Indiana Tribüne, Volume 19, Number 159, Indianapolis, Marion County, 26 February 1896 — Page 2
Fndiana Tribüne.
Erscheint Täglich und Sonntagv. Die tägliche Tribüne- kostet durch den Träger 22 Cent per Woche, die eonntagS.Tribüne'I Cent per Woche. Beide zusammen IS Cent der es GentJ per vkonat. Per Post außerhalb de, ,tdt ,ugeschtckt t Vorausbezahlung V pe, fJa,r. Oflicfi 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, 3nd., 26 Februar 1896. Unser Rettungöwesen zur Tee. In finsterer Winternacht, wenn eist&c Schneestürme die Tiefen des Meeres aufwühlen und der Schiffahrt an der von starren Felsen zerrissenen oder durch weite Sandbänke unsicher gemachten Küste des atlantischen Oceans die größten Gefahren bringen, befindet sich ein von Maine bis Florida reichender Cordon braver, unerschrockener Männer auf Posten, um die Seefahrer so viel als thunlich vor verborgenen Gefahren zu warnen und den Verunglückten Rettung zu bringen. Je schlimmer das Wetter ist, desto größere Wachsamkeit muß von den Küstenwächtern ausgeübt werden. Den Nächten, in denen jedes lebende Wefen Schutz vor den entfesselten Elementen sucht, treibt die Pflicht diese wackeren Männer an das unwirthliche Gestade hinaus, um scharfenGuckaus nach gefährdeten oder verunglückten Seefahrern zu halten. Auf ihren Patrouillenflänaen werden sie von der entfesselten Windsbraut geschüttelt und von der eisigen Spritzfluth durchnäßt, aber Nichts darf sie abhalten, bei Erfüllung ihrer schweren Obliegenheiten ihr eigenes Leben zu wagen. Diese getreuen Ekkehards stehen in Onkel Sam's Sold: es sind die Mannschaften unseres Lebensrettungs - Dienstes, welcher außer der Meeresküsk auch die Ufer der großen Seen und besonders gefahrvolle Stellen an den Strömen umsaßt. Seit einem Viertel Jahrhundert existirt dieses ausgezeichnet organisirte Rettungswesen. Die zu bewachenden Uferstrecken, welche zusammen die ungeheuere Länge von über 10,000 M'eilen haben, sind in 12 Districte getheilt und jeder District umfaßt eine bestimmte Anzahl von Stationen, die als Rettungsstationen, Bootstationen und 5Zufluchtshäuser classificirt werden. Jeder District ist einem Superintendenten unterstellt, welcher die Aufseher der einzelnen Stationen ernennt, welche wiederum die Mannschaften anzuwerben haben. Aber Aufseher wie Mannschaften dürfen nicht aus dasGerathewohl genommen werden. Onkel Sam läßt durch tüchtige und erfahrene ?lnspectoren darüber wachen, daß nur Männer ausgewählt werden, welche einen kräftigen Körper sowie unerschütterlichen Muth besitzen und die in jeder Hinsicht erprobte Seeleute sind. Jede Station zählt außer dem Aufseher sechs Mann, deren Obliegenheiten im Verhältniß zu der geringen Bezahlung $65 per Monat, sehr schwierig sind. Die Aufseher beziehen nur wenig mehr, nämlich $900 per Jahr und das Gehalt der Superintendenten variirt, je nach der Anzahl der ihrem District ein- und auslaufenden Schiffe bezw. der Stationen, zwischen $1500 und 51800. Auf den Schultern der Stationsaufseher lastet eine große Verantwortlichkeit. Sie haben dafür Sorge zu tragen, daß ihre Leute zu jederZeit das gefahrvollste Rettungswerk zu unternebmen im Stande sind und die Rettunasavvarate sich im besten Zustände befinden; ihrer Fürsorge ist alles von Wogen an's Ufer gewaschene Strandgut anvertraut und sie haben darauf zu achten, daß nicht Schmuggler Onkel Sam um die gesetzlichenZölle betrügen. Außerdem liegt ihnen die Vervflichtung ob, ihren Vorgesetzten reaelmäftiq Bericht zu erstatten, alle nöthigen Correspondenzen zu besorgen, über alle Geschehnisse genau Buch zu führen u. s. w. Das Onkel Sam den im Rettungswesen thätigenMannschaften seine bekannte Generosität bekundet. kann man durchaus nicht sagen, denn nicht blos die Bezahlung ist gering; die Leute werden auch nur in der für die Schisffahrt besonders ge fährlichen Saison beschäftigt. Diese ist für die Stationen an der atntlschen Küste auf die Zeit vom 1. September bis Ende April fixirt, während die Stationen an den großen Seen gewohnlich vom 1. Mai bis zum December bemannt sind: nur einzelne Stationen, beispielsweise in Louisville, Ky.. an den Stromschnellen des Ohio, befinden sich ununterbrochen in Thahaken. Am schwierigsten ist ohne Zweifel der Dienst an der Küste des Oceans, denn die Mannschaften der dortigen Stationen haben nicht nur mit Sturm und Wogen zu kämpfen; sie haben nicht selten auch unter grimmen Frost schwer zu leiden.Bei schönem oder selbst reanerischem Wetter haben die Leute freilich wenig zu thun und nur einmal in jeder Woche wird an den Rettungsapparaten exerciert. Mit Sonnenun tergang beginnt der Patrouillendienst und zwar ist die Nacht in vier Wachen getheilt. Mit einer Laterne und einem Coston'schen Signalapparat ausgerüstet, verlassen zu gleicher Zeit zwei Mann eine jede Station und sie setzen ihren einsamen Marsch an der Küste fort, blö sie mit derPatrornlle derNachbarstation zusammentreffen; nachAustausch von Wachzetteln kehren sie zu rück und frischeLeute treten an. Selbstverständlich wird auf derStation selbst Guckaus gehalten, um bei Entdeckung eines gefährdeten Schiffes sofort inAchon zu treten. Hat eine Patrouille oder der Guckaus eine solche Entdeckung gemacht, so wird dem Fahrzeug durch Signale kund gegeben, was es zu thun hat, und die Mannschaften werden geweckt, um ohne Verzug das Rettungswerk beginnen zu können. Da die Küste am atlantischen Ocean meistens flach auslaust, können dort die auf den Seen gebrauchten großenRettungsboote mch wx Verwendung aelanaen: die Ocean
Stationen sind deshalb nur mit leichteren Booten ausgestattet und das Hauptgewicht ist auf die Anwendung anderer Rettungsapparate gelegt. Die-, se bestehen aus einem nach ihrem Erfinder. dem Marine-Capitän D. A. Lvle. genannten Geschütze. Tauen. Bo-
jen u. s. w. Mit diesem Geschütze kann auf die Entfernung von 693 Aards ein cylinderförmiges Proiectil. an welchem eine dünne Leine befestigt ist. über das gefährdete Schiff geschossen werden. Sobald die Bemannung des letzteren diese Leme gefaßt hat. wird mit derselben ein in eine Rolle eingescheertes Zugwerk und mit diesem em ca. 4 Zoll im Umfange messendes Tau an 'Bord gezogen. Während das Zugwerk und das Tau an dem Mäste befestigt werden, construiren die Lebens 1 . . . . - ... n retter am Ufer aus zwei narren aizern einen starken Block, unter welchen das Tau straff angezogen wird, um dann sicher verankert zu werken. Nunmehr kann das eigentliche Rettungswerk beginnen. Ein Schiffbrüchiger steigt in den Apparat, der aus starkem Segeltuch gearbeitet ist und in emeArt von Kniehosen ausläuft. Der in einer Rolle an dem straff gespannten Tau laufende Apparat wird an's Land gezcgen und in dieser Weise fortgefahren. öi? der letzte Schiffbrüchige glücklich an Land gebracht gebracht ist. Außer diesem Apparate, der nur einer einziaen Verson Vlak aewäkrt. sind nv& Hängewagen vorhanden, in denen mchrere Menschen zu gleicher Zelt geborgen werden können, allein diese werden nur selten verwendet. Die Voote werden gewöhnlich nur bei weniger starken Stürmen benutzt, da dieselben der wilden Brandung nur wenig Widerstand leisten können und die Gefahr nahe liegt, daß sie an dem gescheiterten Schiff selbst zerschellen. Liegt ein Wrack zu weit vom Ufer, um mit einem PwjecW des Lyle - Geschükes erreicht werden zu können. dann bleibt das Boot den Mannschaften freilich nur als einziges RettungsMittel und leider sind die Fälle sehr häufig, daß die braven Männer bei Erfüllung ihrer gefährlichen Pflicht selbst ihr Leben verlieren. Der deutsche AuKenhandel im Jahre . f m Allgemeinen hat der deutsche Außenhandel im verflossenen Jahr eme günstige Entwicklung erfahren. Die Einfuhr ist insgesammt um 5,136,757 Mtr..Etr. gestiegen, wovon mehr als die Hälfte 3,858,663 Mtr.. Etr. auf den Monat Dezember ent fallen. Insgesammt wurden einge führt 325.361.774 Mtr.'Etr. gegen 320.225.017 im Vorjahr, im Werthe von 4.216.572.000 Mark gegen 4.235. 533,000 Mark, so daß also die Einfuhr dem Werthe nach hinter der vorjährigen um 63,961,000 Mark zurückbleibt. In den hauptsächlichsten Waarengruppen zeigt die Einsuhr folgendes Bild (in 1000 Mk.): 1893 1894 Baumwolle und Baumwollaaaren.. 236,085 6,728 Iroquerie-, pottzeker und Färb' Warm .242.858 232,8 Eisen und Slsenwaarkn 80,185 84058 Crdcn, r,e, edie Metalle 231,559 45, Flacki und e?innttffe. auber aumwolle 119,832 97,949 Verreibe e,c 607.788 5.M2 taute nnd fielle !5S7 134,947 Holz uno andere kanl'loi?k. w - w - i i r !r nnw in n nen uo,-ii9 54.129 48,619 60,0b0 48,700 Kupfer uno up?rwaara , Vrfirr und ederivSare Material. Eptjkre! ad konöilvr Waaren M Cd und Fette . ßkide und Eetdenmaare .., 584,483 1SS.K 138,886 97,530 33,034 rn.tai 205.0 437,395 565,823 lfll.500 I87.eei kttinkohIen.LrauZlkohIen 92.295 29.377 Theer. Pech Thiere und thierliche Produkte teh Wolle und Wollenwaaren 1.S 282,399 377,318 Ein Rückgang der Einfuhr ist hier nach zu verzeichnen bei Eisen, Erden und Erzen. Getreide, Oelen und Fetten, und Vieh. Ter Rückgang der Position Erden, Erze und edle Metalle erklärt sich aus der verminderten Goldeinsuhr, die 1894 404,4 Millionen, 1895 dage gen nur 97,4 Millionen ausmachte Auf den Rückgang der Vttheinsuhr sind die Grenzsperren Nicht ohne Elnfluv ge blieben. Tie Zunahme der Ausfuhr trifft tbeils überseeische Produkte, theils Rohstosie. -In MeterEentner wurden einge führt: 1895 3,008.873 275.454 1894 Rode Baummolle Baumnoll'dälle Bruchkise und Absälle .778.303 J1 4.773 70,899 N3.L Roheisen 1,882,16 . 197.773 .. 649,289 . 492,4? 1.138,279 203,478 199,680 Schmiedbare Eisen in Stäben.. lachS t 3Itf UM U t C ... H Cellulose Seide (Floret, Roh., dsälle)... kunstwolle Schafwolle Gekämmte Wolle 544,936 443,669 7M.515 122,690 59,303 183,034 1832.018 102,48 176,878 73,120 47,730 128.451 1.610,790 75,958 Kammgarn 151.429 Auö die Menaen.Aussubr bat sich im December noch günstig entmickclt; sie zeigt m diesem Morat eme Zu nähme von 2.236,875 M..Etr., wäh rend die Zunahme für da? ganze Jahr 9.469.005 M.-Etr. beträgt. Jnöqe sammt wurden ausgeführt 238.306.153 M..Etr., gegen 223,837,153 im Bor jähre.- Nach der vorläufigen Werth berechnung stellt sich die Ausfuhr in 1895 auf 3.416,143.000 gegen 3.051, 480,000 Mk. in 1894, so daß eine Zu nähme um 364,663,000 Mk. vorhan den ist. Edelmetalle sind in der Ein fuhr mit 347,282,000 Mark, in der Ausfuhr mit 90,026.000 Mk. enthal ten. Im Einzelnen ist die Entwicklung folgende: pro Jahr in 1000 Mark 1895 1894 Baumwolle und Vaumw!laare... 212.247 180.191 rroguerie. votheker .Farbwaaren 09,064 270.937 Sike und Eisenwaaren 2V4.078 256,419 rden. r,e, coic vmauc 153.8C0 135,369 meide 85,409 61,819 Sla und Slalwaare. 46,767 43,315 Instrumente, Vkaschinen, Fahrzeuge. 150.783 133.81 leider und Leidwälche.. 10l.0t6 5,8dl Kurze Waaren .. 78.353 71.735 Leder und Lederwaar,. 155.830 121.985 reinengar, emwauo 25.934 23,093 Material-, Epe,ert nd lnditr Waare 358,828 335,304 Vavier und Vapierwaare........ 104,841 91.941 Seide und Seidewauren............ 185.87 138.701 Sketnkohlen lt. 146.893 139.691 IhonwatttN 37,371 33,500 Sll und Wollenwaare 330,844 291,517 Zum ersten Male seit einer Reihe von Jahren weisen hiernach sämmtliche Waarengattungen des Zolltarifes eine Steigerung auf. Im Einzelnen zeigen sich freilich noch Rückgange, doch über wiegt auch hier die günstige Tendenz. Dichte Baumwollgewebe zeigen mehr 7.5, Strumpfwaaren mehr 11,3, Spitzen und Stickereien mehr 1.4, Sprengstoffe mehr 1,0, Alizarin mehr 1,7, Alkaloide mehr 1, 7, Anilinfarben mehr 14,7 Ehlorkallum weniger 2,2, Chemische Fabrikate mehr 9X Rob.
eisen weniger 1,0, Eck und Winkel, eisen mehr 4,8, Eisenbahnschienen weniger 0,3, Stabeisen weniger 2,2, rohe Platten mehr 4.0. grobe Eisen. Waaren mehr 8.2, feine mehr 5,1. Kriegsgewehre mehr 16,9, Nähnadeln
weniaer 0.7. a?er mevr 2.5. Gerne 4,0, Leinsaat mehr 1,0, Malz mehr 1,5, Kleesaat mehr 1,7, Cbi weniger 1,8, Sämereien mehr 2,6, seidene Kleider weniaer 1.4. baumwollene mehr 5,6, Klaviere mehr 3,0, Handschuhleder mehr 7,4, feine .'ederwaaren mehr 6.6, Handschuhe mehr 6,2, Bier in lascben mebr 1.4. Spiritus mehr 2,1, Wein mehr 1.3. Butter weniger 2.1. Cigarren mehr 1,2. Rohzucker mehr 11,0, Nandls meyr 31,3, woiv und Buntpapier mehr 4,0, Schreib' und Druckpapier mehr 2,0, Rohseide mebr 3.3. seidene Strumpfwaaren mehr 0.6, seid. Zeuge mebr 1.8, halbs. Bänder mehr 4.7, yalvj. Waaren mec,r 18.5. Steinkohlen mehr b.b. roht Schafwolle mehr 3,2, gef. Wolle mehr 2,2, Filze mehr 1.3, Strumpfwaaren unbedr. mehr 2.2, Tuch, und eug. Waaren, unbedr.. mehr 23.2. Posa. mentierwaaren weniger 1,9, seine Zinn Waaren mehr 0,5 Millionen. Die Krönung deS Zaren. Grone Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, so auch die Krönungsfeier. welche im nächsten Mai in Moskau stattfinden wiro. uwt pcciai Commission ist eifrig mit der Zusammenstellung des Programms der bei diesem Anlasse abzuhaltenden Feste beschäftigt. Unter Anderem wirv aus dem großen Chodinskoje-Felde in Moskau ein Volksfest, welches reiche Abwechslung bieten wird, stattfinden. Auner dem Kaiserpavillon im russi schen Nationalstile des sunszeynten Jahrhunderts werden auf diesem ffelde zweihundert Baracken und Gebäude aller Gattungen, wie beispielsweise zwei große und zwei kleine Theaterbühnen, ein Cirkus, elf Caroussels. zwölf Schaukeln, zwanzig Tribünen für Sänger und Musiker, hundert Büffets, zweiundzwanzig Bier- und Methschenken errichtet werden. An den Büffets werden an das Volk Lebensmittel und Naschwerk sowie Krüge aus emaillirtem Metall für die in den Bier- und Methschenien zu empfangenden Getränke ausgetheilt werden. Unter den geplanten Musikaufführungen wird diejenige des Direktors des Moskauer Conservatoriums, Herrn Sofonow, hervorragen, welcher ein Monstre-Concert' veranstalten wird, an welchem sämmtliche Gesangvereine der Stadt theilnehmen werden. Auch an Fontaines lirmi neuses und an Luftballons wird es nicht fehlen. Von letzteren wurden zweihundert im Auslande bestellt. Drei Tage nach dem Volksfeste wird der Zar auf dem Chodinskoje-Felde eine glänzende Revue abhalten und der Moskauer Gemeinderath wird in der Nähe des Twerer Thores 50.000 Sol daten bei einem Bankette bewirthen. Der Kreml wird zu den Krönungsfeierlichkeiten mit 500.000 farbigen Lampions, welche längs den Linien seiner äußeren Architektur aufgehängt werden, beleuchtet sein, während die Thürme und der alte Kirchenthurm Iwan's des Großen in dem Lichte von 14,000 elektrischen Lampen erglänzen werden. Mit der Anordnung dieser Beleuchtung wurden mehrere der hervorragendsten russischen Künstler betraut. Die von dem Moskauer Gemeindcrath votirte Summe von 200.000 Rubel wird unter die Wohlthätigkeitsanstalten der Stadt vertheilt werden. Die Stadt baut einen prächtigen Pavillon beim Twersskoi-Schlagbaum zur Begrüßung des Kaisers und schmückt den ganzen Weg. die Boulevards und Plätze, über welche der Korso am -Abend des Krönungs tages seinen Weg nimmt, und veranstaltet einen Empfang in der Duma und ein Mittagessen für sämmtliche in Moskau, eintreffenden Truppen. Der Kronungszug verspricht außerordentlich prächtig zu werden. Die Zarewna wird emen Prachtwagen be nutzen, dessen Holz- und Elsenthelll vergoldet sind und dessen Haupttheil aus Krystall besteht. 24 Wagen werden im Krönungszuge erscheinen. Die beiden ersten mit der Kaiserin und der Kaiserm-Wittwe werden von 8 Pfer den mit rothem Ledergeschirr, mit deraoldeten Bronzeverzierungen im Stil Ludwigs XIV., gezogen. Die Sattelbehänge der Pferde sind blau und mit goldenen mit den kaiserlichen Wappen geschmückten Tressen eingefafct. Die Decken der Pferde tragen Maelbalter von vergoldeter Bronze, die eine mit Kaiserkrone geschmückte Göttin darstellen. Der Kopf der Vferde trägt reiche weiße Straußfederbüsche. , Alle Geschirre zeigen eine aenaue Nachbildung der altfran z'össscken aus der Zeit Ludwig's XV. Die .22 übrigen Wagen folgen mit den Großfürsten und Großfürstinnen. 120 kastanienbraune englisch-norman nische Pferde sind bereits nach Ruß land unterwegs. Bei dem Zuge, der sich der Krönungsfeier anschließt, wird der Aar allein zu Pferde erscheinen und die Uniform eines seiner Lieblings - Garderegimenter, sowie einen weißen, golddurchwirkten Hrrmelirzmantel tragen, der von der Kette des Andreasordens an seinen Schultern gehalten wird. .n hoher Blüthe steht bereits die Vermiethung von Häusern in Moskau für die Krönungswochen, wobei recht ansehnliche Preise von 5000 bis 10.000 Rubel erzielt werden. Eins der besten Häuser in Bezug auf große Empfangsräume hat sich der französische Botschafter in dem Hause deZ Grafen Scheremetjew gesichert, in welchem vor 5)!akren die Moskauer Duma tagte. Die österreichischcBotschaft will in dem von ihr gemietheten Hause emen gan zen Saal anbauen lassen. Ueberall spricht man von den Anweisungen, welche die ausländischen Diplomaten für die Krönungsagaben erhalten werden. Die französische Republik wird ihrem Botschafter nur ca. 1 Million
Francs zur Verfügung stellen; anläßlick der Krönung Alexander's II. wo Alles noch doppelt so billig war wie iekt. wurden dem französischen Vertreter Herzog von Morny sieben Millionen Francs angewiesen. An Entfal-
tung einer ungewöhnlichen Pracht eierte damals mit dem franzostsuzen Diplomaten der Vertreter Spaniens, der immens reiche Herzog Ossuna. der unter der Erklärung, daß Spanien zu arm wäre, die Vertretung des Herzogs Ossung zu bezahlen, alle Ausgaben aus eigener Tasche leistete. Auch der österreichische Botschaft?.? Prinz Esterhazy und seine Suite lenkten damals durch ihre prachtvollen ungarischen Costüme und den zurSchau getragenen Vrillantenreichthum die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich; auch dem englischen Botschafter Lord Grenville gelang es besonders durch seine berübmten Staatskarossen, den schaulustigen Moskowitern zu imponiren. DaS Wachsthum dcö atholiciSmuö Der neueste officielle Bericht der katholischen Kirche besagt, daß dieselbe in unserem Lande 9.410,790 Gläubige zählt, welche sich auf 14 Erzdiöcesen und 71 Dwcesen, die unter 14 Erzbischöfen (incl. ein Cardinal) und 69 Bischöfen stehen, vertheilen. Einige Diöcesen sjnd zur Zeit ohne Haupt, allein außer den amtirenden Prälaten gibt es drei Titular - Erzbischöfe und ebenso viele Titular Bischöfe. Der gesammte Clerus zählt 10.343 Priester. darunter 7756 Welt- und 1&92 Ordenspricster, nämlich Jesuiten, Dommikaner, Franziskaner. Redemptoristen u. s. w. Die Seelsorge wird m 9301 Kirchen ausgeübt und von diesen haben 6853 Priester, während 3643 Missionen ist; diese letzteren sind benachbarten Gemeinden assiliirt, und den betreffenden Priestern unterstellt. Außerdem wird in 5393 Kapellen und Stationen Gottesdienst abgehalten. Enorm ist das Schulwesen der katholischen Kirche unseres Landes. 9 Universitäten. 26 weltliche Seminarien, 82 Ordensseminarien, 187 Hochschulen für Knaben. 633 Hochschulen für Mädcken und 3361 Pfarrschulen soraen für die Ausbildung der katholischen Iuqend in allen Zweigen des Wissens. Die Schulen aller Art sind stark freauentirt und zwar zählen die weltlichen Seminarien 1968, die Or densseminarien 1713 Studenten, und die übrigen Schulen 796.343 Zöglinge. Die Zahl der Waisenhäuser beläuft sich auf 243 mit 33.064 Waisen. Numerisch am stärksten ist die Erzdiöcese New Nork mit 800.000 Diösanen und an zweiter Stelle kommt Boston und Chicago mit je 600.000 Seelen. 5ln räumlicher Beziehung am größten. aber an Seelenzahl am kleinsten, ist die Kirchenprovinz Alaska, denn in jenem Territorium leben nur ca. 1000 Katholiken. Ein Vergleich mit den stattstischen Erhebungen für das Jahr 1894 ergibt die Thatsache, daß die Zahl der Katholiken unseres Land:s im verflossenen Jahre um 332.934 zu genommen hat. tti Die Teölttfectton der Hauöwäs'che Zu den außerordentlichen Vorsichts maßreaeln. welche gegen die Verbrei tung ansteckender Krankheiten ergriffen werden, aebört in erster Linie die Unschädlichmachung der Krankheitserreaer. welche rn den von den Kranken benuktcn Wäschestücken zahlreich abge. laaert sind, von wo aus sie die Ansteckungsgefahr mit Leichtigkeit in weite Kreise tragen können. Die Wäsche loute deshalb womöglich noch vor dem Verlassen des Krankenzimmers desinficirt werden, damit sie. ohne weiteren Schaden zu stiften, als feuchenfrei m die Hände derWäscherin gelangt. Eins der wirksamsten und dabei billigsten Desinfectionsmittel giebt eine Lösung von Kupfersulfat. Zwar ist die Seifen - Lauge, wie sie in den Wäschereien in starker Concentration hergestellt wird, schon an und für sich em vortreffliches Desinfectionsmittel, das vollkommen genügen würde, wenn es sich nickt darum handelte, die Wäsche bereits vor der Absenkung nach der Wäscherei frei von Ansteckungsstoffen zu machen, folgende günstige Resultäte sind mit .gewöhnlicher Seifenlauge bisher erhielt worden. Eme Seisenlosuna von 1 zu 100, welche 67 Proccnt Säuren. 10 Procent gebundene Alfalten und 0.05 Procent freies Alkali enthält, vernichtet dieKeimfähigkeit der Typhusbazillen innerhalb zwölf Stunden. Eine Seifenlösung von 10 zu 100 tödtet sie in weniger als emer Stunde. Seifenwasser, welches zwischen 60 bis 85 Grad Wärme besitzt, übt eine bedeutend geringere und lansamere Wirkung aus. Und zwar bedarf es in diefem ??alle für schwache Lösungen 24 Stunden, für starke Lösungen etwas mehr als eine Stunde. Diese keimzerstörende Kraft der Seifenlauge ist in zahlreichen Experimenten und unter den verschiedensten Verhaltnissen fest gestellt worden. Leinwandstücke wurden zu diesem Behufe mit Flüssigkeiten behandelt, die reichlich Typhusbazillen enthielten, dann getrocknet und mSei fenwasser von 68 Grad gelegt, worauf ihnen Proben zur Bereitung vnRem kulturen entnommen wurden. Hatte die Auslaugung eine gewisse Zeit gedauert, so mißlang die Bildung von Reinculturen, die entnommenen Proben blieben steril. Unsere Hausfrauen, ebenso wie Krankenwärter, können sich nach diesem Ergebniß mit einiger Gewissenruhe auf die desinficirendeWirkung des Seifenlaugenwassers bei der Wäsche verlassen, wenn dasselbe emiermaßen concentrirt und mit nicht zu b:her Temperatur verwendet wird. Zualeich ist dieses Mittel zur Zerstörung der Mikroben ein herkömmlich häusliches. von dem ein 'Schadhaftwerden der Wäsche nicht zu befürchten ist. Allerdings ist dennoch zur größeren Vorsicht empfehlenswerth. wie Eingangs erwähnt, vorher eine Spülung derWäsche mit einer geeigneten Lösung von Kupfersulfat vorzunehmen, die jedoch nicht zu stark sein darf, da sie die Leinwand angreifen würde.
TaS luge als Photograph. Die feine Netzhaut auf der Hinteren
Innenfläche unseres Augapfels ist von ; dem außerordentlich lichtempfindlichen j sogenannten Schpurpur überkleidet, j auf welchem sich in blitzschneller Folge die von uns fixirten Gegenstände unsercr Umgebung abzeichnen. Die Netz üaut-Momcntbilder werden nun unter Umständen auf photographischen Plat en reproducirt; der Sehpurpur bewahrt nämlich mitunter Stunden lang das Bild des von uns scharf fixirten Gegenstandes. Man denke an ienen wissen schaftlich beglaubigten Fall, in welchem das noch geöffnete Auge des Todten mit ; r . w r si w cw w oouer azarse oie uge oes coroers z zeigte: das Bild des Ruchlosen, auf der Netzhaut seines Opfers entworfen. wurde zum unerwarteten Ankläger. Es erscheint fast wie ein spukhaftes Gaukelspiel; indessen dle neuerdmgS von einem englischen Physiker, Jngle Rogers, anstellten Experimente bestätigen diese merkwürdige Thatsache. Ter Genannte betrachtete ein Geldstück bei voller Beleuchtung eme Minute lang wie er hinzufügt, mit der festen Absicht, das Bild der Münze auf seiner Netzhaut zu fixiren. Darauf zog er rasch einen gelben Vorhang vor das Fenster, um alle störenden Lichtstrahlen auszuschließen und richtete seinen Blick auf die Mitte einer empfindlichen photographischen Platte, indem er zugleich all sein Denken aus daS Bild des Geld stücks concentrirte. Und siehe da, nach 43 Minuten soviel Zeit brauchte daS Experiment zeigte die Platte scharf und deutlich die Umrisse des Geldstuckes. Drei einwandSfreie Zeugen wohnten den Versuchen Rogers bei. Zuerst expenmentirte man mit emer Briefmarke. Dieselbe wurde eine Minute lang Nkrt, alsdann durch eine empfindliche Platte ersetzt und diese zwanzig Minuten hindurch scharf be trachtet. Man entwickelte, und es erschien, zwar nur angedeutet und ohne feinere Zeichnung, ein Bild, welches unzweifelhaft Don einer Netzhautphoto graphie herrühren mußte. Roger gibt folgende Erklärung: Ein Theil des von einem Gegenstande aufgesogenen Lichtes wird von demselben eine Zeit lang zurückbehalten, wenn unser Auge auch die Lichtwellen nicht mehr empfindet; diese sind es, welche die Reproduk tion der Netzhautbilder besorgen ähnlich wie ein Bild, welches erst dem Sonnenlicht ausgesetzt und dann in eine dunkle Schachtel dicht neben eine photograpl.ische Platte gestellt ist, aus dieser reproduzirt wird. Wer weiß! Eines Tages wird vielleicht unser Auge den photographiscyen Apparat ersetzen. Ein Blick ein einziger Blick auf die photoqraphilche Platte und die Gesichts züge sind dort für immer eingegraben! Äom Jnlanve. Juneau, in Alaska hat Aussicht, im nächsten Sommer eine telegraphische Verbindung mit Tacoma zu erhalten. Die Kosten eines Kabels werden auf ca. eine halbe Million geschätzt, und wenn ein Viertel dieser Summe von Alaskanern aufgebracht wird, will ein Consortium das Kabel legen. An der Pacificküste tritt neuerdings Naturgas als Concurrent des daselbst stark als Feuerungs-Ma-terial benutzten, meist von Los Angeles kommenden Petroleums auf. Auch in San Francisco wird zur Zeit nach Naturgas gebohrt und schein:n die Aussichten für die Unternehmer sehr günstig zu liegen. Z u r Z e i t w i rd a u f d e m Puget Sund wieder ein gewaltiges Floß von Bauholz, das nach San Francisco geschleppt werden soll, gebaut; noch im verflossenen Sommer gelang es, ein mächtiges Floß vomColumbiaström nach San Francisco zu bugsiren und dieses Unternehmen brachte den Holzhändlrn so reichen Gewinn, daß sie das Wagniß abermals versuchen wollen. Zu Hütern eines großen Schatzes wurde dieser Tage eine kleine Truppe von Brooklyn's Feinsten be stellt. Als der mu $500,000 Gold an Bord nach Buenos Ayres konsignirte Dampfer Menda" vom Dock der Morgan - Linie am Atlantic Basin aus in See stechen wollte, wurde das Steuerruder defect, so daß Reparaturen nothwendig wurden. Mit Rücksicht aus das im Hasenrevier sein Unwesen treibende Gesinde! requirirte Capitän Fomsett Succurs im Hamilton Ave.Polizeirevier, u. bald rückte ein halbes Dutzend Blauröcke heran, welche dieZugange zum Schiff besetzten. Der JanHagel sammelte sich am Quai an und übergoß den Schiffscapitän und seine Theerlacken mit der Lauge semesSpot tes ob der polizeilichen Bedeckung. cachdem der Schaden reparrrt war, dampfte das Schiff nachdem Süden ab. Nach einem Schatze' eigener Art. der beinahe 30 ?kabre im Flußsande begraben liegt, wird zur Ati unweit von Elk Pomt gegraben. Am 1. Avril 1866 trat der Dampfer Eldora mit einer Ladung von 226 Tonnen Stückgütern, unter denen sich 116 Barrels Wbiskn befanden, die
Reise von St. Louis nach Fort Benton an. Als sich das Fahrzeug am 21. Mai in der Nähe von Elk Point befand, wurde Feuer im Schiffsraume entdeckt und in der Hoffnung, die werthvolle Ladung retten zu können, das Schiff auf das Land gesetzt und zum Versinken gebracht. Im nächsten Frühjahr wurde ein Versuch gemacht, die Ladung zu bergen, und ein Theil der Maschinerie wurde auS demSchiffe geholt; ehe man aber zu den Whiskyfässern gelangen konnte, trat die Hochfluth ein und die Arbeiten mußten eingestellt werden. Im Frühjahr änderte der Strom sein Bett und das Schiff steckte nun im Sande drei Viert'lmeilen von dem jetzigen Ufer. Im verflossenen Jahre kaufte der CivilIngenieur E. E. Wenner in Elk Point das Stück Land, in dem die Eldora" begraben liegt, und alsbald machte er sich daran, das Schiff zu suchen. Mit einer Magnetnadel fand er dasselbe und um die Ladung zu bergen, nahm er einen Caisson zu Hilfe Derselbe war 's t !
bereits sechs Fuß tief versenkt, als die Arbeiter auf Quicksand stießen und ihre Thätigkeit einstellen mußten. Jetzt hat der Ingenieur Wenner eine große Sandpumpe erworben, mit welcher er alle Hindernisse zu beseitigen hofft, fo daß die Arbeiter schließlich in einem Caisson zu dem Whisky gelangen können. Gelingt es ihm, den flüssigen Schatz zu heben, dann wird sich das Unternehmen gut bezahlen, da ihm jetzt schon für den Whisky 510 perGallone offerirt worden sind.
Dom NnSlanse. NeulichSonntags mußte in einer Ortsgemeinde desJnnsbrucker Schulbezirks die nach der vom k. k. Bezirksschulrath approbirten Schulr . pi r i oronung vori.cyriirsmaszige erniagsschule geschlossen weroen, well Die Schülerinnen, Mädchen von 15 Iahren, um halb 2 UhrNachmittags von Branntwein total betrunken waren und den Schulunterricht absolut unmöglich machten. Außerhalb der Schule gaben sie den Schulschluß c i sri c . outen laute Jucyzer oer ememoe kund. Der Ort Libyssa am Golf von Nikomedien war längst aus Zeugnissen der Alten bekannt als die Stätte, wo der große Römerfeind Hannibal seinen Tod und sein Grab gesunden hat. Jetzt ist es dem wekretär des archäologischen Instituts in Rom, Hrn. Dr. Christian Hülsen, gelungen, aus emer bisher vom ubersehenen Stelle des byzantinischen Schriftstellers Johannes Tzekes nachzuweisen, daß dem Hannibal der römische Kaiser Septimms weverus in Libyssa ein Grabdenkmal errichtet hat. das nach dem Verfasser der Schrift de viris illustribus die Inschrift trug: Ilanrnbal nie situs est. Diese Stelle war bisher niemals recht beachtet worden. Aber nachdem Hülfen die völlig verschollene Nachricht des Tzetzes wiederentdeckt, verdient sie weitere Beachtung, und mit Recht fordert Hülsen jetzt die archäologischen Reisenden auf, an der Eisenbahnstation Dil, wo schon der englische Oberst Martin Leake im Jahre 1822 das alte Libyssa gesucht hat, nach den Resten des Denkmals zu spüren, das der erste Afrikaner auf dem Thron der Cäsaren dem großen Römerfeind errichtet hat. Das Äucktvol ze ae richt in Brügge verhandelte letzterTage gegen vier Wucherer mit Namen Willems. Van Wilder, Bande Put und de iannlöre, die zwei Unterlleutenants des 3. Lancier - Reaiments zabllose Darlehen von 7,000 bis 100,000 Francs gegen kurze Weisel vorgestreckt und hierfür sowie für Erneuerung der Tratten 20 bis 50 Procent einaebeimst hatten. Zudem mußten die leichtsinnigen Officiere, die inzwischen unter Vormundschaft gestellt und sahnenflüchtig geworden sind, von dem saulxren vierblatterigen Kleeblatt Gemälde, Schmucksachen, Pferde, Wagen u. . w. zu übertriebenem Vrene neb men, der von den Darlehen von vornherein abgezogen wurde. Zahlreiche Zeugen, die gleichfalls Kunden der Wucherer waren, bekundeten, daß sie diesen von Darlehen 20 Procent ProVision und 6 Procent Zinsen hätten zahlen müssen. Andere haben von den Angeklagten- Hunderttausende zu 10 Procent entliehen. Willems wurde zu 10 Monaten Gefängniß und 2000 Francs Geldbuße, Bande Put zu 7 Monaten und 100 Francs, Ban Wilder zu 2 Monaten und 100 Francs, de Canniöre zu 1 Monat und 3000 Francs verurtheilt. Nach dem Berichte, wel chen der Director des Arbeitsamts an den oandelsminister über die Bewe gung der Bevölkerung Frankreichs im Jayre 1894 erstattet hat, wurden in diesem Jahre festaestellt: 286.662 Seirathen, 6.419 Scheidungen, 855.333 Geburten und 815.620 Sterbefälle Im Vergleiche zu den Ziffern des vorangegangenen Jahres ergibt sich eine Verminderung von 632 Heirathen, 19,284 Geburten und 51.906 Sterbefällen; nur die Scheidungen weisen eine Vermehrung auf. nämlich um 235. Es ist mithin nur die starke Verminderung der Sterblichkeit, die Frankreich in dem angeführten Jahre vor dem Bevölkerungsausfall der früheren Jahre gerettet hat. ' Im Jahre 1881 betrug die Zahl der Heirathm 282.079. die der Geburten 937.050 und die de? Sterbefälle 828,863; man sieht, datz die Verschlechterung der de biographischen Lage Frankreichs fort während zugenommen hat und daß die kleinen Besserungen nur zufälligen Veränderungen der Sterblichkeit zu danken sind. Die Zahl der natürlichen Kinder ist auch in Frankreich im sott währenden Anwachsen begriffen Während sie im Jahre 1800 nur Procent betrug, beläuft sie sich jetzt au 8 Procent sämmtlicher Geburten (76.451 im Jahre 1894 gegen 70,079 im Jahre 1831). In Baris beträgt die Proportion nicht weniger als 28 Procent. Kaufe Mucho's Best Havann iaar." Das Beste von Weizen, Korn, Reis und Kartoffeln sind die Bestandtheile der Pfattnkuchen aus HlWelv JTeinry's in der Herstellung verwenden wir MaiS und Weizen. & lrtoffeln Korn. ZTo-mr England Pancake Flour. Fabrizirt von I. Pieser & Co.. Bei Ihrem Qrcccr. Chicago, Jll.
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