Indiana Tribüne, Volume 19, Number 165, Indianapolis, Marion County, 3 March 1896 — Page 2
Zndiana Tribüne.
Erscheiut Täglich und Srntofa Die tZzliche Tribüne- kostet durch den Träger 13 CenfJ per Woche, dle EonntagS-.Tribüne-5 Cent per 3o5 Veide lufarnrneu 15 Cents sde, ti Qtr.ti per rkonat. Per Post außerhalb be, ?tdt zugeschickt i Vorausbezahlung V per Jahr. Osni 18 Lüd Lllabarna Strafe. Indianapolis, Ind., 3 März 1896. s isstssippi Leuchtfeuer.Tiens! Nachdem schon öfter vom Licht s:gnal-Dienst an unsere Meeresküste sowie an den Ufern der Großen Binneusten die Rede gewesen ist. sei auch einmal der zahlreichen Leuchtfeuer am Mississippi gedacht, die freilich früher eine verhältnißmäßig viel wichtigere Rolle spielten, als heutzutage. Sie können nicht ohne Weiteres mit dem sonstigen Signaldienst dieser Art derglichen werden. Es ist der Menschheit noch nie gelungen und wird ihr vermuthlich auch nie gelingen, den Äater der Strömevöllig zu unterjochen. Seine Ströinung ist reißend und wird durch eine fast ununterbrochene Reihe scharfer Biegungen doppelt verheerend. Dazu kommt, daß das Uferland, wie es jetzt ist, gr'ößtentheils vom Strom selber zu irgend einer Zeit abgelagert worden ist und auf Hunderte von Meilen kein Felsgestein in seiner Zusammensetzung hat. So frißt sich denn der Strom leicht in den schwarzen sandigen Boden auf der einen Seite und setzt denselben als Sand-Varren oder Vorufer auf der anderen Seite an. Seit dem Jahre 1879 hat' die Bundesregierung schon 529.000.000 für MississippiVerbesserungen durch Dämme u. s. w. ausgegeben. Trotzdem merkt man bei fast jeder Hochfluth. wie weit die Aufgäbe, den gewaltigen Fluß in gehör!gen Grenzen zu halten, noch von ihrer Lösung entfernt ist! Roch beständig haben Uferstädte durch Veränderungen im Laufe des Stromes zu leiden. Solcbe Verhältnisse sind natürlich auch für den Schiffsverkehr-bedenklich und mahnen zu großer Vorsicht. Der Red River und der Missis,i. von Cairo bis nach New Orleans' V eine Wasserstrecke von tausend Meilen, obwohl nicht mehr als siebenbundert Meilen in gerader Linie sind im 16ten Leuchtthurm-Distrikt der Bun-des-Regierung Inbegriffen, und nicht weniger als 860 beträgt die Zahl der betreffenden Leuchtsignal-Stellen. In Memphis. Tenn.. ist das Hauptquartier dieses Dienstes. Als die Regierung es übernahm, die MississippiUfer mit Leuchtfeuern zu versehen.fand sie sich alsbald vor eine wesentlich andere Aufgabe gestellt, als sie sich z. B. am Delawarefluß und an der Dela-ware-Bai entlang bietet. Beständige Uferlinien und verhältmßmäßig beständige Wasserläufe gcstatten. Leuchtthurm-Bauten aus Mauerwerk, Eisen oder zum Theil auch Holz anzulegen. Aber bei fortwährenden Aenderungen in den Uferbänken und Sand-Varren sind derartige Bauten unmöglich oder wenigstens unnütz. Man mußte daher seine Zuflucht zu Signallichtern nehmen, welche leicht von einem Ort nach dem andern bewegt werden können. So wurden denn starke hölzerne Pfosten aufgerichtet, welche 15 bis '20 Fuß hoch sind, und an denen oben noch ein rautensonniges Brett angebracht ist. Das Ganze ist weiß angestrichen und bildet bei Tag schon an sich gewöhnlich ein genügendes Signal; bei Nacht aber muz es als Hintergrund für eine groß? Laterne dienen. Diese Einrichtung von einem Platz nach einem anderen zu bringen, erfordert die Arbeit nur weniger Stunden. Alle diese Signallichter sind der ObHut des Leuchtdienst-Tenderbootes der Regierung unterstellt, welches alle sechs Monate einmal seine Runde zu sämmtlichen 360 Signallichtern macht und so eingerichtet isr, ,daß an jedem Punkt der Gestade eine Landung bewerkstelligt werden kann. Eine solche Rundfahrt nimmt etwa fünf Wochen in Anspruch. Dabei wird den Wärtern der Signalstationen auch das nöthige Oel, die Dochte und sonstiges Zubehör geliefert; die Stellung der Lichter wird häufig geändert. undHolz und Gestrüpp, das sich um die Signallichter h?rum gebildet haben mag. wird ausgerodet. Abgesehen von seiner regulären Rundfahrt muß der Tender auch Etra-Fahrten, manchmal wegen eines einzigen Signkllichtes. machen, wenn z. 29. die Sicherheit desselben durch Unterkühlung der Uferbank bedroht ist. oder überhaupt eine Hilfsarbeit rasch nothwendig erscheint, und Meldung davon an das Hauptquartier gelangt. Die damit verbundenen Mühen sind großer, als sich Mancher vorstellen mag. Mitunter muß ein solcher Sig-naldienst-Pfosten 50 Fuß weiter in das Land hinein geschoben werden.und es ist nöthig, eine dazwischenliegende unwirthsame Wildniß zu klären, Hunderte von Bäumen zu fällen.u. f. w. Auch die halbjährlichen Jnspectionssahrten bieten oft Mühsale geriug; über die Leute wissen sich auch Unterhaltung und Zerstreuung zu verschaffen, und zwar in Hülle 'und Fülle. Man kann sagen, daß die Wärter der 360 Lichtsignal-Stationen zu den interessantesten Angestellten OnkelSams gehören. ES ist keine besondere Fachkcnntniß zur Bedienung dieser Stativ nen erforderlich, und das nächste angrenzende Land ist zum Theil noch Halbwildniß. dementsprechend sind auch diese Angestellten meist einfache Naturkinder, unter denen man viele Originale vom Dixie-Land- trifft. Farbige sind Zahlreich vertreten; die meisten sind übrigens Frauen. Eine Anzahl Fischersleute ist darunter. und auch etliche, halb ausgehungert? Aristokraten, die ihrem mageren Ein. kommen gerne die Brocken zulegen, welche eine solche Stellung bringt (53 bis S15 vro MenaU. im Uebriaen ie
doch die eigentliche Arbeit irgend einem ergebenen Familien-Nigger" überlassen. Diese Leute geben zu vielem absichtlichen und unabsichtlichem Jux Veranlassung. In neuerer Zeit wird oft geklagt.
daß die jährlichen Auslagen der Reaieruna für den Mississivpl-Leucht-signaldienst (ein Theil der MississippiLichtstqnale fallt noch in den 1ö. Signaldistrikt und ist in den obenerwähnten Anoaben noch nicht Inbegriffen) zu hoch seien für den Umfang der Jndustrie. welche er zu beschulen habe. Allbekannt ist es freilich, daß seit dem Büraerkrieq dieser Stromverkehr erheblich zurückgegangen ist. und im Süden immer mehr die Eisenbahnen die Hauptverkehrsstraßen werden. Auch ein Novinson Crusoe. Eine moderne Robinson-Crusoe Geschichte mit etwas mysteriösem Hintergrunde wird aus San Francisco folgendermaßen erzählt: Die Guano-Schooner .Wahlbera' und Jda" von San Diego wurden unlängst, in der Nähe der Küste von Nieder-Californien, von einem Sturnie überrascht und mußte in die Rosa-lia-Bai einlaufen, wo sie mehrere Tage festlagen. Eines Morgens bemerk man von einem Boote des Wahlberg's" aus am Vorstrande einen Mann, welcher einen Zeugfetzen heftig hin und her schwang und jedenfalls auf sich aufmerksam machen wollte. Man bewerkstelligte eine Landung, und nach einem kurzen Weg über den Dünensand stießen die Matrosen auf einen Fremden, welcher, umgeben von Küstentrümmern und leeren Blechkannen, in entsetzlichem Zustande, osfenbar fast zu Tode erschöpft, dalag und kein Wort sprechen konnte. Ganz wirr blickten seine Augen, und ohne Zweifel war er völlig wahnsinnig. Seine Zunge stand unheimlich aus dem Munde hervor, und dies ließ vermuthen. daß er noch mehr an Durst, als Hunger leide. Man brachte ihn schleunig aus den Schooner, und heißer Kaffee sowie Nahrungsmittel führten eine Besserung im Zustande des geheimnißvollen Unglücklichen herbei. Wenigstens konnte er Worte hervorbringen; aber es war lauter unzusammenhängendes Zeug, und bis zu diesem Augenblick ist es nicht möglich gewesen, seinen Namen aus ihm herauszubringen. Immerhin ließen sich aus seinen wirren Reden nach und nach folgende Angaben herausschöben: Er war auf der Schaluppe Elaretta" gewesen, die vor mehreren Monaten von San Francisco an der Küste entlang südwärts gefahren war und wie es darnach scheint in einem Nordoststurm inTrümmer ging, mit allenJnsassen bis auf diesen einen. Es gelang ihm, mit einigen wenigen Lebensmitteln das Gestade zu erreichen, und er führte hier einen Monat lang eine seltsame Lebensweise. Sehr bald gingen ihm die Lebensmittel aus. und er hatte etwa drei Wochen lang gar nichts zu essen, als Möven-Eier, die er sich da. und dort zusammensuchte. Wasser konnte er nur in einer kleinen Schlucht unweit des Vorstrandes finden, und dieses war nicht nur ziemlich salzig, sondern auch sehr spärlich. Keine Menschenseele weit und breit! Bei solcher Kargheit der Natur, wie sie hier herrschte, so weit der Schiffbrüchige überhaupt gelangen konnte, hätte selbst der echte Robinson Crusoe nicht lange bestehen können, und kein De Foe hätte je die schöne Geschichte über ihn geschrieben. Der Unglückliche war schrecklich abgemagert, als man ihn fand, Haupthaar und Bart wallten lang und verwildert hernieder, und nur noch Lumpen hingen ihm um den Leib herum, aus welchem jedenfalls bald das Leben entflohen wäre, wenn man ihn nicht endlich bemerkt hätte. Wer kann nun diese Persönlichkeit sein? Manche glauben, es sei Capi tän A. H. Hall, welcher aus der Clarette" abgefahren und einige Zeit zuvor als ertrunken gemeldet worden war. Hall hatte Vorkehrungen getroffen. einige Bergwerks-Leute die Küste hinunter zu nehmen, die irgendwo reiche Schätze zu finden erwarteten. Sechs Wochen vor der Entdeckung des wahnsinnigen Schiffbrüchigen hatte Capitän Porter, der Befehlshaber des Schooners .Ellen" gemeldet, er habe die Clarette" zu Playa Maria in Sicht bekommen, und es sei anscheinend nur noch Ein Mensch an Bord gewesen, dessen Angaben zufolge Capitän Hall beim Sturz eines Mastes über Bord geschleudert worden und ertrunken sei; der eine Schiffsinsasse habe die Absicht geäußert, nach'Guayinas zu fahren und dort das Boot zu verkaufen. Als Capitän Porter diese Mittheilungen machte, wurde im Pu dlikum stark darauf hingedeutet, daß jener Eine Capitän Hall selber gewesen sei. welcher die Nachricht von seinem Tode habe aussprengen wollen, um eine Lebensversicherungs-Gesell-schaft zu beschwindeln! Noch jetzt glauben Manche an diese Theorie und' wollen in dem Wahnsinnigen den verunglückten Versicherungsschwindle? erblicken. Aber die meisten Menschen glauben nun einmal lieber das Schlimme, als das Gute, und es wäre ebenso gut möglich, daß Hall und Andere wirklich umgekommen wären, und der Mann, welcher dem Capitän Porter jene Mittheilungen machte, mit dem wahnsinnigen Crusoe ibentisch wäre. Vielleicht gelingt doch noch eine bestimmte Jdentificirung des Abenteurers, der um einen so großen Theil seines Menschcnwesens gekommen ist. CannibalismuS und Hunger. Man hat genugsam Beispiele dafür, zu welch entsetzlichen Dingen die äu leisten Grade anhaltender Hungersnoth führen können. Es ist indeß, wie neuerdingS eine vopulär-wissenschaft-liche Zeitlchrift hervorhebt, eine au?
fallende Tyatjache, daß die seltene unnatürliche Lust, unter solchen Umständen einen Mitmenschen zu tödten und das Fleisch zu verschlingen, bei civilisirtm Menschenwesen vorwiegend auf dem Meere vorkommt.
Geschichtsschreiber. welche von aroßen Belagerungen erzählen, melden uns zwar hm und wieder emen Fall, daß-sogar Mütter ihre eigenen Kinder geschlachtet und aufgefressen hätten. Indeß gehören solche Angaben einer fernen Vergangenheit an, und wohlbeglanbigte Beispiele für die Sucht zur Menschenfresserei bei Civilisirten kommen in neueren Zeiten beinahe ausschließlich auf dem Ocean vor. Auch hat man beobachtet, daß die Schiffbrü chiqen.welche von dieser grausigen Gier befallen worden sind, dieselbe sich beim Betreten von Land augenblicklich zu verlieren pflegt, ebenso, daß sie neu erwachen kann, wenn die Leidenden wieder die Boote besteigen. Worin mag dieser geheimnißvolle Einfluß der Salzfluth-Regionen destehen? Abenteurer und Steifbettler. Unter den vielen faulen Forderungen. mit denen Onkel Sam behelligt wird, haben in neuerer Zeit die (5nt schädigungs" - Ansprüche, welche er bei allen möglichen anderen Regierungen für habgierige Abenteurer betreiben soll, und die ihm selber bedeutende Kosten und Mühen verursachen, einen besonders skandalösen Umfang angenommen. Es ist ein offenes Geheimniß. daß esBiedermänner gibt, die auö solchen Ansprüchen eine regelrechte Industrie machen. Aber selbst abgesehen von dieser Sorte, kann nicht verlangt werden, daß unsere Bundesregierung jeden irgendwo in der Welt, unter irgend welchen Umständen erwachsenen angeblichen Vergütungs - Anspruch eines mit dem amerikanischen Bürgerrecht begnadeten Individuums verfechten soll. Einen lehrreichen Fall bietet wiederum die im Congreß schwebende Förderung eines gewissen B. H. Henry gegen Großbritannien anläßlich verunglückter Speculationen auf den FidschiJnsein in der Südsee. Dieser Henry und noch etliche andere Bürger von Oregon hatten von den Eingeborenen jener Insein sich Land - Concessionen erschwatzt (oder wie man es sonst nennen will) und gedachten, sich dort gehörig' breit zu machen. Später aber kamen ihnen die bösen Briten in das Gehege und besetzten die Inseln. Henry und die paar anderen früher dort eingenisteten Weißen sollten nicht gerade entrechtet werden, sondern es wurde eineCommission ernannt, um die Ansprüche dieser Leute zu prüfen und entsprechendeVorschläge zu machen. Nun behaupten Henry und seine Gefährten, daß sie von dieser Prüfungscommission nicht anstandig behandelt worden feien", und deshalb verlangen sie, daß unsere Regierung dem John Bull den Standpunkt klar mache. Sie rückten schon vor Jahren mit ihrer Forderung vor den Congreß. Oieser faßte endlich den Beschluß. tU nen Specialagenten nach den FidschiInseln zu schicken, um die wahren Thatsachen festzustellen und dem Congreß darüber zu berichten. Der Agent hat seinen, mit den Beilagen sehr umfangreichen Bericht denn auch erstattet, welcher im Staatsdepartement zu den Acten genommen worden ist. So stand diese fragwürdige Angelegenheit. als kürzlich Senator Mitchell von Oregon die Liebenswürdigkeit hatte, im Vundessenat eine Resolution zur Annahme zu bringen, worin der Präsident um eine Copie jenes Berichts und sämmtlicher begleitenden Schriftstücke ersucht wird. Der Präsident sandte denn auch den Bericht, welcher für Niemanden außer Henry & Co. von Interesse ist, indeß lehnte er es ab, die begleitendes Schriftstücke zu schicken und äußerte sich sehr befremdet über diese und ähnliche unsinnige Forderungen dieser ehrwürdigen Körperschaft. Er that dem Senat aber zu wissen, daß besagte Schriftstücke aus 1117 Seiten Manuscript und 163 Druckseiten beständen, nebst 44 britischen Karten und vier britischen Bfeubücheni" mit zusammen 852 Folio Seiten, und daß es eineReihe Monate und eine Extra - Bewilligung von Tausenden von Dollars erfordern würde, die verlangte Copie zu liefern. Zu verwundern ist bei alledem nur die ernste Miene dieser hohen Körper schaft. Nach dcn Kosten, welche daS bloße Copiren der Begleit - Schriftstücke erfordert, kann man ermessen, daß die bisherigen Kosten der Regierung für Henry und Genossen schon enorme sein müssen. Und das nur ein Musterchen von vielen aus der gepanzerten Anspruchs - Bettel - Industrie! Die aus der faulen Angelegen, heit des Ex-Consuls Waller erwachsenen Regiments - Unkosten belaufen sich wahrscheinlich höher, als der NettoWertb, der . angeblichen Concessionen Wallers von den madagassischen Hinterwäldlern, und dabei muß er jetzt seinen Schadenersatz Anspruch dennoch ganz auf eigene Hand betreiben, da seine Schuld in der unangenehmen Spionage Geschichte über allen Zweifel hinaus festgestellt ist. - In letzter Instanz aber hat allemal das ganze Volk daö Vergnügen, die Zeche zahlen zu müssen und die colossale Zeitvertröbehing seiner Vertreter und Vevoll mächtigten mit in Kauf zu nehmen. Man sollte denken, wenn irgend ein Abenteurer in ein wildes Land geht und dort mit List oder Gewalt sich Privilegien aneignet, die ihn gar nichts oder verschwindend wenig kosten, so hat er dies aus sein eigenes Risico zu thun, und wenn dann die Privilegien ganz oder theilweise ihren Werth verlieren, weil noch Andere kommen, die gerade so diel dort zu suchen haben, wie sie selbst, und vielleicht einen siegreichen Krieg mit den Eingeborenen geführt haben, so ist ein solcher Verlust kein anderer, als derjenige deS GlückSspie lers, welcher mit einem winzigen Einsatz eine aewaltiae Summe aewinnen
wouie unv ncy vabei eben verrechnet
hat, und dann von den Ber. Staa-j ten zu verlangen, daß sie für einen sol- j chen Speculanten und Grabscher eine ; Entschädigung" fordern und durch j Specialcommissäre u. s. w. auf öffentü- ri v tr. t.u r . i licye onen ocu aniprucg unieri.uchen lasse, das ist einfach frecher Schwindel! Andere Leute müssen, wenn sie irgend eise private Forderung betreiben, für die Kosten der Austreibung des Bcweismaterials selber aufkommen. Und das ,st das Allermindeste, was man auch von diesen Patrioten verlangen kann, ehe sie Onkel Sam am Arm zupfen. Für den Congreß wäre es aber noch immer ein viel wohlfeileres Verfahren, wenn er einfach jedesmal solchen Steifbettlern eine mäßige Summe vor die Füße werfen würde, ohne sich weiter mit dem Handel zu befassen! Denn auf etwas Anderes, als auf denBudel, ist es ja gewöhnlich doch nicht abgesehen. Kart oel als Heizmaterialen. Unser großes Land birgt viele merkwürdige Gegensätze. Während in manchen Theilen der Ver.Staaten versucht wird, Hungersnöthen dadurch entgegenzuwirken, daß man den Kar-tofsel-Anbau unter öffentlicher Protektion betreiben läßt, weiß man anderwärts mit den schönen Erdäpfeln nicht viel mehr anzufangen, als sie in großen Mengen zu Vrennzwecken zu verwenden! Wenigstens ist man in einem Theil von Nord-Dakota glücklich so weit gekommen. Ein in Grand Forks erscheinendes Blatt meldet von gelungenen Versuchen dieser Art. Das sonstige Heizmaterial kommt eben dort und in manchen anderen Gegenden theuer zu stehen, während viele LandWirthe heuer keine Gelegenheit gefun den haben, ihren Kartoffel-Reichthum halbwegs anständig anzubringen. Ja, wenn man die Kartoffeln ohne erhebliche Kosten ostwärts nach Plätzen senden könnte, wo sie heiß als NahrungsMittel begehrt würden, und wenn die Mittelmänner" nicht wären! Große Haus-Heizöfen, welche für gewöhnlich zwei Klafter Holz pro Tag verbrauchen, wurden mit Kartoffeln versuchsweise geheizt, natürlich unter etwas Mitwirkung von Holz oder Kohle, wofern solche zu haben waren. Statt zwei KlafternHolz wurden fortan nur ein Dreiviertel-Klafter und 30 Bushels Kartoffeln verbrannt. Der Versuch bewährte sich, und man hat herausgerechnet, daß auf solche Art. im Vergleich zum örtlichen Preis für das Klafterholz, die Kartoffeln immerhin einen pecuniären Werth von 10 Cents pro'Bushel durch Ersparung sonstigen Brennmaterials haben. Das ist aber thatsächlich mehr, als an vielen Orten in diesem Jabre die verkauften Kartoffeln auf der Farm selbst einbringen! Man ist bereits zu der UeberzeuAung gelangt, daß die Kartoffeln in jeder Art Öfen erfolgreich verbrannt werden können, besonders aber in Hartkohle-Heizofen. Sobald das Feuer unter den Kohlen oder dem Hofo. ganz bis zu den Kartoffeln hindurch, d. h. hinauf gebrannt ist, sind diese schon so weit "gebacken, daß sie ohne Weiteres brennen und auch für nachgelegte Kartoffeln als Feuerheerd ausreichen. Wenn diese Benutzung der Kartoffeln allgemeine: werden sollte, so könnte sie sehr wohl als Preisreaulaior wirken und für die betreffenden Landwirtbe den Kartoffelbau noch immer verhältnißmäßiq lobnend machen. Da und dort ist das Vreis-Mikver-hältniß zwischen Kartoffeln einerseits und HoU und Kohle andererseits noch viel qrökier, als oben anaeaeben. sodaß unter diesen Umstände die Kartoffeln als Nrennlwff Werth von 20 Cents pro Bushel erkalten. , ,, i Sott Amor in der Heilsarmee. In der letzten Zeit ist die Heilsarmer mehr oder weniger hoffähig" bei iml geworden, und Alles, was in ihr vorgeht, scheint immer weiter in den Vordergrund des öffentlichen Interesses zu rücken, zumal in den jüngsten Tagen, es beinahe den Anschein gewinnt, als ob die Losreißung Amerikas von England sich in dieser Organisation wiederholen sollte. Daß dem Publisum noch nicht alle Merkwürdigkeiten der Heilsarmee bekannt sind, geht wieber aus einem kürzlich erschienenen .Felddienst-Buch" hervor, das eine fieihe Gesetze und Verordnungen für die Lebensführung der ' uniformirten SatanSbekampfer beider Geschlechter enthält. Von Heirathen bei der Heilsarmee hat man öfters infolge des Klimbims erfahren, mit welchen solche nicht selten öffentlich, in Verbindung mit den sonstigen religiös-militärischen Uebungen, vollzogen wurden. Besagtes Büchlein bietet indeß für die Uneingeweihten noch manches Neue hierüber. ' Gott Amor ist aus dieser Organisation zwar nicht verbannt, aber sein Jagdrecht" ist bedeutenden Einschränkungen recht prosaische? Art unterworfen. DaS gilt wenigstens, wenn die Liebenden, oder das Eine der Beiden, :Officiere" sind. Um Liebesverhältnisse und Heirathen bei den Gemeinen kümmert sich wenigstens dieses Feld-vienst-Buch nicht. Aber die Herzensangelegenheiten von Officieren, resp, ihren Angebeteten, sind darin so Peinlich geregelt, als ob alle diese Herzen Maschinen mit Rädchen, Schrauben, fiurbeln, Ventilen u. s. w. wären, deren Regelung in jeder Hinsicht für daö ganze Getriebe höchst wesentlich ist. . . Was die Eltern der Heirathslustigen von der Sache denken und fühlen, wird ganz und gar nicht in Erwägung gezogen, und auch die Gefühle der Liebenden selbst spielen nur eine geringe Rolle und dürfen unter keinen Umständen mit der Disciplin in der Artnee auch nur möglicherweise in Wider streit kommen. Daher sind u. A. foi gende Bestimmungm sukaestellt: '
Wenn etn männlicher Officier ir gend welchen Grades sich mit einem weiblichen verloben will, so muß er ein gedrucktes Gesuchs-Formular ausfüllen. auf welchem er Alles anzugeben hat, was er über die Dame weiß. Die-
scs wird dann an den Divisions-Offl-cier und von da aus an das nationale Hauptquartier gesandt. Wenn 'die beiden Betreffenden in derselben Stadt wohnhaft sind, so wird entweder das Gesuch geradezu abschlägig beschicken, oder eines derselben wird genöthigt, nach einer anderen Stadt zu gehen. Denn Courschneiderei" zwischen Officieren am selben Platz wird keinesfalls begünstigt. Alle Verlöbnisse müssen ein Jahr bestanden haben.ehe die Commandantur ihre Zustimmung zur Heirath ertheilt. Will sich ein Officier oder eine Officierin mit einem gewöhnlichen Mitglied der Armee verloben, so wird ebenfalls jene Trennungsregel eingehalten; und ehe die wirkliche Heirath gestattet wird, muß es die gememe Hälfte zum Officier gebracht haben. Will ein Officier gar außerhalb der Armee heirathen, so verliert er mindestens seinen Rang. Die Initiative bei Verlöbnissen muß vom Officier ausgehen, gleichviel ob dieser der männliche oder weibliche Theil ist. Unter Umständen muß also dasWeib die verschiedenen Gesuchspapiere ausfüllen und Alles thun, was sie kann, daß ihr künftiger Gemahl Officier wird. Zu den Vorsichtsmaßnahmen gegen das Courschneiden innerhalb desselben Corps gehört auch, daß jedes Corps zwei Befehlshaber hat, nämlich entweder ein Ehepaar oder zwei Personen desselben Geschlechts. Jeder männliche oder weibliche Officier verpflichtet sich schon bei seiner Jnstallirung ausdrücklich. keinem Mitglied seines Corps den Hof zu machen. Jede Aufhebung eines Verlöbnisses, jede Handlung, die zu einer solchen führt, muß ebenfalls sofort dem Divi-sions-Officier gemeldet werden. Ein Officier, welcher, oder welche, schuldig befunden worden ist, mit einem Herzen zu spielen und unter unwürdigen Umständen einen Korb gegeben zu haben, wird sofort zum Range des Gemeinen degradirt. Das sind die hauptsächlichsten einschlägigen Gesetze, welche ohne Zweifel für die Disciplin und die ungeschmälerte Hinaabe jedes Mitgliedes an die Zwecke dieser Armee praktisch genug ausgesonnen sind, so praktisch, wie es angeht, wenn nicht die Mönch- und Priester-Askese aelten soll. Es heißt, daß dieseGesetze bis jetzt mit höchst seltenen Ausnahmen streng befolgt worden sind. Unter der Gesammtzahl von 2100 Officieren in der amerikanischen Seilsarmee gibt eS zur Zeit 169 Ehepaare. Ovm JnlanVe. Im Umkreise von zwei Meilen von Palmyra, Me., leben 20 Personen, von denen eine jede über 80 Jahre zählt. , DieneuesteStatistikdeS Staates Massachusetts hat den Beweis geliefert, daß die Frauen in jenem Staate ein bedeutend höheres Alter erreichen als dle Männer. Dem Kaufmann Samuel Meglone in Lexington, Ky., wurde neulich ein Knäblein geboren, das zwar nur 7 Pfund wiegt, dessen Kopf aber mit dichtem Haarwuchs bedeckt ist. und das bereits alle Zähne hat. JnderOrtschaftJnez. Ky., leben Drillinge, welche schon das 24. Lebensjahr erreicht haben iznd die sämmtlich kräftig entwickelte Männer sind; sie sind einander so ähnlich, daß sie selbst von näheren Bekannten häusig verwechselt werden. JnFresno, Cal., gabesim verflossenen Jahre '40 Ehescheidungen mehr als Trauungen. Auf die Moral der Bewohner wirft diese Thatsache ein gar bedenkliches Licht. Ueberaus friedfertig scheinen die Bewohner von Bozford.Mass.. zu sein. In diesem Orte, der ca. 1000 Einwohner zählt, gibt es seit 7 Jahren keinen Adöokaten und der einzige Polizist nzurde dieser Tage entlassen, weil er nichts zu thun hatte. MitwelchemLeichtsinnin unserem gesegneten Lande häufig Ehen geschlossen werden, beweist 'ein Vorfall, welcher sich dieser Tage in Middleton, Conn., zugetragen hat. Dort sollte ein 14 Jahre zählendes Mädchen dem Heim für arme Kinder überwiesen werden, als ein 16jähriger Bursche erklärte, den Backfisch heirathen zu wollen. Der Junge machte sein Wort sofort zur That, ohne 'daß Jemand Einspruch hub. Die eigen artigste Organisation des Nordwestens, die AntiHorsethief Association-, hielt dieser Tage in St. James, in Minnesota, eine Versammlung ab, um die Beamten für das folgende Jahr zu wählen. Der Sekretär, berichtet, daß die Mitgliederzahl sich auf Eintausend belaufe und daß der Kassenbestand ein zufriedenstellender sei. Während des letzten Jahres ist die ganze Gegend fast vollständig von Pferdedieben gesäubert worden. Im verflossenen Jahre hat der Makrelensang überaus geringfügige Erträge geliefert. Anfänglich war das Wetter für denFang ungünstig, auch gab es nur wenige Fische. Später wurden zwar auf ver schiedenen Stellen an der atlantischen Küste Makrelen in Menge gesehen, allein die Fische ließen sich nur schwer beikommen. An der norwegischen und irischen Küste waren die Verhältnisse ebenso schleckt. us erner Farm im nordwestlichen Theile von Marshall County, im Staate Kansas, lebt heute noch ein Mann, der die Schlacht bei Waterloo auf Seiten der Truppen des Kaisers Napoleon deS Ersten mitgemacht hat. Der Veteran sein Name ist Sebastian Laurent hat dieser Tage seinen 100. Geburtstag gestiert.' Er ist in Paris als Sohn eines Vaters geboren, der die große französische Revolution in allen ihren Phasen mitgemacht hatte und der auf dem FeldMe
ln Egypken sein Leben verlor. Sebästian Laurent blieb mit seiner Mutter bis zu deren im Jahre 1813 erfolgten Tode in Paris und dann nahm der 17jähriae Militärdienste und machte
die Schlachten be! Lützen. Bautzcn, ! C?; V O l- . ;i fv "i . I -oicsKcr. uuu ücipaig mu. n OCI letzteren Schlacht wurde Laurent durch ' den Säbelhieb eines preußischen Reiters verwundet, und bis zum heutigen Tage zeigt eine Narbe die Stelle, wo der junge Sebastian damals verletzt wurde. Laurent zog sich dann mit seinen Landsleuten nach der Schlacht bei Leipzig nach Paris zurück und sah dort die Persönlichkeiten der verbündeten Fürsten, bei deren Einzug in die französische Hauptstadt. Als Napoleon dann später von Elba zurückkehrte, eilte ftm auch Laurent zu und kämpfte in den Schlachten bei Ligny und Waterloo'mit. Nachdem die letzteren geschlagen, kehrte Laurent nach Paris zurück und wurde dort ehrsamer Schneidermeister. Er heirathete dann im Laufe der Jahre, allein Frau und Kinder starben verhältnißmäßig frühzeitig, bis auf eine Tochter, die noch am Leben ist. Mit dieser einzigen überlebenden Tochter, jetzt einer W'ittwe von 60 Jahren, kam Laurent 1880 nach den Ver. Staaten. Bis 1893 lebte der alte Veteran mit seiner Tochter in Chicago, dann kaufte die Letztere eine Farm in Marshall County in Kansas, und hier wohnt Laurent heute noch, doch isi er in letzter Zeit so schwach geworden, daß man seiner bal digen Auflösung entgegensieht, in ISorn V-tNanVe. Einen anscheinendrecht wichtigen Fang hat die russische Polizei zu Kowno gemacht. Dort hielt sich seit einigen Monaten ein jüngerer Mann mit einem auf den Namen Eliascheff lautenden Passe auf, um nach seiner Angabe größere Holz und Schindelankäufe für französische Firmen abzuschließen, welcher Umstand ihm namentlich bei, den Behörden Vertrauen verschaffte. Da er jedoch für einige größere Abschlüsse die übliche AnZahlung nicht leistete, und die angegebenen Firmen auf erfolgteAnfrage von irgend einem ertheilten Auftrage nichts zu wissen erklärten, er überdies durch heimliche Zusammenkünfte Verdacht erregt hatte, so verhaftete ihn die Polizei unter Beschlagnahme seiner Paviere. Aus letzteren geht hervor, daß dir Paß gefälscht und der junge Mann ein wegen nihilistischer Strafthaten vor drei Jahren geflohener, zu ID-jäh-riger Zwangsarbeit in Sibirien verurtheilter Petersburger Stundent Namens Uraneff ist. Er hat bisher jede Auskunft verweigert und ist unter sicherer Bedeckung nach Petersburg abaekübrt worden. Aufderdurchihr eMarsbeobachtungen rasch bekannt gewordenen Manora - Sternwarte der Insel Lussin sind sehr interessante Mondbeo bachtungen gemacht worden. SeitJahrzehnten stritten sich dieMondbeobachter darüber, ob auf dem Monde nach Veränderungcn vorkommen. Diese Frage endgiltig zu lösen, ist Herrn LeoBr:n ncr, dem Leiter der Manora-Stern-warte, gelungen. Mit einer jedenZw:i fel ausschließenden Sicherheit hat er festgestellt, daß sich die Mondlandschaft Hvainus seit 1j Jahren wesentlich geändert hat.' Herr Brenner, welcher nebenbei bemerkt mit seinem von Schiaparelli als ausgezeichnet anerkannten Refractor bisher 500 Mondobiecte. darunter 175 Rillen, fesigestellt bat. wird seine neueste Entdeckung in deutschen und englischen Fachblättern veröffentlichen. Ein gräßliches Verbuchen wurde in dem Dorfe Diedesfeld bei Edenkoben ausgeführt: der dem Trunke ergebene Tagner Karl Geiger wurde von seiner Schwiegermutter und Ehefrau erdrosselt. Geiger hatte nicht den besten Leumund, seine Schwieaermutter gab ihm in dieser Beziehung aber auch nichts nach. So hatte er soeben vier Wochen, die Schwiegermutter drei Wochen Gefängniß überstanden, die ihnen wegen gegenseitiger Körperverletzung zudiktirt worden waren. Kaum waren Beide nach Hause zurückgekehrt, sie wohnten in Diedesfeld in demselben Haufe, als sich auch die Zwistigkeiten fortsetzten. Erst um dreiUhr früh trat so viel Ruhe, daß sich Geiger zu Bett begab. Kaum war er eingeschlafen, als dem Halbtrunkenen die Schwieaermutter und die eigene 28iäbriae Ebefrau einen Strick um den Qals leaten und die Schlinge zuzogen. Geiaer wehrte sich nur fchwach. Sie rissen ibn aus dem Bett heraus, knieten auf ihn nieder und ruhten nicht eber. bis sie eme Leiche vor sich hatten. Darnach legten sie deuErmo:deten in's Bett, faltetm ihm die Hände undginaen alsdann, es war inzwischen Morgen geworden, zum Polizeidiener, indem sie angaben, daß Geiger daheim lieae und so brav wie ein Lammel sei. Wir haben so lang auf ihm gehockt, bis er kaput war." Keinen Augenblick leugneten sie den Mord. JnMailandhatdas Ehepaar Alois und Maria Egidi einen Doppelselbstmord durch Einathmung von Kohlcngas gemacht. Egidi war in Trieft lange Zeit journalistisch thätig und war auch Chefredakteur des seither eingegangenen Journals Cittadino". Bis vor Kurzem war er Redacteur des Mailänder Corriere della Sera", aus welchem er austrat, um ein Realameblatt herauszugeben, das nicht prosperirte. Als Grund des Selbstmordes wird Nothlage angegeben. Diejapanischen Gesetze sind äußerst streng bezüglich des Verkaufs und des Genusses von Opium. Im Boyeki Shimbun" liest man: Gestern wurde dss Urtheil gefällt über den Chinesen Tei Keike und den naturalisirten Japaner von chinesische? Abkunft Misawa Hatsugord, welche neulich verhaftet worden waren, als sie dem Opiumgenuß in der Wohnung des Chinesen Ryo-zei fröhnten. Der Letztere erhielt eine sechsjährige Zuchthausstrafe, weil er daS verwendete Opium verkauft hatte. Die anderen Beiden kamen mit einer zweijährigen barieren Gefängnibstrafe davon.-
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