Indiana Tribüne, Volume 19, Number 158, Indianapolis, Marion County, 25 February 1896 — Page 3

GelmMeitMMMM gelzin Hand in Hand. Wer daher an Lcberlcidcn und Unordnnngcn des Magens leidet, sollte nicht versäumen sofort Dr. August oenig's HASViBUReSESi TROPFEN anzuwenden, das wohldekannte deutsche Heilmittel.

4ZIZZZ&Z&2&ZZZSAZZZ4&.& 3 mdt schwächt die Muskeln so plö?lich und voUftändkg wk S Hüften, Rückenschmerzen oder 3 steifen Hals. J und durch nlchtI werten fit so rasch gehellt wke durch 27 .ATTr&TS föSSXie.

w.j- tuj m

5VV?5V,!?V5SVVVV5V?

Besuchen Sie unseren Pernbroke Arcado Laden, Washington Str. Eingang. Eine große Cöllectio von Schnittblnmen u. Palmen ist zum Verkauf ausgestellt. Vertermann Vros. FLORISTEN. i lemens Vonnegut 181 & 186 Off Washington Str. Mehgcr-Gcräthc. Werkzeuge in aräßter AuSmabl. (5anarien-Vögcl, feine Sanger. Echöne Messing'ästge von 60c auswärts. Papageien, Spott und alle Sorten Vözel Fische, Aquaria. Qlobtl, Futter und Saamen von allem daS beste und billigste. O. LF. Kloppor. 138 Massackulett ve. " M. GierKc. Deutscher Buchbinder. 408 Süd Last, cke McSarty Str. i Up Stairs. txx ttatl inQBant, T ttb tcrtama Cttol, I imt Lestellungen für mich entgehe. Zermalmte und ganzen C 0 k e zu haben bei der Ind'polis Qns Co. Dr. 1. 23. Wvteltffe, tt-t ftA ZschlieSttS mit wdLrtttche fiiZtn nxfe ait QM jlcctt d ttTUtrattfltt?. g. 95 C Elatttt ttahe. Otfceta : i V.5 10 Ut Vorm. t Itl Hit LsÄ t6-ttc -MJotiitrTvew. Xxlf Qtl Hl sa ITtt'o mm mmi Zö West Washington Str. ol .fi tn mc- iv Zähne mit Silber ,u füllen 75c, mit Gold 1 und aufwärt, : Zähne zu reinigen 75c; ... okj- rsa. Ans Zähne zu ziehen 5c. Da beste Gebiß auf Guinmue'asii 53. Em gutkö Gebt? Zähne schmerzlos au exogen. C. C. EVEHTS, Deutscher Zahn-Arzt. No. 8j Nord Pennsylvania Str. 3 tokd aus Wunsch angewandt. Dr. THEO. A. WAflm No. Nord Delaware Ätr. erechkden : 10 U5? orm.: 3 VLx Viach.! Sonntag: Hl3 SU ult r. Xilepirn Ar. C. R. Schaefer, Krzt und ivtxxQ, Ro. 430 SbUon Ävenue. nabe tRotxlS Er,. I tftflt : n.jrSCTttfient. J-UIt I achm:tt,gA. 7 Ut Mtn. Xtlt9 Dr. LeonL Soll, Deutscher Arzt, 6cke Saft und OhZo Straße, praktizirt gemeinschaftlich mit seinem Vater Dr. Suido Bell. .x.. Vermittaas 10 iZNHr. 4-1 Nd? Dr. I. Wühler, 120 JOü Me7arty Clr ech ,: S - NN ,?. -LH, .; l l sie end. Telephon 1448. tzrtchke: omtaai ar Siratttasl. HER3IAM LINKE, 197 Süd Meridian traft. Deutscher Messerschmied, Arm ,,s .W.

-Xg mZUOmm. I ' J n-

w

05t?5.knu njtex ssi iqSttS.

vm,...

Xyi

- Pietro Ghisleri Aoman von F. Marion Srawford. (Fortsetzung.) JH sah Sie nur aus der Straße und in größerer Entfernung entgegnete sie in entschuldigendem Ton. So entging es mir, wie angegriffen Sie noch aussehen. Bitte, verzeihzn Sie mir Aber ich würde heute oder morgen ohnehin gekommen sein versicherte Ghisleri. Nach dem, was geschehen ist, glaube ich zu wissen, w:shalb Sie mich zu sich entboten. Sie haben gehört, was alle Welt sagt. Die Leute, die mich besuchten, ehe ich ausgehen durfte, erzählten mir Alles darüber. Ich dächte mir vorher, daß es so kommen würde, obgleich wir den S:kundanken eine andere Veranlassung nannten, die Sie wahrscheinlich auch gehört haben, und die, wenn die Wahrheit bekannt würde, die wirklich: Ursache des Zweikampfes leichter verrathen hätte, als man ahnt. Habe ich Recht? Sie wünschten mich zu fragen, weshalb ich mir herausnahm, mich Ihretwegen zu schlagen?" Ich wünschte mich nur zu erkund! gen, weshalb Sie sich der Sache mit solchem Ungestüm annehmen; aber bitte, gehen Sie jetzt nicht auf dieFrage ein, Sie sind noch nicht stark genug dazu. Ich bedaure außerordentlich, Ihnen geschrieben zu haben." Das ist durchaus nicht nöthig, denn ich bin sehr wohl im Stande, Ihnen jede Auskunft zu geben. Ich hoffe,Sie werden mir verzeihen, wenn ich Ihnen die ganze Geschichte von Anfang bis Ende erzähle. Es ist eine Mittheilung, die ich Ihnen im strengsten Vertrauen mache, und ich fürchte nicht im mindesten, daß Sie mich verrathen werden. Wenn Sie nicht geneigt sind, sie anzuhören, werden Sie immer glauben, daß ich Sie muthwillig zum Stadtgespräch machte. Nur um mich in Ihren Augen zu rechtfertigen, bitte ich Sie, mich an- : neu utn iau(,iitiwtu vsit uicuciuyi entrüstet sein. Darf ich?" otn , (SL, YnWWrh m cyftr. , " oj iciöi wmen zu precyen wunden, inetwegen haben Sie es nicht nöT'a Es geschieht einzig und allem meinetwegen. Ich bin ganz selbstsüchtig. Wenn Sie Alles gehört haben, werden Sie die Geschichte meines Lebens ken neu, von oer mannen beulen geij)e Einzelnheiten bekannt sind." Er lehnte sich rn seinen Sessel zurück und schloß die Augen, als ob er seine Gedanken sammeln wolle. Laura setzte sich so, daß sie ihm nicht unmittelbar gegenüber war, doch so, oaß sie ihn sehen konnte. Ich habe diese Geschichte noch sei nem Menschen erzählt," begann er, denn ich hatte noch niemals einen vernunftigen Grund, es zu thun. Als ich noch sehr jung war. liebte ich die Fürstln Bianca Eorleone, eine geborene Eampodonico. Tochter des verstorbenen Herzoas di Norba und Schwester Glanforte Campodonico's. mit dem ich das Duell hatte. Ich liebte die Dame 5..,. , v.m von ganzem Herzen bis Z dem Tage tjT" Tnh5 nnm turm nn tslltlo?. Ynit ihres TodeZ, doch jung und taktlos, wie ich war, zeigte ich es zu sehr. Ihr Bruder Glanforte haßte mich, weil der Name seiner Schwester und der meinige beständig zusammen genannt wur . . ! i trr" f t n . a v! cen. lyai mein mqiiuizz, oiz Höflichkeit in unseren Beziehungen zu erhalten, aber endlich beschimpfte er mich öffentlich und wir schlugen uns. Dieses erste Duell fand vor mehr als r.jc. (v.c rn.u.f n.ii v v? KÄW Campodonico dot alles aus. micy zu todten, bis ich ihm den Arm durchbohrte. Ohne seiner leichten Wunve zu achten, verlangte er den Kampf mit Pistolen fortzusetzen, aber die beiderfettigen Sekundanten weigerten m dessen und erklärten die Angelegenheit beendigt. Kurz daraus erkrankte die Fürstin. Zwei Tage vor ihrem Tode lletz sie sich m das Wohnzimmer tragen und Mich zu sich rufen. Ihr Bruder war bereits dort. Sie nahm uns Bei den das feierliche Versprechen ab, uns ihretwegen nie wieder zu schlagen. Ich verabschiedete mich von ihr, um sie trieben nie wieder zu sehen." Laura hatte ihm mit athemlosem Interesse zugehört. Ich lebte lange einsam und zurück gezogen," fuhr Ghisleri fort. End lich kehrte ich wieder in die Welt zu rück und that mancherlei, zumal Schlechtes, von dem zu sprechen nicht nöthig ist. Ich fühle mich hier und da in Liebe zu einer Frau hingezogen, doch niemals entwickelte sich eine tiefere Nel aung daraus, bis mich endlich ein et was ernsteres Gefühl an eine Frau ftsselte, die ich nicht nennen will, an eine Frau, deren auter Name noch niemals angetastet worden war. Jetzt komme ich zu den Ereignissen, welche das Duell veranlaßten. Die Leute hatten gesagt, daß Sie den bösen Blick haben und eine Jettatrice sind. Die unnnnicre Geschichte wird von 2Jnrnv zu Mund wiederholt und wird Ihnen die hiesige Gesellschaft nach und nach i .i.r:x rr: ruv ros.

ww

Tnenn genug, um Das zu begreifen. Eines Abends war ich bei den San Giacinto's zu Tisch geladen, Campodonico und ich saßen einander gegenüber. Er glaubt an den Unsinn, ich nicht. Pietrasanta erwähnte Ihren Namen und zerbrach in diesem Augenblick zu-

fallig ein Glas. Es erhob sich eine Erörterung über das Vorhandensein des bösen Blickes. Eampodonico und ch tauschten einige unbedeutende Be merkungen darüber aus und damit war die Angelegenheit, so weit es Sie beraf, beendigt. Dennoch knüpften die Leute an diese Erörterung die Vehaupung, das Duell hatte Ihretwegen stattgefunden." Es war also ein Irrthum?" fragte Laura. Ja. Eampodonico war in gereizer Stimmung gegen mich. Im Saon zündete ich eine Cigarette an und betrachtete eine Zeit lang die Kopie eines Zichy'schen Bildes, dessen weiblicht Hauptgestalt eine bluffende Aehnlicheit mit der Fürstin Eorleone hat. UnVersehens näherte sich mir CampodoNico. Er errieth, weshalb mich da Bild anzog, und in Hellem Zorn fragte er mich, ob es unter gewissen Umstanden nicht gestattet sei, ein feierliches Gelöbniß zu brechen. Ich verneinte, er gerieth außer sich und nannte mich einen Feigling. Noch immer bewahrte ich Ruhe, und Geduld. Seme Bechimpfungen wurden maßloser, bis er wüthend hervorstieß, seine Schwester würde einen solchen Wortbruch gebiltat haben, wenn sie sehen konnte, daß der Mann, den sie geliebt, so tief gefunken sei, die Frau zu lieben, der ich vorhin gedachte. Er nannte ihren Namen. Ich antwortete ihm, wie es sich diesem Angriff auf eine gute schutzlose Frau gegenüber gebührte, unseren Sekundanten aber sagten wir. eine Meinungsverschiedenheit über Zichy's Talent habe zu der Herausforderung geführt. Das ist die ganze Geschichte." Eine sehr seltsame, erwiderte Laura, in sein bleiches Gesicht blickend, mit leiser Stimme. Sagen Sie mir, Signor Ghisleri, ist es wahr, daß Sie gar nicht auf Ihren Gegner feuerten?" Ja. Und weshalb nicht?" Weil wenn Ihnen daran liegt. es zu wissen ich mich noch an mein Versprechen gebunden fühle und ich mir nie vergeben haben wurde, wenn ich ihn verwunde! hätte. Errathen Sie nur das Uebrige und wollen Sie mir verzeihen, daß ich die Welt in dem Glauben ließ, das Duell habe Jhretwegen stattgefunden?" Gewiß, antwortete Laura ohne Zögern. Sie haben sich in der ganzen Sache großartig benommen und ich möchte nicht " Bitte, loben Sie mich nicht." unterbrach Ghisleri sie, was immer ich auch that, war die nothwendige Folge fruherer Handlungen. Genehmigen Sie nur noch meinen aufrichtigen Dank dafür, daß Sie meine Entschuldigung gelten lassen und damit sei die Sache abgethan." Was mich nicht hindern soll, darüber zu denken, wie es mir gefällt. Dagegen haben Sie doch nichts?" Ich werde Ihnen für den freund lichen Gedanken, den Sie mir schenken, sehr verbunden sein." Laura konnte ihre Bewunderung für sein Benehmen nicht verbergen. Er hatte seine Geschichte sehr einfach erzählt und, wie sie fühlte, genau der Wahrheit entsprechend. In ihrer Achtuna war er besonders deswegen gestie gen, weil er das Alles um einer Frau willen, die er wirklich geliebt, geduldet und gethan hatte. .Darf ich mir eine Frage erlauben?" sagte sie, nachdem beide eine Weile geschwiegen hatten. Gewiß, und ich werde sie gerne beantworten, wenn ich es kann." Erinnern Sie sich, daß Sie mir vor längerer Zeit einmal sagten, daß Sie Ihrem eigenen Thun stets zu miß rauen Pflegen? Waren Sie auch rn dieser Angelegenheit mit Ihrem Verhalten unzufrieden?" Nur insoweit, als Ihr Name darein verwickelt war." Er hatte kaum zu Ende gesprochen. als die Thür sich' öffnete und Donald Francesco und Adele Savelli anmelbete. Ein leichter Schatten alitt über Laura's Gesicht, als sie sich erhob, ihrer Stiefschwester entgegen zu gehen. Ghisleri blieb kalt und unbeweglich sitzen. Adele zuckte zusammen, wie Laura gethan, als sie ihn sah. und m,j3s..: i :tt. v!. m' !.' wjiui iuui uuci o;c jcianociung in ihrer eigenen Erscheinung betroffen. Der Ausdruck ihres Gesichts war der einer Frau, die beständige Schmerzen moel. Jyre Augen irrten ruhelos nach allen Richtungen umher und vermieden ängstlich die Blicke der Anwesenden. Ich freue mich. Sie zu sehen. Gbisleri," sagte se, nachdem sie Laura's Wange scheinbar mit einem Kuß gefl.!ri t.ii. v ii cr ' flieisl yaile. cy yane leine Aynung, daß Sie schon ausgehen dürfen, und da wir morgen abreisen, fürchtete ich, Ihnen nicht mehr zu begegnen." Berlassen Sie e Stadt so bald?" fragte Ghisleri verwundert.Ja, lch bin krank und mir wurde empfohlen, auf daS Land zu gehen. Erinnern Sie sich, daß Sie mir einmal, als wir uns auf der Straße trafen, riethen,' Sulphonal zu nehmen? Es that mir anfangs gut, aber bald verlor ich meinen Schlaf wieder. Die Aerzte meinen, man gewöhne sich an alle diese Mittel. Ach, wenn ich nur Schlaf finden könnte, gleichdiel, um welchen Preis. Ich 'sehe jede Nacht Dinge! O, es ist grauenvoll. Haben Sie jemals an Schlaflosigkeit gelitten? Es ist das Schrecklichste, was ich in der Welt kenne." Sie schauderte und Ghisleri sah deutlich genug, daß es sich nicht um ein eingebildetes Leiden handle. Nein," erwiderte er, wenn ich zu Bett gehe, schlafe ich fünf oder sechs stunden sehr fest. Wie ich Sie beneide, sogar um fünf over sechs Stunden, ich, die ich neun oder zehn Stunden zu schlafen pflegte. Jetzt schließe ich oft die ganze Nacht meine Augen nicht. DaS Sulvbonal hat mir sehr gutaethan. Können Sie mir um ernzas Äiums ttcnr ,

Nas Beste wäre, erst die Ursache des Uebels herauszufinden und dann seine Heilung zu versucken." bemerkte Ghisleri. Gewöhnlich hilft auch eine ruhige und gesunde Lebensweise und ein gutes Gewissen. Sie haben natürlich keine Vorstellung, woher das Uebel

rührt? Wenn Sie das ausfindig machen könnten, würde Ihnen bald get . rr . m yoisen lern. Ja, in d:r That." stimmte Adele mit gezwungenem Lächeln bei. Wenn nichts weiter nothwendig wäre, al? ein gutes Gewissen zu haben und täglich einige Stunden spazieren zu gehen. Ware ich in Kurzem wieder gesund." ch zweifle Nicht daran, daß es UNer allen Umständen geschehen wird. Gehen Sie nach Gerano oder nach Ihrem eigenen Landsitz?" Nach Gerano. Es ist wärmer. Schloß Savelli liegt zu hoch für das Frühjahr. Ich wurde dort frieren. Es wäre sehr liebenswürdig von Jhnen. wenn Sie. nachdem Sie wieder stärker geworden sind, uns auf einen Tag oder zwei besuchen wollten. Ich wünschte auch, Du kämest zu uns, Laura," wendete sie sich an ihre Stiefschwester, mit der Francesco sich leise unterhielt. Du hattest Gerano immer sehr gern, als wir noch junge Mädchen waren. Erinnerst Du Dich des lieben alten Tebaldo, der Thränen zu vergiefett pflegte, weil Du Protestantin bist?" Ja, ich höre, er lebt noch. Vor zwei Jahren war ich zum letzten Male dort. Francesco erzählte mir eben alles über Deine Krankheit. Ich bedauere herzlich, daß Du so viel leiden mußt. Du solltest einen tüchtigen (speziellsten zu Rathe ziehen. Der Landaufenthalt kann Dir natürlich nicht schaden." Das hoffe ich auch,"erwiderte Adele verzagt. Ich habe schon so viel ertragen und konnte mcht mehr viel aushalten." Niemand begreift, was Adele fehlt." bemerkte Francesco in einem Tone, der seine Gleichgültigkeit verrieth. Du hast Adele diesen Winter zu viel tanzen lassen," sagte Laura zu ihm, Du solltest nicht zugeben, daß sie sich zu viel anstrenge." Es lst nicht le cht, Adele zu verhindern, etwas zu thun, was sie zu thun wünscht, antwortete Savelli, diesen Winter bestand sie darauf, überall hinzugehen. Ich habe sie oft genug gewarnt, aber sie wollte nicht hören." Wann sing es an? fragte Ghlsleri, der sich für Adelens geheimnißvolle Krankheit zu interessiren schien. Wann verloren Sie Ihren Schlaf zuerst?" Damals, als wir unS auf der straße trafen und Sie mir das Sul phonal empfahlen, zum mindesten nur wenige Tage zuvor." Ach za, ich erinnere mich, wann das war," sagte Ghisleri nachdenklich, einige Minuten später verabschiedete er ich von Laura und den Savelli S. Er war froh, wieder zu Hause und allein mit seinen Gedanken und dem Bilde zu sein, das ihn an Bianca Corleone erinnerte. In seinem Herzen verglich er Bianca mit Laura Arden. In V:anca's Charakter war;n große Züge, wie in dem ihres leidenschastchen Bruders und wie Ghislen sie z-ch bei Laura vermuthete. (ftortsetzung folgt.) , Aberglaube auf See. Von Friedrich Meister. Das Volk der Seefahrer, gleichviel welcher Nation anghörig, ist aber gläubisch, jedoch keineswegs abergläubischer, als andere Men schenk lassen, deren Lebensbedingungen und geistiger Standpunkt denen der Seeleute ahnlich sind. Wenn man aufrichtig sein will, ist kein Mensch, er sei gebildet oder ungebildet, ganzlich von Aberglauben frei. Es mag dies auf die Entwickelungsgeschichte der Menschheit zurückzuführen sein. Die frühesten Aeußerungen der Menschen gegenüber den Phänomenen des Weltalls waren, soweit sie uns bekannt wurden, vorwiegend Aeuherun gen der Furcht vor dem Unbekannten und Räthselhaften, das heißt des Aberglaubens. Das größte und unerforschlichste Räthsel der Natur aber war von Anbeginn der gewaltige, unermeßliche Ocean; daraus folgt, daß die Seefahrer, die mit den wechselnden Erscheinungen der geheimnisvollen Tiefe in so unmittelbare Berührung kommen und denselben beute noch ebenso hilflos gegenüberstehen, wie die Schiffer des alten Phornziens, sich mit ihren abergläubischen Traditlonen. Sagen und Märchen auf dem weitaus interessantesten Gebiete befinden. Groß ist die Zähigkeit, mit der die Seeleute an diesen Traditionen und Legenden festhalten, aber auch erklärlich. Noch ist die Meteorologie nicht zu einer Wissenschaft erhoben. und da die Gesetze, welche die Wmve und die Stürme regieren, infolgedessen zumeist unbekannt sind, so kann es nicht auffallen, wenn Diejenigen Menschen, die den Gefahren der Elemente am meisten ausgesetzt sind, sich die Ursachen derselben in ihrer primitiven. ungebildeten und daher aberglaubischen Weise zu erklären suchen. Das Christenthum hatte bereits lange unter den Seefahrern der nordischen Länder Wurzel gefaßt; wenn diese j doch eine Reise antraten oder sich in Gefahr befanden, dann riefen sie noch immer den Beistand Thors, des alten Hcidengottes, an. Zudem ist der Seemann so leichtgläubig wie ein Kind. Oft fürchtet er sich vor einem Sarge oder einem Leichnam mehr, als vor dem mörderischsten feindlichen Geschützfeuer, und der heulende Sturm schreckt ihn nicht so sehr, als die eiNge bildeten Anzeichen von allerlei Unolücksfällen. Zwischen ihm und der Ewigkeit befindet sich nur eine dünne Planke : das gelegentliche Erkennen dieser Thatsache mag auch eine Ursuche seiner abergläubischen Veranlaauna sein. Äur Zeit, als die Segelschifffahrt nocb in voller Blütbe and.

war der Aberglaube vom Schiffe ebenso untrennbar, wie das Wasser, auf dem es schwamm. Er begann mir dem Legen des Kiels, er wuchs mit den Masten empor, er bestimmte des Fahrzeugs Namen, die Tage und Stunden des Beginns seiner Fahrten, ja, er beeinflußte nicht selten die Wahl der Mannschaft und der Ladung. In Holland und Belgien hieb man einen aus gestohlenem Holze geschnitzten Pflock in den Kiel; dadurch erhielt das Schiff zur Nachtzeit eine schnellere Fahrt. Wenn beim Zuhauen des Kiels 'der erste Schlag der Art Funken sprühen ließ, dann fand das Schiff schon auf der ersten Fahrt seinen Untergang. Glück dagegen brachte eine Silbermünze,, die beim Schiffsbau unter dem Fuße des Großmastes mit eingezimmert wurde. Die heutigen Festlichkeiten beim Stapellauf der Schiffe sind lediglich Ueberbleibsel der vielfältigen abergläubischen Ceremonien, die ehemals bei solchen Gelegenheiten stattfanden. Noch immer gilt es in Janmaais Augen für unglückverheißend, wenn sich Advokaten, Geistliche oder Frauen an Bord von Segelschiffen befinden. Die Advokaten haßt er von Grund seiner Seele, und wenig schmeichelhaft für jene Herren sind die Vergleiche, die er zwischen ihnen und den Haien, des Meeres Hyänen", anzustellen gewohnt ist. Seine Abneigung gegen die Geistlichen mag auf deren schwarze Gewandung und auf ihre Pflicht, die Sterbenden an Bord zu trösten und die Todten zu bestatten, zurückzuführen sein; viel leicht kommt auch der Teufel hierbei in Betracht, der große Sturmerreger, der, als besonderer Feind der Geistlichen, seine Orkane sendet, dieselben zu verNichten. Der Grund der Unpopulär rität der Frauen an Bord ist schwerer zu finden; vielleicht erinnern sie Janmaat an die Wetterhexen, die er so sehr fürchtet. Unter der Küstenbevölkerurg Schleswigs geht eine Sage, nach welcher drei Wetterhexen einst von einem Jüngling belauscht wurden. Die bösen Weiber besprachen den Plan, den Schiffen ihrer abwesenden Gatten Verderben zu bringen. Sie erwähnten dabei, daß nur ein Mensch mit ganz schuldlosen Händen und mit Hilfe eines Schwertes, mit dem noch kein Blut vergossen, sie an der Ausführung hindern könnte. Als sie darauf in Gestalt von drei ungeheuren Wogen in's Meer rollten, da traf der Jüngling eine jede mit seinem neuen Schwerte, und das Wasser färbte sich mit Blut. Die drei Seefahrer kehrten ungefährdet heim, aber jeder von ih nen fand sein Weib todt.

Nicht nur aus See ist das Sprich wort von den Ratten bekannt, die ein dem Untergange verfallenes Schiff noch rechtzeitig, d. h. vor dem Antritt seiner letzten Fahrt, auf den an das Land führenden Trossen und Tauen verlassen. Daß so etwas thatsächlich geschieht, ist sehr denkbar. Die Ratten halten sich gern im Trockenen aus; ist aber ein Schiff so leck und seeuntüchtig, daß der Aufenthalt m den Tiefen des Raumes den Thieren nicht mehr zusagt, dann liegt es aus der Hand, daß sie den Ort zu verlassen bestrebt sein werden. Die romantischste und poetischste Meereslegende ist die vom Fliegenden Hollander ; sie ist deswegen auch m der ganzen Welt bekannt. Novellisten haben den Stoff mit Glück behandelt. Dichter verewigten ihn in Versen, Dramatiker brachten ihn auf die Vühne, und auch der modernen Oper verhalf die alte Sage zu emem schonen Triumph. Die Grundform der Geschichte, die mit zahlreichen Abanderungen in allen maritimen Ländern erzählt wird, ist die folgende: Ein holländischer Capitän, in den südltchen Gewässern mit Gegenwind kampfend, hatte vergeblich versucht, das Cap Horn zu umschiffen. Er that emen Schwur, dies dennoch zu vollbringen, und als der Sturm immer fürchterlicher wurde, da verlachte er feine Mannschaft wegen ihrer Furcht, rauchte seine Pfeife und trank unter lasterlichen Reden tm Bier, denn er glaubte nicht an den allmächtigen Gott. Einige semer Leute wollten ihn zwingen, einen Hafen anzulaufen, er ließ dieselben jedoch über Bord werfen.Der heiligeGeist fuhr auf das Schiff herab; der ruchlose Schiffer r r i r .i r. v:seuerie aus iyn, ourchicyo avcr uic eigene Hand und lahmte sich den Arm. Als er nun dem Schöpfer der Welt fluchte, da wurde er von der Erscheinung verdammt, ewig zu segeln. ohne Rast und ohne Ruh, und niemals einen Hafen zu erreichen: dazu sollte er nur Galle trinken, glühendes Eisen essen und nie zum Schlaf die Augen schließen. Zum bösen Dämon des Oceans sollte er werden,gott. losen Seefahrern ein Schrecken und eine Strafe, und alle, die sein stürm gepeitschtes Schiff erblickten, sollten von Unglück- und Drangsal heimgesucht werden. Besuchte er persönlich ein anderes Fahrzeug, dann wurden dessen Weinvorrathe sauer, und der ganze Proviant verwandelte sich in Bohnen eine Kost, die Janmaat verabscheut. Brachte er Briefe, so durfte Niemand dieselben anrühren, oder das Schiff war verloren. So ist er zum Fliegenden Holländer" geworden. Er kann seine und seines Fahrzeugs Gestalt nach Belieben verändern und wird selten zweimal als derselbe gesehen. Seine Mannschaft besteht' aus allen alten Sündern der See, aus Dieben, Feiglingen, Mördern und ähnlichem Gelichter. Ewig und ohne Unterlaß muß sie schwer arbeiten und Drangsal leiden, und dabei gibt's nur kärglich zu essen und zutrinken. Das Schiff des Fliegenden Holländers ist das Fegefeuer für die ungläubigen und pflichtvergessenen Seeleute. (Fortsetung folgt.) Schön und rein oll da Haus et sein ! Die besten Oürften kauft man bei H. Qchmedel, 420 Oft MeEarth

vttap.

Die berühmte französische Sängerin CAI.VE schreibt : AaS ächte Aohann Hoff'sche MalzExtrakt hat Wunder an mir gethau. Ich gebrauche cS beständig und verspüre die besten Wirkungen davon. Es fördert die Verdauung, stimulirt das Nervensystem und verleiht mir Kraft zum Ertragen der großen mit der Erfüllung meines Künstlerberufs verbimdenen Nerven-Anspannung.

sZ- C

Man frage nach dem ächten Johann Hoss'schen Malz'Extrakt. X

Alle anderen sind

llIIlIlll'l'I'III'llll'I'Illl.l.l.l.I.lII.tt

G. Leukhardt, Odt Ghio L5 Vdoble Ctta Geräumiges Versammlungslokal für Vereine', Logen etc. Agent det New Jorker Schwäbischen Wochenblattes. -Die bestenWhiskies und Brandies. Rheinweine. Calisornische Weine, Ohio und Virginia Weine JmportirteS und einheimische? Selzer-Wasser I ben atebrififten Preisen u hden bei JACOB EOS, 35 und 87 Süd Dslrvrs St. Telephon 1669. ffrete, prompte Lbleferns ach allen Ltadt theilen. JACOB METZGER & CO. It2ylmi?t u: d embciraisöe Weine und 2pitituoim aller Sorten. Mineralroass er: Wett Baden und MartiuSville, etc F lasch en biere : Selüttz' Milwaukee und da beliebte OrigiiMl Tafel-Bier. Telephona 407. Columbia Malle ! ? tfe Mctzstty & Sussx? Et;. Die schönste, größte und n bequemfirn ein gerichtet? HaLe der Südseite. Sie steht zur ZrfÄ?ung fürdbattung vo Sonzerten, üunz.ränzchen, pnrtieo etc. Besonder Ist sie Vereinen zu empfehlen, rs- Die schönste Witthfchaft in Stadt. Nur die besten Vinänke werden v abreicht. Zu zahlretKnn Vewcd letrt ein KomadHeeß, Saloon, 330 Massachusetts Aveuue. Beste Getränke und Cigarren. LTJWOH. John Hornung, 283 Süd Delwrs Str. Gute Getränke, gute Cigarren und immer einen guten Lunch. John Weber, Sckk Rodle und Merket Str Deutsche Wein- und Bier-Wirthschaft. Warmer Lunch Vormittag unb Nackmittag. Telefon I2ö NntnZtÜ,t die UNION CO-OPERATIVE L a u n d r y, fcetriekcx do Nvi f&rt&M&tae fco. 138. lict vnh U2 trptU önra. T. . Somerville, Manager. Sott littl sorta&jthTfcMamslak warte fer ... Wr Abm Pan. Amt i.xaa, iu: Bomm, UM, ubm. ot 8ooiiMn.wll0t.Mi e.t. Otbn.r.olatMw.lL wur mim. Tom m th. wrk IM Jrwm mmrnm, wbmw ymm mtm. Kwa k- $ 1 iy. A U tfM. Wt tkw m kosr nnwv. r Mail mrnbiff frvai b M aaa Kart jro. l werk la para r all tW Hm. IN, mvmmy tmr-m mr. Falls? mkMwa iam t)

l-s 13

1 1

T KJ r

JrsU. '

WJ

5

4 lf l i " v &&mm v MiMl v Wmm ? jj imm i I : fr 4 ssä5te57 W f V

werthlose Fälschungen. Adolph Frey, (Old rrndom a Right.) Kotary Public, Translator, Correspondent etc. No. 196 Elizabeth Stret. Take Blake St. Car. - Die - Ondiana ribime ist daS eivzige Blstt in Suttana, roth che di Interessen des Volkes gegenüber der Macht der Plntokatt, dertritt. m . Organ des Volkes und nicht einer Partei oder Parteiin teressen kämpft sie unentwegt für Freiheit u. Recht aus alle Gebieten be Leben. Die Vrbeii de Volkek ist di. Schöpferin alle Wohlstande und da. rum wirken dir für solche soziale Re. fsnnen, welche die Arbeit zur freude. bringenden Sust, fiät zur Niederdruckende Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, ssllb e al moralische Pflicht empsinde' Leser der Jndiana TribSe zu te DaS reichhaltige sonntags - Vlatl bietet eine Fülle unterattenden Sef. offeß. Der Abonnements Preiö der täglichen Tribüne tft 12c. ve Sonntagöblatts 5c, beide? zusammen 13 Ct$., Per Woche oder SS CtS. Per Monat. Durch die Poft versandt, kostet fea4 Tageblatt $8, daö SonntagSblatt 92 per 2ahr, beide zusammen in Vorsutbezalunz. rnfnchen aller Art werden rasch und billig aus. geführt. Eintrittskarten, Qittangen. GouQitsUloizsat Neünnngen, OesSSstseartwS, VrttsLSyse, gtrknlm, Vrsgra . f. rs. für SeschwsUltntk nd Oete werden 's -' - i . - J

$fö:3 estt.

AdreßKalender für Geschäftsleute. (Tiefer Adreßkalcnder erschein: tröchcntlich

zwei Mal. Wir berechnen für eine eivmaliae SinrüSung 15 Cts., für einen Monat $1, für drei Monate 52.50, für fechS Monate $5, für ein Jahr 58.00.) Fleisch. Markt. Srnst Wurster, 579 Madison Ave. CHS. Aisenbrey, 25 Virginia Ave. W. Zauß, 902 Süd Meridian Peter Liehr, Ecke Davidsons- Mich. Grocerieö mitgleischmarkt Frau Zohn Lippert, Südwest.Ecke East & MerrMstr. Theodor Wörner, 5 l2 N. Mississippsir. 3ul. Zorn, Scke Wright & Candersstr. Nikolaus Kerz, Ecke Michigan k Pat. tersinstr. Zacoby & MaaS, Scke Delaware k McCartyftr. Hry. Geltmeyer, Scke Orange & Lpruce Koehler Bro., 346 Clissord Ave. Christ. Schetter. Ecke Pennsylvania k Merrill Str. Paul Sohn, Ecke West & Wilken. Äug. Borchert, 30 Shelby Str. ' Tonrad Rie, Ecke Grobe fc Dillonstr. Groeery mit Saloon. Caspar Heß, Ecke Madijo Avenue & Downeyftr. Gustav Pink, Ecke Zdiaa Ave. und West Str. Daniel Rost, Ecke Michigan und Foreft Ave. v ä ckereie. Bernh. Thau, Ecke Srove ä-Hoöbrook. Aug. Haug, 421 Süd Meridian Warmeling Bro., 175 Madison Ave. Wirthschaften. Zehn Hornung, 223 Süd Delavarestr. Conrad Heeß, 830 Massachusetts Ave. Gottl Leukhardt, Ecke Ohio & Noble gi i"i jcici f fi e 3ir fei? i r gV iVe Henry Victor, Mozart-Halle. Zohn Weber, Ecke Market & Noble. Gottlieb Hassert, Bluff Road. Otto Schmidt, Columbia. Halle Zohn Weilacher, 86 Ö.Washingtonstr. Zul. eller, Ecke Delaware 6z Southstr. Christ. Seiter. 476 Ost Wash. Str Frank Ärenö, Ecke Saft u. MorriS Str. Gottl. Gassert, Ecke Delaware u. Madifon Ave. rauß, 219 Massachusetts Äve. Hy Langenberg, 113 Oft Washington

Hrm. Buhr, Virgiia Ave & Coburn Fred. Weiland, 16 Prospekt Henry Sponsel, 345 Madison Äve. Mich. Haberern, Ecke Weft & Erste. 3. Zacoby, Ecke Columbia k Malott Eh. Fischinger, S. W. Ecke Market u. Noble Str. Cha. Hellmann 259 Bateö Str. Hy Stock, Beethovenhalle, Ost Maryl Fritz Bernhardt, 76 Süd Delaware H Grünert, 61 Oft South Phil Menzer, 351 Madison Äve Chs. Strack, MorriSstr & Madis. Äve Sohn Emhardt, 772 Süd Eaft John Sissl, 135 Oft Washingtonstr. Otto Cchissel, Ecke Weft Str. Kanal. Frank Gitter, 185 Oft Washingtonstr. Math. PeterS, 195 Oft Washingtonst?. Zohn Krupp, 841 Süd Pennsylv. Str. Matthiak Selb, Ecke Capital Ade. & MorriS Str. Zohn Roeder, Ecke Michigan & Davidson Str. Philip DeluS, Ecke Central Ävenue i New Jersey Str. CHS. Glitenftein, 286 W. Washington Frank Funk, Ecke High & Wyoming Zohn Pftumm, Ecke Delav. k Merrill Paixter. Fred. Mack Sc Co., 32 Süd Meridian Studer fc Beam, 235 Süd Lindenstr. Barbiere. Henry Hert, Ecke Market k Delaware George Bernlöhr, 1 English Ave. ThQ Tentletli Century, ein yneichnete Oochenschrift, roelch fortschrittlich gesinnt Lesern sehr zu nnpfeh. ten ist. In der Tendenz ,var sozialiftilch, werden dOch andere fortschrittliche 5t$toricn darin unparteiisch besprochen. Van bestelle direkt bei d Humboldt Publishing Co 19 U?sr &act, Cii

ftni.ao.ptr:TM.i t

11