Indiana Tribüne, Volume 19, Number 164, Indianapolis, Marion County, 2 March 1896 — Page 2
Jndiana Aribüne.
Erschewt Täglich uud Sonntag. Die tätliche Tribüne- kostet durch den Träger 23 Cents per Woche, die SonNtagS-.Tribüne'S Cent per Woche. Beide usa 15 Cents der Cent per rtontt. Per Post außerhalb de, Ifttht zugefchi t grauZbezalzluna pei Mt. omi 18 Süd Lttabama Stratze. Indianapolis, 2nd., 2 März 1896. Russische Kriegsvorberettungen. Zu den verschiedensten Maßregeln, di? beweisen, wie planmäßig sich Rußland in Ostasien auf einen Feldzug gegen Japan vorbereitet, gehören auch die Pferdeankäufe in großem Maßstabe. Die Mobilmachung und Zusammenziehung des Heeres würde sich eintretenden Falls im Ussuri- und Küstengebiet vollziehen,. in dessen südlichem Theil, nicht weit von der koreanischen Grenze, sich b'z große KriegsHafen Wladiwostok befindet. Dieses Gebiet ist nicht reich an Pferden und genügt wohl für die Versorgung der dortigen Kosakentruppen in Friedenszeiten, nicht aber für die großen Anforderungen des Kriegsbedarfs. General Duchowski, der Oberbefehlshader im Amurgebiet, hat sich daher entschlössen, rechtzeitig für den Pferdebedarf zu sorgen und diesen aus den Tabunen am wilden Vaikalsee zu decken. Die Kosakentruppen sind angewiesen, dorthin Pferdeaushebängs - Officiere zu senden; beiläufig gesagt, beträgt die Entfernung etwa 2000 engl. Meilen und ist unter äußerst erschwerenden Umständen zurückzulegen. Aber jene Pferde sind für einen Feldzug in jenen Gegenden wie geschaffen, zäh, ausdauernd, keinerlei Pflege bedürftig und an kein anderes Futter gewöhnt, als was ihnen unter denHufen wächst; selbst im tiefen Schnee ernähren sie sich aus den dürftigen Erzeugnissen des Bodens. Aber gerade diese Bedürfnißlosigkeit erhöhte die Schwierigkeit der Beförderung. Die Pferde wurden getrieben, und da man sich beeilte, konnte man es natürlich nicht darauf ankommen lassen, daß sie sich selbst unter dem Schnee das Futter suchten. Man hatte daher an verschiedenen Punkten für Hafer- und Heuvorräthe gesorgt, doch weigerten sich die Pferde, diese Nahrung zu sich zu nehmen. Man mußte sie mit anderen Pferden zusammensperren, die ihnen mit gutem Beispiel vorangingen, worauf sie sich auch nach und nach entschlossen. Doch zogen sie immer den Schnee dem ihnen Vorgesetzten Wasser vor. Man kann sich wohl keine bequemeren Pferde für einen nordischen Feldzug denken. Vor Beginn des Marsches wurden alle Pferde beschlagen, und um das Ballen des Schnees in den Hufen zu verhindern, wurde ein Mittel mit größtem Erfolge angewandt, das sich auch die Reiterei anderer Länder für den Winterdienst nutzbar machen könnte. "Die Hufe wurden nicht blos, wie es ja auch in anderen Ländern üblich ist, inwendig mit Fett eintrieben, sondern ganz mit Z5ett ausgefüllt. Das Horn des Hufs, Zwischen den Eisen, wurde dann so lange mit einem heißen Eisen bestrichen, bis das Fett ganz im Horn aufgesogen war. Dieses Verfahren wurde so lange fortgesetzt, bis das Horn kein Fett mehr annahm. Erst nachdem die Pferde über 300 Meilen zurückgelegt hatten, ohne daß sich der Schnee im Hufe ballte, wurde dasselbe Verfahren mit gleichem Erfolge wiederholt. Jeder Reitersmann weiß, welche Unbequemlichkeit und Gefahr das Ballen des Schnees in den Pferdehufen zur nolge bat. und diese im mirsi.n Norden Asiens gemachten Erfahrungen 1 , ?4 . ' ' . i "ttMi auq anoerswo nutzen bringen. Gefahren für die Kabel. Von der Thier- und Pfanzenwelt des Meeres haben tte unterseeischen abel mancherlei Anfechtungen zu erleiten, diehre Unbrauchbarst und allmälig völlige Zerstörung herbeiführen können. In der Mehrzahl sind aber nur kleine Schmarotzer, zum Beispiel Muscheln, Bohrwürmer u. s. w. an dem Zerstörungswerk thätig, obwohl an Kabeln, die zur Ausbesserung an die Oberfläche geholt worden sino, auch schon Verletzungen durch größere Seethier:, zum Beispiel durch Bisse, die sich in der Umhüllung abdrückten, wahrgenommen sind. In der Rege! liegt ja das unterseeische Kabel uuf dem Meeresgrunde, oftmals im Schlamm eingebettet und wird dadurch schon gegen die Angriffsgelüste der Seeungeheuer geschützt; stellenweise -hängt aber das Kabel als gespanntes Seil über unterseeischen Thälern, und dann kann es kommen.daß ihnen Walfische gefährlich werden, wenn diese!, ben auf ihren unterseeischen Streifzügen durch Zufall dagegen schwimmen, oder auch die Kabel den Walsischen, wie die folgende Geschichte beweist. Jüngst machte man die Wabrnebmuna. daß das westbrasilianische Kabel krank" wurde, wie es in der Sprache der Telegraphisten heißt, d. h. allmälig immer schlechter functionirte. Man bestimmte den Sitz der Krankheit 76 seemetten :m corven von Santa Catharina entfernt. Das Reparaturschiss Wicking- wurde hinausgeschickt, um den Schaden zu heben. Es fischte auch nach einigen vergeblichen Versuchen das Kabel auf und schnitt' es, um seine Leitungsfähigkeit nach beiden Richtungen prüfen zu können, durch. Kaum hatte es dasselbe nach der fehlerhaften Stelle zu eine Strecke lang aufgenommen, als plötzlich das Kabel von selbst einen Auftrieb nach oben zeiate und in einiger Entfernung ein mächtiger Schwimmer" aus den Fluthen auftauchte, der einen furchtbaren Gestank verbreitete. Es war der Cadaver eines ca. 53 Fuß langen Walfisches, welcher, als er in den Tiesen sich vergnügte, oder seiner Nahrung nachging, sich in dem Kabel verfing. Dä5 gewaltige Thier war schließx& erstickt, da es zum Luftscbövken
nicht an die Oberfläche konnte und
hatte bei den . gewattlgen raslanstrengungen, um sich zu befreien, das Kabel so stark verletzt, daß die Leitung gestört war. Auf einigen Hautfetzen, die von dem Thiere für die Wissentnti i,s,kilckt wurden, batte sich ,nn mhlrt'i&tZ Seeaetbier der Tiefe. Muscheln und auch Pflanzen, angesiedelt. Diese Walfisch-Tragödie hatte sich offenbar an dem Tage, als der Telegraphist an oen .lorungen m wc. Leitung die letzten Anstrengungen des gewaltigen Thieres in seinem Todeskämpfe spürte, abgespielt. Es ist der dritte Walfisch, von dem die Geschichte der unterseeischen Telegraphie zu melden weiß, der so in seinem eigenen f v.c r v . Lebenselemem i. einen 2.00 sanv, s.;,n 9?Zdensaenossen verunglückte der eine im persischen Golf, der andere an der Küste von Peru. . Tie Reichsten der Reichen. Non dem Vermöaensstande der reicksten Leute in Breunen aiebt die soeben dem Abgeordnetenhause mitge- . , .... . ,.,. r'r re ' theilte (stamm oer preiiBWn uin kommen- und Eraän?unassteuer-Ver-anlagung für 189596 folgendes Bild: Der reichste Privatmann in Preußen lst noch immer nrupp in Essen. Er versteuerte im Ttahit 189495 ein Einkommen von 6.585,00O6J590,000 Mark und zahlt für dieses laufende Tiahz 189596 mit 285,000 Mark die Kleinigkeit von 22.uuu cari bleuer meyr als IM xsox jähr, da er sein Einkommen aus 7,135.000 bis 7,140.000 Mark eingeschätzt hat; im Jahre 189334 hatte er freilick sein Einkommen nock um die Kleinigkeit von 50.000 Mark höher, r .nv aa - n h n- rrn trn .1 aus v,iyu,uuu ois ,iyo,uuu wulu anaeaeben. 5ium Vergleich sei übngens daran erinnert, daß der Kaiser , - . cr c. :'tf!x ' ai5 nonig von rcußcn jaguiuj euic Krondonation von 151 Millionen Mark bezieht. Auch Rothschild, dem zweitreichsten Privatmann in Preußen, geht es wie Kiupp im Jahre 189596 besser als im Vorjahr. Dieser Krösus war noch 189394 mit einem Einkommen voik. nur 5,840,000 Mark zu einem S:uersan von 233.600 Mark veranlagt, im Jahre darauf hatte er 5,87o,(XX) zu verzehren Steuersatz 235.900 Mark und in diesem Jahre 189596 konnte er bei lleberschlagung semes Einkommens vor die sechs Nullen eine 6 setzen; er berechnet jetzt sein Einkommen auf 6.115.000, also um fast eine Viertelmillion höher als im Vorjahr, wofür er ein Mehr an Steuern im Betrage von 9000 Mark zahlen muß. Bisher pflegte die dritte Stelle im Kreise der Reichsten ein Bewohner des Regierungsbezirks Oppeln (v. Tiele-Wink-ler) einzunehmen, dann folgte in etwas weitem Abstände ein Berliner (Bleichröder) so ging es Jahre lang. Kein Parvenu" störte diesen trauten Bund. In diesem Jahre drängte sich da plötzlich ein Bewohner des Regierungsbezirks Kassel an die dritte Stelle und bildet sich am Ende gar ein, nicht nur ein kleiner" Rothschild zu sein. Dieser Kasselaner behauptet, ein jährliches Einkommen von über 3,085.000 Mark zu haben, und will dafür 123,400 Mark Steuern zahlen. Wo war er denn aber in den Vorjahren? 189495 versteuerte der reichste Mann in Kassel 2,295.000 M. (Steuersatz 91.800 M.). und noch ein Jahr früher gab eö in Kassel nicht einmal einen Mann, der auch nur 2 Millionen Mark Einkommen hatte, der reichste zahlte 77,000 Mark Steuern für ein Einkommen von 1.925.000 M. In der That, Kassel's Stadtkämmerer darf schmunzeln. Das Vermögen des reichsten Mannes im ÄegZerungsbezirk Oppeln (v. Tiele - Winkler) dagegen ist nach dem Tode des FamilienoberHauptes in der Auflösung begriffen: 1893 betrug sein Einkommen noch über 4.120.000 Mark zu einemSteuersatz von 164.800 Mark, im Jahre daraus ist das Einkommen des reichsten Oppelners infolge Erbtheilung auf 2.950.000 Mark zurückgegangen und für 189596 noch weiter auf 2.680.000 Mark. Daneben tauchen in diesem Jahre plötzlich zwei andere Oppelner Privatleute auf, der Ein; mit einem Einkommen von 2.675.000 Mark, der Andere allerdings nur mit knapp 2 Millionen (2.170.000 Mark). Der reichste Berliner natürlick lithen wir in dieser ganzen Statistik nur die pyvNlazen Personen m Betracht, sehen also von den juristischen Personen, Actienaesellsckaften u. s. w. ah steuert fast 3 Millionen, genau über 2.995.000 (mit einem Steuersatz von 119.800 Mark, im Vorjahre 2.410.000 Mark). Er ranqirt also nächst dem Kasselaner als Vierter in dem Reigen der preußischen Krösusse. An fünfter, sechster und siebenter Stelle folgen dann die drei reichsten Oppelner, an achter ein Landbewohner im Regierungsbezirk Vreslau mit 2.080.vw Ntark Einkommen, an neunter stelle em Landbewohner im RegierungSbezirk Trier lSerr v.. Stumm mit 2.065.000 Mark Einkommen; er schließt würdig die Reihe der Leute mit mehr als zwei Millionen jährlichem Einkommen ab. Im Jahre 189495 gab es nur sieben Leute mit mehr als zwei Millionen Einkommen und 189394 deren vier. Weitere 13 Personen hatten 189596 ein Einkommen von ein bis zwei Millionen (gegen 1 lm Vorzahr). Der Ursprung der Malaria. Für viele Gegmden der Vereinigten Staaten ist die Malaria zu einer so fürchteten Landvlaae aeworden. dan alle Forschungen nach dem Ursprung vieler rankyeit Die größte Ausmerk samkeit verdienen, denn ohne die Er kenntnlk des Uebels ist auf eine Bese rgung desselben nicht zu hoffend Wie aus den Mittheilungen des Medical Journal- erhellt, bat sich ein Mitarbeiter desselben während der letzten zwei Jahre ausschließlich mit dem Studium Dielet nranklzelt oekakt und aus alles
Malartadistricten unseres Landes hat
er zu diesem Zwecke klinische Berichte gesammelt, welche dem Fachmanne werthvolle Fingerzeige liefern. Ehe das Ergebniß dieser Forschungen zur Veröffentlichung gelangt, werden wohl noch Monate verfließen und darum erscheint es wohl am Platze, schon jetzt einige der wesentlichsten Beobachtungen mitzutheilen. ' Es ist mit absoluter Sicherheit constatirt worden, daß die Benutzung des Wassers aus artesischen Brunnen, welche von Eisenbahn-Gesellschaften in Malariadistricten des Südens angelegt wurden, eine merkliche Abnahme der Krankheit im Gefolge hatte. Die artesischen Brunnen erwiesen sich für die Zufuhr des zum Eisenbahnbetrieb erforderlichen Wassers in so hohem Ärade zufriedenstellend, daß heute fast alle südatlantischen Linien beinahe ausschließlich mit solchen versehen sind, und mit der Vermehrung solcher Brunnen hielt die Abnahme der Malaria ziemlich gleichen Schritt; eS lag also nahe, die chemische, biologischk und pathologische Untersuchung des Wassers vor Allem in den Bereich der Forschung zu ziehen. Mit den Mit teln, welche der Chemie heute zur Verfügung stehen, ist es zwar unmöglich, mit absoluter Sicherheit unterscheidende Merkmale zwischen Malaria er zeugendem und Malaria freiem Masse, festzustellen, auch ermöglicht eine b!0' logische Untersuchung nicht daS Er kennen der Protozoen, welche die eigentlichen Erreger der Krankheit sind; immerhin lassen sich durch eine chemi. sche Analyse gewisse toxische Eigen schaften, welche nur daS Malaria er zeugende Wasser besitzt, ermitteln und in Verbindung mit diesen Ermittelungen liefert die blolo sche Untersuchung Resultate, welche für die Malariaforschung von dem höchsten Werthe sind. Zahlreiche und genaue Untersuchungen von Wasser haben nun den Beweis geliefert, daß dieAnnahme, die Luft sei der Erreger der Malaria, durchaus falsch ist, daß die Krankheit vielmehr durch Protezoen hervorgerufen wird, welche in niedrig gelegenen feuchtem Boden ihren Ursprung haben. Unter gunstigen Temperatur- und Bodenverhältnissen gehen diese Protozoen mit solcher Rapidität aus einem EntWickelungsstadium in das andere über, daß der Forscher weder die essentiellen Merkmale dieser kleinen Lebewesen mit Genauigkeit festzustellen, noch diese!ben außerhalb des menschlichen Körpers zu züchten vermaa. In den Malariadistricten wird daS Trinkwasser fast allsmein Brunnen entnommen, die selten über 22 Fuß und meistens in Lehmboden gegraben sind. Dieses Wasser ist kühl, wohlschmeckend und gewöhnlich krystallklar, aber dasselbe ist mit unzähligen Mengen von Malariakeimen, die sich in allen Stadien der Entwickelung befm den, gefüllt; wird solches Wasser ae trunken, dann treten die Protozoen durch die Ernährunascanäle in den Körper und derselbe wird an Malaria erkranken. In gewissen Entwickelungsstadien sind dieProtozoen so leicht, daß sie ?n der feuchten Luft der Niederungen schweben können. Aber :n diesem Stadium sind sie wenig gefährlich, die Hauptgefahr lauert vielmehr in den höher entwickelten Keimen, welcve icy m dem Wasser selbst befin den. Trinkt ein Neu-Ankömmling in einer Malariagegend zum ersten Male Wajjer aus emem flachen Brunnen, dann genügt meistens nur eine sehr kurze Jcubationszeit. um die Krankheit zum Ausbruch zu bringen. Trotz dem nun constatirt worden ist. daß der ausschließliche Gebrauch von Wasser aus artesischen Brunnen in Gegenden, wo früher kein Weißer existiren könnte, den Körper gegen die Malaria immun machte, darf man nicht glauben, daß solches Wasser ein absolutes SchutzMittel gegen die Krankheit ist; das Wasser ist die erste Ansteckungsquelle, welche die Erreger derselben direct in den Körper bringt. Venezuela als akao.Lanv. Eines der Producte, auf welche unsere Schlltzlings-Republik Venezuela am allerstolz'esten ist, bildet ihr Kakao und Chokolade. Die Venezuelaner beHäupten, daß sie den besten Artikel dieser Art in der ganzen Welt liefern, obwohl man über diese Behauptung streiten mag, ist sie doch jedenfalls nicht sehr weit von der Wahrheit entfernt. Venezuela ist sicherlich auf dieses Product ganz besonders gut geaicht-, über welches ein amerikanischer Correspondent iw Caracas neuerdings folgende Mittheilungen macht: Man hat hier den Anbau der KakaoBohne vortheilhafter gefunden, als denjenigen der Kaffeebohne, und der Preis der ersteren ist beinahe ein so fester, wie derjenige des Goldes! Auch werden in manchen Theilen des Landes die Kakao-Vohnen thatsächlich noch heute als gesetzliches Zahlungsgold benutzt. m Dieses Bodenerzeugniß ist so recht ein nationales, was man vom Kaffee keineswegs in demselben Maße sagen kann. Denn der Kaffee wurde ursprünglich aus Arabien von Francis-caner-MLnchen. die ihre Mokka-Tasse nicht entbehren wollte, nach Venezuela eingeführt. Dagegen ist der Kakao schon seit undenklicher Zeit hier heimisch gewesen, und zur Zeit, als daS Land zum ersten Male von Weißen besucht wurde, benutzten ihn die Indianer in großen Mengen als Nahrungsmittel. Den Spaniern schmeckte er anfangs nicht, dahingegen brachten ihn die unternehmenden FranciscanerMönche bei den Franzosen in Mode. Cardinal Richelieu soll der erste hervorragende Chokolade Trinker Europas gewesen sein. Doch ist nicht aller Kakao in Venezuela von Hause aus Nationalgewächs. Es sind zwei Gattungen zu unterscheiden: Der wirklich einheimische, welcher Cnollo" genannt wird, und ein aus Trinidad und anderen westindischen Änfeln importirteZ GewäSZ. welcbeS
die Venezuelaner El Trinikario" nennen. Erstere Gattung ist die bei Weitem bessere und ist he.utUtage, ziemlich selten. Es werden "jährlich nicht mehr, als L000 bis 6000 Säcke davon gezo
gen, und ein voller Sack, welcher 110 Pfund hält, hat einen Werth von 532 bis $35 in Gold. Von der anderen Sorte erhält man zahuich etwa 100.000 Säcke, die zu $18 bis $20 pro Sack verkauft werden. Die einheimische Pflanze ist auch empfindlicher. Sie erfordert ihren eigenthumlichen Boden und ebenso ihre eigenthumliche Pflege. Da sie gerade in den heißesten und ungesundesten Gegenden am besten wachst, so sind Diejenigen, welche mit ihrer Cultur unmittelbar zu thun haben, nicht gerade zu beneiden. Immerhin erfordert die Pflanze weniger aufmerksame Bedienung, als die Kaffeepflanze, und schon deswegen wurde ihr Anbau mehr einbringen. Allenthalben an der Küste von Venezuela entlang trifft man auf Kakao-Plantagen. Während die Ländereien im Innern Venezuela theilweise ebenso gut für diesen Zweck sein könnten denn trotz des geringeren Maßes von Feuchtigkeit, für welche au der Küste die Ausdünstungen des Meeres und die zahlreichen kleinenFlüßchen so trefflich sorgen, mangelt es nicht anVerieselungs-Gelegenheiten trägt doch bis jetzt der Mangel an guten Landstraßen und der fchwierigeTransPort des Productes mit Packeseln über unwirthsame Vergpsade zu sehr zur Vertheuerung des Artikels vor der Ankunft auf den .Märkten bei. Nach Dünger ist bei dem Anbau dieser Pflanze gar kein Bedarf. Die Schößlinge werden, nachdem sie zwei Monat lang in der Baumschule gewachsen, in Abständen von etwa 15 Fuß ausgesetzt, und ein Acre hat solcherart für 200 Bäumchen Platz. Zwischen die Reihen der Setzlinge werden Reihen von Barace-Bäumen gepflanzt, welche den nöthigen Schatten und Schutz gegen die glühenden Sonnenstrahlen liefern. Im Alter von fünf Jahren beginnt die Plantage, Frucht zu tragen, und dann gibt es jährlich zwei Ernten, nämlich im Juni i nn in. .!l uno zur elynacyiszeli. unier normalen Verhältnissen kann ein Baum ein Durchschnittsalter von 40 Jahren, bei größeren oder geringerem Ertrag, erreichen; im Schwabenalter- ist also sein Nuken zu Ende. Die Venezuelaner klagen, daß ihr bester Kakao heutzutage nach Europa wandert. Oemeinnützlges Wievertreibtmandie Amei sen auS den Frühbeeten? Durch Ein setzen eines mit wenigen Tropfen Kar bolsäure gefüllten Gefäßes. Besser als Moschus, Wermuth, Kampfer, Salmrnkgent u. s. w. Ern Fangappa rat: ein weltlöcheriger Schwamm, mit Streuzucker, Syrup oder anderen Sü ßigkeiten versehen. Die Ameisen ziehen sich nach der Süßigkeit hin, und zu Tausenden kann man sie todten, m dem man den besetzten Schwamm in kochendes Wasser hält. Junge Hühner im Winter zum Eierlegen zu bringen. Hauptsächlich die Kälte hält im Winter die Hühner vomEierlegen ab. Um sie aber hierzu zu veranlassen, bringe man die Hühner in warme Ställe, reiche ihnen auch angemessenes Futter, wozu am tauglichsten warm gemachte, braun ge rostete Gerste ist. Auch kann man diese stark geröstete Gerste aussieden und dm Hühnern zum Fressen und das Wasser, woran sie gesotten ist. zum Trinken geben. Der Nesselsame sowie auch . die Lemsamenhulsen sind ebenfalls ein wirksames Mittel zur Erreichung des Zweckes. Letztere wer den in einem warmen Oefen getrock net, zu einem gröblichen Pulver ge stoßen und mit einem gleichen Theile Welzenkleie und eben so viel Eichel mehl vermengt. AuS diesem Gemisch bereitet man mit Zusatz von uwas Wasser einen Teig, der den Hühnern zum Fressen gegeben wird und der ebenfalls große Fruchtbarkeit erzeugt Bobnenwasser sowohl wie auch das Wasser, in welchem man Linsen weicht, sollte keine Hausfrau ohne weiteres fortgießen, da beides ihr im Haushält von Nutzen sein kann. Das Wasser, m welchem man trockene Bohnen ohne Salz kocht (den Bohnen gibt man Salzgeschmack, indem man r- . rm r -.! sie, wenn ne gar nno, rurze &u in Salzwasser legt und dann wie sonst verwendet), ist ein tressliches Nemi gungsmittel von Flecken aller Art, da es weder Gewebe angreift, noch die Farbe zerstört. Man weicht die ganzen Stücke oder nur die fleckigen wtel len in der abgekühlten Bohnenbrühe ein und reibt s dann einfach ohne Seife auö. Auch lst lauwarmes Boy nenwasser trefflich zum Waschen von seidenen, wollenen und baumwollenen Stoffen. Nach dem Waschen wird daS Zeug, in lauem Wasser mehreremale gespült, ausgedrückt, halb getrocknet und links geplättet. Zu 4 Quart Wasser braucht man 1$ Pfund Böhmen. Das Wasser, in dem man Linsen weicht, ist dagegen trefflich zum Reinigen von Flaschen zu gebrauchen, es wirkt laugenhaft. P u tz m i t t e l. Um Metalle der verschiedensten Art nicht nur blank zu putzen, sondern auch von denselben etwaigen Rost zu entfernen, wird folgende Mischung empfohlen, welche sich jedermann schnell und leicht bereiten kann: Erstens. 500 G. feinst pulverisirter Schlemmkreide werden mit 75 G. feinst geschlemmt Kieselgur (Infusorienerde) und 60 G. gepulverter Oxalsäure (Kleesäure, giftig!!), oder zweitens 50 G. feinst gepulverter Schlemmkreide werden mit 25 G. Talkpulver und 100 G. rothem Eiseno?yd (Colcothar. Todtenkopf. Caput Mortuun) aufs Beste gemischt. Um die betreffenden Metalle zu putzen oder vom Rost zu befreien, taucht man einen mit Wasser angefeuchteten wollenen Lappen in die erhaltenen Mischungen, reibt, damit die beschmudten Metall-
Waaren etc. ab und olirt mit einem trocknen Flanelllappen nach. Die so gereinigten Metallgegcnstände erhalten auf diese Weise einen hohen Glanz. Vergilbten Flanell hängt man nach dem Spülen in einem eng
escklossenen Raume, am ve ten m einen Spind, über Schwefeldampf aus. bis er seine weiße Farve zuruc: eryalten hat. Farbige Flanelle wäscht man in lauwarmer, dünner Roggenmehlsuppe, der etwas aufgelöste Ochsenaalle zugesetzt wurde, uno Ipuu wiederholt. Das Schneiden der Edelreiser. Die beste Äeit zum Schneiden der Edelreiser, welche man zum Pfropfen und Kopuliren der Ovstvaumcyen verwenden will, sind rne Atonale. Januar und Februar: iedoch kann es auch noch Anfangs März geschehen. Zu spät geschnittene Reiser, bei denen die Knospen bereits geicywouen irno, wachsen weit schwerer an und besonders dann, wenn sie nicht alsbald nach dem Schneiden verwendet werden. Suppenkräuter und -ge-müse in Minuten gar zu kochen. Hierzu werden die möglichst zarten Pslanzenstosse: Sellerie, Porree, gelbe und weiße Rübe. Wirsing- und Weißkohlblätter ohne die dicken Rippen, und Sonstiges in dünne Scheibchen.Streifchen oder sonst hübsche Stückchen zertheilt, sauber gewaschen und mit nicht mehr Wasser, als vom Waschen noch daran bleibt, und Salz in ein kleines, ganz farblos kochendes Geschirr, in erhitzte Butter oder gutes Fett gethan, für 78 Tassen (ca. 1 Ltr.) Brühe etwa 1 Tasse der Pslanzenstosse mit wallnußdick Butter. Run läßt man sie fest zugedeckt slott, levocy um o schmoren, , daß man in der Küche etc. nickts davon rieckt und das Aroma die Speisen, nicht aber die Räume erfülle. Ist die Flüssigkeit eingekocht, so wird das Ganze durch aanz wenig Nachaießen nur saftig erhalten, durch öfteres Schütteln das Anlegen verhütet. So behalten die Kräuter volles Aroma, unverwässerten Näbrwerth und gute Farbe, sind in 2030 Minuten völlig gar zu macn uno oann nacy )cschmack beizumischen. Auch kann man nur die alsdann nock anaelänate Flüssigkeit davon benutzen, die. wo es aus besondere Klarheit ankommt, . nocy durchgeseiht oder geklärt werden kann. So bereitete Kräuter bleiben übrigens, an luftig-kühler Stelle aufbewahrt mithin auch zu nochmaliger Benutzung und Zeitersparung lange unverändert. Selleriegeschmack, in Ermangelung von Sellerie, kann trefflich im Moment aeaeben werden, indem aewaschen Selleriesamen in ein reines Läppchen gebunden uno wie ,yee überbrüht wird. Ferner durch arte Sellerieblätter (die härteren s.ecken meist zu stark und bitter); ein Sträußchen davon, oder fein zerkleinert wie Vetersilie. und zuletzt eben mit durchgekocht. Ebenso sauber gewaschene. getrocknete Sellerieschalen, vie mein besonders aromatisch smo. ' TinkturgegenFett-, Wein-. Oost- und Tintenflecken. 4 Theile chlorsaures Kali löst man in 62 Theilen destillirten Wassers auf und setzt alsdann 62 Theile Salzsäure hinzu. Hieraus löst man IS Theile Citronenö! in 92 Theilen Weingeist auf. vermischt diese beiden Mengen in einer Flasche und verschließt diese mit einem gut passenden Klopsen. m 23om 3niame?kn dem Gebirac bei Selma. Cal.. gibt es so viele Adler, daß die Schweinezucht darunter zu leiden beginnt. Di: gefräßigen Raubvögel llyemen q nm orueve von zungen Schweinchen zu nähren und stellen denselben überall nach. Wie ein Züchter versichert, sind ihm im verflossenen Jahre über 200 Spanferkel von Adlern aeraubt worden. 3wM , t a 1 ! en l s ch e Fischer i ofi v er . , uvui luni in wci ai von van Francisco einen sehr reichen Fang gemacht. Sie hatten ein Schleppnetz ausgeworfen und als sie dasselbe emporzogen, fanden sie unter den Fischen eine Kiste Ovium im Wertbe von 51000. Die Kiste war vor etwa zwei cv.v. t, v:r je .r v:. uiiu uuu uuci uriuciiuuu. uic zur Landung geschmuggelter Waaren verwendet wurde, über Bord geworfen worden, als dieselbe von einem Zollkutter verfolgt wurde. Die Zollbeamten hatten zu wiederholten Malen versucht, der Kiste habhaft zu werden, allein alle ihre Bemühungen waren erfolglos geblieben. Claus Svreckel's Sckooner Arnm", Capitän McDoi.ald, ist von ven fernen Korallenrissen von Clipperton Island, an der südlichen Küste Mexico's, mit einer Guanoladung wieder in San Francisco. Californien, eingetroffen. Als das Fahrzeug vor vier Monaten von dort abaina. batte es 29 Mann an Bord, dock er kehrte nur mit 8 Mann zurück. Di5 anoeren zi Mann wurden mit emem Vorrathe von Lebenömitteln, der auf 12 Monate berechnet ist. auf der Insel zurückgelassen, um Guano auszugraben. Da . die Insel fast gar keinen Pflanzenwuchs und auch nur wenig Wasser hat, so würden die dort zurückgebliebenen Arbeiter, falls der Schooner Anna" nicht binnen Iahresfrkst wieder - dahin zurückkehren würde, dem Hungertode preisgegeben sein. Die Leute wagen ihr Leben in der Hoffnung, daß sich die Ladung der Anna" als gewinnbringend herausstellen und daß dadurch der Schooner veranlaßt wird, wieder vor Ablauf des Jahres nach der wüsten GuanoInsel zurückzukehren. In ebenso ungewöhnlicher wie unerwarteter Weise hat die Hochzeitsreise des Herrn F. E. Sether aus Goshen. N. Y., und dessen Gattin ein Ende gefunden. Das Paar ließ sich in 'der Stadt New York trauen und nahm Passage auf dem nach Florida estimmtenDampfer .Jroquois". Auf der Reise brach ein starkerSturm los. und das erst 17 Sommer zählende Frauchen suchte in ihrer Angst einen Zufluchtsort in ihrer Kajüte, vsönend daö ibr leötes ätiinbiin
herannahe. Allem das Schiff befand sich in keiner Gefahr und kam glücklich in den Hafen von Charleston. S. C.. wo es weitere Passagiere und Fracht aufzunehmen hatte. Kaum war der Dampfer vor Anker gegangen, als
Frau Sether ihren Gatten unter Bitten und Thränen veranlaßte, mit ihr an's Land zu gehen und mit dem nächsten Zuge in die Heimath zurückzukehren; sie wollte die Sicherheit bei ihrer Mama nicht gegen alle SehensWürdigkeiten des Vlumenstaates eintauschen. Alle Vorstellungen der Mltreisenden und ihres Gatten blieben erfolglos; wohl oder übel mußte der Letztere sich fugen und ehe der Jroquois" feine Reise nach Jacksonville fortsetzte, dampfte das Pärchen gen Norden. Vom Nuklnnve. DerausdemZuchthauö in Würzburg entlassene Schreiner Schmitt versuchte im benachbarten Versbach seine von ihm geschiedene Frau mit einem Hammer zu erschlagen.verletzte sie schwer und durchschnitt sich im Arrestbause die Keble. Seinen eigenen achtjährigen Sohn zu erhängen, suchte in Reckarau der Taglohner Kahrmann. Er führte das Kind in den Wald. warf dem armen Wesen eine Schlinge um den Hals und hängte es an einem Baume auf. Der Knabe hielt aber die Schlinge mit beiden Handen amHalse fest und schrie aus Leibeskräften, so daß in der Nähe wohnende Landleute aufmerksam wurden, herbeieilten und den Knaben befreiten? Der Rabenvater wurde verhaftet. Letzthin lud eine Dame in dem kleinen Dorfe Busquet (Cotes-du-Nord) fünf ihrer Nachbarn zum Essen ein. Die sechs Personen zählten zusammen nicht weniger als 520 Jahre. Der älteste Theilnehmer hatte 98 Frühlinge, der jüngste 84; dieser diente bei der Tasel als Auswarter; nach dem Essen, dem alle sechs wacker zusprachen, wurde em kleiner Tanz veranstaltet, bei dem der Alterspräsident sich geradezu unermüdlich zeigte. I m Beisein eines zahlreichen Publicums hat der dreißigjährige Seemann H. Hansen in Christiania, dem sich noch in letzter Stunde ein junger Sportsmann gleichen Namens angeschlossen hat. eine Reise nach Amerika auf Schneeschuhen an. Der Weg geht über das nordliche Schweden, Finland, Rußland, Sibirien. dann nach Uebersetzung der Behrmgs straße durch Alaska nach den Vereinig ten Staaten. I n der Nähe von Habinghorst im Amte Castrop ist eine altgermanische Grab- und Opferstätte ermittelt worden. Ausgrabungen, die der Verwalter des Dortmunder Museums, Realschullehrer Baum, dort vorgenommen hat, haben eine Anzahl theils wohlerhaltener theils zerbroche ner Urnen sowie verschiedene Schmuck sacken zu Taae aefördert. Der außerordentlich seltene Fall, daß gegen einen Todten in der Revisionsinstanz verhandelt wird, ereignete sich kürzlich vor dem 4. Strafsenat des deutschen Reichsge richts in Leipzig. Vom Schwuraericht Schweidnitz wurde am 17. März 1893 der Amtssekretär Florian Meisel aus Ziegenhals wegen Fälschung amtlicher Urkunden u. s. w. zu ' Jahr 6 Monaten Gefängniß verur theilt. Er starb im Gefängnisse am & Januar 1894 an Gehlrnlahmuna Seine Wittwe beantragte die Wiederaufnähme des Verfahrens und am 28. August v. I. entschied das Landgericht Schweidnitz den Angeklagten nach seinem Tode freizusprechen, weil es die Ueberzeugung erlangt habe, daß er schon bei Begehung der incnmimrten Handlungen an krankhafter Störung der Geistesthätigkeit gelitten. Die der Wittwe erwacksenen nothwendigen Auslagen wurden derStaatskasse auferlegt. Wegen dieser letzteren Bestimmuna allem legte die Staatsanwalt s schaft Revision gegen das Urtheil ein. indem sie behauptete, eS bestehe keme gesetzliche Bestimmung, wonach die der Wittwe eines unschuldig verurtherlten in einem solchen Falle erwachsenen nothwendigen Auslagen der Staatskasse auferlegt werden können. Das Reichsgericht verwarf die Revision gemäß dem Antrage der Reichsanwalts als unbegründet. Wenngleich der hier oorliegende besondere Fall in der Strafproceßordnung nicht vorgesehen sei, so sei doch aus analogen Bestimmungen zu folgern, daß die getroffene Entscheidung gerechtfertigt sei. JüNgst hallen Feld hü ter bei dem belgischm Lübbeek einen Wilderer Namens Vandenbosch erschössen. Schon daö Vegräbniß des Wilderers gestaltete sich zu einer feindlichen Kundgebung der Bauern des Dorfes und einigen benachbarten Gemeinden gegen den Flurschützen von Horrenbeek, der den verhcingntßvollen Schuß auf den Wilder'er gethan. Unter drohenden Äufen umstellten ste dessen Wohnung, deren Thüren und Fenster der Flurschütz verbarricadiren mußte, um gegen die Wuth der Bauern geschützt ju sein. Endlich schien jedoch die Ruhe im Dorfe wieder die Oberhand zu gewinnen. Am nächsten Sonntag wagte eö deshalb der Flurschütz, sich wieder zur Kirche zu begeben. Kaum hatte er jedoch diese betreten, als die Bauern sich von ihren Plätzen erhoben und an gesichts des predigenden Geistlichen auf ihn eindrangen. Der Vedrzht flüchtete sich zunächst hinter den Stuhl des Bürgermeisters, dann aber, als dessen Schutz sich ohnmächtig erwies, auf die Kanzel zum Priester. Aber felbst hierhin drangen die erbitterten Bauern nach. Nur mit Mühe gelang es den Worten des Geistlichen, die Bauern davon abzuhalten, daß sie in der Kirche an dem unglücklichen Flurschützen ihrer Wuth nicht freien Lauf ließen. Sie stellten sich nunmehr vr der Kirche auf. um dort ihr Opfer zu empfangen. Erst spat am Abend konnte der Flurschütz die Kirche derlassen und auf Umwegen wieder in sein verrricadirteS HauS anlangen.
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