Indiana Tribüne, Volume 19, Number 147, Indianapolis, Marion County, 14 February 1896 — Page 1
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England und die Vuren. -II. Man stellt sich im Allgemeinen die Buren als ein harmloses, friedfertiges Hirten- und Bauernvolk vor. Diese
Vorstellung ist aber falsch. Der Bur (oder Boer) ist Großfarmer und betreibt extensiven Landbau ud Viehzucht mit den versklavten Ureinwohnern deS Landes. DaS Sticht, die Neger im Sklavenverhältniß zu halten, ist seit über sechzig Jahren daö wichtigste Streitobjekt, daö die Buren gegen die Englander verfechten. England hat 1834 auf all seinen Kolonieen die Sklaverei abgeschasst mit namhafter Entschädigung der Sklavenbesitzer. DieS führte in der Kapkolonie zum ersten Auszug der Buren, die sich das unveräußerliche Menschenrecht," Negersklaven zu halten, nicht nehmen lassen wollten. ES war dieselbe Ur, fache, welche sie zum Verlassen von Natal und deö Orange greistaateS und zur Gründung der Transvaal N?publik veranlaßte. Welch harmlose friedfertige Leute die Buren sind, l rnt man auS einer Beschreibung ihreS Verfahrens den Einge'renen gegenüber, durch den berühmen Afrikareifenden Dr Livingstone. Derselbe schreibt : Die Buren zwingen selbst die ihnen freundlichen Stämme der BetschuanS, Feldarbeit für sie umsonst z r verrichten, dabei zwingen sie sie sogar, sich Werkzeuge und und Nahrung selber zu verschaffen. Ihre Hausdiener stehlen sie von den mehr feindlichen Stämmen in der grausamsten und auch feigsten Weise. Sie zwingen freundliche Stämme, sie aus ihren Raubzügen gegen feindliche Stämme zu begleiten. Stoßen sie auf einen feindlichen Stamm, so stellen sie die freundlichen Stämme gleichsam als Schild vor sich auf und feuern über hre Köpfe hinweg auf die Feinde. Schließlich fliehen diese und auch die reundlichen Neger und lassen Weiber, Kinder und Vieh in den Händen der Buren, denen alle? nicht einen Tropfen Blut gekostet." In wahrem Lichte besehen, waren die Wanderzüge der Buren auS der Kapkolonie nach Natal, von da nach dem Oranje Freistaat und dann nach Transvaal die Flucht eines Stückes Mittelalter vor dem Geiste des modernen Handels und der modernen 3nduprie. Wo sie sich niederließen, grünbeten sie eine Art feudaler Einrichtngen und zeigten einen zähen Widerstand gegen allen modernen Fortschritt. Ihr Bauerngeist und ihr bornirter PartikulariSmuS ließ noch bis heute keine Einigung zwischen den beiden Buren-Nepubliken, dem Oranje Freistaat und dem Transvaal zu. Vor zehn Jahren stand Transvaal vor dem finanziellen Zusammenbruch Da kam die Entdeckung bedeutender Goldlager und kürzlich der besonders ergiebigen Lager in WitwaterSrand. Nun kam englisches dibidendenhungri geS Kapital und goldhungrige Menschen inS Land. Die Buren überließen die Minen den Ausländern, aber sie legten ihnen solch riesige Abgaben auf, daß daS Einkommen deS Staates um daS Zwanzigfache stieg In 1890 bestand die weiße Bevölkerung deS Transvaal auS etwa 0,000 Buren und 60,000 Ausländern. Seit der Entdeckung der Nandminen aber ist die Zahl der Ausländer mindestens um 20,000 gewachsen. Die Buren bilden demnach die Minderheit, aber die regierende Minderheit. Daß sie die Erlangung deS Bürgerrechtes sehr erschweren, mag dahingehen, sie wollen eben Herren deS Lande? bleiben. WaS aber unter den Ausländern böseS Blut macht, daS ist die Abwälzung aller Steuern und Staatölasten auf die Ausländer. Ihre Steuerpolitik .ist nicht nur gegen die kapitalistischen Eompagnieen gerichtet, welche Land aufkaufen und die Minen ausbeuten, sondern auch gegen alle Klassen und Schichten der in Industrie und Handel thätigen Bevölkerung. Wir haben keine große Sympathie für daö abenteuernde englische und sonstige ausländische Element im Bu renland, aber schließlich leben wir im Zeitalter deS Kapitalismus und man kann heutzutage kein Land mehr mi einer chinesischen Mauer umgebeWir haben auch nichts für die afrikanischen Buren übrig. Die Freiheit, die sie meinen, ist nicht die Freiheit deS vorgeschrittenen Europa. Die Buren wollen nicht nur unbe-
strittene Herren des Landes sein, daS sie den Eingeborenen abgenommen, jeder Einzelne von ihnen will auch souveräner Herr auf seinem Besihthum sein. E n derartiger Feudalismus ist
aber in unserer Zeit nicht mehr möglich, selbst nicht in Südafrika. Inzwischen wird eS sich überhaupt nicht abwenden lassen, daß die beidrn Burenländer im Laufe der Zeit eng lisch werden und man hat keinen Grund, auS falsch angebrachter Sentimental:tät etwas anderes zu wünschen. Sie haben keinen offenen Weg zur See, sie find seit der Unterwelfung der Mata belen ringsum von britischem Gebiete eingeschlossen, bloß im Osten grenzt daS Transvaal an portugiesisches Eebiet. Ein Sieg deö demskratischen englischen Geistes über den feudalen Burengeist ist am Ende bloß wünschenSwerth. AlllhlNchlrljlell. Inland. Wetteraussichten. Schönes Wetter heute und morgen. Gestrige Temperatur: Morimum 38 Grad, Minimum 22 Grad. .,,, E o n g r e ß. Washington, 12 Febr. Senat. Die Freunde der Tarifbill erfuhren heute eine unerwartete Zurückweisung, als vom Senat der Antrag Morrill'S, deö Vorsitzers deö Finanzcomi!eS,'die Tarifbill anzunehmen mit 29 gegen 21 Stimmen abgelehnt wurde. ES stimmen die Demokraten, die Populisten und die vier Republikaner Teller, Mantle, DuboiS und Earter dagegen. Nur Republikaner stimmten dafür. Ha u S. DaS HauS verwarf heute nach zehnägiger Debatte mit 80 gegen 190 Stimmen als PlenarauSfchuß daö Senat - ZxreiprägungS - Ame?dement zur HauS-Bondbill. Die von den Silberbolden entfaltete Stärke war enttäuchend. Sie hatten vertrauensvoll auf 100 Stimmen gerechnet. Eine Anzahl von Anträgen, einzelnen Punkten der Senatbill zuzustimmen, wurden sämmtlich mit großen Majoritäten verworfen. Von Eu ba. H a v an a , 13. Februar. General Antonio Maceo marschirte am Dienstag laut hier eingetroffenen Nachrichten in der Richtung aus CayajayaboS, einer Stadt am äußersten Ende der Insel, in der Provinz Pinar del Rio und nahe der Militärlinie, welche durch daS Land gezogen ist. Maceo war zwischen Artemis und CayajayaboS und wurde berichtet, daß ein Theil seiner Leute in der Richtung zwischen CayajayaboS und Guanajay nach dem Norden vordringen. Der Präsident deS spanischen Casino in der Stadt M sico, Senor Basagoitti, befindet sich bei dem General Weyler zum Besuch, um demselben im Namen der spanischen Colonie 1000 Maulthiere zum Gebrauch der sparnschen Truppen auf Cuba zu offeriren. Die Obersten Sigueroa, Ärizon, RuiS und Moroto werden die Cavallerie kommandiren. Oberst Amara hat nahe Santa Clara eine Abtheilung der Insurgenten - Cavallerie überrascht. Das neulich: Gefecht deS Oberst Tajeda mit den Insurgenten unter Zarzal und Maibo hat den neuesten Berichten nach den Insurgenten 60 Todte ge kostet. Die Brizade-Generäle Luque und Oberst Ruiz sind zu DivisionS.Kom mandeuren befördert. General Kapitän Weyler wird eine Order für Landleute erlassen, sich in die Städ!e und Ortschaften zu b?ge ben, wo sie besser beschützt werden kön nen. Er wird ferner einen Befehl erlassen, um so viele Bewohner der Zn sein wie nur möglich, die noch keine Waffen gegen die Insurgenten ergrif sen haben, in die Guerilla Regimenter zu ziehen. ES stehen ihm jetzt 2000 Freiwillige zur Verfügung. Den Kreuzern längS der Küste ist der Befehl gegeben, besonders auf die Abfegelung der Generäle Marin und Navarre zu achten. Hauptmann GonzaleS mit 50 Mann und Hauptmonn Amada mit 115 Mann
stießen auf eine auS 200 Insurgenten
bestehende Schaar bei Coleta, in der
Provinz Santiago de Cuba und tödteten 8 derselben. Hauptmann Rosa überraschte ein Lager bei Vertienteö und machte 4 Gefangene. m ni Ausland. Hammer st ein in Moabit. B e r l i n, 13. Febr. Freiherr von Hammerstein traf gestern Morgen um 6 Uhr hier ein und wurde sofort nach dem Gefängniß iu Moabit abgeführt. Sichtlich nervös und vollständig erschöpft hat er von Brindisi, Italien, auS die zwangsweise Heimfahrt angetreten. Der dortige deutsche Konsul und der italienische Unterpräsekt begleiteten ihn nach dem Bahnhose. In dem fahrplanmäßigen Zage war ein Coupe zweiter Klasse für den Gesängenen reservirt; dieser selbst, die Berliner Eeheimdienstbeamten und zwei Carabinieri, auch die Eskorte in Civil, nahmen in dem Coupe Platz. Hammerstein trug einen braunen Anzug und schwarzen Filzhut; in der Cravatte steckte ein goldner Miniaturhammer als Nadel. Während der Fahrt wurden dem Gefangenen tagsüber die Handschellen abgenommen, während der Nacht blieb er gefesselt. Auf der Grenzstation Ala, Tirol, wur!e Hammerstein den österreichischen Behörden und in Kufstein bei der Einfahrt in bayerische? Gebiet dem nächsten bayerischen Bezirkshauptmann übergeben. Eine Zollrevision trat nicht ein. Um 5 Uhr 10 Minuten Abends raf der Blitzzug in München ein, und von da da ging eS weiter, dem Ziele, der Reichshauptstadt und der Zelle im Untersuchungsgefängnisse Moabit, entgegen. Großer Streik in Berlin. Berlin, 12. Febr. Der angedrohte Niesenstreik der Schneider soll nun doch Thatsache werden. Gestern und heute wurde in vierzehn Versammungen beschlossen, die Arbeit niederzulegen. Vorher hatte eine LohnCommission bei den maßgebenden Arbeitgebern vorgesprochen. Wie aus Wien gemeldet wird, ist über die dortigen Schneidergesellen, nachdem ein Theil von ihnen die Arbeit niedergelegt hatte, ein Lockout verhängt worden. - Ge neral Weyler gefällt eS nicht. Madri d, 13. Feb. Eine Depesche an El Jmparcial" auS Cuba besagt. General-Kapitän Weyler habe sich in einem Interview dahin ausgesprochen, daß er bei seiner Ankunft auf Cuba über die Lage der Dinge daselbst einen sehr unangenehmen, widerlichen Eindruck bekommen habe. Der Feind 9 Meilen von der Hauptstadt, die spanische Armee über die ganze Insel zerstreut, die Soldaten in niedergeschlagener Stimmung dieö AlleS habe daj i beigetragen, die Sache der Spanier in schlimmstem Lichte erscheinen xu lassen. Er werde kein Mittel unversucht lassen, diesen verderbenbringenden Zustanden entgegen za wirken. Erreichte den Nordpol. London, 12. gebr. Dr. Fridtjof Nachen, der norwegische Forschungreisende, soll den Nordpol entdeckt haben. Eine Depesche auS St. Petersburg melde! Folgendes : Eine telegraphische Depesche von Jrtutök, Sibirien, sagt, daß ein sibirischer Händler, Namens Kuschnaroff, welcher Agent für Nansen ist, Znsormation erhalten habe, daß Dr. Nansen den Nordpol erreicht und dort Land gefunden habe. Er befindet sich auf der Rückreise." Wenn die Nachricht wahr ist, so hat Nansen die Rückreise wahrscheinlich über Neu-Sibirien angetreten, und wartet günstiges Reisewetter ab. Kusch naross ist ein Händler, der in der Nähe der Mündung der Lena wohnt und Nansen mit Hunden versehen hat. Dr. Nansen trat seine Reise am 2. Juni 1892 mit dem Schisse Fram" an. 2m September 1895 brachte' der dänische Dampfer Hertha, welcher einer dänischen Kolonie an der Ostküste von Grönland Lebensrnittel überbrachte, die Nachricht, daß im Juli Eskimos ein dreimastigeö Schiff im Eise hätten stecken sehen. Noch der Beschreibung dek Schiffeö war eö die Fram."
DaS norweailcke Parlament batte
für die Reise etwa Zö2,000 bewilligt und durch eine Privatsubskription, an welche sich König OSkar mit 55000 betheiligte, wurde der Rest der Kosten aufgebracht. ' Dr. Fritjof Nansen ist ein auSgezeichnete? norwegischer Gelehrter und enthusiastischer Anhänger der Idee, daß eS möglich ist, den Nordpol Z', erreiI rf ftm : n i c c t .11 vi H 00 ouurc au. Die Begleiter deS Dr. Nansen aus der Nordpol-Erpedition sind : Kapitän Otto Sverdrup, Marine - Lieutenant Sigurd Scott Nanson, Henrick Blessing, Arzt und Botaniker; Theoder C. Iacobsen, Cteuermanr; Peter Hendriksen, Harpunenwerser; Anton Annundsen, Obermaschinist; Learö Petersen, 2. Maschinist; Hjalmar Iohannesen, Ossijier der norwegiichen Armee; Bernard Nordahl, Elektriker; Ivan Mogatad, Zimmermann; Adolph 3uel, Slewart. St. Petersburg, 13. Feb. Die Nachricht von Dr. Nansen, welche von JrkutSk, Sibirien, hierher telegraphirt wurde, traf dort von Ust Jacht, an der Mündung deö Jana Ilusseö ein. Der Jana Fluß ergießt sich im 70. nördlichen Breitengrade und 137 Längengrade östlich von Greenwich in derschiedenen Ausläufern in den arktischen Ozean. Ust oder Oost ist die russische Bezeichnung für die Mündung eineS FlusseS. Ust JanSk liegt nur wenig mehr als 100 Meilen von der Insel Liakov, welche eine der neuen sibirischen Inseln ist. Die Mündung deS Jana liegt mehr alö 100 Meilen weiter östl'ch von Lena Delta. - Die Venezuela-Angelegen heit im Reichstage. B er l in, 12. Febr. Dr. Hammerstein, sprach im Reichstage heute im Namen der . Nationalliberalen und lobte die Regierung wegen ihrer, dem Transvaal gegenüber eingenommenen Stellung. Der Minister des Aeußeren, Baron Marschall von Bieberstew, gab einen Ueberblick über die neulichen Ereignisse im Trunsvaal und sagte, daß die Regierung absolut nichts von einem Gesuche des Präsidenten Krüger für Eingriffe Deutschlands in die Angelegenheilen der südafrikanischen Republik wisse. Er fügte hinzu, daß die britische Regierung mit der größten Energie die nothwendigen Schritte nach dem ungesetzlichen Einfall deS Dr. Jameson gethan hätte und daß aus Großbritanmen mne Zbeantwortuna tur daS Blutvergießen laste. Fortfahrend sagte der Minister, daß die Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannie nicht aufhörten, normal und freundschaftlich zu sein, .hinzufügend : Herr Richter, der Fährer der VolksPartei sagte, daß die Botschaft deS Kaisers wohl ein Abglanz der Gefühle der Deutschen war, eS sei aber wünschenSwerth. daß solche monarchische Manifeste keine permanente ArrangementS würden." Herr Bebel, der Sozialist, hielt die Botschaft für eine indirekte Herauö forderung Großbritanniens und drückte die Ansicht aus, daß ein ähnlicher KurS Rußland und Frankreich gegenüb 'r nicht gewagt werden würde. Diese Aeußerung verursachte eine Erregung im Hause und eS wurde von verschiedenen Seiten Mißsallen geäußert. Fortfahrend sagte Herr Bebel : Bis zu ein?m gewissen Grade befinden wir uns im Schlepptau Ruß lands. Wenn wir unS Großbritannien anschlössen, würden Oesterreich und Italien nicht opponiren, unS praktische Dienste zu leisten, Deutschland würde aber mit England vereinigt, unbesieg bar sein. "- Frieden für Armenien in Aussicht. Constantin opel, 12. Febr. ES wird heute gemeldet, daß eS den Con- & m . luin cer auswärtigen klagten rn Zeitun gelungen ist, die Armenier zu der Annahme der von der Pforte gestellten Bedingungen zu bewegen. -- ProtestderBischöfe. Berlin, 12. Febr. Die Bischöfe PreußenS und Bayers haben gegen die Bestimmungen deS neuen Civilgesetz bucheS über die Ehe Protest erhoben, da dieselben die religiösen Gesetze ver letzten.
Nervöse Erschöpfung öeftik'gl durch Ar. Ä5' Itervlne. - Anhaltende Zerrüttung deS Nervensystems denn flutzt nicht nur da Gehirn vnd die geistigen Fähig
reuen, sondern fuhrt auch zur Erkrankung lebenk tvichtiger Organe. Tie gesührlichfte dieser indirekten Folgen besteht in einem Ergriffenwerdea de Herzen. Diese toar btt Fall mit Rev. 5t. F. Enrfa. Fasve River. Ind. Er schreibt: .vor vierzehn Jahren hatte ich einen leichten Cchlaa anfall. Ueberarbeitung führte nervöse Erschöpfung herbei. Ich wurde ungrmein vervö und die An preagung bei dffenllichem Sprechen verursachte Her, klopfe, welche mein Leben bedrolzte. 51ch gebrauchte Zwei Flaschen Dr. MileS' New Heart Eure für meine Herzbe,chwerden und zwe, Flaschen Tr. Mile' Re ftorative Nervine für meine Nervdsitat und bin besser al ich jemalZ wieder ,u sein erwartete. Ich kann stundenlang sprechen ohne zu ermüde oder von HerzNoPfen befallen u werden, wie die früher der Fall war. und ich suhle mich Ihnen ZU Tank verpflichtet.?Zu bade bei Ne "ann1iFTtt An fibcr Herz und Nervenleiden frei per Post. Dr. Mlles Medical Co.. Elkhart, Ind. Dr. MileS' Heilmittel machen gesund. Allerlei. Aus einem Stein oruch bei Barre, Vt., gelangte neulich eine Granitsäule von 50 Fuß Länge zur Versenduna. Es war dles der grotzteBloa. der jemals in den berühmten Brüchen iever Gegend vorgekommen worden ist. Etn armer Teufel von et nem Fuhrmann in Bennington. Vt.. John Pursell mit Namen, hat die amtliche Nachricht erhalten, daß er mit sechs Verwandten Erbe ein?s Zn OstIndien gestorbenen Onkels geworden ist. der die Kleinigkeit von $1,500,000 hinterlassen hat. Unweit von The Dallas, Oregon, ist neulich em Stör von 600 Pfund Gewicht gefangen worden; allem der Kopf des Ungethüms wog 125 Pfund. In Lrnnrn gt on, vJl t., lebt eine 94 Jahre alte Frau Namens Annie Merifield, welche noch so rüstig ist. daß sie mit dem Stricken von Strumpfen für eine Firma in Portland sich ein hübsches Stück Geld verdient. Als Opfer seines Berufs ist der Ober-Fleischinspektor Dr. Wm. F. I. McLaughlin im Sause seiner Mutter zu New York gestorben. Der Verstorbene ist der Tuberculose zum Opfer gefallen, welche Krankheit er sich bei der Inspektion von Fleisch eines Rindes, das an der Tuberculose litt, zugezogen hatte. Nach den Ermittelungen des Arbeits-Commissärs von Maine stellen sich die Kosten für den Unterhalt eines jeden Familienmitgliedes in diesem Staate auf durchschnittlich 31 Cents pro Tag, während ledige Leute, die keiner Familie angehören, für den gleichen Zweck 46 Cents im Durchschnitt ausgeben. Diese Beträge decken die -Ausgaben für Miethe, Nahrung, Heizung und Licht. Die Alaska Commercial Company zählt zu ihren reichen Besitzungen eine Mine auf Unga Island, deren Monatserträge einen durchschnittlichen Werth von $60,000 haben. Die Gesellschaft ist ängstlich bemüht, Mittheilungen über den großen Reichthum dieser Mine zu unterdrücken, in der Hoffnung, dadurch das Zuströmen von Goldsuchern zu verhindern. Das idyllische Städtchen Elizabethtown in dem BlaugraßStaate Kentucky erfreut sich einer politischen Sensation" ungewöhnlicher Art. Als der neue Mayor jüngst sein Amt antrat, erklärte er in feierlicher Weise, auf das ihm zustehende Gehalt Verzicht zu leisten. Natürlich zollte die Menge dem Mayor lebhaften Beifall und dies hatte auf die Mitglieder des Stadtraths einen solchen Effect, daß sie ebenfalls auf ihr Salair verzichteten. Die Motive der Herren sind aller Wahrscheinlichkeit nach frei von allen Neoenansichten, theuer zu stehen kommt ibnen ihre Generosität aber nicht, denn das Mayorsgehalt beträgt nur $75 per Jahr und die Councilmänner bekommen ganze $2 für jede Slduna. welcker ne beiwobnen. , Die auffallendsten Hei lungen von Scrofeln, die man kennt, sind mittelst Hood'S Sarsaparilla erzielt. Dieses Mittel sucht seine Glei chen bei Blutkrankheiten. Gebraucht nur H o o d'S. H o o d'S Pillen find mit der Hand gemacht und völlig gleich anGröße
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