete, den Rest der Diamanten alsdann herauszugeben. Doch er traute ihnen nicht, und seine einzige Antwort war, daß er dies auch tk ..w -1 : i c " iiyu'i lurnic, unu fiiuut Ittil 0CU naiNiichen Diamanten. Jetzt begannen sie zu fürchten, er würde ihnen mitsammt den Steinen entschlüpfen, und als sie ihn fpät in der Nacht verließen, dachte der ältere Schlossenstein an Mord. Er sprach davon mit seinem Bruder, doch war dieserdamit. nicht einverstanden. Er hatte jetzt zum ersten Male die ganze Geschichte vom. Sohne Zastrowski's gehört und sagte: Wahrscheinlich ist dieser Mann das einzige lebende Wesen, das den Versteck der Diamanten kennt. Es wäre ja nicht schwer, ihn aus dem Wege zu schaffen, aber wir verlören damit zugleich den Schlüssel zu unse ren verlorenen qayen. . . So verstrichen einige Wochen, ohne vak die Angelegenheit auch nur emen Schritt vorwärts kam. Die Schloß sensteins beauftragten schließlich einen gewiegten Detecnv mit der Ueberwa chung des Polen. Nachdem dieser sich vergewissert hatte, daß Vater und Sohn den ganzen Tag über nicht zu Hause waren, schlug er den Brüdern vor, eine ' grundliche Nachsuchung in (gortsehung aus der Rückseite.) 2 Emdankbarer Patient. seine ame icht a habe, will, nb der H oNftdittJgt Csebrl)rJleHKnf tos fdjrn. tt Selbe einer in ttotnt XottorbuÄ cnaeaebe ra mrinrl tnrhmiH T ,,. - v.nrx.. I V ----- - - o . " nu Tontnß frei a tiae Itltrob Mitmensche Verschicken fctcfcl o.f Ba tbtt Ktvpu, bis IxUln V&Ctbfft amflrfkft rnrXn VUmmam mIa. im - 'w w 0 v w mw 9 n n B K WM mtW öttfi tnlt rikfmarke n Mriot Unis nni Dt,pnsarp. 33 Ks.ft 11. tr.7 eo or R. i. jimiiTvniiiinimnnnum i ' Jntektio. Glne permanente ftne w - - er tzattn,, S, ten Oenarräia un ; . 9Utt, aramtet in vtn 5 tll 6 Xttt n; tiin I , i eebBUa mötitju , atz, ai ' t Iclan 9)tUat tianmR ,, a. Z : . vtda ,b,r andeldl. 1. 9txxt St Ca. : JMivkü i ! Ämmmwm ,MU, i a,3

(ßt-f

Unter allen in

OT!

das beste Heilmittel gegen Schmerzen.

a5fcMK ud TsrroL

FEEL

Disease cornrnonly cornes on with slight Symptoms, which when neglected increase in extent and gradually grow dangerous.

It you suffer from Ileadacke, Dyspepsia, , . . or Indigestion , U you are Bilious, Constipated, or have Liver Complaint

TAKE

If your Complexioü is ehallow, or you T suffer JDistres alter e&ting For offensive breath and all diaorder rr - of the Stomack,

Ripans Tabules Regnlate the System and Preserve the Health. UTTMkWZkWMM Vtott 4o ofro 8 CDinjo 8 asy tc tae UVIlütv . - B Gives I QU1C6 tll ML

Z Eelief. 1 Ripans ii ine et'

0r?4lwM PIW'RH --

Frenzel Irothers, fii). 1 West Walhington Straße, Mi;hanU National Bank.)

Siu europäisches Departement.

sungen auf alle Städte Europas. Schisssscheine nach und von Suropa. Anund Verkauf ausländischen Geldeö.

J:iljQJ!CrIIS TnijnaLäL IDIIQcä-IEni.Eär

sowie alle arderen musikalischen Instrumente gegen baar odkr leichte Abzahlungen - bei

78 und 8 Nord Pennsylvania Straße,

(dem Denison-Hotel gegenüber.) It'.n X'

Saft d litbtRaabt eben schreibt ist di Erfahrung abertausender unskrer deutsche LandtlnU in Amerika, den Salzer'z Samen keunt. wächst und erzeugt imer tüchtig raten. Fcrmsamen ln Hülle nd Fülle. Unser Borrath AleeSra.Same, sowie Futtnoflanzen. Störn, Weden. Hafer, ? erste, artoffela u. s. ., u s. w.. ist enorm. Unsne Preise sind ssvttbUl. Gemüse, und Vlumen.Sämereien. Ei groi Vorraty, darunter herrliche Sorten, die ich vorletzten Lcmnner aul Deutschland mitbrachte. Salier's Samen erzeugt einmal die feinsten Gemüse und schönsten Blumen der Welt! 4GT3S Packete srkhstkr Enast,Samta portofreifür f 1 00. 1,000,000 herrliche Pflanzen. I für tl.OO portofrei. "Unser Deutscher atatog sammt einem Packet ismarlkSurten. Samen, den wir

c

rtmmtiy loucnicenw Bgcnocni lurprio ttc jua1'0'"' i-'twr Ilfxrl A werden, awlog allein. 4 Eentk für Port. Sende ' M I. L..... I

IWU fUttC WU4

stjJZMSM mm

Ä rAiHüJM u H VI"Der Herren Freund. Unsere deWsmmen evritz frei mit jHer ZNascke. VachH ein lecken, erbutrt trikture. Heilt Tvcftrc vmi kiterMß in 1 tn 4 Xtatn. FrSgt kveorr dasü. versaabt di 9&tt sür ft.00. a adrelst: UALYDOR MFG. CO.. LAMCA3TCK. OHIO Manneskraft leicht, schnell und oauernv vteoer hergestellt. Schwäche, Nrrvosi, tät,KrSfteverfallund alle e?olae von 5Tn endsüllden, VuSschwe! ungen, Uebkrarbertungu. . m. gänzlich und gründ lud besewat. edem Or. an uns orpknyeii wird die voll eKraft und Stärke zurückerstattet. . GinfnifirS rnitiTrlicht Verfahren, keine Magrnmediein. Em Fedlfchlag ist unmöglich. Such wit Zeug, nlfftii und SedrauchSanweifnng wird per Post frei versandt. Man schreibe au Dr. HjstTreüoi, 822 Brosdxaj, fciYcrt.

isFme) (X) Ua.dj

'U allen Zeiten

Umständen, jedem Haushalte ist

1 Iakob8 Oek.

8 ?

TTT. RIPANS TABULES RIPANS TABULES RIPANS TABULES RIPANS TABULES ÄjtE Tabules ure aold by drugglsta, er bv mall pnee cems a dox; iz scds io ine Kipans

Chemical Company, So. 10 Spruce StM New York. Sample vial 10 cent.

Wechsel, Creditbriefe und Poftanveis 885. 'TIl MWMMzMz rrrft-raggf t2.

t ti . AJl

Ayj ff 5 if i I W7. 'V ) )W tT-

vorletzten Lommer in Teutschtand sanven, uns der auischlikilich aus dem BiSmarck'schen Gut gezogen.

mmmLvm

Theodor Stein, Abstracter of Titles, Ecke Market nnd Pennsylvania Str. : . The Lemcke, .. ; j t. Suite 229, eine Treppe hoch. - Telephon 1760. Indianapolis...,, jDPTjamt!;aalljra. Saloon u. Billiard-Hall " 0.92 Oft Washington Str. Jo kn M eil n eher, ianrtbö oi im tintt he bn.lr W ntrnitk wrrthinc. W. itan o. Hth. tarn cau dmt. Ein In Wn. yornr p.r. ""u, r au jrear Umt to tt worfc. Ihia ta m.m adraiy ladMd btiaf noaimfa ncc. to mry wwk. &firum , Mraiar fra . to fM p.wnk 4a4 pwartfa, 4 mm an nui MMriom W. ata fmh mOm tm. friyt srrvr?

n& A I Pllu lwW Bn..A

i&S 1 I i! I I noSHtirtTwbtf l!

ö A N f rrfdl7 ud homUr. T

MV miM U on tu d. ü. M.

Dach Material. T P SMITHER. Här.d'.rr in ki Sdaä'?!aterial, 2 ud Zply Rkadü RZo5l'x. ?sfkrdile Shceting. feaer feilem ef5ilt TiiU, Stret ppe. Dach vnd Vetaa-Farben :c. :c Olsice: 109 West Marhland trotze. Tslcvhon 861. Dachdecker-:.

i stößige nd verantlvortiiche Dachdecker. Sie k däSeT-inidad usd Silssntte.p!att'TScher. ! A2e Arten Cov:si:ionSDLcher mit bestem via rerial. Oiftce: ' . 90.169; Zzrd: 180 W. Marylandftr. 2Mf?$en 851. Indianapolis, Ind. ro SeevKt. CifJtntHtt e BÄR FIXTÜRES DRAIN BOARDS AN O ALL Tin ZInc Brass, Coppcr Nicket and eil Kltchcn end Plated Utensils . Cl88SaVVood, MarüIo.Porcetaln. Etc. CEORCE VM. HOFFMAM toi Haao&.etiirar ae4 fTOprtar, 2ö5CATWtMidT0iSTtlDIrAeUt. tlt Din irrnrnci rnjcun rl ü uiL um-iiuv in:L.ij, Aai uu Kaiitiaiik k 25? Zu Verkauf U 'tbttiih $5 Ceut5 der BwVt. Der Owen Elektrischc Gürtel heilt Mtigi. MW ' " "jiy?tt Slfctmat$mu$, Neuralgia, Vlictcxi und Leberleiden, Schwache bei Männern nd Frauen, Nückenschmerzen, Magenleiden wie überhaupt alle Krankheiten, lit durch Elektrizität heilbar sind. Verderbt ' Euren Magen nicht durch Gebrauch schädlicher Drogen. Wir arantinn, daß der elektrische Ctroa sofort bei Anwendung gefühlt wird. Wir sind ein altkö und zuverlässiges Hau, Hunderte von Kranken die roir von den verschiedensten Leiden heilten, legen Zeug mg ab von der Wirkung unserer elektrisch Heilmittel. Während vieler Zadre stellen vir die so berühmten Owen Elektrischen Heilvorrich tllvgkN her, welche Tausenden von Kranken zur Gesundheit halfen, vo Medizin fehl schlug. - Uns:r Elektrischer Gürtel mit elektrische Suspeusorium wirkt wohlthätlz in alle Formen von Cchsäche. Warum geht Ihr krank und schwach einher, wenn Ihr durch Elektrizität geheilt werden könnt? Varicocele und alle Arten aeschlecht licher Tchvache werden gebessett und ge heilt. Unser großer deutscher illustrirter Katalog, welcher Dankschreiben von Geheilten und sonstige wertvolle, Auskunft enthält, wird gegen Einsendung' von 6c an irgend eine Adresse verschickt. Es wird deutsch gtsprachen. Konsultation ist frei. Wir fabriziren auch die ersten und vorzüz. lichsten elekttischen Äaodagen zur Heilung von Brüchen. 3ai größte Etatlifsement der BtU ft ltktrlsche Hettmlttel. THE 0YEI1 ELECTRIC BELT AIID APPLIÄIICE CO., 201-211 STATE STREET. fSdt da5,l CHICAGO. II T. - Die Quelle der Jugend ist wiedergefunden. Die Alten werden wieder jung Die schwachen stark,' Der kebensfünken'wird neu ' angesacht Und Hoffnung grünt in jeder . Brust. fjabt ihr weise gelebt ? abt ihr frische Kräfte nöthig ? flöchtet ihr wieder jung werden ? Schickt eukte genaue Zldrefse und ich werde uch mittheilen, vi: ti mir gelang. . Nur ein einfaches HzuZmittkl ist nethwendiz. Thöma Slater, V05 Kalamszoo Nich. -' Legt Briefmarke für Rückantwert bei.

.$0S;ZSZZ!rZZZISZZ2SZ5ZSZ5ZS2S OKC TR'EO, ALWAYSc(iSEO. MWWSWMR' pik ?7 ::4 i r .i, r.' fj lr i-ci' 'j; ' t -n. !-ii Z' tLlai- V O i ?r0WT n Sö,ii6bTf?iiaS m )MMmj(Sm jt .w' Tm fc" iyA iPllirTsii c fei? iMLBU,.-- II

tki c

&

t&ilz-w ... ..

; - iv sÄi- jr

iw.

r. v n l . i a.

-L2XS&?rz& f. WWM ml MUMW'

V-TT'TgyTOSJ

"