Indiana Tribüne, Volume 19, Number 171, Indianapolis, Marion County, 9 March 1896 — Page 2
Jndiana Tribüne.
Erscheint Taglich und Sonntagv. Die tZzliche .Tribüne- kostet durch den Trlger JS Cent per lZoche, die EonntagS.Tribüne"5 Clextf per Woche. Seide zusammen IS Cent ( kZ Eentl per l, st. Per Poft außerhalb de, Stdt geschickt in Vorausbezahlung V pei Jahr. Osni 18 Süd Sllabama Straße Indianapolis, Ind., 9. März 1896. Die Italiener in Afrika. ' Bekanntlich übt die italienische Regierung eine sehr strenge Censur über alle Nachrichten, welche die Vorgänge in Afrika betreffen, aus und deshalb ist es sehr schwierig, über dieselben ein der Wahrheit entsprechendes Bild zu erlangen. Aus diesem Grunde gewinnen die Mittheilungen des gegen wärtig in Zürich weilenden schweizer!schen Ingenieurs Jlg, der mehrere Jahre amHofe Menelik's war und mit dem Negus auch jetzt noch in Beiehung steht, besonderes Interesse. Herr Jlg führte aus, Menelik sei sehr vorsichtig, klug und geduldig, er könne warten und wisse ganz gut, daß er nur gewinnen könne, wenn er die Italiener ermüde und sie zur Ueberzeugung bringe, daß ihr ganzes Unternehmen nutzlos sei. Im Anfang habe er Lust gehabt, die 'Italiener mit Uebermscht zu überfallen und niederzumachen, aber seine europäischen Rathgeber, darunter auch Jlg, hätten ihm gesagt, das würde ihm nichts nützen, denn wenn er heute 2000 niedermache, so kämen morgen 10,000, und wenn er auch diese schlage, so habe er es übermorgen mit 50.000 zu thun, und so fort, bis die Waffenehre der Nation wieder hergestellt sei. Der Negus habe dies eingesehen und handle darnach. Der Feldzug koste Italien ungeheure Summen und seine Unabhängigkeit werde der Negus nie aufgeben. Sein jetziger Plan sei wahrscheinlich, eine Schlacht nicht anzunehmen, wenn sie ihm nicht sichere Aussichten auf Sieg biete; er werde dagegen in weitem Bogen über Adua und Dodofellassi nach Nordosten rücken, um den Italienern ihre Zufuhrlinie abzuschneiden. Schon jetzt sei die Verproviantirung der Italiener sehr schwierig; es gebe.bald kein Wasser und keinen Halm mehr. Dann werde man sehen! ob die Italiener zu Verhandlungen geneigt sind. Der Negus werde ihnen aber nie das Protectorat einräumen; wenn er dies thäte, würde sicher ein Anderer kommen und die Unabhängigkeit Abessyniens wieder herstellen. Es handle sich um ein Volk, das Jahrhunderte lang um seine Unabhängigkeit gerungen und schon ganz andere Stürme ausgehalten habe, wie den jetzigen; es sei mit den Muhamedanern fertig geworden und werde auch mit den Jta lienern fertig werden. Auch wenn es den Italienern gelänge, eine Provinz zu 'gewinnen, so würden sie sich doch nie ihres Besitzes freuen und zur Ruhe kommen können. Abessynien sei groß und seine Machtmittel würden in Europa unterschätzt. Das Schlimmste sei, daß die ganze mühselige Culturarbeit, die von den Europaern in langenJahren dort verrichtet wurde, durch diesen nutzlosen Kriegs unterbrochen und gefährdet werde. Menelik war früher den Italienern freundlich gesinnt, als aber merkte, daß sie die Unabhängigkeit des Landes bedrohten, wandte er sich gegen sie und bekämpfte sie mit den Waffen, die sie selber ihm früher geliefert haben. Vielleicht fänden sich einzelne Lebelgewehre, aber diese seien wohl auf privatem Wege gekommen, keineswegs von den Franzosen geliefert worden. Die Rechnung der Italiener auf die Uneinigkeit der Ras sei falsch; Menelik habe einmal gesagt: jffiir haben es wie zwei Hunde, die sich um einen Knochen balgen; wenn eine Hyäne sich einmischt, so wenden sich beide zusammen gegen diese." Die Pläne eines italienischen Zuges nach Harrar hält Herr Jlg geradezu für unsinnig und belegt seine Ansicht mit guten Gründen. Solche Pläne könne nur Jemand aushecken, der von der Beschaffenheit des Landes keine Ahnung habe. Wie solle auf einer Strecke von ca. 450 eng!. Meilen, wo kein Weg und kein Tropfen Wasser zu finden sei, die Verpflegung größerer Truppenmassen stattfinden, wenn die Italiener jetzt schon in derhältnißmäßig günstigeren Gebieten so große Schwierigkeiten haben? Auch sei der'Negus noch lange nicht am Ende seiner Kräfte; die ganze Miliz stehe noch zu seiner Verfügung und auch gegen einen Einfall in Harrar sei er gut gerüstet. Menelik werde gern den Jtalienern die erythräische Colonie lassen und ihre dortigen .wirthschaftlichen und handelspolitischen Bestrebungen unterstützen, aber seine Unabhängigkeit werde er sich unter keinen Umständen antasten lassen. Es müsse Jeden in tiefster Seele mit schmerzlichem Bedauern erfüllen, wenn er sehe, wie eine blinde Regierung das kostbarste, schönste Menschenmaterial, vorzügliche. tapfere Soldaten, denen man die höchste Bewunderung zollen müsse, nutzlos an eine von vornherein aussichtslose Unternehmung vergeuden sehe. , Gefährliche Bücherwürmer. An alte Büchersammlungen, die nicht viel benutzt werden, wie z. B. die Klosterbibliotheken, knüpft sich bekanntlich der Fluch, daß sie von Käferlarven durchbohrt werden, die quer durch den ganzen Band gehen und Seite für Seite scharf durchlochen. Der gewöhnlichste und verbreitetste Bücherbohrer ist der wegen seiner schönen kammförmig gefiederten Fühler sogenannte Kammbohrkäfer (Ptilinus pecticornis L.) oder vielmehr dessen Larve, die eigentlich im Holze lebt und sich nur durch die hölzernen Deckel der alten Bücher und nicht durch deren Inhalt verlocken ließ, die mühsame Durch.auerunL dieser aelebrten Welten
anzustreben. Darum ist diese Larve auch in den mit Pappe eingebundenen neueren Büchern viel weniger zu finden. Seit einiger Zeit macht sich ein anderer Bohrkäfer (Nicobium oder Anobium hirtum), ein Verwandter des bekannten Klopfkäfers, welcher den Aberglauben der Todtenuhr nährt. in Louisiana unliebsam bemerkbar. Er ist augenscheinlich mit alten sparnschen Bibliotheken nach Amerika gelangt, denn in Europa ist die Heimath dieses wärmeliebenden Insekts auf Spanien und Südfrankreich beschränkt. Er ist wahrscheinlich gefährlicher als die vorige Art. da die Anobium - Arten sich weniger auf Holzzernagen beschränken. Da man kein wirksames Mittel, ihn zu vernichten, kennt, hat man sich entschlossen, einen Theil der am stärksten besetzten Bände zu verbrennen. Es dürfte aber genügen, solche Bände kurze Zeit in einem luftdicht geschlossenen Behälter den Dämpfen von Schwefelkohlenstoff auszusetzen, welcher wohl alle Jnsekten tödten dürfte. $anama, Tehuantepec, Nikaragua.
Ebenso, eingehende wie interessante Abhandlungen über den PanamaCanal, die Tehuantepec-Echiffsbahn und htn Nicaragua-Canal, die drei Concurren-Routen, welche über den Isthmus von Panama den Verkehr zwischen dem Golf von Meziko und dem Stillen Ocean vermitteln sollen, enthält die neueste Nummer des National Geographie Magazine". Die Abhandlung über den Panama-Canal entstammt der Feder des Herrn Robert T. Hill von dem Bundesbureau für die geologische Landesaufnahme, welcher ein Jahr an Ort und Stelle zugebracht hat, um sich über den gegenwärtigen Stand der Arbeiten auf das Genaueste zu informiren. Aus Herrn Hill's Mittheilungen geht hervor, daß die weit verbreitete Annahme, daß die bisherigen Erdausgrabungen ohne Belang seien, durchaus irrig ist. Ebenso grundlos ist die Nachricht, daß die ungeheueren Anlagen, welche nach dem Bankerott der Panama-Canal Compagnie in dieHände eines MassenVerwalters übergingen, dem Verfall preisgegeben sind. Wiewohl unzweifelhaft feststeht, daß die Leiter der alten Panama-Gesellschaft von derSumme von $266,000,000 an $100,000, 000 in die Taschen von hochgestellten Gaunern haben fließen lassen, so kann doch nicht in Abrede gestellt werden, daß $150,000,000 wirklich zur Ausführung des Riesenprojects verwendet worden sind und sich im Depositum der französischen Gerichte noch $20, 000,000 befinden, welche zur Reconstruction der Gesellschaft dienen sollen. Daß die Commission die projectirte Route wohl für ausführbar hält, geht aus dem Umstände hervor, daß im verflossenen Jahre an 2000 Arbeiter bei den Ausgrabungen Verwendung fanden und daß demnächst auf den westindischen Inseln weitere 2000 Mann für diese Arbeiten engagirt werden sollen, welche Zahl später verdreifacht werden wird. Herr Hill gibt die oMige Versicherung, daß alle Anlagen im besten Zustande erhalten werden, um bji der eventuellen Vollendung des Werkes verwendet werden zu können. Bis jetzt ist das Canalbett in einer Länge von 20 Meilen 28 Fuß unter das Niveau des Meeres ausgegraben worden, so daß noch 25 Meilen zu vollenden sind. Nach dem Dasürhalten des Herrn Hill sind nicht mehr als 5116.000.000 zur Vollendung des Wasserweges, falls sechs Schleusen und ein Damm bei Bujio oder San Pueblo construirt werden; die Fertigstellung des Canals im Meeresniveau würde $200,000,000 kosten. Die Hauptschwierigkeit. welche sich den Freunden des Unternehmens entgegenstellt, ist darin zu suchen, daß die Großmächte der Finanzwelt kein Geld für dasselbe hergeben wollen, wenn sie die Erträge schließlich mit den Leuten, aus deren Taschen die ersten 250 Millionen gekommen sind, theilen sollen, und Frankreich besteht mit Entschiedenheit darauf, daß die alten Actienund Bondbcsitzer nicht leer ausgehen. Eine Eisenbahn über den Isthmus von Tehuantepec befindet sich bereits seit dem Jahre 1894 im Betriebe und die längst projectirte Schiffs-E:sen bahn auf dieser Route würde aller Wahrscheinlichkeit nach ebenfalls ihrer Vollendung entgegengehen, falls die Schiffs-Eisenbahn von Chignecto, welche den Golf des St. Lawrence mit der Fundy-Bay verbinden soll, vollendet wäre und sich bewährte. Von den fünf Millionen, welche zur Ausführung dieses Projects nothwendigsind, wurden nur vier Millionen aufgebracht und während der Bemühungen die noch erforderlichen Mittel zu beschaffen, lief der Freibrief der Gesellschaft ab. Letztere hegt die feste Zuverficht, daß die Regierung einer ErNeuerung des Freibriefes und einer Verlängerung der Bauzeit zustimmen wird. Wird den Capitalien nach Vollendung dieser Schiffs-Eisenbahn ad oculos demonstrirt, daß ein derartiger oceanischer Verkehrsweg allen Anforderungen genügt, dann wird der Bau eines ähnlichen Schienenweges bei Tehuantepec nicht lange auf sich warten lassen. Nach den Berechnungen des Herrn Elmer L. Carthell würde die Vollendung einer Eisenbahn zum Transport von Schiffen von 10, 000 Tons über den Isthmus von Mexico nicht über 560.000.000 kosten und der Jahresverkehr leicht 7.000.000 Tons erreichen. Die TehuantepecRoute erscheint für unser Land besonders empfehlenswerth. weil dieselbe den Weg zwischen New Orleans und San Francisco um 1400 Meilen kürzer machen würde als derDarische-Ca-nal. Der Nicaragua-Canal ist von General A. W. Greely behandelt worden. Dieser weist in seinen eingehenden Ausführungen darauf hin, daß von der Vundes-Commission, welche im verflossenen Jahre die projectirte Route inspcirte, die seitens der CanalComvanu auf 569.983.660 bereöneten
Kosten als um 563.489.233 zu niedrig bemessen angegeben sind und daß auch diese weitem Summe nur als proöi sorisch" bezeichnet ist. Nach der Ueberzeugung der Commission ist sehr viel Geld bei dem Bau der beiden Terminalhäfen. weggeworfen worden und ' . r - t- . o
Gen. Greely spricyl ncy oamn auv. daß die ursprünglich projectirte Route Grenztown Brito bereits thatsächlich aufgegeben ist. Es wird empfohlen, die Einfahrt zu dem Hafen von Brito weiter ostwärts zu verlegen, die 5afendämme beträchtlich zu verlängern und die Tiefe auf sechs Faden zu bringen; ferner sollte die Canalroute südlich von Lagoone Bernard verlegt und die Linie grader gemacht werden. Im Uebrigen tritt Gen. Greely mit Entschiedenheit für den Bau des Ni-caragua-Canals ein. falls zuverlässige Berechnungen ergeben würden, daß nicht eine allzugroße Ueberschreitung der ursprünglichen Kostenanschläge $u erwarten wäre; dieser Canal wäre nothwendig mit Rücksicht auf die physische wie politische Geographie unseres Landes und im Hinblick auf die EntWicklung wie die Sicherheit unserer Pacific-Küste, Friedmann's Schwindeleien. Die Untersuchung gegen den Matador aller modernm Gauner, den Berliner Rechtsanwalt Dr. Friedmann, fordert immer neue Schwindeleien zu Tage. Auch in Hamburg hat er operirt und zwar stand er dort unter Anderem an der Spitze einer Hotel-Ak-ticn-Gründung. Als seines Vermittlers bediente er sich des Agenten Christian Claussen. Es wurde zur Bestreitung 'der mit der Gründung verbundenen Reisen natürlich Geld und wieder Geld gebraucht; Claussen wußte es anzuschaffen. Claussen machte u. A. auch den Direktor einer gutfundirten Fabrik in Hamburg mit seinem großartigen Aktienunternehmen und dem sicheren immensen Gewinn bekannt. Er hatte es schwarz auf weiß", nämlich ein Dokument, unterzeichnet von Friedmann, das ihm bei dem Zustandekommen des Unternehmens eine Provision von 50,000 und 8000 Mark zusicherte! Unter dem Versprechen eines Antheils an der Provision gelang es ihm, den bis dahin durchaus zuverlässigen Direktor zum ärgsten Vertrauensbruch und zur fortgesetzten Untreue zu verleiten, ihn in jeder Weise über auftauchende Skrupel durch Ueberredungskünste hinwegzutäuschen,und ihn bei dem Geschäft noch obendrein zu betrügen. Es begann eine Wechselreiterei in größtem Maßstabe. Der Direktor acceptirte im Namen der von ihm vertretenen Firma Wechsel auf Wechsel, theils von Claussen, theils von Friedmann aus gestellt. Jeder fällige Wechsel. Beträge von 1000 12.000 Mark, würde wieder durch größere Wechsel gedeckt. Im gleichen Maßstabe schwand der Vaarbestand der Fabrik. Nachdem auch viele Aktien der Gesellschaft denselben Weg gegangen waren, stiegen die Verlegenheiten des Direktors auf's Aeußerste. Während Friedmann und Claussen das veruntreute Geld für Diners mit Champagner, Reisen mit Damen etc. geschäftlich" verausgabten. drohte Ersterem Anfangs Januar für eine Wechselschuld die gerichtliche Pfändung. An demselben Tage starb der Director. tief betrauert von seinem Freunde" Claussen und entging dadurch seinem irdischen Richter. Endlich erreichte das Verhängniß auch den Claussen. Bei den?echerchen in Sachen Friedmann kam die Angeleaenheit durch Einziehung fraglicher Wechsel zwecks Prüfung der Echtheit der Accepte zur Kenntniß der Behörden. und eine gründliche Nochforschung deckte den raffinirten. seit Oktober 1894 von Claussen betriebenenSchwindel auf. Der Schaden beläuft sich auf über 100.000 Mark, von denen kleinere Antheile Friedmann und der Director.den Löwenantheil aber Claussen selbst bekommen bat. Wie mit dem fremden Gelde gehaust wurde, beweist h B.. daß für einige Darlehen von zusammen 5000 Mark Werthpapiere und Wechsel zum Betrage von 12.000Mark verpfändet wurden, die der Abmachung qcmäfc. da sie nicht eingelöst wurden, dem Geldleiher einfach verfallen sind. Nachdem zuletzt ermittelt worden war, daß Claussen sich gelegentlich einer neuen Aktien-Gründung der Unterschlaaung zweier Wechsel über 10.000 Mark schuldig gemacht hatte, wurde er am 1. Februar d. I. beim Eintreffen aus Berlin von der Hamburger Criminalpolizei in Emvfang genommen und in sicheren Gewahrsam gebracht. m m Ttr Sohn deS LordS. Der Wankelmuth des Hon. Dudley Marjoribanks kommt seinem Vater Lord Tweedmouth, Lord Privy Seal im Cabinet Rosebery, theuer zu stehen. Der gegenwärtig noch nicht 22jährige junge Mann knüpfte mit Miß Watkins. den Besuchern der Shop Girl" im Londoner Gaiety Theatre" besser unter dem Namen Birdie Sutherland bekannt, ein Verhältniß an und versprach ihr die Ehe. Die Shop Girlwußte, daß sie dabei keine große Gefahr liefe. Entweder der Hon. Dudley Marjoribanks heirathete sie oder er heirathete sie nicht tertium non datur, wie die alten Logiker sagen. Heirathete er sie allright! Denn dann würde sie eine Lady und dereinst die Gattin eines Peers, wenn auch eines von recht jungem Datum. .Heirathete er sie aber nicht, dann war es fast ebenso allright, denn dann strengte sie eine Klage wegen Bruchs des EheVersprechens gegen den ehrenwerthen Dudley an und wurde, da sie den Proceß nur gewinnen konnte, eine recht wohlhabende Shop Girl", wenn sie dann überhaupt noch ihr Talent in den Dienst der dramatischen Kunst stellte. Die zweite der beiden Möglichkeiten trat ein: Dudley heirathete sie nicht. Ob er mit dem Wunsche, sein Eheversprechen einzulösen, auf den unbesiegbaren Widerstand seines Va I terS stieß, oder ob ev sich leicbtimnia -
und treulos, rote Manner und, tu andere Arme stürzte, ist nicht bekannt, beeinflußte auch Birdie Sutherland nicht im Geringsten. Er hatte ihr die Treu gebrochen und dafür gab es keine andere Buße als 5100.000 in Noten' der englischen Bank. Die Jury sollte über die Berechtigung dieses Anspruchs entscheiden, aber zum Bedauern des den Lebe- und Theaterkreisen angehörigen Auditoriums kam es, nachdem letzteres während mehrerer Stunden die Verhandlung eines' tödtlich langweiligen Falles über sich hatte ergehen lassen müssen, zu einer Einigung der Parteien. Sir Edward Clarke, einer der Fürsten des Londoner Barreaus, trat gefolgt bort drei Gehilfen auf und erklärte, daß sich die Klägerin mit 525.000 nebst den Kosten zufrieden gebe und Herr Asquith. Minister des Innern im Cabinet Rosebery, der den leichtsinnigen Sohn seines früheren College vertrat, bekannte die Bereitwilligkeit seines Mandanten, obigen Betrag zu erlegen und gab aus freien Stücken in dessen Namen noch eine Art Ehrenerklärung ab. 525.000 sind für Birdie Sutherland ein hübscher Anfang. Es ist ja nicht viel, besonders für englische Verhältnisse, aber es gibt der Existenz des Menschen, der sonst nichts hat, doch ein,: gewisse, Basis, von der aus die Dinge dieser Welt unter einem ganz freundlichen Gesichtswinkel erscheinen. Vemeinnütziges. Enthaarungsmittel. Zur Beseitigung unliebsamer Härchen .an Stellen, wo man sie nicht haben will, ist man entweder auf die Scheere oder auf eines der chemischen Enthaarungsmittel angewiesen. Das Ausziehen der Haare kann z. B. umgangen werden, wenn auf die betreffenden Stellen drei Mal wöchentlich eine aus Leinwand aufgestrichene Paste aus 5 Theilen Resorcin, 25 Theilen Parassinsalbe und je 12 Theilen Zinkoxyd und Reismehl aufgelegt wird. Schon nach kurzer Zeit stoßen sich mit der kranken Oberhaut auch die erkranktenHaare ab. Ein Mittel zur Reinigung des Hutleders. Die sogenannten Schweißleder der Hüte werden oft fettig. Um diesen Uebelstand zu beseitigen, reibt man das Leder mit einem Schwämmchen ab, das man in eine Mischung aus 10 Theilen Wasser und einem Theil Salmiakgeist (Ammoniakflüssigkeit) getaucht hat. Auch dieses Mittel findet sich bei jedem Droguisten. Behandlung von Obstflecken auf Seide. Obstflecke lassen sich aus Seidenstoffen niemals ganz entfernen, besonders nicht aus weißen, die nur mit lauwarmem Wasser und ganz weißer, ungefärbter Seife behandelt werden dürfen. Dadurch wird sich der Zuckergehalt des Fleckes lösen und etwas von der Farbe desselben schwinden. Den Schmutzfleck behandelt man ebenso. - Beim Glätten und Plätten muß ein reines Taschentuch unter, ein anderes auf den Fleck gelegt werden, so d.iß das Eisen die Seide nicht berührt. Ist der Stoff ganz trocken, so reibe man mit einem Wattestllckchen leicht etwas Mehl oder pulverisirte Kreide über den Fleck, der darunter fast verschwinden wird. Porzellan kitt. Der haltbarste, beste und bequemste Porzellankitt ist weiße Oelfarbe, d. h. die feine, weiße Oelfarbe. die man in kleinen Tuben kauft. Ohne die zu kittenden Theile erst zu erwärmen, was fast bei allen anderen Kitten nöthig ist. bestreiche man beide Theile mit der Oelfärbe, drücke sie fest aneinander und lasse sie trocknen. Allerdings muß der so gekittete Geaenstand möglichst lange unbenutzt bleiben, wenigstens 6 bis 8 Wochen, alsdann aber hält das Gekittete so fest zusammen, als wäre es neu gebrannt; weder Kälte, noch Wärme, noch Nässe vermögen ihm irgendwie zu schaden. Die während des Kittens hervorgequollene Oelfarbe entfernt man nach dem vollständigen Trocknen einfach durch Abkratzen mit einem Messer. R o st f l e ck e n entfernt man aus Wäsche dadurch, daß man sie zuerst mit Gerbsäure- (Tannin-) Lösung betupft, nach fünf- bis sechsstündiger Einwirkung auswäscht und dann mit Kleesalz- (oder Oxalsäure-) Lösung ebenso lange behandelt. Durch reichliches Spülen in reinem Wasser wird der Fleck sodann beseitigt. Eine Universal- Reinig u n g s f l ü s s i g k e i t zum Beseitigen von Flecken aus Stoffen aller Art gewinnt man durch Auflösen von li Unze venezianischer Seife in einem Quart warmem Wasser und Hinzufügen von ebensoviel Salmiakgeist, serner je einer halben Unze Spiritus. Aether und Glycerin. Bei empfindlichen Stoffen ist diese Flüssigkeit noch zu verdünnen. Man reibt damit die Flecke aus und bürstet mit warmem Wasser nach. Auch zum Reinigen von Rockkragen eignet sich diese Flüssigkeit sehr gut. Schutz der Pferdehufe vor Nässe. Um die Hufe der Pferde vor Nässe zu schützen, hat sich am besten das sogenannte Hartmann'sche Verfahren bewährt. Dieses besteht darin, daß man auf die Sohle und den Strahl dicken Terpentin streicht und dann ein bis zur Rothgluth erhitztes Stück Eisen in einiger Entfernung dagegen hält. Dadurch wird das Terpentin eingeschmort und bildet so einen sehr wirksamen Schutz für die empfindlichen Theile des Hufes. ' In Neckendorf bei Gelsenkirchen wurde an dem 18-jährigen Bergmann Schwittey aus Bulmke ein Raubmord verübt. Man fand den jungen Menschen auf offener Straße in seinem Blute liegen, das linke Ohr durchschnitten und die linke Kopfseite vollständig zerschmettert. In das Marienhospital zu Gelsenkirchen gebracht, verschied der Unglückliche kurze Zeit darauf. Da bei dem Todten wederllhr noch Geld gefunden wurde, so läßt .sich vermuthen, daß er dieser Sachen beraubt worden ip. -
DerHohenzollerN'Tchatz.
Der Silber- und Goldschatz der Hohenzollern war einst weit berühmt zaber seit den Zeiten der schlesischen Kriege und in den Unglückstagen nach der : Schlacht bei Jena ist er arg zusammeny(uiauij(U miu vit) uu uic vsium ui j dem Büffet im Rittersaal des könizli- . ri. 1 . l:s .. e v.;. i i . . . chen Schlosses verschwunden. Die Krone aller Schöpfungen Friedrich WilHelms I. auf diesem Gebiet bildet der silberne Chor im Rittersaal, der 1745 in den Schmelztiegel wandern mußte. Heute befindet sich an dieser Stelle eine Copie aus versilbertem Holz. Lieberkühn hat das ungeheure Prachtstück im Juli 1739 fertiggestellt. Der Chor wog nach den amtlichen Feststellungen 7270 Mark 15 Lot 1 Quentchen und gezahlt wurde dafür demKontrakte gemäß an Lieberkühn die Summe von 94.522 Thalern 9 Groschen. Der silberne Chor hat nur ein Dasein vor 5 Jahren gefristet, denn schon seit 1745 sah sich Friedrich der Große gezwungen, die aufgestapelten Silberschätze theilweise der Kriegsführung dienstbar zu machen. Die Einschmelzungen gaben dem König etwa 1.401.612 Thaler an die Hand und bei der zweiten Verminderung des Schatzes im Jahre 1747 handelte es sich um 600,000 Thaler. 1809 opferte Friedrich Wilhelm III. den letzten Rest des Gold- und Silbergutes. Damals wurde nur noch ein Erlös von 150.980 Thalern 13 Groschen erzielt, aber die Gefäßsammlung im Rittersaal wurde, wie schon erwähnt, in letzter Siunde noch demVerhängniß entrissen. Der Hofstaatssekretär Ernst Friedrich Bußler bat denKönig um Schonung der zu jenem Büffet gehörigenStücke und erreichte, daß diese in ihren Kisten von Memel wieder nach Berlin zurückwanderten. Mit dem Silberschatz Hand in Hand geht einGoldschatzFriedrich I.. der ebenfalls nicht mehr vorhanden ist. Der Metallwerth wird auf etwa 106.000 Thaler angegeben. Das Inventarium zählt 201 Nummern auf. Unabhängig davon ist das sogenannte goldene Kabinet der Königin SophieDorothea, dessenGoldschätz auf 74.621 Thaler 23 Groschen 10j Pf. Metallwerth im Jahre 1757 beim Tode der Königin abgeschätzt wurde. Friedrich der Große hat ihn einschmelzen lassen, um sich daraus ein Tafelservice zu beschaffen, wie es in solcher Pracht kein Fürst jemals besessen hat. Es sind Wunderdinge von diesem goldenen Service gefabelt, noch in jüngster Zeit ist der Werth desselben auf eine Million Thaler angegeben. Nun hat Seidel festgestellt, daß der reine Metallwerth des Services in 19z karätigen Golde heute ungefähr 7.100.000 Mark betragen würde bei einem Gesammtgewichte von 1252 Mark 11 Loth 3 Quentchen. DasService wurde 1809 ebenfalls eingeschmolzen und ergab eine Summe von 203,455 Thalern. Einer der Teller ist erhalten geblieben, er zeigt eine außerordentlich feine und kunstvolle Arbeit. er hat ein Gewicht von 588 Gramm und repräsentirt einen Goldwerth von 1720 Mark. Vom JlnlanVe. In Churchtown. Pa., gibt es einen 82 Jahre alten Farmer NaAens Abraham Lincoln, welcher ein Vetter des gleichnamigen MärtyrerPräsidenten ist und mit demselben eine sehr große Ähnlichkeit besitzt, soweit sein Aussehen in Betracht kommt. VeieinerTemperatur von 13 Grav Fahrenheit hat jüngst ein junger Mann Namens William Sickles den Setauket-See in New Dork. wo derselbe eine halbe Meile 'reit ist, durchschwömmen und damit eine Wette von 560 gewonnen. Um sein Wagestück auszuführen, mußte Sickles entkleidet eine kurze Strecke weit über das Eis gehen, um an das offene Wasser zu gelangen. Hier angekommen, ging er sofort in dasselbe und schwamm mit kräftigen Stößen in fünfzehn Minuten quer über den See. Am anderen Ufer wurde er sofort von seinen Freunden abgerieben und in wollene Tücher eingewickelt. Allem Anscheine nach er war drei Tage nachher kerngesund hatte die kalte SchwimmpartieSickles nichts geschadet. E r st z w e i M o n a t e des Schalt, jahres sind verstrichen, und schon sind mehrere Klagen wegen Bruches des Ehevrsprechens gegen Frauen anhängig gemacht worden. Diese Thatsache beweist, daß der neue" Mann der neuen" Frau in Nichts nachstehen will. r n scy w l m m e n v e s Camp" ist das Neueste auf dem Gebiete der Goldgräberei. Dasselbe wird zur Zeit bei Ellensurg, Wash., ausgerüstet und wird mit dem Eintreten des warmen Wetters auf dem Snake River in Thätigkeit genommen werden. Das Camp" besteht aus einem ungeheueren Flachboote, auf welchem 150 Ar. beiter untergebracht werden können, und ist mit allen Maschinerien, wie Bagger, Kessel. Pumpen u. s. w., die von Goldgräbern gebraucht werden, Wohl versehen, auch enthält dasselbe ein gut eingerichtetes Logirhaus für die Arbclier nebst Küchen u. s. w. Der Maat James Wilson von dem Dampfer Florence Henry", Capt. Fairbairn, ist nach der Versiche rung seiner Schiffsgenossen der Held eines merkwürdigen Abenteuers. Als der Dampfer neulich im SnohomisteRiver im Staate Washington vor Anker lag, wollte Wilson sich mit mehreren Matrosen an Land begeben und zu diesem Zwecke benutzten die Leute ein Boot. Als dasselbe in seichtes Wasser kam, stieg Wilson aus, um an das Ufer zu waten; allein kaum hatte er einige Schritte gethan, als er in Schwimmsand gerieth und in demselben bis an die Schultern versank. Vergeblich waren die Anstrengungen seiner Kameraden, ihn aus seiner gefährlichen Lage zu befreien, und da die Fwth im Steigen war, schien es für Wilson keine Rettung zu geben. Mit todtlicher Sicherheit stieg das Wasser und Wilson schien einem elenden Tode preiSaueben. als ein Matrose auf ei.
nen rettenden Gedanken verfiel. Er j holte vom Land ein mehrere Fuß lan- j oesGasrohr und dieses wurde in Wilsons Mund gesteckt, worauf man mittels. Vakum und Kitt zwischen dem Rohr und dem Mund eine wasserdichte !
Verbindung hergestellt. Dann wurden seine Ohr- und Nasenlöcher ebenfalls mit Kitt verschlossen und ruhig konnte Wilson nun das Steigen der Fluth abwarten, denn er war im Stande, durch das Gasrohr zu athmen. Das Wasser stieg ca. 8 Zoll über des Mannes Kopf und dann trat Ebbe ein. Als Wilsons Kinn frei war, wurde das Rohr aus feinem Munde genommen und beim niedrigsten Wasserstand gelang es den Matrosen, ihren Maat aus dem Sande auszugraben. Vor einiger Zeit starb in San Francisco, Czlifornien, eine verwittwete und kinderlose Frau Ellen Gallagher, die ein Vermögen von 5175.000 besessen hatte. Als man ihr Testament eröffnete, zeigte es sich, daß die Verstorbene ihren Verwandten insgesammt nur einen kleinen Bruchtheil ihres Vermögens hinterlassen, den größten Theil aber der katholischen Kirche unter Verwalterschaft ihres Beichtvaters Dennis Nugent bereits vor ihrem Tode übertragen hatte. Dies Testament und die Uebertragung wurden nun von den Verwandten, die sich in Folge Erbschleichern und ungebührlicher Bttinflussung benachtheiligt glaubten, angefochten. Die Klage war in San Francisco der Gegenstand all gemeinen Interesses und sie wurde von einer Jury in Abtheilung 6 des Obergerichts während einer ganzen Woche verhandelt. Im Laufe derVerHandlungen stellte es sich heraus, daß, obgleich Pastor Nugent thatsächlich die Geldangelegenheiten der Frau Gallagber führte, diese trotzdem den Rechtsanwalt I. E. O'Donnell in Bezug auf ihre Testamentserrichtung um Rath befragt hatte. Die eigenen Verwandten der Frau mußten auf dem Zeugenstande zugeben, daß Frau Gallagher ihnen häufig erklärte, nicht nach ihrem Tode zu viel zu erwarten, da sie beabsichtige, ihr Vermögen der Kircke zukommen zu lassen, weil dies der Wunsch ihres verstorbenen Gatten gewesen war. Diese Aussagen waren für die Entscheidung maßgebend, und die Verwandten wurden, da die Geschworenen gegen sie entschieden, mit ihrer Klaae abgewiesen. Das Vermögen fällt somit der Kircbe au. Vom VlnSlanve. DieZahlderStudirenden, welche Ende vorigen Jahres an den russischen Universitäten immatriculirt waren, beträgt 16.606. Hiervon entfallen auf die Moskauer Universität allein gegen 4000 Studenten. Die ganz junge sibirische' Universität in Tomsk hat über 400 Hörer. Ein Liebespaar, der 37jährige Kegelbahnbesitzer Lorenz Bucher und die 28jährige Handarbeiterin Bertha Swoboda, hat in einem Hause im (Wiener) Bezirk Fünshaus Selbstmord begangen; beide hatten Cyankali genommen und wurden in der Wohnung Bucher's todt im Bette gefunden. Auf dem Tische lagen zwei Briefe; der eine enthielt die Worte: Wir sterben in vollkommenem EinVerständniß. Lorenz und Bertha." Auf dem zweiten stand: Wir laden alle Bekannten ein zu unserer Leiche und bitten, daß wir nicht secirt werden. Wir haben uns mit Cyankali vergiftet und der Grund davon waren nur die bösen Weiber von Fünfhaus. Lorenz Bucher." Auf der Rückseite stand von seiner Hand ein Fluch geschrieben, der den Lästerzungen galt. Bevor die beiden Leute selbst in den Tod gingen, hatten sie noch Bucher's Hund vergiftet, der todt auf dem Sopha lag. Die bösen Weiber von Fünfhaus", denen der Fluch der Sterbenden galt, hatten herausgebracht, daß daS Mädchen einen Flecken auf der Ehre hatte, und obgleich sie seither ganz tadellos, ehrbar und arbeitsam lebte, waren die Lästerzungen so thätig, daß dem Liebespaare darüber die Lust zum Weiterleben ausging. In einem Hause an der Hühnergasse in Köln wurde ein etwa vier Monate altes Kind von einerRatte derart zugerichtet, daß eine sofortige Ueberführung des Kindes ins BürgerHospital angeordnet werden mußte. In demselben Hause wohnt ein Mann, der im Besitze dressirter amerikanischer Ratten ist; eines dieser Thiere fand .man, als das Kind jämmerlich schrie, .auf dessen Gesicht sitzend und an der 'Stirne nagend. Als ein Hausbewohner dasThier getödtet hatte, bemerkte man, daß dem Kinde ein Ohrläppchen und ein Stück von der Nase abgefressen und ferner ganze Stücke aus der Stirne, einer Backe und einer Hand genagt wa, ren. Entgegen der in Brehm's .Thierleben" festgestellten Ansicht, daß der Hamster zwischen Rhein und Ob lebt, und im Süden und Südwesten von Deutschland nicht vorkommt, kann mitgetheilt werden, daß der Hamster im Ober-Elsaß schon längst unter dem Namen Landmehrle bekannt war. In diesem Jahre hat sich der Hamster hier ungemein vermehrt und ist namentlich in der Gemeinde Wittenheim wahrhaft verheerend aufgetreten. Diese Gemeinde hat ixn Areal von 700 Hektaren (ca. 1800 Acres) Land, und hierauf wurden in den letzten Monaten nicht weniger als 900 Stück Hamster eingefangen. Dank dem Bürgermeister des Ortes Herrn Gegauff, der eine Prämie von 40 Pf. für zeden emgefangenen Hamster zahlte. Dennoch ist die Hamsterplage noch nicht beseitigt und man sinnt auf eine andere Vertilgungsart: nämlich die, einigen der Hamster mit dem Fressen ein tödtlicheS Virus beizubringen, das auch ansteckend auf die mit dem erkrankten Thiere in Berührung kommenden Hamster wirken würde. Es sind schon die erforderlichen Schritte' eingeleitet, um dieses Virus aus dem Institut Pasteur m Paris zu erlangen, und in nächster Zeit wird man mit diesen VersuHen beginnen. . , .
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