Indiana Tribüne, Volume 19, Number 149, Indianapolis, Marion County, 16 February 1896 — Page 4

Zndiana Tribüne.

Erscheint Täglich und Sonutagv. Die tägliche .Tribüne kostet durch den Träger 12 Cnt3 per Woche.- die SonntagS-,Tribüne"5 Cent per Woche. Seide ,usame IS Cent de 05 Sent per rksnat. Per Post außerhalb de, ?tadt zugeschickt U Vorausbezahlung f pe, 'Jahr. vw, 18 Süd SHafranw Strafe. Indianapolis, Ind., 16 Februar 1896. Sonntags pitai. Wenn mich je ein Ekel vor den Menschen wegen ihrer Kriecherei vor dem Gelde ergrissen hat, dann war eS in vergangener Woche gelegentlich dek Todes Snglishk. Man hatte die Leiche im Staatkhause ausgestellt, feitenXnnnp 9WtAt kk,n die RttflinslcN lt0V 9 y W w " 1 über da Leben und den Tod deld Mannes geschrieben, weit mehr Raum haben sie ihm gewidmet, als eine Berliner Zeitung den Berichten über daS Ableben deS Kaisers widmen würde, und wenn ich mir nicht sage, daß er ein sehr reicher Mann war, dann frage ich mich vergeblich warum und wofür Ich hatte mir vorgenommen zu schweigen über ihn. Aber daS Gehabe und Gethue mitdem todten English, der außer denen, dieihmverwandtschzftlich oder geschäftlich sehr nahe sianbtn, nicht einen einzigen Freund hatte die Lobhudeleien, die diesem Filz und GeizhalS zu Theil wurden, die Feig, heit, welche eS nicht wagte, über diesen Menschen ohne Herz die Wahrheit zu sagen, ärgert mich so, ekelt mich so an, daß ich nicht schweigen kann. Wie daS bei den englischen Zeitungen, welche alle mehr oder weniger sensationell zu sein Pflegen, Gebrauch ist, brachten sie Interviews, theilten sie mit, waö Dieser und Jener über den Mann zu sagen hatte. Nicht einer hatte den Muth zu sagen, waS er dachte. Jeder versteckte seine wahre Meinung hinter einem Schwall von lebenden Worten. Ist daS eine Heuchelei I Einer fand doch wenigstens den Muth zu sagen, daß er nichts von ihm wisse, ihn nicht kenne. Aber nicht Einer, nicht ein Einziger konnte ihm eine wirklich gute, eine wirklich noble That nachrühmen. Ich selber bin nur ein einziges Mal mit dem Manne in Berührung ge kommen. ES war vor vielen Jahren, als ich noch die RechtSproziS betrieb. Da war ein hiesiger deutscher Ge schäftSmann er wohnt nicht mehr hier und sein Name thut nicbtS zur Sache der hatte durch lange und aufopfernde Pflege seiner schwer kranken Frau im Geschäfte gelitten. Erhalte ein Grundstück, auf dem eine sogenannte Blan-ket-Mortgage" lastete, d. h. einer Hypothek auf ein großes Areal, einen Theil wessen das betreffende Grundsiück bildete. Der Betrag, der auf dasselbe entfiel, war nicht sehr grofc Er wollte daS Grundstück und sein Ge schäft verkaufen, um sich auS seiner mischen Lage zu reißen und hatte .uch einen Käufer dafür, der aber die Bedingung stellte, daß die Hypothek abbezahlt werde. Er wollte kein belasteteS Grundeigevthum. Die Hypothek befand sich in Händen EnglishS, abersie war noch nicht fällig. 3ch ging zu ihm, ich osserirte den auf dem Grundstück lastenden Betrag, ich schilderte ihm die traurige Lage dek Manne?, ich bat ihn daS Geld zu nehmen und die Hypothek zu löschen, ich hätte ebensogut zu einem Steine spreche können. Sein Geld sei da gut und sicher angelegt und er wolle eö nicht, war der einzige Bescheid, den ich rhielt. Damals schuf ich mir eine Meinung über den Mann und ich habe sie seitdem nicht zu ändern Gelegenheit gehabt. Solche und ähnliche Fälle von HartHerzigkeit ließen sich gewiß Hunderte erzählen. ES ist fraglich ob im ganzen Lande noch ein Mann zu finden ist, der bei gleich großem Reichthum gleich hartherzig, gleich geizig, gleich filzig war. Aber daS berührt mich nicht, ein Bis chen Liberalität von seiner Seite hätte die Welt auch nicht viel glücklicher gemacht, aber daß Zeitungen und Politiker, nachdem er todt war, einen formlichen KultuS mit ihm trieben, das ist'S waS mich anwidert. DaS ist ein Zeichen der allgemeine Charakterlofigkeit, ein Zeichen der allgemeinen Feigheit und Heuchelei, welche durch die Furcht erzeugt wird, man könne einmal einr. Dollar im Geschäfte verlieren, oder einen Mann ärgern, der Einem in der Politik nützlich sein kann. ES wäre doch wahrlich genug, vor dem Reichthum zu kriechen, so längs sein Besitzer am Leben ist; braucht man sich auch noch vor dem todten Millionär auf den Bauch zu legen 5 VerPlauderer. S. S. Reese, deutscher Zahnarzt, Ui Oft Ohio Str.

Offener Schreibebrief deS Philipp

Sauerampfer. Mein liewer Herr Redaktionär! Unner gewöhn liche Zirkum. stenzeZ Hot der Mensch mit cene traurige Ecks pierienz in die selwe Lein ge nug. Es Hot awer auch Men sche wo von nicks qenug kriege könne, un von die Keind, denk ich, sm ich einer. Die Lizzie, was mei Altie is, gefällt mich schon seit e ganze Zeit zurück nit mehr. , Se guckt so pehl in's Gesicht un komplehnt immer iwwer Pehns in ihr Tschest. Noch gar nit lang zerick. do tonnt je sor mnei c Dotzen Kardoffelklees esse un wann t$ iefet uf fin gebracht Hot, dann kann se schuhr nit mehr. Ich denke. es sin die beste Seins, datz evves mt Matter mit ihr is; mehbie datz :yr Stommeck in e schlechte Schehp is; ja, wann mer do emol enei gucke und sehn kennt, wie's inseit guckt, awer soweit sin die Docktersch noch nit. Enihau Hot mich die Lizzie getruwelt. Wann eens nit gut fiehlt, dann kehrt mer for gar nicks un espeschellie die Lizzie, wo die so e arig norwes Disposischen Hot. Well, ich hen en Dackter Wort geschickt. 2r Hot die Lizzie ordentlich ecksämmint. Se Hot ihr Äung ausstrecke gemißt un des all. Der Dackter yot mei Altie Kästereul verschriwwe un Hot gesagt, des deht's schuhr de eine oder de annere Weg settele. Jes, wann Se nor wüßte, wie's des gesettelt Hot! Wei, die Lizzie wär puttiniehr druff gange. Well ich hen auch emol Owends bei de Wedesweiler gesosse un hen vondie Lizzie ihre Truwel derzählt. Do sagt der Mister Stuwwerauch: (Seht mich doch mit die Dacktersch eweg, die wisse auch noch lang nit alles. Meiner Schwiegermutter ihrer Steppsister ihre Kossen Hot auch emol ecksäcktlie deselwe, Truwel cehatt un Hot puttiniehr alle Dacktersch m die Juneited Stehts konsoltet. Jeder Hot en different Weg probirt, awer es Hot ihr keener gut gedahn. Uf eemol Hot ihr e alte Frau, wo mit Horsrättisch gebettelt Hot, die Ettweis gewwe, Gaisemilch zu juhse. Sell Hot se gedahn, un was wer'n Se denke, se is inteierlie gesund worde un deht heit noch lewe, wann se nit gestorwe wär." Bei Tschortsch! hen ich gedenkt, wann ich wißt, des sell die Lizzie auch gut deht duhn, wei, ich deht reiteweg e Nänniegoht anschaffe. Phil sagt der Wedesweiler, e Goht mußt Du Dich für Dei Altie kriege, wann Du se de richtige Weg triete willst, un Du derfst des bische Eckspenses nit scheue." Ja." hen ich gesagt, wann ich nor wißt, wo mer so e Diehrche kriege könnt un biseids des versteh ich auch nicks-von Gohts." Phil." sagt der Wedesweiler, nemm mich's nit iwwel, awer Du bist e Kameel. Du kennst keen anneren Vogel wie e Vullfrock un wenn der c weiße Ehpron an Hot, dann glaubst Du. es wär en Hausknecht. Ich will Dich ebbes sage, ich weiß en Mann in die Kontrie. so ebaut sechs Meils von hier, der Hot plentie Gohts un ich sin einige Zeit reddig. mit Dich zu gehe un Dich helfe, e gutes Diehr auszupicke." Wedes weiler," hen ich gesagt. Du bist en Schentelmann. Mer wolle morge gehe un die Eckspenses trag ich." Der Wedesweiler Hot gesagt, des deht en ganz gut suhte, bikohs er hätt selbst nvch mit dem Farmer aa Bißneß zu teüke. Ich hen noch dizselwe Nacht die Lizzie alles gesagt. Es hat se arig zut siehle mache, deß ich so gut kehr for se nehme un mich so en "Truwel mache wollt. De annere Morgen Hot die Lizzie in die Sommerkiischen e kleine Stall for die Goht gefickst. Se sagt, se deht sich gut uf's Milke verstehn, bikohs in die alte Kontrie Hot se's bei die alte Leit immer duhn misse. Den Weg war also alles gefickst un ich sin mit den Wedesweiler gestatt An den Weg hen mer als emol eenS geschmohkt oder eens geschnufft, ich hen mei Backs, befor deß mer gestart sin, noch emol diesent gelade. Wie mer so ebaut vier MeilS getrampt hatte, käme mer an en Säluhn. Ds hen mer die Hack emol unnergestellt. Mer hen e Vissie Lunsch gehatt un hen e paar Schkuhnersch Bier gedrunke un hen den Sa5uhnkieper un die annere Leit, wo pressent warn, gesagt, deß mer e Goht kaufe wollte. Der Wedesweiler is mit den Saluhnkieper emol autseit gange. Er sagt, er hätt sich emol den Mann sei Hohrs angeschaut. Dann sin mer weiter gange un warn bald bei den Mann mit die Nanniegohtö. Mer hen auch bald all gehatt, was mer wollte, n hen e Rohp um die Goht ihr Hornö geteit. Dann sin mer wieder for heim gestart. Mer hen länger uf die Farm.gestappt, wie mer gewollt hatte, un wie mer an denHeimweg an den Saluhn komme sin, do hen ich en Hunger gehatt, deß ich vor lauter Dorscht nit Puh snge konnt. Der Wedesweiler Hot denselwe Weg gefiehlt un mer sin inseit gange un hen e diesent Sopper un en gute Drink gehakt. Die Goht hen ich autseit angeteit gehatt un schuhr genug, mer hen später nit vergesse, se heimzunemme. Daheim hen ich se gleich in den Stall gedahn un hen ihr e Porzion Heh mit e paar gebeulte Ehks for Sopper gewwe. Dann hen ich die Lizzie gesagt, se sollt die Goht emol milke. Die Lizzie Hot schon en kleene .Stuhl un e Tinn disch reddig gehatt. Awer wi e se starte wollt zu milke. do schreit se uf eemol: Gutneß, sell is io aar kee Gobt sell is jo en Villiaoht!" Ich

nicks wie hingelause un geguckt un schuhr Ding: eswarenBock! Well, awer der verzollte Bauer soll doch des Eemoleens kriege; so en Humbugzer." hen ich gesagt, awer for d en will ich gehe!" De nechste Dag sin ich mit den Bock Widder in die Kontrie gestart un der Wedesweiler is Widder elang gange. In den Saluhn hen mer auch diesmol Widder zestappt. Den Bock hen ich Widder autseit angebunne. bis deß mer en Drink gehtt hen. Dann sin mer reiteweg Widder gestart. Der Farmer, der Hot Auge gemacht, wie mer Widder do Ware. Horche Se emol. Mister Farmer." hen ich gesagt, wann ich e Goht kaufe, dann will ich keen Bock, un wann Se denke, ich weiß de Differenz nit. dann sin Se arig mißtchken. Gewe Se mich mei Geld Widder, mit Jhne kann ich kee Bißneß duhn." Ja, liewer Mann," Hot do de? Farmer gesproche, sm Sie krehsig. oder sin ich meschugge? Sie sage, ich hätt Jhne en Bock verkauft. Nau. wann sell Diehr en Bock is, well, dann könne Se mich grad so gut en Esel rufe." Ich gucke den Bock an, un was wern Se denke, ich sin puttiniehr uf de

Buckel gefalle es war . Widder e Nänniegoht! Well, newer mein V hen ich gesagt, ich will mei käsches Geld Widder. Ich hen keen Juhs for e Goht, wo blos bei Tag e Goht un bei Nacht e Bock is." Dodruf sin mer mitaus Goht un mitaus Bock fsr heim gestart. Of Kohrs war des all Widder en Trick von den Wedesweiler. Der Saluhnkieper aus die Kontrie ist de neckste Dag zu mich komme un Hot mich mei Goht gebracht. Er Hot mich auch ecksplehnt, deß der Wedesweiler ihm de Wink gewe hatt un ihn so lang getiest Hot, bis er willing war, die Goht mit den Bock zu eckstschehnsche. De neckste Dag Hot er'sch dann de annere Weg gemacht. Der Wedesweiler ' duht all die Fäckts dfr.de, awer ich geb nicks drum; ich sin blos sättiöfeit, deß die Lizzie ihr Goht Hot. Womit ich .verbleiwe Jhne Jhrn liewer Philipp Sauerampfer. 1 ' Der Pamphilius. Der Kaufmann Franz SaleS Slegl stand in München vor Gericht, um sich wegen einer am 10. November verübten Beleidigung zu verantworten. Kläger war der Hausbesier Zumpt, der sich jedoch nicht persönlich eingesunden hatte, sondern durch einen Advokaten vertreten ließ, dabei aber dreierlei besondere Dinge zu bezwecken suchte. Er stens brauchte er sich selber nicht noch einmal extra zu ärgern, zweitens wurde der Verklagte schärfer hineingetrieben, und drittens wurde die G'schicht dem Verklagten viel theuriger, wenn 's avi? katisch" ist. Ter Beklagte nahm dage? gen keinen Rechtsbeistand, weil er viel auf seinen persönlichen Eindruck beiden Richtern vertraut, weil er eine Menge Milderungsgründe in petto hat und weil er die G'schicht eben nit no' theuriger" machen will. Nach der Klageschrift soll der Be. klagte am 10. November in einer Tischgesellschaft gelegentlich eines gering fügigen Disputs gegen den Kläger die Titulaturen: Blutsauger, Leutaus Plünderer, Landschaden und Pamphi lius gebraucht haben. Ter Richter wollte den leiteten Ausdruck nicht als beleidigend erachten, weil er wohl in keinem Schimpflezikon zu finden sein wird, dagegen behauptete der klägerische rechtskundige Vertreter, sein Client hätte gerade auf barbarische Bestrafung dieses Schimpfwortes extra bestanden, weil Beklagter mit Vorliebe ein wahres Scheusal mit dem Namen PamphiliuS bezeichnet. Befragt, was eS mit dem Pamphi lius für ein Bewenden habe, erklärte der Beklagt: Na, so gefährli, wia der Herr Toktor glaubt, iS der Pamphilius net! Mi wundert'S, daß bis Herren do herombt no koan Pamphi liumS g'fehg'n ham;dös hoaßt, g'sehg'n han i jelm aa no kaan, aber aus der Schul von der Vaterlandsg'schichtwöaß i doch, daß s' an Pamphilius gibt a große Fledermaus, wo oan bei der Nackt im Schlaf a sechs, acht Liter Bluat abzapft und dabei mit die Flü gel wachelt, damit der Anzapfte net merkt." . .Ah! ein Vampyr wollten Sie sagen?" Mrj der Richter ein Natürli'. s Pamphilius, gelt getz'n kennen's dös Luderviech aa; d'rum gibt's so viel bloachsüchtig Mgdt Tös js doch was Alt's!" erwiderte der Beklagte, der zu seiner Rechtfertigung folgende Erklärung abgab,: Meine Herren! Mir zwoa kenne einander voy der Schulzeit herer; er war vom Angers i vom Krottenthall er hat a Haus g'erbt, i hab mein's verkauft. Alls zwoa steh'n m r guat und ham nia der Noth an Schwung lass'n, aber er möcht alleweil a bisl was Besseres fein, weil er in der Baug'werkschul' zwoamal durch'fall'n is, während i en der Han delssch'.ll öentlich prämirt wor'n bi'. Schö' lang hab.i im Sinn g'habt, daß i eam mal furchtbar blamir'n thua; aber jedesmgj haj &' Nächstenliab über den Ccdan'cn g'sicgt, hiß am II. No vember. da i5 immuer ganga'unb statt dlairt. (ab i eahm recht ansian5j.j z'sammcz'üscy n. Also am Vag vorher ham die hiesigen Gramer au?a'macht, daß der alte Brauch, den Kundschaft a Christkind! oder a Neujahr z'geb'y, abbracht werd'n muaß, weil mer damij d' Lcut perziahgt und weil so a G'schenk fjgentli' koa Anerkennung, sondern o Echmieral is. I als Kaufmann bin damit natürlich einverstand 'n und ver. theidige den Standpunkt, wenn l aa als vorsichtiger Mann net g'rad öffentli mittbua. Da sagt der Kläger: Freili'! pie alt'n Brauch' pass'n euch nimmer, weil'ö nia? kosten. Z'erst san alleweil ,

0 ramer voran, wenn eZ sich darum

yandelt, daß an Menschen was abzog'n wer'n soll. Frühendcr hat a jeder an standme Kaufmann m der Stadt seine Kunden rechtschafs'n bedeant und 'S Christkind! ls net ausblieben; nachher sans herganga und ham Zetterln ver theilt, na' hat Oaner, der hundert Markl in so an Laden tragen hat um Weihnacht' oan Prozent, döS war a Packl abg'standencrMandlkaffee, kriagt. Jctz'd, weil Kramer mit Allem handeln. vom Zucker und Kastce b:S zu de' Schlappschuah, Putzhadern, Seiden zeug, Stiefel und Badwannl, Loden mäntel und Schellfisch', je'n verhun gern 's alle mitanand.. Heutzutag gibt'S koan Salzstößler, Kramer und SpezemhaW mehre?, sondern lauter g'mischte Waarengc schufte und so a Kramer, der Alleö führt wia a Tandler, dem nur noch abgelegte Kleider abgehen, der zahlt a paarMarkl Steuer, pfuscht in alle G'schäftcn. die 's i nur gibt, und glaubt, d Leut san nur wegen cahm auf der Welt. Wenn 's no' a Zeit lang so fort geht, nacher kann si' bald koa rechtschaffene Milli frau mehr halt' und d'Apothek'n wer'n aa no g'sperrt. Der Kramer pappt a roth; Kreuz an d'Lad'nthür und der Apothekerkramer iS' ferti. Wenn d'Reservisten 'raus kemma aus der Käsern, nacher verkauf' verschiedene solche Spezcreihändler sogar Steckerln mit g'scheckate Quasternln und vielleicht Handelns no' mit Ziegelstoaner und Bauholz. So jetzt woaßt mei Mei nung und Du bist aa koa AuSnahm', vielleicht no' gar der Aergere. DöS hab i Dir scho' lang verzähln woll'n. Also meine Herrn, auf diese Ehren beleidigung hin hab' i bimbt vor Wuath und a Glück war's, daß i net an hart'n Gegenstand, an Stecka der Vergleich' bei mir g'habt hab, sunst wär a Unglück g'scheh'n. I laß mir a neue Maß bringa, trink'S in Zorn auf zwoamal aus und fang an: Was! sag i, a solchener Bluatsauger und Leut ausPlünderer will mein Stand be schimpfen?- So a Mensch, der alle Monat an Miethzins steigert, is der reinste Landschad'n. Wenn d' Milli und 's Petroleum um an Pfenning der Liter naufgeht, na' wird der Kramlad'n um fünf Markl höher naufdruckt, so daß er selber no' an Profit hat und d' Waar um an alten Preis. D' Hausherrn dös san die Rccht'n, bei dcne hat's seiner Lebtag no' koan sol chen Brauch geb'n, daß a Inwohner was g 'schenkte? kriagt hätt'. Zahlt Oaner. daß er schwarz wird, dann is er a ordentliche Partei und wird g'steigert, weil cr's leisten kann, bleibt aber a armer Teufl a Monat z'ruck, na' wird er ang'schaugt wia a Buschmensch, der net werth is, in an Haus z'wohna. Und grad die ärger'n Protz n san am daslgst'n wenn d Hy pothekzinsen kemma oder gar der G'richtsvollzkher mit an Sack voll Wapperl. Lan ms ans, Tu Pamphi lius. Tu gemeiner. Tie Red' von mir war guet und a Schneider hinter meiner hat wia narrisch in d' Hand patscht und g meckern Ausgezelchnet mein Herr! Sie tragen viel hei ur Auflösung der socialdemokratischen Frage. Wenn so waZ Unsereiner in einer groß'n öffentlichen Versammlung beouupten that, nacher wär S Ver Ichwendung von Reizmittel' an deu Klanenl?an. Mem Freund is no' wc niger politisch wia i selber, und hat sich nir meyrer z'la'g'n traut, sondern ha: auZtrunien und g murmelt: den Pom philius streick' i Tir an, der kost't a schwar's Geld und wird g'richtli' g 'macht. AdcS miteinander! I Hab's glei' kennt, daß a Wcngl g'feit war. aber schaugcnZ Eahna d' Ursach' an. die Herausforderung, den Zorn und wia der Bader, der mi' alle Woch'n rasirt und aa koa Tummer is', zu mit g'sagt hat: Tie Rechtlichkeit der Zin f?' ' ' : ..... . Hier griff der Beklagte in die Brust tasche und brachte einen Viertelsbogen heraus, den er aufmerksam studirte: Na! nix von der Gerechtigkeit, dje Wahrung der gerechten Interessen hoaßt's. Ueberhaupt's san Interessen aa Zinsen und i will frei werd'n." Ter klägerische Vertreter leqte Pflicht gemäß seine ganze Force auf den Aus druck Pamphilius" und behauptete, daß dieser den Blutsauger und Leute ausschinder weit übertreffe. Der Be klagte erklärte nebenbei, daß er den PamphiliuS in zwei Bekanntmachungen und am GerichtSbrett feierlich zurück nehmen werde. Da rief eine liefe Baßstimme im Zu Hörerraum: Wenn er den . Pamphi liuS" zurücknimmt, na' verzicht' i aufs Einspirr'n Franzl; aber groß mueß'S gedruckt werd'n, daß d' Leut' kenna, daß i mit so an elenden Schindervieh nixn z'thun hab'.'" ' Der Richter und die anwesenden An walte konnten sich des Lachens nicht er wehren, als der-nunmehrige Expamphi lius vortrat und den proponirten Ber gleich zu Protokoll gab, ' Tie Neugierde hatte den. beleidigten Vampyr in den Gerichtssaal gelockt. Pumpernickel, Roggenbrot und alle Sorten Kuchen in vorzüglicher Qualität bei Bernhard Thau, MarktSand 124 oder Hoöbrook Str. No. 81 Verlangt. Respektable deutsöe Mann,? 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