Indiana Tribüne, Volume 19, Number 169, Indianapolis, Marion County, 7 March 1896 — Page 1

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Editonelles

Der HkrauSgeöer des in Boston erscheinenden Jndcstigator", eines .'freisinnigen Blattes ht dem hiesigen Schulrathe die unentgeltliche Zuschick. ung seines Blattes für die öffentliche Bibliothek angeboten. Da Bibliothek.Comite, dem die Sache überwiefen wurde, ließ daö Anerbieten unbeachtet, mit anderen Worten, es derschloß einem freisinnigen Blatte die Bibliothek. Das ist im höchsten (Ärade intolerant gehandelt und kennzeichnet die betreffenden Herren als kleinliche, kurzsichtige und auch feige Männer. Wenn die amerikanischen Ar beiter nicht ganz vernagelt find, dann müßten sie auö dem Vorgehen der Schweizer Regierung Angesichts deS bevorstehenden Streiks der Eisenbahn anaekellten aewib etwas lernen. Wie himmelweit verschieden ist doch die Haltung der Schweizer Regierung von der Haltung, welche die amerikanische Regierung in ähnlichen Lagen eingenommen hat. Die Schweizer Eisenbahnangestellten sind gut organisirt. Sie haben kürzlich Erhöhung ihrer Löhne gefordert, welche zum Theil bewilligt wurden, aber ihre Löhne sind so niedrig, daß sie mit einer theilweisen Bewilligung der Forderung nicht zufrieden sind. Sie werden streiken, wenn die Gesellschaften nicht nachgeben. . Während die amerikanischen Gerichtöhöfe alle? mögliche gethan baben, den Gesellschaften zu helfen, während Präsident kleveland den Gesellschaften sogar seine Soldaten zur Verfügung gestellt hat, waö thut die Schweizer Regierung? Sie duldet keine Unter-! brechung deö Verkehrs, macht aber nicht die armen Angestellten, sondern die Gesellschaften verantwortlich und droht die Bahnen in eigene Vermaltung zu nehmen, falls die Gesellschaften sich nicht billig den Angestellten gegenüber erweisen. Glaubt irgend Jemand, daß die Schweizer Negierung dieö gethan hätte, wenn die Arbeiter nicht eine politische Macht wären ? Wir nicht. Dem Kongresse liegen gegenwärtig nicht weniger als fünfzehn Bills zur Beschränkung der Einwanderung vor. Wir zweifeln, daß irgend eine davon zur Annahme gelangen wird, auS Gründen, die wir schon öfter angedeutet. Eme der BillS ist jedoch besonberS erwähnenöwerth. Sie zeigt, weß Geistes Kinder in unserem Congresse sitzen. Diese Bill ist von Grass auS Illinois eingereicht worden und ihr Zweck besteht darin, politischen Flüchtlingen gleichwie gemeinen Verbrechern die Thore deö Landeö zu verschließen. Eö soll darnach Niemand mehr zugelassen werden, der an einer Verschwörung oder sonstigem unge setzlichen Unternehmen" gegen irgend welche Negierung oder deren Beamte theilgenommen. Niemand also, der gegen Tyrannei und Bedrückung sich erhoben, an politischen FreiheitSkäm pfen sich betheiligt hat. Deutschland'S Achtundvierziger Flüchtlinge hätten sämmtlich zurückgewiesen werden müs sen, wäre zu jener Zeit ein Gesetz wie daS Vorgeschlagenein Kraft gewesen. . Jedes Land,. das einigermaßen frei heitliche Einrichtungen hat, gewährt politischen Flüchtlingen ein Asyl, und man hat sie gern alS Einwanderer, denn eö find meist intelligente begabte Leute. ES gehört ein grenzenlos reak tionärer Geist dazu, gerade solchen Leu ten daS Land verschließen zu wollen, ganz abgesehen davon, daß eS eine In humanität sonder Gleichen wäre. . , ,, , AnlljkWltzkk. Inland. Wetterauösichten. Schönes Wetter Heute und Sonntag. Gestrige Temperatur : Mazimum II Grad, Minimum 27 Grad. 1 Hl 1 Der Präsident will ein Commission nach Kuba schicken. New Zltl, 6. März. EineSpezialdepesche an die World auö Washingion uxciuci, 10 ci uiuiity. uup f iu fident Cleoeland eine Militär - Kam - : 1 r v . 1 . f.: . r: X v.C CT?X Mission nach Cuba schicken wird, um sich über die Lage der Dinge auf der

Insel zu informiren. In diesem Zu - sammenhang dird gemeldet, daß Eeneral WeSley Merritt, der BefehlsHaber deS Departements M.ssouri und mehrere andere höhere Ossiziere plöh-

ltch nach Washington gerusen vorden fiad. Die World erklärt, eö hätte nicht positiv festgestellt werden können, ob die Berufung der Offiziere mit der eubanischen Frage in Verbindung stehe, man wisse jedoch, daß der Präsident in den General Merritt unbedingte Vert auen setze und daß er wahrscheinlich mit einer derartigen Mission betraut werden dürfte Vernünftige Maßregel. St. Louiö, 6. März Der St. Louiser SesundheitSrath hat einen Beschluß in Berathung, der dem Stadtrathe empfiehlt eine Ordinär.; zu erlassen, die es zum Vergehen macht, in Straßenbahn-Wagen, in HotelCorndorö, Theatern, öffentlichen Hallen, Kirchen und anderen öffentlichen Plätzen auf den Boden zu spucken. Der Beschluß wird von mehreren prominenten Aerzten unterstützt und wahrscheinlich angenommen werden. Die Aerzte erklären, daß durch diese ekelhafte Gewohnheit Tuberkel-Mikro-ben frei gemacht werden und eine betändiae ernste Bedrohung der Gesellchaft bilden. Billige Neclame. K a n saö City, Mo., 6. März. I. E. Archer, ein bekannter Geschäft. mann, Zklgle leine ympalyte fixe Euba, indem er öffentlich eine sparn ch: Flagge vor einem überfüllten Theater verbrannte. Die Heldenthat wurde durch laute Hochrufe einer Menge von Augenzeuen belohnt. Herr Archer hat einen roöen Vorrath spanisch:? Flaggen auf Lager und will jed'N Abend einen dieer Ladenhüter verbrennen. Die Sache mmt also billig und macht Neklame, waS wohl die Hauptsache ist. Ausland. AllerleiJnteressanteö auö Europa. Berlin. 6. Mär:. Galt eö dem Leben des Zzren ? So fragt sich hi,r alle Welt beim Vernehme, der beute von St. Petersburg eingetroffen Nachricht, daß der persönliche Itiatant dkS Zaren Nikolaus, General Tscherewin. ni dessen Obliegenheiten eö aeörte. iedeö Gericht und jeden Trunk. " " v " i die für seinen kaiserlichen Herrn be- ' I stimmt Und. in kosten, um so eine Veraittuna deS Zaren unmöglich ,u macken. aan, vlöblich gestorben ist. Aus ' V ' I alle telegraphischen Anfragen in St. 0 r 10 Petersburg ist aber bis jetzt über die mysteriöse Affaire nichts Nähere in Erfabruna ,u bringen. Bei ren GemeinderatbSwablen de weiten WahlkörverS in Wien wurden 7 11,650 antisemitische, 9300 liberale und 400 sozialistische Stimmen abgeaeben: eö wurden, wie bereit? aemelVI VI. det, ebenso wie im Vorjahre 32 Antisemiten und 14 Liberale gewählt. Daö antisemitische Votum bat uaenommen, nur im ersten und neunten Bezirk u haben die Liberalen gesiegt. Die Wiederwahl Dr. Lügerö'ö zum Bürgerm.iff.i iinh hfTn ns,,?niIi. WtAtfistätiguna seitens der Regierung gilt "ii""' ..g. flIS sicher Der LandtaaSalgeordnete Dr. jur. Ludwig Bruel, gewählt für 6. OSnabrück Distrikt (Melle-Zburg). ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Er gehörte, obwohl lutherisch, als Sosvitant dem Centrum an. In Bremen ist der Mathematiker Seelhoss gestorben. An Stelle deS von der Polizei aufgelösten WahlvereinS haben die Sozialisten jetzt einen Verein Vorwärtö" gegründet. Die hiesigen Druckereibesitzer haben sich bereit erklärt, mit den streikenden GeHülsen zu unterhandeln. Die Streiker besteben auf sofortiger Bewilligung ihrer Forderungen. . Der jetzt im Moabiter Untersuchungögesängniß weilende Frhr. v. Hammerstein ist in der bereits beendigten VorUntersuchung im vollsten Umsange geständig gewesen. ES haben daher nur verhältnißmäßig wenig Zeugen ver.1. ... .-. rr rrs:. a. 1.4 ; uuuiuk mcitc iuurn. sjic yaui , Verhandlung wird auch infolge dessen nicht mehr alö einen Tag in Anspruch nehmen.

' AuS Italien, Rom, 6. März. Aufrührerische Vorgänge in Folge der italienischen .Niederlage in Abessinien fanden gestern : Abend in fast jeder großen Stadt 3ta-

. lienS statt, wenn auö die Straöen der Hauptstadt durch einen Regensturm ge säubert wurden. . 3n Mailand zog ein großer Volks häufe durch die Straßen, zerschmetterte die Fensterscheiben, brüllte Verwünschungen gegen Crispi und seine Mini ster, und forderte Prozesfirung und Hinrichtung deö Generals Baratieri. Die Anführer begaben sich nach dem Bahnhof, um die Abfahrt der Armee Reserven der Stadt und Umgegend von 1872 zu verhindern. Die Regierung hielt aber die Leute in den Kasernen und sandte ein Regiment Infanterie zum Schutze deö Bahnhofes ab. Dieö machte die Führer der Ausständigen nur noch wüthender und eö wurde ein Versuch gemacht, in den Bahnhos einzubringen. Dabei kam eö zu scharfen vlenconlreS zwischen cen Aufrührern und dem Militär und der Polizei. Die Soldaten und Earadtmen wurden mit Steinen beworfen, und Bajonette und Säbel wurden angewandt, um den Mob zurück zu treiben. Eine Anzahl Soldaten und Polrzrsten wurden ver lkht und Dutzende der Aufrührer leicht verwundet. Der Ausruhr dauerte biö 2 Uhr Moraenö. um welche Zeit eö dem Militär gelungen war, die Krakehler auö Bahnhos und Nachbarschaft zu vertreiben und einen Cordon zu ziehen. 3n Parma kam eö gestern Abend zu ernsten Ruhestörungen. Wüthende Massen belagerten die städtischen Gebände und schlugen die Fenster ein. Eö fanden lebhafte Kämpfe zwischen der Polizei und den Aufrührern statt. und die Truppen waren genöthigt, eine Salve über den Köpfen deö hartnäckigsten Mobö zu feuern. Das Krachen der Schüsse wirkte wie eine kalte Douche auf die Ruhestörer, die sich nach allen Richtungen zerstreuten. verfolgt von der Carabinieri, die mehrere der Anführer verhafteten Diese w.rden gefangen gehalten werden, biö sich die Aufregung gelegt hat. Man glaubt jetzt, daß der Marquiö di Nudini dem Drängen seiner Freunde nachgeben und versuchen wird, ein I m f . f V 1 . . sr m eues aoinei zu vltoen, mit General onr a:o riegsmininer. v ; a. a. . . - a t n ü,e Studenten von Pifa drangen 9JIt?rn "vend tn den dortigen Bahn ICC v cx v.ij ".r-A. ... 1",, na, va eruqi oerorener tte, hit in der Stadt liegende Arn r t rrvx .. . . uerie ,oue naq Neapel trankserirt v..V. x rac. . r UN von v naa, Äskiia ge,anor wer. "s oem Zuge nach dem Bahn. "een sie : Nieder mit Crispi," !" t a . -m. . . . öcDI uns un,ere Soldaten wieder," 'd Baratieri" etc. Eine starke Poli:. . tftit-:f . t . oerrrieo oie lucenUn nafl)dm diese viele Fenster einge'Klagen uno aue erreiqoaren remp re oe, NegierungS.ZDrgan, derbrannt MJ"e. ttu. Unter Militärpersonen herrscht der n,ch, den elözug ,n Afrika blö Um eußersten werter zu führen, I"bN wenn eö nolyig werden lollle, die ganzen Reserven unter Waffen zu . . m ,r . . . , . uen, uno wettere ö0.000 Mann Toppen nach Abysfinien zu senden, I . 1:. m.fXiti.f.... m iwogegen ,r. e,q,lvzeule eine ipornir c Ö"inl vtfuttoorten, selbst wenn o lolz Italiens darunter leiden . 0Ute. Die Majen find im Allgemei neu gegen i.eoe, roeriere opfern von . . italienischen Soldaten und rm Cmklang mit denen, die eine gründliche Aenderung ver olonialpolitlk derlangen. Die g'nanzlage ist beunr m m. mm . ruyrgeno uno man yvssr, oap vres kazu beitrazen werde, den Befürwortern ner FriedenS-Politik den Sieg zu verjchassen. Depeschen auö Massaua an italie nische Blätter zeigen, daß die Italiener bei Adowa topfer fochten und überall wo sie gut geführt waren, Order pa rirten. Sie waren aber schlecht orga nifirt und eö war keine direkte Con trolle über die Vertheilung der Macht vorhanden. Die Leute verloren den Muth alö sie ihre Ossiziere fallen sahen. Eö wurden mehrere verzweifelte Sammlungsversuche gemacht, die die Position retten hätten können, . wenn sie gehörig unterstützt worden wären. Die italienischen Offiziere errötheten vor Scham, alö die Shoaner Ergebe I t . hV ?,,kt k ctüi...i 1 uuiuuuuu muw iuuiiiu, vu uuiu in der Hand, biö zum Tode. Genera Arimondi und Oberst .Qalliano sollen sich mit 300 weißen vefangenen in

Shoanischer Gefangenschaft befinden. Eö wird gemeldet, daß Cassala nicht Von den Derwischen umzingelt ist. Die italienischen Kriegsschiffe vor Massaua find bereit einzugreifen, wenn die Shoaner einen Angriff auf Arkike machen. - Dem Jtalia Militare" zufolge be-

lausen sich die italienischen Verluste auf 4500 Mann, wovon 2000 Mann zu General AlbertineS Colonne gehörten. Eö ist bestimmt festgestellt, daß General Dabormida todt ist. Von General Albertine weiß man nur, daß er ver vundet zusammenstürzte. Opinione" sagt,: General Baldissera telegraphirt, ersönne nichts für den Entsatz von Adigrat thun. Er verlang Mittel zur Verstärkung der Position von Asamaria. Die Regierung hat ihm freie Hand gelassen, ihn aber gebeten, den Feind nur im Nothfall zu engagiren. London, ö März. Eine Spe-zial-Depesche von Rom sagt, König Humbert habe Signor Franzoi in spezieller Mission an den König Menelek gesandt. Signor Franzoi hält eö für daö Beste einen ehrenvollen Frieden abzuschließen und daö Land zu räumen. 2n Paris und Brüssel ging daö Gerücht, Premier Crispi sei ermordet worden. Eine Depesche von Toulon sagt, Crispi sei siebenmal gestochen worden. Nachrichten von Rom bezeichnen daö Gerücht alö vollkommen grundleö. London, 6 März. Eine Depesche von Rom erklärt, König Humbert habe gesagt, er würde eher vom Throne steigen, alö die italienische Provinz Crythrea in Afrika aufgebe. London, 7. März. Eine Depesche auö Kairo sagt: Die Abessinier oder Derwische haben die Drähte zwichen Cassala und Massaua zerstört, und man fükchtet, daß sie Cassala durch Besetzun'deö. Zwischen-Terrainö isolirt haben. . Die letzten Nachrichten vom Samstag 'sagen, das 2000 Italiener Assuara verlassen, um Casala zu verstärken, -wo schan eine Garnison von 2000 Italienern und Singeborenen lag. Man fürchtet, daß die Derwische diese Verstärkungen abgeangen haben. Die Niederlage von Adowa muß dem europäischen Prestige chaden und die Macht der Mahdiften stärken. c echisfS'Nechrlchten. Angekommen rn : N e v ö o r k : Carthagenian" von Glasgow. RewSork: Lucania" von Liverpool. mm ,, m Allerlei. Ein blutiaes Drama. dem ein Officier zum Opfer fiel.spielte sich kürzlich beim Morgengrauen in Vir.cennes ab: Der Militärthierarzt des 23. Draaoner-Reaiments Vertrand wurde beim Verlassen stiner Wobnuna von dem ehemaligen Wacht. meiste? Leon Aubry. der sich als Hufschmied in Vincennes niedergelassen, angefallen. Der Schmied gab zwei Schüsse auf ihn ab, die den Officier lebensgefäyrlich im Unterleibe verMundeten. Bevor noch die Nachbaren herbeieilen konnten, hatte der Mörder die Waffe gegen sich richtet und sich eine Kugel in den Kopf gejagt. Er hatte verschiedentlich Todesdrohungen gegen Bertrand ausgestoßen, weil dieser ihn durch die schlechten Auskünste, die er über ihn ertheilte, am Vorrücken in höhere Grade verhindert hatte. Im Laufe des Tages sind der Mörder und sein Opfer den Wunden erlegen. Der frühere PolizeiVerwalter von Tilsit. Stadtrath Mitschel, ist auf Anordnung der Staatsanwaltschaft . verhaftet worden. Es wird angenommen, daß die Verhaftung erfolgte, weil Witschel des Meineids dringend verdächtig erschien. Der Verhaftete ist durch seine Conflicte mit dem Oberbürgermeister Thesing sowie überhaupt durch seine Amtsführung (Ausweisung von Russen, Verbote der Aufführung von Theaterstücken etc.) in weiteren Kreisen bekannt geworden. ' ' Unfeblbare Wunderkillen kamen im Krankenhause zu Selby in England, wenn man de? Selbstanzeige eines Hilfö - Krankenwärterö glauben will, in Anwendung. um verzweifelten Krankheitsfällen beizukommen. William Onion, wie der Mann heißt, war em Patient rm ge nannten Hospital; nach seiner Gene suna mircd- tt all Krankenwärter an genommen und einer Krankenwärterin zur AuSbilk- beiaeaeben. Einmal saate sie ibm: Balten Sie eö für eine Sünde , , .., -rn--'-". ' . . . . j oder eine Wohlthat, ranke, vie an unheilbaren und kaum ertraalicken

Ecymerzen leiden, von ihren Qualen zu befreien? Onion erwiderte, er Balte

cs für eine Wohlthat, und dachte nichts weiter dabei. Einige Tage später gab ihm die Wärterin eine Pille und sagte ihm, er solle diese einem Kranken verabreichcn, der an einem Krebsgeschwür in der Wange litte. Onion that, wie ihm gehei-m. und vier Stunden später war der Patient ruhig für immer eingeschlafen. Onion fiel dies nicht auf. als er aber noch zwei anderen Patienten Pillen mit dem gleichen Erfolge eingegeben, wurde er stutzig. Er sprach mit der Wärterin, diese aber antwortete: Fragen Sie nichts, thun Sie, was ich Ihnen sage, und Sie thun ein gottgefälliges Werk. Noch vier Pillen Verabreichte er und vier Menschen starben daran. Onion wurde darob angst und bange und er verließ'das Krankenhaus ohne Kündigung. Er machte sich zu Fuß auf den Weg nach London und fand keine Ruhe. In der Hauptstadt angekommen, war cs sein Erstes, sein Gewissen zu erleichtern und diese Anzeige zu erstatten. Onion ist in Haft und die Untersuchung wurde eingeleitet. Hiesiges. Board of Publie Workö. Der Board of P. W. vasfirte gestern Nachmittag die Pläne für die nachfolgenden Verbesserungen entgiltig : ASphaltpflasterung der East Straße, von Washington bis Ohio Str. Die Straße wird 50 Fuß breit, mit 18 Fuß für Geleise. Cement - Trottoirö für Kentucky Ave., von Maryland Str. biö Capital Ave.; für Quincy Str., von Michigan biö Bateö Str. Gradirung und Bekiesung der 3upiter Str., von Brookside biö Orchard Ave , mit Rinnsteinen und BacksteinTrottoirS. Die TrottoirS an Vermont Straße werden nächst dem Rinnstein gemacht. wie in New Jersey ?tr. Ein genußreicher Ab?nd. Mit vielem Interesse wird dem morgigen Vortrag deö Herrn Dr. v. Klenze über daS Nibelungenlied" entgegengesehen. Eö ist der krilte Vortrug im Cycluö deö Sozialen Turnvereins. Der Vortrazende wird sich vornehmlich auf die dem Nlbelungenlieoe zu Grunde liegenden My'hen und Sagen in ihrer deutschen uno nordischen Auöbildung verbreiten und darlegen, welche (kmflüsse thätig waren um unser Nationalepoö in daö Gewand zu kleiden und eö so umzuschöpfen, wie wir eö heute besitzen. Die Begleichung des Nibelungenmythoö wie er in der Edda erscheint mit dem Nibelungenlied wird eine ebenso interessante wie lehrreiche Beleuchtung, vornehmlich vom Standpunkte der kulturgeschichtlich veränderten MilienS erfahren. Herr von Klenze hielt den Vortrag vor drei Wochen vor drei Wochen vor den Studenten unferer Staatöuniverfitat in Bloomington in englischer Sprache. m ,, 9m In dem Bestrebung, sich abzuhärten, geht man leicht zu weit und Erkältung, Heiserkeit und Husten find die Folgen. Gegen solche Beschwerden nehme man sofort Dr. Bull'ö Husten Syrup. Er ist daö beste Mittel. Sfreute ist die Parole: Bockbier der Home Brewlng Co. cii-j Geschieden wurden heute : M. Shrewöbery von Katie Shrewöbery. Louisa Lent) von Jaeob Lent). Flora E. Monieal von Zesse R. Monical. Harry C. Butler von Lizzie Butler. Alice Chitwood von Wm. Chitwood, A. N. Devore von Chaö. M. Devore, Walton W. Lewiö von Louisa Leviö. Tessie Hugheö von Charles Hugheö. In letzterem Falle wurden $300 Alimente und $3 per Woche für daö Kind bewilligt. In dem Falle von Nellie BoSwell gegen 3aö. H. BoSwell wurde Scheidung verweigert. Beit.llt Euch bei Zeiten Bockbier der Home Brewing (So. in Flaschen. Tel. 1030, Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfanaen Hood'ö Sarsaparilla beseitigt die Ur sache dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, daß sie daö Blut reinigt. Hood'ö Pillen wirken milde aber rasch und sicher aus die Leber und den Magen. 25.

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