Indiana Tribüne, Volume 19, Number 152, Indianapolis, Marion County, 19 February 1896 — Page 1

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lLditorielles.

I Nicht nur, daß daö Repräsentantenhauö den Unfug mit dem Ankauf und der Versendung von Sämereien fartzusehen bereit ist, eS hat auch dle Bewilligung dafür von 5130,000 auf 5150,000 erhöht. ES ist ein Skandal 9Die Nachrichten auS Euba lau!en seit einiger Zeit sehr ungünstig für die Insurgenten. Da diese Mittheilungen indeß fast alle auS spanischen Quellen kommen, so sind sie mit Vorsicht aufzunehmen. Auf der anderen Seite aber kann man sich auch nicht verheh len, daß Mittheilung von Seiten der Insurgenten durchaus nicht unmöglich sind, daß man aber von Erfolgen hrerfeits gar nichts hört Keinesfalls scheinen in letzter Zeit die Insurgenten Erfolge errungen zu haben. Ein Londoner Blatt berichtet, daß Nußland eine neue Theilung der Erde" vorschlage. Nußland selbst will Armenien und die asiatischen Probinzen bis Alezandrette, sowie Eonstaninopel nehmen ; Frankreich soll Se rien, Palästina und Jerusalem erhalen; England Egypten und die Ostküste des persischen Golfö; für Oesterreich sind Serbien und Makedonien bestimmt; Italien soll Tripolis bekommen, und Griechenland Thessalien, Kreta und die Inseln deS ägäischen MeereS. ES wurde behauptet, daß alle Mächte hiermit einverstanden seien. mit Ausnahme Oesterreichs, daS sich noch seine Erklärung vorbehalten habe. Dazu meint die ff. Z." : ES ist viel eicht ein unbewußtes Eompliment für die deutsche Ehrlichkeit, daß der Elsinder dieseS TheilungSplaneS Deutsch and bei diesem Länderraub nicht ein mal erwähnt." -9 Noch ist die kürzliche NegierungSanleihe nicht vollständig ausgeführt, und schon wird davz'.l gesprochen, daß binnen Kurzem eine neue Anleihe nothwendig werden wird. Eine absurdere Situation ist noch nicht dagewesen. Die New Jorker Bankiers bezahlen die übernommenen Bonds mit dem Gelde, daS sie auS dem Schatzamte holen und o Wie es hineinkommt, wird tS auch wieder geholt. Die Bonds werden hatsächlich mit dem Golde der Regierung bezahlt. Wo soll daS schließlich hinauS? Bei der Unmöglichkeit einer Einigung zwischen Senat und Hau? in der Finanzgesetzzebung wird sich nach und ncch eine riesige verzinsbare Schuld anhäufen. 3n 118 Tagen läuft die Frist zur Einzahlung der Bonds ab, und wie die Dinge geh?n, wird nach 11 Tagen die Goldreferve wieder unzureichend sein. DaS Morgan Syndikat bezahlt die BondS mit eigenem Golde, die anderen Banken ziehen das Gold, mit dem sie die BondS bezahlen, auS dem Schatzamte. Man möchte lachen über die Geschichte, wenn sie nicht zugleich so traurig wäre. Denn nehme man die Sache, wie man will, dann ist eö doch schließlich die Dummheit, Rathlosigkeit und Korruption im Volke selbst, welche einen solchen Zustand möglich macht. MlMMen. Inland. WetterauSsichten. Schock Wetter heute Nacht, schonck, warmereS Wetter Donnerstag. Gestrige Temperatur: Mazimum 32 Grad, Minimum 7 Grad. Regenfall 0 13 Zoll. Eine Patientinerleideta u'jf dem Operationstische lebenögesährliche Brandwunden. St. LouiS, 18. geb. Maggie Fay, 29 Jahre alt, war am Sonntag wegen Darmentzündung aus ihrer Wohnung, 2628 Dalton Straße, nach dem Hospital gebracht worden. Gestern Abend war Supt. Dr. Crossen dabei, eine Operation an ihr vorzunehmen. Sie lag bereits auf dem OperationS - c r" a c rm uqt uno oerano neu unier oem ,nrr . e tt r nuiit von tzylorosvrm, ai9 eine mrohollampe, welche auf einem Nebentische stand und aus welcher ein Behälter mit sterilisirtem Wasser stand, in welche die herausgenommenen Gedärme geleg werden sollten, damit sie die Körperwärm: behielten, eplodirte.

Die brennende Flüssigkeit spritzte

überall herum, sengte Haar und Kopf-. baut der Patientin an, so daß diese den heftigen Schmerzen aus der Narkose erwachte, sich aufrichtete und mit den Händen die Flammen zu erstiren suchte. Sie saugte beim Athmen I . V öle flammen ein und verbrannte öen Schlund bis zi den Lungen. Schließlich sprang sie in der Todesangst von dem Tisch und schrie aus Leiöekräst n. Die Aerzte warfen der Unglücklichen nasse Handtücher auf den Kopf und erstickten die Flammen. Man brachte die Patientin in Decken eingewickelt aus ihr Lger. Am Morgen war sie noch am Leben, doch wird ihr Tod stündlich erwartet. AuS dem Eongreß. Washington, 18 gebr 3m Senate kam heute gar nichts von 3nteresse vor. 3m Hause wurde die VerwilligungSbill für daS Ackerbau-Departement passirt. Die Verwilligung beträgt $3,158,192. Der Theil deS Gesetzes, dem gemäß der Ackerbau-Sekcetär angewiesen wird, seltene und ungewöhnliche" Sämereien anzuschaffen und rei zu vertheilen, daS der Sekretär Morton sich geweigert hatte durchzuführen, wurde aufgehoben; die Verwilligur.g für den Ankauf und die VerHeilung von Sämereien von 5130.000 auf Z150,000 erhöht und dem Acker-bau-Sekretär in bestimmter Weise anbefohlen, die Sämereien, wie bestimmt, zur Vertheilung gelangen zu lassen. CouzinS von Iowa stellte ein Amendement, demgemäß daS Salär deS Sekretärs Morton von 58000 auf 525 herabgesetzt werden sollte, bis er die Sämereien, wie anbefohlen, vertheilt habe, daö Amendement wurde aber für außer Ordnung erklärt. Mehrere AmendementS zu dem Fleisch - 3nspektionögesetz von 1891, welche von dem Sekretär Morton empfohlen worden waren und die ihm weitere Gewalten verliehen haben wärden, bestehende Regulativen gehörig zur Durchführung zu bringen und welche daö Gesetz insofern verschärft h:ben würden, als darin die Verhängung von Geldstrafen vorgesehen worden war, wurden gestrichen. Eine Gruben -Katastrophe. Slenwood Spring S, Colo., 18. Febr. 3n der Vulcan Mine in Newcastle fand am Dienstag in der Mittagftunde eine furchtbare Erplofion statt, während sich 50 bis 60 Männer in der Grube befanden. An der Oessnung deS Schachtes besindet sich jetzt ein 100 Fuß im Quadrat messendes Loch und die Erdmassen sind auf die ganze Umgebung verstreut. Zwei Fuß dicke Balken wurden vierhundert Faß weit bis in den Grand River geschleudert. Ed. Walsh, der sich zur Zeit der Explosion an der Oessnung dei Schachtes befand, wurde in Atome zerrissen und eS ist beinahe sicher, daß jeder einzelne der Männer, die sich in der Grue befanden, umgekommen ist. Dichter schwarzer Rauch dringt auS dem Schacht hervor, und eS ist deshalb unmöglich in die Grube einzudringen. Die Fächer, mtt denen frische Luft zugeführt wurde, find in Folge der Eiplosion zerstört worden und die letzte Hoffnung derer, dre vielleicht nai der Erplosion noch am Leben warenist dadurch vernichtet worden. Von den benachbarten Gruben ist Hilfe herzugeeilt und eS wird im Laufe des Abends trotz aller Gefahr, ein Ver such gemacht werden. in daö Innere einzudringen. DaS Äängerfest in PittSbürg. P ittöburg, 18. Februar. Die Arrangements für daS 28. Bundes Sängerfest haben in letzter Zeit die erfreulichsten Fortschritte in jeder BeZiehung gemacht. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht eineS der vielen Comites Berathungen pflegt. Viele der auSwäitigen Vereine haben bereits Vertreter hierher gesandt, um Quartiere zu belegen. Auch der BaarsondS ist in. den letzten Wochen bedeutend größer geworden und daS schöne und harmonische Zusammenwirken der Bundeövereine bietet eine sichere Sarantie für daS Gelingen deS Sängerfest"., In der heute Abend von der Centralbehörde deS Nordamerikanischen Sängerbundes abgehaltenen Sitzung kamen wichtige Angelegenheiten zur

Behandlung.. Unter Anderem wur-

den die einleitenden Schritte gethan, um an den Präsidenten Grover Cleve das Ersuchen zu richten, daö gest offi ziell durch eine Ansprache zu eröffnen, wie er eS seiner Zeit bei dem Sängerfeste des östlichen Sängerbundes zu 'Vyttaoelpyla gethan, vit tftttüt g m . t . m ? hörde hofft eine Zusage deS Präsidenten. da derselbe ein warmer Freund deS deutschen LiedeS ist. Jackson und Wallin g. Eincinnati. IS Feb. Der Gouverneur von Ohio bewilligte die Auslieferung von 3ackson und Walling, ihre Anwälte werden jedoch gerichtlichen Einwaid erheben. Wenn ausgeliefert, werden sie in daS Gefängniß von Covington gebracht werden. Die Vorsichtsmaßregeln, die Sherrif Archibald und der stellvertr. PolizeiSupt. Capt. Hadley getroffen hatten, um etwaigen Gewaltstreichen von Seiten aufgeregter Thoren gelegentlich der Ueberführung der Mörder Jackson und Walling von der 3ail in'S Polizeigericht und zurück, vorzubeugen, erwiesen sich als dollksmmen hinreichend und theilweise überflüssig. AuS Cuba. X H a v a n a , 18 Febr. Bei dem letzten Gefecht zwischen den Truppen deS Obersten Tejeda und den 3nsurgenten unter 3ose Maceo, waS bei Zarza und Maybio stattfand, haben die Insurgenten 72 Mann an Todten verloren und 80 Mann an Verwundeten. Ueber die Verluste der Spanier wird nichts gesagt. ' Die 3nsurgenten unter Teratin Saneboz, Quintin, Bandera und anderen 3nsurgentenführern haben sich im Distrikt von La ESperanzaS, westlich von Santa Clara, vereinigt. Der Führer Lacret besindet sich mit 4000 Mann bei Siguanca. Madrid, 18 Febr. Eine von dem General Weyler auS Havana eingetroffene Depesche meldet, daß die Insurgenten immer noch ihre frühere Taktik befolgen und alle größeren Gefechte vermeiden, um den Krieg in die Länge zu ziehen. Der Bericht sagt auch, daß die meisten 3nsurgenten die Provinz Pinar del Rio verlassen hatten auS der Provinz vertrieben worden seien. Eö steht dieS in geradem Gegensatz zu den früheren offiziellen Depeschen, in denen mit größter Zuverficht daraus hingewiesen wurde, daß die Insurgenten in Pinar del Rio in einer Falle gefangen worden seien, daß die beiden Militärlinien, die sich in den Provinzen Havana und Pinar del Rio von Nord nach Süd erstreckten, daS Entkommen nach dem Osten unmöglich machen würden, und daß eS nur eine Fage kurzer Zeit sei, wann sich die bis an daS westlichste Ende der Insel getriebenen Insurgenten ergeben müßten. Ausland. AuS dem Reichstage. Berlin, 18. Feb. 3m Reichstage war heute wieder einmal CirkuS". Weiterberathen wurde der MilitärEtat. Die Tribünen bildeten eine Musterkarte von Uniformen. ' DaS Wort ergussen der Reihenfolge nach : Abg. Stadthagen (Soz. Dem ) Der Kriegsminister sieht den Reichstag für ein Theater an, und er selbst spielt die Figur eines Pistol" oder eines Zigeunerbaront". Ein solcher Mann ist ein Jahreözehalt von 26.000 Mark nicht werth." Der Redner verlangt, daß daS Gehalt des Kriegsministers gestrichen werde. Abg. Dr. Lieber. (Centrum) : 3ch bedaure, daß der Kriegsminister gestern dem Abg. Bebel nicht sachlich geantwortet hat. Ich nehme Bebel durchauS ernst. Ich verdamme daS Duell absolut. Die Waffe ist den Offizieren gegeben, um daS Vaterland zu vertheidigen, nicht zum Angriff auf wehrlose Bürger." Der Kriegsminister Bronsart von Schellendors wandte sich gegen Dr. Lieber und dessen Ausführungen und sagte : ES gereicht mir zur Besriedigung, ZU wissen, doch die CentrumsFraktion als solche nicht die Anficht deS Vorredners theilt. (Oho.) Mir unbekannte Fälle konnte ich gestern nicht erläutern." Abg. Spähn (Cent.) : DerKriegSminister irrt. Sämmtliche hier anwesende Mitglieder deS Centrums unterstützen die Ansicht Dr. Lieber'S. Einige

meinen sogar, daß der Kriegsminister diel zu wohlwollend beurtheilt werde." Der Kriegsminister : 3ch erkenne an, daß ich mich geirrt habe. Nur keinen Sigensiny." (Gelächter.) Der Abg. Graf v.Roon (Conserv.) erklärte daS- Duell für ein nothwendigeS Uebel." worauf Abg. Echönlank (Soz.-Dem.) replizirt. Während er spricht erhebt sich ein solches Grunzen und unartikulirteS Dazwischenrufen auf der rechten Seite deS HauseS, daß der Redner unverständlich bleibt und schließlich mit der Bemerkung nach rechts schließt: ?hre unartikulirten Laute beweisen mir, daß ich Recht habe." (DaS Srunz.'n verstärkt sich.) Abg. v. Bennigsen (Nationalliberal) redet der Reform deS militärischen Strafges.tz - Verfahrens das Wort, fügte aber hinzu : Wir wollen uns aber niemals den freudigen Stolz auf unsere Armee rauben lassen." Abg. Werner (Antisemit) erklärt die jährlich bei Durchberathung deS Militär-StatS wiederkehrenden Phra-

sen für ekelerregend. Abg. Haußmann (Volkspartei) räth dem KriegSminlster, einen Theil seiner im Reichstage aufgewandten Energie außerhalb deS Parlaments zu gebrauehe, um Reformen herbeizuführen. Dann kam ein Rencontre zwischen dem sozialdemokratischen Führer und dem frei'konservativen Abgeordneten Frhrn. v Stumm, dem Eisenkönig. Während Bebel sprach hob und senkte er die Arme, so daß eö aussah, als ob er davonfliegen wollte. Freiherr von Stumm machte ihm die Bewegungen nach, was sich sehr possirlich ausnahm, Bebel aber derart ärgerte, daß er Stumm zurief: ?ie geben da eirnn sonderbaren Beweis von Erziehung Sie gehören auch zu den besitzenden Gebildeten in Gänsefüßchen. Frhr. v. Stumm: Von Bebel beschimpft zu werden, ist mir eine Ehre." Bebel : Umgekehrt ebenfalls." Dieser Ton stieß denn doch auf Wiverstand seitens der Anwesenden und selbst auf den Tribünen machte sich bedeutende Unruhe bemerkbar. . , . OchisfS. Nachrichten. Angekommen in : QueenStown: Majestic" von New Jork nach Liverpool. Glasgow: Anchoria" von New öork und Hestia" von Baltimore. Allerlei. Eine elektrische Bahn Wird zwischen der Bundeshauptstadt Washington und Mount Vernon. dem Wohnplatz George Washington's, hergestellt. Sie fährt von Alerandria weiter über die große Brücke in die Hauptstadt. Die Motoren wurden in Philadelphia gebaut und werden demnächst abgeliefert und in Dienst gestellt werden; ihre Schnelligkeit ist auf 60 Meilen in der Stunde garantirt, doch werden die Züge natürlich durch Washington und Alexandria langsam fahren, aber die ganze Entfernung von der 14. Str. und Pennsylvania Ave. in Washington wird in 33 Min. zurückgelegt werden. Die von den elektrischen Motoren gezogenen Wagen sind sechzig Fuß lang und von derselbm Schwere wie Eisenbahn-Passa-gierwagen. Ein wahres Unglücksschiff scheint der viermastige Schooner I. B. Walker- zu fein, der neulich unweit von Bedloe's Island aufaelaufen ist. Das Fahrzeug gilt bei Rhedern wie Seeleuten längst als ein .Jonah?. d. i. ein Unglücksschiff. Es kam vor 13 Monaten nach Baltimore und nahm eine Ladung Kohlen für San Francisco auf. Auf der Fahrt durch die Chesapeake - Bai lief das Schiff auf und bekam einen Leck, so daß es nach Norfolk gesandt und dort reparirt werden mußte. Nachdem die Reparatur vollzogen war, brachte man das Schiff im Schlepptau nach Valtimore, und es erreichte seinen Bestimmungsort, San Francisco, erst, nach Verlauf von 177 Tagen, während welcher eS mehrere Stürme zu bestehen hatte und zwei Mitglieder seiner Besatzung - über Bord gespült wurden. Dann brachte der Schooner eine Ladung Getreide nach Liverpool und hatte während der ganzen Reise stllrmisches Wetter. Auch die Fahrt von Liverpool nach New Jork war eine oft sehr stürmische. Der Walker- fuhr von New Jork ab, um nach Japan zu fahren; ein Nordost-Sturm traf ihn und die beiden Schleppboote, die ihn bugsirten, und trieb alle Drei auf die Untiefen an der Südseite von Governors Island. Es gelang, das Schiff wieder flott zu machen, aber eine Stunde später saß der Schooner wieder auf Bedloe's Island fest. Diesmal dürfte das Schiff ein vollständig ges Wrack sein. -

Von der Grippe. Wie Dr. MileS' Nervine einem von Kentuckys Geschäftsmännern die Gesundheit wiederbrachte.

'-S. eine Krankheit hat jemals so diele kigenthümlich leiten gezeigt, wie d,e Gripve. Keine Krankheit läßt ihre Opser so geschwächt, unfähig, schlaftos. nervknloS w die Eripve. Herr D. 28. Hilton. EtaatsAgent der Mutual Lise Insurance Co. von Kentucky. sagt: In 1889 und "90 hatte ich zwei schwere Anfalle der Enppe. von denen der letzte mein Nervensystem so bedenklich zerrüttete, daß man an meinem Leben ver zweifelte. Zwn Monate lang genotz ich keinen Schlaf, autzer mit Huse von Schlafmitteln, die mich zwar be täubten, aber ke:ne Erholung gewährten. Ich war Mich nur einer großen geistigen Schwäche, todtbria gen der körperlicher Schmerzen und der Thatsache be wufzt. daß ich stündlich schwächer wurde. In diesem Zustande versuchte ich eS mit Dr. MileS' Restorative Nervine. Nach zwei Tagen gewahrte tch eine merkliche Besierung und nach Verlauf neS Mo natS war ich hergestellt, zum grotzen Erstaunen Aller, die meinen Zustand gekannt. Ich erfreue mtch seither ausgezetchneter Gesundheit und habe Ihre HellmMel vielen meiner Freunde empfohlen.Lomsville, 22. Jan. I8SS. D. 23. Hilton. Dr. MileS' Heilmittel machen gesund. 2j fslclelle' GummischHuche für die Polizeibeamten hat die Stadt Rheydt bei M.-Gladbach angeschafft. Vier Polizeibeamten -ins Rheydt, Polizeiwachtmeister Josef Fischer, Polizeiwachtmeister Hermann Stumpf und die Schutzleute Johann Vitz und Wilhelm Hauer, standen vor der Strafkammer II des Landgerichts unter der Anklage, den Schreiner Peter Breiden und dessen Eltern Eheleute Fabrikarbeiter Johann Breiden aus Rheydt mittelst der Gummi schlauche mißhandelt zu haben. Peter Breiden wurde an einem sehr lebhaften" Aushebungstage verhastet, weil die Polizeibeamten sich von ihm verhöhnt glaubten. Beim Transport zur Wache wurden er und seine intervenirenden Eltern von den Beamten gestoKen und geschlagen. Als Wachtmeister Stumpf den Verhafteten nach Feststelung seiner Personalien entlassen hatte, begegneten Wachtmeister Fischer und Hauer ihm auf der Straße. Fischer arretirte denBreiden wieder, weil er glaubte, er sei aus dem Polizeigewahrsam entflohen. Fischer undHauer transportirten Breiden jetzt nach dem Gefängniß, wo sie ihn in einer Zelle mit ihrenGummischläuchen jämmerlich mißhandelten. Bürgermeister Dr. Strauß von Rheydt sagte aus, daß schon häufiger Rheydter Polizeibeamte wegen ähnlicher Delikte bestraft worden sein, er habe deshalb neuerdings drei entlassen. Die Gummischläuche seien angeschafft worden, um Mißbrauch von Säbeln zu verhindern; die Schläuche seien keine gefährliche, aber sehr wirksame Waffen. Das Urtheil lautete gegen ' Stumpf und Vitz auf Freisprechung, Wachtmeister Fischer erhielt 5 Monate, Schutzmann Hauer 3 Monate Gefängniß; außerdem müf sen die Beiden 250 Mark Buße an den Mißhandelten zahlen. Der Zeuge Bote Gustav Esser aus Rheydt wurde im Sitzungssaal wegen Meineids verhaftet. Wenn ihr ein guttö Mittel haben wollt Euer Blut zu reinigen, die Nerven zu stärken und die Constitution zu kräftigen, gebraucht Hood'ö Sarsaparilla. Gebraucht nun Hood'ö. H o o d's P i l l e n heilen Brechreiz, Kopsschmerzen aus dem Magen und Unberdaulichkeit. Der New York Store. (Etablirl 1853.) Taschentücher. Der Ver?avf von angebrochenen P nieen uid Mustertaschentüchern von tem Belüft, Irland, Fabrikanten, wird fortgeführt zu etwa dem halben Pris. Ganz leinene Damentetsch'ntücher mit Hohlsaum zu 5c daS EtüZ. Damkntaschentücher g?zzckt, gestickt, zu 15: daS Stück, werth doppelt so viel. Ganz leinene gezackte und gestickte Damen tschentüchcr, werth 35c btt 50c für 19c daS Stück. Her:entasch:ntücher, weiß mit farbigem Rand, die öc Sorte'zu 8c. Halbleinene zu öc, werth 10c. Einige der S0c irnd 75c Mustertaschentuch er, ganz leinen zu 23c das Stück. bin ll a

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