Indiana Tribüne, Volume 19, Number 157, Indianapolis, Marion County, 24 February 1896 — Page 2
Jndiana Tribüne.
Erscheint Täglich und Sonntagv. Die tZgliche Tribüne- kostet durch den TrSger 22 CentS per Woche, die SonntagSTriöüne"S Cents per Woche. Seide zusammen IS Cents der 65 Cents per RNonat. Per Post außerhalb de, tadt zugeschickt in orauSbezhlung V pci rjjr. fftt 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 24 Februar 1896. Jer chinesische Seezolldlenst. Aus Anlaß der chinesischen Anleihen wird der chinesische Seezolldienst (Chinese Imperial Maritime Cus toms Service) Häufig genannt werden und deshalb dürften einige Mittheilungen über denselben von allgemeinem Interesse sein. Bis dahin war im Abendlande wenig über diesen Dienst bekannt, der nirgends seinesgleichen hat. weil Angehörige aller Culturstaaten darin beschäftigt sind. An der Spitze steh! seit mehr als dreißig Jahren ein Engländer, Sir Robert Hart, der für Alles, was mit dem Seezolldienst zusammenhängt, derantwortlich ist. Ihn eingerechnet sind 419 Engländer, 101 Deutsche, 49 Nord-Amerikaner, 34 Schweden und Norweger, 32 Franzosen. 27 Dänen. 19 Portugiesen. 12 Oesterreicher oder Ungarn, 10 Spanier, 9 Italiener. 7 Russen. 3 Holländer. 3 Belgier, 3 Siamesen und 1 Venezolaner. Handel und Schifffahrt der Engländer machen etwa sieben Zehntel der Gesammtheit aus; man kann daher schon nach den vorstehenden Ziffern nicht behaupten, daß sie zu viele Stellen für sich beansruchen, nämlich nur 57 Procent. Noch weniger wird man dies sagen dürfen, wenn man die Stellen auf ihren Werth hin prüft. Im Bureau arbeitende ausländische Beamte gib? es 205, worunter 128 Engländer. 18 Franzosen, 16 Deutsche. 13 Amerikaner u. s. w. Bei den dem General-Direktor Sir Robert Hart unmittelbar unterstellten Directorcn (Comniissioners of Costonis) der einzelnen Häfen stehen 16 Engländer 13 Nichtengländern gegenÜber, nämlich 5 Amerikaner. 4 Deutfche. 3 Franzosen und 1 Ungar. Den Zolldirectoren für alle Unterbeamten verantwortlich sind die Hafenmeister, die zugleich oberste Jollcontroleure sind; nur in Shanghai ist beides getrennt. Unter den 21 Hafenmeistern finden wir 13 Engländer. 3 Deutsche. 3 Amerikaner, 1 Schweden und 1 Dänen. Im ganzen gibt es unter den 403 Unterbeamten 63 Deutsche, meistens Seeleute von Beruf. Feiner sind auf den zum Zolldienst gehörenden Kanonenbooten noch 2 und auf den Leuchtthürmen weitere 20 Deutsche beschäftigt. Außer den 720 Ausländern gehören 3471 chinesische Angestellte in niederen Aemtern oder als Diener dem Dienste an. Alle diese 4200 Menschen von sechzehn derschiedenen Nationalitäten arbeiten durchaus collegialisch und einmüthig zusammen. Daß die chinesische Regierung nur auf die Einkünfte des Seezollamtes hin Geld erhalten kann, ist bekannt. Weshalb aber? Weil es nur hier eine vernünftige Art der Abrechnung gibt, die in englischer und chinesischer Sprache geführt wird und dadurch um so zuverlässiger ist. Sollte nun dieser Dienst, der schon über vier Jahrzehnte bestanden hat, und längst für die ganze chinesische Küste und den Jangtzekiang unentbehrlich geworden ist, nicht ein Fingerzeig dafür sein können, wie die chinesische Frage am besten zu behandeln wäre? Könnte man nämlich allmählich in anderen Verwaltungszweigen Chinas dieMandarinen beiseite drängen und durch Westländer ersetzen, so würde dies eine weit bessere Lösung der Sache sein, als wenn das Abendland erst einen ungeheuren Krieg um die Vertheilung der Beute führen wollte. Ueberall im qroßen Reiche der Mitte Handel und Wandel völlig frei für Jedermann und die Mandarinen von westindischen Colleqen am Erpressen gebindert: man sollte' meinen, es wäre der Mühe werth, daß sich die maßgebenden Kreise im Abendlande einmal ernstlich die Frage vorlegten, ob sich dies nicht auf friedlichem Weae herbeiführen ließe. Das ckiinesische Volk würde ganz gewiß nlzzls oagegen yaoen. Corruptlon der Pariser Presse. Die zahlreichen strafgerichtlichen Verfolgungen, die in der letzten Zeit aus verschiedenen Anlässen gegen Pariser Journalisten angeordnet wurden, haben auf die dortigen Preßverhältnisse ein recht trauriaes Lickit aeworfen. Niemand verhehlt sich, daß die pariser Pres e noch niemals eine so schwere moralische und materielle Krise ourcyaemacht hat, eine Krise, die wahr schädlich mit dem Äusammenbruck, ei ner größeren Anzahl von Blättern und Journalisten enden wird. Wie in der politischen, so werden jetzt auch in der Zeitungsweli Rufe nach Säuberung, nach sittlicher Gesundung laut, und verschiedene Heilmittel werden vorgeicylagen. Bernard Lazare empfiehlt, einen Verband von anständiaen Literaten zu gründen, die sich verpflichten sollen, die Feder niederzulegen, sobald die Zeitung, für die sie schreiben, von ihrem Eiaentbümer m anrückten Dingen mißbraucht wird. Es scheint xn der .hat, daß nur ein entschlössenes Zusammenwirken aller ebrenbaften Elemente Besserung schaffen kann. Wie vos es mit dem sittlichen Empfinden eines Theiles der Pariser Presse bestellt ist. geht aus der sehr rücksichtslosen Schilderung eines genauen Kenners der Verhältnisse, des Schriftstellers Fernand Sonors, bervor. ßr weist zunächst darauf hin, daß selbst die lou - latter. mt ziem Uae Ver breitung haben, nicht aus eigenen Mitteln be teden konnten. Bei 8000 Abon nenten und freihändigem Verkauf von iv,vw lemplaren. lagt Sonore.
mutz eine Par-ser Zeitung bei dem geringen Anzeigen - Ertrag einen Ausfall von 100.000 Francs haben. Wie ist es nun möglich, daß eine Reihe von Blättern mit noch weit geringeren.
rechtlich erworbenen Einnahmen sich zu halten vermögen? Nur durch mehr oder weniger unlautere Handlungsdienste. Zunächst bsiehen fast alle aus dem Geheimfonds des Ministeriums des Innern Gelder von 200 bis 500 Francs monatlich. Mit 80.000 Francs kann sich also die Regierung durchschnittlich 70 Zeltungen verbinden. Dann sind die Eisenbahngesellschaften, die Finanzanstalten und die Spielbanken großmüthige Helfer in der Noth. Die großen Creditinstitute zahlen geradezu ungeheuere Summen an die Presse, so der Credit Foncier allein drei Millionen jährlich an die großen Zeitungen. Die Spielbank non Monac? zahlt jährlich eine Million an die Pariser Presse. So erklärt es sich, daß manches Blatt mit Uim 500 Lesern höhere Erträgnisse als andere Zeitungen, d:e 30.000 ceser rao:n. Photographie in natürlichen Fa r den. ftaft scheint es. als wolle jeder Monat des erst wenige Wochen alten Iahres 1896 eine Ueberraschung auf dem elde der Photographie bringen, der Januar die Verwendung der RöntgenStrahlen, der Februar einen bedeutsamen Fortschritt zur Lösung des Problems der Photographie in natürlichen Farben. In der letzten Versammluna der Freien Photographischen Vereinigung" in Berlin, die im Hörsaal des Museums für Volkerkünde stattfand, wurden von Dr. Neubauß 21 Bunt-Photographien mittelst Lrojektions - Apparates vorgeführt. welche allseitige Bewunderung hervorriefen und wiederholt lebhaften Beifall entfesselten. De? Erfinder des bisher nur im engsten Kreise bekannt gegebenen. neuen Verfahrens, an dessen Veroollkommnung er fünf Jahre gearbeltet, ist Dr. Selle in Brandenburg a. d. !).,der auch gegenwartig war und zum Schluß enthusiastisch begrüßt wurde. Der Grundgedanke des Verfahrens ist derselbe, wie der dem Vogelschen Druckverfahren zu Grunde ' liegende. ras aus der Jung-Helmholz schen Theorie von den drei verschiedenen Nervenfasern in der Netzhaut des Auges beruht, welche je nur für Roth. Selb und Blau empfindlich sind. Wie bei dem Voqel'schen Verfahren werden durch rothe, gelbe und blaue Färbschirme je eine Photographie hergestellt, bei deren Belichtung somit alle nicht-rothen oder alle nicht'gelben oder nicbt-blauen Strahlen gewissermaßen abfiltrirt sind, sodaß an der ersten Photographie nur die rothen, an der zweiten nur die gelben, an der dritten nur die blauen Partien der zu Photoirabhirenden Gegenstande im Negativ ' mc . rf. i dunkle lloer erzeugen. Aomeiazeno zon jenem Druckverfahren kommen cei dem Selle'schen Verfahren Platten mit emer besonderen, sehr zarten Collo dium-Gelatine-Haut zur Anwendung, welche die Eigenschaft besitzt, an den belichteten Stellen durch Anilinfarben rasch und sicher gefärbt zu werden, an den unbeachteten dagegen nicht. Hie rm liegt das Kennzeichnende des Selle'schen Verfahrens. Wendet man nun zum Färben der so hergestellten dreifachen Photographien solche Anilmfarben an, die im Ton genau dem bei jeder Aufnahme benutzten Glas schirm entsprechen, so kommen auf den Collodium-Häutchen nur je die rothen. gelben und blauen Partien rn den ana logen Farben zur Erscheinung, und man braucht nur die drei durchsichtigen Häutchen genau überemanderzu legen, um ein Bild in den naturlichen Farben zu erhalten. Die Schwierig keit hierbei liegt nicht m dem genauen Uebereinanderpassen der Häutchen, sondern rn der genauen Ueberemstimmung der Anilinfarben mit den ge brauchten, farbigen Gläsern. Daß indessen auch diese Schwierigkeit überwindlich ist, bewiesen die vorgeführten Photographien. Dr. Selle wendet nicht Spektel-Roth, -Gelb oder -Blau an. sondern ein Helles Blauroth. ein Grünblau und ein reines Gelb, Es kommt bei der Wahl der Grundfärben wesentlich darauf an, daß ihre Mischung möglichst remes Weiß er gibt. In der systematischen Darlegung des Verfahrens wurden zuerst die Bilder einer Farbenmusterkckrte gezeigt, wie sich solche bei Anwendung der einzelnen Glasschirm und wie nach dem Ueberernanderlegen der Col lodium-Häutchen darstellen. Der Ver gleich mit dem daneben gelegten Ur bild ergab im letzteren Falle eine über raschend genaue Farb-Uebereinstim mung. Dasselbe zeigte sich dann bei einer Reihe nach der Natur gemachter Ausnahmen von Blumenstraußen, Schmetterlingen und Käfern. Gebäuden und Straßenbildern, nicht minder bei der photographischen Wiedergabe farbiger Bilder. Am wenigsten aelungen erschienen die Blumen, weil ihre Farben eine gewisse .Trübung und geringen Glanz zeigten. Dagegen wa ren die Schmetterlinae von über raschender Naturtreue. So durste Dr. Neuhauß am Schluß fernes Vor träges die Hoffnung aussprechen, daß die Zelt nicht fern liege, wo Proiec tions-Bilder, deren eine Reihe von schönen Aufnahmen aus den Alpen gezeigt worden war, nur in den natürllchen Farben vorgeführt werden wür den. Die englischen Univers.täten und die Frauen. Die Agitation zu Gunsten der Verlcihuna des Grades eines Baclielor of Arts an Frauen seitens der Univermattn Oxford und Cambridge steht in voller Blüthe, und binnen Kurzem werden die Congregahon bezw. der Senat dieser Universitäten die endailtige Entscheidung über diese Frage zu .reisen yaven. Per von der Orsorder
fQ3tta
Universität erstattete Bericht über diese Frage ist soeben veröffentlicht worden und spricht sich zu Gunsten des Anspruches der Frauen auf den untersten Grad aus. Trotzdem läßt der Bericht das Bestreben erkennen, den Frauen die Gleichstellung mit ' den Männern , zu versagen. Der Grad soll ihnen, wenn sie die üblichen zwölf ternis in einer von der Universität approbirten Localität in der Universitätsstadt zugebracht und die vorgeschriebenen Examina bestanden haben, zwar nicht vorenthalten werden, aber während die jungen Männer ihre Examen eben nur bestanden zu haben brauchen, müssen die Frauen wenigstens aus einer Prüfung mit Ehren hervorgehen (to take liouours). Auch sollen sie Nicht in den unbeschränkten Besitz aller Privileqien kommen, dcren der Mann sich nach bestandenem Examen erfreut, sondern nur m dem Umfange, wie es das Dekret oder das Statut bestimmt. Die Frauen sollen durch den Grad in die acc versetzt werden, vor der Welt ihre höhere Bildung zu bekungen, ohne damit einen Anspruch auf weitere akademlsche Rechte begründen zu dürfen. Ganz besonders untersagen ihnen die Vorschlage der Oxforder Commission die Erwerbung des Grades eines Master k Arts oder iraend einer anderen akademischen Würde. Während das Baccalaureat durch eine Prüfung erworben wird, erlangen die Baccalauren von Oxford den Magistergrad lediqlich durch einen besonderen Aufenthalt von drei Wochen am Sitz der Universitat und gegen Entrichtung der üblichen Gebuhren. Wenn man den Frauen eine so bequem zu erlangende Würde versagt, die ihrem Inhaber nicht nur eme höhere gesellschaftliche Achtung sichert, sondern auch im Ererbsleben nutzbringend werden kann. so ist es klar, daß die Oxforder ComMission von einer Gleichstellung der Frauen mit den Männern nichts wissen will. Dabei ist es noch nicht einmal ausgemacht, daß die Anfang März zusammentretende Congregahon von Oxford die beschränkten Empfehlungen annimmt. Für diesen Fall soll den Damen, die alle Voraussetzungen für den Grad erfüllen, doch wenigstens ein Diplom über bestandene Examen gesichert werden. Dieser Kampf, um einen akademischen Grad mag Außenstehenden sehr klernllch erscheinen, er begreift sich aber aus zwei Gründen, einem moralischen und einem materiellen. Die Zulassung zum IJachelor k Arts-Eramert wäre ein Schritt weiter zu der Gleichstellung der Geschlechter in dem sich immer schwieriger gestaltenden Kampf um s Dasem das Ware der moralische Erfolg und sie würde schon heute den Frauen den Tummelplatz sur diesen 5iamps erheblich erweitern das ist die materielle Seite der Sache. Denn die Grade genießen bei beiden alten Universitäten noch immer eme Wertschätzung, die rn schreiendem Widerspruch zu der Leichtigkeit ihreZ Erwerbes steht, und für viele Stellen im Lehrfach werden ausdrücklich Graduirte von Oxford oder Cambridge gefordert, obwohl es allgemein bekannt ist, daß junge Leute, welche sich schwach füllen, zu diesen Universitäten ihre Zuflucht nehmen, weil sie wn sen. daß die Herren m London Nicht mit sich svaßen lassen. Die große Prinzipienfrage, ob nämlich Frauen überhaupt zum akademischen Studium zugelassen werden sollen, ist in England lange gelost und selbst die beiden conservatloen Hochschulen, deren vermoderte und, wie d:e Ersahrunq lehrt, unwirksame Institutionen auch aufgeklarten Englandern schon lange nicht mehr imponiren, haben ihre Colleges den Frauen eröffnet. Sie befriedigen also wohl den Wissensdurst der Frau, wollen sie jedoch in der Verwerthung ihrer Kenntnisse :m Leben hindern. , ,, Hungernde Fürsten linder. Einem RoHan wird nachgesagt, daß er jeden Titel verschmähte, weil er sich nicht König nennen durste. Dieser stolze Mann hat wohl nicht edacht, daß einstenZ directe Abkömmlinge von ihm hungern und obdachlos sein wur den. Ein solcher Fall ist eingetreten. Die Gemahlin des Prinzen JosephRo han. welche in Weißenbach a. T. die Villa Triestingheim bewohnte, ist nämlich seit einigen Tagen spurlos verschwunden und hat ihre drei Kinder, sowie eme Amme aller Mittel entblößt zurückgelassen. Graf Wimpffen auf Schloß Neuhaus, sowie mehrere Ortsbewohner nahmen sich der bedauernswcrthen Kinder in werkthätiger Welse an. Seitens der VezirkshauptMannschaft wird zur Anzeige gebracht, daß die vermißte Fürstin Schulden im Betrage von 1700 Gulden hinterlassen habe. Dadurch werden schon früher bekannt gewordene Einzelheiten in Erinnerung gebracht, welche die genannte fürstliche Famlltt als vollständig ruinirt erscheinen ließen. Prinz Joseph Rohan, der zweitgeborene Bruder des Mazorathsherrn und derzeit regieren den Fürsten Alvin Rohan. wird schon längst von Mißgeschick verfolgt und ist in bittere Noth gerathen. Er steht im 42. Lebensjahre und war in ersterEhe mit eine? Dame aus einem der angesehendsten kroatischen Geschlechter ver heirathet. Im Jahre 1884 starb seine Gattin, und er blieb kinderlos zurück. Nun verliebte er sich in eine junge und schöne Künstlerin, welche damals an einer Wiener Bühne wirkte, und beschloß, sie zu ehelichen. Es war dies Fräulein Anna Linke, die Tochter eines österreichischen Beamten, der be reits verstorben ist. Die Verwandten setzten alle Mittel in Bewegung, um ihn von diesem Entschlüsse loszubringen und es heißt, daß ihm sogar die Fortdauer einer Revenue von jährlich 70.000 Gulden, bezüglich welcher er für 'kurze Zeit bezugsberechtigt war, zugesa wurde, wenn er den Gedanken an die Mesalliance aufgeben wollte. Allein es gelang nicht, seinen Entschluß zu brechen. Bring Roban versuchte durch ae-
scyastltcye Unternehmungen seine materielle Lage zu verbessern, hatte aber nicht die erforderlichen 5lenntnisse dazu und alles mißglückte ihm. Seine Gattin hatte ein bedeutendes Vermögen in die Ehe mitgebracht, das auf 400.000 Gulden geschätzt wurde. So konnte das Paar noch bis vor drei Jahren eine
schone Villa m der italje von Wien oelvohnen. Damals hatte der Prinz noch Wagen und Pferde, bedeutenden Schmuck, herrliches Silber und kostbare alte Möbel. Aber, als die Roth kam. wanderten Schmuck. Teppiche, eine Sammlung von Hunderten theurer Gewehre. Majoliken, kurz, alles ins Versatzamt. 3n die vielen Qunderte zählten die Versatzzettel. Der Fürst wandte sich nun an Personen, die er ich verpflichtet glaubte, um Sllse. und bat. ihm weniastens einen Meierhof in Pacht zu sieben. Die Antwort, die er von einer Seite bekam, lautete abweiend. ..So bleibt mir nichts anders übrig, als meinen Rechtsanwalt um eine Schreiberstclle in seiner Kanzlei zu bitten! schrieb er daraus und ermelt die zweite klassische Antwort: Das ist wenigstens eine sichere Anstellung!" Im April vorigen Jahres wurde m der Villa des Fürsten Feilbietung gehalten. Alles wurde verkauft, was nicht niet- und nagelfest oder nicht berelts m der Verkehrsoank oder anoeren Pfandleih - Anstalten war. Auch die Hochzeitsgeschenke kamen zur Licitation. die der Fürst einst von seinen Verwandten und Freunden erhalten hatte. Er selbst war bei der Licitation nicht anwesend, denn er war na Paris aereist. um sich bet den sranzow schen Rohans Hilfe zu erbitten. Die Fürstin blieb mit ihren beiden Kmdern buchstäblich von Allem entblößt zurück. Ihre alte treue Amme, eine arme Gärtnersfrau, bot ihr Unterstand an. und so wanderte sie also zu der treuen Person nach Wechenbach hmaus. um dort mit ihren drei kleinen Kindern in einem 5)äuschen, das sich von einer Vauernhütte nicht viel unterschied. zu wohnen. In der olge muß ihr nun wohl eine Wohnung im Schloß Triestingheim angeboten worden sein höchst wahrscheinlich aus Mitleid, denn sicherlich war sie nicht in der Lage, eine herrschaftliche SchloßWohnung zu bezahlen. Was sich weiter begab, können wir nur vermuthen. Hat sich die einst so schone und vielumworbene uüd gewiß auch vielbeneideteSängerin. die da zum Furstenrang emporstieg, das Leben genommen? Hat sie sich zu ihrem Gatten bm m vieremde eflücktet und die Kinder, denen sie lein Brod mehr zu aefcen hatte, dem öffentlichen Mitleid zurückgelassen vielleicht mit dem Nebengedanken, las die Verwandten ia schließlich doch die Kinder nicht entgelten lassen würden, daß ihr Vater eine Bürgerliche zu seiner Frau gemacht hat? ... Set Kakadu. A Won S. Aoe. -f Beim heiligen Aeskulap. es wird nicht anders!" Der junge Dr. med. Stöphasius gab das Hin- und Herstampfen in seinem Empfangszimmer auf und ließ sich schwer in seinenLehnsessel nieder. Kein Patient läßt sich sehen, trotzdem da unten am Hause in großen Buchstaben zu lesen ist, daß hier oben der praktische Arzt Dr. med. Traugott Stöphasius aufKranke wartet, welche kurirt werden wollen. Wenn das so weiter geht, dann dann kannst Du mit nächstem Ersten die Wohnung quittiren, Dr. Traugott Stöphasius, und als Schlafbursche irgendwo unterkriechen, denn bezahlen kannst Du ste nicht mehr." Guten Morgen, ich bin Lissie Greifs!" unterbrach es plötzlich denGedankengang des jungen Doktors; aber nicht von der Thür her. zu welcher herein er schon seit Wochen den ersten Patienten vergeblich erwartete, sondern vom offenen Fenster her. Als er sich nun aber' emporreckte und nach dem gnädigen Fräulein" ausschaute, mußte er unwillkürlich ein herzliches Spottlachen über sich selbst anschlagen. Die sich als Lissie Greifs eingeführt, war ein prächtiger, schneeweißer Kakadu mit grüngelbem Häubchen auf dem Kopfe, der sich in dem offenen Fennster auf einem Querstabe wiegte, welchen Traugotts Diener zwischen die Fensterflügel gesteckt hatte, um das Zuschlagen derselben zu verhüten. Hatte ihn die Überrumpelung durch den Vogel schon aus seiner verdrössenen Grübelstimmung herausgerissen, so thaten dies die anmuthigen Bewegungen des schönen Thieres vollends, und da die sehnlichst erwarteten Patienten ohnehin ausblieben, entnahm er seiner Zuckerdose einen Würfel des süßen. weißen Krystalls: Mag' Lissie Zuckerchen?" ' . Danke, danke!" erwiderte der Vogel, kam zum Zimmer herein und nahm das Stückchen Zucker mit dem Schnabel aus Traugotts Hand. Als er dasselbe nun aber mit den Zehen greifen wollte, um es beim Zerbeißen festzuhalten, da bemerkte der junge Arzt, daß das rechte Bein des Kakadus derartig verletzt war, daß er es nicht gebrauchen konnte. ' O. o, hat Lissie Wehweh?!" mitleidig strich Dr. Traugott über das weiche Gefieder des Vogels hin. dann zerbröckelte er den Zucker und ließ ihn die Brocken von seiner Han nehmen. Danke, danke," rief der Vogel dabei wiederholt und schmiegte sein Köpfchen so zutraulich an die Finger des jungen Arztes, daß dieser sich aedrungen fühlte, abermals kosend über das Gefieder seines Gastes hinzustreicheln. Lissie Küßchen mag'!" ließ sich der Vogel jetzt vernehmen, indem er den Kops empor reckte und den Dr. Trau gott mit seinen klugen Aeuqlein an blinzelte, als ob er in der That wisse. was er wolle. Oho !" lachte Trauaott belustigt, sind wir schon so weit, meine lleme Llssie? Dabei nahm er den Vogel behutsam in die Hand. Erst wollen wir aber doch mal untersuchen.
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was vas gnädig? Fräulein am Veinchm hat." Vorsichtig tastete er an dem verletzten Gliede herum. Dummer Kerl!" rief Lissi. . j Du derartige Vertraulichkeiten verbitte ich mir!" lachte der junge 1 Arzt, immer mehr belustigt von dem liebenswürdigen Intermezzo. Ich bin in diesem Augenblick Ihr Arzt, meine Gnädige, da erwarte ich Respekt. ..." Lissie Küßchcn mag!" Nachher, wenn Lizzie artig ist!" Die Verletzung erwies sich als eine Wurfquetschung mit Zerreißung der Haut des Schenkels. Offenbar war der Vogel in den Straßen verfolgt und bei der Gelegenheit mit einem Stein geworfen worden. Dr. Traugot! spritzte die Wunde mit destillirtem Ciswasser aus. Das schien dem Vogel wohlzuthun. Er hielt ganz still, legte das Köpfchen gegen Traugotts Arm und ließ ab und zu ein schmelzendes Lissie Küßchcn mag!" vernehmen. Plötzlich ginc; die Thür etwas hastig auf und ehe Dr. Traugott Zeit gewann, von dem Patienten in seiner Hand aufzusehen, erscholl zum zweiten Male der Gruß in sein Ohr: Guten Morgen, ich bin Lissie Greifs!" dieses Mal aber nicht vom Fenster her, sondern von der Thür, und im nächsten Augenblicke hörte er dieselbe Stimme im zärtlichsten Klagetone dicht an seinem Ohr: ), meine arme süße Lissie. hat man Dir weh gethan? Ist es bös, Herr DoNor? O bitte, sagen Sie flink !" und dabei flimmerte ein kleines, weißes Händchen unter seinen Augen hin, das sich auf die Flügeldecke des Vogels niederlegte. Jetzt erst fand Doktor Traugott die Zeit, von seinem Kranken ablassen und dem Besuche seine Aufmerksamkeit zuwenden zu können. Aber sonderbar! so flink er vorhin Mit seinem Gegengrüße: Ganz ergebenst, mein gnädiges Fräulein, ivvmit kann ich dienen?" bei der Hand gewesen war. so schwerMig zeigte er sich jetzt. Und doch war es die personifizirte Anmuth. welche sich seinen Blicken darbot. Eine berückend schön?, schlanke Mädchcngesialt. von schneeigem W?i'z umflossen, das rosige, süße Gesichtchen mit einem grünlich-gelben Federhute geschmückt, just wie der Papagei sein Häubchen trug, und die glänzenden Augen flehend zu ihm emporgerichtet, während die feingeschnittenen Granatlippcn. wie in bangen Hoffen halb geöffnet. zwei Reihen blendender Zähne durchblitzen lieben. Es bedürfte in der That erst emer Bewegung des Papageis in seiner Hand, ehe Doktor Traugott sich so weit wiederfand, daß er mit einer artigen Verbeugung fragen konnte: Ihr Vogel, mein gnädiges Fraulem? Die Frage war dumm genug, denn die Antwort war schon vorhin gegeben Er mußte sich dl?5hülb auch ein leises: Dummer Kerl!" von Seiten des Kakadus gefallen lasten. Das brachte lhn indessen zu Verstände. Er verneigte sich endlich und gab Antwort: Es ist nicht gerade schlimm, mein Fräulein. Das Thierchen wird auf der Straße emen Stemwurs bekommen haben. Aber die Haut ist verletzt und Reinhaltung der Wunde dringend geboten . O tausend Dank. Herr Doktor! und verzeihen Sie. daß ich unangemeldet bei Ihnen eingedrungen bin; mich hetzt? d?e, Angst um mem armes Pap chen. Ich bin ihm durch alle Straßen nachgefahren, bis ich endlich sah. daß er auf dem Fensterstabe ausrubte und dann in dieses Zimmer flog. Da bin ich herauf- und hereingekommen, ich weiß gar nicht wie. Nicht wahr, te verzeihen mir, Herr Doktor . Er war sonst gerade nicht schüchtern, der Herr Doktor Stöphasius.aber diesem holden Mädchen gegenüber fand er keine andere Erwiderung als die einfältigen Worte: Bitte gehorsamst. mein gnadiges Fräulein !" Dummer Kerl!" rief der Vogel hinterher. Das süße Gesicht des schönen Mäd chens überzog sich leicht mit rosiger Gluth. Der Vogel war auch gar zu närrisch. Dann darf ich mein Papchen gleich wieder mitnehmen? Mein Wagen erwartet mich vor Ihrer Thür, Herr Doktor!" Erst möchte ich doch die Wunde nochmal kühlen, mem gnädiges Frau lein." Dr. Traugott wurde allmälig Herr der Situation, es schien der klelnen Lissie vorhin wohlzuthun, sie hat solche Hitze ." Das schöne Antlitz der jungen Dame färbte sich immer rosige?. Wie kam der Doktor auch dazu, sich des Ausdrucks kleine Lissie" zu bedienen?! Bravo." rief der Vogel. Bravo!" , Doktor Traugott begann dicWi'nde von Neuem mit Eiswasser zu kühlen. Wieder legte der Vogel das Köpfchen gegen seinen Arm. lvährcnd das schimmernde Händchen seiner Herrin kosend auf seinem Gefieder' ruhte. Danke, danke! "Der Vogel beschämt mich ordentlich!" Bist eine süße kleine Lissie, wirklich! Dummer Kerl!" Hahahaha!" . Unart! Gleich bittest Du um Verzeihung! Lissie Küßchen mag!" Dunkelpurpurn huschte es plötzlich den Nacken der jungen Damehinan. Darf ich nun den Vogel mitnehmen?" Ja... gewiß, mein gnädiges Fräulein, wenn Sie es durchaus befehlen. . . Dummer Kerl, Lissie Küßchen mag!" Der Vogel stieß mit dem Schnabel gegen des Doktors Hand. Nur Geduld, kleine Lissie. Küßchen gibt es auch noch!" Bei dem Doktor kam die Schwerenöthernatur zum Durchbruch. Seine Augen lachten auf die entzückend schöne Mädchenerschei nung hin, welche sich vor ihm, Dank der närrischen Reden des Papageis, in Verleqennhelt wand. Ich mochte in dessen rathen, daß die peinlichste Reinhaltung ist namuck notbwendla
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wenn Sie das hübsche Thier behalten wollen. Meine Sprechstunden sind ohnehin um; wenn es Ihnen nicht unbequem ist, dann begleite ich Sie. und " Bravo, bravo, Lissie Küßchen mag, j dummer Kerl!" I Gnädiges Fräulein, ich stehe ganz zu Befehl !" Bravo, bravo!" Sehr gütig, Herr Doktor !" Die Worte wagten sich kaum von den leise zuckenden Lippen des schönen Mädchens herab." Es ist auch besser, wenn ich den Vogel trage. In meiner Hand ruht er sicherer, und davon fliegen kann er auch nicht so leicht, als aus ihren kleinen Handen Dummer Kerl!" Hihihihi Unart!" Die letzte Antwort des Vogels hatte die Verlegenheit des schönen Mädchens verscheucht und wenige Minuten später suhr sie an Traugotts Seite in ihrem eleganten Coupee durch die Straßen der Residenz. Bravo!" rief der Vogel unterwegs. bravo! Lissie Küßchen mag!" In der Villa des Vrauereibesitzers Greifs angelangt, widmete Dr. Traugott selbstverständlich scmem ersten Patienten" alle diejenige Sorgfalt, die zur Erhaltung desselben nöthig war. Er sah auch m den folgenden Tagen regelmäßig danach, und da der Vogel nicht müde wurde, ihm zuzurufen: Bravo, bravo, Lissie Kußchen mag, dummer Kerl!" küßte er Lissie endlich auch, aber nicht die mit dem Schnabel, sondern die mit den feingeschnittenen Granatlippen. Bravo!" rief der Kakadu, bravo!" Jetzt ist Dr. Traugott längst glücklicher Gatte und Vater. Auch ein vielbeschäftigter Arzt ist er inzwischen geworden, was seiner jungen Gemahlin ganz und gar nicht gefallen will. Aber die gefiederte Lissie mit dem gelbgrünen Z)äubchen auf dem Kopfe halten beide trotzdem hoch in Ehren, der Herr Doktor als seinen ersten Patienten, Frau Lissie als ihren Heirathsvermittler. Dom Jnlanve. Im Alter von 110 Jahren ist im Armenhause zu Oakland, Mich., ein unglückliches Weiblein Namens Biddy Carroll gestorben; die Vcrstorbene war nicht nur bucklig, sondern auch blödsinnig. AufdenlWegevon Oklahoma City nach Newark, O.. passtrte dieser Tage ein Praincschooner Nichmond, Ind. Die Insassen. Mann und Frau. hatten seit dem Tage ihrer Abreise. 13. Mai 1893. ca. 1700 Meilen zurückgelegt, erfreuten sich aber des besten Wohlseins. MehralsdervierteTheil aller stimmberechtigten Bürger von Stoneham. Me., beziehen als Beteranen des Bürgerkrieges Pensionen. Als der Krieg wüthete, übertraf die Zahl der aus diesemDrte gelommenen Freiwilligen diejenige der Bürger um ein Beträchtliches. Große Freude herrscht unter den Farmern rn Georgm. Mit einer Anzahl anderer Einwanderer traf vor Kurzem m der Gegend von Augusta ein Deutscher Namens Hansbürg, der m der Spintusfabrication reich bewandert ist, ein. Als Hansbürg die Unmasse von Süßkartoffeln die dort gezogen werden, zu Gesicht bekam, dämmerte ihm der Gedanke, daß sich aus denselben ein guter Schnaps herstellen lassen würde. Er machte einen Versuch und dieser gelang ausgezeichnet. Es werden nunmehr Anstalten zur Fabrikation von Sükkar-toffel-Schnaps in ausgedehntem Maßstabe aetroffen. Wenn sich aus den Rückständen Stärke herstellen läßt, dann wird die Süßkartoffel bald eine der werthvollsten Culturpflanzen des Südens werden. Ein zweiter Enoch Arden ist nach vierzehnjähriger Abwesenheit der Matrose Frank Vincent vonBrook lyn nach Hause zurückgekehrt, um seine Gattm als die Frau Jas. A. Dunn's wiederzufinden. Letzterer will geschieden sein, um dem Matrosen, welcher Anciennitätsrechte besitzt, die Gattin zu überlassen. Dieselbe hat jedoch keine Sehnsucht nach dem ersten Ehemann und opponirt der Scheidungsklage mit der Motivirung. daß sie Dunn den Sachverhalt vor der Trauung mitgetheilt habe. Nachdem Vincent einige Monate zur See gewesen, habe sie die Nachricht vom Untergang des Schiffes erhalten und einiqeJahre später wurde ihr der Tod des Gatten von einem Kameraden gemeldet. Richter Element, vor welchem die Scheidungsklage zur Verhandlung gelangte, hat noch keine Entscheidung gefallt. Wiegewonne n, sozerron nen. k'lnn man auch da wieder sagen. Herr Louis C. Dillmann, einer der bekanntesten und bis vor Kurzem noch einer der reichsten Deutschen im Staate Washington, hat in aller Stille Spokane. die Stätte seiner langjährigen geschäftlichen Thätigkeit, verlassen und fast ebenso arm. wie er einst das damals unbedeutende Städtchen betreten, hat er der Stadt Valet gesagt, an deren Aufschwung er so gewaltigen Antheil genommen. Als über Nacht der Buhm" über den Ort hereinbrach, da verstand es Herr Dillmann durch geschickte Konjekturen, das Glück zu erfassen, und mit leider zu kühnem Unternehmungsgeiste betheiligte er sich mit dem von ihm so schnell crworbenen Vermögen an den großartigsten Projekten. Plötzlich kam der Krach und Niemand wurde davon furchtbarer betroffen, als Herr Dillmann. Rettungslos sah er sein Vermögen dahinsinken, und mit ein paar Hundert Dollars in der Tasche hat er jetzt den Wanderstab wieder ergriffen, um an einem anderen Orte, wie es heißt, St. Paul, sein Glück von Neuem zu versuchen. UM Pumpernickel, Roggenbrot und alle Sorten Kuchen in vorzüglicher Qualität bei Bernbard Tbau. Marktstand 121 der Hotbrook Otr. 5lo. 31.
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