Indiana Tribüne, Volume 19, Number 148, Indianapolis, Marion County, 15 February 1896 — Page 2
Jndiana Tribüne.
Erscheint Taglich und Solmtag,. Die tlzliche .Tribüne kostet durch den Trlger 22 Lest per Woche, die eonntagS..Tribüne' Centl per Woche. Seide zusammen IS Cents de es Cent per vkenat. Per Post außerhalb de, .Htdt zugeschickt i Vorausbezahlung pe, fjadr. Ofnci 18 Süd Alabama Straße. Jadianapolis, Ind., 16. FebruarZ1896. VQrgerliches Recht in Teutschland. Dem deutschen Reichstag ist soeben der Entwurf eines Bürgerlichen Gesetzbuches zugegangen, und aus diesem Anlaß dürfte es von Interesse sein, dem Leser ein anschauliches Bild von der überaus bunten Musterkarte der in Deutschland geltenden Rechte zu geben. Den größten Geltungsbereich hat danach das Preußische Allgemeine Landrecht vom Jahre 1794 mit etwa 21,200,000 Einwohnern. Es gilt in den Provinzen Ost- und Westpreußen, Posen, Schlesien, Brandenburg, Pommern (ohne den Regierungsbezirk Stralsund), Sachsen und Westfalen, in dein Regierungsbezirk Aurich und einzelnen Kreisen der Regierungsbezirke Osnabrück.Hildesheim und Düsseldorf, ferner innerhalb Bayerns in den vormaligen fränkischen Fürstenthümern Ansbach und Bayreuth und innerhalb Sachsen - Weimars in den 1815 mit dem Großherzogthum vereinigten Erfurter Gebietstheilen. Im Gebiet " des Allgemeinen Landrechts gelten an wichtigeren Partikularrechten noch folgende: Ostpreußisches Provinzialrecht. Westpreußisches Provinzialrecht. Märkisches Recht, Magdeburgisches Provinzialrecht, Oberlausitzer Provinzialrecht, Niederlausitzer Provinzialrecht, Altpommersches Provinzialrecht, Lübisches Recht, Erfurter Provinzialrecht, Provinzialrecht des vormaligen Herzogthums Sachsen, Recht des Fürstenthums Osnabrück, Partikularrecht des vormaligen Herzogthums Westfalen, des vormaligen Fürstenthums Siegen, Lingensches Landrecht, Münsterische Polizeiordnung, AnsbacherProvinzlrecht, Bayreuther Provinzialrecht. Den nächstgroßen Geltungsbereich mit etwa 16,500.000 Einwohnern hat das Genuine (römische) Recht. Es gilt in folgenden preußischen Gebietstheilen: Regierungsbezirk Stralsund, Provinz Schleswig - Holstein mit Ausnahme einiger vormals jütischen Bezirke, Provinz Hannover mit Ausnähme des Regierungsbezirks Aurich sowie zweier Kreise der Regierungsbezirke Osnabrück und Hildesheim, in vier Kreisen des Regierungsbezirks Koblenz, der Provinz Hessen - Nassau und dem Regierungsbezirk Sigmaringen. In Bayern gilt es mit Ausnähme der Fürstentümer Ansbach und Bayreuth, der Pfalz sowie einiger Orte. Ferner gilt es in Württemberg, Hessen ohne Rheinhessen. MecklenburgStrelitz, Oldenburg ohne Birkenfeld, Braunschweig, Sachsen - Meiningen, Sachsen - Altenburg, Sachsen-Ko-burg-Gotha, Anhalt, SchwarzburgRudolstadt, Schwarzburg - SondersHausen, Waldeck, Reuß ältere Linie, Reuß jüngere Linie, SchaumburgLippe, Lippe, Lübeck, Bremen und Hamburg. Außerdem gelten in den vorbezeichnetm Gebieten des Gemeinen Rechts an wichtigeren Partikularrechten folgende: Lübisches Recht. Jütisch Low. Friesisches Recht (Nordstrander Landrecht), Sachsenspiegel. Eiderstädter Landrecht, Land- und Marschrecht (Gewohnheitsrecht in ein. zelnen Theilen der Provinz Schles Wig-Holstein), Neumünsterische Kirch. spielgebräuche, Dithmarscher Landrecht, Hamburger Stadtrecht, Bremer Stadtrecht, Recht des vormaligen Fürstenthums Osnabrück, Münster!sche Polizeiordnung. Schaumburgische Polizeiordnung, Solmser Gerichtsund Landesordnung. Katzenelnbogener Landrecht, . Kurpfälzisches Landrecht, Nassau Katzenelnbogensche Landesordnung, Kurkölnische Rechtsordnung, Kurtrierer Landrecht. Mainzer Landrecht. Recht des Bisthums Fulda. Frankfurter Reformation, Bayerisches .Landrecht (Codex Maximilianeiis Bavaricus civilis), BambergerLandrecht. Landrecht der Grafschaft Erbach und Herrschaft Breuberg. Würzburger (Fränkische) Landgerichtsordnung. Nürnberger Reformation, Vorderösterreichisches Recht, Württemberg!sches Landrecht und das sogenannte Gemeine Sachsenrecht. Sodann folgt das Rheinische Recht. Dahin gehört zunächst das Französische Recht, der code civil, der in einem Gebiet mit 6.700.000 Einwohnern Geltung hat. Dazu gehören die preußische Rheinprovinz mit Ausnähme der bereits aufgeführten Theile, in denen Preußisches Landrecht oder Gemeines Recht gilt, die bayerische Pfalz, Rheinheffen. Virkenfeld und Elsaß Lothringen. Dann gehört zum Rheinischen Recht das Badische Landrecht, das ausschließlich in Baden mit einer Einwohnerzahl von etwa 1.700.000 gilt. Das Sächsische Bürgerliche Gesetzbuch -gilt ausschließlich im Königreich Sachsen für eine Einwohnerzahl von etwa 3.500.000. Dänisches Recht gilt in einigen vormals jütischen Theilen von Schleswig - Holstein mit etwa 15,000 Einwohner, und das Oesterreichische Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch in einigen Orten des Amtsgerichtsbezirks Waldhassen in dem bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz und in Markt Redwitz im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken mit zusammen 2500 Einwohnern. Die Elsenbahttschuld Venezuelas. Vor Kurzem hat bekanntlich das Kabel die (inzwischen dementirte) Nachricht gebracht, daß zwei deutsche Kriegsschiffe nach Puerto Eaballo unterwegs seien, um die Schuld der venezolanischen Reaieruna an die rofcc
Venezuela - Eienbahngesellschaft betzutreiben. Wir sind nun in der Lage, über die Entstehung, die Art und Höhe dieser Schuld interessante Mittheilungen zu veröffentlichen, die auf durchaus authentischen Informationen beruhen. Am 18. April 1885 wurde zwischen der Regierung von Venezuela und der Großen Venezuela - Eisenbahngesellschaft in der Hauptstadt Caracas ein Vertrag vereinbart, in welchem dieRegierung zunächst sich verpflichtete, in monatlich zahlbaren Raten den vierten Theil zu den Baukosten der Eisenbahn beizutragen. Diese Baukosten waren von der Gesellschaft auf eine bestimmte Höhe veranschlagt worden, und die Regierung sollte im Austausch für ihre Beitragsleistung nach Beendigung des Bahnbaues Obligationen derBahn in der Höhe dieser Beitragsleistung al pari erhalten. Außerdem aber verpflichtete sich die Regierung in diesem Vertrage zu einer Garantie von 7 Vrocent für den ganzen zum Vahnbau verwendeten Betrag. Diese 7 Procent waren nach und nach zahlbar, und zwar bei der Inbetriebsetzung von je zehn Kilometer der Eisenbahn, wobei die Kosten das Kilometer mit 11,000 Pfund Sterl. angenommen sind. Nun aber wurde im August 1888 zum Bau der Bahn zunächst an Ferdinand Krupp eine Concessionsurkunde ausgestellt, deren Inhalt gegenüber dem Vertrage von 1885 verschiedene Widersprüche aufweist, die bei den gegenwärtigen Differenzen zwischen der venezolanischen Regierung und der Eisenbahn eine hervorragende Rolle spielen. Es heißt nämlich m dieser Concessionsurkunde, die später auf die DiSconto - Gesellschaft und die norddeutsche Bank, die gegenwärtigen Besitzer der Großen Venezuela - Eisenbahn übergegangen ist, daß die Regierung sich verpflichtet, der Bahn jährlich 7 Procent auf den Betrag von 12.800 Pfund Sterl. für jeden Kilometer zu garantiren und daß die Summe, welche die Regierung dem Unternehmen infolge dieser Garantie schuldig werden sollte, in gangbarem Goldgelde innerhalb zwei Monaten nach Ablauf jedes Verkehrsjahres zurückzuzahlen ist. Hier ist der Widerspruch zwischen der Natur der Garantie in dem Vertrage von 1885 und der ConcessionsUrkunde von 1883 ebenso auffällig wie die in beiden Urkunden differirende Höhe der Kilometerkosten. Im Artikel 14 der Konzession heißt es. daß die Regierung sich an dem Bau der Bahn mit 1.800.000 Bolivars (Francs) betheiligt, und in Artikel 18, daß die etwa entstehenden Streitfragen nicht Gegenstand diplomatischer Erörterungen, sondern durch die competenten Tribunale von Venezuela entschieden werden sollen. Nun hat die venezolanische Regierung auf die vereinbarte Garantie hin bisher eine Reihe von Zahlungen geleistet, jedoch nur in Bonds, die am Verfallstage nicht eingelöst worden sind, so daß sich nach der Behauptung der Eisenbahngesellschaft bis zum 31. Januar 1894 allmälig eine Garantieschuld der Regierung in der Höhe von fünf Millionen Francs angesammelt hat. Andererseits behauptet aber die venezolanische Regierung, daß die Schuld nur deshalb diesen Umfang angenommen hat, weil die Bahngesellschaft über die von ihr ursprünglich ins Auge gefaßten und von der Regierung auch als Grundlage für die Garantie ausgenommenen Ausgaben weit hinausgegangen ist, so daß naturgemäß die Garantieschuld der Regierung sich beträchtlich erhöhen mußte. N Ueber alle diese Dinge wird man sich 'etzt in Caracas zu einigen haben. Die .'enezolanische Regierung wird, wie nan versichert, keinen Moment zögern. )ie gerechten Forderungen der BahnGesellschaft zu erfüllen, doch wird man ier Regierung hierzu Zeit lassen müssen. da ihre 'Mittel trotz des Reichthums des Landes, theils infolge der letzten Revolution, die neun Monate dauerte, theils infolge des Conflictes mit England, der große Vorbereitungen für einen eventuellen Kriegsfall nothwendig gemacht hat, zur Zeit nach allen Seiten hin sehr stark in Anspruch genommen sind. Immerhin werde auch die Zahlung von fünf Millionen dem Staate Venezuela, der nur Goldgeld hat. keinerlei Schwierigkeiten bereiten. Als die große Venezuela Eisenbahngesellschast eröffnet wurde, crschien auf Befehl Kaiser Wilhelm II. ein deutsches Kriegsschiff, um an der Eröffnungs - Feier theilzunehmen. Herrschte auch über diese Aufmerksamkeit in Caracas große Freude, so konnten doch gewisseBedenken über das Erscheinen des Kriegsschiffes nicht unterdrückt werden; die Bahn erhielt dadurch gewissermaßen einen officiellen Character. während sie lediglich ein privates Unternehmen war.
Jod in der Schilddrüse. Dle Heilkunde hat in jüngster Zeit ein neues werthvolles Heilmittel in einer dem Thierreich entstammenden Substanz, nämlich der Schilddrüse, erhalten, die sich nicht nur für die Heilung des sogenannten Myzödem und des operativen Kretinismus bewährt hat, sondern auch für die Beseitigung der Kröpfe. Man hat die Schilddrüse, besonders die vom Hammel, sowohl als roh geschabtes Fleisch, wie in gekochtem Zustand, ferner in Form eines Glycerin - Eztractes aus der Drüse und schließlich in der Form von aus pulverförmig zerriebenen Schilddrüsen hergestellten comprimitirtenTabletten verabreicht, aber die eigentlich wirksame Substanz in dem Schilddrüsengewebe ist bisher unbekannt geblie ben. Zahlreiche Forscher haben sich bereits vergeblich bemüht, sie zu gewin nen. Dem Prof. C. Baumann, Leiter des Universitätsinstituts für physiologische Chemie in ireibura ist die dankbare und schwierige Aufgabe endlich gelungen. Es liegt einstweilen von ihm nur eine kurze Mittheilung im neuesten Hefte der Zeitschrift für physiologische Chemie vor; sie gewährt indeß AuS blicke von arökter Traaweite lywobl
für die Physiologie des menschlichen Körpers wie für die Pathologie und Therapie. Prof. Baumann ist bei seinen Arbeiten von Dr. Roos, früherAssistent an der medicinischen Klinik in
Kiel, unterstützt worden, der den physiologischen Theil der Untersuchunzen übernommen hat, während Baumann die chemischen gemacht hat. Er hat aus der Hammelschudruse durch ein überraschend einfaches Verfahren eineSubstanz dargestellt, die er Thyrojodin" nennt. Es ist eine organische Substanz mit starkem Jodgehalt, die außerdem ein halbes Procent Phosphor enthält. Die Darstellungsweise ist im Wesentlichen folgende: Die zerhackte Schilddrüse wird mehrere Tage mit 10-pro centiger Schwefelsäure gekocht; dabei scheidet sich ein feinflockiger Niederschlag ab, dem durch wiederholtesAuskochen mit 85procentigen Alkohol die wirksame Substanz entzogen wird. Der Rückstand der alkoholischen Lösung wird in Natronlauge gelöst und aus der filtrirten Lösung wird durch verdünnte Schwefelsäure eine braungefärbte amorphe Substanz abgeschieden, die nach den Ermittelungen des -Dr. Roos sowohl bei der Kropfbehandlung bei Menschen wie in Stoffwechselversuchen bei Thieren sich ebenso wirksam erwiesen hat. als dieSchilddrüse selbst. In dieser Substanz hat Prof. Baumann das Jod in zweifelloser Weise nachgewiesen, ja sogar aus seiner Verbindung mit der organischen Substanz abgeschieden und rein dargestellt. GeringereMengen dieses jodhaltigenKör pers hat er auch in Kröpfen aufgebunden. Das Vorkommen von Jod im menschlichen Körper war bisher noch umstritten, und vollends unerwartet kommt die Entdeckung eines so starken Joddepots in einem einzigen Organ des Körpers. In der Schilddrüse wird augenscheinlich eine specifische organische Jodverbindung gebildet, die nach Bedarf in den Gesammtorganismus übergeht. Prof. Baumann streift zum Schluß noch kurz die Frage, wie das Jod in den Körper kommt. Er erinnert daran, daß das Jod in der Luft, im Regen- und Schneewasser, imFlußwasser, in der Asche von Pflanzen und Meeresthieren, in der Ackererde, in Milch, Eiern, gegohrenen Getränken nachgewiesen worden ist. Die Baumann'sche Mittheilung wird voraussichtlich die physiologische Forschung reich befruchten. Wird China erwachen? Das alte Reich der Mitte scheint sich in seinem Schlafe jetzt wirklich etwaö die Augen zu reiben. Nicht nur der amerikanische Missionar Gilbert Reid hat bei den Mandarinen Peking's Zutritt erhalten, sondern auch der englische Missionar T. Richard aus Shan ghai. Mit dessen Hilfe haben eine Anzahl jüngerer Mitglieder der Hanlin - Akademie in der Hauptstadt eine Zeitung gegründet mit dem Titel Man Kuo Kung Pao", d. h. Allgemeine Nachrichten aus allen Ländern". Das Blatt der Aufklärung erscheint zunächst jeden zweiten Tag. Die Namen von einigenGründern werden von Interesse sein. Da ist obenan zu nen nen der Hanlin Kangtschangsu, ein Kantonese. der vor einigen Jahren so ketzerische Commentare zu den chinesischen Classikern herausgab, daß er deshalb beim Kaiser verklagt wurde. Welch' ein Zeichen der Zeit, daß gerade dieser Mann an der Spitze der neuen Zeitung steht! Ferner sind zu nennen ein Großneffe von Wongtungho, dem Lehrer des Kaisers und wahrscheinlich jetzt einflußreichsten Mandarinen, sowie der älteste Sohn des Vice-Königö Tscha'ngtschihtung. Verschiedene hohe Beamte haben Geldbeiträge geliefert, z. B. der Vice-König Tschang 5000 Taels ($3750). Kein Wunder, daß unter diesen Umständen' manche Europäer glauben, China werde jetzt endlich erwachen. Aber man muß mit den Hoffnungen, die man auf diese plötzliche Bewegung in Peking setzt, sehr vorsichtig sein. Die schmähliche Niederlage China'S, die dabei zu Tage tretende Unwissenheit, Unfähigkeit und Bestechlichkeit mußten nothwendigerweise besonders auf die jüngeren gebildeten Chinesen einigen Eindruck machen. Sehr natürlich kam ihnen die Frage, wie es möglich gewesen war daß ihr großes Reich in wenigen Monaten von dem bislang in China immer mißachteten Japan niedergeworfen wurde. Die Antwort hierauf lautete: Japan hat seinen Erfolg der Einführung der westlichen Cultur zu verdanken. Die Unternehmendsten unter den jüngeren Hanlin wollen daher jetzt erkunden, worin diese abendländische Cultur eigentlich besteht. Seit Jahren haben viele Ausländer und vor Allem Missionare die gebildeten Chinesen schon zu ähnlichen Versuchen anzuregen versucht, aber bisher verhielten sich diese durchaus ablehnend.hielten sie eS doch kaum für denkbar, daß es außer ihren eigenen Classikern noch irgend eine andere lesenswerthe Literatur geben könnte. Was ihnen von den Ergebnissen der abendländischen Cultur zuweilen vor Augen kam, waren hauptsächlich mechanische oder technische Erfindungen, und die waren ihnen ziemlich gleichgiltig. Die rachtung, womit die chinesischen .ndarinen auf die Japaner hinabsahen, hatte nicht zum wenigsten ihren Grund darin, daß sich diese in Allem nach Europa zu richten suchten, weshalb sie in China Talmi - Fremde" oder Lügen - Fremde" hießen. Aber der Krieg ist ein unerbittlicher Lehrmeiste?, und er scheint den Mandarinen in der That etwas von ihrem früheren Hochmuth genommen zu haben. Die jüngeren Hanlin, von denen die erwähnte Zeitung gegründet worden ist, haben sich auch zu einem neuen Verein zusammengethan, der sich die Beförderung der Kenntniß über das Ausland zum Ziel setzt. Vielleicht wird der Eifer nach dem ersten Feuer wieder erkalten, wie es so oft in China geschieht, aber immerhin werden dann vielleicht einige gebildete Chinesen, die sämmtlich Aussicht auf Kobe Stellun
gen haben, dauernd daraus hingewie sen sein, daß es außerdem, was in den Büchern ihrer alten Weisen steht, doch noch dies und jenes gibt, was sich der Mühe lohnt, zu lernen. Außer in Peking regt es sich auch in den Provinzen etwas. In Tientsin ist eine Universität für Chinesen gegründet worden. Da ein Amerikaner an der Spitze stehen soll, so hat die neue Anstalt diesen Namen bekommen; sie ist aber eher eine nische Hochschule zu nennen, weil sie hauptsächlich den Zwecken der technischen Wissenschaften dienen soll, ohne sich indessen streng auf dieses Gebiet zu beschränken. Der Vice-König Tschangtschihtung in Nanking geht ferner mit dem Plane um, eine regelrechte Militär - Akademie zu errichten. Bei dem jehigen Zustande der chinesischen Truppen möchte man. ihm freilich zurufen, er möge nicht den zweiten Schritt thun, bevor der erste vollendet ist. Immerhin würden die Deutschen bei der bekannten Vorliebe Tschang's für deutsche Officiere da wieder Aussichten haben. Der leidige Punkt in China bleibt nur immer, daß in, den Provinzen alle solche Dinge rein persönliche Angelegenheiten des betreffenden Vice - Königs oder Gouverneurs sind; stirbt er, oder scheidet er aus dem Amte, so hängt die Fortführung seines Werkes lediglich von der Laune des Nachfolgers ab. Uebrigens sei im Jubeljahr des großen deutschen Krieges an eine nicht allgemein bekannte günstige Folge dieses Krieges erinnert. Die riesige Masse von erbeuteten Gewehren sowie der Umstand, daß das ZUndnadelgewehr damals durch ein neues ersetzt wurde, ermöglichten es deutschen Waffenhändlern, in China alle Mitbewerber weitaus zu unterbieten und sich dadurch den wichtigen chinesischen Markt fast völlig zu erobern. Schließlich sei noch erwähnt, daß sich auch in Shanghai eine chinesische Gesellschaft für Wissenschaft, Kunst und Literatur gebildet hat. Kürzlich hielt der Missionar Pott in ihr einen Vortrag über den gestirnten Himmel. Mehr als hundert der englischen Sprache mächtige Chinesen, darunter auch einige Marine - Offi ciere, hatten sich dazu eingefunden. Das Interesse der Zuhörer ließ nichts zu wünschen übrig, und der Vortragende wurde am Schluß mit vielem Beifall belohnt. Die Versammlung beschloß, in Zukunft regelmäßige monatliche Vorträge über ähnliche Gegenstände zu veranstalten. Die gekränkte Sängerin.
Ganz ungewöhnlich dehnbar ist der Begriff des libel" im englischen Rechtsleben. Vor Richter Granthcrm in London erschien die bekannte Sängerin Ella Russell und erhob Klage wegen libel" gegen den Herausgeber einer musikalischen Zeitung Namens Notcutt und die Drucker der Zeitung. Notcutt hatte die Sängerin für ein Concert engagirt und in seiner Zeitung das Programm davon verösfentlicht. In demselben war der Name der Sängerin in besonders hervorstechender Weise gedruckt worden. Nach VerLssentlichung des Programms trat Notcutt jedoch auch mit den Sängerinnen Macintyre und Rose Cavendish in Verhandlungen und fetzte nun bei dem Wiederabdruck des Programms den Namen des Frl. Russell an die dritte Stelle. Die dadurch schwer gekränkte Künstlerin ließ Notcutt sagen, daß sie nun nicht mehr in seinem Conzert singen werde, gleichwohl erschien ihr Name in der neuen Nummer der Musikzeitung abermals unter den Mitwirkenden. diesmal aber an fünfter Stelle. Darauf begründete sich die lidelKlage der Sängerin, die dem Richter erregt versichert, daß das Verfahren Notcutts ihre künstlerische Stellung erschüttert habe. Nachdem eine Reihe von Musikern erklärt hatten, daß in der Anordnung der Namen auf dem Programm eine VeleidigunL der Klägerin enthalten sei. wurde Notcutt zu 100 Pfund Sterl. Schadenersatz und in die Kosten verurtheilt, obwohl allgemein zugegeben wurde, daß der Ruf der Künstlerin dadurch nicht geschmälert worden sei und sie auch keine materielle Einbuße erlitten habe. - eutd)t Local'Nachrichten. Fr! Ktädt. Hamburg. Die Frau und die 12jährige Tochter des wegen Unterschlagung flüchtigen VersicherungsAaenten Kannengießer haben sich vergiftet. Das Motiv der That sind Nahrungssorgen. Sraunsci,wia. B r a u n s ch w e i g. Der des Doppelraubmordes in Ostharingen verdächtige und deshalb verhaftete frühere Portier Oehlmann von Braunschweig hat jetzt eingestanden, daß er cllein den Oekonomen Fricke und dessenMutter erschlagen und beraubt hat. Die ermordete Frau war eine Tante des Mörders SbUrlna. Frankenhausen. In Gegenwart des StaatsministerS von Starck ist das hiesigeWilhelmsstift eingeweiht worden. Pottiga. Zwischen hier und Sparnberg ist der weit und breit bekannte Crispendorfer Heinrich" (der Maurer Heinrich Weidhas aus CrisPendorf) erfroren aufgefunden worden. S o n n e b e r g. In das Gerichtsgefängniß zu Meiningen wurde der vor etwa zehn Jahren flüchtig gewordene Gerichtsvollzieher Breitung aus Sonneberg eingeliefert, der jetzt erst in .Niederösterreich verhaftet werden konnte. &adjUtu Bischofswerda. Hier scheint die Bauthätigkeit in diesem Jahre ganz besonders rege zu werden; man baut u. A. auch eine neue große GlasHütte, die erste für Tafelglas in Bischofswerda. wo bis jetzt nur Hohlälas fäbricirt wurde. Die freundliche
Stadt gewinnt mehr und mehr an neuen Betrieben und regem Geschäftsleben. Es ist auch geradezu unverständlich, warum bisher Bischofswerda für industrielle Niederlassungen nicht mehr aufgesucht worden ist. Crimmitschau. Letzthin starb der Fabrikant Theodor Nhlich nach längerer Krankheit im 60. Lebensjähre. Herr Uhlich war einer der geachtetsten Bürger, allgemein beliebt und geehrt. Er hat am öffentlichen Leben regen Antheil genommen und sich in den 70er Jahren als Mitglied des Crimmitschauer Stadtverordneten - Collegiums wie als solches des Bezirks - Ausschusses zu Zwickau um die Allgemeinheit verdient gemacht. Später führte er eine lange Reihe von Jahren als Major das Commando und die Leitung der Crimmitschauer Schützengesellschaft. Dresden. Die - mangelhafte Geographie der Franzosen ist schon oft der Gegenstand von Zeitungsnotizen gewesen. Einen neuen Beleg hierfür bietet ein an das hiesige Auskunftsbureau von W. Schimmelpfennig gerichteter Brief, der die Adresse trug: An Monsieur Königreich Sachsen in Dresden." Elsterberg. In einer hiesigen Kaufmannsfamilie ist der seltene Fall vorgekommen, daß die beiden Großmütter (väterlicher- und mütterlicherseits), Greisinnen von 83 und 80 Iahren, welche bei der betr.Familie wohnten, an einem Tage starben. 3roftt)t00tbt 0ITtt. G u n z e n a u. Zwischen hie: und Reichlos versank ein ganzes Fuhrwerk im Schnee; die hiesigePslichtfeuerwehr wurde Nachts alarmirt, um das Pferd zu retten. Das Thier war aber bereits so erschöpft, daß es getödtet werden mußte. Hechtsheim. Die hiesige Turngemeinde", gegründet 1892, hat den Garten des Herrn Jacob Schäfer VII. an der Harzheimer Chaussee angekauft und wird denselben als Turnplatz benutzen; derselbe Platz diente schon in den 40er Jahren als Turnplatz. Mainz. Gepfändet wurden im hiesigen Museum einige dort ausgestellte, zum Nachlaß des verstorbenen Bildhauers Scholl gehörige kllnstlerische Arbeiten; so die Büste des Bischofs Emanuel von Ketteler, das Modell zum Kreyßig - Brunnen u. o. m. Die Pfändung geschah auf Veanlassung eines Gläubigers der Erbin des Bildhauers Scholl. Ein neuer Carneval - Verein hat sich unter dem nicht alltäglichen Namen Bügeleisen-brüder-gebildet; Präsident ist Herr Schneidermeister Ph. Staubach. ß?Urn. Augsburg. NeulichNachts wurde hier auf dem Obstmarkt der Fabrikweber Himmel (ein Böhme), der sich in einen Streit einmischte, von dem Käser Blasius Wagner aus Täsertingen erstochen. Der Thäter ist verhaftet. Der Getödtete war verheirathet und hinterläßt drei Kinder. L i ch t e n f e l s. Letzthin verschied hier der Korbwaarenfabrikant Heinrich Krauß sen. Mit dem Verblichenen scheidet der eigentliche Begründer der Korbwaaren-Jndustrie in der Lichtenfelser Gegend, indem er vor allem dieser neue Absatzgebiete in Frankreich. Spanien, Italien, Afrika, England und Amerika erschloß. München. Die Frau des Gipsformers Stark aus der Au hat sich mit ihrer 7jährigen Tochter und 3jährigen Sohn in der Jsar ertränkt wegen ehelichen Streites infolge ihres LiebesVerhältnisses zu einem Friseur Namens Rumpf, dessen Laden neben ihrem Weißwaarenladen sich befindet. Der Friseur erschoß sich alsdann infolge der Vorwürfe der Nachbarschaft auf dem Grabe seiner vor zwei Iahren gestorbenen Frau. Nürnberg. Der Kaiser von Rußland hat ein Gesuch der Stadtgemeinde Nürnberg, welche ihm auf diplomatischem Wege' durch Vermittelung der bayerischen Staatöregierung übermittelt wurde, genehmigt. Ein aus dem 17. Jahrhundert stammender herrlicher Brunnen wurde zu Anfang dieses Jahrhunderts von Nürnberg nach Rußland verkauft und steht jetzt im Schloß zu Peterhof. Der russische Kaiser hat nun gestattet, daß ein Abguß dieses Brunnens hergestellt werde. vkinpfal,. Frankenthal. Die Maschi-nen-und Armaturenfabrik, vormals Klein, Schanzlin und Becker, feiert im März dieses Jahres ihr 25jähriges Geschäftsjubiläum. Im Jahre 1871 wurde die Fabrik unter Leitung des Herrn Direktors Klein errichtet und zwar mit kaum einem Dutzend Arbeiter. Heute nach 25 Jahren beschäftigt das Etablissement circa 550 Arbeiter. Die Produkte sind heute in fast allen Welttheilen zu finden. Kaiserslautern. Am hiesigen humanistischen Gymnasium wurden mehrere Schüler dimittirt, weil sii am Neujahrstage an Schülerinnen der städtischen Töchterschule beleidi"ide und lascive Ulkkartm sandten. Die Väter dieser Schülerinnen über, sandten diese Karten dem Rektorat. Durch Vergleichung der Schriften mit den Arbeitsheften wurden die Thäter ertappt. 9irttmbra Stuttgart. Auch hier findet der Radfahrersport in den höheren Kreisen immer mehr Anklang. Selbst der König huldigt schon seit einiger Zeit diesem Sport, ebenso die junge Prinzessin Pauline. Die Anmeldungen zum deutschen Sängerfest.welcheö im Augifft d. I. in Stuttgart stattfinden wird, sind bereits so zahlreich eingelaufen, daß hier weder in Hotels noch in Privatwohnungen mehr Wohnung zu bekommen ist. Alles bis auf das letzte Zimmer ist vermiethet. Im Ganzen sind schon 20.000 Sänger angemeldet. Sulzbach a. M. Dieser Tage brannte hier das Wohnhaus der Gerberswittwe Dunze vollständig nieder. Im Haule war beim Ausdruck be.
Feuers Niemand anwesend; die Ursache des Brandes ist noch nicht ausgeklärt. - Weilderstadt. Vor einigen Wochen verschwand der aus Zwerenberg bei Berneck (Schwarzwald) gebürtige. 68jährige. am hiesigen Hospital bedienstete Michael Rentschler, nachdem er schon wiederholt Selbstmordgedanken geäußert hatte. Dieser Tage nun wurde er am Rechen der Planmühle in der Wüum todt aufgefunden. Weinsberg. Die Bohrungen nach Salz in unmittelbarer Nähe der Stadt, an der Eberstadter Straße gelegen, waren von Erfolg gekrönt. W i l d b a d. Die hiesige Stadt ist um eine Sehenswürdigkeit reicher geworden, indem die K. Badeinspektion in ihrem Waschtrockengebäude nach den Plänen des Fischereisachverständigen. Prof. Dr. Sieglin in Hohenheim. eine eigene Fischzuchtanstalt eingerichtet hat. In derselben können gleichzeitig 100.000 Bachforellen- und Bachsäublingseier ausgebrütet und es soll die hier erzielte Fischbrut in die staatliche Fischwasserstrecke des Enzflusses eingesetzt werden. s?vn. Heidelberg. Dem ledigen Gepäckträger G. Bauer von Rohrbach wurden auf dem Bahnhöfe beide Füße abgefahren. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Hüffenhardt. Der Dekan EinWächter, der das Kirchenvermögen der Gemeinde Hüffenhardt durch Unterschlagung und Fälschung um 27,000 Mark geschädigt hat, wurde vom Schwurgericht Mannheim zu 7 Iah ren Gefängniß verurtheilt. Jechtingen am Kiserstuhl. Beim Uebersetzen über. den Rhein auf das elsässische Ufer ertranken infolge Uinschlagens des Kahnes fünf Personen. Karlsruhe. Eine treue Anhänglichkeit an seine Compagnie bewies der Großh. Kammerherr und Hofjägermeister Frhr. v. Schilling in Karlsruhe, welcher im Feldzuge von 1870 als Kriegsfreiwilliger bei der 10. Compagnie des 6. badischen Jnfante-rie-Regiments stand. Derselbe hat die Belfortfeier des Regiments in den letzten Tagen in Konstanz mitgemacht und bei der Parade die 10. Compagnie am Großherzog vorllbergeführt. Bei diesem Anlaß hat er. laut Konst. Ztg.", die testamentarische Verfügung getroffen, daß die Compagnie nach seinem Tode die schöne Summe von 20.000 Mark erhält. Die 10. Compagnie hat schon mehrfache Geldgeschenke von dem edlen Spender erhalten, so bei der Regimentsfeier imJahre 1892. 0)ßrrl4r-Ht gavn.
B r e g e n z. Die Annahme, daß man bei den Bregenzer Rhemreguli rungsarbeiten auf die Römerstraße stoßen werde, hat sich bereits bestätigt. In den Harder Gewässern bei Profil 30 des Rheindurchstichs wurde der alte Verkehrsweg aufgedeckt. Eme besondere Vorliebe für fremdes Blut scheinen die jungen Burschen der kleinen Gemeinde Lustenau bei Bregenz zu besitzen. Im vergangenen Jahre wur den daselbst von Gemeindebürgern 13 auswärtige Braute eingeführt, was dem Armenfonds 390 Gulden an Einkaufsgeldern für Frauen eintrug. Eine Degeneration des Lustenauer Geschlechtes ist also trotz der Unglückszahl nicht zu befürchten. Graz. In Oberstaier erfolgten verheerende Lawinenstürze. Eine Lawine verschüttete bei Rottenmann eine Köhlerei sammt Köhler, eine andere eine Meierei mit zahlreichem Viehstand und einem Knecht. Prag. Hier haben sich zwei junge Mädchen, welche einander fest- umschlungen hielten, in die Moldau gestürzt. Die Leichen konnten bisher nicht gefunden werden. Aus Briefen, welche sich in einer von den Mädchen am Ufer zurückgelassenen Muffe vorfanden, geht hervor, daß sie intime Freundinnen waren und einen und denselben jungen Mann liebten. Damit nun die Eine der Anderen den Geliebten nicht entreiße, beschlossen Beide, zu sterben. Wien. In Ottakring verwundete ein Schlossergehilfe die Tochter seines Meisters, mit der er ein Verhältniß hatte, während sie schlief, mit einem Beil, und verletzte sich selbst lebenögefährlich. Schn?ks. Bern. - Hermann Rosenthal aliaö Jacques St. Cere, der eingesteckteAuSlandspolitiker des Pariser Figaro", hat auch eine Zeit lang mit der entführten Gattin eines deutschen Freundes (nämlich des Romanschriftstellers Sacher-Masoch) in Neuenstadt am Bielersee gelebt und ist dort mit Hinterlassung vieler Schulden verduftet. In Bern hat Professor Forster bereits mehrere gelungene Versuche mit den Röntgen'schen x-Strahlen gemacht. So wurde ihm von Prof. Kocher ein Kind zugeführt, in dessen Hand eine Nadel eingedrungen war. Es gelang Prof. , Forster, vom Knochengerüste der verwundeten Hand sammt der Nadel eine photographische Aufnahme zu gewinnen. Infolge dessen konnte ohne jegliche Operation genau die Lage der eingedrungenen Nadel herausgefunden werden. St. Ga.llen. Die Regierung wählte zu ihrem Vertreter im Verwaltungsrath der N. O. B. Herrn Nationalrath Keel. Schwyz. Am 14. Januar fand in den 14 KantonSraths-Wahlkreisen die Wahl der Verfassungsräthe statt. Die Wahl ergab ein überraschendes und von Niemanden erwartetes Resultat. Statt einer konservativen, der Revision abgeneigten Mehrheit zahlt der Verfassungsrath nun 44 liberale Revisions freunde, 40 Konservative und 4 Unbestimmte. In Schwyz selbst wurden 6 Revisionisten und .7 Konservative gewählt. Einsiedeln wählte stark liberal. Meerschaumpfeifen, lange deutsche Pfifen, Cigarrenspiden.ie., bei Wm. Vkuche, 199 v? Washington Qtx.
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