Indiana Tribüne, Volume 19, Number 181, Indianapolis, Marion County, 19 March 1896 — Page 2

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Zndiana Triöüne

Erscheint Täglich und Sountag. Die tZzllche .Tribüne- kostet durch den IrSger 22 Cent per Woche, die SonntagS-.Tribüne'S CentZ per Woche. Seide lusammeu 13 Cents ebex 65 Cents per Stosat. Per Post außerhalb de, k?tdt jgeschiSt l VoranZbeiahlung V pei ahr. CflUi 18 Süd labam Strafe. Indianapolis, 3nd., 19 März 1836. Sllt.PariS auf der Pariser Welt Ausstellung. ' Unter den Plänen von AnzZehungspunkten für die Weltausstellung des JahreS 1900 nehmen die auf die Nepioduction des alten Paris bezüglichen einen großen Platz ein. Früher schon vurde der Vorschlag gemacht, den .Pont du Change" mit seinen Wechselsiuben und Banken wieder aufleben zu lassen.' und NUN wird der Plan entwickelt, die Cour.de Miracles sammt Umgebung, den Vierteln Montmartre und Samt - Denis zu errichten, in welchem Rahmen Turniere, mittelalterliche Volksfeste. Zunstaufzüge, die Krönung des Bettlerkönigs, die man aus Jftoire Dame de Paris" von Victor Hugo kennt, dargestellt werden solInt. Man wird den Kirchthurm von Bonne - Nouvelle. der Pfarrei von Villeneuve, einem kleinen Dorfe, das unter Heinrich IV. bei der Belagerung von Paris zerstört wurde, daselbst erblicken. Von dort aus sieht man die langen Wälle sich ausdehnen, die erst Richelieu im Jahre 1633 abtragen ließ und deren Richtung von den heutigen Straßen d'Aboukir und de Clery ge zeichnet wird. Die Porte Saint Denis sah damals ganz anders aus. wie heute. Es war ein kleiner, schwerfälliger Padillon mit Schiebscharten und Thürmchen an den Ecken, der erst fünfzig Jahre spater dem heutigen Triumph-

bogen Ludovico Magno" weichen mußte. Durch dieses Thor hielten die Könige Frankreichs ihren Einzug nach Paris und durch dieses Thor wurden auch ihre Reste nach der Abtei von Saint Denis getragen. Hier machte sich Heinrich IV.. als er sich am 22. Mai 1594 durch. Überrumpelung der Hauptstadt bemächtigt hatte, hoch zu Roß das Vergnügen, die spanische Garnison mit gesenkten Häuptern vorbeiziehen zu lassen. Als die Führer derselben demüthig grüßten, rief er ihnen zu: Gott befohlen! Empfehlen Sie mich bestens Ihrem Herrn, hüten Sie sich aber ja, wiederzukom-men.- . Die '.Rue. 'Samt Denis war damals die schönste Straße von Paris. Zur Linken befanden sich der Brunnen du Ponceau, aus dem beim Einzüge Ludwig's XI. Milch. Wein und Gewiirzwein flössen. Wilde Männer und Frauen kämpften dort in den absonderlichsten Stellungen und drei schöne Mädchen, als Sirenen unbekleidet, sagten Schäfergedichte und sehr nette Dinges Der alte Geschichtsschreiber, dem wir diese Schilderung entnehmen, fügt hinzu, daß die Leute sich auf den Dächern erdruckten und daß die Fenste? beim Einzug des Königs sehr . theuer vermietet wurden. Gegenüber dem Springbrunnen bcfand sich das Kreuz, vor dem die zum

Galgen vonMontfaucon Verurtheilten. einige Minuten ausruhen durften. voxi wurden sie von den FillesDieu" mit drei in Wein getauchten Brotschnitten gestärkt. Dieses trau- ' ria- Mahl muhten auch mäcktiaeMänner wie Olivier le Dein. Jean de Montaigu u. A. zu sich nehmen. Und nun zu den ve.rschiedenenCours des Miracles, die vorgeführt werden sollen! Sie waren nichts Anderes als Zufluchtsorte der 'Epileptiker. Blinden. Lahmen, Einarmigen, Stelzbein!gen u. s. w. Der bedeutendste dieser Schlupfwinkel dehnte sich von der Porte Sainte Denis bis zum Ausfallsthore der Petits Carreaux aus. Der Geschichtsschreiber Sauval entwarf im Jahre 1650 folgende Schilderung davon: s .Er besteht aus einem schmutzigen, unregelmäßigen und ungepflasterten Platze. Vor 15 Jahren noch hörte Paris hier auf. Heute ist er in dem verwahrlosesten und schlechtes! gebauten Viertel gelegen. Um in die .Cours de Miracles zu gelangen, muß man sich durch kleine, übelriechende Gassen durcharbeiten und einen langen, Win Seligen , Abhang durchwinden. Ich habe dort ein aus Koth gebautes Haus gesehen, das vor Alter und Fäulniß hin- und herwackelte und das von mehr als fünfzig 'Familien bewohnt wurde. Man lebt dort nur von Räubereien. Die Bewohner glauben weder an Gott noch an die Gesetze und gehorchen nur einem Chef, den sie ihren König", ihren Grand Coesre" (Entstellung des Wortes Kaiser") nennen. Sie haben im Hintergrunde ihres Hofes, in einer Hundehütte, ein Heiligenbild ausgestellt, das sie wahrscheinlich in irgend einer Kirche gestohlen haben." Kein Mensch traute sich in diese Räuberhöhle, nicht einmal die Häscher, die sich hüteten, für 3z Sous per Tag ihre Haut zu riskiren. Herurn La Reynie, der im Jahre 1667 zum Polizeilieutenant ernannt wurde, gebührt der Ruhm, diesem Treiben ein Ende gemacht zu haben. Nachdem er dreimal Abtheilungen in die Cours des MiracleZ gesandt, die immer durch Steinwurfe zum Rückzug? gezwungen wurden, stürmte er eines Morgens mit 0 Häschern, einer halbenSchwadron Gendarmen und einer Abtheilung SaveurZ in diese Vanditenfestung ein. Er begnügte sich damit, die SchlupfWinkel zu zerstören, ohne die Halunken aufknüpfet zu lassen. Erfindung gegen uöbrecher. Bei den dielen Gefängniß Auöbrüchw, 'welche in unserem Lande vor- - r-jv-r:;

daß sich der Ersindungsgeist nicht schon früher dieser Frage bemächtigt hat. Ein Herr F. V. Simms Hat jetzt, wie aus Louisville mitgetheilt wird, eine Erfindung ausgeklügelt, welche solche freiheitlichen" Unternehmungen völlig unmöglich machen soll, selbst wenn Mithelfer vorhanden sein sollten. Darnach soll jede Gefangenen-Zelle mit einem luftdichten Raum umgeben werden, der mit Kohlen - Dyoxyd zu füllen ist, unter einem viel stärkeren Druck, als derjenige der Luft ist. Die Einrichtung soll derart sein. daß. sobald ein Gefangener irgendwo durch die Wand seiner Zelle ein Loch bohrt, sofort das Gas die Zelle erfüllt und ihn betäubt, und dag unmittelbar darauf, unter dem mechanischen Einfluß des Gases, eine elektrische DrahtKlingel in Bewegung gesetzt wird, deren Läuten die Verschließer herbeiruft. Ferner soll, damit der Gefangene nicht die Zellenfenster öffnen und Gas zum Entweichen bringen kann, ebenfalls auf elektrischem Wege ein äußererFensterladen zufallen und die.Fensteröffnung hermetisch abschließen. Endlich sollen die besagten Vorrichtungen ganzlich eingemauert sein, damit kein im Einverständnitz mit dem Gesängenen stehender Beamter sie unbrauchbar machen kann. Hübsch ausgedacht. aber ?

Deutscht in England. Wieviel Deutsche leben in Enaland? tfifr für die eaenwä'rtiaen Verhält nisse besonders beachtenswerthen rage, oer wir icyon emmai nayer gei 1 k" . 1 V (Tlf -C. 3 . ircicn nno, wiomei oer &ivuu ciuc umfassende statistische Zusammenstellung, die zugleich einen tieferen Einllxd in die sociale Stellung der Deutschen in Enaland aestattet. Nach der Zählung vom Jahre 1891, lebten im rv. r 4 rr n- cn " - c irY v Znieirelaz cö.oyi neiqsoeuie. diese Zahl sind die naturalisirien deutschen und die in Enaland aeborenen Kinder deutscher Eltern Nicht mit eingeschlossen. Davon leblen 1891 allein 50.599 in England und gegenwärtig dürfte ihre Zahl auf 55.000 angewachsen sein. Demnach liefern die Deutschen beinahe ein Drittel sämmtlicher nach England kommenden europäischen Einwanderer, und nur in den letzten Jahren sind Polen und Russen (Juden) in gleicher Zahl, wenn nickt in arökerer. binzuaekommen. Man findet die Deutschen in beinahe jedem Theile Englands, hauptsächlich aber in den arökeren Städten. London zählt mehr als 50 Procent aller m England lebenden Deutschen, Lancasbire 10 Vrocent. Vorksbire 7 Vrocent, Rorthumberland und Durham 5 Procent, Wales 2 Procent. Von 30.000 erwachsenen männlichen Deutschen smd nur 332 selbstständia und leben von ihren Renten; die übrigen 99 Procent erwerben ihren Lebensunterhalt im Wettbewerb mit der eingeborenen Bevölkerung 3n fast 300 ver schiedenen Berufszweigen. sogar als Polizisten, Farmer und Feldarbeiter, sind sie beschäftigt. Hauptsächlich sind sie aber als häusliche und Hotelbediente. Seeleute. Schneider Bäcker. Lehrer, junge Kaufleute (Clerks) Fleischer. Musiker. SaarkünM. Ubr macher. Kunsttischler und Händler thatig. Im Gegensatz zu der allgemeinen Annahme sind in der Jndustrie viel mehr als im Handel thätig. Während die Zahl der-weibttcken deutschen Dienstboten von 1522 im Jahre löi aus 3312 im Jahre 1891 stieg. hat die der deutschen Erneberinnen und Lehrerinnen seit 1881 ständig abgenommen. Die Zahl deutscher Bäcker ist in demselben Zeitraum von 1210 auf 2340 gestiegen. Namentlich in der fDJ...I ..v rt .' : r je in c X , .ouucici uuu uijcgncTci ii oer zjtui sche. was Sandfertiakeit betrifft, dem Engländer weitaus überlesen und wird deshalb bevorzugt. Auch die jayi ver deutschen. Friseure ist von 169 im Jahre 1871 auf aeattiwärtia 1000 gestiegen, ebenso stark ist die 3gi ver Schneider und Schneiderinnen angewachsen. Die Händler haben sich dagegen ständii vermindert, die zungen Kaufleute '(Clerks) dagegen vermehrt. Die erstere Erscheinung soll x w . . ivtu Kviaiw uazm . yaoen, vag Die Händler nach erworbener Geschäfts. kenntniß'und erlangten Verbindunoen i.. W. m ! i i i V vcuic in vzn ereinigien isiaaien ooer in den enalischen Colonien ein besseres Feld für ihre Thätigkeit finden; die deutschen. Elerks versuchte die Londoner Handelskammer vor einigen Iahren vergeblich aus England zu ve drängen. Sie hatten sich unentbehrlich gemacht, weil sie mehr Sprach kenntnik bessken und sorafältiaere eifrigere und tüchtigere Arbeiter sind. IC i'r r Ä- 1 ' uiö itc cngiiimcix ouegen. Dennoch in v:. ' j- . , ' 44 wi6 yiuuyimijc naeg qjitu nillZl meyl so groß Wie vor 10 bis 15 abren Auch die Zahl der Musiker, die in Theatern und anderen Orchestern beschaftlgt sind, hat seit 1881 um 30 Procent zugenommen. Die meisten eingewanderten Deutschen bleiben in ngiano, lanen sich naturallsiren, und nur Wenige kehren wieder in ihre Heimath zurück. Da sich nun nachweisen laßt, daß bereits im Jahre 1567 über zuw Deutsche m London wohnten, und da eö ferner bekannt ist, daß die meisten Deutschen unverheirathet nach England gehen und dort erst heirathen so ist es klar, daß ein nicht unbeträcht: licher Strom innerhalb dreier JahrHunderte direkt eingeführten teutonischen Blutes in englischen Adern fließt Es offenbart sich selbst in so berübmten Namen, wie Herscher, Göschen, und meyr ooer weniger vermummt m vielen anderen, denn Smlth ist in vielen Fällen wohl nur die Uebersekuna von Schmidt u. s. w. Die Cinwanderuna i crt irr . . 3 uö zeuiicqen naym tm 'Allgemeinen nach Errichiuna deZ Deutsckm Reiches vor 23 Jahren ab. seit den letzten 10 .(ayren nimmt sie. aber wieder zu Diesen 53.591 im f,?, 1 ttgi land lebenden Deutschen, von. denen drei Fünftel erwachsene Manne? w.-k ren,. standen mir 15.748 Knalnd?? gegenüber, darunter zwei Fünftel welvttcye Personen. d!e w Deutschland IZSIZM . .

Ein merkwürdiger Eheprozetz.

Der Apssellhof in London hatte jüngst die wichtige Entscheidung zu treffen, ob Emma Ham das eheliche Weib von George Rickard oder des Herrn Wilkins sei, von denen allerdings Kemer Ansprüche auf das Streitobiekt erhob, obwohl Beide ein mal mit Emma Ham vor den Traualtar getreten waren. Freilich schon vor langer Zeit. Vor 42 Jahren wurde Emma Frau desSchrnszunmermanns Rickard. Sie fand bald, daß dies em Titel sei, mit dem eine Frau wenig anzufangen wisse, denn oer Knmkrieg brach aus und Richard verließ sein junges Eheglück, um sich mit feiner Azt einzuschiffen. Als der Krimkrieg ZU Ende war, schickte man .Rlckard nach West-Jndien. Kaum war er dort anaelanat. so wurde er fahnenflüchtig. allerdings nicht, wie sentimentale Ge müther annehmen dürften, um in Emmas Arme zurückzueilen und die zwei mal jäh unterbrochenen Flitterwochen in Ruhe zu genießen, sondern um dem Dränge seines planetarischen GeMuthes solgeild, sich durch die Welt zu treiben. Im Jahre 1858 führte ihn diese anregende Beschäftigung auf kurze Zeit nach England. Er sah wohl Emma, aber das Wanderleben hatte ihm das Verständniß für die Freuden des eigenen Herdes geraubt und es trieb ihn weiter und immer weiter, bis endlich seine Spur verloren war und Frau Emma sich für berechtigt hielt, eme zweite Ehe einzugehen mit Herrn Wilkins. Das war im Jahre 1865. Wilkins war eine seßhaftere Natur als sein Vorgänger, aber die Ehe war deshalb um nichts glücklicher. Das Paar.ging im Jahre 1874 auseinander und wurde im Jahre 1883 separirt, nachdem Wilkins sich verpflichtet hatte, seiner Frau wöchentlich 12 Schilling zu geben.?Jm Jahre 1892 forderte Frau Wilkins, von ihrem Mann in aller Form geschieden zu werden, da sie mancherlei aus , dessen Privatleben gehört hatte, was diese Forderung zu begründen vermochte. Wilkins beantwortete den Scheidungsantrag seiner Frau mit dem Verlangen, seine Ehe für null und nichtig zu erklaren, da - Rickard im Jahre 1865 noch gelebt habe, Emma daher nicht berechtigt gewesen sei, zu jener Zeit die Ehe mit ihm einzugehen. Die Jury entschied zu Gunsten der Frau, indem sie der Himmel weiß, auf Grund welcher Erkenntniß erklärte. Rickard sei im Jahre 1865 be reits todt gewesen. Aber Wilkins gab sich mit diesem Urtheil nicht zufrieden vnd es machte keinen geringen Ein druck, als er eines Tages vor dem Richter mit einem Mann erschien, den er als den von der Jury für todt erklärten Schiffszimmermann Rickard vorstellte. Es wurden Zeugen vorge führt, die beschworen, in dem fremden Mann den seit achtunddreißig Jahren verschollen: Rickard zu erkennen und Frau Emma weigerte sich jeden falls, auf ihren Eid zu versichern, daß der Fremde mit lxtm ersten Manne nicht identisch sei. Der Richter Barnes war in nicht geringer Verlegenheit. Es war ja klar, daß er nun die zweite Ehi, für ungültig erklären mußte, aber durfte er als Richter mit der leiblichen Existenz Rickard's als mit einer. Thatfache rechnen, nachdem eine Jury erkannt hatte, daß dieser seit mindestens dreißig Jahren todt sei? ' Da aber trotz allem Nachdenken seine Urtheilskraft sich nicht schärfte, so machte er es sich bequem und entschied gar nichts, indem er es dem Appellhos überließ, einen Weg aus diesem Wirrsal ZU sin den. Wilkins wandte sich an das höhere Gericht mit der Bitte um Wiederaufnähme des Verfahrens. Leider aber war die Frist dafür abgelaufen, doch bekannte der Appellhof seine BereitWilligkeit, sie zu verlängern, wie eZ in seiner Macht steht. wennWilkinö sich zur .Zahlung von 20 Shilling wöchentlich an seine Frau, die bisher nur 12 Shilling von ihm erhielt, vervflich!e, um die Frau vor Noth zu schützen. Da Wilkins sich dazu bereit erklärte, so traten die Lords sofort in die .Vec Handlung ein und erklärten das Urtheil der ersten Instanz für thatsächlich unrichtig. Frau Emma ist nun wieder Frau Schiffszimmermann Rickard, aber dieser scheint nicht gewillt zu sein, die Chance auszunutzen, die ihm' das Schicksal bietet, und so wird Frau Emma als Pensionärin ihreL gewesenen zweiten" ' Mannes ihren Lebensabend verbringen müssen. Die Extravaganz d,S BundesSenats. ' Die Sparsamkeit ist eine Tugend, welche der Mehrzahl unserer Gesetzgeber kaum dem Namen nach bekannt ist, und mit vollen Händen wird däs .Seld förmlich zum Fenster hinauögeworfm Onkel Sani hat es ja dazu. . Im Capital zu Washington gibt es ein förmliches Heer von Angestellten der verschiedensten Grade, welche wie die Spatzen im Hanfsamen leben, beziehen sie doch gute Saläre und. ihre Obliegenheiten sind nichts" weniger als drückend. Besonders zahlreich ist das Personal,. welches ausschließlich dem Senat zur Verfügung steht. Daß die fast ausnahmsweise der Geldaristokratie angehörendm Senatoren daran gewohnt sind, sich von' einem Dienerheer umgeben zu sehen, kann ja nicht Wunder nehmen, denn sie sind' der Mehr zahl nach Millionare; die Herren sollten aber nicht erwarten, daß sie, die vielfach überhaupt als überflüssig angesehen werden, eine Armee von Angestellten zur Verfügung haben, welche so zahlreich ist. daß selbst einsichtsvolle Mitglieder jener erhabenen Körperfchaft Einschränkungen verlangen. Senator Chandler hat die Angelegenheit in die Hand genommen' und von den zustandigen Comites eine gründliche Untersuchung verlangt, damit der Senat endlich von den vielen unnützen Drohnen befreit werde. Wie Senator Chandler darthut, stehen ' im ausschließlichen Dienste deö Senats nicht trrAzzz cVt ZZ3 53erscr:3. fcanr.t:r

121 Clerks. 57 Boten, 23 Pagen. 15 Polizisten. 7 Briefträger. 8 Wächter. 4 Assistent - Ingenieure, 52 Arbeiter u. s. w. Dieses Personal bezieht an Gehältern ca. 5482.000 pro Jahr. Im Jahre 1887 betrugen die Saläre

nur 5371.931 und stiegen bis zum Vorjahre auf 5481.280. In einzelnen Jahren traten, in ungewöhnlichen Sparsamkeitsanwsndlungen. unbedeutende Verminderungen der Ausgaben em, doch wurden die' klemm Reduktio nen stets wieder durch Mehrausgaben wettgemacht. Zur Zeit kommen auf leden Senator etwa 4 Angestellte, und Wenn man diePolizisten abzieht, bleibt immer noch ein Personal von 338 Köpfen. Rechnet man auf jeden der 90 Senatoren 2 Secretäre. so bleiben noch 31 Clerks übrig. Was haben diese und die 57 Voten, 52 Arbeiter, 15 Polizisten und 8 Wächter zu thun? Der Senatsflügel des Capitols wird von den Architekten rn Ordnung gehalten und von der Capitolspolizei bewacht; es scheint also, daß die Senatoren noch einer besonderen Leibwache bedürfen. Die Extravaganz des Senats tritt bei einem Vergleiche mit den Bewilligungen für die Militär- und MarineAkademie recht klar zu Tage. Die Gehaltlisten' der Akademie zu West Point weisen einschließlich der laufenden' und regelmäßigen Ausgaben sowie der Gehälter für die 315 Cadetten' (Z540 pro Jahr) die Summe von 5392.439 auf. und die Akademie zu Annapolis kostet, abgesehen von den Gehältern der als Jnstructoren dienend'en Officiere, 5365.618 pro Jahr; mithin gebraucht der Senat für sein Heer von Angestellten bedeutend mehr, als eine dieser ausgezeichneten Anstalten . kostet. Daß hier eingreifende Reformen am Platze sind, liegt auf der Hand. , Die Mondscheinler-Braut. Eine tragisch gefärbte Liebes - Romanze aus dem südlichen GebirglerVolksleben, die ihres glücklichen Abschlusses noch immer harrt, wird aus Nord Carolina neuerdings folgendermaßen erzählt und verdient ein würdiges Plätzchen neben mehreren Geschichten ähnlicher Art: Zu Tryon City im County Polk lebt eine Familie Namens Parris, eine echte, typische Gebirgler - Familie, die früher ein kleines benachbartes Landstück bewirthschaftete und später in Tryon City ein Privat - Gasthaus für Sommergäste betrieb. Diese Familie hat eine Tochter. Louise, die im Alter von 17 Jahren für die größte Schönheit weit und breit galt, dabei noch ein echtes Naturkind, fast ohne jede Schulbildung war. Neben dem alten Parris'schen Landgut lag die Heimstätte der Familie Redmond, welche mit dem berühmten gleichnamigen MondscheinSchnapsbrenner und Gesetzesfeind von Süd - Carolina nahe verwandt ist. Ein Sohn dieses Hauses, Ralph Redmond, hatte mit der wenige Jahre jüngeren Louise das Bischen Unterrickt ,m iHlorfhsluie aememiam aenoisen, und die Beiden waren erst KinderGespielen und dann, wie es so zu gehen pflegt, ein Liebespärchen. Als die Parris'sche Familie nach Tryon City übersiedelte, verlobten sich erst Ralph und Lou- in aller Form. Liebende sollen eigentlich kein Geheimniß vor einander haben; aber etwas verschwieg Ralph vorläufig seiner Braut mit ängstlicher Sorgfalt: Daß auch er ein Mondscheinler war. Louise erblühte in Tryon City erst recht zur anerkü'lnten Schönheitskönigin heran und wurde daher selbftverständlich von vielen Anbetern umschwärmt. Sie ließ sich 'die Huld'gungm derselben gefallen, ohne sich jemals etwas zu vergeben, und blieb ihrem Ralph neu. Die jungen Leute des Städtchens neigten sich schließlich der Meinung zu, daß William Johnston, der eifrigste Anbeter, auch der begünstigte sei, und überließen ihm das Feld. Johnston stellte endlich die schicksalsschwere Frage: Na ob?(wie sie von Busch in seinen Abenteuern eines Junggesellen" formulirt worden ist) und bekam einen ganz gehörigen Korb. Der Abgewiesene wurde von rasender Eifersucht erfüllt und ruhte nicht, bis er Denjenigen entdeckte, welchem Lou ihr Herz geschenkt. Diesen erkor er sich nunmehr zum Ziele seiner Rachsucht. Er ermittelte auch, daß Ralph Redmond im Verdachte der wilden Schnapsbrennerei stand, und entschloß sich, ihn von dieser Seite her zu verderben. Ralph's Mondschein-Vren-nerei war so gut im Gebirge verboraen, daß die Bundes - Steuerbeamten schon seit Jahren vergeblich versucht hatten, ihn abzufassen. Aber Johnston spionirte das Nest aus und ver-

rieth es dann dem Speaal Steueragenten Vanderford. Ralph Redmond und mehrere seiner Spießgesellen wurden auf frischerThat überrascht und sämmtlich nach dem Gefängniß in Columbus abgeführt. Mit Hilfe von Freunden - gelang es ihnen aber schließlich, wieder in die Gebirge zu entkommen. . Mittlerweile erneuerte Johnston nochmals seine Liebeswerbungen stürmisch. Lou behandelte ihn, als ob er noch nie zuvor um sie angehalten hätte, also wenigstens neutral; sie ließ inzwischen nichts unversucht, um zu erfähren, wer ihren Bräutigam vcrrathen hatte. Dessen Freunde brachten' ihr endlich volle Gewißheit. Frl. Par-. ris gerieth'in furchtbare Aufregung,' und als Johnston sich wieder sehen ließ, warf sie ihn einfach hinaus und rieth ihm, sich ni wieder blicken zu lassen, außer, tx werde gerufen. Jetzt wurde "Johnston erst recht desperat UNd versuchte, durch Berleumdungen den Charakter der treuen Mondscheinler - Braut anzuschwär zen. 'Da faßte diese den Entschluß, die Vergeltung in ihre eigene Hand zu nehmen. Sie schickte Johnston ein kleines Billet, worin sie ihn aufforderte, zu ihr zu kommen. Der besann sich nicht lanae. Wer konnte wissen, vcö f

m diesem Frauenyerz vorgegangen war? Sobald er auf der Veranda erschien, stieß ihm Lou ein Messer in die Brust; er starb zu ihren Füßen. Louise wurde des Mordes ag

klaat und in das entferntere und stär kere Gefängniß nach Hendersonville gebracht, damit Ralphs und seine Freunde sie nicht befreien könnten. Sie wurde von zwei der besten Anwälte vertheidigt. Diese riethen ihr, sich des Mordes im zweiten Grade schuldig zu bekennen. So geschah es auch, und sie wurde zu 15 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Ohne ihr Schuldigbekenntniß hätte Wahrscheinlich nur ein Gnaden Act des Staatsgouverneurs sie vor dem Galgen bewahren können. Sie wurde in das Zuchthaus tn der Nähe von Raleigh gebracht, wo sie mit Waschen und mit der Ausbesserung ver Straflmgskleider beschäftigt wurde. . Keinen Augenblick zeigte sie Bedauern über ihre That und ihr Schicksal. Ihr Bräutigam erhielt sich natürlich mit Allem auf dem Laufenden, und er, em Justizfluchtlmg, hatte die Kühnheit! nach Raleigh zu kommen, dort eine Beschäftigung anzunehmen und sogar einmal seine Braut zu besuchen. ' Natürlich verlor die Tagespresse das Mädchen gleichfalls nicht aus den Auzen. Schließlich interessirte sich die einflußreiche Frauen - Organisation .Königs Töchter- für ihr Loos, und es gelang derselben, eine'bedingungsweise Begnadigung für Lou zu erwirken, welche sich aber verpflichten mußte, sich dieser Organisation anheim zu geben, sich nach dem Haus des Guten Hirten- in Maryland bringen und sich dort für einen ehrenhaften, selbstständigen Lebensunterhalt heranbilden zu lassen. ' Seit dem December 1894 weilt sie jetzt dort, und sehnsüchtig sieht sie dem Tage entgegen, da auch diese mildere Haft abgelaufen sein wird. Denn dieser Tag soll sie mit ihremRalph auf immer vereinen. Letzterer ist, nachdem Freunde es durchgesetzt hatten, daß der Proceß gegen ihn im Bundesgericht gestrichen wurde, seiner Auserwählten nach Maryland gefolgt und ist in der Stadt der Monumente StraßenbahnConducteur geworden. Wenn Freund Hein keinen Strich durch die Rechnung macht, so wird dieses Drama der Wirklichkeit so befriedigend enden, wie nur irgend ein schöner Roman. OoVusrme. Der Ingenieur Hering in Dortmund warf sich vor einen in doller Fahrt daherbrausenden Zug der Dortmund! - Enscheder Bahn. Ihm wurde der Kbpf vom Rumpfe getrennt. Vor. wenig Tagen hatte Hering ein Patent auf eine Fördereinrichtung für Förderwägen erhalten, das ihm hohen Gewinn versprach. Dem Erfinder fehlten aber die Mittel, um es auszunutzen. Der Mißmuth hierüber soll ihn zum Selbstmord getrieben haben. Auf dem Bahnhofe des Pariser Vorortes Bois - Colombes hat sich ein schreckliches Drama abgespielt. Drei Damen in Trauerkleidung.Mutter und zioei Töchter, standen auf dem Bahnsteig, als die Durchfahrt des Schnellzuges angezeigt wurde. Sowie dieser heranbrauste, eilte das jüngere der beiden Mädchen vlötzlick aufs Geleise, die ältere Schwester, dies sehend, ihr nach. Im Nu hatte aber die Locomotive des daherrasenden Zuges beide Körper bereits erreicht, schleuderte sie zuerst an. sechzig Meter vorwärts, um sie dann zu überfahren. Die Mutter stand völlig erstarrt. Man fand von beiden Mädchen nur unförmliche Ue berreste. Die Verzweiflung der Mutter grenzt an Wahnsinn. Die Opfer heißen Cecile und Marthe Davenne, ihre Mutter ist Schuldirektorin ' in Bois ColombeZ. Die Ursache zu dem schaurigen Selbstmorde ihrer Tochter Cecile soll Liebesgram gewesen sein. . EinselteneZJubjläum wurde jüngst im Liederkranz zu Ansbäch gefeiert. Daß ein actives Mitglied eines Gesangvereins 50 Jahre unausgesetzt allo Proben besucht und als 76jähriger Greis noch immer stramm beim Zeug ist, überdies in uuerschöpflicher Weise durch seine trefsenden, munteren .Schnadahüpferln seine Sangesbrüder wahrhaft elektri sirt und bei jeder Probe seinen Mann stellt, das ist wohl in unserer an Jubiläen überreichen Zeit eine Rarität. All' daö trifft zu bei dem Liederkranz. Mitglied Färbereibesitzer Scheuerlein in Ansbach; es werden sicher Viele, die dem Liederkranz schon angehörten und nun da und dort in der Ferne leben, mit Interesse vernehmen, daß der Verein seinem goldenen Jubilarein solennes Fest veranstaltet hat und daß Letzterer auch ferner seinen Platz im ersten Baß ausfüllen wird. Einehöchstmerkwürdi ge Verordnung über die Beerdigung von Dissidenten hat neuerdings der protestantische Kirchenvorstand des erzgebirgischen Städtchens Johanngeorgenstadt erlassen. Danach darf eine Beerdigung von Dissidenten nur innerhalb bestimmter Stunden und zwar im Sommer um 7 Uhr (!) und im Winter mn 3 Uhr früh(!) fiattfinden. Ein Anspruch auf geistlichen Beistand. Glockengeläute und sonstige Feierlichkeiten der evangelisch-lutheri-schen Landeskirche stehen ihnen , auf keinen Fall zu. Ferner dürfen für Dissidenten nur einfache Gräber beansprucht werden; geLZste Stellen oder Erbbegräbnisse werden rn solchen Fällen überhaupt nicht abgegeben. Trotz alledem ist an Gebühren ohne Ausnähme eine Erhöhung don 10 Pro cent zu zahlen. Reden am Grabe imterliegen der Genehmigung des OrtsPfarrers. ' Bor. dem Bloomsbury Grafschaftshof wurde wieder ein Stück Leben hinter den Coulissen enthüllt. Eine Singspielhallen - Schauspielerin wär von ihrem Direktor sofort entlassen' worden weil ' sie '.sich : geweigert hatte sich nach den Vorsöriften de3 DirecioiZ ezustaMren. Sie üxütt

in einem Stücke die Mutter eines'fünf-1 zehnjährigen Mädchens, und der Herr Director. der sich von Zeit zu Zeit auch einmal gern künstlerisch bethätigte und eine Rolle in diesem Stückchen spielte, forderte von ihr, daß Pe mit einer wei-

ßen Perücke erscheine. Das paßte der Dame aber nicht, da sie, wie sie sich ausdruckte, sich m der Achtung des Londoner Publikums nicht selbst herabsetzen wollte Eigensinnig verweigerte sie sogar ein paar Körnchen Puder auf das Haar zu streuen. Sie brachte aber auch einen Vernunftsgründ gegen die Entscheidung des Di rectors dar. den nämlich, daß dieMutter eines Mädchens von fünfzehn IahNN sVbst noch sich in der Blüthe ihrer Jahre befinden könne und nicht nöthig habe, auch nur ein einziges graues Haar zu haben. Seltsamerweise wollte Richter Bacon diesen Grund nicht gel ten lassen, und der Proceß Ware für die Schauspielerin verloren gewesen. wenn sie nicht hätte nachweisen können. daß der Befehl deö DlrectorS an sie erging, nachdem sie die Rolle bereits einige Zeit in ihrem eigenen Haus gespielt hatte. Das bestimmte den Richter. zu ihren Gunsten den Proceß zu entscheiden. Als wenig Vertrauenswürdiger Beamter hat sich der frühere Mitdirector der Handelsbank inHam--bürg. Dietze, erwiesen, der sich seit kurzem in Untersuchungshaft befindet.. Als Mitdirector der Bank hatte er deren Hypotheken - Abtheilung unter sich. bezog für seme Thätigkeit aber kem Gehalt, sondern wurde durch zwei Drittel deS Nutzens, den seine Abtheilung abwarf, entschädigt. Bedingung war. daß er dafür auch die Unkosten der Abtheilung übernahm. Diese Bedingung soll er nun dadurch . umgangen haben, daß er die während seiner Thätigkeit aufgelaufenen Unkosten in Höhe von 13.000 Mark der Bank in verschleierter Weise in Rechnung stellte. Als er dann dieseStellung ausgab und ein von ihm benutzter Schrank geöffNet wurde, fand man Personalpapiere vor, die ergaben, daß der NameDietze nur angenommen war, daß man eS vielmehr mit einem bereits wiederholt vorbestraften frühern Chemiker Namens Diedrich zu thun habe. Auf Grund dieser Entdeckung erfolgte dann die Verhaftung Diedrich's, über den folgende Thatsachen festgestellt wurden: In Antwerpen hatte er vor dem dortigen deutschen Consul sich unter seinem falschen Namen mit der Tochter eines verstorbenen hiesigen Restaurateurs bürgerlich trauen und bann in Hamburg unter Vorlegung ber in Antwerpen erlangten HeirathsUrkunde die kirchliche Trauung folgen 'assen. Hier errichtete er einen ConsumVerein mit mehreren Verkaufsstellen und ließ Verkäufer Sicherheit in Höhe bis zu' 3000 Mark leisten. Wo dieses Geld steckt, war bisher nicht zu krmitteln. Als angeblicher reicherGutsbesitze? Dietze kaufte er sodann den Gebr. Voß in Barmbsck ihre RauchWaarenfabrik für 20,000 Mark ab und machte eine Actiengesellschaft mit 1000 Actien zu je 1000 Mark daraus, lieferte aber den Verkäufern und sonsiigen Interessenten die ihnen zukominenden Actien nicht aus. ES wird angenommen, daß er die Actien irgendwo untergebracht hat, denn in seinem Besitz befinden sie sich nicht mehr. ' Einerungemoynnch frechen Schwindlerin ist der VroviantHändler Nicholls in London zumOpfer .err - r . v l. ' . ycjuucn. Hu 1 einen unven gehörte eine junge Person, in die er sich verliebte und der er einen Heirathsantrag machte, nachdem sie erklärt hatte, ledia zu sein. Er verlobte sich mit ihr und schenkte ihr einen Diamantring im Werth von 535. Eines Tages kam sie ... I 2 . . - zu lum uno erzauiie, iyr ?llesvater. mit dem sie lebte, sei entflohen und sie stehe nun allein da. Sie machte ihm den Vorschlag, er mochte ihr em Ge schäft einrichten, damit sie sich chrlick ernähren könnte. Nicholls fand den Vorschlag gut. besorgte Waaren und Mobiliar im Werthe von 5350 und freute sich der Zukunft. Nach einiger Zeit kamen ihm jedoch allerlei beunruhigende ' Gerüchte zu Ohren, die ihn veranlaßten, beim Registeramt nachzu forschen und er erfuhr dort, daß seine Braut die Frau deö ManneS sei, den sie als ihren Stiefvater ausgegeben batte. Er begab sich zu. ihr. um ihr Vorhaltung zu machen, und sie gab sofort zu, daß sie ihn getäuscht habe, machte ihm aber .Vorschläge für die Erstattung seiner Auslagen, die Nicholls jedoch ablehnte, um die Angele, genheit dem Richter zu übergeben. Voi diesem gestand die Frau ihrenSchwindel mit einem gewissen Selbstgefühl ein und erzählte unter Lachen, welchen Spaß eS ihr gemacht habe, wenn Nicholls ihren bedeutend jüngeren Mann Vater nannte. Als MilderungLgrund machte sie die furchtbare Dummheit Nicholls' geltend. Wegen Skandalirenö wurde den Schülern einer höheren Klasse in Vechta die Strafarbeit ertheilt. Schillers Ballade: .Die Kraniche des Jbikus- reinlich abzuschreiben und am zweiten Tage abzuliefern. Um sich die Arbeit des Abfchreibens zu er sparen, gingen die Herren Schüler zur Druckerei und ließen , sich das Gedicht fein säuberlich drucken, und lieferten es so ab. Ueber die ihnen gewordene Quittung verlautet nichts Bestimmtes. Echte Kinder deS Jahrhunverts! Ein eigenartiger Unglücksfall. der den Tod eineö Men-. schen herbeiführte, ereignete sich am Schuppen 17 des Hüben - Kai in Hamburg. Dort stürzte plötzlich der wahrscheinlich schadhaft gewordene Dampfkrahn Mit etwa 20Centnern eisernen Schiffsrippen in die Elbe und bohrte zwei unten gelegene Schuten in den Grund. Wahrend die CwersÜhmtagelöhner sich durch einen Sprung auf benachbarte Schuten retteten, ist der mit dem Krähn hinabstürzte Maschi nist Zuschlag leider umö Leben gekommen. - Kause NuZo's Oeft HadLS

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