Indiana Tribüne, Volume 19, Number 189, Indianapolis, Marion County, 27 March 1896 — Page 2
Zndisns Tribüne
Erscheint Täglich und Conntagv. Die täglich Tribüne- kostet durch den Tx&itx J Gent per Woche, die EonntagS.Tribüne-I dtuti per Docht. Leide infamste 25 Cents der 13 (XcntS per Vtonat. Per Post außerhalb de, ?tM zugeschickt t oravISejtlhluug V per Uahr. mi 18 Süd kllabama Stratz,. Indianapolis, 2nd., 27. März 1896. Die RSntgen.Ttrahleu in der Chirurgie. Der epochemachenden Entdeckung des Würzburger Professors Dr. Röntgen wird v?n vielen Seiten auf die Entwicklung der Chirurgieem so bedentsamer Einfluß beigemessen, daß es wohl am Platze erscheint, die allgemeine Aufmerksamkeit auf eine Warnung zu lenken, welche Dr. Max Brei tung in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift veröffentlicht hat. .Es soll nicht in Abrede gestellt werden," schreibt dieser Gelehrte, bafc die Ent deckung der Durchleuchtung des Körpers nach Röntgen eine der hervorragendsten und zweifellos weittragendpen des Jahrhunderts darstellt. Aber es scheint an der Zeit, mit aller Ener gie den Vnirrungen entgegenzutreten, welche sich, wie an allen großen Gilt bedungen, auch an diese anschließen zu wollen scheinen. Infolge der fortgesetzten Nachrichten über die Aufpndung von Fremdkörpern mit Hilfe deZ X-Lichtes hat sich bei dem Publikum die merkwürdige Vorstellung entwickelt, daß man früher in der Chirurgie beinahe so gut wie nie eingedrungene Fremdkörper, deren Sitz nicht gerade offenkundig war, habe finden können. Von einem akademisch graduirten Philosophen wurde mir anläßlich einer Besprechung der Nöntgen'schen Entdeckung direct gesagt: So etwas (wie das Auffinden von Fremd korpern) gab es bisher doch einfach nicht! Wenn es nun schon traurig stimmt, sehen zu müssen, mit welcher kaum zu erwartenden Jnteresselostqkeit gebildete Laien die Fortschritte der Medicin verfolgen, so ist es geradezu- beschä mend, erfahren zu müssen, daß auch Aerzte den Errungenschaften de, Chi rurgie fast wie einer Res ignota gegenüberstehen. Nach langen, mühsam zurückgelegten Wegen ist die Chirurgie und besonders die Kriegschirurgie zu dem Grundsatz gelangt, daß man nicht den eingedrungenen Fremdkörper an sich als Jndication eo ipso für einen operative Eingriff betrachten soll, sondern nur die bestehenden oder mit Sicherheit zu 'erwartenden Krankheitserscheinungen. Es hat beinahe den .Anschein, als ob man unter dem Drucke der Röiitgen'schen Entdeckung vergessen wollte, daß uns ein seit so und so dielen Jahren symptomlos im Körper befindlicher Fremdkörper chirurgisch gar nicht interesstrt. Hier heißt eZ, wie in vielen Fragen der Politik: Ruhiges nicht bewegen! Es wäre als ein Unglück zu bezeichnen, wenn die herrliche Entdeckung des deutschen Gelehrten dazu führen sollte, eine Polypragmaste zu erzeugen, eö Ware ein verhängnißvoller Rückschritt, wenn Aerzte wieder zu dem StandPunkt kämen, daß Alles, was die Platte unter X-Licht Abnormes zeigt, e ipso dein Messer verfallen sei. Daß die Röntgen'sche Entdeckung berufen ist, uns im einzelnen concreten Falle große, unschätzbare Dienste zu leisten, kann man schon heute sagen, ohne aus dem Fahrwasser der kühlen, zurückhaltenden Kritik zu gehen. Im einzelnen Falle! Ich bin mir für meine bescheidene Person darüber durchaus nicht im Unklaren, daß dieser einzelne Fall die Ausnahme bilden wird. Nach meiner Ansicht kann keine Rede davon sein, daß die Durchleuchtung für die Fremdkörperchirurgie nun etwa eine Conditio sine qua non geworden wäre. Man wird noch Viel erwarten dürfen für die Chirurgie der Gallenblase, der Harnblase, de? Nieren, der Därme. Vielleicht hoffentlich! wird bei mehr entwickelter Technik des Aus nahmeverfahrens sich auch für die Hirnchirurgie Manches erreichen lassen. wenn es gelingen sollte, z. B. DePressionen des Schädeldaches genas, festzustellen. Hier hätte dann di Encheirese zweifellos erheblich an Terrain zu gewinnen. , Auch für beginn nende. namentlich tuberkulöse Kno chenaffectionen. steht betreffs frllbzeiti. ger Diagnose Einiges zu hoffen. Man wird mit Recht verlangen, daß die Durchleuchtung mit X-Licht - sich zur Wissenschaftlichen Methode entwickelt und bei Stellung der Diagnose . nicht unbeachtet gelassen wird. Niernals wird man aber die Anforderung stellen dürfen, daß der positive Durchleuchtungsbefund eo ipso die nachfol- ' senden' Operationen erfordert. - Hie' Fremdkörper hie Messer! ' : ' Der Nachweis eines Fremdkörpers kann niemals an sich den kategorischen Imperativ für seine operative Beseiti gung geben. Es wird Fälle geben, , in denen der Patient zur Entfernung drängt; der zielbewußte Arzt wird sich nicht drängen lassen, er wird im In teresse deZ Patienten eine Operation ablehnen. In der Beschränkung zeigt sich der Meist! Künstliche Seide. Einen bedeutenden Ejfolg, haben die Arbeiten eines deutschen.Chemikers in Augsburg der Teztil-Jndustrie gebracht, und es läßt sich mit Bestimmtheit voraussagen, daß die Erfindung für, eine große Anzahl von Industrien t einschneidende Folgen nach sich zie hen.wird. Um die Bedeutung und den Werth dieser Neuheit, der Herstellung künstlicher Seide auf chemischem Wege, in das rechte. Licht zu stellen, mag 'er--wähnt. d,rden,aß seit Lahrhunderien zahllose Versuche unternommen wurden, den vornehmsten Stoff der europaisSm Teitil-Jndusirie. die Seide.
aus irgenv welche Welfe zu verbilligen. Die natürliche Seide stammt bekanntlich vom Seidenspinner, dessen Hei math China ist und dessen einzige Nahrung die Blätter der Maulbeerbäume bilden. Alle Versuche, die Seidenzucht
auch in Europa einzuführen, hatten , V...XfXf.iiVin iin'.i ! oisyer leinen uiuuuuycuvcn uuu dauernden Erfolg. Es lag dies theils daran, daß der Maulbeerbaum zu seinem Gedeihen ganz besonderer klimatischer Bedingungen bedarf, theils auch daran, daß Epidemien, deren Ursachen sich weder aufklären, noch beseitigen ließen, oft ganze Seidenraupenbestände vernichteten, so daß die auf den inländischen.Seidenbau angewiesene Jndu strie unausgesetzten Schwankungen unterworfen war. Auch die Versuche, den Seidenspinner durch Kreuzungen an andere Nahrung ZU gewöhnen, hatten bis vor Kurzem gar keinen Erfolg. und das einzige glückliche Resultat des Professors Harz in München ist für die Seidenindustrie bisher ohne praktische Bedeutung gewesen. Bei allen diesen Schwierigkeiten ergab ..es sich fast von selbst, daß. man immer und immer wieder einen künstlichen Ersatz für die Seide suchte. Die Gespinnste anderer Spinnarten konnten ihres unentwirrbaren Fadens halber nicht wohl in Betracht kommen. In der Faser Sex Ramiepflanze qlaubte man endlich ewen geeigneten Stoff gefunden zu den; er lieferte ein dem Glänze nack der Seide verwandtes Gewebe, aber darauf beschränkte sich auch die ganze Aehnlichkeit. Erst der modernen Ehe- . . . s?-1 e? mie war es voroeyaiien, einen viqh zu entdecken, dessen Erzeugnisse der echten Seide würdig zur Seite stehen. Vor länger als 10 Jahren kam aus Frankreich die Kunde, daß ein Versahren zur Herstellung künstlicher Seide erfunden und dem Erfinder. Hilaire de Chardonnet, patentirt sei, und eine Gesellschaft in Beanon übernahm mit großen Mitteln die Ausbeutung dieses Patentes. Nach diesem Verfahren wird Baumwolle mit Nitrat und Schwefelsäure behandelt, die hieraus gewonnene Nitrocellulose in einer Mischung von Aether und Alcohol auf gelost, und um die Explosionsgefahr zu verringern, eine kleine Quantität metallischen Salzes hinzugefügt. Die ganze Mischung wird durch ein System von Haarröhrchen im Durchmesser eines natürlichen Seidenfadens in heißes Wasser hineingepreßt, in welchem Aether und Alkohol verdampfen und einen feinen, zum Spinnen geeigneten Faden, zurücklassen. Nach zahlreichen mühsamen Versuchen ist es kürzlich Dr. Lehner in Augsburg gelungen, eine künstliche Seide, die an Glanz die natürliche übertrifft, herzustellen und auch gleichzeitig deren fabrikmäßige Erzeugung zu ermöglichen. Sofort hat sich englisches Kapital die Erfindung gesichert. Nahe bei Zürich ist eine große Fabrik in der Vollendung begriffen, und noch ehe sie ganz unter Dach war,, begann man schon mit der Fabrikation der künstlichen Seide. Dies: Erzeugnisse haben bereits Eingang in zwei wichtige Industriezweige gefunden, in die Strohhut- und in die Passementeriefabrikation. Aus künstlicher Seide gewebte schmale Bändchen werden mit unlöslich gemachter Gela. tine überzogen, zu Borden geflochten und dann zu Hüten zusammengenäht, die ihres Seidenglanzes und ihrer Leichtigkeit halber sehr bald großen Absatz finden dürften. DaS Gleiche gilt auch von den Quasten. Fransen. Schnüren u. s. .w. aus' künstlicher Seide, die thatsächlich glänzender sind, als die aus echter Seide. Den Grundstoff .dieser künstlichen Seide nach dem Lehnerschen Verfahren bildet Vxt explosive Nitrocellulose. die bekanntlich auch den Grundstoff für das rauchschwache Schießpulver, abgiebt. Durch sogenannte Deniirirüng. d. h. durch Entziehung des Nitrats inittels Ammoniumverbindungen, wird ihr die Explosionsfähigkeit genommen, und die künstliche Seide ist nach diesem Proceß nicht feuergefährlicher, als die Baumwolle, mit dersie als Pflan zenstoff in chemischer Hinsicht völlig übereinstimmt. Die Unterscheidung künstlicher. von echter Seide wird hierdurch sehr erleichtert; die erstere läßt beim-Verbrennen den Geruch der Pflanzenfaser zurück, die letztere aber, als thierisches Erzeugniß. den Geruch verbrannter Schafwolle.Haare u. a. w. Dieses Merkmal ist von wesentlicher Bedeutung, weil die Gewebe. Nähfaden u. s. w. von künstlicher Seide sich dem Aussehen nach von der natürlichen Seide kaum unterscheiden, und Glanz und Farbe der künstlichen Erzeugnisse hervorragend schön sind. Unter den Fortschritten der modernen . Chemie nimmt diese Erfindung zweifellos einen ganz hervorragenden Rang ein. Unterirdische eservorrs. Ungeheure Landcompleze in dem Veiten Gebiete der Vereinigten Staaten,, deren Bodenbeschaffenheit nicht das Geringste zu wünschen übrig läßt, haben unter der Ungunst von widrigen klimatischen Verhältnissen in so hohem Grade zu leiden, daß es kostspieliger Anlagen bedarf, um sie für den Anbau geeignet zu machen. Die Wolken, spenden das befruchtende Naß in so geringem Grade, daß von einer Vegetation ohne die Hilfe von Men schenhand kaum die Rede ist, viel fce. niger von Mer ' und Gartenbau. Dem schon im grauen Alterthume gegebenen Beispiele folgend, haben die Ansiedler - in den ariden Gegenden künstlicheMeservoirS und BewässerungSanlagen geschaffen, in denen daS Wasser äuö oft weil entlegenen Flüssen gestaut bezw. in Netzen weit verzweig ter Canale äufi)ie Felder geleitet wird. In manchen Gegenden, wo es selbst an Wasserläufen mangelt, ist der rastlose Mensch tief in den Schoß der Erde gedrungen, um das zu der Befruchtung ihrer Oberfläche erforderliche, Naß zu erlangen.- Zahlreiche, artesische, Brunnen von vielen-' hundert 'Fuß Tiefe sind unter denDruck 'der V!othwdZgkeit aebohrt worden "und ML vielenällen haben dieselben einen solchen Reich, thum von Wasser ergeben, daß da
tXU nicht vloZ den ÄNvau.ausgeveyn ter Landcompleze ermöglichte, sondern sogar die Betriebskraft für bedeutende industrielle Anlagen lieferte. In dieser Hinsicht sind besonders in Brule County im Staate Süd-Dakota großartige Erfolge erzielt worden. In den
Tiefen der Erde unter diesem County befinden sich offenbar ungeheure Reservoirs, denn aus den dortigen artefischen Brunnen strömt das Wasser unter hohem Drucke mit einer staunenswerthen Regelmäßigkeit. Zwei solche Brunnen sind die größten ihrer Art in der ganzen Welt; einer von ihnen, der sich m Chamoerlam, dem Sitz der Countybehorden, befindet. liefert das Wasser, um die zur Beleuchtung der ganzen Stadt erforderllche Elektricität erzeugen , zu Tonnen, und dabei fließt über die Halste des Wassers unbenutzt fort. In den letz ten Jahren sind m dem County 300 Meilen von Wasserläufen, die aus artesischen Brunnen gespeist werden, entstanden. In der Nachbarschaft, von einigen Ortschaften hat man künstliche Seen geschaffen, auf denen man sich im Sommer mit Bootfahren und im Winter mit Schlittschuhlaufen vergnügen kann und die emen Ueberslüß von Eis für , den Sommer liefern. Die Landwirthschaft hat durch diese Wasserzusuhren aus dem Innern der Erde einen beachtenswerthen' Aufschwung erfahren und doch befindet sich dort die Aera der artesischen Brunnen sozusagen erst in ihrer Kindheit. Im Durchschnitt haben dieselben eine Tiefe von 1000 Fuß und . entströmen , ihnen ca. 1000 Gallonen Wasser in der Minute. Man kann sich von dem Werthe dieser reichen Wasserzusuhr eine Vorstellung machen, wenn man erwägt, daß ein Zufluß von 800 Gallonen in der Minute genügen, um eine ganze Section Land.' d. h. 640 Acres, alle 15 Tage mit einem Zoll Wasser überfluthen zu können. Jeder Brunnen liefert Wasser unter einem Druck, der stark genug Itt, um dasselbe durch ein Netz von 15 Meilen Jrrigatiokgräben, welche die Größe eines kleinen Baches haben.treiben zu können. DaS Wasser selbst ist rein wie Quellwasser unfc hat eine Temperatur, die zwischen 70 und 85 Grad variirt. Der in Chamberlain befindliche bedeutendste artesische Brunnen hat eine Tiefe von 675 Fuß, einen Durchmesse: von 8 Zoll und liefert in der Minute 4430 Gallonen Wasser unter einem Druck von 310 Pfund auf den Quadratzoll.'was 100 Pferdekräften gleichkommt. An der Mündung des Brunneu schießt das Wasser in einer soli den Säule 12 Fuß 6 Zoll hoch empor und. durch tin Mundstück von 2 Zoll getrieben, erreicht der Strahl eine Höhe oon 162 Fuß. Nachdem das Wasser die zum Betrieb der Elektricitätswerke nöthige Kraft geliefert, durchströmt es in einem stattlichen Bach die Stadt.um sich schließlich in den Missouri zu ergießen. Um die Maschinerie dieser Werke zu treiben, welche Elektricität für 500 Lampen erzeugen, wird das Wasser in einem dreizölligen Strahle auf die Schaufeln eines großen Rades gelenkt, das mit Wellen und Treibriemen die Dynamos in Bewegung setzt. Trotzdem kaum die Hälfte der Kraft zur Beleuchtung der Stadt ausgenutzt wird.- beabsichtigt man in der Nahe dieses Brunnens wertere Bohrungen vorzunehmen, in der Hoffnung, die zum Betriebe industrieller Etablissements erforderlichen Wasserkräfte zu erlangen. Auch der gesammte Trink Wasserbedarf der Stadt Chamberlain wird aus den artesischen Brunnen gedeckt und zwar mit sehr geringen Ko sten. Früher wurde das zur Versorgung der Stadt benöthigte Wasser unter großen Kosten aus dem Missouri nach einem hoch . gelegenen Reservoir gepumpt. Als aber die auf den Höhen zwischen dem Missouri und dem Jim River belegene Stadt Kimball die schwierige Wassersrage durch das Bohren von artesischen Brunnen in der er folgreichsten Weise löste, folgte Cham verkam diesem Beispiel und erzielte ebenfalls ausgezeichnete Erfolge. Um in die Anlage von artesischen Brunnen einSystem zu bringen, wurde von der Legislatur e:n Gesetz ange nommen, dem zufolge die Townships und das County die Kosten zusammen zu tragen haben. Seit der Annahme dieies Gesetzes sind in 20 Townships Brunnen gebohrt.ferner haben einzelne Farmer auf eigene Kosten Bohrungen ausführen lassen. '.''Die zur Zeit bestehenden Jrrigationsanlagen genügen zur Bewässerung von 10.000 Acres ertragfähigen Landes, das freilich, ohne das befruchtende Naß aus dem Schoße der Erde kaum etwas anderes als eine Wüstenei sein würde. Der vieldegeyrte Cent. Zu den kleinen, aber interessanten volkswirthschaftlichen Erscheinungen gehört auch die stärkere oder schwächere Nachfrage nach dem Kupfergeld. Eine bemerkenswerthe Veränderung ist' in dieser Beziehung bei uns, speziell im Westen, in den letzten zwei Jahrzehn ten eingetreten. . . ' Vor 20 bis 25 Jahren waren im fernen Westen die Centstücke eine völlig .unbekannte Größe-, und auch in den alten nordwestlichen Staaten' waren sie nur wenig sichtbar. Für, weniger, als einen Nickel, war gewöhnlich nichts zu haben, und .die Preise aller, Sachen, waren so eingerichtet, daß man auch beim Wechseln keinen Cent bedürfte.' Und heute? t - In allen .unseren ..Staaten, einschließlich derjenigen am Stillen Oceam - welche am längsten ausgehalten ha ben sind die Cents ein. alltäglicher, und zwar meistens sehr hegehrter. Be dürfnißgegenstand geworden. 'Wenigr territoriale Gegenden nur (besonders Arizona) machen noch eine Ausnahme. Daher hat auch, die Prägung '. der Cents verhältnißmäßig gewaltige Dimensionen angenommen. Verläßlicher Angabe nach wurden pon 1793 bis zum Beginn des Bürgerkrieges durchschnittttcb - im ' 5kabr nur für 55 nm CentstLcke geprägt. Unmittelbar vor m .w . .i rem ura-ririege und wahrend d
tUn wurde diese Prägung eme ungewöhnlich starke; sie ging während der Periode der Preis-Aufblähungen wieder erheblich zurück; 1886 jedoch nahm sie einen plötzlichen und starken Anlauf, und seitdem ist kein Rück-
gang mehr zu verzeichnen gewesen. Beinahe die Hälfte der gesammten Cents-Prägung in den Ver. Staaten entfällt auf die letzten 15 Jahre, nämlich 304.700.000 bis 780 Millionen Centstücken. Und die starke Nachfrage hält noch immer an. Drei Pressen in der Philadelphiaer Bundesmünze liefern schon zusammen 1;j,000 Stuck täglich. Es lassen sich verschiedene Ursachen für diese Erscheinung angeben. Wäre gerade, als der Finanzkrach von 1873 oder derjenige von 1893 eintrat, die Nachfrage nach Cents gestiegen, so würde man darin nur eine naturliche Folge der schlechten Zeiten erblickt haben. Sie begann indeß meist Mit der Wiederkehr besserer Zeiten, nach der allgemeinen Wiederaufnahme der Zahlungen. Die Geldklemme kann also im Allgemeinen nicht viel mit der stei genden Liebhaberei für die Cents zu thun gehabt haben, wenigstens nicht direkt. Dahingegen haben ohne Zweifel die vielen Preisherabsetzungen von Bedursnißgegenstanden. infolge verbesser ter Maschinerie, verminderter Productionskosten und lebhafteren Concurrenzkampses, einen mächtigen Ein fluß in dieser Hinsicht geübt. Und schon allem die Herabsetzung derPreise für Tageszeitungen allenthalben östlich vom Mississippi hat eine ganz rie sige Nachfrage nach Pennies geschaf fen, wo früher nur mit Nickels bezahlt wurde. Die Allerwelts-Handelsläden und viele andere Geschäfte haben auch m:t ihrem Brauch, größere WaarenPosten behufs Anlockung von Kunden um eine Kleinigkeit billiger zu verkaufen. z. B. von -55 auf $4.88 herabzu gehen, die Cents viel begehrter und geehrter gemacht. Eme weitere Steigerung dieser Nachfrage ist auch zu erwarten, wenn die jetzt so verbreitete Bewegung behufs Ermäßigung der Straßenbahn-Fahrpreise unter einem Nickel herab einen bedeutenden Erfolg haben sollte. Zum Vortheil öffentlicher Collecten kn Kirchen u. s. w. scheint die steigende Popularität des Cents vielfach nicht gewesen zu sein. Wenigstens hat man von dieser Sute verschiedene Klagen aus dem Westen gehört, daß die Aera der Cents diese Collecten weniger einträalich aemacht habe. Viele Volkswirthschaftliche Schriftsteller erklären, daß die Anwendung kleiner Münzen bei den höchstentwickelten Nationen am größten sei, die belobungsdurstigen Amerikaner können sich also geschmeichelt fühlen. Das ignosulfit. Solange es der Bakteriologie nicht endgiltig glückt, ein specifisches HeilMittel gegen die Tuberkulose zu gewinnen, bleibt die praktische Medicin immer noch hauptsächlich auf die Bekämpfung derSymptome derSchwind sucht angewiesen, und es vergeht kaum eine Woche, die nicht neue Mittel solcher Art zu Tage förderte. Wiederholt hat man versucht. Substanzen, deren Heilkraft bekannt war, auf gasförmigem Wege, der Luströhre und ihren Verzweigungen und dadurch auch der Lunge zuzuführen; die Erfahrung lehrt jedoch, daß diese Inhalationen von geringem Erfolge blieben. Neuerdings ist nun an verschiedenen KranZenanstalten wieder ein JnhalationsMittel erprobt worden, das den Berichten der medicinischen Fachblätter zufolge ein wesentlich besseres Resultat ergeben hat. Das Mittel nennt sich Lignosulfit" und ist nicht eine chemisch charakterisirte Verbindung, sondern eine bei der Cellulose - Fabriktion entstehende Flüssigkeit, die neben gelösten Salzen die aus dem Fichten holz und Fichtennadeln ausgezogenen ätherischen Oele, Harze und balsamischen Substanzen, sowie schweflige Säure und unter der Einwirkung dieser Säure beim Kochen entstandene organische Verbindungen enthält. Die Flüssigkeit riecht nicht unangenehm. Sie wird im Krankenzimmer verdunstet und so den Patienten zugeführt. Wie Dr. Rosenberger in Würzbürg in der Münchener Medicinischen Wochenschrift mittheilt, ist dem von Dr. Hartmann eingeführten Ligno-, sulfit nach den bisherigenErfahrungen eine expectorirende und desinficirende Wirkung zuzusprechen, wodurch die in den Luftwegen stagnirenden Massen entfernt werden, sich nicht weiter zersetzen und so den Gesammtorganismus richt inficiren . können. Eine Folge dieser günstigen Wirkung war vielfach das Aufhören vonFieber. Nachtschweiß und Appetitlosigkeit bei den mit Ligno sulfit behandelten Kranken. Wenn die Substanz also auch nicht als HeilMittel gegen die Tuberkulose angesehen werden kann, so dürfte sie sich doch als ein werthvollesMittel zur Bekämpfung ihrer Symptome bewähren. Sutsche Loeal'Nachrlchten. CProvttti 'öcafcttbttca. Berlin. Einen sonderbaren Selbstmordversuch hat der 55jährige Gastwirth Hermann Goler in Fried richsberg bei Berlin gemacht. In der Verzweiflung .über ein Herzleiden und den schlechten Gang seines Geschäftes rannte er sich an einer Wand den Schädel ein. Die 'Stirn wurde ihm eingedrückt und aus Mund. Augen und Nase quoll das Blut hervor. . Goler, der seit dem 'Jahre 1884 Wittwcr ist, lebt zwar noch, doch liegt er im Kran fenhause sehr schwer darnieder. Polizeilich geschlossen wurde in Char Zottenburg die CHarlottenburgCreditund Sparbank- (E. G. mit beschr. Haftpflicht). Die drei .Direktoren Danziger.. Pollaczek und Ziebarth. tvurden während ihrer Anwesenheit in der Bank um' 10 Uhr früh verhaftet. Der vorgefundene beschlagnahmte Kasi senbestand betrug - 4 Pfennige. Die Direktoren sind ,um Tbeil wegiBan-
kerotts vorbestraft und stehen sammtlick in Konkurs. Bei der Verhaftung
bestand das ganze Vermögen des Klee- ! blattes in kaum 25 Mark, irenor : Pollaczek befand sich nicht einmal im , Besitze einer Uhr. An einer Messing- ' w . - . kette befand sich eme leere uyroiecykapsel. Viele kleine Leute sind gesch'ä diat. 5m benachbarten Rirdorf wurde ein etwa 20jähclges Mädchen in nem Graben ermordet ausgesunoen. Die reckte Seite dcS' Kopfes zeigte mebrere Stichwunden. Die Leiche war nur mit einem Hemd und einem grauen Corset bekleidet. Aieielve in offenbar erst nachträglich an dieStelle. an der sie gefunden wurde, geschafft worden. Nachträglich ist in derselben die unverehelichte Clara Gall ermittelt worden. Vrovin, stpreu. Königsberg. In der zwischen Königsberg und Heiligenbeil am Fri schen Hass liegenden Ortschaft Bladiau wurde dem Arbeiter Schulz von dem Knecht Schirwing die Nase abgebissen. Als Schulz jüngst Abends in die Nähe seiner Wohnung kam, sprang Schirwing plötzlich auf ihn los, warf ihn zur Erde und hielt ihn mit den Händen an beiden Ohren fest. Sodann erfaßte Schirwing die Nase des hilflos daliegenden Schulz mit den Zähnen und biß so lange daran, bis er die Nase glatt vom Knochen herunter hatte. Die Veranlassung zu der ruchlosen That des Knechtes ist noch nicht aufgeklärt. R a g n i t. Ein sehr schwerer Un glücksfall hat sich auf der Haltestelle Krapaten ereignet, indem dort einem Briefträger aus Löbegallen vom Zuge beide Beine und eine Hand abgefahren wurden. Man nimmt an, daß der Verunglückte den Zug' verlassen hat, während derselbe sich noch in Bewegung befand. Der gräßlich verstümmelte Mann ist noch am Leben. Vrovin, Mstprusten. Bandsburg. In Grllnlinde legte ein großes Schadenfeuer sieben Bauernhöfe in Asche.' Es wurden an 20 Gebäude mit bedeutenden Vorräthen zerstört. Ein Knabe kam in den Flammen um. N e u st a d t. Das dem Kaufmann G. Fürstenberg gehörige, am Markt Hierselbst gelegene Hauögrundstück, ist für den PreiS von 39.000 Mark in den Besitz des Fleischermeisters Liebe von hier übergegangen. O l i v a. B, einem heftigen Sturm scheinen die beiden Söhne des Arbeiters Ehlert von hier. 8 und 9 Jahre alt. welche läng dem Günthershofer Mühlenteiche zur Schule gingen, in's Wasser geschleudert, unter das Eis gerathen und umgekommen zu sein. Sie waren weder in die Schule noch nach Hause gekommen. Bei dem Absuchen "des Mühlenteiches ist am Ufer desselben eine Mütze und ein Federkasteil.von den Leichen aber noch nichts gefunden worden, da das Eis an den meisten Stellen noch fest steht. Vrovin, Votnmtvru G r e i f e n b e r g. In Zimmerhausen bei Herrn v. Blankenburg wurde ein seltenes Fest gefeiert, es galt einer treuen Dienerin des Hauses, dem Fräulein Gützlaff. die 40 Jahre der Wirthschaft treu vorgestanden und nun schon der dritten Generation der Fa milie v. Blankenburg dient. Die Familie ehrte daher die Jubilarin in der herzlichsten Weise. Der Landrath überreichte dem Fräulein Gützlaff im Auftrage der Kaiserin das goldene Verdienstkreuz für treue Dienste. Greifswald. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Paul Fischer zu Gülzow ist das Conkursverfahren eröffnet. Stettin. Die in der Consum vereins-Niederlage Grenzstr. 21 angestellte Verkäuferin Frieda Hübner stürzte sich aus dem vierten Stock des bezeichneten Hauses auf den Hof hinnb. Die Selbstmörderin wurde schwer verletzt, aber noch lebend in das städtische Krankenhaus überführt. Vrovin, VoUxu Bromberg. Die Feier ihres 550 - jährigen Bestehens begeht am 17. April die Stadt Bromberg. Aus Anlaß des Jubiläums giebt die Historische - Gesellschaft für den Netzedistrikt eine Festschrift heraus, die u. Aauch sehr interessante Urkunden aus der fridericianischen Zeit enthalten wird. Prähistorische . Funde sind an drei verschiedenen Orten der Provinz Posen gemacht worden: in Freymark bei Weißenhöhe. Kaminietz deiKletzko und Buschkowo bei Crone a. d. Brabe. Die Bromb?rger Historische Ge sellschaft, welche man von den Funden in Kenntniß setzte, wird an den beiden erstgenannten Orten in diesem Frühfahre weitere Nachgrabungen veranstalten. L i s s a. Auf dem Territorium des Rittergutsbesitzers von PansemannPempowo bei Lissa kam es zwischen dem Förster Michalik und einem Wilddiebe zu einem Zusammenstoß. ' Der Wilderer leistete Widerstand und verletzte den Förster an der Hand, wo rauf letzterer auf den Angreifer einen Schuß abfeuerte, der den Tod des Verletzten zur Folge hatte. Posen. Als bei der Revision der Brennerei zu Neu Görtzig der Ober steuerkontroleur und ein Steuerkontroleur den Gährraum betraten, fielen sie sofort besinnungslos nieder. Der Obersteuerkontroleur erholte sich wie der, während der Kontroleur auf der Stelle erstickte. Vrsvin, St,lN Veuthen. , Die Strafkammer verurtheilte den Hypotheken-Schwind der Sczierski zu 12 Jahren Zuchthaus. Derselbe verbüßt gegenwärtig emT2jährige Zuchthausstrafe und wird demnächst noch wegen Urkundenfäl schung abgeurtheilt. L i e g n i tz. Bei Steinau wurde vor einiger Zeit die Leiche eines Liegnitzer Kartosfelhändlers aus derOder gezogen; der Umstand, daß dieselbe nackt war und eine Schußwunde .im Kopfe hatte, schloß die Annahme eines Selbstmordes aus. Der schon damals der 'Blutthat dringend- verdächtige Obsthändler Altmann auö Kiegnitz. bei welchem de? Ermordete seine le&e
Nacht zugebracht halte, ist jetzt veryas-' tet worden. ! N e i s s e. Die feierliche Eröff- ( nung des neuen Postqeb"'w'des hat hier stattaefunden. Dieselbe erfolgte durch den Oberpostdirector Holfeld ausOp-
peln. Die Beamten der ?isser PoNanstalt und zahlreiche geladene Gäste, darunter Vertreter der städtischen Be Horden, hatten sich in der Vorhalle, wo die Büste deS Kaisers, von Vlattpflanzen und Drapereien umgeben, Aufstellung gefunden hatte, versammelt. Provinz Sassen. 5) a l l e a. S. Eine Dampfmolkerei will ein hiesiger Capitalist in Bad Kösen einrichten, die mit Molkenkur- und Kefyr - Anstalt verbunden sein wird. Auf das Gefängniß in Eisleben wurde ein Dynamit - Attentat verübt. Der Schaden ist ein geringer. Der Urheber ist vermuthlich ein vor einiger Zeit mit zwei anderen Gesänge nen dort entflohener Einbrecher Hermann, der jüngst viele Einbrüche ver übt hat und dessen Braut dort noch in Untersuchungshaft sitzt. Hermann wurde in einer hiesigen Wirthschaft bereits verhastet. Er hat nur die Einbrüche eingestanden. L 0 b u r g. Der landwirtschaftliche Centralverein der Prov. Sachsen hat 13 bei dem Amtmann Käufer auf dem bei Loburg liegenden RitterguteKlepp dienenden Arbeitern und Arbeiterin nen silberne und bronzene Medaillen und Ehrenzeichen nebst Ehrendiplomen für 25-0 jährige treue Dienste verliehen, die von Herrn Klepp imBei sein des Pastors Heinemann überreicht wurden. Den Decorirten wurde dann im Hause der Herrschaft ein Festmahl gegeben. Mühlhausen. Der Vertrag für die Erbauung der Bahnlinie Mühlhausen - Ebeleben ist jetzt voll zogen worden. Nordhausen. Wegen Vierpanschere! war, wie s. Zt. gemeldet, der Bahnhofs - Restaurateur Hoflieferant M. Butzmann zu 200 Mark Geldstrafe vom Schöffengericht verurtheilt worden. Auf von ihm eingelegte Berufung ist er jetzt von der Strafkammer freigesprochen worden. Vrovin? SViOvia'SoM,. Kiel. Der englische Sprachlehrer an der hiesigen Marineschule Mr. Rankilor. der wegen einer Majestätsbeleidigung angeklagt war, die er in einem Wirthshause am Kaisergeburtstage begangen haben soll, als Angehö. rige der Marine die Nationalhymne sangen, ist nach England geflohen. Im benachbarten Fabrikort Neumünster brach eine Revolte aus. DieMenge erstürmte das Gebäude der Heilsarmee und zertrümmerte dort Alles. Der HauLwärter, welcher Widerstand leisten wollte, wurde niedergeschlagen und erhielt einen Schädelbruch. Die bedrohte Polizeimannschaft machte von der blanken Waffe Gebrauch. ES wurden viele Verhaftungen vorgenom men. V i n n e b e r a. Der Orgelbaufond ist durch die uneigennützigeZuwendung von 2000 Mark seitens des Fadrikan ten I. Leppien auf 5000 Mark ange wachsen. Rindsburg. Der 25-jähriae r i rrr n . ? rm ri.-t.r ! anomann -yrinopa xuzppqaizn 11. Rütteln befand sich mit seinem 23-jäh-rigen Knecht Klaus Mariens in einer Mergelgrube, als eme Schicht herun terstünte und die Beiden verschüttete Die Verunglückten konnten, trotz sofort vorgenommener Rettungsversuche, nur als Leichen herausgegraben wer den. Vrovin, Lannov?. Bodenwerder. Nachdem die Firma Bering & Wächter, welcher der Bau und Betrieb der Bahn Emmer thal - Vorwohle übertragen werden soll, sich bereit erklärt hat, außer den bereits übernommenen zwei Millionen der Baukosten noch weitere 500.000 Mark ohne Zmsgaranhe zu uberneh men, kann man hoffen, daß die noch fehlende eine Million Mark seitens der emzelnen Interessenten undGememden nach Abzug von etwa 500.000 Mark StaatSzuschuß aufgebracht wird. Göttingen. Aus Furcht vor Strafe erschossen hat sich ein Emzah rig Freiwilliger vom 2. hessischen Infanterie Regiment No. 82, der hier studirte. Er war von einem Sergeanten Abends ohne Urlaubskarte erwischt worden. Der zunge Mann nahm sich den Vorfall so zu Herzen, daß er sich aus der Wohnung emes Corps - BruderS einen Revolver holte und sich erschoß. L in gen. Nach längerem Leiden starb im 72. LebenZjahre der Rentier Heinrich Determann. Der Verstor bene genoß in hohem Maße die Ach tung und das Vertrauen seiner Mit bllrger und bekleidete viele Ehrenäm ter. Determann war mit kurzer Unterbrechung etwa 40 Jahre hindurch Bürgervorsteher und lange Jahre bis zuletzt Vürgervorsteherworthalter. Provinz Vsttti,n. Ha m in. Bei der Sparkasse des Amtes in Rhynern sind Unregelmäßigkeiten in beträchtlichem Umfange vorgekommen. Bedeutende Beträge sind unterschlagen. Die Sparkasse, sowie andere städtische Kassen wurden von zwei Regierungsbeamten geschlossen. L ü d e n s ch e i d. Herr Bürgermeister Selbach wird nach seinem Austritt aus den städtischen Diensien eine Verwaltungsstelle bei der Firma Basse & Selve in Altena übernehmen, woselbst er ein Gehalt von 6000 M. beziehen soll. Als pensionirter Bürgermeister unserer Stadt erhält er eine Pension von 4000 M. Münster. Der westfälische Provinzial - Ausschuß hat beschlossen. daS neue Provwzial - Museum am Domplatz, auf der Stelle, wo jetzt daö Ständehaus sich befindet, aufzuführen und das Ständehaus auf den ursprünglich für das Museum in Aus sicht genommenen' Platz vor dem Mauritzthor zu verlegen. Papst Leo. der Dreizehnte' hat unserem 0is3 pr. Hermann Dmgelstad bitCaice eir. päpstlichen Thr-nassitn t::!!:':
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