Indiana Tribüne, Volume 19, Number 182, Indianapolis, Marion County, 20 March 1896 — Page 2
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Jndians Tribüne. Erscheint Täglich und Sonntagv. Die tlzliche .Tribüne' kofte durch den Träger U Cent per Woche, die eoT-.rtagS-.Trtbüne'I Gextl per lSoch. Beide usdin 15 Cents der Cent per Vtaxat. Per Post außerhalb be, iftt&t igefchi t oraub,ahlug V ptx sfUi 18 Süd Vlabama Straße. Indianapolis, Ind., 20. März 1896. Die Schätze der Luttne." Eine interessante unterseeische Schatzgräberei wird seit einiger Zeit an der holländischen Küste betrieben. Es handelt sich darum, aus dem Wrack des Schiffes ..Lutine" Schätze zu bergen, das einstmals zwischen den Insein Vlieland und Terschelling unterging. Die SuHnc", ein ehemaliges französisches Kriegsschiff, war 1793. von den Royalisten den Engländern ausgeliefert worden, um sie nicht in die Hände der Republikaner fallen zu lassen. 1799 sollte diese Fregatte, welche 32 Geschütze an Bord hatte, für Rechr.ung von Kaufleuten eine große Geldsuinine Ti'ich Cuzhaven bringen, um damit englische Handelsverbindlichkeiten auf dem Festlande zu begleichen. Sie segelte am 9. Oktober 1799 ab. beladen mit mehr als 10 Tonnen Gold und Silber. Das Schiff erreichte mit diesen Schätzen aber nicht seinen Be- ' . m l'll 1 stimmungsort. sondern eriui inner wegs Schiffbruch. Aus welchen Urfachen läßt sich nicht mehr f:ststellen. nachdem 1837 die Acten des Lloyd Über diesen Fall verbrannt sind. Die mit diesem Schiff versunkenen Schätze werden auf ca. $2,500,000 berechnet. Da die .Lutine" in ziemlich seichtem Wasser unterging, so wurden Versuche zur Hebung ihrer kostbaren Ladung schon früher gemacht, und es gelang unter Wilhelm I.. also etwa zwischen 1815 und 1820 schon, etwa den vierten Theil aus dem Schiffe herauszubringen. Bei der fortgeschrittenen Versandung und den kümmerlichen Tauchvorrichtungen jener Zeit mußte man die Arbeiten einstellen. Es blieben damals immerhin noch zwei Millionen in dem Schiff drin, so daß sich Versuche zu seiner Hebung noch lohnen würden. Gegen 1830 nahm die holländische Regi:rung das Wrack als ihr Eigenthum in Anspruch und setzte sich auf Grund des damals geltenden Strandrechts mit dem Lloyd auseinander. Zwischen 1856 und 1860 wur- ' den wiederum Versuche angestellt, und man brachte auch etwas Gold und das Steuerruder des Schiffes an's Tageslicht. Im Oktober 1894 hat sich nun eine Gesellschaft gebildet, die planmäßig und nach allen Regeln der Kunst das Wrack durchforschen läßt. Die Stelle, wo das Schiff im Sand eingebettet ist, kannte man genau, ein Theil des Schiffes war auch schon bloßgelegt, als der Winter die Arbeit hemmte. Das Verfahren, das man dabei anwendet, ist interessant. Die ganze Sandbank, die sich über dem Schiffe gebildet hat, ist mit einem Zaun au mächtigen eichenen Pfählen umgeben, die bis in die unten stehende Thon und Schlickschicht eingetrieben sind. Diese Pfahlwand soll das Nachdringen des Sandes von außen verhüten. Innerhalb derselben wird nun mit mächtigen Pumpen der Sand aufgesogen und weggeschwemmt. Auf diese Weise ist schon ein Theil des Schiffes vom Sand freigelegt. Aehnlich wird auch das Schiffsinnere von Schlick und sonstigem Schmutz gesäubert. Bisher sind schon 5 Kanonen, einige hundert Kugeln, auch menschliche Skeletttheile zu Tage gefördert, aber noch kein Geld. Zum Frühjahr werden die Arbeiten wieder aufgenommen. Zwei Millionen scheinen beim Gelingen sicher zu sein, ja nach jüngst aufgefundenen alten Rechnungen des Amsterdamer Lloyd ist sogar die Möglichkcit vorhanden, daß das Schiff noch fünf Millionen Dollars an Gold und Silber in seinem Inneren birgt. Die ntvickluag der Aluminium Industrie. Seit dem Jahre 1892, in welchem die erste Fabrik von Aluminiumgegenständen in den Vereinigten Staaten den Betrieb eröffnete, hat dieser Industriezweig einen stetigen Aufschwung erfahren. Anfänglich wurde nur etwa ein Dutzend verschiedener Artikel hergestellt, jetzt umfaßt die Fabrikation fchon an 300 Artikel, unter denen besonders die Haushaltungsgegenstände vorwicqen. Mit der Entwicklung der Alummmm-Jndustne hat die Verba ligung dieses Metalls gleichen Schritt gehalten, wie aus der folgenden Ta belle, welche die Dekade von 1884 bis 1893 umfaßt, erhellt: Produktiv Preib per Zotalnert xn tcflari. tu Stund. 150 Pfnvd tulil. 9.00 9.00 9.00 3.27 3.42 2.04 1.55 0.66 0.66 0.75 1884 .... 1885 1886.... 1887.... 1883.... 1889 1.350 2.550 27,000 59,000 65,000 97,335 283 3.000 18.000 19.000 47,468 1890.... 61,281 1891 150,000 1892 .... 259,000 1893 .... 333,629 61,281 100,000 172.535 266,903 Im Jahre 1894 wurden ca. 500.000 Pfund derbraucht und die Production des verflossenen Jahres wird auf das Vierfache dieses Quantums geschätzt. Auch die Versu-che. Aluminium mit anderen Metallen zu legiren. ergaben meist gute Resultate, besonders diejenigen mit Zink, Wismuth, Nickel. Kadmium, Magnesium oder Mangan.' wohingegen die Zinnleai rungen nicht ganz den Erwartungen entsprochen haben.. Die Pittsburg Äeouttivn Company ya: kürzlich be sannt gemacht, daß sie in der Lage sei. in iJUlunfl Aiumlnmmlegirunaen lie fern zu. können, Ue das Messing für Gußstücke ersetzen würden und deren specifisches Gewicht 3 bis &15 sei. ge cen 8.21 bis 8.44 bei MelLna. Jeden
falls ist eine weitere starke Zunahme der Verwendung des Aluminiums zu erwarten und zwar nicht blos bei der Herstellung von Haushaltungsart!keln, Möbeln u. s. w., sondern auch durch seine Anwendungen in der Metalluraie als Reductions- und Raffi-
nirmittel und für Legirungen; auch wird das Aluminium bei der Anfertiqung von Constructionstheilen vielfach das Messing vorthcilhaft ersetzen können. Schwindsüchtige in der Wüste. Im Gefolge der zahlreichen Glücksjager, welche der Golddurst aus dem Osten nach den Wüsteneien von Arizona und New Mexico getrieben hat, sind Schaaren von Lungenleidenden nach jenen unwirthlichen Gegenden gekommen, in der Hoffnung, dort Genesung finden zu können. In jedem Goldgräber - Camp beider Territorien gibt es mindestens ein halbes Dutzend oder mehr Schwindsüchtige und fast jeder dieser bedauernswerthen Menschen ist von einem Freunde als Pfleger begleitet, so daß die Bevölkerung einen ziemlich erheblichen Zuwachs erfahren hat. Daß die klimatischen und atmosphärischenVerhältnisse derSandwüsten des Südwestens auf dasBefinden von Lungenleidenden einen günstigen Einfluß ausüben, wird allgemein anerkannt. Die unaebeueren Ebenen, in denen es auner Sand und Gestein nur kümmerlich gedeihendeSalbeisträucher giebt.sind zwischen 4000 UNv Fuß über dem Meeresspiegel belegen. In dieser Höhe ist die Luft absolut rem. leicht und so trocken, datz sie ant Fäulniß - Erreger zerstört. Die Leichtigkeit der Lust hat nicht blos aus vie Thätigkeit der Athmungsorgane einen anregenden Emsluß, auch alle virien von Leibesübungen werden durch dieselbe beaünstiat. Daß die Lust von Fäulniß - Erregern absolut frei ist. erhellt aus der Thatsache, vay man zu irgend einer Jahreszeit Fleischschnitten im Freien für den Consum dorren kann. Außerdem sind in jenen Gegenden Stürme ganz unbekannt. Nach den Notirungen der Wetterwarte zu Santa F6 hat in den drei letzten Jahren die Geschwindigkeit des Windes dort zwischen 6.9 und 7.7 Meilen per Stunde geschwankt. Der Himmel ist fast immer heiter, wurven doch im Jahre 1894 213 avfolUl wolkenlose Tage constatirt und der gesammte Regenfall betrug nur 13.31 Zoll. Santa F6 aber ist noch Nicht einmal der trockenste Ort im ganzen Territorium. In demselben Jahre war der höchste Stand des Thermometers 86 und der niedrigste 0 Grad Fahrenheil. Da nun die Lust absolut trocken ist. läßt sich Hitze wie Kalte selbst von Leidenden sehr leicht ertragen. Auf dkn Neuankömmlina übt freilich der Anblick der ungeheueren Sandwüste einen lähmenden Emsluß aus. Die Monotonie der öden Sandfarbe wird durch Nichts unterbrochen, so weit das Auge blickt, aber der Sand liegt nicht still, sondern er befindet sich in steter Bewegung. Bei dem geringsten Winde erhebt der Sand sich in Spiralen und Wolken, welche über die Ebene dabinwirbeln; er dringt durch Thüren und Fenster, durch Ritzen und Löcher in die Wohnungen und bedeckt nicht selten die Speisen auf dem Tische mit einer feinen Staubschicht. DieseSandwölken flößen dem Tenderfoot anfänglich Entsetzen ein. trotzdem sie harmlos sind. Die Leidenden, welch: in der Hoffnung auf Genesung die Wüsten inArizona und New Mexico zum Ausenthalt wählen, sind durchaus nicht ausschließlich Capitalisten. welche keine Geldsorgen haben, man findet vielmehr unter ihnen manchen armen Schelm, welcher sein tägliches Brot mH eigener Arbeit erwerben muß. Da es nun aus geschlossen ist. daß ein Lungenkranker die schwere Arbeit in einem Goldgräber - Camp verrichten kann, so sehen sich die Leute nach einer anderen Tha tigkeit um und man findet sie alsBuchHalter, Advocaten u. s. w. Allem dies Art der Beschäftigung hat gewisse Nachtheile im Gefolge, welche jeder Schwindsüchtige vermeiden sollte, und deshalb wird Neuankömmlingen, welche zu diese: Kategorie gehören, stets gerathen, eine Thätigkeit zu wählen, welche den Aufenthalt in der frischen Lust nothwendig macht. Als am em pfehlenswerthesten wird das eigentli che Erzsuchen bezeichnet. Freilich muß man em klemes Capital und emen ge wissen Grad von Kenntniß derGestein arten besitzen, um hierin Erfolg eczie len zu können. Diese Kenntnisse lassen sich in einem Goldgräber - Camp unschwer erwerben, denn man findet dort nicht nur das aus den Gruben aefor derte Gestein, sondern die verschiedensten ErzProben aus anderen Gegenden, so daß ein offener Kopf die unterscheidenden Merkmale zwischen taubem und aoldhaltigem Gesteine schnell lernen kann. Die Ausrüstung eines Vrospectors kostet nicht viel und getrost kann selbst der Neuling mit seinem Maulthier, daß außer den nöthigen Werkzeugen sowie Utensilien Lebensmittel und eventuell Trinkwasser tragt, m die Wüsten ziehen. Unab hängig wie ein Apachehäuptling, der vor Jahren jene Gegend beherrschte. kann er seiner Thätigkeit nachgehen ; es bleibt semem eigenen Ermessen anheimgestellt, ob er an einem Tage einen Marsch von vielen Meilen zurücklegen oder an einem günstigen Platze sein Lager ausschlagen will. Interessante, den Geist fesselnde Entdeckungen und Untersuchungen kann er überall ma chen und selbst wenn er keine reichen Erzlager findet, so wird er als em ge kräftigter Mann zurückkehren. ' Ueberaus unheilvoll wirkt auf die Kranken das absolute Nichtsthun und deshalb wird ihnen von jedem Arzte auf das Dringendste gerathen, vor Al lem irgend welche Beschäftigung zu fu chen. Die Monotonie der Sandwüste übt auf den Müßiggänger emen so de pnmirenden Eindruck aus, dak ein folchcr Mensch eö in der öden Umge buna nur sehr kurze Zeit ausbält und. er es vorzieht. in die'Heimatb
zurückzukehren und unter den Gemen zu sterben, als unter Freunden das Leben wie eine drückende Last weiter zu schleppen.
DaS TunkerGemeinwesen von 2noWHtU. Als mit dem Tode des alten Obcd Snowberger das letzte Mitglied des lästerlichen Tunker - Gememdewesens von Snow Hill bei Waynesboro. Pa.. im verflossenen Herbste aus dem Leben schied, wurde allgemein angenommen. daß die Besitzung, welche einen Werth von über einer halben Million Dollars repräsentirt, an den Staat fallen wurde. Diese Annahme scheint sich jedoch nicht zu bestätigen, denn die Siebenäaner - Tunker" (Seventy Day Bapists), welche Secte !n einzelnen Ditricten von Kentucky. Ohio undPennsylvania eine beträchtliche Anzahl von Anhängern hat. arbeiten energisch darauf, durch Veranstaltung von Er Weckungsversammlungen Neophyten ür die Wiederbelebung jenes eigenar tigen Gemeinwesens zu gewinnen. Dasselbe ist nach dem Äorbllde des Tunker-KlosterS" vonEuphrata, Pa., das im Jahce 1720 von Konrad Beis. sel gegründet wurde, im Jahre 1795 in's Leben gerufen worden. Die Besitzuna. welche 130 Acres und ein Wohnhaus umfaßte, wurde im Jahre 1763 v. Catharina Snowberger, welche wie die meisten Bewohner jenerGegend zu der genannten Secte geHorte, käuflich erworben. Als 30 Jahre spater der Prediger Peter Lehmann dort Erweckungsversammlungen hielt, regte er den Gedanken an, ein Gemeinwesen nach dem Muster von Euphrata zu gründen, und zwei Jahre spater wurde dasselbe von vier weiblichen Mitgliedern der Familie Snowberger in's Leben gerufen. Diesen vier Nonnen" . , folaten eme wettere mm von Weib chen und männlichen Tunkern und im Laufe verimltmßmaßia kurzer Zeit gelangte das Gemeinwesen ZU großer materieller Blüthe. Bis zum Jahre 1825 gehörte die Besitzung den Erben der inzwischen verstorbenen Catharine Snowberger und dann crjt verkaufte Andrew Snowberger die Farm an die Tunker. welche den Besitztitel auf die Namen von fünf Trustees eintragen ließen. Nunmehr erhiekt die Gesellschaft unter dem Namen The Seventh Day Baptist's Monastical Society of Snow Hill" vom Staate Pennsylvanien einen Charter. In wenigen Jahren wuchs dieZahl der Mitglieder so bedeutend, daß das alte Farmhaus sich als zu klein erwies; es wurden Anbauten ausgeführt. Werkstätten errichtet u. s. w. Viele Jahre lang zählte das klosterliche Gemeinwesen im Durchschnitt 50 Mitglieder, doch hatte ein Zeder Siebentägner -Tunkerdas Recht auf Aufnahme. UN. ter der Verpflichtung, sein gesammtes Eigenthum der Gesellschaft abzUtreten und im Cölibat zu leben. Das Gelübde wurde nicht auf die Dauer des ganzen Lebens gemacht, doch gehörte es zu den Seltenheiten, daß ein Mitglied das Gemeinwesen verließ. Im Uebriaen wurde keine Person aus genommen, die den Anschluß an die Gesellschaft nur als Gelegenheit be nutzen wollte, um eine lästige Ehe zu lösen; dagegen waren Wittwer wie Wittwen willkommen. Alle Neuankömmlinge hatten ein Noviziat von einiähriger Dauer durchzumachen, nach dessen Beendigung ihre definitive Auf nähme stattfand, bei welcher der .Bruder" oder die Schwester" einen neuen Namen erhielt. Wurde einem Mitglied das Leben in Snow Hill zu emtonia oder gedachte em Bruder oder eine Schwester" eine Ehe einzu gehen, so hatte die betreffende Person das Recht die Herausgabe des Emge brachten zu verlangen und in die Welt zurückzukehren. Das Leben in Snow Hill floß unter Arbeit und Gebet friedlich dahin. Die Schwestern beschäftigten sich blos mit den Hausarbeiten wie Kochen, Backen u. s. w.; sie spannen, webten, standen der Milchwirthschaft vor, sam melten heilkräftigeKräuter u. degl. m., wahrend die Bruder die Bew'.rthschaf tung der Farm inHänden hatten. Mü ßiggang war streng verpönt, doch wur de von keinem Mitglied ein Uebermaß von Arbeit verlangt und da gute und reichliche Kost verabreicht wurde, ließ die materielle Seite des Lebens nichts zu wünschen uvrig. Alle Mitglieder nahmen ihre Mahlzeiten m emem ae meinschaftlichen Speisesaal ein, doch waren die Geschlechter 'an besonderen Tischen getrennt; um 5 Uhr früh und bei Sonnenuntergang wurde gemem schaftlich gebetet. Nach dem Krieae nabm die Gesell schaft unaufhörlich ab. Altersschwäche und Krankheiten füllten den Friedhof. während für die durch den Tod aerissenen Lücken sich kein Ersatz fand. Vor 10 Jahren lebten in Snow Hill nur noch 5 Schwestern sowie 3 Brüder und alle diese hatten das 70. Lebensjahr längst überschritten. Im Jahre 1390 waren emzig und allein Schwester Je nobah. deren wirklich Name Eliza beth Frycock war, und Bruder Obed, der obengenannte Obed Snowberger. übrig und nachdem auch der Letzte in's Grab gesunken, wird dieBesitzung von eine Miethling bewacht, bis ihr &cqia)ai endgilttg entschieden ist. Ei Prin, alS Hochstapler. Vor dem Zuchtpolizei-Gericht in Brüssel haben dieser Tage die BerHandlungen gegen den Prinzen Karl manuel Ernst Alezandn von Looz Corzwarem stattgefunden, der in Va ris und in Belgien eine große Menge von Personen um aanz bedeutende Summen bis zu 45,000 Francs beschwindelt und sich bei Verübrmg seiner Betrügereien gefälschter Briefe und sonstiger Schriftstücke bedient bat. Der im Jahre 1860 in Paris geborene Angeklagte war vollständig mittellos, führte aber trotzdem ein Leben wie ein Millionär und die Mittel zu die. sem Leben verschaffte er sich dadurch daß er unzählige Menschen um tltx nere oder gröbere Summen anpumpt Auf den fürstlichen Namen allein bätte
der geldbedürftigen Hoheit natürlich kein Mensch etwa gegeben, und deshalb mußte er zur List seine Zuflucht nehmen, wenn er Credit bekommen wollte. Diese List bestand nun darin, daß er überall erzählte, er sei mit einer fabelhaft reichen Amerikanerin im
zarten Alter von 63 Jahren oder auch mit einer fünf Millionen Rubel reichen russischen Prinzessin verlobt, und daß sehr bald seine Hochzeit mit einer dieser Damen stattfinden würde. Da er gleichzeitig zärtliche Liebesbriefe und Telegramme, die von einer der Bräute unterzeichnet, und die natürlich gefälscht waren, vorzeigte, so wurde ihm gegen tüchtige Zinsen und schwere Provisionen oder Commissionen überall Credit gegeben. Einen Portier in Paris prellte der hohe Herr auf diese Weise um sein ganzes Vermögen im Betrage von 12.500 Francs und veranlaßte ihn außerdem noch, eine Masse von Schulden zu contrahiren. damit er seinem fürstlichen Gönner weitere Gelder vorschießen könnte. und viele Opfer machte der Erstere ganz besonders unter den bejahrten Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts, die bereitwilligst Summen bis zu 40.000 in die Hände des schönen und interessanten Prinzen legten. Daß eine derselben dafür von dem Letzteren gnädigst mit einem Kusse beehrt wurde, wollen wir nur nebenbei erwähnen. Während der Verhandlungen benahm sich der Prinz wie Jemand, der sich vollauf bewußt ist, nichts Unehrenhaftes oder gar Strafbares begangen zu haben. Alle die ihm zur Last gelegten Handlungen gestand er ruhig lächelnd ein. und er bemerkte sogar, daß. wenn ihm die sämmtlichen Darlehen, um die er gebeten hätte, bewilligt worden wären, der heutige Proceß viele Millionen anstatt der paar lumpigen hunderttausend Francs zum Gegenstande haben würde. Weshalb sollte ich mich auch qeniren. dies alles einzugestehen? fügte er binzu. Meine Familie hat aus Spannn 200 Millionen Francs zu erwarten, und nach dem Eintreffen der selben würde ich meine sämmtlichen Schulden sofort bezahlt haben. Die Verhandlmigen gestalteten sich zu einem der sonderbarsten Schauspiele, die vielleicht vor Gericht jemals stattaefunden haben. Der Angeklagte begleitete sein und der zahlreichen aus Frankreich und Belgien erschienenen Zeugen Verhör mit unaufhörlichen witzigen Bemerkunaen. die den Gerichtshof und die Zuhörer oft in helles Lachen versetzten. Ernst und ärgerlich wurde er nur bei dem Versuche seiner Vertheidiger, ihn als geistesgestört hinzustellen. Die Vertheidigung suchte zu beweisen, daß der Angeklagte nicht ganz zurechnungsfähig sei, und daß er daher freigesprochen werden müsse. Sie wies nach, daß schon im 16, Jahrhundert gemäß eines Briefes des Marquis de Cröquy die Verrücktheit in der Familie de Looz erblich geWesen sei, und sie führte dann eine ganze Liste von männlichen Ascenden-, ten des Angeklagten an, die im Irren Hause gestorben seien. Auch in der Familie Godoy. von der der Prinz von der mütterlichen Seite her abstammt, hätte es verschiedene Jrrsinnige gegeben. Der Angeklagte leide an Größenwahn, wofür schon der Umstand spräche, daß er sich stets für den zukünftigen Kaiser von Mexiko ausgegeben hätte, und dieser Größenwahn hätte ihn verhindert, das Unmoralische seiner Handlungsweise einzusehen. Die drei als Sachverständige geladenen Aerzte sprachen sich in demselben Sinne aus, aber trotzdem hielt der Staatsanwalt die Anklage aufreckt und beantragte die Bestrafung des Beschuldigten, der schon durch die Vernichtung der ihn so schwer compromittirenden Schriftstücke den Beweis geliefert hätte, daß er sich der Tragweite seiner betrügerischen Handlungen wohl bewußt gewesen wäre. Die Verhandlungen endigten nach dreitägiger Dauer, ohne daß der GerichtsHof ein Urtheil gesprochen hätte. Nachdem der Gerichtshof die Sache mehrere Tage in Berathung gehabt, wurde das Urtheil verkündet. Dasselbe lautete auf Freisprechung und besagt, daß der Angeklagte nach den Ergebnissen der Untersuchung und dem Gutachten der Aerzte an GrößenWahn und erblicher Entartung- leide und daher beim Begehen der ihm zur Last gelegten Handlungen nicht die nothige Zurechnungssahigkeit btttn habe. Deutsche Loeal'Nachrichten. Vrortni ß?radvrg. Berlin. Bei einem Mauerein. stürz, welcher bei dem Neubau Schönseestraße Nr. 116 erfolgte, wurden drei Arbeiter unter den Trümmern begraben. Einer erlitt einen Schädelbruch und war sofort todt, während die anderen nur leichte Verletzungen davontrugen. Der Bau wurde polizeilich geschlossen und der leitende Parlier zur Wache geführt. Mit AufOpferung des eigenen Lebens rettete vorKurzem die achtzehnjährige Schneiderin Knaat ein Kind dicht vor den Rädern eines Pferdebahnwagens. Das wackere junge Mädchen wurde dabei selbst überfahren und ist jetzt seinen Verletzungen erlegen. Selbstmord verübte ein bekannterHauseigenthümer aus dem Südwesten der Stadt, der Rentier und frühere Zimmermeister Fritze. Fritze machte im Sommer vo rigen Jahres viel von sich reden, als er aus Anlaß eines guten Geschäftes seinen Freunden ein Diner gab. dessen Menu die Speisenfolge des KaisermahlS. in Holtenau auswies. Der Mann, litt an Schwermuth, hervorgerufen durch körperliches Leiden. Der Kaufmann Georg Noske.der im Jahre 1893 hier ein Bankgeschäft gegründet hatte, wurde wegen großartiger Spitzedereien zu 2 Jahren Gefängniß und 3 Jahren Ehrverlust verurtheilt. Landeshut. Flüchtig geworden mit Hinterlassung beträchtlicher Schul' den ist der Leinenfabrikant Feisten Albendorf, foift bätte vor emem.
Vierteljahre eine mechanische Weberei im großen Stile errichtet. Nauen. Wegen Betrugs ist der Engros-Schlächtermeister R. Fischer sowie sein Geselle verhaftet worden. Fischer war im Besitz eines nachgemachten Stempels des Fleischschauamtes Nauen und hat. wie der Allge-
meinen Fleischer Zeitung" amtlich bestatigt wird, das von ihm geschlachtete Fleisch sich selbst abgestempelt. Vvovim vstpr,uNn. Gumbinnen. In Lötzen wurde RechtsanwaltStorp wegen Unterschlagung von Erbgeldern verhaftet. Storp verfiel m Tobsucht und wird arztlich überwacht, weil man vermuthet, daß er simulirt. Jnsterburg. Aus Liebesgram erschossen hat sich der Oekonom Teufel in Groß-Bubainen. Er hatte von einem wohlhabenden Mädchen, dem er einen Heirathsantrag gemacht hatte, einen Absagebrief erhalten. Der Abgewiesene traf die Dame Abends auf der Chaussee in Gr.-Bubainen und richtete an sie die sonderbare Aufforderung, ihm die Augen zuzudrücken. Nachdem die Angeredete sich von ihm abgewandt hatte, da -sie nicht ahnte, was Teufel mit diesen Worten meinte, schoß dieser sich eine Kugel durch's Herz und blieb auf der Stelle todt. M e m e l. Die Memeler Rhederei ist wiederum um ein Schiff armer geworden. Die hiesige Bark Atlantic". 512 Reg.-Tons groß, ist für den Spottpreis von 4500 Mark in die Hände eines Rostocker Capitäns übergegangen. Somit ist die Zahl unserer Segelschiffe auf neun gesunken. VrsVin, S9)pr(ttRtn. M eh (gast. Einen interessanten Urnenfund machte der Gutsbesitzer Hotopf beim Umpflügen eines Feldes. Er sandte die gefundenen Urnen.welche Knochenüberreste enthielten, an das Provinzialmuseum in Danzig und hat von dessen Direktor jetzt eine Dankschrift erhalten, die weiter angab, daß die Urnen der Periode um Christi Geburt angehören. Putzig. Ueber das Vermögen des Gutsbesitzers Wilhelm Hodam in Brusdau ist das Concursverfahren eröffnet worden. Strasburg. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Jacob Levyfon von hier, ist daö Concursverfahren eröffnet worden. Die ganz kürzlich erfolgte Wahl des BürgermeistersEmil Vroneverg zu Jastrow zum Bürgermeister der Stadt Strasburg ist beceits bestätigt worden. Stuhm. Dem Vernehmen nach wird Kreisbaumeister Lucas hierselbst ein neues Postgebäude erbauen. Der Bau soll, sobald es die Witterung gestattet, in Angriff genommen werden und soll so beschleunigt werden, daß die Fertigstellung desselben bis zum nächsten Winter erfolgt. Vron, fornwim. . D e m m i n. Wie aus Treptow a. ToU:nse gemeldet wird, fand dort ein Pistolenduell zwischen einem Druckereibesitzer und einem Reservelieutenant statt, bei welchem ersterer schwer verwundet wurde. K o l b e r g. Eine verheerende Feuersbrunst wüthete in der Ortschaft Arnsberg. Die Hälfte des Dorfes, sechs Büdner- und neun Bauernbesitzungen. ist vollständig niedergebrannt; 24 Familien sind obdachlos. N e u st e t t i n. Auch in unserem Kreise entstehen fortgesetzt mehr patriotische Vereinigungen, so hat sich bei der Nationalfeier der Begründung des deutschen Reiches in Soltnitz ein Kriegervercin neu begründet, dem sofort 50 Mitglieder beitraten. N e u w a r p. Dem Kaufmann Leo Moritz hierselbst sind die Geschäfte eines' Landesstempel-Vertheilers übertragen worden. P Y r i tz. Der Arbeiter Freiwaldt beging mit seiner Ehefrau das Fest der goldenenHochzeit und wurde dem alten Paare Namens des Kaisers ein Geldgeschenk überreicht. Vvovlnt Vss. M e s e r i tz. Das Schwurgericht verurtheilte den Bürgermeister Grüschke aus Prälz wegen Unterschla gung und Beseitigung von Urkunden zu vier Jahren Zuchthaus und 300 Mark Geldstrafe. Ostrowo. Vor einiger Zeit wurde vom hiesigen Schwurgericht der Arbeiter Kokot aus Krotoschin zum Tode verurtheilt.weil er den taubstummen Bäckermeister Neustadt ermordet und die ebenfalls taubstumme Schwester des Neustadt schwer verletzt haben sollte. Kokot. der die That entschieden bestritten hatte, meldete Revision an, die aber vom Reichsgericht verworfen wurde. Inzwischen wurde in Krotoschin ein Tischler Malmurowicz wegen mehrerer Einbruchsdiebstähle verhafM und es lenkte sich der Verdacht auf ihn, daß er auch den Mord und Mordversuch verübt habe. Dieser Tage wurde Kokot nach Krotoschin gebracht und gleichzeitig mit Malmurowicz der Neustadt gegenübergestellt. Wie verlautet, soll diese Gegenüberstellung zum Nachtheil des Malmurowicz ausbefallen sein. Hierauf vernahm der Staatsanwalt Brussock 15 Zeugen in dieser Mordsache. Vrovin, &rfiUNn. Hirschberg. Die unterhalb des Kochelfalles gelegene große Holzschneiderei von Enge in Petersdorf ist niedergebvannt. Zwei Feuerwehrleute wurden bei dem Brande verletzt. Kattowktz. Der DampfsägeWerksbesitzer L. Scheier. dessen Etablissement in Zawodzic zur Abfuhr der Hölzer durch ein Anschlußgeleis mit der Eisenbahn verbunden war, hat dasselbe infolge einer Erweiterung des Bahnhofes Kunigundeweiche verloren und sein Etablissement ist durch eine Verkehrsstraße von der Bahn abgeschnitten. Infolge dessen beabsichtigt Scheier ein anderweitiges Anschlußgeleis herzustellen, dessen Projekt demnächst der üblichen Prüfung der LokalbeHorden unterzogen werden wird. Löwe n. Der etwa 50 Jahre alte Bahnwärter Neugebauer aus Conters dorf wpide pom Zuge überfahren und sofort aetödtet. Der Verunglückte, ein
gewissenhafter und nüchterner Veamter, hinterläßt eine Frau und fünf Kinder. Vor einem Jahre wurde auf derselben Stelle der VahnwarterSchiller aus Fröbeln überfahren und getödtet. Vr?VlNs Kahsn.
M e r s e b u r a. Der vensronirte Gendarm Auoust Serina. ein Veteran aus der Zeit der Befreiungskriege, be geht demnächst semen 100. Geburtstag. Der Gieß stammt aus Niegripp im Magdeburqischen und trat im 17. Jahre beim Militär ein. Er nahm an den Feldzuqen von 1813 1815 bei verschiedenen Regimentern ruhmvollen Antheil, drente dann weiter und oma. nachdem er 1834 als Feldwebel aus vem stehenden Heere ausgeschieden war. zur Gendarmerie über. N a u m b ur g. Eine peinlicheScene ereignete sich neulich im Stadtverordnetencollegium. Bei Beginn der Sitzung erklärte der Stadtverordnete Rechtsanwalt Hagemann, daß sich ein Mitglied eingefunden habe, über welchem die Klage wegen Urkundenfälschung bezw. Meineid schwebe; nach Paragraph 7 der Städteordnung sei dies nicht zulässig. Unter unheimlicher Stille erhob sich der Generalagent P., bedauerte, leider in solcher unglücklichen Lage sich zu befinden, und mußte infolgedessen den Sitzungssaal verlassen. vrovin, &dfWla-GolA$ln. F l e n s b u r g. Der Lehrer Zochert aus Hardsflott bei Schleswig wurde wegen Sittlichkeitsverbrechens an Schülerinnen in zehn nachgewiesenen Fällen zu drei Jahren Zuchthaus verurtheilt. Unser Theaterdirektor Fritzsche ist vom Fürsten zu Putbus auf Rügen für die Badesaison, von Anfang Juli bis Mitte September, zum Direktor des dortigen SchauspielHauses erwählt worden. Heide. Hier verschied nach kurzer Krankheit Kaufmann Christian an sen im 73. Lebensjahre. Als eifriger Verfechter aller dem Gemeinwohl zu Gute kommenden Bestrebungen genoß der Verblichene em weit über dieGren zen Dithmarschens hinausreichendes o&Vtz Ansehen. Kiel. Der Inhaber der im vori gen Jahre abgebrannten, jetzt in Concurs gerathenen großen Dueyssen'schen Seifenfabrik in Friedrichstadt. Rath mann Scheller. wurde dieser Tage ver haftet. Die Passiva sind sehr bedeu tend. VrsVin, Oannooir. Neuharlingersiel. Die Aue tion der hier geborgenen Inventarstucke des gestrandeten enguschenDam pfers Saltbourn" hatte viele Kauf lustige angelockt. Das Wrack desDam pfers nebst Inventar, sowie die in dem Schisse noch befindliche Steinkohlen ladung gingen für 65 Mark in den Besitz von G. Peters hierselbst über. N ö r t e n. In Bilshausen brannte eme Scheune und vom Wohnhause des Ackermanns Strüber das Dach ab. Die Entstehungsursache ist noch unbe kannt. Osnabrück. Die Londoner Schlittenfahrer", bekanntlich jene ge fährlichen Schwindler, welche vom Auslande unter allerlei verlockenden Vorspiegelungen Waaren beziehen, aber hinterher niemals seßbar sind, so daß der Verkäufer stets ohne Bezah lung bleibt, haben sich auch in unserer Gegend bemerkbar gemacht. So wurde eme Firma in Melle um 50 Schinken erleichtert; es ist indessen gelungen. festzustellen, daß die Schinken m den Besitz der Gebrüder Salomon m Lon don gelangt sind. Die Sache wird letzt dort welter verfolgt. provinx Mestkal,. Bielefeld. Ohne feiner Militärpflicht genügt zu haben, war vor etwa 15 Jahren ein zetzt als Wirth eines hiesigen Hotels fungirender Mann nach England ausgewandert, von wo er seit Kurzem zurückgekehrt war. Der Mann wurde nach dem Bezirkscommando bestellt und da er für tauglich befunden wurde, sofort zum Militär genommen. Nun kann er als 34jähriger Mann seine drei Jahre als unsicherer Heerespflichtiger abdienen. Siegen. Die Vorarbeiten für die Ausführung einer Kleinbahn zwischen Siegen und Kreuzthal mit Abzweigung von Weidenau nach Deutz sind im Gange. Die Arbeiten sollen im März beginnen. Mitten. Gräßlich verstümmelt wurde die Leiche des auf der Steinhauser Hütte beschäftigten Fabrikarbeiters Kirschbaum aus einer DampfMaschine herausgeholt. Er ist vermuthlich dem Getriebe zu nahe gekommen, von einem Rade erfaßt und so lange umhergeschleudert worden, bis man das Unglück bemerkte und die Maschine zum Stehen 'brachte. Der Unglückliche war todt. &hintrnfL Düsseldorf. In geheimer Sitzung haben unsere Stadtverordneten beschlossen, an die Stadt Altona in Holstein ein Darlehen von einer Million Mark aus der Sparkasse zu gewähren. Köln. Castan's Panoptikum hat in der Nähe der Hochstraße ein Terrain für über 600.000 M. erworben, um daselbst ein ähnliches Etablissement zu schaffen, wie das Berliner Panoptikum. Bei der Criminalpolizei sind aus den Fastnachtstagen nicht weniger als 150 Uhren- und Portemonnaie - Diebstähle angemeldet worden. Spurlos verschwunden ist aus Ehrenfeld ein 21jähriger junger Mann Namens Johann Henns. Er verließ, als Winzer maskirt, die elterliche Wohnung und ist seitdem nicht zurückgekehrt. Um 12 Uhr Nachts drängten sich, wie seine Freunde bekünden, auf dem Friesenplatze zwei weibliche Masken an ihn heran und zogen mit ihm nach der Altstadt. Von feinen Freunden wurde er zuletzt mit jenen Mädchen auf dem Neumarki gesehen. Seitdem fehlt jede Spur von ihm. trotz cller Nachforschungen. NeerscZaumpfeisen, lange deutsche yfeifen, Ciganenspißen bek.Om.
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