Indiana Tribüne, Volume 19, Number 142, Indianapolis, Marion County, 9 February 1896 — Page 5

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Gewohnheitsmäßiges Trinken.

Ein einfacher Weg zur Beseitigung seiner bösen Nachwirkungen. - Der Einfluß dtS Trinkens auf die Nerven und wie eö daS System zerrüttet. Die EinkKkungen von Spirituosen aus die sympathetischen Nerven, den Magen und das Gehirn. Wie dieselben zu verhüten sind. DaS Verlangen nach Getränken. Wie daSselbe aus natürliche Weift zu stillen ist. DaS Folgende ist ei deutliche AuSeinan dersetzung rer Wirkungen des TrmkenS auf daS System mit emigm Rathfchläg'n, w e das Uebel zu bekampfell ist. Das Trinen bringt die shmvathetischkn Nerven in Unordnung und zerstört dises ichtige System. Ein StärkunaSmitel für die sympathelischen Nerven mutz natürlich angdwandt wer ven, um den Wirkung vorzubeugen oder dieselben aufzuheben. Ein gewöhnllch: .Nerven Tonic" kaun dies nicht bewerkstelligen. UZaS gewöhnliche Neivea ?onic ist kein roirkliches StärkungZmiUel, 'on:ern nur ein BeruhiguligsmUtel. Es wukt nicht wieder herstellend, sondern beruhigt die Überreizten Nerv?n nur und machr sie vorübergehend gefühllos. )ie sympathetischen Nerven benöthigen der Stärkung, bedürfen gewisser Nah rung, um sie in richtige Thängkeit zu ver fetzen, wenn si: auß Ordnunz sind uiib Dr. Schoop'S Wiederherfleller ist gerade das richtige Mittel zu deren E ärku 'g. D.rjelbe ist das einzige Heilmittel, welches direkt auf die sympathetiicyen Nerven einwirkt. Die Symptome der durch Trinken derur sachten Störung der sympathetischen Nerven sind Zittern, Verwirrtsem, Kopfwey. Schwind?l. Uebelkeit, Erbrechen, allgemeine Nieder geschlagcnheit u. s. w Diese Kr nkheits Erscheinungen können durch Dr. Schocp'S Wrereih rsteuer gehoben imb geheilt werden, m.'lcher den üblen Solge der Unmaßigkeit wirksam entgegentritt. Das stte Ve. langen nach Getränken ist einer ter sichersten beweise oer xroß Mach?, welchen die"sympathetiichen Nerven über den menschlichen Körper haben. Dieses Verlangen wird einzig und allein durch die erkrankten sympathetischtn Nerven hervorg rufen. Der Verstand mag dagegen ankämpfn, der durch die gestörten sympa he'ischen Nerven erzeugte heiße Wunsch oder Verlangen nach einem Betäubungsmittel ist jecoch gewöhnlich ftärker als di; menschliche Willenskraft. Um das Verlangen nach G tränkm zu stillen, müen die sympathetischen Nervm gekrä tizt we.d n. Wir müssen dense ben eine Medizin zu führen, welche ihnen frisches Leben und Kraft verleiht und sie befähigt, ohne Stimuianten zu funktioniren. Dies kann d :rch Tr. Schoop'S Wiederher steller sicher g?s rehen. Dr. Schoop'S Wiet erHersteller ist das einzige Heilmittel, welches bis jetzt hergestellt wurde, das speziell auf tie sympathetischen N rven einwirkt. l5r bat manchem ewzefleischten Trinker den gestörten Appetit und feine verlorene Willenskraft wiedergegeben. Er wirkt auf gan, natürliche Weise und ist bei dessen Wendung jedmogliZze Gefahr u?gefchloffen. Er heilt Dyspepsie, Leder Krankheiten, NierenLeide??, Herzklopfen und andere Stör ungen der inneren Organe, deren Wurzeln in einem erkrankten sympathetischen NervenSystem liegen. Er beseitigt die Ursache, und mit ihr die Krankceit. Dr. echoop's W ederherflell r ist in allen rökeren Spoiheken z i haben, oder kann wenn nicht zu erlangen, auch direkt und franko der Erpreß durch Dr. Sckoop bei Einsendung dS Betrage? voi 1.00 bezogen m rden Ein interessantes mediz'n.sch,S Buch über das sympaiherische Nerven System wird auf Verlangen gratis versandt durch Dr. C. I Schzop, Bor R 442, Racin?, Wis. , Turner Bau- und Spar-Vereln Camtal, $1.000,000.00 NO. 2 Office fra DEUTSCHEN HAIS VcT5ammIung, JEDEN SAMSTAG ABEND ftirtttertn: Bittet sichere Anlägt fuer Ersparnis. Vermittelt guenstigt Anleihen. Artien werden ausgestellt auf $100, $2oor $joo, 9400 oder $500 Antheile. D8 woecfc wtfkfce-a) Bettrgge sind nur 50c pfo Antheil. klne EintritU-Gebajetire! Alb. E.Mitzobr. Präsident H. Louis Siel. 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Offener Tchreibebries des Philipp Sauerampfer. Mein liewer Herr Redaltionär!

Wer ordentli che Kmner rehse will, der muß arig kehrfull sei un muß se wat sche wie alles. So junge Buwe hen alle mögliche Tricks in ihre Kopp un en die- ' sende? Vatter un Pa muß sei Eis hmne und vorne hen. wann er sich kee Tosfs un kee Lohfers rehse will. Am mehrschte muß mer ausgucke, daß die Kidds nit zu früh Kompenie mit die Gorls halte. Mir Ware jo auch emol jung und wisse, was so en junger Mann mitaus Eckspierienz mit die Gorls for en Nisk ronnt. Vifohr daß mer so ebbes eckspeckte duht. dann heißt's Pa, dann UN dann werd geheirath" UN das settels it. Frogt mer dann so beidewey emol, wen gehst du denn eigentlich heirathe?, dann heißt's gleich, das wär Niemand sei Bissneß, un duht mer gar dehre zu froge, ob so en Lausbub dann auch die Miens Hot, for e Femmillie zu supporte, dann kriegt mer die Anser: For was Hot mer dann sein Pa? Duht mer nit gleich .allrecht" sage, dann wer'n se sässie un Heirathe hinner dem alte Mann sein Rücke, brennen nach e kurze Zeit ihre Frau drch un die alte Leit kenne dann die Kidds rehse. Den Weg sin heitzudage die Buwe. Wei. ich weeß noch so gut wie h:it, wie ich 14 Johr alt war, do hen ich en Schatz gehatt. Ich hen das Mädche arig gut gegliche un sie Hot viel von mich gedacht. For den Riesen hen mer egriet zu Heirathe. Wie ich zu mein alte Mann von mei Marritsch getahkt hen, do Hot er de Poker hinner den Stohf eraus kriegt un Hot uf mich gestrocke. daß en Hund jammert. Ich war'n alliwwer voll Blistersch un mei ganz Hinnerfront war so geschwolle, daß ich kaum aus die Auge gucke hen gekonnt. For drei Woche hen ich heimstehe gemißt, befor daß ich Widder diesent geguckt hen. Wie ich Widder an die Stritt gekonnt hen. do hen ich ausgefunne, daß mei Schwiethart back an mich gegange is un en Annern geheirath gehatt Hot. Of Kors war'n ich do ge'lefft. Ich hen arig sarrie gefielt, awer es war for zwei Riesens e gut Ding, daß es den Weg komme is. In de erschte Platz. Hot das Mädchen sein Mann so kujenirt un schlecht getriet, daß er sich mit Roff an Rätts gekillt Hot. - De selwe Weg hätt se mich schuhr auch getriet un ich wär dann schon lang en dohter Philipp. In de zweite Platz hätt ich, wenn ich die geheirath hätt, doch sei Lewe nit mei Lizzie, was mei Aktie is, kriegt, un ich wißt nit was ich mitaus mei Lizzie duhn sollt. Wisse Se. die Lizzie Hot jo auch ihre Fahlts, awer die hen mir all. Biseids kenne ich die Lizzie dorchin und voraus un ich weiß for den Niesen ganz eckssäcktle. wie ich se zu nemme hm, Awer das nor so öei de Weg. Um Widder uf die Kidds zttomme, ich bleiwe dabei, daß mer e gut Diel Batter mit en Hot, un je größer daß se wern, desto mehr Truwel Hot mer mit fe. Jetzt will ich Jhne emol e Stickelche von mein Karlie verfehle. Der Bub is jetzt fünfzehn Jahr alt rni'er Hot sich soweit ganz gut behehft, so daß ich eigentlich keen Grund hen zu komplehne. E paar Daq zerick war ich Owends bei den Wedesweiler un hen paar Gehm Kahrts gespielt. Do hen mer dann von einigem gesproche un komme femellie auch auf die Kidds zu spreche. Der Schuster Vampel Hot iwwer sein allste Bub komplehnt UN Hot gesagt, der wär erscht 18 Johr alt un hätt schon Kompenie. Das biet awer ewiges," hen ich gesagt, do sollt mich awer emol eener von meine kom me; ich deht en haue, daß er die Wahl enuff krawwelt." Never Meind, Mister Sauerämper sagte der Mister Bampel, Sie brauche sich auch noch erum zu drehe; Jhne Jhr'n Karue Hot doch auch schon e Gorl. Waaaas?" hen ich do gesagt. Kenne Se mich das pwhfe?" Das is gar nit mein Bissneß, sinne Se's selbst aus un watsche Se Ihr Kinner bessert Well,do sin ich for heim gestart. Ich h'n die Nacht en lange Tshk mit de Lizzie gehatt. Die Hot gegreint wie Alles un sagt, se hätt schon seit ebaut vier Woche zerick so ebbes genothist. Der Karlie deht sich alleOwend uffickse un deht sei gut Suht an un dann deht er fortgehe, käm dann um 10 Uhr heim Un deht dann immer so häppie gucke. Do hen mersch hen ich gesagt, das settels it. Wo is der Feller, daß ich en kille?" ch sage Jhne. ich war'n mähd. Die Äzzie Hot mich die Ettweis gewe, erscht auszu sinne, ob der Karlie wirklich e Gorl an Hand hätt, dann wär's jo noch immer plenti Zeit, mit das Kille zu starte. Well, am Donnerstag Hot er gesagt, er wär zu e Bortzday-Parthie inweited un er deht bische später heimkomme. Sei Ma Hot em de Kieh von die Bäckdohr gewwe un er is gestart. Ich sin for e Tschensch Widder emol dein Wedesweiler gange un dort hen ich Widder dnx Mister Bampel gemiet. Seh, Mister Saueramper Hot er gesagt, jetzt hen ich all de Pruhf wo Se wolle. Heit Nacht ho die Kohrn und Tehpwormdaktersch Jumen Mäskerehd un l)er Karlje. ss mit sei Meedche hin gange. Er Hot sich als Dotschmann verkleid un sei Meedche als Norma, bikohs se Hot so en lange Zopp. wo.se noch von ihrer Großmut ter seelig geerbt Hot un for den se keen Juhs Hot. Dqs Hot's for mich gefettet. Mit

aus mei Aktie e Wort it saae. ben ick

mla? e Suht gerent, ich denke es war e alte Kapper Juniform hen mich t Ticket gekauft un sinuf die

Mäskerehd. Es war schon e große Kraut do un ich hen alle Minnitt en Pusch Widder mein Stommack kriegt. Ich hen alliwwer ausgeguckt nach en Dotschmann un e Norma, awer ich hen keene gesehe. Uf eemol kimmt eener mit e Meedche aus das Bahrruhm. Sell is er," Hot mich Stimme in mei Jnseit gesagt; es war sei Seis un set Scheyp un sei Wahl un wie er mich gepähst Hot, do Hot er mich en Pusch gewe, daß ich purtiniehr umgefalle sin. Das is der Karlie," hen ich aedenkt. un die nächste Minnitt hen ich en am Wickel gehatt. Du verdollter, nicksnutziger Lausbub," hen ich gerufe. willst Du emol mache, daß Du bei dei Ma kömmst? Un Sie Freileinche, sollte sich schehme, an so e Baby e Mäsch ze mache; wann Sie mei war'n, dann dehte ich Jhne die Mäschere! aus die Bohns kloppe; versteh? Jetzt mache Se. daß Se heim komme und losse Se sich von Ihr Ma Zn's Bett lege.- Der Karlie Hot mich eene uf de Kopp gebaue, daß er purtiniehr erunner gefalle is. Er Hot mich en Kick gewe. daß ich obseit daun die Dohr enaus gefloge un die Steps enunner gesterzt sin. Bon den Schack hen ich getrembelt wie Alles.Well, well, hen ich gedenkt,- wer hätt von den Kidd so e Strengt eckspecktet, awer ich denke, er Hot mich mit mei Fahlsfehs nit gekennt. Ich hen Widder obstehrä gewollt, do komme awer schon e paar Männer un wollte von mich e Eckspläneschen hen. for mei Akte. Ich hen en alles verzehlt. awer do hätte Se die emol lache solle höre! Der Feller, wo ich for de Karlie genomme hen, war der Pressident von die Junien un das Meedche, wo mit em war, war sei Schwiegermutter! Ich hen mich ecksjuhst un sin reiteweg heim. Der Karlie, wo an all dun Trubel schuld war. Hot schon seit nein Uhr in'S Bett gelege un ich sin schuhr, ich hen mich von den Schuster Bampel nor suhle gelosse. Awer froh sin ich enlhau. daß es den Weg komme is. Womit lch verblelwe Jhne Jhrn liewer Philipp Sauerampfer. Wintersreuden in alter Zeit. Von Heinrich Eteinmüller. Der Schnee lastet auf Land und Straßen, die Tage sind kurz und dunkel, dunkler noch m den alten agen, wo selbst in den großen Städten nur spärliche Oellampen die Winterlche Finsterniß unsicher erhellten. Und doch waren die Wintermonate für unsere Großvater und Urgroßvater vielleicht die fröhlichste Zeit im Jahre, voll von frischer Lust und eigenartigen Vergnügungen m Wahrheit eme ,gute, alte Zeit. . Kaum hat sich die. Sonne durch die rüben Nebel durchgerungen, so belebt sich die Eisbahn. Der Eislauf, an sich ein uralter Sport, ist erst im vorigen Jahrhundert in Deutschland zur allgememen Beliebtheit gelangt. Ktopstoci war sein begeisterter Apostel, er hat ihn immer und immer wieder besungen pnd auch seine Freunde für diese edle Kunst gewonnen. Nur em Gesetz:' so rief er einmal schwärmend aus, wir verlassen nicht eh' den Strom, bis der Mond am Himmel sinkt.- Und dann alitten durch die belle klare Winternacht die Jünglinge über die spiegelglatte Fläche, Hymnen über die Schönheit der winterlichen Natur, oft auch die Oden ihres Meisters Klopstock's recrnrend em Genrebild aus der schwärmerischen Jugendzeit unserer classischen Cultur. Einer der Proselyten. die Klopstock für daö Schlittschuhlaufen (oder wie er selbst es nannte: das Schrittschuhlausen) anwarb, war der junge Goethe. Er hat selbst erzählt, wie er eines Tages an einem heiteren Frostmorgen aus dem Bette springend sich einige bekannte Stellen aus Klopstock's Oden zunes und sogleich den Entschluß faßte, einen Ort aufzusuchen, wo ein so alter Anfänger mit einiger Schicklichkeit seine ersten Uebungen anstellen konnte. Auch er theilte den Geschmack seiner Zeit für die Vollmondnächte auf dem Eise, die ihm dann Omanische Scenen vor's Auge riefen. So gewann in jener Epoche der Eislaus durch . die Verbindung mit der Poesie-und, de? voetlscken Empfmduna emen besonderen Reiz; und Lieder von Goethe.Crqmer, Krummacher, Namler unv 'Anveren prägen literarisch die gesteigerte Beliebtheit der schönen Kunst wieder. Die Aelteren und besonders auch die Reicheren zogen das Schlittenfahren vor. Man veranstaltete ad und zu einen Schlittencorso und Jeder bemühte sich, das schönste und originellste Gefährt zu zeigen. Ich kenne eine ansckaulicbe alte Beschrewuna von emem Prachtschlitten, die in die spätere Zeit Friedrichs deS Großen gehört. Der Bauch desselben, heißt eS da. ist einer Muschel gleich geformt, die sich hinter. wärts mit emem Sirenschwanz qt ßet. von welchem der Galan die muthigen, mit Schellen und Reiherbüschen behangenen Roß regieret. Hoch am Schnabel, vorn auf einer goldenen Kugel, steht der Amor, in der einen Hand einen Pfeil, und in der anderen ein Glöckgen, womit er die Fahrt der Berliebten in denen Gassen verbreitet.? Sehen wir nicht ger'öthete Wangen und leuchtende Blicke? Lösen sich nicht im Fluge der Fahrt unmuthige. Löckchzn Von der hohen Touvet-Frisur? Hören wir nicht leiseö. zärtliches Flüstern in der geziert-anmuthigen Sprache der Chodowieckl-Zeit? Doch der Tag neigt sich schon rm Ende zu. und das Dunkel steigt herab. Das ist die.Stunde.in der sich auf hem Lande die Madchen mit ihren pmnrädern versammeln, Freilick ist .wiz

ber solche Zusammenkünste, die ge-

wohnlich zu allerhand Unordnungen Anlaß geben, in denen Königlich Preußischen Staaten seit geraumer Zeit ein starkes Verbot ergangen," aber der Bauer halt, aller Verordnung gen unerachtet, zäh an seinen Ge wohnheitn fest. In der Stadt aber naht sich jetzt das Entzücken des Weiblichen Geschlechts: die Kaffeestunde. Denn auch das 18. Jahrhundert hatte seine Five o'clock-teas. Die Matronen besuchen einander, wechseln Eomplimente und klatschen. Das zärtliche Fräulein aber sitzet indessen auf ihrem weichen Sopha. läßt sich von der Zofe, die sie von ihrem Liebhaber unterhält, die vergoldete Tasse reichen, die sie bei der Namensnennung des Geliebten kaum zu halten vermag." Ja, es ist eine gefährliche Zeit für empfanaliche mnge Herzen, solch' eine Winterszeit, und am gefährlichsten ist wohl der Abend. Die Winterabende gehören der Gesellschaft. In Berlin veranstalten die Familien des höchsten Adels jeden Freitag abwechselnd eine große Assemblee. Das pflegte eme recht kostspielige Veranstaltung zu sein. Zuweilen waren an die 200 Personen beiderlei Geschlechts anwesend, und wenn man so nobel war, wie der Staatsmmister von Gerlach, der seine Gäste im Januar mit Blumen beschenkte, so lief das in's Geld. Man tanzte, spielte und unterhielt sich; um 5Uhr kam man zusammen, um 9 Uhr ging man auseinander. Eine sehr solide Zelt also, und doch hatten die Gesellschaften, deren der Winter viele mit sich zu bringen pflegte, so manches Bedenkliche an sich. Em Arzt hat gerade letzt vor 100 Jahren beweglich darüber ge-. klagt, daß be, diesen Assembleen die Luft so schnell schlecht werde, und vor Allem, daß das Spiel, das nach, dem Genusse des nervenschwachenden Thees", die bevorzugte Unterhaltung bilde, sehr wenig geeignet sei, die Gesundheit zu befördern. Schon ein junges Mädchen von vierzehn Jahren muß gravitätisch ihre Whistpartie machen." Der festschließende Anzug, die erhitzenden Speisen und Getränke, der Geruch der oft verwandten Rauchervulver, der Blumen und der beliebten Parfüms all' das greife die Nerven an und begünstige die zunehmen-de Kränklichkeit und Schwächlichkeit. Auch die Bürgerlichen hatten ihre Gesellschaften. Für sie vornehmlich waren die Veranstaltungen der Tanz;n t.ni i rv mciii uqumrni. Leipzig arrangirten die Tanzmaitres gesonderteVerqnügungen für die Studenten die Zaufmannsdiener. die Handwerksgeseuen u. s. w. Em ganz besonderes Fest der Berlin war in den Wintermonaten das Erbsen- und Kartoffelpilnik". Im Jnvalidenhause fanden sich zeden Donnerstag Ofnciere. Rathe, Subalternbeamte u. s. w. ein, und mit emer wahren Wuth werden Berge von Erbsen. .Kartoffeln und Pökelfleisch gestürmt. Für fünf Groschen ißt sich hier Mancher auf acht Tage satt.- Der niedere Bürgerstank gönnte sich das gleiche Vergnügen in dem Düstern Keller vor dem Halleschen Thore. Wer an den Tagen dieses primitiven Volksfestes, die zum Tempelhofer Berg führenden Straßen passirte, der konnte unzähligen Leuten begegnen, die eilig und ernsthast den Weg nach dem Düsiernen Keller" verfolgten. Kamen aber die ehrsamen Bürgersleute in ihren Häusern zusammen, so vergnügten sie sich gewöhnlich auf nicht mmder bescheidene Weise, dann trat vor Allem das Gesellschaftsspiel in seme Rechte. Wir betreten das mäkiq erleuchtete Zimmer und finden Männlein und Weiblein im Kreise sitzend gerade beim Submissions-Spiel . Der eine Herr sucht sich Demoiselle Luisgen" oder Julgen" aus, fällt ihr zu Fußen und singt: Hier fall ich zu Deinen Füßen, Schon sie! Hab' mit mir Geduld. Ich verlang nicht mehr zu wissen. Als: ich bin in Deiner Huld; Ob Du es kannst sagen fr. Daß sch Dein qngenehmer Diener sei. Hier steht Demoiselle Lmsgen auf und finat: Ach. was liegt vor mei..en Fußen, Ach, was quälet dieses mich. Meine Aug'n voll Thränen fließen, Weil ich dieses sehen muß; Ach! so steh' nur auf dem Platz. Dieser Aufforderung entspricht der Herr, während sie fortfährt: Du bist doch mein schöner Schatz! Jetzt aber gibt sie ihm emen sanften Stoß": Geh nur, geh nur fort von mir, Ich begehre Dich nicht mehr. Was einen bequemen Anlaß dazu bietet, ihn wieder zu sich heranzuziehen und zu singen: Der Zorn, der übereilet mich. Komm, mein Schatz, und küsse mich, womit man zum erwünschten Ende gelangt ist. Den Höhepunkt der Winterfreuden bildete der die Monate Januar und Februar ziemlich ausfüllende Earneval. Besonders in den fürstlichen Residenzstädten gab eS dann Opern, Redouten und Concerte., Schon am frühen Vormittage fahren dann die Kutschen an und drängt sich die Menge, um Abends über die glänzende Belcuchtung. die eleganten Kostüme, die hohen Fürstlichkeiten und die Menge der Anwesenden in höchstes Erstaunen zu gerathen. In der preußischen Hauptstadt fanden in der Carnevalszeit jeden Dienstag Bälle statt. -Ohne Domino und Maske wurde da Niemand hineingelassen. Das Parterre wurde auf gleiche Höhe mit der Bühne gebracht; streng gesondert tanzten auf der Buhne die. Adeligen, im Parterre die Bürgerlichen. .Doch dauerten auch diese Vergnügungen entfernt nicht so lange, als eö heute Brauch ist. Wenn die '.Glocke bn .Ubr icklua. la

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Mr. JZ, Am Gouicens HOOD'S uncsnur HOOD'S Mlgraene kurlrt. Herr II. A. Gouwens In South Holland, Hl., als Postmeister wie auch als KleinWaarenhändler Ist eine wohlbekannte Persönlichkeit. Ueber seinen f anschreibt : 44 Erlauben Sie mir meine aufrichtige Befriedigt, lag über Hood'a Sarsaparille auszudrücken. Belt Jahren litt ich an Migraen die von einem verdorbenen Haffen und unreinem Blut herkam. Nicht einen Morgen konnte ich aulstehen ohne diese betäubenden. Schmerzen Im Kopf. Ich versuchte viele Arzneien, die sämmtlich wirkungslos waren. Schliesslich beschloss ichHood' RaraartfrrillA n n suchen. Ich richtete mich genau nach den vorscnrnien und in kurzer zeit war mein Appetit besser meine Kopfschmerzen verringert, und das Betäubende und verzagende Gefühl machte einem heitern Gemüth Platz. Ich habe verschiedene Flaschen gebraucht and der Konfachmerr ist ntaht rnrslp.Viro kehrt und ich befinde mich bedeutend Desser. liood's Sarsaparille Ist das beste Mittel, das Blut zu reinigen, das System Hood's Kurirt zu stärken und einen tüchtigen Appetit tu erzeugen." R. A. Gouwens. Hood's Pillen kurlren Uebelkeit, Migraens Gelbsucht. Von allen Apothekern verkauft. sjperntjauS und Bürgerhaus, Adelsalast und Düsterer Keller in tiefster Ruhe, und nur draußen auf dem Eise schwärmten die Junglmge von Klopstock und von Ossian und übten die Kunst Tialfs-. Auch eine Iubilariu. Auch der Erbswurst" muß in den Kriegserinnerungen gedacht werden, denn sie hat ebenfalls im Jahre 1895 ihr 25jähnges Jubiläum gefeiert. Tle Erbswurst wurde im Jahre 1870 von dem Koch Grünberg erfunden, welcher das Geheimniß der Bereitung dieses Nahrungsmittels dem preußischen 'taate für 35.000 Thaler überließ. Sie wurde im deutsch französischen Feldzua 18701871 zuerst bei der Armee eingeführt. Eine gewaltige Thätigkeit wurde in der Fabrik der Erbswürste" entfaltet; täglich waren 200 Schlächter mit 4000 Arbeitern bei der Herstellung von früh bis spät be schästlgt. Hierzu traten noch 30 an 50 Kesieln thätige Köche. Später wurden die Arbeitskräfte uoch so vermehrt, da täglich 100,000 Würste fabriziert wer den konnten. Die Versendung der letz teren an die Truppen geschah in Blech büchsen und Türmen. Durch die Er. nähruna mit Erbswurst wurden be. deutende Ersparnisse gegen frühere Kriege erzielt. Dazu kam, daß dieses Nahrungsmittel kräftig und wohl. schmeckend war. Sobald eine neue iieaesnachrlckt kam, wurde in der Erb-wurstfabrik zu Berlin Feierabend gemacht, was um so leichter geschehen konnte, als die Rlesenvorrüthe IN der Fabrik niemals eine Stockung in der Lieferung nach dem Kriegsschauplätze befürchten liefen. Tann machten sich die Arbcilerinnendie fast ausschließlich Frauen eingezogener Reservisten waren. daran, das große Fabrikgebäude innen und außen mit Guirlanden zu schmücken. welche aus Würsten, Spargelkraut und Astern gewunden waren. ' Tiefer Schmuck blieb von einem Siegestaqe bis ZUM nächsten hängen und wurde dann in derselben Weise immer wieder erneuert. Als nun gar die Sieg'esnach richt von Scdan eintraf, da kannte der Jubel in der Berliner Erbswurstfabrik keine Grenzen mehr. Wiederum fand eine allgemeine Ausschmückung des Hauses mit Wurstgnlrlandcn statt, aber dazu beschaffte ein findiger Schläch. tergeselle noch eine besondere Ueber raschung, indem er das Bildniß Napoleon's in Speck herstellte, und darunter dZ Motto setzte: Er hat sein Fett weg!" Man sieht, der Berliner Humor war auch m der schweren Noth des Krieges nicht ousgestorben, SüchsistYe Leberreime. Te Leber is von enem Hecht Und nich von enem Lämmchen; Tas Mädchen, das ich haben mecht'. Schmiert wunderscheene Bemmchen. Te Llder is von enem Hecht AuS enem Teich im Siden Ter Hausknecht und der Ttiefeltnccht Sin beede grundverschieden. De Leber is von enem Hecht Und nich von enem Schberling; Tas Mädchen das ich haben mecht', Hat manches Pfmdchen Schierling. Am Stammtisch. Seit ungefähr 14 Tagen hörte ich ullnächtig ein eigenthümliches Geäusch in meinem Schlafzimmcr. D?r 'olzwurm oder Mäuse konnten es möglich, sein. Ich geh' der .Sache ztn Gi.u..d, und was finde ich' in ::ncm Winkel lag eme alte Messer linge. an welcher der Rost fraß. Von 'ihitm Fressen rührte das Geräusch iX Deutsche , Feuerversicherung ! P. Pfisterer, Agent der Germania Feuer-Verficherungö-Sesellschast No.

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