Indiana Tribüne, Volume 19, Number 174, Indianapolis, Marion County, 12 March 1896 — Page 2
Fndwna ZriSüne.
Erscheint Täglich neb Somüügv. Die tZzlich Tribüne- kostet durch den Träger 23 Cent! per Woche, dle SonntagsTribüne-s CkRtl per Woche. Beide infamst 15 Cent? der AS Cent ptz Vtosat. Per Post aukerhalS de, Sttst zsgeschiZt U Vorausbezahlung V pe, 05r. Omrti 18 Süd Lllaöama Straße. Indianapolis, Znd., 12. März 1896. OakterZengeöalt des Getreides. Vor einiger Zeit ist in Deutschland mehrfach die Befürchtung geäußert worden, als könne der angeblich hohe Eakteriengehalt des ausländischen Getreides die Gesundheit von Menschen und Thieren schädigen. Besonders gefährlich sei das Getreide aus Länccrn, in denen Äolksseuchen, wie z. B. die Cholera wüthe. Diese Vefürch tungen erschienen um so deachtenswerther (?). als gleichzeitig die Mittheilung erfolgte, daß fcn berufener Seite durch bakteriologische Untersuchung einer Reihe von Proben ausländischen Getreides ein erschreckend hoher Bakteriengehalt desselben festgestellt sei. Da die Furcht vor den am Getreide haftenden Bakterien leicht in weiteren Kreisen der Bevölkerung Beunruhigung erregen konnte und eine ausrei chende Kenntniß über den Bakteriengehalt der verschiedenen Getreidearten nicht vorlag, so nahm das Kaiserliche Gesundheitsamt in Berlin Anlaß, der Angelegenheit durch Versuche näher zu treten. Abgesehen von dem noch zu erwähnenden Ergebniß derselben wird den geäußerten Befürchtungen schon dadurch der Boden entzogen, daß die überwiegende Mehrzahl oer in der Natur weit verbreiteten Bakterien keineswegS Krankheitserreger, vielmehr ganz harmlose, oft sogar nützliche und unentbehrliche Lebewesen sind. Nur verhältnißmäßig wenige von ihnen, nämlich fast ausschließlich solche Arten. die am kranken Menschen und seiner Umgebung kommen, werden unter bestimmten Umständen gesundheitsge fährlich. Die Begriffe Bakterien". .Krankheitserreger- oder gar JnfectionSstofse" dürfen keineswegs identifizirt, sondern müssen streng von einander geschieden werden. Die Untersuchungen des Gesundheitsamts erstreckten sich auf 33 Getreideproben (Weizen, Roggen, Hafer und Gerste); 17 davon stammten aus dem Auslande, 16 aus Deutschland. An allen Getreideproben hafteten Bakterien. Die meisten enthielt eine Probe von russischem Hafer mit 4.636,000 auf ein Gramm; die niedrigste Zahl (11.000) wies amerikanischer Weizen aus La Plata auf. Deutscher Weizen zeigte im Gramm 14.000 bis 230.000, russischer 256.000 bis 309.000 Balterien; beim Roggen waren die Zahlen für Deutschland 123.000 bis 670.000. für Rußland 756.000 bis 1.018.000. Türkischer Roggen, der von allen untersuchten Proben am meisten mit fremden Bestandtheilen (Unkrautsaeilen, Erdpartikelchen. Steinchen, Halmresten etc.) verunreinigt war, enthielt im Gramm nur 30.000 Balterien. Die von anderer Seite und anderen Eetreideproben ausgeführten Untersuchungen haben zum Theil höhere, mm Theil niedrigere Zahlen ergeben. es hat sich herausgestellt, daß ein id dieselbe Getreideprobe, nach Ab.auf weniger Wochen zum zweiten Mal untersucht, eine beträchtliche Abnahme des Bakteriengehalts erkennen ließ. So war z. B. die für eine Probe rufAschen Roggens gefundene Bakterienvon 895.000 auf ein Gramm bei späteren Untersuchung auf 190.zurückgegangen. Obschon nach sen Untersuchungen an den Proben Zländischen Getreides mehr Balten hafteten als an den deutschen oben, so berechtigt dieser Befund h nicht zu dem Schlüsse, daß der gedheitliche Werth des Getreides vom teriengehalt abhängt. Wir genielmit manchen Nahrungsmitteln (z. n Käse, in der Milch, in der But'gelmäßig noch weit mehr Baltels deren am rohen Getreide haf.selbst für das Trinkwasser darf lakteriengehalt nach der neuesten Fassung nur noch die Bedeutung spruchen, daß die Leistung seiner -lichen oder künstlichen Filtration ch beurtheilt werden kann. Gleich .jt Wasser hat auch das Getreide belonderö reichliche Gelegenheit, sich mit den vorerwähnten harmlosen, in den oberen Bodenschichten in größter Menge verbreiteten Bakterien zu beladen. Vielleicht rührt der hohe Bakteriengehalt ausländischen Getreides von der weniger reinlichen Einsammlung und Aufbewahrung her. Verunreinigungen des Getreides mit gefährlichen Bakterien, zum Beispiel aus den Abgängen kranker Menschen oder Thiere, .sind bisher noch nicht nachgewiesen und dürften, selbst wenn sie vereinzelt einmal vorkommen sollten, sich nie auf eine größere Getreidemenge erstrecken. Aber noch aus einem anderen Grunde läßt der Bakteriengehalt deS Getreides einen Schluß auf dessen Gesundhitsgefährlichkeit nicht zu. Daö Getreide wird nur in einem durch die Hitze beim Kochen oder Backen veränderten Zustande genossen. Wenn nun auch einzelne, besonders widerstandsfähige Dauerformen der Balterien (sogenannte Spottn") zuweilen trotz dieser hohen Temperatur am Leben bleiben, so gehen doch alle die bekannten, für den Menschen, in Be tracht kommenden Krankheitserreger dabei zu Grunde. Die meisten dieser schädlichen Lakterienarten werden sogar schon durch die Einflüsse de? Witterung, durch Austrocknen und Belichtung vernichtet, unter Verhältnissen also,, welche beim Lagern des Getreides 'in reichlichem Maße vorkommen. Schließlich ist daran zu erinnern, daß zwar Krankheiten nach dem Genusse von Zubereitungen aus Getreide, welcheZ mit Unkrautsamen oder. Mutter körn verunreinigt war. W '.Deutlü
land wie im Auslande wohl beobachtet sind; nj?ckj niemals aber sind Uebertragungen ansteckender Krankheiten durch Getreide oder dessen Zubereitungen bekannt geworden, trotzdem das Getreide seit Urzeiten für Me Ernährung von Menschen und Thieren die bekannte, wichtige Rolle spielt. Fortschritte der Photographie. Neben der großartigen Entdeckung RLntgen's und der letzten Verbesseruiig der Photographie in natürlichen Farben verdient eine andere technische Neuheit auf demselben Gebiete genannt zu werden. Im Gegensatz zu ven beiden erwähnten handelt es sich bei der letzten nicht sowohl um die direkte Aufnähme von Gegenstenden, als vielmehr um die Vervielfältigung gemachter Aufnahmen. Wenn die Besucher eines photographischen Ateliers heute noch die Frage nach der Anzahl der gewünschten Photographien zu hören gewohnt sind, so scheint die Zeit nicht mehr fern, wo man sein Conterfei nach der Elle in Bestellung geben wird. Wieviel gards wünschenSie?" dürste bald eine ständige Frage der photographischen Praxis werden. Der neue Proceß des photographischen CopirVerfahrens, der photc.zraphische Rotationsdruck, ist für den photographischen Schnelldruck von ähnlich einschneidender Bedeutung.wie es die AnWendung der Rotationsschnellpresse für den Buch- und Zeitungsdruck wurde. Alles, was sonst einer Reihe von Hilfskräften überlassen bleiben mußte, das übernimmt jetzt ?ine einzelne Maschine; sie exponirt, belichtet, entwickelt, fixirt. wäscht, trocknet, schneidet und klebt und dazu Alles in größter Genauigkeit und fabelhafter Schnelligkeit. Es ist erstaunlich, mit welcher Genialität all die Schwierigkeiten einer subtilen Arbeit bei dieser Maschine gehoben sind. Von einer Rolle läuft das etwa yardbreite noch unexponirte Papier zunächst unter den Negativen vorbei, welche auf einer Glasplatte in leicht beweglichen Rahmen befestigt sind. Die Belichtung der Negative kann der Dauer der nothwendigen Ezponirung entsprechend geregelt werden. Mehrere Negative von gleicher Lichtempfindlichkeit werden auf einer Glasplatte befestigt. D2s Abpassen der den einzelnen Platten zukommenden Belichtungszcit ist die schwierigsteOperation des ganzen Verfahrens. da von ihr in erster Linie der Erfolg des Ganzen abhängt; sie erfordert viel Uebung und Erfahrung. Ueber der die Negative tragenden Platte hängt der eigentliche Belichtungsapparat, verstellbar in der Höhe. Vlitzlampen von 32 Normalkerzen liefern das Licht und ein elektrischerVen tilator erhält die Temperatur in der Camera stets auf gleicher Höhe. Ein Fenster mit rothem Glase erlaubt die Beobachtung und Ueberwachung des ganzen Vorganges in der Camera. Die Belichtung dauert in der Regel zwe! Sekunden. Hat die Papierrolle den Belichtungsapparat passirt, so gelangt sie, sorgfältig vor weißem Lichte geschützt, in den Raum der selbstthätigen Entwicklungsmaschine. Es. gewährt einen seltsamen Anblick, die allmälige Entwicklung der Bilder zu verfolgen. Ein langer hölzerner Kasten enthält in einzelnen wasserdichten Abtheilungen die zur Entwicklung nöthigen chemischen Bäder. Alle muß die Papierrolle in zweckmäßiger Führung der Reihe nach durchlaufen. Nach der Entwicklung passirt das Papierband ein Wasserbad. ein Firativbad, ein Alaunbad, nochmals ein Wasserbad und empfängt schließlich noch ein Sprühbad. bevor es in den Trockenapparat geleitet wird. Während des Durchlaufens durch die einzelnen Bäder säubern Arbeiter mit weichen Schwämmen das Papierband von allen aus den chemischen Bädern etwa anhaftenden Unreinigkeiten. und damit sie in dieser photographischen Dunkelkammer genügend Licht haben, ist die Beleuchtung so eingerichtet, daß mit der fortschreitenden Entwicklung in den einzelnen Bädern auch die Beleuchtung vom gewöhnlichen Roth der Dunkelkammer nach und nach ZUM hellen Weiß übergeht. Hat die Papierrolle schließlich noch den Trockenapparat durchlaufen, so wird sie mit den nunmehr fertigenBildern von der Maschine zerschnitten und jedes einzelne Bild in gebräuchlicher Weise auf Kartonpapier geklebt. Die Leistungssä higkeit dieser. Maschine ist ganz erstaunlich. Das Papier läuft durch die Bänder mit einer Schnelligkeit von etwa zehn Fuß in der Sekunde, und 250 Cabinetphotographien können in einer Minute in der Maschine exponirt werden. Nimmt man als gewöhnliche Arbeitszeit 8 Stunden täglich an, so beträgt die Tagesleistung dieser photographischen Rotationsmaschine 120.000 Cabinetphotographien, und schon hierin allein offenbart sich die Bedeutung der Erfindung, ganz abgesehen davon, daß die Resultate an Güte der Ausführung den gebräuchlichen Methoden nicht im Mindesten nachstehen. Bisher ezistiren angeblich überhaupt nur zwei solche Maschinen, die eine in Amerika, die zweite in Berlin. Eine andere ganz erstaunliche Leistung aus der photographischen Pra?is. die wir hier noch kurz anführen wollen, hat in letzter Zeit die New South Wales Staatsdruckerei vollbracht. Schon auf der Chicagoer Ausstellung trat dieses Institut mit einer photographischen Aufnahme der Panoramas von Sydney hervor in der ungewöhnlichen Größe von 7.30 Meter Breite. Mit der Aufnahme der landwirtschaftlichen Ausstellung in SydneyLm vergangenen Jahre hat es aber diese Leistung noch übertreffen. Diese letzte Photographie mißt 8 Meter in Breite und 1,15 in Höhe und ist aller Wahrscheinlichkeit nach die größte Photographie der Welt überhaupt. Die Aufnahme erfolgte auf 8 Platten im Maßstabe von 15:12. Die Vergrößerung von den Originalplatten soll ganz vorzüglich gelungen sein; Personen, welche bis zu 200 Yards vom Aufnahmepunkt entfernt waren, sind noch völlig scharf zu erkennen.
In ZZZru'S Schatzkammer.
E3 gibt verschiedene Länder, welche, obwohl ihr Volks - Wohlstand noch überaus viel zu wünschen übrig läßt, von Natur aus zu den reichsten der Erde gerechnet werden können. Zu den hervorragendsten dieser gehört die südamerikanische Republik Peru, welche, wenn man Agenten unseres Staatsdepartements sowie denMittheilungen in einem demnächst vom Vüreau der amerikanischenRepubliken zu veröfsentlichenden Buche vollen Glauben schenken will, wenigstens als Mineralland das reichste der Welt, aber auch sonst mit Naturschätzen sehr vielseitig gescgnet ist, die erst zum k l e i n st e n Theil angebrochen sind (oder verschüttet liegen, seit die glänzende Civilisation der Jncas von einem Pizarro so grausam zerstört worden ist.) Bekanntlich knüpfen sich an den Namen Peru, so lange derselbe schon in der civilisirten Welt allgemein genannt wird, zauberische Vorstellungen von Gold, Silber, Edelsteinen und wohlduftenden Hölzern, und den neuerlichen Angaben zufolge scheinen diese Vorstellungen nur wenig hinter der Wirklichkeit zurückzubleiben und andererseits sogar noch sehr unvollständig zu sein. Nicht nur als Schatzkammer, sondern auch als Curiositäten - Cabinet erscheint Peru, sehr bemerkenswerth. Schon die peruanische Küstengegend ist sehr reich an Petroleum, Silber, Kupfer. Steinkohle, Schwefel, Salpeter, Magnesia und Borax. Aber waö erst in den Gebirgen noch schlummert, soll an Fülle und Vielseitigkeit och weit darüber hinausgehen. Von dort kamen auch die herrlichen Smaragde, Rubine, Türkise und Diamanten, mit welchen sich die Jncas zu schmücken pflegten. Dort ist, außer den genannten Dingen und Allem, was die Küste bieten kann, auch Blei, Nickel. Antimon, Eisen, Marmor, Arsenik, Alaun und noch manches Andere in großer Fülle zu finden, und wenn erst etnmal diese Naturschätze alle entwickelt werden, dann dürfte u. A. auch Canada aufhören, seinen beinahe Monopolist! schen Rang als Nickel - Land zu beHäupten. Peru darf als das Urland vieler der hervorragendsten Nutzpflanzen der Menschheit bezeichnet werden, so auch die Kartoffel, welche in wildem Zustand nur Knollen von der Größe einer Haselnuß liefert, indeß fchon unter den Jncas mit großem Erfolg cultivirt wurde; ferner des echten Welschkorns mit seinen großen Körnern, woraus die Peruaner auch ihrNationalgetränk, Chica" genannt, gewinnen. Und die wundervolle Coca - Pflanze, welche so großen Segen und Fluch über dieWelt gebracht, wächst in Peru wild. Man erzählt, daß der erste Weizen durch Zufall von der Gattin eines Halbbruders Pizarros aus Europa nach Peru gebracht worden sind. (Sonach hätten diese Eroberer wenigstens ein Gutes gebracht.) Wie dem auch sei, jedenfalls wurde in Peru schon 1543 zweipfündige Weizenbrote für 10 Cents verkauft. Daß die Welt das Chinin Peru verdankt, ist allgemein bekannt. Auf manche der pflanzlichen Schätze und Merkwürdigkeiten Perus ist man aber erst in den letzten Jahren aufmerksam geworden. U. A. wächst in Peru eine seltsame Pflanzenwolle-, nämlich eine Art Baumwolle.welche kaum von der schönsten Wolle unterschieden werden kann und daher bereits starke Verwendung in der Fabrikation feiner MerinoUnterwäsche", ganzwollener Strümpfe" u. s. w. findet. Die Production dieser Pflanzenwolle hängt aber ganz und gar von periodischen Ueberschwemmungen im Plura - Flußthal ab, welche nur einmal alle sieben Jahre erwartet werden. Einmal in den Boden gesetzt, hält sich diese eigenthümliche Pflanze jedoch, bis eine neueSiebenjahrs-Hoch-fluth erscheint; dann wird die alte Pflanze ausgerissen, und die neue gesät. Bis jetzt sind alle Versuche verunglückt, diese Pflanzenwolle irgendwo anders in der Welt anzubauen. In den lten drei Jahren hat man eine neue Abart dieser Pslanze entwickelt, die eine lohfarbene Wolle verschiedener Schattirungen liefert, also auch das Färben überflüssig macht; überall, wohin dieser Stoff"gesandt wurde, hat er große Sensation erregt. UebrigenS hatten eingeborene Indianer der untersten Classe dieselben Stoffe schon seit undenklicher Zeit in aller Stille zu Kleidungszwecken benutzt, ohne daß Andere etwas davon wußten. Man findet in Peru außerdem ein besonders interessantes wolltragendes Thier, nämlich das Alpaca - Lamm, ein herrlichesThier mit großen schwarzen Augen, das eine Höhe von 6 Fuß erreicht; aber fast die Hälfte dieser Höhe wird durch den langen und anmuthigen Hals gebildet. Die seidenartige Wolle ist zur Zeit, da das Thier em Jahr alt ist, reichlich einen Fuß lang. Bis jetzt ist indeß die Alpaca - Wollindustrie völlig m den Händen der eingeborenen Indianer geblieben, und Niemand kann sagen, was sie mit dem vielen Geld anfangen, welches dieselbe ihnen einbringt. Viele dürfte es interessiren, daß im Innern Perus noch heute vollblütige Nachkommen der alten Jncas zu finden sind. Sie haben nie dieVehandlung vergessen, welche ihren Vorsahren zutheil wurde, und obwohl sie von sanftem Charakter find, bewahren sie stets ein düsteres, friedlich schweigsames Wesen und suchen den Verkehr mit den Weißen ganz zu meiden. Ihre Frauen tragen noch heutigen Tages zum Andenken an den edlen Märtyrer Atahualpa ein besonderes Kleidungsstück: eine lange schwarze Schürze mit weißem Saum. Qln Spiegelbild für nglands Ehauviniften. .Warum ist England im gegenwärtigen Augenblick ohne Freund und Bundesgenossen in der ganzen gesitteten Welt, abgesehen "etwa von dem fadenscheinigen armseligen Italien?" Diele Nraae wirt der eemaliae
nler und politische Sträslwg Michael Davitt, den zwei Wahlbezirke in das Unterhaus gewählt haben, in einem Briefe an die Times auf. um selbst darauf folgende Antwort zu geben: Das kommt von dem Geiste rühmrediger Unverschämtheit gegen seine Gegner, der sich heute von den Vorträgen der Londoner Tingeltangel bis hinauf zu den letzten Aeußerungen des Premiers allenthalben breit macht. Das kommt daher, weil England den Schwachen gegenüber ein erbarmungsloser Unterdrücker, aber ein geschmeidiger Feigling ist. wo es denen gegenübertritt, die ihm gewachsen sind. Man vergleiche doch nur das Versahren der Buren bei Krügersdorf mit dem der Engländer in Kumassi. Die Truppen des Transvaal-FreistaateZ trafen und überwanden die privilcgirten Banditen der Chartered Company. Wie wurden die Besiegten von den Siegern behandelt? Hat Lord Salisbury ein Wort des Lobes für die Großmuth des Burenpräsidenten denen gegenüber gefunden, die den kleinen Staat hinterlistig zu überfallen suchten? Keine Silbe. Es war mehr nach seinem Geschmack, indirect die ausländischen Freibeuter zu schützen und Jrländer ohne Grund zu beleidigen. Wie aber trat Lord Salisbury's Expedition in. Kumassi auf? Ist es nicht in diesen Spalten veröffentlich! worden, wie ein gewisser Herr Maxwell, der englische Gouverneur der Goldkllste, den König Prempch zwang, niederzuknieen und im wahren Sinne des Wortes seine Stiefel zu küssen? Wurden nicht die Ansahs verhaftet und mit Handschellen geschlossen bei dieser selben Gelegenheit. obschon nicht ein einziger Schuß gegen die Engländer gefallen, nicht ein einziger Mann von den Eindringern geblieben war? Das ist das Ergebniß eures letzten Triumphes über einen ungesitteten Feind. Wie aber stellt sich die Sache in dem Zwiste mit Amerika, eurem ebenbürtigen Gegner in der Frage um Venezuela? Eure prahlerischen Drohungen wurden auf der anderen Seite des Atlantischen Oceans nach ihrem wirklichen Werth geschätzt. Man kennt euch dort von alten Tagen her. Man erinnert sich an Lord John Russells Depesche über San Juan Island und die beleidigende Herausforderung, mit welcher die Forderungen des weiland Sena tors Sumner in der Alabamafrage von der Times aufgenommen wurden. Ihr seid bei beiden Gelegenheiten vor den Jankees zu Kreuz gekrochen und Jedermann weiß, daß ihr es wiederum thun werdet, natürlich nur um euren angelsächsischen Vettern" in den Vereinigten Staaten eine Liebe zu erweisen. De? heute in England allgemeine Ruf nach schiedsrichterlicher Behandlung täuscht Niemand. Wenn euch nicht die Furcht vor einem Kriege mit den Vereinigten Staaten peinigte, dächtet ihr nicht an ein Schiedsgericht. Ihr ließet dann stolz ein Heer nach Caracas marschiren. wie soeben noch nach Kumassi. und das brutale Verfahren, daß ihr dort dem wehrlosen Feinde gegenüber gezeigt, würde den Bewohnern von Venezuela gegenüber wiederholt werden. Ihr habt die Zähne gezeigt, aber zu beißen wagt ihr nicht. Und darin liegt ein weiterer Grund, warum ihr zur Stunde ein Gegenstand des Hasses seid, der nicht ohne Beimischung von Verach-
tung ist. m den Augen von Frankreich. Deutschland und Rußland. Das ist der Grund, warum ein stimmführcnder Senator der Vereinigten Staaten in Erwiderung der englischen Drohungen mit Flotten, die New Fork. Boston und Philadelphia bombardiren könnten, sich folgendermaßen vernehmen ließ: Wir sind verschiedener Meinung." saqte Senator I. K. Ingalls, über Schutzzoll, Währungsund andere Fragen, aber in dem Hasse gegen England sind wir einstimmig. Das diplomatische Spülwässer über Blutsverwandtschaft und Sprachgemeinsamkeit führt Niemand irre. Wir fühlen, daß England heute unter den Großmächten unser einziger Feind ist. Bei jeder Krisis unserer Geschichte sind wir der geheimen oder offenen Feindseligkeit Englands beaeanet und der Ton der Presse war stets cynisch. höhnisch und verachtUNgsvoll. Aber zum Kriege wird es nicht kommen. England fuhrt me mit ebenbürtigen Gegnern Krieg. Es gibt 15.000 Zeitungen in den Vereinigten Staaten und neunzehn Zwanzigstel von ihnen, daö kann man kühnlich behaupten, stimmen mit diesen Ansichten übertut." DaS eolithische Qrabfeld in WormS. Die Entdeckung eineS Grabfeldes der jüngern Steinzeit durch den Confervator des Paulusmuseums m Worms, Dr. med. Koehl, stellt sich, in Anbetracht der außerordentlichen Seltenheit derartiger Gräber, immer mehr als ein bedeutsames archaologischesreianiß dar. Bis jetzt wurden schon gegen 70 unversehrte Gräber untersucht, und noch ist nur ein Theil diesesFnedHofes der alten Steinzeitmenschen erforscht. Die Zahl der aufgefundenen, meist höchst geschmackvoll verziertenGe. säße beläust sich schon auf weit über 100. Auch in den übrigen Grabern wurde bisher Nicht die geringste Spur eines Metalls aufgefunden, dagegen erscheint als eine weitere Merkwürdigkeit das Vorkommen von Armbändern auS blauem und grauem Schiefer. So in Vi-n lulefet aufgedeckten IVUtVlII 0 tf - , Frauengräbern an dem Oberarm des . m?r i , , a einen Skeletts orei, an m uy dern vier und an dem Vorderarm tu neö dritten Skeletts sechs auch Schiefer hergestellte Armringe erhoben. In einem Männergrabe fand sich am Halse des Skeletts ein aus Syenit kegelförmig zugeschliffener, kleiner AnhännirU Wrfifinfnrt. sondern für die .vtf 7", T Schnur mit einer Rolle versehen. Die übrigen Slhmucksachen dieser Gräber bestehen aus perlmutterglänzendenPerlen. die, auS Muschelschalen in Form von Verlocken und durübobrtmScheib-
chen hergestellt, ehemals um den Hais etraqen wurden, sowie aus durchbohrten Eberzähnen und . kleinen fossilen Muscheln. Männer wie Frauen trugen gleichmäßig diesen Schmuck. Es bestanden demnach sämmtliche Schmuckfachen in jener Zeit in Ermangelung des Metalls aus Stein. Muscheln und Knoch?n. Ferner wurden häufig Rötbel und Ockerstückchen, die zur Tätoi ks" . r t. l 2 . u
wlrung uno aroung dzz aui uicu ten. ae'funden. In fast keinem Frauengrabe fehlt die aus zwei Steinen, dem Mahlstein und Kornquetscher. vej:ehmht urtbümliüe Getreidemühle. Die Männeraräber enthalten Waffen und Geräthe, sämmtlich aus Stein, und die !r r t! ' W :c. .. zum cyarjen oienciiucn oiyici5 uuv Wetzsteine. Sie bestehen aus vurcyvoyr ten Hämmern, geschliffenen Beilen, Aerten und Meißeln sowie aus Mesfern und Schabern aus Feuerstein. Der letztere mußte von weit her durch den Handel unsern Steinzcitmenschen ... r . tfY.a . 1 VI . zugesuyrt woroen lein. Ä,ucs, isav uiz i'e 'ekemaliaen Bewohner der Wormser Rheingcmarkung. die etwa auf der Culturstufe der jetzigen Eskimos und der 5?euerländer standen. m Leben ge braucht haben, bekamen sie mit auf die weite Reise nach den unbekannten Gefilden des Jenseits. Daß dabei auch Speise und Trank nicht fehlte, bew sen die vielen Gefäße, manmal 6 8 in einem Grabe, und die daneben gefundenen Reste von Speisen, bestehend aus Knochen verschiedener Thierrassen, deren Bestimmung noch aussteht, die uns aber Kunde geben werden, welche Thiere der damalige Mensch zu zah men und zu jagen verstand. Von den im Grabe liegenden, mit sämmtlichen Beigaben ausgestatteten Gerippen konnten verschiedene wohlgelunzene photographische Ausnahmen erhalten werden, sodaß das Aussehen dieser al ten Steinzeitmenschen, wie sie zum er sten Male wieder nach jahrtausendelanger Ruhe das Licht des Tages be schien, für alle Zeiten festgehalten wer den konnte. Ein besonders werthvolles Ergebniß dürfte jedoch die Ausbeute an Korperresten der Stemzeitmen schen sein, so namentlich eine großeAn zahl gut erhaltener Schädel, von deren glücklicher Bergung Professor Virchow schon benachrichtigt worden ist. AlS ein günstiges Zusammentreffen erscheint ferner, daß gerade im August dieses Jahres der Deutsche Anthropo losen - ongren in einer tan am Rhein. Speyer, tagen wird; er wird ledcnfalls mit großem Interesse von der wissenschaftlichen Untersuchung dieses Frieohoses der ältesten Bewohncr des Rheinlands, von denen nur äußerst selten vereinzelte Gräber ange troffen werden, Kenntniß nehmen und die Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, dre gehobenen Schatze zu oesich tigen. nn Vom Inland!. MichaelMcCarthyin Middletown, Conn., hat einen Anker erfunden, welcher seinem Dafürhalten nach in hohem Grade zur Sicherung der Schiffe gegen starken Wellenschlag beitragen wird. Der Anker ist nämlich mit Oel in der Weise gefüllt, daß das selbe durch die Auf- und Abwärtsbe wegung des Schiffes sich auf das Wasser ergießt und dasselbe beruhigt. Ob McCarthy's Erfindung seine fan guinischen Erwartungen erfüllen wird. oieivl aozuwanen. Der Indianer Raln-ia-tne Face", welcher bei dem Custer-Mas-sacre einer der Führer der blutdürstigen Sioux war. steht jetzt auf der Standing Rock Agentur als Polizei in Onkel Sam's Diensten. Er träat iekt die Uniform mit demselben Stolze, wie er früher seinen barbarischen Kriegerschmuck getragen hat, und er bekundet bei Aufrechterhaltung des Friedens demselben Elfer, der ihn früher be seelte, als er noch ein gefürchtet raipiager war. AmUpperSnakeRiverin Jdaho haben schwedische Ansiedler eine Stadt angelegt, welche den Namen New Sweden fuhrt. In derselben do minirt selbstverständlich das skandinavische Element und alle Aemter sind m Handen von Schweden. Eme merkwürdige Aehnlichkeit zeigen die Namen derBeamten: Sans Sansen ist Mayor. Peter Petersen fungirt als Clerk und der Stadtrath ist aus Peter Hansen, Hans Petersen, Peter Hans Petersen, HanZ Peter Hansen und Peter Hansen HanS Petersen zusammengesetzt; zwi schen diesen wackeren Männern besteht durchaus keine Verwandtschaft. Unweit Sistersville, W. Va.. ist eine Oelquelle, welche 250 Faß per Stunde, also 6000 Faß per Tag liefert, von der Victor Oil Company erbohrt worden. Diese Quelle ist die größte, welche jemals in West-Virgi-nia gebohrt wurde. Sie ist auf der Weekly-Farm in Tvler County und etwa sechshi?.?dert Fuß nordwestlich von der großen Kyle-Quelle, welche die Devonian-Gesellschaft erbohrte und welche seither von 30 bis 40 Faß per Stunde lieferte, belegen. In der nächsten Zeit werden in dortiger Gegend eine ganze Anzahl Bohrgerüste in die Höhe gehen, denn Jeder will sein Glück versuchen. Die Victor Oil Compony ist zur Zeit noch mit Bohrungen auf der Thomas Smith-Farm, unweit der obigen Quellen, beschäftigt. Auf einem Landsitze bei Sardis, Dallas County, Ala., fand neulich ein Vall statt, der einen blutigen Abschluß fand. Der Pflanzer Virgil Morrifette wurde von wahnwitzigen Eifersucht erfaßt, als er vernahm, daß seiner Frau von einem jungen Manne Namens Andrew Willins in ostentativer Weise die Cour gemacht wurde. Morrifette verbat seiner Frau auf das Entschiedenste, mit ihrem Anbeter zu tanzen, doch kehrte sich diese nicht daran. Als nun Morisette die Beiden wieder mit einander walzen sah, zog er einen Revolver und jagte dem jungen Wilkins ein Kugel in daS Herz, so daß der Getroffene aus den Armen seiner Tänzerin als Leiche zu Boden sank. In dem Tumulte, welcher der Blutthat folgte, bewerkstelligte der Mörder seine Flucht. Morrifette wie Willens gehören den angesehenstenFamilien des County's an.
So 5IuNVe. JnPergamo starb ein !Nann im Alter von 110 Jahren. Er
war ein Grieche, Namens Alexander Siguri. Zeitlebens war er rüstig, noch zehn Tage vor seinem Tode verrichtete ? M i r.. r' r. er scywere eioaroenen. u seinen ek bensgewohnheiten bis wenige Tage vor I seinem Tode gehörte es auch, täglich aus die Jagd zu gehen. Wieder einmal hat sich in Verkin ein Licbesdrama abgespielt. Der 19-jährige Metalldrucker Hilpert hatte mit der 18-jährigen Jenny Hertling, Tochter eines Gasiwirths aus der Schöneinstraße 28, die zu Hause für eine Vlumenfabrik arbeitet und mit ihm von dcrSchulzeit her bekannt war, eine Liebschaft angeknüpft. Die beiderfeitigen Eltern mißbilligten das Verhältniß, da ihnen das Pärchen für eine Heirath noch zu jung war. Darauf hat Hilpert die Hertling, nachdem er anscheinend die vorherige Nacht mit lhr auf einem Maskenball zugebracht, w- s in lyrer oynung, die er vlsyer Nie betreten hatte, aufgesucht und dort so fort das Mädchen und sich selbst mit einem eoolver er cyo en. AI neulich . Abend ein Schaffner des Kopenhagen Klamperborger Schnellzuges die Thuren desselben bei der An kunft in Klampenborg öffnete, fand er rn einem Coupe erster Klasse einen elegant gekleideten Herrn und eine junge sehr schöne Dame blutend aus dem Boden liegen. Neben ihnen lag ern Revolver. Der Mann schien erst die Waffe gegen seine Begleiterin gerichtet und dann sich selbst erschossen zu haben. Beide starben auf dem Wege nach dem Hospital. AuS den Vi sitkarten, die man bei dem Herren fand, ging hervor, daß er DavidLloyd Morgan heißt und Rector an der Um versltat m Lund (Schweden) war, Morgan ist der Sohn eines Liverpooler Kaufmannes und hat inCambridge stuirt. Die Dame, eine 19 Jahre alte Naherm aus Malmoe, heißt Cäcilie Karoline Andersson. Wahrscheinlich bandelte es sich um eme Llebesaffaire Neulich Nachts würd eine :n dem eme halbe Stunde von Zollhaus entfernten Dorfe Efenhofen wohnhafte Hebamme, Namens Heiter, von einem unbekanntenMann angeblich zu einer bevorstehendenEntbmdung m Zollhaus bestellt. Die Frau begab sich mit dem Manne pflichtgemäß auf den Weg, wurde aber unterwegs plötzlich überfallen und vergewaltigt.-Da sie sich energisch zur Wehr setzte, brachte das Scheusal der Hebamme mehrere Mes serstiche bei, wovon einer tödtlich war. Am folgenden Morgen wurde die Lei che von einer Gemüsehändler! aufae funden. Der muthmaßliche Thäter, ein ehemals m Zollhaus bediensteterKnech Kurz von Riedeschingen, ist flüchtig. In den letzten Jahren des französischen Kaiserreichs hatten die Fürstin von Metternich und die Herzogin von Persigny, zwei Sterne am damaligen Tuilerienhimmel, Pro cesse mit ihren Schneiderinnen, die in den Gerichtsannalen berühmt sind. Derjenige der Gemahlin des österreichischen Botschafters drehte sich um dik Kleinigkeit von 80,000 Francs. Es werden aber auf allen Gebieten solche Fortscaritte gemacht, daß man ?etz einen Proceß ankündigt, hinter dem zener der geistreichen Haßlichen zu rückstehen muß; denn es handelt sich diesmal um eme Damenschneider Rechnung, von 112.000 Francs, dit der Gemahl, ein Marquis von altem Adel, zu gesalzen findet. Er zeigt keinen Sinn dafür, daß eines de? Kunstwerke, em Damastkleid, fünf undsechzig Meter Stoff verschlungen haben soll. AneinLondonGeschäft das mit Bettstellen und Betten han delt kam kürzlich aus Leipzig, daö dock bekanntlich seine Leute bildet, ei? Schreiben, das die Aufschrift trug: lessrs. Bed8teads and Bedding, London . DaS heißt auf deutsch. Herren Bettstellen und Betten, Lon don." Wie würden sich die nationalli beralen Chauvinisten der Pleißestadt in die Brust geworfen und der höheren , m m T tt i veuiscyen Auouna. geruymi yaoen. wenn dergleichen emem Franzosen zu aeuoßen wäre! Zum Trost des sprach kundigen Leipzigers diene, daß sein Scbrelben trotz der rathselhaster Adresse in die richtige Hand gelangte. Dassogenannte WielandHaus, eme Sehenswürdigkeit m der Straßen Alt Weimars, wird nun mehr vom Erdboden verschwinden unc einem Speculationsbau Platz machen, der fortan die Ecke gegenüber den? Schiller - Goethe - Denkmal zieren soll. Nachdem dieser Tage die Bäum, im traulichen Gärtchen bereits der Art zum Opfer gefallen, ist kein Zweifel mehr vorhanden, daß diese klassischi Heimstätte, in der länger als 40 Iah. re der Dichter der Abderiten" die reif sten seiner dichterischen Werke geschah fen, in kürzester Frist und für imm aufgehört haben wird, zu existiren. Das Denkmal von Gasser weckt fortan allein die Erinnerungen an den , Sän ger des Oberon" in Weimar. Als die deutschen Regi. menter im Jahre 1870 zum Kriegk ausmarschirten, versprach eine lustige Gesellschaft in Mainz derjenigen Re gimentscapelle, die zuerst in denMau ern von Paris den damals besonder! volksthümlichen Marsch Hol mer mo! die Worzelberscht, hol mer mol di Schwamm" spielen würde, eine Beloh nung von hundert Thaler. Es kam bei Einzug der Deutschen in Paris, zu dem auch die Musik des Nassauischen Infanterie - Regiments Nr. 87 beor. dert war. Deren Musikmeister Leopott Müller machte seinen Vorgesetzten Mittheilung von dem in Mainz erfolg ten Versprechen und spielte in der That mit deren Erlaubniß den genannten Marsch, anscheinend zum Ergötzen de, PariserStraßenjugend. Müller ist jetzi in Mainz verstorben; von seinen da maligen Musikern sind aber noch viel im städtischen Orchester thätig. Immer och an Zapf. Der prächtige Ooe? der Home
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