Indiana Tribüne, Volume 19, Number 192, Indianapolis, Marion County, 30 March 1896 — Page 2

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Zndians Tribüne.

Erscheint Taglich und Sonntagv. Die tSgliche .Tribüne- kostet durch ttn Träger 1 TentS per Woche, die EonntagS,Trtdüne'S Ct per Woche. Seide zusammen 15 EentS der Cent per ,at. Per Post außerhalb de, ?tdt lgeschickt t VorauSdeztlhlung V per 0lt. Osttx! IQ Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 20. März 18S6. Selbstmörder und Selbstbestatter. Die Zeitungen haben heutzutage öfter von Beispielen eigenthümlicher, ungewöhnlicher Methoden zu berichten, nach welchen unglückliche Lebensmüde sich in das Jenseits befördert haben. Aber auch früher schon haben auf diesem grausigen Gebiet der Ersindungsgeist und die Sucht nach etwas Besonderem gar manchmal eine Rolle gespielt und zwar sogar bei Naturlindern. Seh? jocnige haben von der originellen und zugleich wegen der zartenRücksicht auf die überlebende MitMenschheit bemerkenswerthen Art gehört, wie der mexikanische Indianer Jose Mendez im Jahre 1862 die Welt verlieh. Der Schauplatz dieses sonderbaren Actes war San Jose, Cal. Mendez. welcher damals 30 Jahre zählte, war eine Berühmtheit. Unter den vielen verwegenen Gesellen, welche zur Zeit in San Jose hausten, konnte kZ ihm doch keiner im Neiten wildec Pferde zuvorthun, oder in der geschickten und vielseitigen Handhabung des Lassos. Auch zeigte er in der Hersiellung von Lassos und vielen anderen Dingen eine ungemcin erfinderischen Geist. Sein ganzes Leben hindurch war er ein überaus thätiger Mensch gewesen, dessen Hauptstolz seine Ta pferkeit und Tüchtigkeit war. Da ging eines Tages die Sonne seiner Thätigkeit jählings unter! Durch irgend einen unglücklichen Zufall stürzte dieser unübertrosfene Reiter von einem, wilden Mustang; betäubt durch den Sturz und gänzlich hilflos wurde er noch eine Strecke weit von dem furchtbaren Roß geschleift. Als man ihn endlich rettete, war er in einem entsetzlichen Zustand, der für jedes Menschenkind ohne ungewöhnliche Lebenszähigkeit und Nervenstärke sicheren Tod bedeutet haben würde, Mendez stand indeß wieder auf, aber mit der Aussicht auf Fortsetzung eines thätigen Lebens war es aus immer dahin. Ein Lebijn aber, in welchem er keine wilde MAstangs mehr reiten konnte. war für jihn schlimmer, als Tod: so wählte t- dann das seiner Ansicht nach tnel klein xre Uebel. Oft sprach er davon, daß er auf eine Weise, die keinem Menschen irgend welche weitere Mühe mit ihm verurfachen wuirde. sich in die seligen Jagdgefilde" befördern werde. Man glaubt darnach, Ibafj er sich im Meere an einer Stelle ertränken wolle, wo vermuthlich nicht darcln zu denken war, daß seine Leiche ji wieder auftauchte. So verW5icfelt ernst wurden seine melanchotischen Reden überhaupt nicht genommen. Denn man bemerkte, daß sich Jose mehrere Wochen hindurch jeden Morgen aus der Adoben-Hütte. die er mit mehreren Stammesgenonen bewohnte, fortschleppte und erst spät am Abend heimkehrte, und daß er stets eine Schaufel und eine Haue, manchmal auch ein Holzbrett, mit sich nahm. Aha! dachte man sich, der hat irgendwo eine Edelmetall-Grube entdeckt und bearbeitet sie heimlich, da muß er es doch mit der Abreise aus dem Diesseits nicht so eilig haben. Auch seine tiefe Verschlossenheit brachte man mit dieser vermutheten Schatzgräberei in Verbindung. Aber man irrte sich ganz gewaltig in dem schweigsamen rothhäutigen Krüppel. Eines schönen Abends kam Jose nicht mehr in das Adoben-Haus zurück. Nachdem man ihn die ganze Nacht vergebens erwartet hatte, wurde im Morgen eine Forschungspartie organisirt. Etwa vier Meilen weit wurde die Kreuz und Quer" ganz er folglos gesucht. Da stieß man schließlich im Gras und Kräuticht auf eine kleine Lichtung, und in der Mitte desselben fand man einen umwärts ge kehrten Kasten von etwa 6 Fuß Länge, 3 Fuß Breite und 18 Zoll Tiefe liegen. Man war sehr überrascht davon. aber Niemand konnte sich einen Vers darauf machen. Natürlich wurde der Kasten gewendet, aber es lag nichts darunter, als ein Haufen lockerer Erde. Doch halt, was ist das? Man bemerkte, daß an dem Kasten eine Anzahl Stücke Lassos befestigt war. Die Geschichte sah indeß jetzt seh? recht räthselhaft aus. und Alle bis auf Einen waren nicht geneigt, sie mit Jose in Verbindung zu bringen Dieser Eine, ein guter Freund des Bermißten, rief aus: Jose hat sein Wort gehalten und hat ganz gewiß einen Plan erfunden, sich nicht nur zu tödten. sondern auch zugleich zu begraben, damit Niemand ferner Umstände mit ihm hätte." Und eine Untersuchung des Erdreiches machte es zweifellos, daß er Recht hatte, und gab auch eine Vorstellung von der Art des Selbstmordes. Jose hatte ein Grab gegraben wozu er wegen seiner Körperschwäche beträchtliche Zeit gebrauchte und dann die ausgeworfene Erde in einen für diesen Zweck hergestellten Kasten gethan. Diese Erde wurde möglichst fest zusammengepackt, indem er sie naß machte und wieder trocknen ließ, sodaß. wein der Kastm sorgfältig auf die ein.: Seite gekippt wurde, mit der Erde nach dem Boden gekehrt, nichts davon v'm selbst herausfiel.- Mehrere LassoStücke spannte er dann von der oberen Seite der Kiste nach eingesteckten kleinen Pfählen auf der anderen Seite derart, daß die Kiste sehr empfindlich balancirt war. und die geringste Bewegung ode? der kleinste Gegenstand, welcher auf die Lasso-Stücke fiel, bewirken mußte daß die Kilte aenau

über das Grab stürzen und ihren Inhalt auf ihn. den schon darin Liegenden. entleeren mußte. So fand er wahrscheinlich Tod und Begräbniß beinahe in demselben Augenblick. Man entdeckte schließlich auch ein Schießeisen in lockerer Erde; Jose hatte wohl gleichzeitig sich erschossen und mit dem Schuß das Fallen eines Gegenstandes verursacht, welcher den Kasten zum Umschlagen brachte. Alles mußte höchst sorgfältig überlegt und berechnet worden sein und vortrefflich"geklappt haben. Die Männer waren so fest überzeugt von diesem Sachverhalt, daß sie nicht nach der Leiche gruben. Erst Jahre darnach fand man in der That das Skelett des Indianers, und alles Obige bestätigte sich. Wald und Halde.'

Die Aufzeichnungen in alten Chroniken und das Vorhandensein alter Baumstämme im Haideboden und in den Mooren zeigen, daß oft da, wo sich jetzt größere Haideflächen befinden, einst Üppige Wälder standen. Welche Ursachen haben diese Umwandlung VON Wald und Haide bewirkt? Die Forscher Borggreve und Krause haben angenommen, dies sei durch, das Eingreifen des Menschen geschehen. Die alten Bewohner jener Gegenden hätten die Wälder abgeholzt, dann sei das Vieh auf die oden Flachen getrieben worden, und dieses habe die jungen Bäume und Sträucher zerstört. während die Haidekräuter sich ausbreiten konnten. Jetzt werde die Haide künstlich erhalten durch den Plaggenhieb (Entfernung der obersten, mit dem Haldefllz bedeckten Bodenschicht behufs Düngergewinnung) oder durch das etwa alle zehn Jahre wiederholte Abbrennen. Ueberließe man die Haide - sich selbst, so würde sie sich allmählich wieder mit Wald bedecken. Die Haide wäre demnach ein Culturerzeugniß. Die sorgfaltigen Untersuchungen indessen, die Dr. Paul Graebner in Berlin während der letzten Jahre in den norddeuilchen Haidegebieten angestellt hat. zeigen, daß jene Anschauung. im Allgemeinen wenigstens, nicht richtig sem kann, daß die Haide viel mehr auf natürlichem Wege entstanden ist. In der Gesellschaft der Heimathskunde der Provinz Brandenbürg" theilte der Forscher dieser Tage des Ergebniß seiner Forschungen mit.

Er wies daraus hin. daß die preußische Forstverwaltung sich alle erdenkliche Mühe gebe. Haidestrecken aufzuforsten, was überflüssig wäre, wenn die Haide Neigung zeigte, nach 5 bis 20 Jahren von selbst in Wald überzugehen. Zahlreiche fehlgeschlagene Anbauversuche beweisen die Schwierig keit. die Haide selbst künstlich in Wald zu verwandeln. Außerdem giebt es thatsächlich alte Haiden. die seit vielen Jahren nicht bewirthschaftet worden sind und die doch keine Spur von Baumwuchs zeigen, obwohl sie dicht an bewaldetes Gebiet grenzen. Dr. Graebner bringt die Entstehung der Haide in Zusammenhang mit den klimatischen Verhältnissen. Die eigentlichen Haiden treten nämlich nur in jenen Gebieten Norddeutschlands auf. welche die größten Niederschlagsmengen aufweisen. Im Nordwesten. dem hauptsächlichen Haidegebiet, fällt z. B. an einigen Orten jährlich über die Hälfte mehr Regen, als in der Mark. Für die Rolle, welche die Niederschläge bei der Entwicklung der Haiden gespielt haben, ist es bezeichnend, daß die Grenze der Haidegebiete mit der wichtigsten Pslanzengrenze in Norddeutschland, nämlich der Grenze zwischen den östlichen (pontischen) und den westlichen (atlantischen) Pflanzenarten zusammenfällt. Die Umwandlung von Wald in Haide geht nun nach Dr. Graebners Darstellung etwa in folgender Weise vor sich: Die obere, unter der dünnen Humusdecke liegende Schicht des sandigen Bodens, der den Wald trägt, wird durch das Regen- und Schneewasser allmälig ausgelaugt, d. h. aller seiner mineralischen Nährstoffe beraubt und dadurch in einen lockeren, etwas bläu-lich-grauen Sand verwandelt, der wegen seiner Farbe den Namen Bleisand" führt. Das durch ihn hindurchsickernde Regenwasser führt große Mengen von Humussäuren mit sich nach nnten. die es aus der Humusdecke au-fgenommen hat, und die so lange in ihm gelöst bleiben, wie es keine auflösungsfahigen Mineralstoffe vorfindet. Sobald das Wasser aber an der unteren Grenze des Bleisandes anlangt und nunmehr auf besseren Boden trifft, löst eS aus diesem Mineralstost'e auf, und die Humussäuren werden in Gestalt einer braunen, gallert artigen Masse ausgeschieden, die bei eintretender Trockenheit die Sandkörner zu einem festen unauflöslichen Sandstein, dem berüchtigten Ortstein, verkittet. Hat sich nun (meist in 12 bis 20 Zoll Tiefe) eine solche Ortsteinschicht unter dem Walde gebildet (und in den Haidegebieten finden wir Quadratmeilen fast ununterbrochen damit bedeckt), so wird dadurch zwar dem vorhandenen Waldbestande wenig Abbruch gethan, aber die Wurzeln der jungen Baumpflanzchen vermögen den Ortstein nicht zu durchdrmgen und sterben in kurzer Zeit ab. Die Haidesträucher greifen um sich, die alten Bäume stürzen um oder werden gefällt, und da kein Nachwuchs da ist. bleiben dieFlächen bäumlos die Haide ist fertig. Hand in Hand mit dieser Umwandlung geht die Bildung der Haidemoore. Das Regenwasser kann, durch den Ortstein zurückgehalten, nicht in die tieferen Bodenschichten eindringen und sickert daher an den Abhängen hinab, bis eS sich in den ' Senkungen ans am melt. Auf dem feuchten oder nassen Boden siedeln sich dann die Torfmoose an.' deren einzelne Pflanzchen zuerst Polster, dann kleine Rasen bilden und schließlich zu einer zusammenhängen den Decke verschmelzen, in der , einige wenige Pflanzenarten ihr Dasein zu .fristen vermögen. :. : ... Stern suönun bitxnaä suck die - V

rvenig erfreuliche Aussicht erofsnet.da die Verhaidung" bei natürlichem Verlause der Dinge immer größeren Umfang annimmt, so werden sich doch nachdem man ihre wahre Ursache erkonnt hat. auch Mittel und Wege sinden lassen, nicht nur ihr Fortschreten zu hemmen, sondern auch der Haide das von ihr bereits eroberte Gebiet nach und nach wieder zu entreißen.

Sine Hochstaplerin Von der Strafkammer in München wurde dieser Tage eine Hochstaplerin. welche ein höchst abenteuerliches Leben hinter sich hat. abgeurtheilt. Es war dies die Lehrerin Thekla Hänle von Augsburg. Von vermögenden Eltern abstammend, hatte sie eine sehr sorgfältige Erziehung genossen, und erhielt bei ihrer Mündigkeit, da inzwischen die Eltern gestorben waren, ein Vermögen von etwa 50.000 Mark. Mit diesem Gelde verstand sie aber nicht umzugehen, wobei allerdings zu bemerken ist, daß sie auch von Ver. wandten gebrandschatzt wurde. Sie hatte sich in Reichenhall niedergelassen, lebte dort aus noblem Fuße, machte große Reisen, und so kam es, daß s nack zwei Jahren nicht nur das Geld vollständig verzehrt hatte, sondern auch mit Hinterlassung von Schulden Reichenhall verlassen mußte. Sie begab sich dann nach Oesterreich, verübte dort Sckwindeleien. indem sie Vorspiegelungen bezüglich einer in Empfang zu nebmenden großen Erbschaft machte. Nachdem es ihr in Wien und Graz gelungen war. bei den wegen Betrugs aearn stattgehabten Verhandlungen Freisprechung ZU wttfot, begab slC fi nach Galizien, nahm dort die Stelle einer Erzieherin an, verübte jedoch wieder Schwindeleien, so daß sie gleichsam per Schub nach Deutschland gebracht wurde. In ihrer Heimathstadt Augsburg angekommen, ließ sie einen Steinmetz kommen, theilte diesem mit, daki sie die Grabstätte ihrer Eltern in großartiger Weise herstellen lassen wolle. da sie von einem Verwandten inOesterreich eine bedeutende Erbschaft gemacht hätte. Sie hatte wohl zur BeglaubigUNg der Nachricht liber eine zu erwartende Erbschaft bereits in Galtzien sich Trauerkleidev anfertigen lassen. Um das besondere Vertrauen des Steinmetzen zu erwerben, bemerkte sie diesem gegenüber, sie tvoüt ihm vorher eine Anzahlung leisten. Als derselbe bemerkte, daß dies nicht nöthig sei, erwiderte sie. sie sei dies von Wien aus aewöhnt und sie wolle nur eine Geldsendung aus Wien abwarten, um die Zahlung zu leisten. Räch einigen Taaen pumpte sie bei dem Steinmetz 50 Mark, um die Reise nach Wien zur Bereinigung der Erbschaftsangelegenheit zu machen. Sie fuhr aöer nach München. woselbst sie verschiedene Geschäftsleute beschwindelte. Dann reiste sie nach Nürnberg, stieg mit einer Da me. die sie als Gesellschafterin engagirt hatte, in einem feinen Hotel ab. nahm zwei Zimmer, wobei zu erwähnen ist, daß die Gesellschafterin durch das noble Auftreten und dabei so vertrauenswürdige Aussehen der Hochstaplerin betrogen wurde, indem dieselbe der Schwindlerin, welche von der zu erwartenden Auszahlung der Erbschaft sprach, einen Vorschuh leistete. In Nürnberg lebt die Schwindlerin auf Credit ; als der von München ihr mit 70 Mark Nachnahme nachgesandteKoffer ankam, bemerkte sie, sie habe nur ausländisches Geld bei sich, das sie wechseln lassen wolle, wenn sie ausgehe. Das Hotelpersonal wurde dadurch veranlaßt, dasGeld auszuzahlen, und natürlich geprellt. Den großartigsten Schwindel leistete sie dadurch, daß sie von Nürnberg aus in einem Sanatorium bei Dresden zur Stärkung ihrer Nerven" mehrere Zimmer für sich und ihre Gesellschafterin bestellte, wobei sie die ihr sofort zuv Verfügung angebotenenZimmer für nicht schön genug fand und bemerkte, sie wolle noch einige Tage warten, bis die weiter angebotenen besseren Zimmer frei seien. Diese Unterhandlungen mit dem Sanatorium pflog sie meist auf telegraphischem Wege, wobei sie die erhaltenen Telegramme zu einem raffinirten Schwindel benützte. Sie radirte nämlich den Inhalt der Telegramme und füllte die amtlichen Formulare derart aus. daß der Hotelier, als er wegen Zahlung der angelaufenen Zeche eine Frage stellte, in den Glauben versetzt werden sollte, es treffe Geld aus der Erbschaft demnächst ein. Schließlich stürzte abev doch das Kartenhaus zusammen, die Schwindlerin wurde verhaftet und zu einer Gefängnißstrafe von 1 Jahr 6 Monaten verurtheilt, wobei von der Untersuchungshaft 3 Monate in Abrechnung kommen. Nutzen des Leinmehles. Angestellte Versuche haben gezeiot, daß die Gaben von Leinmehl bei Mästung der Kühe und Stiere verhältnißmäßig am vortheilhaftesten sind, indem sie die größte Gewichtszunähme erzeugen. In England gieb! man täglich bis zu fünf Pfund Leinmehl außerdem Heu und Wurzelfrüchte ; eingesäuertes Futter Ensilage versetzt bei uns die WurzelsrüchJungen Schweinen, welche nicht gedei hen wollen, wird durch etwas gekochtes Leinmehl unter das Futter gemischt, aufgeholfen. Kühen, denen man einige Zeit vor dem Kalben trockenes Leinmehl mit Weizenkleie vermischt oder Leinmehl in warme Tränke giebt, kalben leicht und gewinnen sehr an Milchergiebigkeit. Erstlingskühe sollten vier Wochen vor dem Kalben täglich eine Abkochung von einem Quart Leinsamen erhalten, weil dadurch die Entwickelung der Milchadern befördert wird. Leinabkochungen sind bei Verstopfungen- und entzündlichen Krankheiten des RindViehes von vorzüglicher Wirkung. Leinöl wird auch als Vorbeugemittel gegen das 'Kalbefieber empfohlen. Man soll nämlich jeder Kuh, etwa eine Stunde, nachdem sie gekalbt hat, ein mi o " VIII I einoi eingeoen.

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Interessanter Tröselhandel. Daß abgelegte Gummi-Ueberschuhe noch ein werthvoller Artikel sind, wissen Viele nicht. Gegenwärtig herrscht ein gewaltiges Bedürfniß nach Gum-mi-Äbfällen, welche auf's Neue zu allerhand Zwecken verarbeitet werden. Trödel-Hausirer imNorden und NordWesten unseres Landes haben es zweckmäßig befunden, den 5andel mit alten Gummischuhen und sonstigem Gummizeug sehr gründlich zu organisiren. Im Süden läßt sich damit nichts anfangen, da zu wenig Gummischuhe getragen werden. Baares Geld gib! es bei diesem Handel nicht, wenigstens nicht zwischen dem .Hausirer und dem Besitzer der ausgedienten Galoschen. Für diese werden gewöhnlich vomHausirer ZinnWaaren oder allerband kleine billige Gegenstände in Austausch gegeben. Noch lieber ist es ihm natürlich, wenn er sich den begehrten Artikel ganz gratls aneignen kann; im anderen Falle aber macht er immerhin noch ein Er-tra-Geschäftchen. Vielleicht handelt er die Gummi-Artikel bei einem größeren 5)ändler wieder für andere HausirWaaren ein. vielleicht auch verkauft er sie direkt an einen Platz, wo sie verarbeitet werden, für Baar. Seit einigen Monaten werden meist 5 Cents pro Pfund bezahlt. Chicago ist das Westliche Centrum dieses Handels. Spaniens Machtstellung.

e.rr raus unuc am naui au ven 11 1 . u r. m v Zungengefechten im Congreß. nach all' den reichen Ergüssen von Patriotismus und Jingoismus sich in der That dazu entschließen sollte, bei den Freiheitskämpfen der Cubaner gegen das tyrannische Spanien sich aktiv zu be'theiligen, so hätten wir aller Berechnung nach die schönste Aussicht, eine Wiederholung des erbaulichen Schauspiels zu erleben, in welchem der kleine Junge von dem größeren Prügel erhält. Und unter gewissen Bedingungen, wenn z. B. der größere Knabe das Recht auf seiner Seite bat und der kleinere sich offenbar lm Unrecht ocfindet. kann man es dem ersteren schließlich nicht verargen, wenn er dem bösen Buben das Fell gerbt, zumal wenn dieser böse Bursche ein Baby", an dem der Aeltere ein warmes Jnteresse nimmt, umzubringen droht. Indeß darf man Spanien bei Leibt nicht als gar zu kleinen Jungen betrachten. Als Kriegsmacht kann es sich zwar nicht mit den Ver. Staaten messen, mit Rücksicht auf Geld, das ja für die Kriegsführung das allernothwendigste Erfordernis ist, kann man Spanien nur arm nennen, und in maritimer Hinsicht ist es auch nicht stark. Aber es kämpft nachgerade mit dem Muthe der Verzweiflung, und darin liegt seine Stärke. Und zudem hat es eine eigene Methode der Kriegsführang, die des Guerilla - Krieges, bei Kelcher man jeder Schlacht, jedem entscheidenden Zusammenstoße ausweicht und den Feind nur da angreift, wo man ihn vereinzelt trifft oder ihm vom Hinterhalte aus beikommen kann. Im Kriege mit Napoleon bewährte sich diese Metkode, und Klugseher wol, len jcho letzt ganz bestimmt wissen, daß dieselbe im Falle eines ernstlichen Zerwürfnisses. mit den Ver. Staaten wieder zu Lande, wie zur See von Spanien befolgt werden würde. Denn, so kalkuliren sie. bei wiederholter Kraftmessung würde sich Spanien bald aufreiben, während es bei der Pi-raten-oder Indianer - Kriegsmethode den Ver. Staaten empfindlicheVerluste beizubringen vermöchte, namentlich durch Belästigung der Handelsschiffe des letzteren Landes. . lim Blick aus die Kriegsflotte Spanienö läßt die Furcht, daß dieselbe im Stande sei. die Kriegsmarine der Ver. Staaten in offenem Kampfe zu verNichten, weit in den Hintergrund treten. Spanien hat elf Panzerschiffe, denen neununddreißig der Ver. Staaten gegenüber gestellt werden können. Spanien hat eine recht starke Flotte von ungepanzerten Kreuzern, Fregatten. Schaluppen u. s. w.. die für Colonialzwecke sehr verwendbar sein mögen. bei einem Seekriege am Schlüsse deö 19. Jahrhunderts aber kaum in Frage kommen. Die Zahl derselben ist 140, und die Ver. Staaten haben von dieser Gattung von Kriegsschif-fen-nur 27, indeß sind diese 27 Schiffe mit doppelt so vielen Kanonen ausgerüstet, als die 140 Fahrzeuge der Spanier. Spanien ist mit Torpedobooten sehr gut ausgerüstet; es' hat deren 59 der ersten und 70 der zweiten Klasse, während wir nur acht der ersteren und eins der letzteren Klasse zur Verfügung haben. Im Ganzen hat die spanische Marine 935 Kanonen, die unsrige 1265. Was dieLandmacht anvetnsft. so hat das spanische Heer eine Friedensstärke von 131.209 Mann. In der Kriegsstärke zählt die Armee 869.353 Mann mit 23.467 Pferden und 484 Kanonen. Die allgemeine Wehrpflicht ist in Spanien eingeführt, die aktive Dienstzeit beträgt 3 Jahre, die Militärpflicht im Ganzen zwölf, von denen 3 Jahre auf die Reserve und 6 auf die Ersatzreserve entfallen. Im Falle des äußersten Aufgebotes derLandwehr u. f. w. kann Spanien 4.200.000 Leute in's.Feld stellen, denen die Ver. Staaten unter dm gleichen Altersderhältnissen eine Armee von elf MillionenSoldaten entoeoenstellen könnten. Spanien hat nur ein einziges Schlachschiff Pelayo- allerdings ein ganz gewaltiges Schiff. Dasselbe nahm Theil an den Kieler Feierlichkeiten bei der Eröffnung des Nordostsee. Canals und war Gegenstand der Bewunderung und der Kritik der dort versammelten Marineofficiere. Die Pelayo- ist ein Schiff von L900 Tonnen mit 9000 Pferdekraft und einer Geschwindigkeit von 16 Knoten. Die Serpanzerung ist außerordentlich stark und die Armirung eine formidable. Das Schiff bat vier aeoaene 12- und vier llzöllige Geschütze, außerdem 12 . lieoenzomge anonen und ebensoviel Oeschütze von kleinerem Kaliber, ffer-

ner hat es mehrere Magazin-Geschütze und sechs Schnellfeuerkanonen an Bord. Von gewisser Seite wird behauptet. das Schiff sei zu schwerfällig und werde sich im Seekriege nicht bewähren. Das bleibt indeß abzu-

warter.. Die besten Panzerschiffe Spaniens sind ausier dem genannten Schlachtschiffe die Jnfanta". Maria Teresa". .Admirante". Oquendo", Viscaya-, .Vitoria" und Numancia". Die besten der nicht gepanzerten Kreuzer sind: Alfonso XIII.". Lefanto". Reina Christina". Alfonso XII.. Reina Mercedes". Velasco". Conde de Venadito". Christobol Colon", Don Antonio Ulloa". Don Juan de Austria". Jnsanta Jsabel". Jsabcl II.". Ensenada". Jsla de Cuba". Jsla de Luzon-. Filifinas". Nueva Esfana", Galicia". Marquez de Molino". Martin Alonzo Pinzon-, Rafido". Temerario". Vincente Yanez Pinzon", und Destructor". Kein Schiff in der spanischen Marine kann es mit unserem Schlachtschlff.Jndiana" aufnehmen, und zweifellos können Maine" und New York" mit jedem fertig werden. Nur die Torpedoflotte wäre im Piratenkriege- zu fürchten. Welche Rolle würde nun wohl im Falle eines Krieges der junge König Spaniens spielen? Würde er. der bereits eine Kanone abgefeuert hat. in's Feld ziehen? Weh? dem Lande sagt der Weis, des Alten Testaments, dessen König ein Kind ist." In der Geschichte Spaniens, das jetzt nahezu zehn Jahre unter der Herrschaft des Kindes-Kö nigs Alfons XIII. steht, scheint indeß diese Periode, abgesehen von den sich immer wiederholenden kubanischen Unruhen, sich nicht allju unvortheilhaft von früheren Decennken zu unterscheiden. Es dürfte namentlich für die Deutsch - Amerikaner von erhöhtem Interesse sein, aus die letzten 30 Jahre der Geschichte Spaniens einen kurzen Rückblick zu werfen, um so mehr, als ia die spanische Thronfolgefrage die Veranlassung zu dem deutsch . französischen Kriege gab, der die WiederVereinigung des deutschen Reiches zur Folge hatte. Gehen wir zurück bis 1866. Um diese Zeit war unter der Regierung der Königin Jsabella die Reaktion wieder so recht an's Ruder gekommen. Ein Aufstand folgte dem anderen, die ReVolution brach bald in hellen Flammen aus. Im September 1863 hielt Königin Jsabella es für das Beste, mit ihrem Hofstaat und ihren Geliebten über die Grenze zu gehen. Marschall Serrano übernahm die Regierung; als Kriegsminister stand neben ihm General Prim. Es schien bessere Ordnung einkehren zu wollen. Die constituirenden Cortes traten zusammen und erwählten im Februar 1869 Serrano zum Chef der Regierung. Am 1. Juni wurde der Verfassungsentwurf angenommen: konstitutionelle, erblicke Monarchie: allgemeines Stimmreckt: zwei Kammern. Alles war da bis auf den Konig. Man klopfte an verschiedenen Stellen an. umsonst, bis zum 1. Juli 1370. An diesem Tage nahm Leovold der älteste Sohn des Fürste ANion von Hohenzollern - Sigmaringen, die angebotene Krone nach längeren Unterhandlungen an. Man weiß, was die Folge war. Di, Regierung Frankreichs gab sich den Anschein, als glaube sie, daß durch diese Thatsache das GleichgewichtEuropas, die Sicherheit Frankreichs, gefährdet sei. Es kam bald zu erregten Auftritten. In der französischen klammer, in der Presse und im Publikum stieg die Leidenschaft, und obvohl Prinz Leopold von der Candidatur zurücktrat, kam es zwischen Frankreich und Deutschland, hauptsächlich uf Betreiben der Kaiserin Eugenie. einer Spanierin, doch zum Kriege. Auch in Deutschland kam .dieser Krieg weder ungeahnt, noch ungewünscht. Für Spanien fand sich durch Prim's Vermittlung endlich ein Märtyrer, der die Krone annahm: Amadeus, Herzog von Aosta, der zweite Sohn des Königs von Italien. Am 2. Januar 1871 traf er in Madrid ein. eben nachdem Marschall Prim von politischen Gegnern ermordet worden war. Bald war wieder ein lebhafter Kampf im Gange. Die Gegner des Königthums unter Führung con CF.mi lio Castelar verlangten die Aufrich tung der Republik, die Anhlno-rsckaft des Prätendenten Don Carlos dessen Einsetzung als König. AmadeuS sah bald ein, daß er der Situation nicht gewachsen sei und legte am 10. Februar 1873 die Krone wieder mieder. Wieder war Spanien Republik, wieder stritt man sich wegen der endgiltigen Constituirung derselben, bis im Süden die Jntransigenten" Aufstände verursachten, im Norden- die Carlisten Fortschritte machten. Die Regierung arbeitete immer noch an ei ner schönen Constitution, als General Martinez Campos für den eben großjährig gewordrnen Sohn Jsabella's, Alfons XU., ein Pronunciamento erließ. Am Am 14. Januar 1375 zog der Erkorene in Madrid ein. und seither herrschte leidlichere Ordnung vor, als lange vorher. Alfons XII. verhei:athete sich am 29. November 1879 mit Maria Christine, der Tochter des Erzherzogs Carl Ferdinand von Oesterreich. Drei Kinder entsprangen dieser Ehe. zwei Töchter und der jetzige König. Alfons XIII.. der am 17. Mai 1886 geboren wurde, nachdem sein Vater bereits am 26. November 1885 daö Zeitliche gesegnet hatte. Der Neugeborene wurde sofort am Tage seiner Geburt als Kö nig proclamirt und seine Mutter übernahm als Königin - Regentin die Zügel der Regierung. ' Der junge König war längere Zeit hindurch sehr kränklich.- und allgemein erwartete man, daß die Dauer, .seines Lebens eme sehr kurze sem werde. 1 fr-nnv II A fnMtiitJtmi )Mvm IViVtt tlUt iUWUIUiUJW JUfcfctU

nung wuchs er zu einem recht kräftigen und nunmehr ganz gesunden Knaben heran. Er stählt seinen Körper durch Neiten. Nudern, Baden. Velocirediren. Fechten. Turnen und dirni lange Spziergänge. In Madrid, wo sich die königliche Familie im Winter aufhält, ist er außerordentlich beliebt. Königin Christine's Ehe war keine glückliche. Ihr Gatte. König Alfons XII., war über Gebühr ausschweisend und liederlich und mehr als einmal bedürfte es des Einspruches des österreichischen Kaisers, um eine absolute Trennung der Ehe zu verhindern. Bekannt ist die Liaison de ohnehin schon kränklichen Königs mit der Gräfin von Ossuna. und Königin Christine verließ mit ihren beiden ältesten Kindern, nachdem sie eines Tages ihren Mann in sl;ir!inü erwischt hatte. Madrid, mit der ausgesprochenen Absicht, nie zurückzukehren. Die Gründe der Staatsraison" waren aber stärker, als ihr Wille, und auf Zureden ihrer Mutter, der Erzherzogin Elisabeth, kehrte sie zu ihrem Manne zurück, nachdem die Gräfin Ossuna aus dem Lande verbannt wor den war. Die Königin ist eine vorzügliche Mutter und widmet sich fast ganz der Erziehung von Alfons dem Dreizehnten.

om Llusranve. Inder Provinz West, p h a l e n ist der Lehrermangel groß. Während im Regierungsbezirk Arns berq über 60 Lehrerstellen unbesetzt sind, wird diese Zahl vom Regierungsbezirk Münster noch überholt. ES sollen deshalb in diesemJahre an mehreren Lehrer - Bildungsanstaltcn Nebenkurse eingerichtet werden, so inBüIM ZU Ostern UNd in Warendorf im Herbst. Durch diese Einrichtung können 60 Präparanden mehr Ausnahme finden. In Soest. Hilchenbach u. s. w. bestehen solche Nebenkurse schon seit Jahren. E s dürftenurwenig bekannt sein, daß König Menelik von Abe'synien, der Besieger der Italiener, ein Felibre, ein Mitglied des diesen Namen führenden provenealischen Dichterbundes ist. Das ist so gekommen: Als vor einemDutzendJahren der Forscher Paul Soleillet einen jungen Verwandten Meneliks nach Paris führte, um ihm die Sehenswürdigkeiten zu zeigen, brachte er ihn auch eines Abends in eine Sitzung der Felibres. Der junge Aethiopier wurde sofort zum Ehren-Felibre ernannt, desgleichen sein Oheim, der König der KLnige Menelik.Sohn desKLnigs Salomo und der schönen schwarzen Königin von Saba. Soleillet erhielt ein Diplom für Menelik und hat es auch später dem Negus Negesti überreicht, der darob tief gerührt gewesen sein soll. Die deutsche Dichterin und rumänische Königin Carmen Sylva ist übrigens, nebenbei bemerkt, auch Felibre. Offenbar ist der Felibrebund sehr weitherzig und dehnt den Begriff provenalischauf Verschiedenes aus, was mit dem provenalischen Dichterruhm nicht das Mindeste zu thun hat. VorKurzembranntein dem nordpfälzischen Landstädtschen Kirchheimbolanden am Donnersberg das alte Gasthaus Zur Traube" ab. Dieses Ereigniß ruft allerlei historische Erinnerungen wach. Nicht allein, daß es schon zu Zeiten des Durchzugs der Napoleonischen Truppen zu Anfang dieses Jahrhunderts eine große Rolle spielte, in der 48er Bewegung und später war dieses Gasthaus auch oft der Ort demokratischer Kundgebungen . Ganz besonders interessant ist es aber, daß der Dichter Uhland. der in Heidelberg studirte. damals oft über den Rhein zog und mit dem Wanderstab die schöne Pfalz durchmaß. in dem genannten Gasthause seine erste Liebe fand. Sie war der Wirthin Töchterlein. Anna Miesel. Als der jungeStudent wieder einmal kam. war dasMädchen todt, und so entstand das alte Volks- und Studentenlied: Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein", ein Lied, das schon so Manchem eine heiße Thräne entlockte und Künstler veranlaßte, es auch lm Bude zu ver eVntöMi. Das aemüthliche Mün. ch e n. einst die Stadt der Bierkravalle und noch letzt die Bier-xportttavt von Wehruf, steht inmitten einer Bierreform. Einst schimpfte ganz München um einen Pfennig Bierpreiserhöhung, und Tausende zertrümmerten deshalb der Wirthe Mobiliar und Haujer. unv iekt trinkt auch der gemeine Mann zur Arbeit sein Flaschenbier (Preis das halbe Liter 13 Pf.) und was sich emigermaßen zum besseren Mittelstand rechnet, trinkt Pilsener (vom Faß und in laschen) und Schwechat-Wie ner Dreherbier (20 und 25 Pf. das halbe Liter.) Schon sehr mittlere Restaurants und Wirthschaften führen echtes Pilsener Bier, und die größten Brauereien Munchen's fuhren naaz Pilsener Art gebrautes helles, hopsen reicheres Münchener Product. Dazu nehmen die Umsätze der Gassenschenken ab. auch der kleine Mann hat dasFla. schenbier im Hause und häufiger als sonst trinkt er zu Hause und besucht nicht die Kneipe. Nur wer das bisherige Münchener Kneipleben kannte und kennt, der vermißt, wie der richtige Münchener des Abends in rauchenden Kneipen sitzen mußte", begreift diese Reform", deren Folgen bereits den bayerischen Landtag beschäftigten und deren Umfang nicht abzusehen ist. Einstweilen ist die Thatsache unumstößlich: in München trinkt man mit Vorliebe österreichische Biere, und die Bierflasche verdrängt den Maßkrug, das Helle" das Dunkle." Gewiegte Kenner der Verhältnisse bezweifeln, ob der bayerische Bierexport noch wesentlich steigerungsfähig ist. und viele meinen, es stehe eine Reaktion in Sicht. Ueber die Qualität des Hofbräubieres mußte der Finanzminister schlimme Worte in beiden Häusern des Landtages hören und selbst der Referent in der ersten Kammer, der junge, aber als Chemiker sachkundige Graf v. 'TLrring Jettenbach bezeichnete das weltberühmte Hosbraubier als herzlich schlecht. -

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