Indiana Tribüne, Volume 19, Number 198, Indianapolis, Marion County, 5 April 1896 — Page 3

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iin TDejlcrn-Äoennc (Eine CrzZhlung aus dem deutsch amerikanischen Leben von Kans Iiohkand.

(3. Fortsetzung.) Ist er denn wirklich so unvertrag lich?" erkundigte sich Julius etwas skeptisch. Ueber alleBeschreibung," versicherte Wurm. Ich fürchte, es gibt nichts Schlimmes, dessen man sich von diesem Manne nicht vorzusehen hätte 6s kam so weit, daß ich ihn stelle Dir vor! eines Tages gar mußte arresten lassen!" Das letztere sagte der Alte in jener sehr hohen Stimmlage, in welche er immer hineingerieth, wenn er in Aufregung war. Dabei sah er aber doch mit unverkennbarem Stolze um sich, als sei es sckon an und für sich eine rühmenswerthe Heldenthat, sich an eiuem so gefährlichen Menschen, wie es der Nachbar nun einmal war, überKauvt heranzuwagen, sei es auch nur durch Vermittlung der Polizei. Wie, Du hast Mr. Hops verhaften lassen?" fragte der Sohn, und ein feines Ohr konnte nicht überhören, daß aus seiner Stimme etwas wie Bedauern heraus Hang. Es ging nicht anders," vertheidigte sich Wurm senior. Und nun erzählte er die dunkle Geschichte von der gestohlenen Wurst, von Hopsers Grobheit dem armen Toby gegenüber und von des Painters. vor dem Polizeirichter bewiesener ArgUst. Julius hörte die Erzählung an, ohne mit einem Worte unterbrechen. Nachdem der Vater aber geschlossen, schüttelte der Sohn das Haupt und sagte mit zusammengezogenen Brauen: Das muß anders werden, Papa; wir können uns nicht unser Leben lang mit dem Nachbar zanken." Bringe ihn auf friedlichere Gedanken. Niemand wird das lieber sehen, als ich!" rief der arme, hilflose Wurm, und bekam fast das Schlucken vor Rührung Ich will es zum Mindesten versuchen," erwiderte der Sohn. Etwa eine halbe Stunde nach dem eben mitgetheilten Gespräche verließ Dr. Julius Wurm das Haus und schritt der Milwaukee-Avenue zu, wo er einen Straßenbahn-Wagen beste!gen wollte. Es war seine Absicht, mehrere wichtige Besorgungen zu erledigen, welche er glaubte, nicht für den nächsten Tag aufschieben zu dürfen. Allein wieder mischte sich der Zufall in's Spiel und bewies dem jungen Arzte auf's Klarste, daß ohne seinem Willen nicht das Gerinqste von den "Plänen der armen Menschlein bestehen loniie. Da? kam aber so: Unmittelbar vor Julius bestieg eine Zunge Dame den Straßenbahn-Wa gen. , Ehe der Doktor noch das Trittbrett erreicht hatte ein kleinecSchre! und um eines Haares Breite hätte er den zierlichen Sonnenschirm, welcher der Dame beim Aufsteigen entfallen war, .ohne daß er es bemerkt 'hätte, unter die Füße getreten.' Im letzten Momente noch glückte es ihm. den Schirm vor diesem Schicksale zu bewahren. Galant, wie die MännerWelt in Amerika dem zartenGeschlechte gegenüber stets ist. bückte er sich und überreichte der Verlustträgerin ihr Eigenthum. Wie aber wurde ihm da? Das waren ja dieselben großen blauen Augen, die er vor kaum einer halben Stunde durch den Tubus gesehn, das war unzweifelhaft dasselbe herrliche Blondhaar.... Miß Hopser!" entfuhr es ihm bei dieser Erkenntniß; und: Doktor Wurm!" antwortete Helene. die den jungen Mann augenblicklich wieder erkannte, trotzdem sie ihn seit fünf Jahren nicht gesehen hatte und trotzdem ihm in eben dieser Zeit ein starker dunkler Vollbart gewachsen war. Die Beiden nahmen nebeneinander Platz, und das so unenirt,. als hätte es niemals feindliche Nachbarn in der Western-Avenue gegeben, als hätte nie endloser Zwist eine abgrundtiefe Kluft zwischen ihren Häusern gerien. Das Gespräch Beider bewegte sich anfänglich auf ziemlich harmlosemGebiete: wie es in Boston ausgesehen, wie man Chicago wiedergefunden, was von der Entwicklung ver Stadt für die eigene Zukunft zu'erwartcn sei nickt zu vergessen der üblichen Bemerkungen über das eben herrschende Wetter. Endlich erkundigte sich Julius Wurm nach dem Ziel der Fahrt von Helene Hopser. Ich will zu Tante Newman." lächelte Helene, erinnern Sie sich der Tante Newman?" Tante Newman? Tante Neroman?" Julius ging in Gedanken die Liste derer durch, die er im Laufe der Jahre kennen gelernt. Endlich erinnerte er sich. Oh. Mrs. Newman!- rief er, ei gewiß erinnere ich mich der alten Dame! Das letzte Mal als ich sie sah, glaube ich, wischte sie mir mit ihrem Stocke Eins aus. weil ich unartig gegen sie war Aber," setzte er hinzu, Sie waren damals noch ein ganz kleines Mädchen von sechs oder sieben .Jahren und ich ein dummer Junge von dreizehn oder vierzehn." Helene lochte von Herzen und dabei entstanden in ihren Mundwinkeln zwei reizende Grübchen, welche die Aufmerksamkeit des jungen Arztes mindestens ebenso fesselten, als irgendein ernster klinischer Fall. Das freut mich wahrhaftig recht sehr, daß Sie sich der alten Frau noch erinnern." sagte sie. Zuweilen ist TanteNewman allerdings etwas wunderlich aber sie ist doch eine Herzensgute Frau.... Wollen Sie ihr nicht einen Besuch machen? Sie würde sich -gewiß außerordentlich freuen.-

Wollen Sie mich mitnehmen?" fragte Julius etwas zweifelnd. Ei, warum nicht," antwortete, noch immer lachend, Helene. Die reizenden Grübchen in Helenens Wangen rissen den sonst so ernsthaften Doktor zu der Erwiderung hin: Dann bin ich dabei! Führen Sie mich, wohin Sie wollen." Oh, es ist nicht so entsetzlich weit," lächelte Helene. Die Tante wohnt an Nord - Elarkstraße. In zwanzig Minuten können wir ihr Haus erricht haben. Der Wagen brauste eine Weile dahin, ohne daß zwischen den beiden jungen Leuten ein Wort gewechselt wurde. Endlich aber sagte Julius: Ist es nicht tief zu bedauern, daß zwischen Ihrem Vater und meinen Angehörigen schon seit so Langem Zwist und Hader schwebt?" Helenens Mienen wurden äugenblicklich ernst. Ach ja, dieser unselige Zwist!"

seufzte sie. Glauben Sie mir, ich leide schwer unter den unerquicklichen VerHältnissen und habe auch schon, was ich konnte, versucht, den Vater zur Friedfertigkeit zu bewegen." Er ist wohl ein recht unzugangncher harter Mann?" fiel der Doktor ein. ) Oh, nicht im Geringsten!" versicheri, i- . v äii cnle Helene eifrig, m egeniyelt. 4a ist so herzensgut! man muß ihn nur näher kennen leinen." Wie ist denn diese Feindschaft eigentlich entstanden wissen Sie etwas darüber?" fragte Julius wieder, der mit Ernst bestrebt war, einen sicheren Boden für seine Friedensbestrebungen zu gewinnen. Helene schüttelte traurig das Köpfchen. Das weiß ich so wenig, wie Sie," sagte sie, Niemand weiß es ich glaube, nicht einmal mein Vater oder Mr. Wurm. Ich meine, das Unheil ist gar nicht an einem Tage zugeflogen gekommen; es hat sich wahrscheinlich aus unbedeutenden Kleinigkeiten, aus wer weiß welchen Nichtigkeiten im Laufe der Zeit allmählich herausgebildet. Darum ist es ja auch so schwer, es zu beseitigen." Und 'doch muß es gelingen," sagte der Doktor in bestimmtem Tone. Ist es doch zu lächerlich, daß sich die nachsien Nachbarn jahrelang in den Haaren liegen, ohne selbst zu wissen warum? Vielleicht bedarf es nur eines einzigen erlösenden Wortes, um den bösen Zauber unwirksam zu machen." Ich wollte, es wäre, wie Sie sagen," erwiderte Helene, während sich wieder ein Seufzer ihrer Brust entrang, allein, ich muß gestehen: viel Hoffnung habe ich einstweilen nicht." Nun, wer weiß!" tröstete der Doktor, vielleicht herrscht Friede und Freundschaft zwischen Ihrem Vater und dem meinen, ehe wir es denken." Der Wagen hatte inzwischen den Washington - Tunnel durchführen und war in das Geschästsviertel gelangt. Julius, der längst der sämmtlichen Besorgungen vergeben hatte, die ihm noch vor Kurzem so unaufschiebbar drmgend erschienen waren, half Helenen beim Aussteigen und Beide schritten sodann im eifrigsten Gespräche der Randolpb-Straße zu, wo sie einen Nordseite - Wagen bestiegen, mittelst welchem sie binnen wenigen Minuten vor Tante Newmans bescheidene Wohnung gelangten. Tante Newman wußte anfänglich nicht, was sie aus ihren beiden Besuchern machen sollte. Die gute Dame, in deren Stuben stets eine fabelhafte Unordnung herrschte, hatte nämlich eben ihre Brillen verlegt, und ohne diese vermochte sie auf Armeslänge Entfernung ein menschliches Antlitz nicht von einem Blumentopf zu unterscheiden. Nach längerem Suchen, wobei sich auch Helene nützlich machte, fanden sich endlich die sckwer vermißten Brillen gemeinsckaftlich mit einem silbernen Kaffeelöffel im Sommer - Bonnet der alten Dame, das seinerseits durch irgend welche noch unaufgeklärte Zufälligkeit in den Wäschekorb gerathen war. Tante Newman bewaffnete eilig ihre Augen mit den großen, kreisrunden Gläsern und betrachtete nun durch dieselben vergnügt Helene und deren Begleiter. "IleaveiTsr rief sie nach erfolgte? formeller Vorstellung des Doktors durch Helene: Das ist Wurms Junge! Na. ich hätte Dich nicht wieder erkannt, mein Sohn, da kannst Du snre fein. Aber Alles was recht ist! Du bist ein stattlicher Bursch geworden. Ihr würdet ein Paar geben, das sich sehen lassen könnt?, ihr Beiden hi, hi. hi!" Tante!" rief Helene, der das Blut in die Wangen geschossen war. Allein die Tante achtete so wenig auf die Verlegenheit ihrer Nichte, wie sie darauf geachtet hatte, daß Dr. Julius Wurm längst nicht mehr der kleine Junge von ehedem war, den Jedermann ohne Weiteres dutzen durfte. Sie nöthigte, während sie auf einen Stock gestützt, den sie wegen eines alten Fußübels tragen mußte, im Zimmer hin- und herhumpelte, ihre Gäste zum Sitzen und begann dann in ihrer urwüchsigen Manier und mit einer Zunaenfertiqkeit ohne Gleichen über tausenderlei. meilenweit von einander ltegende Dinge zu schwatzen. IV. Schr?!rrendePfeileund sausendeMaulschellen. Wir haben im vorigen Kapitel der hoffnungsvollen Worte gedacht, in welchen Julius seine? Zuversicht Ausdruck gab, daß es seiner redlichen Absicht gelingen werde. Frieden und Freundschaft in die Western-Avenue zurückzubringen. Allein: ,Wa sid &fsin,nc, toa! si5 Entürsk, Die Itr ZNtnzch, der s'.iichtize Sod der Swde, Hufbant auf dem beiriizlichea Grunde? Während derselben Zeit, da der

Sohn Wurms mit Ux Tochter Hopsers Seite an Seite durch die MilwaukeeAvenue brauste, und die jungen Leute Pläne schmiedeten, wie der lanzentbehrte Friede wieder herzustellen fei, sollte in der Western-Avenue der alte

Hader zwischen den beiden Familieir neuerdings und zwar heute in lichterlohen Flammen enkbrennen. Das Sandbröckchen aber, welches die Lawine zum Rollen brachte, lieferte diesmal in allerUnschuld unser Freund Lipps. Lipps war in einer seiner muffigen Stunden, deren er bekanntlich vierundzwanzig im Tage hatte, auf die Idee gekommen, aus elastischem Holze einen Bogen und aus einem Schilfrohr einen Pfeil herzustellen. An der Spitze des letzteren befestigte er als vorsichtiger Mann ein Stück Nadirgummi. das er seinem schmalen Vorrathe an Bleistiften, mühsam genug, abgerungen hatte. Das also fertiggestellte Mordinstrument nahm er mit sich, als er kurz nach Dr. Wurm die Treppe hinabkletterte, um sich in Reichmanns Wirthschaft bei Rheinwein und Skat für die Mühseligkeiten des Lebens schadlos zu hallen. Wie er erwartet hatte; traf er in der Jard unten aus Gusting , einen der Sproßen seines Hausherrn, und Gusting war es, der aus seinen Händen Pfeil und Bogen empfing. Nach seiner Ar! hielt Lipps der dem feierlichen Akte der Uebergabe dieser Waffe eine langere Ansprache, welche der siebenjährige Junge zwar mir offenem Munde anhorte, von deren Sinn er aber nicht das Mindeste behielt. Und das war sehr begreiflich. Denn anstatt kurzweg zu saen: Mem Junge, richte mir mit dem Zeug kein Unheil an, ließ sich Lipps ungefähr folgendermaßen vernehmen: Hier, mein Sohn, empfange einen Bogen, dessen sich der berühmte HäuptIlng Grumbling Bear Du hast doch hoffentlich schon von diesem qroßenHäuptliuz gehört? nicht zu schämen brauchte.' Die Waffe wird Dir in allen ernsten Lebenslagen besonders wenn Dir etwa naseweise Spatzen durch ihr Umherflattern beschwerlich fallen sollten treu zur Seite stehen, und Deinen Ruhm unter den Skalpjägern der Gegmwart mehren. Hüte Dich aber, auf friedliche Fensterscheiben, oder gar auf die Nasen unschuldiger Spießbürger zu zielen! Denn, siehe, der große Geist könnte es in diesem Falle möglicherweise so fugen-, daß der Bogen, von seiner Sehne befreit.' zu einem ganz gewöhnlichen (stock wird, um Deiner Kehrseite eine fatale Ueberraschung zu bereiten." Lipps schleppte nach dieserAnsprache die Last seiner wohlgewoaenen 300 Pfund die Straße hinab und lebte in der festen Ueberzeugung, daß er soeben nicht nur schon, sondern auch außcrst eindringlich gesprochen habe. Nicht viel mehr als zehn Minuten später trat indessen schon eines von jenen Ereignissen ein, denen Lipps durch seine Mahnrede glaubte wirksam vorgebeugt zu haben. Gusting wurde nämlich, nachdem er sich anfänglich dmit begnügt hatte, seinen Pfeil senkrecht in die Luft zu schießen, plötzlich von der unwiderstehlichen Lust angewandelt, das Geschoß gegen denHaupast einer im Hose stehenden Weide zu richten. Dabei stellte sich der Junge in der Gedankenlosigkeit, die nun einmal seinem Alter eigen ist, derart auf, daß der Pfeil, sollte er sein Ziel verfehlen, über die Straße fliegen mußte. Dort aber hielt eben Nachbar Hopser, bequem in seinem Schaukelstuhle sitzend und bei geschlossenen Augen die Daumen rastlos umeinanderjagend eine Gewohnheit, welche, nebenbei bemerkt, unzähligen Faullcnzern gemeinsam ist, Siesta. Man wird errathen, was geschah. Gusting zielte zwar, in dem Bestreben. ein großer Krieger, wie jener berühmte Häuptling Grumbling Bear" zu werden, lange und äußerst sorgfältig nach seinem Weidenast, allein das hinderte nicht, daß der Pfeil um mindestens auf ein halbes Klafter Entfernung an demZiele vorüberschwirrte. Der Junge sah den Radirgummi mit dem Schilfrohrschweife hinter sich nicht so bald gegen den ahnungslosen Hopser zufliegen, als er. in de: richtigen Erkenntniß, daß die Sache im Begriffe stehe, bedeutend schief zu gehen, den Bogen von sich warf und auf eiligen Rückzug Bedacht nahm. Der Flüchtling hatte knapp die schützende Alley im Rücken des Hauses erreicht, da machte ihm auch schon sin schreck liches Brüllen die Haut schaudern. Ja wohl, ein Brüllen, wie das eines spanischen Kampfstieres, dem ein Banderillo in das Fell gefahren ist. Und dieses Brüllen kam selbstverständlich aus der Brust des Painters drüben, dem das Erzeugniß aus Lipps unheilvollen Händen direkt an di: fleischige Nase geflogen war. Nicht etwa, als ob der Radirgummi daselbst nennenswerthen Schaden angerichtet, oder erheblichere Schmerzen verursacht hätte das war in Wahrheit keineswegs der Fall; aber Hopser, dem nichts lieber war, als ein halbwegs plausibler Grund für einen tüchtigen Krakehl. war augenblicklich bereit, den Schuß aus dem Hinterhalt" für einen gegen sein kostbares Leben gerichteten At tentatsversuch zu nehmen, und dementsprechend richtete er sein Verhalten ein: Wie ein angeschossener Eber fuhr er aus seinem Stuhl empor und rief mit einer wahren Donnerstimme die ganze lange Western-Avenue zu Zeugen dafür auf, daß man selbst vor seinem eigenen Hause nicht vor den schrecklichsten Mordanschlägen sicher sei. Sein Höllengeschrei, wie das anhaltende Bellen von Isis und Osiris, die sich verpflichtet glaubten, ihrem Herrn zu sekundiren, lockte schnell die Leute aus allen umliegenden Hausern. Auch der getreue Pomponius eilte an Hopsers Seite, in der Meinung, dieser

sei &u) irgendeine Art in plötzliche, harte Bänqiß gerathen. . Wasser, Pomponius, Wasser! Die Schurken spießen aus dem Hinterhalte auf Fd" brüllte Hopser, indem er fotlmühretö b.uf seine in Mitlei

denschaft gezogen- ase wies. Der Wollkopf des getreuen SchwarM verschwand sofort wier imHause. De? Painter aber ioblt fort. daS corpu delicti, den Pfeif, dabei in der Rechten schwingend, iYas ihn aus einer gewissen EntferzuIg wie einen Indianer erscheinen 'der seinen Kriegstanz hält. . , Hal man soll sehen, wus es Heißt, gegen friedliche Bürger meuchlerisch Pfeile abschießen!.... Die csanze Baue, die Alteir mit Kind und Kegel, tmtft mir in's Loch.... Das ist ein Moröangriff ein schweres Verbrechen..., man muß ein Exempel...." Hopsers Erguß wurde hier plötzlich und auf wirklich unzarte Weise unterbrochen. Pomponius drückte nämlich seinem gänzlich unvorbereiteten Gebietet ohne vorherige Warnung einen nassen Schwamm auf Mund und Nase selbstverständlich in der besten Absicht von der Welt, denn er sagte dabei wohlwollend: Thut gut bissel Wasser he?" Ein Rudel von Straßenjungen, die sich in Folge des Geschreies HopserS vor dessen Porch angesammelt hatterr, erhob ein schallendes Gelächter, als der Painter unter der unsanften BeHandlung seines Schwarzen pustete und zappelte, und dieses Hohngelächter machte Hopser natürlich nur noch wüthender. Er schrie Pomponius an: .Scheere Dich zum Henker, alter Esel, blödsinniger!" und schlug dem Neger dabei das Gefäß aus der Hand, in welchem er Wasser gebracht hatte; das Wasser bespritzte die Hunde und da dieselben alsbald in mtsetzlichem Schreckensgehcul zu wetteifern begannen, so wuchs der Trubel" rasch zu großartigen Dimensionen an. Wurm, der Grocer, träumte um diese Zeit, während er. allein in seinem stillen Laden weilend, Zucker abwog, von seinem Spiegelteleskop und all' den Herrlichkeiten, die sich ihm mit Hilfe desselben am nächtlichen Himmel entschleiern sollten. Die ewigen Sterne! Jeder von ihnen anzusehen, wie ein goldenes Flimmerchen auf einem dunelsammtenen Krönungsmantel und doch ein jeder eine Welt für sich, mit Millionen von Lebewesen (denn daß auf jedem Gestirne irgendeine Gattung von Zweibeinern umherspazierte, war für Wurm eine ausgemachte Sache!) einer eigenen Geschichte und eigenen geheimnißvollen Zielen! Und der Mond, der freundliche Begleiter und friedliche Nachbar unserer Erde Man sollte doch meinen, daß mit einem solchen Spiegelteleskop jeder Nasenfleck in den Mondthälern zu sehen wäre. Wie nun, wenn er, Wurm, der Grocer. das fabelhafte Glück hätte. einen oder den anderen Mondvewohner zu entdecken? Eben als die erregte Phantasie des bescheidenen Grocers zu noch wilderem Galovv durch den weiten Weltenraum ansetzen wollte. erscholl Hopsers Kriegsgeschrei, und schreckte Wurms Gedanken in dieses Jammerthal zurück. Was war denn wieder los? Wurm körte den Nachbar von Mordanschlägen und heimtückischen Ueberfällen schreien und wurde dadurch bewogen, an die offene Thüre seines Ladens zu treten. Kaum aber wurde Hopser seiner ansichtig, da streckte er die Hand gegen ihn aus und brüllte wie ein Besessener: Da ist er, der Mordbube! Er wagt es mich zu verhöhnen!.... Aber ich will Dich!.... Police!!!" Der Painter war dabei wahrhaft erschrecklich anzusehen. Sein Antlitz war kirschroth und die Augen drängten sich weit aus den Höhlen; es stand offenbar jeden Augenblick zu befürchten, daß ihn ein Schlaganfall ereilen würde. Wurm fühlte sich erklärlicher Weise so unschuldig wie ein Säugling und konnte anfänglich gar nicht glauben, daß das Geschrei Hopsers ihn anginge. Er hob den Kopf so hoch als möglich aus de: Halsbinde und sah links und rechts um sich, in der Meinung. da oder dort stehe jemand, an den der Nachbar sich wende. Da er aber völlig allein war. konnte er nicht länger mehr im Zweifel darüber sein, daß Hopser ihn selbst und niemand Anderen meine. Szfort war er aber auch überzeugt, daß die Sache auf einem Mißverständnisse beruhe, und war in seiner unerschöpflichen Gutmüthigkeit auch schon bereit, all' das seine daranzusetzen, um dieses aufzuklären. Für den kürzesten Weg zu diesem Ende erachtete er, hinüber zu gehen und sich bei dem Nachbar nach dessen Beschwerden zu erkundigen. Da kam er aber schön an! Noch nicht drei Schritte hatte er gegen Hopser zu gemacht, da kreischte dieser wie wahnsinnig: Pomponius! meinen Revolver, schnell meinen Revolver! man muß sich vorsehen der Mörder kommt!" Was den Revolver anbelangt, so hatte Hopsers Aufforderung an Pomponius keinen weiteren Effekt, denn im ganzen Hause Hopser gab es nichts, was mit einem Revolver auch nur entfernte Aehnlichkeit gehabt hätte. Dagegen hatte das Toben des Painters den Erfolg, daß Wurm, so vor aller Welt als Mörder bezeichnet, nun seinerseits anfing ärgerlich zu werden.Mitten in der Straße stehend und das Kinn so tief in die Halsbinde versenkend, als sollte es nie mehr wieder zum Vorschein kommen, schleuderte Wurm seinem gefühllosen Widersacher die Worte zu: Erlauben Sie mir zu . bemerken, daß ich Sie für verrückk halten muß!" Verrückt! ich verrückt!" raste der Painter. Ist eine größere Frechheit denkbar? Was ist das. he?- Da-

bei hielt er den Pfeil : mit der Kauschukspitze empor. v Sie werden mich doch wohl nicht

vc,utvlgcn mouen, van icn mu inc . r . . . , oer,pielzeug aus meine Nachbarn schieße?" gab der Grocer, kaum seinen Ohren trauend, zu bedenken. Der Teufel ist Ihr Nachbar, Herr," ließ sich Hopser in seinem zügellosen Zorn hinreißen zu schreien. Dann setzte er hinzu: Möglich, daß Sie selver nicht geschossen haben, aber dann war es einer von Ihren Rangen, denn der Apfel fällt nicht weit vom Stern me. Sie sind jedenfalls verantwortlich." Das ist eben der Irrthum," erwibttit Wurm in seiner abnunasloien Unschuld, keins meiner Kinder schießt mit PfeUen." 3Viö ist dnck ,in? faustdicke Unverschämthzit," brauste Hopser auf, das Dwg kann von nirgends sonst gekomnen sein, als aus Ihrer Yard." Wann wollte etwas einwende?, doch Hopser unterbrach ihn: . Aber warum sich über (sie ärgern: saate er in einem vlöklick äußerst ma litiöscn Ton, .man ist, bei Licht besehen, nichts viel besseres als ein Rar?, wenn man sich über Sie ärgert. Sie' sind leer? Luit für ieden Vernünftiaen leere Luft, sage ich!.... Ein Mensch, der ya, ha, ha: im eigenen auie nichts zu reden hatl Kann man so etwas irgendwie beachteu?" Diese boshaften Bemerkungen, die Hopser absichtlich mit weithin schallenItt Stimme gerufen hatte, ärgerten nun den Gronr. begreiflicher Weise, aam aukerordentlick. Er wurde aanz blak vor 5Zorn. und seine Stimme stiea bedenklich hoch hinauf auf der Tonleiter, als er entgegnete: Das verbitte ich mm Thun Sie?" höhnte der Painter. ?kck fckwöre. dan mir das Wurst ist. werther Herr. Hol Sie der Teufel! Da baben Sie brerc Pfeil, alter Kindskopf." damit warf Hopser mit einer unnachahmlich verächtlichen Gebärde das Geschoß dem Nachbar vor die Fuße und nun trollen ?ie )iq nach Hause und verklagen Sie mich t. melnelwegen oe? oer rau scyiviegermutier." Bei den lekten Worten schwenkte Hopser spöttisch seine Mütze. Diese Anspielungen auf das unerfreull'che Verhältniß, das zwischen Wurm und Frau Heinzelmann obwaltete, waren nun nicht nur unverantwortlich grob, sondern sie bedeuteten n,,tf rxnen araen Version aeaen alle Regeln der Strategie. Hopser hätte sich ganz gut vorstellen können, oatz ote Frau Schwiegermutter", die er sothm leicktnnniaer Weise utirt batte. nicht ferne von der Szene war, und er hätte sich alsdann auch sagen mutn, dslfc diese Dame nickt von der Art war. daß man ungestraft mit ihr Allotria treiben durfte. Am allerbesten aber mußte Hopser wissen, daß Frau Hein.'...3l..3 zeimann erne leincsiveg zu uuiuuu' tzende Gegnerin war. In seinem imnlosen Zorne aber vedachte e? air oas Nicht, und hetzte sich so durch diese Gedankenlosigkeit auch richtig Frau Heiniffrnnnn aus den 5als. Wie im entscheidenden Momente einer Schlacht Reiterei aus dem Hinterhalte vorbricht, um den schon siegestrunken vordringenden Feind in Verwirrung zu onngen und zurückzuwerfen, so stürmte plötzlich mit wehendem Gewände inrt zerzausten Haaren Frau Heinzelmann auf den Plan. Selbst der ungejcytaazle op,er schreckte etwas zurück, als er diese Gegnerin auf sich eindringen iay. tfnrn heinzelmann sonnte ihm auch nicht die Zeit, die frühere Sicherheit zurückzugeMinnen. Sie stemmte vielmehr sogleich die Arme in die Seite und legte mit der bewundernswerthen Zungenfertigkeit einer Hökerin los: Was höre ich? u wagen es. von mir zu reden. Sie Sie Sie Ausbund von einem rohen, ungehobelten Subjekt? Das möchte ich mir ergebenst ausgebeten haben. Merken Sie iick das? Meinetbalben dürfen Sie mit der ganzen Welt so grob sein, als Sie wollen lacherlich genug, wenn oie Leute es sich gefallen laen wenn Sie sick aber unterstehen, mit mir anzubinden. Sie Flegel, so soll es Ihnen schlimm ergehen, da können Sie Gift darauf nehmen. Im Uebrigen hätte ich Sie doch für gescheidter gehalten, und Ihnen nicht zugetraut, daß Sie wegen eines Kinderpfeiles ein solches Lärmen schlagen würben. "Put it in your pipe and smoke it, painter!" lachte einer von den in der Nähe siehenden halbwüchsigen Schlingeln, der zwar kein Wort von dem verstanden, was Frau Heinzelmann hervorgesprudelt hatte, dem es aber ein ausnehmendes Vergnügen bereitete. den als rücksichtslosen Grobian weit herum bekannten Hopser so schonungslos auf offener Straße abgekanzelt zu sehen. Der Painter seinerseits wußte im Augenblicke nicht, was er seiner Gegnerin Wirkungsvolles entgegensetzen sollte. ' Donnerwetter!" rief er endlich, ich soll wohl stille halten, we-an man mir die Rase aus dem Gesichte schießt!" Lassen Sie sich nicht auslachen!" gab Frau Heinzelmann zurück, übrigens geht die Sache uns gar nichts an: unsere Kinder haben weder, Pfeil noch Bogen!" Diese im bestimmtesten Tone gegebene Versicherung brachte Hopser aus'Z Neue auf und Half ihm sozusagen wieder in den Sattel.' . So?" machte er, geht uns nichts an? Na, hören Sie. alte Frau. Ihr Schwiegersöhnchen da kann 'was Schones von Ihnen lernen! So zu lügen! Wenn Sie. oder Ihre Tochter, oder Ihr Schwiegersohn, oder waS ja auch nicht ganz ausgeschlossen ist das Grünhorn, der Toby, nicht mit Pitschepfeilen schießen, so thun es ganz qewiß die ungezogenen Bengel in Ihrer Fard. Da drüber ist nicht zu streiten,

t denn der Pfeil ist von dött ünb' bofl nirgends sonsiher gekommen lassen Sie sich das gesagt sein! Und daß Sie da herunterkommen und mir auf der Straße Grobheiten sagen, lasse ich mir nun einmal nicht gefallen, und ich will Genugthuung haben!" Der Painter hatte sich allmählig in seinen alten Zorn hineingeredet, rückte dabei immer näher an Frau Heinzelmann heran und schrie ihr jedes seiner Worte direkt in die Ohren. Sie sind ein Narr!" sagte Frau Heinzelmann in einem Tone, der keiren Zweifel darüber bestehen ließ, daß sie von der Richtigkeit ihrer Behauv-

tung völlig überzeugt war. Was unterstehen Sie sich. Sie verrücktes Weibsstück!" brüllte darauf der Painter, im höchsten Grade aufgebracht. Kaum war aber das den Lippen Hopsers entflohen, da ereignete sich etwas Unerhortes Wir möchten die Besckreibuna dessen. was geschah, gar zu gerne unterlassen, denn es thut fast weh. in diesem Falle die ungeschminkte, nackte . Wahrheit berauszusaaen. ätten wir Ans nicht vorgenommen, m dieser Geschichte stets die Wahrheit, und nichts als die Wahryelt zu beachten, wrr wurven uns viel--sttckk m' einer Umfckreibuna cus der Lerlegreit helfen und etwa sagen: -ftrau heinzelmann überreichte dem Manne, der sie in i'hrer weiblichen Würbe so tief verletzt hatte, ein nicht oan, erwünschtes Geschenk als Erinnerung an diesen so angenehm verlebten' Nachmittag".... Allein wir halten uns,, wie bereits bervoraeboben. doch lieber an die volle Wahrheit und berichten demgemäß, daß die Schwiegermutter des mit offenem Munde und schreckensbleicher Miene danebenstehendenWurm, unmittelbar' nachdem sie von Hopjer ein' .verrücktes' Weibsstück" genannt worden wir. kraktia wie ein Preisfiahter mit de? Sand ausholte, und' daß. ehe Hopfer die Zeit fand, zur Seite zu springen, oder auch nur abwehrend 'die ftand auszustrecken, auf der linken Backe des groöen Painters eine Maulschelle brannte, die mit jener aus oem bekannten Märchen bedenkliche Aehnlickkeit batte. von der es heißt, daß sie in Ewigkeit nicht versaust sei. Dabei fauchte die schlagferttgeDame: Ich will Ihnen Art lehren, Sie gemeiner Rüpel!" Wurm stand entsetzt bei dem surchterlichen Attentate auf einen der grobsten Kerle seiner Zeit. Auch die übrigen Zeugen der Szene schwiegen einen Moment lang, wie überwältiqt von der tiefen Bedeutung des Ereignisses; dann aber brach plötzlich wie auf Kommando der süße Straßenpobel. der sich um vie streitenden Parteien versammelt hatte, in ein wahres Freudengeheul aus. "Hin. hin, hurrahr schrie emDrelkäsehoch in zerlumpten Hosen, und "Hin. hin. hurrah!" wiederholte der Chorus, ß dem bedauernswerthen. im eigentlichen vrnne ves zorie , . ; r rn v:. aus s Vaupr geicgiagcncn -pauuct .uic Ohren gellten. Der Arme hielt sich die übel mitgenommene Backe, und eine nam.'nlose Wuth zog durch seine Seele allein für den Augenblick war nichts zu-ma-chen: er konnte sich doch nicht. gut mit der Frau Heinzelmann auf der Straße umherbalgen. Für ihn erübrigte nichts, als den Rückzug anzutreten, der unter den leider obwaltenden Umstanden mit unter die schmerzlichsten Ereignisse im Leben des Painters gerechnet werden muß. Denn nicht genug an dem. daß Frau Heinzelmann mit hocherhobener Nase ganz in derHaltung eines Triumphators abzog nein, der Mob stand so ganz auf Seiten der Siegerin in diesem Kampfe, daß er den Rückzug des geschlagenen Hopser noch mit einer wahren Sturzsluth von hämischen und höhnischen Bemerkungen begleitete. Was nützte es, daß der Painter einem der schreienden Jungen, der sich unvorsichtiger Weise zu nahe an ihn herangewagt hatte, eine ausgewachsene Kopfnuß verabfolgte, was. daß er die Thüre hinter sich mit einemFluche zufchmettert'e. vor welchem der leibhaftige Gottseibeiuns hätte erschrecken können die Schlacht war verloren, und das Haus Hopser vor aller Welt und für alle Zeiten jämmerlich blamirt. Friu Heinzelmann begab sich,, wie gesagt, in das Haus zurück, aus welchem sie vor wenigen Minuten, so erfolgreich hervorgebrochen war. um dem Uebermuthe des Painters die Spitze, zu bieten. Wie ehrenvoll aber war ihr Abgang im Vergleiche zu dem von Hopser! Man machte ihr beinahe ehrfurchtsvoll Platz, und sogar auf den armen Wurm, der mit nicht unbedeutend schwankenden Knieen auf den Spuren, feiner mannhaften Schwiegermutter einherzog, fiel ein Strahl der Hochachtung welche sich Frau Heinzelmann , durch ihre energische That unter der Straßenzugend :m Sturm erobert yane. Das was Nrr soeben der unheimkr chen Wahrheit so getreu ., als irgend möglich, beschrieben haben, war indessen nur der erste Akt der Tragödie, gewissermaßen die tragische Exposition, aus welcher die weiteren Verwickelungen hervorgehen sollten. Im Hause Wurm begann sodann der zweite Akt, enthaltend die Steigerung, ohne welche nun einmal ein rechtes Drama nicht bestehen kann. Im Wohnzimmer der Familie Wurm' fand man Frau Johanne in Weinkrämpfen sie versicherte mindesiens, daß ihr Zustand nichts Geringeres sei auf einem Ruhebette hingestreckt. Unter einer Fluth von Thränen stöhnte die Leidende beim Eintreten ihrer Mutt:r und ihres Gatten: Diese Schande!.... für die ganze Nachbarschaft werden wir zum Gespött ..ich kann mich nicht auf der Straß: sehen lassen.... Und das Geschäft! Ach Sott, ach Gott!" " (Fortsetzung folgt.).

Tür die Kgche. KartoffelsuppeinMZnu ten. (Sehr gut.) Zu zwei reichlichen Tassen gekochten und erkaltet geriebenen Kartoffeln (am besten gute Reste) mischt man etwa ein Viertel so viel geriebenen Käse, einen Eßlöffel Mehl, Salz, etwas Pfeffer und fo viel Rahm oder Milch, daß ein dickflüssiger Brei entsteht. Dieser wird in ca. 8 Tassen kochendemWasser. evenk. auf jede Tasse 15 bis 20 Gran Fleischextract nebst etwas Butter eingerührt, gehörig durch gekocht, nach Belieben noch durch ein Sieb und zerkleinerte Petersilie hinein gegeben. Bon den Ksriosfeln benutzt man am besten nur das. was hinter das Reibeisen fällt, sonders wenn sie nicht mehr ganz frisch sind.. Eierkloßchen. Ei er st ich. In emer mit Butter gut bcstrichenen. größeren Obertasse zerklopft, man behende ein Ei. rührt dann rtwr drei Viertel Tsse Fleischbrühe oder Mlch (bei drei Viertel Tasse einen halbem gestrichenen Theelöffel in wenigWasser klargerührtes Stärkemehl)' und Salz hinzu, würzt nach Belie5rn mit Muskats feingehackter Petersilie, bisweilen auch Zucker, und läßt dies, in denOfen oder in ein mit kochendem Wasser versehenes Geschirr gestellt, nur fest werden. Dann nimmt man es sogleich heraus, damit es zart hlt'xit und nicht durch längeres Kochen löcherig werde;, und sticht mit einem runden Löffel oder Theelöffel oder Kartoffelausstecher möglichst runde Klößchen davon aus, oder schneidet es, gesrlirzt, einfick. irc Würfeln Kölnische Mützen. Ein Pfund feines Mehl, 3z Unzen frische, in Stückchen zerpflückte Butter, 2tUnzen Zucker, die auf Zucker abgeriebene Schale einer halbenCitrone, 5 6 , Eidotter,, einige Löffel Weißwein oder Franzbranntwein, ein Löffel Rosen Wasser und'eme Prise Salz werden mit der Gabel' zn einem leichten Teig ver--rührt,.zu mm dickenPlatte ausgerollt,, wieder zusammengeschlagen und eineStunde kaltgestellt. Dann treibt man den Teig- dünn auf. zerschneidet ihn' mit dem Kuchenrädchen in beliebige Stückchen,, bäckt dieselben in heißem Schmalz, entfettet sie auf Löschpapier und gibt sie. mit Äucker und immet-

bestreut,.als Fastnachtsgebäck zu Tisch.. !est.fal.l-scher KartoffelPfannkuchen. Man reibt rohe, geschälte Kartoffeln, schüttet etwas Wasser darauf und thut es zum Ablaufen auf ein Sieb oder in ein Tuch,, dann gibt man in eine Schüssel einige. Eier,' saure Sahne und etwa5 Salz hinein und bäckt von dem Teige ' in reichlich Butter, kleine, flache Kuchen, etwa, so groß, wie Beafsteaks, recht kroß;. Werden gleich verspeist. Boston Vcrked Veans. Em Quart Bohnen am Abend hinten auf' die Lerdplatte inWasser stellen und die Nacht hindurch quellen lassen. Ani. Morgen zwei Pfund gesalzenes. Schweinefleisch in eine blecherne Pud ding- oder Brotpfanne thun, die Bohi nen dazu, Wasser zum Gleichstehen.. Das Ganze deckt, man zu und läßt eZ im Backofen zwei Stunden kochm.. Dann noch eine bis zwei Stunden aufgedeckt stehen lassen, bis sie schön braun. stnv.. Manche Leute gießen zum Braunm einen Löffel Melasses darüber hin.. Man muß manchmal nachsehen, da. die Brühe nicht wegkocht, sonst werden die Bohnm hart.. Salz braucht nicht: daran, das Fleifch genügt dazu. . Mandelauflauf. Ein-Bier-tel Pfund Mandeln, denen man fünf' Stück bittere Mandeln beifügt, werdenmit ein wenig Milch gestoßen, mit einem Viertel Pfund abgerührter Butter, einem Viertel Pfund Zucker, der an einer Citrone-und dann am Reibeisen gerieben wurde, sechs Eigelb, drei. Achtel Quart Rahm, welchen man mit einem Stückchen Vanille aufkochen unl dann erkalten ließ, schließlich mit -dem Schnee der sechs Eiweiß gut vermengt in eine mit Butter bestrichene Form gefüllt, mit Zucker bestreut und in einer halben Stunde gebacken. D u d e rsi ä wt e r E i e r k u ch en. 10 Löffel geschmolzene Butter.. 10 ganze Eier, 10 Löffel Zucker, einen Löffel Rum oder Cognac, als Gewürz etwas Vanille7 alles wird gut verrührt, dann fügt man so viel Mehl hinzu, als gerade nothwendig ist, um den Teig auf mehlbestäubtem Bleche auszurollen. Man bestreicht den Teig leicht mit Butter, streut Zucker-darauf und backt ihn bei mäßiger Hitze im Backofen gelblich er wird wellige darf aber nur recht dünn sein. Main schneidet, ihn gleich in Stücke. Leichte Cavallerie Fern aus sonnigem Lande, kam. Als der Lenz sich erneute. Eine Sendung gar wundersam: Kleine, pausbackige Leuten Zogen, lange schon obdachlos Durch die blühende Landschaft. Swd noch Vater- und mutterlos. Sehnen sich nach Verwandtschaft. Und in stiller finsterer Nacht Huschen sie durch das Städtchen, Pochen hier an das Pförtchen sacht, Dort an das Fenstcrladchen . . . Bis mm -Morgen der Spuck entflieht, 's hat kein Mensch 'was vcrnomemn? Doch bei Müllev. Maie? und Schmid Heißt's: Der Storch ist gekommen !" Die vorsichtige Köchin. .Sag' einmal, Louise, was hat denn dieser Feuerwehrmann in der Küche zu suchen?- Aber, gnädige Frau, erst sagen Sie mir alle Tag', daß ich mich ja mit dem Feuer in Acht nehmen soll, und nun halten' Sie sich darüber auf. pxnn ich Vorsichtsmaßregeln tresfe'