Indiana Tribüne, Volume 19, Number 168, Indianapolis, Marion County, 6 March 1896 — Page 2
Jnviana Tribüne.
Erscheiut Täglich und SoNntagv Die tägliche .TribKne" kostet durch den Träger 23 Cent per Woche, die Sonntag.Tribüne'g Ce,t per Woche. Seide ,usamen IS Cent $Ur 3 Cent p Xtosat. Vtx Post außerhalb de, (statt zsgeschickt i Voraubezhlung 1 per OftU! 18 Süd kttabama Straße. Indianapolis, 2nd., 6. März 1896. riefe aus Deutschland. Von Wilhelm Kaufmann. Dresden, Mitte Februar. In Berlin und in vielen anderen Großstädten Deutschlands ist ein großer Streik auszebrochen, welcher den Elendesten unter dw Elenden bessere Existenzmittel hoffentlich verschaffen wird. ES handelt sich uin eine Ausbesserung der über alle Begriffe kläglichen Verhältnisse der Consectionsarbeiter. Man versteht darunter alle Diejenigen, welche bei der Anfertigung von Männer- und Frauenkleidern, Mänteln. Jackets und Wäsche beschäftigt sind, zusammen nahezu 500.000 Arbeiter. zum weit aus größerem Theile Frauen und Mädchen. Die jetzigeLohnbewegung wird von der socialistischen Partei stark gefördert, verdankt aber ihren Ausgang einer jungen Dome aus der vornehmen Berliner Gesellschift. dem Fräulein Oda Olberg. der Tochter eines höheren Marineofficiers. Frl. Olberg hat unter dem Titel Das Elend in der Hausindustrie der Confection" eine Brochure geschrieben, welche in sachgemäßer und sich von allen Uebertreibungen fern haltender Weise die Ausbeutung namentlich der weiblichen Arbeitskräfte durch profithungrige Unternehmer und gefühllose Zwischenmeister schildert. Das kleine Buch, welches in taufenden von Exemplaren vcrbreitet wurde, hat außerordentlich dazu beigetragen, auch in denjenigen Kreisen, in welchen man sonst die Streiker fast mit Verbrechern gleichachtet, ganz außerordentliche Sympathie mit den Ausständigen hervorzurufen und denselben beträchtliche Mittel zur erfolgreichen Führung - dieses berechtigten Lohnkampfcs zuzuwenden. Die Forderungen der Ausständigen sind die denkbar bescheidensten, eine maßvolle Lohnaufbesserung, Vergütung für ein mehr als eine Stunde wahrendes Warten bei der Ablieferung der Arbeit, Lohnzahlung in wöchentlichen Terminen, Beseitigung der Awischenmeister d. h. der zwischen Arbeitgeber und Arbeiter stehenden .Schwitzer" alles Forderungen so wenig übertrieben und so gerechtfertigt, daß darüber kaum ein Wort zu verlieren ist. Trotzdem den Arbeitern von allen SeitenSympathie bewiesen wird, trotzdem sogar im Reichstag ein Jnterpellation zu ihren Gunsten stattgefunden und der preußische Minister von Lötticher eine lange Rede gehalten hat, in welcher er den entsetzlichenZu stand in dieser Branche zugestand und alle AbHilfe durch gesetzliche Maßnahmen versprach, welche sich unter den Umständen geben läßt trotz alledem haben die Arbeitgeber die Forderungen rundweg abgelehnt und der Streik ist nun ausgebrochen. Die Sterblichkeitsberichte über die Consectionsarbeiter reden eine Sprache, daß es einen Stein erbarmen muß. Man höre: während in den deutschen Städten mit mehr als 15.000Einwohnern in den Jahren von 1833 biö 1892 im Durchschnitt 13 Procent an akuten Erkrankungen der Athmungsörgane zu Grunde gingen, starben von 1885 bis 1893 von den Schneidern der Berliner Krankenkasse (männliche und weibliche Arbeiter) 56,34 Procent ei ler Verstorbenen an Lungenschwindsucht und im Ganzen 62 Procent en Lungenleiden. In demselben Jahre betrugen die Todesfälle an Schwindsucht unter den Mitgliedern der Krankenkasse der Schneider, die nur männliche Mitglieder hat, 53.30 Procent, an Lungenleiden 62.70 Procent aller Todesfälle ; die Krankenkasse der weiblichen Arbeiter weist unter 100 Todesfällen 58.24 durch Schwindsucht und 62.70 durch alle Arten von Lungenkrankheiten auf. In Braunschweic starben von denMitgliedern des dortigenKrankenunterstützungsbundes der Schneider unter 100 Verstorbenen 55.83 in Folge vontzalsund Lungenleiden. Aber diese Fehler, so entsetzlich wie sie sind, geben einem noch kein ganz richtiges Bild von dem Elende jener Ausgebeuteten. Denn die materiell am ungünstigsten Gestellten,die Heimarbeiter, namentlich die Frauund die heranwachsenden Kinder, sind nur in seltenen Fällen Mitglieder jener Krankenkassen, von denen obige Statistik meldet. Hören wir nun. wie Frl. Olberg das Schneiderelend schildert an einem Beispiele, welches, wie sie besonders hervorhebt, nicht einmal die schlechtesten Verhältnisse zeigt. In einem schmalen Hinterzimmer rasselt die Nähmaschine von früh bis in die späte Nacht. Dem Eintretenden schlägt eine dumpfe, verbrauchte Luft entgegen ;' ein Gemisch von menschlichen Ausdünstungen, Speisegeruch nnb Kohlendunst nimmt ihm fast den Athem. Daö Halbdunkel, das len ärmlichen Raum erfüllt, befremdet um so mehr, als draußen die Wintersonne lacht. Und doch ist es es nicht zu verwundern, daß ihre Strahlen nicht d?n Weg finden in diee Stube. Das Jens sier ist wohl breit und hoch.aber es ösfnet sich nicht nach außen, sondern nach der Hausflur, eS läßt nur Dämmerlicht und halbverbrauchte Luft herein. Der enge Raum, dessen großer KochHerd darauf deutet, daß er zur Küche bestimmt ist. läßt daö Wirken einer fleißigen, unermüdlichen , Frauenhand erkennen, die trotz der Enge Sauberkeit und Ordnung schafft. An den mit einigen Küchengeräth'n beladnen Borten ist blendend weiße, gehäkelte Spitze angebracht, und dies Streben nach.et was Zierlichkeit macht einen rührenden Eindruck ansitsi&tf des Elends.
das überall herdorgrinst. Der Raum, der. bei einer Höhe von 3.37 Meter, in der Breite 2.90 Meter und in der Länge 3.70 Meter mißt, ist ausgestattet wie eine Küche, mit Küchenschrank und Tisch. Nur ein großes Bett und die
Nähmaschine weisen aus die mannigfache Art der Benutzung hin und vervollkommen mit zwei Stühlen dieAusstattung. Außer der Schneiderin halten v it. rr ' . 1 1 .k ncy laguoer oiei inucc yicc uu, die elf. neun und dreieinhalb Jahre alt sind. Die Mutter kocht, naht, bügelt und schläft in diesem Zimmer und theilt ihr Bett mit dem jüngsten Knaben. Die beiden andern schlafen in dem 1,26 Meter breiten Gange, durch den man in die Wohnung" eintritt. In diesen mündet die Kammer, in der der Vater, ein Fabrikarbeiter, schläft, und deren Fenster sich nach der Straße öffnen. Der Raum selbst ist vollkommen dunkel, mit emer Luft erfüllt, die unbeschreiblich ist. und ist selbstverständlich unheizbar. Hier muß eine Mutter, die für ihre Kinder fühlt, wie andre, die ihre Sprößlinge hüten und pflegen können, zwei ihrer Knaben einpferchen, wohl wissend, was ein solcher Schlafräum bedeutet. Manche Stunde habe ich in dieser Wohnung verbracht, und die blasse, abgehärmte Frau, die ich stets über der Näharbeit traf, tritt mir immer dor dieSeele. wenn ich die elegantenSchaufensier der Eonfectionsgeschäfte betrachte. Hier diese Pracht, und dort das furchtbare Elend; hier fo manches, was der Annehmlichkeit, auch der Eitelkeit und Putzsucht dient, und dort ein stummer, beständiger Kampf mit der Noth, ein ungesehenes Heldenthum der Arbeit, und dabei die nagende, verzehrende Kllmmerniß, daß der Verdienst doch nicht ausreicht, um die Kinder zu gesunden-Menschen zu erziehen. Die Frau arbeitet Jacketts für eine leipziger Eonsectionssirma und ver dient bei vierzehnstündiger Arbeit etwa 1.30 Mark täglich. Man sieht es den eleganten Kleidungsstücken, die in den glanzenden Laden unsre Kauflust reizen, wahrlich nicht an. daß sie aus Händen stammen, die die Angst vor dem junger so emsig machte, daß sie genäht wurden in Behausungen, wo das Elend wohnt! Nicht in jeder Werkstatte sieht es so aus. Es giebt welche. in denen menschenwürdige Verhältnisse herrschen, aber auch die Zahl derer ist nicht gering, die ein noch traurigeres Bild bieten. Sehr oft habe ich in einem ebenso kleinen Raume, wie dtm geschilderten, mehr Menschen zusammengepfercht gefunden, und allzu häufig starren, die Arbeitsräume vor Schmutz. Da Hausen dann Menschen, die diesen Namen kaum noch verdienen. deren Gesichter einen Ausdruck stumpfsinniger Ergebenheit und gleichgiltiger Hoffnungslosigkeit tragen, der uns tagelang verfolgt wie ein Gesp-mst. Ich habe einen Arbeitsraum herausgegriffen, den ich oft gesehen habe, und der nach der Angabe von Fachleuten weder besonders gute noch abnorm schlechte Verhältnisse zeigt. Aber nicht allein von den Zwischenmeistern haben die Arbeiterinnen der Confektionsbranche zu leiden, sie haben außerdem noch eine Concurrenz zu bestehen, welche kein anderer Arbeiter kennt, nämlich die Concurrenz mit den verschämten Lohnarbeitern. Töchter aus verhältnißmäßig gut situirten Familien verschaffen sich Confectionsarbeit durch die Zwischenmeister und nehmen mit unglaublich niedrigem Lohne vorlieb. Der Minister vonBötticher hat dies im Reichstage vorgestern öffentlich erklärt. Er sagte: Die Hausindustrie in dieser Branche entzieht sich leider jeder Controlle. Aber grade in dieser Branche drängen sich die Arbeitskräfte heran, welche nicht den Lebensunterhalt erwerben wollen, sondern nur einen Nebengewinn suchen. Die Frauen und Töchter von Beamten, Handwerken, Kaufleuten u. s. w. zählen da nach Zehntausenden, und die Neigung, solche Beschäftigungen zu übernehmen, geht leider auch in die höheren Schichten der Gesellschaft hinein, wo auch ein solcher geringer Nebenerwerb willkommen ist. Da ist es schwer, ein einigermaßen menschenwürdiges Preisniveau zu erreichen. Aber so groß die Schwierigkeiten auch sind, sie müssen überwunden werden." Im Bericht des Gewerberaths für Düsseldorf, Neuß, Barmen, Elberfeld und M.-Gladbach heißt es: Der Erwerb solcher Damen" (Angehörigen des besser situirten Mittelstandes) dient nicht zur Befriedigung nothw'.ndiger Bedürfnisse, sondern zur Befriedigung ihres oder ihrer Angehörigen persönlichen Hochmuths. Er wird vergeudet in Luxusartikeln, namentlich der Toilette, sodaß die Arbeitgeber der Damen durchweg mir erklärten, sie seien oft nicht imstande, die Damen auf der Straße, in Conzerten und aufBällen wieder zu erkennen." Auch inStuttgart, wo die Lage der Heimarbeiterinnen als häufig sehr beklagenswerth" dargestellt wird, trägt nach dem vorliegenden Bericht die Concurrenz der besser gestellten Damen zur Verschlechterung der Löhne bei." Zu all diesenPlagegeistern derHausarbeiterinnen kommt noch ein dritter. Die Zuchthausarbeit. Auch dadurch werden die Löhne erheblich gedrückt, wenn auch vielleicht noch nicht in dem Maße, wie durch die verschämten Arbeiterinnen" aus den höheren Ständen. Bei der Schilderung der-Verhält-Nisse in Frankfurt a. M. und Wiesbaden, die sich auf die Erhebungen vom Jahre 1887 stützt, wird es als Miß. stand hervorgehoben, daß die Arbeit der Strafgefangenen zu sehr niedrigen Preisen an die Industriellen vergeben wird." Ein Unternehmer in Gotha, der die geringsten Löhne zahlte, führte den Rückgang des Geschäftsgewinns cuf die Zuchthausarbeit zurück. Heute wird besonders in der Wäscheconfection über die Concurrenz der weiblichen Strafgefangenen geklagt. Die Gewerbestatistik, welche im Sommer vorigenJahres aufgenommen wurde, ist noch nicht genügend durchgearbeitet und die dadurch erlangten Ermittelungen sind noch nicht veröffentlicht worden. Bei der Schilderung der Lobnverbältnisse müssen wir des
halb auf die amtlichen Erhebungen aus dem Jahre 1887 zurückgreifen. Aber besser sind die Verhältnisse seit jenem Jahre nicht geworden, eher noch schlechter. In Berlin wurden 1887 für das Nähen von einem Dutzend Manschet-
ten 60 bis 110 Pfennige, von einem Dutzend Kragen 50 bis 85 Pfennige bezahlt. Für zwölf Herrenhemden.bei denen der Einsatz sowie Kragen und Manschetten fertig geliefert werden, erhielt die Näherin 2.50 bis 6.50 Mark. Ein Dutzend mit der Hand genähte Knopflöcher wurden mit 10 Pfennigen, em Groß mit der Mafchme gesertigte mit 90 Pfennigen bezahlt. Bei diesen Lohnsätzen soll bei wie langer Arbeit wird nicht erwähnt ein Wochenverdienst von 12 bis 15 Mark erzielt werden, von dem 1 Mark für das Nähgarn abzuziehen ist. In der Kleider- und Mäntelconfection war über Stucklohe nichts Bestimmtes zu ermitteln. Je nach der Mode, nach Fa?on und Besatz, kommen dort sehr große Schwankungen vor. Eme geschickte Arbeiterin konnte 8 bis 9 Mark, eine ungeübte 4 bis 5 Mark wöchentlich verdienen, wobei hervorzuheben ist, daß die Saison nur 5 Monate dauert. Nächst Berlin ist Erfurt der bedeutendste Ort der Mäntelconfection. Der Durchschnittsverdienst der Handnäherin überstleq ausnahmsweise 6 Mark und sank bei mindertüchtigen Arbeiterinnen auf 2i Mark, vereinzelt auch noch niedriger." Ein Unterschied zwischen Wäsche- und Kleiderarbeltermnen bestand in der Entlohnung nicht, nur stockte die Arbeit in der Kleiderconfection. wahrend Waschenahermnen ziemlich regelmäßig beschäftigt wurden. Berechnet man den durchschnittlichen Verdienst eines Jahres, so ergibt sich bei beständiger Arbeit ein Wochenlobn von 5 Mark.bei Einschluß arbeitsloser Zeiten von 4z Mark. Einer der vauvtorte der Herren und Knaben-Confection ist Breslau, und auch bier ist hausindustrieller Betrieb die Reael. Die Zahlen, die der Bericht angibt, beziebcn sich .nicht allein auf Heimarbeiter. Die Stepperinnen und die, die Knopflöcher nähen, verdienten 0.70. 1.20. 1.50 bis 2 Mark täglich bei 11- bis 12stündiger Ar. beitszeit. Für Stettin, wp viel Exportwaare gemacht wird, liefert der Bericht interessante Angaben über die LohnverHältnisse der Fabrikarbeiterinnen. Arbeiterinnen in der Wäschefabrikation erhielten 4.80 bis 9.60 Mark, m der Damenconfection 4,50 bis 9.00, in de? Herrenconfection 3.60 bis 5.00 Mark, und in derKnaber?confection schwankte der Verdienst zwischen 3.00 und 3.60 Mark! Ueber den Verdienst der Heimarbeiterinnen wird nur wenig berich tet. Für ein Dutzend Knabenanzüge, bestehend aus Jacke. Hose und Weste oder Leibchen zum Anknöpfen der Hose, wurden 3 bis 5 Mark bezahlt, für ein Dutzend Männerhosen gab es 1 Mark bis 1.50 Mark. Bei sehr langer Arbeitszeit konnte ein Reinverdienst von 0.50 bis 0.80 Mark täglich erzielt werden. Der Bericht des Gewerberaths für Düsseldorf. Neuß, Barmen. Elberfeld und M.-Gladbach. einem Distrikt, in dem sehr viele Confection, besonders Arbeikersachen hergestellt werden, hebt die allgemeine Verbreitung des hausindustriellen Betriebes hervor. Eine Einzelarbeiterin verdiente durch das Nähen von Joppen, bei einer Arbeit, die von fünf Uhr früh bis Nachts um zehn Uhr währte, wöchentlich 6 bis 7 Mark. Eine Heimarbeiterin, die für ein Wäschegeschäft nähte und auf dreizehn, oft aber auch nur aus acht oder neun Stunden täglich Arbeit erhielt, verdiente in sechzehn Monaten 419.47 Mark; für Nähstoffe und Maschinen, reparatur gab sie in deselbenZeit 26.97 Mark aus. Nach Abzug dieser Summe ergibt sich ein wöchentlicher Lohn von 5.95 Mari. Während dieser sechzehn Monate hatte sie allein an Miethe 292 Mark zu zahlen; von dem Reste des Geldes sollte siefich und ihre zwei Kinder ernähren und kleiden! Die Lage der Arbeiterinnen in Vielefeld, Herford. Lübbecke und Oeynhausen wird als ziemlich günstig geschildert, und doch schwankte der tägliche Verdienst in der Wäschebranche zwischen 0.83 Mark und 2.33 Mark. Allerdings ist dieser Verdienst für eine zehnstündige Arbeitszeit berechnet, während thatsächlich viel länger gearbeitet. also auch mehr verdient wurde. Ueber Sachsen, wo an größeren Städten für die Confection nur Dresden und Leipzig in Betracht kommen, liegt ein kurzer Bericht vor. Der durchschnittliche Tagelohn für Dresden in der Wäscheabri.-ation bezifferte, sich auf 0.75 bis 1.55 Mark täglich. Die Angaben über Leipzig beziehen sich nicht speziell auf Heimarbeiter. Der wöchentliche Verdienst der Anfängerinnen betrug 3 bis 5 Mark, mittlerer Arbeiterinnen 7.50 bis 10 Mark, besonders guter 10 bis 13 Mark. In Württemberg hatten unter 64 Wäsche- und Kleiderconfectionsgeschaften zwölf nur hausindustriellen Betrieb, und nicht mehr als vierzehn ließen ausschließlich in eigenen Werkstätten arbeiten. Der tägliche Verdienst der Heimarbeiter stieg in einem einzigen Geschäfte bis auf 2.40 Mark und sank bis zu 42 und 35, ja in einem Falle bis zu 20 Pfennigen. Für ein Hemd wurde in Besigheim 4 bis 21 Pfenige gezahlt. Bei einem Weißwaarengeschäft in Ludwigsburg war es bei fünfzehn- bis achtzehnstündiger Arbeit möglich. 1 bis 1.20 Mark zu verdienen. Wie leben nun diese armen Menschen? Wie lange halten sie es aus auf diesen Arbeitsgaleeren. bei schlechter Luft, ungenügender Ernährung, Sorgen um's liebe Brot und den entsetzlich langen Arbeitsstunden, die sich nicht selten auf 16, sogar 18 Stunden per 1!ag belaufen, gemartert von der Nähmaschine, welche ein Dichter recht passend die trockene Guillotine genannt hat. O Gott, daß Brot so theuer ist, Und so wohlfeil MeisÄ unh Olui!"
JlUcr zehn bis zwölf Jahre so gelebt hat, dem winkt das Hojpital, in seltenen Fällen halten es diese Arbeiterinnen bis zwanzig Jahre aus. Man braucht gar nicht ein berühmter Nervenarzt zu sein, um zu behaupten, daß
das Marterinstrument Nähmaschine auch die kräftigste Consiituhon inner halb einer verhältnismäßig kurzen Zeit vollständig untergraben muß. Die Arbeit vedmgt die angestrengteste Thätigkeit ein und derselben Muskelgruppen und darunter müssen die Organe des Unterleibs leiden, Verdauungsstörungen treten ein und bei der schlechten Ernährung ist dauerndes Siechthum gar nicht zu vermeiden. Da haben eö die armen böhmischen Weiber doch noch besser, welche man selbst hier m Dresden noch zuweilen bei Bauten beschäftigt sieht. Sie tragen Mörtel und bereiten denselben. Aber sie haben kürzere Arbeitsstunden und sie athmen wenigstens frische gesunde Luft. Sehen wir uns die Lebenshaltung und die Arbeitsleistung der Confektionsarbeiter in einem Beispiele an, welches sich in dem Buche des Frl. Olberg findet: Für eme Consectionsprma, deren Ruf weit über Deutschland hinausreicht, arbeitet em Schneider seit em:gen Jahren. Er ist ein außerordentlich geschickter, in seinem Berufe gründlich durchgebildeter Mann und gehört zu den am besten bezahlten Heimarbeitern des Geschäfts. Er entwirst den Schnitt selbst, schneidet zu und liefert die Waare gebügelt und vollkommen verkaufsfertig ab. Ihm . c ft. vr..?i r.t. roiro nur oie seinne 'aioeix uoergeoen, und zwar stellt er Damenjackets. englische Reisekleider und Capes her. Die Lieserungsbücher des Schneiders wei sen für zehn Monate des Jahres 1895 eine Gesammteinnahme von 1139,39 Mark auf. DieserVerdienst wurde erzielt bei einer durchschnittlichenArbeitszeit von14 Stunden an Wochentagen und 7Stunden am Sonntage. Sonntagsarbeit haben wir in der Hausindustrie durch gängig gefunden, und sie soll in allen Confectionsbezirken in der Saison die Reqel sein. Gesetzlich zulässig ist sie nicht. Von Anfang April bis Ende October hat die Frau jenes Schneiders täglich etwa sechs Stunden sogenannte Zuarbeit geleistet: ferner beschäftigte er von der letzten Octoberwoche an zwei Hilfsmädchcn, und zwar ein ungelerntes vierzehn Tage und ein ausgebildetes auf fünf Wochen. Wie hoch belaufen sich nun seine Nebenausgaben? Für Sulfaten 70.03 Mark. Werkstattmiethe für 10 Monate 75 Mark, für Maschinenabnukuna und Zinsen des Kausneldes für 10 Monate 12.03 Mark. Lobn für ein unaeschultesHilfsmödchen 6 Mark. tfnfn des Zweiten Hilfsmädchens auf 5 Wo5 en ?5 Mark. Kost für das Mädchen (täalich 60 Pfa. 18 Mark. Seimng zum Büaeln 49.45 Mark. Petroleum 25.80 Mark. Summa: 291.36 Mark oder 25.56 vrocent deS Verdienstes. ES bleib! ihm also Xti 10 Tonarm ein Einkommen don 848.54 oder 84,85 Mark monatlich. Der Mann, der im neunundvierzigsten Lebensjahre steht, hat fünf Kinder, von denen das älteste siebzehn, das jüngste zwei Jahre alt ist. Für seine Wohnung giebt er Zährlich 210 Mark, nach Abzug der Werkstattmiethe also für 10 Monate 100 Mark. Dafür hat er eine Küche, die 2.75 Meter hoch. 3,13 Meter lang und 1.82 Meter breit ist. und eine Kammer, die bei derselben Höhe und Länge 2.26 Meter breit ist. In diesem Raume, der 31.83 Kubikmeter Luftinhalt hat, schlafen in drei Betten sieben Personen. Außer den drei Betten befindet sich nur noch ein Stuhl in der Kammer, kein Waschtisch. Die Werkstatt ist 2.75 Meter hoch. 5,13 Meter lang und 3.70 Meter breit. Wieviel für Nahrung ausgegeben wurde, ließ sich nicht ermitteln, da die Frau nicht Buch führt. Die anderen Ausgaben wurden für 10 Monate angegeben wie folgt: Für Wohnung 100 Mark, für Heizunq und Beleuchtung 100 Mark, für Bekleidung und Schuhwerk 150 Mark, für Steuer 36.50 Mark, für Kirchensteuer 333 Mark. Krankenkasse, Jn-validitäts-und Altersversicherung für den Mann (43 Wochenbeiträge von je 1.02 Mark) 43.86 Mark. Summa: 433.69 Mark. Es bleiben demnach für die Ernäh rung von drei Erwachsenen und vier Kindern in 10 Monaten: 414.85 Mark! Flügge berechnet den MinimalpreiS der täglichen Arbeiternahrung auf 60 Pfennige. Dabei fetzt er aber eine gefundheitlich zweckmäßige Auswahl der Nahrungsmittel voraus, die nur von der Arbeiterfrau getroffen werden könnte, wenn sie Kenntniß vom Nährwerthe der verschiedenen Speisen hätte. In unserem Falle sind drei Erwachsene und vier Kinder, die anderthalb Erwachsenen gleich zu rechnen sind, zu ernähren. Für Ernährung allein hätten also am Tage 2.70 Mark, .in 10 Monaten oder 306 Tagen 826.20 Mark ausgegeben werden sollen. Die Leute haben emige Pfennige mehr als die Hälfte von dem gehabt, was zur Beschaffung des physiologisch nothwendigen ausgereicht hätte, daö heißt mit anderen Worten: sie haben gehungert. Sie brauchen darum nicht mit leerem Magen vom Tische aufgestanden zu sein Kartoffeln und Cichorienauf guß geben auch das Gefühl der Sättigung , aber sie haben ihrem Körper nicht die Stoffe zuführen können, deren er bedürfte, um den täglichen Verbrauch zu decken. Es handelt sich um langsames Verhungern. Und bei unserer Berechnung ist noch Nichtö tN Anschlag gebracht für Dinge, die dem Schmucke, der Verschönerung des Lebens dienen. Kein Spielzeug für die Kinder, kein Auch für die Eltern, kein Pfennig für einen Ausflug in's Freie, fort aus dem Getöse und dm.'Ruß der Großstadt. .Im bürgerlichen .'Leben- denkt.. Niemand daran, daß die Menschen bei iheer Arbeit auch etwas Unterhaltuna.-Froh. lichkeit un5 Loesie Kaben wollen. Und
voch braucht das Volk 'sie zu seinem gefunden Leben ebenso nothwendig wie das tägliche Brot, sonst verkümmert und entartet es und wird gehaltlos, wie wenn das Salz fehlt." Man vergesse nicht, daß es sich um einen ausnahmsweise geschickten und fleißigen Arbeiter handelt, der seine Arbeitskraft bis auf's äußerste anfpannt und ein nüchterner, häuslicher Mann ist, daß er zu den bestbezahlten Confectionsschneidern der Firma gehört und beständig Arbeit erhätt: trotzdem ist er gezwungen, sich mit seiner Familie schlecht zu nähren und schlecht zu wohnen. - In ähnlicher Lage befindet sich die verhältnißmäßig geringe Zahl der Consectionsarbeiter, die die beste Waare herstellt. Fleiß und .Geschicklichkeit des Einzelnen und die Größe der Familie beeinflussen natürlich die Art der Lebenshaltung sehr. Menschenwürdig wird sie nur, wenn gar kein? oder höchstens ein bis zwei Kinder da sind. Doch genug der Schilderungen welche erkennen lassen, wie wenig Fortschritte auf diesem Gebiete gemacht worden sind, seit derZeit (1843), deren Elend dem Dichter Hood das erschütternde Lied vom Hemd- abpreßte. Immerhin macht sich gerade jetzt eine späte Mrkung jenes Gedichts bemerkbar. Denn die brennenden Worte Hood's sind es doch wohl zumeist, welche die hervorragendsten deutschen Dichter und Schriftsteller, an ihrer Spitze Spielhagen und Wildenbruch veranlassen, öffentlich für die Ausständigen einzutreten. Gleichzeitig kommt aus Erfurt, einem Hauptsitze der deutschen Confection die Nachricht, daß den Ausständigen ein Lohnaufschlag von 12z Prozent bewiüigt worden ist. So scheint den Kämpfenden der Sieg zu winken. Möge es dahin kommen! Deutsche Local-Nachrichten. Vrovin ßZrandnburs. Berlin. Der Erbauer des Reichsgerichtsgebäudes in Leipzig. Baurath Ludwig Hosfmann, ist zum Stadtbaurath von Berlin gewählt worden. Schulz der Sechzigste ist vom 1. April d. I. an im Berliner Gemeindeschuldienst anaestellt. Unter seinen Colle-
gen haben es die Schmidt" jetzt auf. 34, die Neumann- aus 16. die e-ber-auf '7 gebracht. Im Hause Thurmstraße 19 hat der pensionirte Schutzmann Aug. Schmidt seine Frau mit einem Beil erschlagen und dann versucht, sich mit einem Rasirmesser den Hals durchzuschneiden. Der Mör. der soll angeblich wochenlang tiefsinnig gewesen sein. . V e r n a u. Bei einer in der Vernauer Stadtforst stattgefundenen Treibjagd auf Hochwild hat sich ein betrübender Unglücksfall zugetragen. Durch einen gänzlich unaufgeklärten Zufall ging das Gewehr des Jagdgebers beim Laden los und die Kugel traf den Förster so unglücklich, daß sein Tod nach wenigen Minuten eintrat. ' Neu-Rupvin. Erschossen hat sich der Musketier Salchert der 2. Compagnie des Infanterie Regiments No. 25. Als Motiv vermuthet man Furcht vor Strafe. Vrovin, Oßprtitfttrn Jnsterburg. Als der Strafanstaltsinfpector Wolf dieser Tage den zu lebenslänglicher Strafe verurtheilten Zuchthäusler Markewitz in seiner Einzelzelle aufsuchte, fiel dieser plötzlich über ihn her und brachte dem Inspector mit einem Messer mehrere Stiche in Arm und Schultern bei. Auf seinen Hilferuf eilten drei Aufseher herbei und nun entstand zwischen den Beamte und M. ein heftiger Kamps, in dessen Verlaus schließlich M. mit ei nem Knüttel niedergeschlagen wurde. Die Wunden des M. sind nicht lebensgefährlich. . Königsberg. Auf der Feldmark, von Sodargen wurden die Leichen eines jungen ManneS und. eineS Mädchens gefunden, beide mit einem Schuß in der Schläfe. Ein Revolver lag neben ihnen. Nach den Papieren, die bei den Todten gefunden wurd'en, handelt es sich um ein Liebespaar, einen Tischler und die Tochter seines Meisters. Vrovin v?, ftpreu Nen. E b l i n g. Bei einer Schlittenfahrt über das Frische Haff brachen drei Fischer aus Alt-Passarge ein. Nur einer vermochte sich zu retten, die Gebrüder Kohnert. Familienväter, geriethen mit dem Schlitten unter das Eis und ertranken. Beim Ueberschreiten des Uniskendorfer Sees (Kreis Konitz) sind ein Arbeiter und sein 17jähriger Sohn eingebrochen und ertrunken. Marienwerden. In der Dampfschneidemühle des von Damrath zu Münsterwalde hat sich ein schwerer Unglücköfall ereignet. Der etwa 30jährige, mit der Bedienung des Gatters beschäftigte Arbeiter SchorfHeide versuchte während des Ganges der Maschine eine Ausbesserung des Treibriemens vorzunehmen, wurde dabei von der Welle erfaßt, mehreremale herumgeschleudert und erlitt so schwere Verletzungen.daß er nach einer Stund starb. ' N eut j z ch. Feuer hat sämmtliche Wlrthschaftsgebäude des BesitzersDuek in Ladekopp in Asche gelegt. Dasselbe tarn in ernem hinter dem Stalle gelegenen Spreuhaufen aus und verbreitete sich bei dem herrschenden Sturme mit großer Schnelligkeit. - Vrovw, Ponim.rn. Pyritz. Das Fest der goldenen Hochzeit beging der Schuhmacher TettWeiler mit seiner Ehefrau. Nach der Einsegnung de5 Jubelpaares wurde demselben ein Allerhöchstes Gnadengeschenk überreicht.. ., Stargard. Selbstmord beging der seit langen Jahren beim hiesigen Postamt angestellte - Postsecretar Leitau, indem er sich 'rnit einem. Küchenrnesser die Kehle durchschnitt. Der beliebte Beamte, der kurz zuvor 'noch Skat eesyielt batte. litt an boöradi?
ger llervosität und hat anscheinend in einem Anfall von Geistesgeftörtheit die
icyreattche .yat begangen. S t o l p. Der während des Winters errichtete Neubau des zum Hotel Preußischen Hof" gehörigen dreistöi . . . ' argen ymiergeoauoes mit zwei , Sälen und Logirzimmern stürzte ein. Menschenleben sind nicht aefäbrdet wordrn. Swinemünde. Der KieNae Kreistag hat die Herren Landesbauvtmann 5öppner und Oberamtmann Albrecht-Labömitz zu Mitgliedern der Lanowirth cyastölammer der BrovlNZ Pommern gewählt. provin, Posen. Posen. Dem Untertertianer Felix Lesser, SchiTler des hiesigen Realgymnasiums, ist seitens des Kaiser!!chen Patentamtes der Gebrauchs-Mu-sterschutz für eine innere Ofenthür, die das Herausfallen glühender Kohlen aus dem Ofen verhindert, ertheilt worden. B r o m b e r g. Bei dem Schleu senauer Uebergang überfuhr der Berliner D-Zug das Fuhrwerk des Eigenthümers Kedzierski aus Trischin. Kedzierski rettete sich durch einen Sprung vom Wagen, sein Knecht wurde getödtet. Die Locomotive des Zuges wurde so stark beschädigt, daß sie außer Betrieb gesetzt werden mußte. Ostrowo. Der Häusler Jdziak aus Massenau wurde von dem Häusler Johann Trelka dabei ertappt, wie er von dem Culturland des kgl. Forst einen Sack mit Kainit entwendete. Jdziak ermordete Trelka durch Azthiebe und erschoß sich darauf selbst. Der Ermordete hinterläßt vier, der Mörder sechs kleine Kinder. Vrsvin, &4?Un F o r st i. L. Der verheirathete Spinner Lucenz hat seine Geliebte Nielsen durch vier Messerstiche tödtlich verletzt.- Der Mörder wurde verhaftet. Greifenberg. In Greifenberg i. Schl. ist der Geheime Sanitätsrath Dr. Rudolf Born im Alter von 67 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. ' H i r s ch b e r g. Der russische Kaiserpavillon oberhalb von Petersdorf, ein bekannter Anziehungspunkt der Touristenwelt wegen seiner historischen Vergangenheit.Zst total niedergebrannt. 'In diesem Holzgebäude, für die Wiener Weltausstellung im Jahre 1873 dort errichtet, fand die Begegnung der die Ausstellung besuchenden Monarchen statt. Später wurde es als Privathaus in Erdmannsdorf aufgebaut. Seit vierJahren fungirte es unter dem Namen Wilhrfmshohe" als elegantes, sehr stark frequentirtes Restaurant. L i e g n i tz. Der ehemalige Bllrgermeige? und jetzige Rechtsanwalt Schelenz, welcher, als seine Verhaf tung wegen Unterschlagung erfolgen sollte, entwich, ist in Konstadt in Oberschlössen nach heftiger Gegenwehr fest, genommen worden. Schelenz führte einen geladenen Revolver bei sich. Rofenberg. Die Slellenbesitzersfrau Karoline Ochmann ermordete ihrenEhemann mit einem Spaten. Die Mörderin wurde verhaftet. Vrovin? Sachsen. Erfurt. Einem längst emvfundenen Bedürfniß soll hier durch die CmttäfiA .......... O -? 1 i Vuuusyuw tlUCl UCUCll JlilUNg, CINC5 General - Anzeigers für Erfurt und Umgegend-, abgeholfen werden. Ha dmers leben. Die hiesige Klosterbrauerei- ist an die Gebr. Kühler in Duisburg verkauft worden. H a l b e r st a d t. Der Landge. richtsprjlsident Lindner in Schneidemühl dürfte Nachfolger des Herrn Lympius hier werden. Wetzlar. Ein Großfeuer zerstörte die Gerberei von F. Rübsamen mit allen Maschinen. Mehr als 1000 elle stno verbrannt. Der Schaden ist bedeutend, aber durch Versicherung gedeckt. Vrsvln, 8diUHal30Mttt. Altona. Der städtische Steuerkassen Buchhalter Steffen war kürz, lich verstorben. Nach seinem Ableben wurde festgestellt, dak er bedeutende Amtsgelder veruntreut und Fälschungen begangen hat. Angel. Die Wittwe Cornelius in Grundhof verkaufte ihre Landstelle, 7 Hektar groß, mit 2770 M. Reinertrag an Heinrich Hansen auö GrundHof. Der Kaufpreis beträgt 18.000 Mark. Schleswig. Hier feierte der Hofrath Gidionsen seinen 70. Geburtötag. In dieser Veranlassung brachte der Domschülrchor dem ver ehrten alten Director und Lehrer ein Morgenständchen. Ferner feierte der in weiten Kreisen bekannte Musiker Meyer in Stolk (Kr. Schleswig) sein diamantenes Mussker Jubiläum. Vrowini fl(tnn0iy. Hannover. Der Koppelknecht Nordmeyer, der feine Frau erschossen und erdrosselt hatte, wurde vom Schwurgericht zum Tode verurtheilt. Darum. Wie in anderen Gegenden, so treten auch hier imLande Wursten Mäuse in großen Mengen auf. Wenn die Witterung so milde bleibt, wie bisher, steht eine große Mäuseplage zu befürchten. Goslar. Ermordet aufgefunden wurde auf der Innerste Brücke zwischen Groß- und Klein - Heere die Dienstmagd Emma V. 'auS GroßElbe. Nach dem Befunde scheint ein Lustmord vorzuliegen. Dem Verbrechen dürfte ein Kampf vorausgegangen sein, denn der Ermordeten war durch einen schweren Schlag ein Arm gebrechen. Osnabrück. Gestorben ist infolge eines Schlagflusses nach kurzem Leiden der Domcapitular Wessels im Alter von 85 Jahren. Papenburg. Auf dem Brug. mann'schen Holzplatze stürzte beim Abbruch eines Holzschuppens ein schwerer Balken, herab und traf einen der Arbeiter mitten auf dm Kopf, ihm den i Schädel spaltend, so daß der T,d so fort eintrat. . . .
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