Indiana Tribüne, Volume 19, Number 149, Indianapolis, Marion County, 16 February 1896 — Page 5
Ein Unglück
Hl es, krank zu sein, doch gewährt tl dem Kranken eine größere Zufriedenheit, daß wenn er Arzneien nehmen muß, er venig stenS eine Medizin nehmen kann, welche für seinen Fall ipez,ell hergestellt ist. Die Ur fache der KranlhcU man zuerst in Gizp nna gezogen werden. Dr. Schoop war mqt oamir zurneoen, mit ogenannlen Blut reiMgilngs'Mnteln noch althergebrachtem eorauq zu veyanoein, welcye nur vor übergehende Lwderuna gewähren, da solcke die Ursachen des Leidens nicht entfernen. Dr. Schoop's eingehende NntersuA vngen zeigten, daß Magen, Leber und Nieren und alle inneren Organe durch ge wisse Nerven kontrollirt werden. Wenn diese Nerven geschwächt sind, verrichten die Vcr dauungs-Organe ihre Funktionen nicht und cagen uno LeIer'Leloen werden dadurch ucmriaaji. Tie Nahrung, die wir n uns nebmen. dient zur Herstellung des Blutes und wenn dieselbe nicht gehörig verdaut und nicht in rei nes Blut, Knochen und Muskeln verwan delt wird, so können wir unmöglich gesund jcin. Dr. Schoop'S Wiederherstelle? ist em Magen. Leber und NlerenHeiIMlt tel, indem derselbe auf die Nerven dieser Organe einwirkt, wo allein die Ursache der Lei den zu suchen ist. Diese Arznei ist kein Ner vine oder sogenanntes giftiges NervenReiz mitte!, sondern dient zur Ernährung der geschwächten Nerven. I vpothekkn oder franco pct fffpr für $1.00. Der deutsche .Weg weiser zur Gesundheit", welcher die Behandlung mit dieser Arznei genau beschreibt, nebst Proben, werden an irgend eine Adresse fr versandt. rf&Lii Man schreibe an Dr. Schoop, Box 9, Nacine, Wis. Offene Volkssprache 'TV , I .... f ....... It.... UllP glUUV( l(U schenverftand do Dr. . yoote. enthält Kapitel üver Ursachen und Verhü tung von Krankheit, Prvat Lektüre für Männer nnd grauen, Aufsätze für Jan und Alt über eheliche Glück, geschlechtliche ErschSvfnng und derrn ct; : - w ..a.. ort ff 9iVri' jili corrqe'iuur,. t$wx&rk Hi m mlt20 TrlZZ . iS&'vHl.l luftrr alt 0 nett u. 6 tn pracht vollem Farbendruck au geführten Kar te n. Nebst Anhang von über 2v0Re,?pten. PopulZie AuSzabe, Preis ZI SO vorto frei versandt nach mpfang deS Betrage. In deutscher od,r agltscher Sprache. Eintrat Publishing 129 Ost 23. Etrahe. New York. Tlj!t,ae Agenten gegen hohen Rabatt gesucht. Nehmet umr dl cchttn. Ricfi, öMöt's wm Sj. CMnvai7cr . üui mciLCi Blutrolnigond. Btftrrftra , Ytriinnf. Beitn Mittel gegen Lebet o. Gallenlaidea. r Z tAbn ia Hen Apotheken. " Südseite Fleischmarkt ! Warum in der Ferne schweifen, wenn daS Ste liegt so nah ! Sie bekemmen daS beste Fleisch und die seinfte Wurst, Echmalz. geräuchertes Fleisch ac, bei WUBSTER'S 579 MadisonAvenue. M. Wierke. DeutscherBuchbinder. 408 Süd East, Ecke McCarty Str. Up Stairs. Herr Earl Pingpank, 7 Lüd Alabama Etrafze, nimmt Bestellungen für mich entgegen. Dr. F. Gü?)ler, 120 &(t Merty Ort. Y?rt4esn: 3 9 Uhr T!sr.: 1 tUx itrn.: T - 9 ux CJjxii. Telephon 144. rHftudn: Sezntsz nur srmittag. Dr. THEO. A. WAGNER Vdo. 94 Nord Delaware Otu vrechnunde : 9 10 Uhr ?erm.; 1 4 Uhr ach.; Sonntag: XlO-Xll Nir orm. Telephon 843. . Dr. C. N. Schaefer, ZSrzt und Chirurg, No. 430 Nadissn fcfcenue, nae Rorrii Cfr. vrchkde: s-: NirV!rge,?-4Uhr tatttaz, 19 mr et. ?elkvo 8Z. Dr. ssnk. Zsll, Deutscher Zlrzt, Ecke East und Ohio Sttaße, praktizirt gemeinschafllich mit seinem Vater Dr. Guido Bell. t f . o-m n r Vermittag 10 1Z Nhr. prechjrnndea. .9 - Uhr. Oenksvslts? Spring. Spencer, Jndiana. EAatartum, veivp'sche Wafferhetlavftalt, vlilchkrert. HSZ,nlustkxr?rt. Qinderh'ilstZtt !n eeidtnu destja eia.fstUn. VnWtlt tttsl. n Ü J,tofc Der tmn Freund. Nnsn voüommene Epritze frei mit jeder ffIsZ. TÄött kine Flecken, tzkttt Sktriituren. HtUt Tripper nv ÄterSuZ tn , ti 4 tcffm. Frügt LVorbkkern t&lX. Knaiui 9 rr: 7k i.oa vurn certtn: UA ?P0R MFQ.CO..lAMCATKII.OHIO.
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Zlächttiche Nonde. SSon Evelwe Kirchhoff. Famoser Abend heute gewesen sagte ein junger Officier zu seinem älteren Kameraden, als sie nach einer Gesellschaft die stillen Strafn der schlafenden Stadt durchschritten. Freue mich wahrhaftig, dah Beckers wieder Gesellschaften geben; soll dort immer amüsant gewesen sein. Essen war doch tadellos Dame des Hauses äußerst liebenswürdig Tochter wirklich reizend na überhaupt aber Bürgen," unterbrach der Sprecher verwundert seinen Redefluß, Sie sagen ja gar nichts! Finden Sie das denn etwa nicht?" Der Angeredete fuhr aus tiefem Sinnen empor. Einlief), gewiß, ganz Ihrer Ansicht." beeilte er sich zu erwidern, aber, verzeihen Sie, ich bin heute nicht so recht in Stimmung ge Wesen den ganzen Abend nicht." Und auf einen fragenden Blick seines Begleiters fuhr er fort: Sie wissen
ja, es war die erste Gesellschaft, die Geheimrath Becker seit vielen Jahren wieder gab, und da mußte ich im mer an den armen Frank denken, mit dem ich in diesem Hause so viele frohe Stunden verlebt habe." Sagen Sie. was war es eigentlich mit Lieutenant Frank? versetzte der erste Sprecher; ich kam erst nach semer Zeit m's Regiment, und man erzählt so viel Wunderbares uder sem Schicksal, daß ich darüber nie recht in's Klare gekommen bin." Bürgen seufzte. Wunderbar, sa. das war die Sache freilich." sagte er. und daoer sehr traurig. Wenn St: wollen, erzähle ich Ihnen kurz den Hergang schlafen kann ich doch noch rncht begleiten Sie mich noch em Stück." Gern: folgte der jüngere Kamerad dieser Aufforderung und Bürgen begann: Sie müssen wissen, daß Frank und ich uns sehr nahe standen, obgleich er mehrere Jahre älter war. als ich. Seine ruhige, natürliche Liebenswürdigkeit, verbunden mit einem tüchtigen. gediegenen Charakter machte ihn aber auch bei allen Anderen beliebt nur bei Damen hatte er im Ganzen wemer Gluck, da er diesen gegenüber au, erst zurückhaltend beinahe schüch tern war. Und doch hätte ich ge rade ihm der. ohne Verwandte, ganz allein dastand, so recht ein warmes. hausliches Gluck oeaönnt. Umsomehr freute mich die Beobachtung, daß Alice Becker, die älteste Tochter des Geheimraths. nach kurzer Bekanntschaft schon einen tiefen Eindruck auf meinen Freund gemacht zu haben schien. Na türtich sprach er nicht darüber, aber aus vielen Anzeichen war ich meiner Sache bald gewiß und was das Beste war, es wurde mir bald klar, daß Alice seine Neigung erwiderte. Die belden paßten prachtig zusamnen. denn Fräulein Becker war sowohl innerlich als äußerlich ein prächgeö 'Mädchen, weit hübscher, als ihre Schwester Mane. welche Sie heute so entzückte, und auch das Geld des alten Herrn hatte ich dem braven Frank gegönnt. Es fehlte nur, daß er sprach, aber seine natürliche Schüchternheit, seine Zurückhaltung wurden durch die Besangenheit des Liebenden noch erhöht vielleicht fürchtete er auch, die Rellgionsverschiedenheit wurde ein Hinderniß sein, da Beckers streng katholisch waren kurz, es war bald allgemein bekannt, wen Fräulein Becker überall bevorzugte und wen auch ihre Eltern gerne zum Schwiegersohn ge nommen hätten, nur der Betreffende selbst schien es nicht merken zu wollen. Schließlich hielt ich als Freund das ruhige Zusehen nicht mehr aus. An einem schönen Sommertage ging ich zu ihm und fand ihn gerade im Be griff, sich zu einem Ausfluge zu nisten, welchen Beckers mit einer größ'eren Gesellschaft unternehmen wollte. Eme bessere Gelegenheit gab es doch. gar nicht; ich las dem Guten ' also gründlich den Tezt, schalt ihn, ob seines Zögerns und schloß: Nimm's nicht uoel, Frank, a.2er wenn ste Dir gefällt, und Du nicht schwerwiegende. geheime Gründe für Deine Zurückhaltuna hast, so greif' einmal zu und halte Dein Glück fest, ehe es Dir ein Anderer entreißt. Erst schwieg er auf meme Standrede, dann aber -reichte er mir die Hand und sagte: Du hast ganz recht. Bürgen. Ob sie mir. gefällt! Und Gründe dagegen nein; blos diese verdammte Schüchternheit; aber ich will Deinen Rath folgen, ich will!" Und damit ging er. Am Abend desselben Tages klopfte es zu späte? Stunde an meine Thür; ich dachte gleich an Frank, und in der Hoffnung, daß et mir eine frohe Nach richt zu bringen hätte, öffnete ich schnell.' Aber entsitzt prallte ich zu rück, so zerstört und entstellt stand der Erwartete vor mir Wirr hingen ihm die Haare' in das Gesicht, welches asch fahl darunter heryor sah, und seine treuen, braunen Augen blickten starr, wie geistesabwesend, in's Leere; bekleidet aber war er mit einem groben Anzug, der faltig um' seine Glieder hing. , Um Gottes Willen, waö ist geschehen?" rief ich und führte ihn zum Sopha, was er auch ganz apatisch ge schehen ließ. Erst als der, Schein der Lampe sein Auge traf, glö er meine vertrauten ZUae'sah. erwachte n. ihm, wie es schien.' vaS Bewußtsein, und er stöhnte auS tiefstem Herzensgrunde fo erbarmungswürdig auf. daß mir ganz Angst wurde. ' ' ' Das ist nun das Ende.- sagte tl dann dumpf, sie ist todt',?- Wer? fragte 'ich entschf. ' Alices schrie er da auf und ich ich Unglückseliger bin Sckiuld an d,m Tode meiner
Braut." Und aufschluchzend barg e:
jem Gesicht m den Handen. . Tief ergriffen setzte ich mich neben ihn und allmalig gelang es meinem Zureden, ihn zu erner, srelllch lucfsr. haften Erzählung des Unglücks zu bringen. Soviel ich aus seinen abge rissenen Reden entnahm, hatte ein Theil der heiteren Gesellschaft gegen Abend auf dem breiten Strom eine Vootfahrt unternommen, und Frank war es gelungen, mit Fräulein Becker allein in einen Kahn zu kommen. Bald blieben die Beiden weit hinter den Anderen zurück, denn in diesem ungestörten Alleinsein, im Ancsicht der abendlich schönen Natur fand mein Freund endlich den Muth zu einer Aussprache. In holder Befangenheit lauschte die Geliebte seinen Worten, und als er sie schließlich um Entscheidung über sein Schicksal bat, legte sie erglühend und zitternd ihre Rechte in die Seine sie hatte ihn erhört. Ueberselig beugte Frank sich vor. sie m seme Arme zu schließen, für kurze Zeit die Führung des Bootes außer Acht lassend aber in diesem Augenblick nahte das entsetzliche Verhängniß. Ganz versunken m ihren Glucks träum hatten die Liebenden nicht das Herankommen eines Dämpfschiffes bemerkt. Jetzt war es ihnen ganz nahe, aber erst das Rufen und Win ken an Bord desselben machten Frank auf die drohende Gefahr aufmerksam. Es war zu spat schon hatten die von dem Dampfer erregten Wellen das kleine Fahrzeug ersaßt, die verzweiselten Anstrengungen meines wenig ruderkundigen Freundes vermochten seinem Boot keine andere Richtung mehr zu aeben der Kahn schwankte er schlug um und beide Insas sen verschwanden in der Tiefe. Die furchtbare Plötzlichkeit des Borgangs hatte den armen Frank schr halb betäubt, als er wieder an die Oberfläche emportauchte und von Alice keine Spur erblicken konnte, verließen dcn Verzweifelten Kräste und Besinnung vollends, und die Hilfe vom Dampfer kam gerad: noch zur Zeit, um ihn vor dem Tod: ju retten. Als Frank wieder zu sich Lvr. siel sein erster Blit auf die jammernden Eltern Alicens, welche an der Leiche ihrer Tochter knieten. Die Unglück liche war unter den Radkalten des Dampfers gerathen und durch den Schlag einer Schaufel wohl sofort s.e todtet worden man hatte ihren leolosen Körper ein Stück stromabwärts an's Land a-zogen." Erschüttert schwieg hier Burgen und auch sein Zuhörer fand erst nach eiNiger Zeit Worte. Entsetzlich 'aale er. so von der höchsten Höhe des Glücks herabgeschl'udert zu iv;cdcn das ist wirklich ein tragisches Verhängniß." Ja." entgegnete Burgen, und noch Grauenvolleres stand meinem armen Freunde oevor, .Wie? fragte der lungere Kämerad verwundert, konnte diese Welt noch Schrecken für ihn haben, nachdem er das erlebt hatte?" Rein", versetzte der Andere leise, diese Welt nicht, aber doch hö ren sie selbst.- - . Nach ienem furchtbaren Tage nety ich Frank, um seine Versetzung einzukommen, denn erstens hoffte ich. oatz neue Eindrücke und Verhältnisse ihn zerstreuen würden, und zweitens wurde dadurch der Möglichkeit einer Pein vollen Begegnung mit den trauernden Eltern vorgebeugt. Der zweite Grund, den ich ihm natürlich nicht klar aussprach, hatte sich' dem feinfühlenden Manne selbst schon lebhaft aufgedrängt, aber er vermochte es nicht, sich von der Stätte zu trennen, wo man seine Liebe zur letz ten Ruhe bestattet hatte. Imme? wieder zog es ihn an Alicens Grab, wo er stundenlang m dumpfem Brüten sitzen konnte. Vergeblich suchten die Kameraden ihn zu trösten und zu zerstreuen - er war für jedes Trosteswort unzugänglich. Abgesehen von dem unsagbaren Schmerz, die Geliebte verloren zu haben. gerade in dem Augenblick, als sie sein werden sollte., erfüllte den unglücklichen quälende Pein bei dem Gedanken, daß er ihren Tod durch seine Unachtsamkeit verschuldet habe, und dlese Selbstvorwurse wurden durch das GerUcht bestärkt, daß auch Alicens Eltern ihm Schuld an dem Unglück beimaßen. Ich ich. der icq eben geschworen hatte, die Hände unter ihre Füße zu breiten. ich bin ihr Mörder!" sagte er mir mehr als emmal, ich habe sie um ihr junges, blühendes Leben ... ' ri ii l "jt-.C betrogen 0 12011, uno icn. icoc noch!" .Nun kann ich mir alles denken. warf hier BürgenS Begleiter ein. Ihr ' t r 1 . it ,r . arme? tzreuno macyie vielem qualvollen Leben selbst ein Ende?" .Nein", lautete die Antwort, daö war 0 nicht. Auch ich befürchtete zuweilen diesen Ausgang aber mit Unrecht. Franks ganze Charakteranläge .widersprach einem solchen Gewaltakt, und ich glaube nicht, daß der Gedanke daran ihm je gekommen ist. Wenn es doch der Fall gewesen wäre. fo hatte seme stille, aber tiefe Religi sität ihn wohl von einem so eigen Mächtigten Eingreifen" in dje Fügung gen seines Geschicks zurückgehalten. i-"1 - ' . e . .. etn -1. nur immer scheuer zog ver eoau ernswürdige sich von allen 'Kameraden, sogar von mir zurück.' ganz seiner Trauer und seinem Dienste lebend Denn in angestrengter Thätigkeit und peinlichsterPflichterfüllung ctNeilZ san$ Frank ein, MitteZ. Men nagenden TiA1 4. (ii!flilM (uuictj gu vcmuvcu " Ich komme nun", fuhrBürgen nach kurzer Pause 'fort, $j dem wunderbarsten Tbeil dieser' traurZaer; Gez
GesmldheitMMMS gehen Hand in Hand. Wer daher an Lebcrlciden nnd Nnordnnngcu des Magens jj ijnnjiru-rLrTirLrTT innn ii r i i i 1 r"u-inn leidet, sollte nicht versäumen sofort Dr. klugrist Ikoenig's W!VZUKQK 7KOp?W anzuwenden, daö wohlbekannte deutsche Heilmittel.
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camsBsüpschichte, und ich will versuchen. JYnen alles so zu schildern, wie ich es seinerzelt von meinem Freunde aehort habe. Sie wissen vielleicht nicht, dan in jener Zeit zu unserer Festung ein Pulvermagazin gehörte, welches weit außerhalb der Thore, in unmittelba rer Nähe des katholischen Friedhofes stand und welches Tag und Nacht von einem Posten bewacht wurde. Nun waren im November ieneS Jahres die Nächte ungewöhnlich rauh und stürmisch, und draußen Posten stehen noch weniger als sonst em Vergnügen. Ganz besonders Äber war seit emrger Zeit der Posten an jenem Pulvermagazin in Verruf gekommen, denn verschiedene Leute, welche denselben Nachts bezogen hatten, versicherten hoch und heillg, es spuke dort herum. Sie wollten weiße Gewänder gesehen. ein Rauschen und Flüstern oder Seufzen gehört kurz, alle Anzeichen von Gespenstern wahrgenommen haben. Wer zu diesem Posten commandirt wurde, ging nur mit einem unheimlichen Gefühl hinaus, und selbst Unterosslciere und Gefreite zeigten sich von abergläubischer Furcht befangen. Natürlich wurde den Mannschaften auf's Strengste verboten, das dumme Zeug nachzureden, und so den Aberglauben, der ja bekanntlich sehr an steckt, immer weiter zu verbreiten. Wenn wir aber unter uns waren. sprachen wir Lieutenants doch über die Sache, wobei freilich die Meisten nur die Gelegenheit zu Spott und Scherz benützten. Frank äußerte sich über dieses The ma ebensowenig, wie über jedes andere, wenn er auch bei unserem gemeinsamen Mittagessen, von welchem er sich nicht gut hatte ausschließen können, häufig genug diese Geistergeschichten besprechen horte. In seiner unglückseligen Gemüthsstimmung war er ja für alles um ihn her theilnahmloö und als der Rondezettel ihm nun eines Tages den Befehl brachte, den vielgenannten Posten zwischen 12 und 1 Uhr in der ,Äacht zu revidiren. wurde sein Interesse an der Sache einzig dadurch erregt, daß der Weg zu dem Pulvermagazin an dem Kirchhof vorbeiführte, auf welchem Alice Becker bestattet 'worden war. Dunkel und sturmisch war , die Nacht, in welcher Lieutenant Frank seme spate Wanderung unternehmen mußte. Kurz vor 12 Uhr machte er sich auf den Weg schauerlich , umheulte der Sturm den Einsamen, als er aus dem Schutze der Häuser vor's Thor gekommen war und ein feiner Negenjtäubte ihm in's Gesicht. Am Himmel tagte schwarzes Ge wölk in wildem Tanze einher, auf der Erde raschelten die letzten dürren Blätter weit und breit war keine menschliche 'Seele zu erblicken. Endlich sah Frank eme dunkle Masse vor sich das ivar das Pul; oermagazin. an dessen entgegengesetzt er Seite der Posten stehen mußte, unh rechts davon streckten die Bäume und Sträucher des Kirchhofes ihre nackten Arme über eine niedrige Vauer gen Himmel. Der lunae Officier kämpfte sich mühsam seinen Weg durch Sturm und Negen weiter jetzt hörte er von der Stadt her die Thurmuhren mit dmn psem Schlage Mitternacht verkünden und d? erblickte er plötzlich ein weißes, schlankes Etwas, dessen Umrisse sich nur verschwommen aus dem dunklen Hintergrunde der Nacht abielchneten. Hmter der Kirchhofsmauer hatte es sich erhoben und bewegt: sich nun in langsamem Fluge weiter bald zurück, bald seitwärts schwankend, iber unverkennbar aus Frank zukom.liend. - Ein unheimliches Gefühl befchlich diesen gewiß, er hatte nie an Spuk- und Gespenstergeschichten ge laubt, aber die ganze ttuatton, verunden mit seiner krankhaft erregten Gemüthsversaffung, war nur zu sehr geeignet." seine sichere Klarheit' zu erschüttern. Er schritt weiter, die weiße Erscheinung fest in's Auge fas- . . r, r send, uno unwiulurlicn griss junc Hand an den Degen nun glaubte er ein leises Rauschen zu vernehmen, wie von schleppenden weiblichen Gki ... C I " i" 1' L wandern, uno zeizr ucy oa nicht ein weißtt Arm wwkend nach ihm. guä? ,..,,. Kalter Schwelg trat aus die Stirn des einsamen Mannes dort, hinter jener Mauer schlief Alice den ewi. gen Schlaf war es möglich konnte ein. Zusammenhang bestehen zwischen ih urch diesem Gebilde? Frank's ' Überrestes Hirn hatte , die Fähigkeit verloren, ' klar zu denken, er empfand nichts, als ein furchtbares,' unbestimmtes Grauen. Noch fand er die Kraft, sich-aüfz'uW und mit wankpihen Knieen kinige Schritte vorwqr.t? zu machen, aber jetzt sah er
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