Indiana Tribüne, Volume 19, Number 142, Indianapolis, Marion County, 9 February 1896 — Page 4
Zttdiana Tribüne. Erscheint Taglich und Sonntagv.
Die tägliche Tribüne- kostet durch den Träger 22 SentS per Woche, die EonntagS'.Tribüne'e Eent per Woche. Seide ,usmen 15 Cents ,de, 63 SentS per Vloaat Per Post außerhalb de, .ttbt zugeschickt 1 Vorauzbeikhluna V e, r. Gffui 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 9 Februar 1896. Sonntags - parieret Seit Jahren plaudere ich jeden Sonntag mit meinen Lesern, und ich habe immer allein dab Wort dabei geführt. Heute nun drehe ich die Sache um und lasse meine Leser plaudern. Da habe ich einmal Ruhe und ich hoffe, meine Leser gönnen mir dieselbe. Ich fange damit an, die mir zugekommenen Schreiben zu veröffentlichen, in welchen verschiedene meiner Leser erklären, waS sie mit plöhlichem Reichthum 'anfangen würden. Commentar werde ich nicht dazu machen. Ich will bloß die Bemerkung machen, daß die Briefschreiber sämmtlich da Bestreben zeigen, EuteS zu thun, waö bei Lesern der Tribüne" übrigen natürlich ist. Schade, daß ek sich bloß um eine Fiktion handelt. Ich gebe die Briefe in der Ordnung, wie ich sie erhielt. DerPlauderer. I. 2 Februar 1396. Herr Redakteur ! WaS ich thun würde wenn ich plöhlich reich würde ? 1. Ich würde einem jeden Kinde, das zu Hause brav und folgsam war, und mit Einwilligung der Eltern heirathet, ein HauS kaufen nebst Einrichtung. 2. Würde ich meine deutsche HeimathSgemeinde unterstützen nämlich : den Lehrer, denn der Schullehrer ist ja der erste, der den Keim der Wissenfchaft im Kmde anregt, und Lehrer werden so schlecht bezahlt. Er müßte aber so viel erhalten, daß arme Eltern kein Schulgeld zu bezahlen brauchen; ferner würde ich einen Fond gründen, und den armen Leuten für den Winter Holz und Nahrungsmittel zu geben und auch Kleider wenn eö Noth thut. Ferner würde ich hier in Jndianapolis in jeder deutschen Kirche eine Kanzel errichten lasse, natürlich mit Erlaubniß deS Pastor? und der Gemeind5, damit er seine Gemeinde besser übersehen könnte, und er leichter zu predigen hätte Ferner würde ich jedem Arbeiter der nicht genug verdient, soviel geben, um feine Familie, anständig ernähren zu können, wenn ich eö heimlich thun konnte. DaS wäre daS eiste waS ich thäte wenn ich recht reich wäre. ö. L. II. 2. Februar 1896. Lieber Plauderer. WaS ich plötzlich mit großem Reichthum anfangen würde, lieber Plauderer ? Der löedanke ist mir eigentlich nie gekommen, erstens, weil eS ein Ding der Unmöglichkeit ist für einen armen Menschen, und zweiten?, weil ich (ein behagliche? und sorgenfreies Leben ausgeschlossen) durchaus keinen Gebrauch für Reichthum hätte. Nicht daß ich nicht wüßte waS ich damit an sangen sollte. Ich würde meinen Reichthum vor allen Dingen der arbeitenden Klasse zukommen lassen, um ihre, oft traurige Lage, zu verbessern. Ich würde ga iriken bauen und alle Einnahmen von dem waS produzirt wird, sollten gleich mäßig unter alle Arbeiter vertheilt werden, sodaß einer soviel hat wie der andere. Ich würde ein Institut errichten, wo dem Arbeiter seine Kinder unentgeltlich herangebildet würden sür ein Fach für daS sie sich besonders eig nen, und sür daS sie Talent besitzen, um als verständige, tüchtige Menschen der Welt zugeführt werden ZU können. Denn von der Anleitung deS KindeS hängt eS ab, ob später ein brauchbarer Mensch auS ihm wird. Natürlich daS sind alleS Luftschlösser, aber du sagst lieber Plauderer, die Furcht sei unbe gründet ein Narr gescholten zu werden, darum L o u i s e K. III. Seehrter Herr Plauderer-. Aus Ihre letzte Plauderei Antwort zu geben, waS einer von Ihren Lesern thut, wenn er ein reicher Mann oder Frau wäre. Ich würde Folgendes thun : Ich würde meine ganze Ausmerk kamkeit der Schule widmen, daß den Kindern der armen Leute dieselbe Schulbildung zukomme, als wie den Kindern der reichen Leute, soviel in meinem Bereiche stände. Und Haupt-
sächlich würde ich mich bemühen, die Existenz der Pfaffen zu vernichten, die
ja bloß für die Verdummung der Menschheit sorgen, und sich den Himmel auf Erden schassen. Ich denke ich würde ein arbeitSvolleö Feld sinden und haben. Aber mein Geld würde mich hinlänglich dafür entschädigen und somit würde ich mich glücklich fühlen, den Unverstand der Massen allmählich aufzuklären, obwohl ich schon dazu so etwa ein Zar sein müßte. Achtungsvoll Bbch. Chr. III -M Wie sich LNarietta verlobte. EinCircus'Tcama voa Alex. Engel. TaS kleine Städtchen war in Auf regung, wie immer, wenn sich ein Cir cus draußen aus dem. großrn Platze niederließ. .TSensationell. schrie der Ausrufer vor dem großen Leinwandgehäuse mit heiserer Brüllstimme und lockte eine dichte Menge Neugieriger durch sein Geschrei vor den Eingang des Clrcus. Een attonell," qxt er aus. mx werden Sie sehen, meine Herrschasten, die Riesendame, die ein Pferd hochhebt. Sie ist aröker als alle Riesen der Welt und sie hat sich produzirt vor den höch sten Herrschaften, vor dem Fürsten von Kalau und dem Herzog von Schild, und sie hat sieben Medamen. Treten Cle ein. meine Herrschasten, für eme Bagatelle werden Sie sehen Hector", das Schulpserd und August", den Clown, Lampe", den Hasen, der 'eme Pistole abfeuert und tausend andere der größten Sehenswürdigkeiten der Welt! Treten Sie ein, meine Herrschaften, die Vorstellung beginnt sofort. Treten Sie ein, :nüt Herrschaften, für eine Bagatelle ist dies Alles zu sehen!" So rief der Mann am Eingange un ablässig und seine heisere Stimme wurde immer tonloser, und viele vom Publikum gingen hinein und kamen befriedigt wieder heraus. Die Geschäfte gingen also gut und alles war sroh und zufrieden am meisten der Direktor, der selten so glänzende Einnahmen erzielt hatte. Aber da fiel ein Reif in der Frühlingsnacht: die frohen Mienen des Di rektorS wurden getrübt und auf seiner Stirne zeigten sich die Merkmale von Sorgen; ein Mitglied seines Personals verursachte ihm aroßen Kummer. Und gerade die unentbehrlichste Persönlichkeit seiner Truppe. ES war mcht l'arnpe, der Hase, der eine Pistole abfeuerte. nicht August, der Clown, und nicht Hektar, das Schulpserd nein, eö war Marietta, die Riesendame, die ein Pferd hochhob und die größer war, als alle Riesen der Welt und die sieben Me daillen besaß. Marietta aß weniger, .als sonst und sie aß erschreckend viel Marietta wurde immer bleicher und bleicher und ihre Wangen waren sonst stets von knallendem Roth, ihre Augenlider wa ren oft geröthet vom Weinen und daS war früher nie der Fall gewrsen. Ma rietta härmte sich ad und der Direktor zitterte deswegen. Wenn sie, die Riesin, noch länger so weiter litt, dann muß. tcn auch ihre Riesenkräfte allmälig ab, nehmen, dann würde sie nicht mehr ein Pferd heben können, sondern schwach werden, wie gewöhnliche Sterbliche. Und sie durfte nicht abnehmen und schwach werden wie gewöhnliche Sterbe liche. Denn dann würde das Vudli kum nicht mehr in den CircuS hinein strömen, die großen Einnahmen wür den geringer werden und statt allge meine Freude würde allgemeine Trauer herrschen. Deshalb war der Direkior beküm mert. Aber nicht lange. Bald dachte er daran, daß man der Riesin vielleicht helfen könne, und darum den Grund ihre Grames erfahren müsse. Und er versuchte eS. Lange, lange brauchte ei, um zu erforschen, weshalb sie weinte m nächtilcher Stunde, lange, lange be mühte er sich, um zu ergründen. weS halbihre Wangen sich bleichten im goldenen Frühling und stille Traurig keit auf ihren Zügen lag. . Lange vergeblich! Aber endlich, endlich gelang es dem findigen Direktor doch. Einmal, als er gar so heftig in sie drang, da gestand sie ihm mit ver legenem Flüstern und über ihre Wangen zog dabei ein jähes Roth und den Rlesenkops. senkte sie dabei ver schämt. Ich liebe August, den Clown!" 9Ilfrt fMft-rt, TrfinS TOrtrMf J V V die Riesendame,, die ein Pferd hochhoo und größer war, 15 alle Riesen der Weit! Mit einem riesigen Luftsprung' entfernte sich der Direktor von der Rie sin und eilte sofort um Clown. ..August" svraö er. und versekte ihm in ausgelassener Freude mit dem Zeigefinger einen pittoresken Basen streich. August, mein Sohn, ich verdopple Ihre Gaae!" Eh la rief August und schlug ein dröhnendes, clownhaftes Lachen an. Dann sprang er, wie ein vergnügter Asse auf ein Trapez und schaukelte sich lustig August, mein Sohn," meinte der Alte, klettern Sie herab und seien ein bischen ernst. Ich habe Ihnen nocy elwas zu jagen." ..Ob." rief Auaust von Neu?m und lachte abermals gellend. Dann machte er vom Trapez herab einen gewaltigen Sprung, roayrenv vejjen er sich drei mal in der Luft überschlug und schließ lich anstatt auf die Erde auf die Schul tern des Direktors izelangte. Daß doch der Kerl so mit Leid und Seele beim Geschäft ist," dachte im stillen das Eittuösberhaupt. .Augusts sagte der Alte gkmü.thlich.
ver a:s verflogener Akrobat durch den kräftigen Ruck, mit dem ihm der Clown auf den Rücken hüpfte, das Gleichgewicht nicht verlor, August," meinte er und ließ ihn ruhig auf seinen Schultern sitzen, was ihm Spaß zu machen schien. Haben Sie irgend welche Wünsche, mein Sohn, die ich Ihnen erfüllen kann?" Natürlich!" heulte August, der Clown, in wüthender Freude, tausend sogar oder noch mehr." Sagen Sie mir Ihre Wünsche, Au gust," ertlittte der Alte und ließ sich auf einer blauen, weiß angestrichenen Pauke nieder, während der andere ruhig aus seinen Schultern sitzen blieb. Ich wünsche mir eine Flasche Roth, wein.- legte der Gehätschelte loS. Die können Sie haben. Was noch ?" Noch?" meinte August nachdenklich. Tann noch tausend und einige Fla schon Nothwein." Hm," erwiderte der Direktor. Ge nügen Ihnen einstweilen nicht die eini gen Flaschen? " Well!" schrie der Clown und hüpfte mit einem tollen Satz abermals auf ein Trapez. Der Direktor rrhob sich und sagte freundlich: Bleiben Sie einstweilen da oben sitzen und warten Sie aus mich. Ich lasse den Wein holen und wir wollen ihn gleich trinken." Damit erhob er sich und ging hin aus. indessen August, der Clown, sich aus dem Traüez schaukelte und dabei wie ein vergnügter Chimpanse in die Welt sah ... . Sehen Sie, Freundchen," meinte d?r Alte zehn Minuten später, als sie Wein tranken und der Clown in einer beinabe menschenähnlichen Stellung ne.
den ihm saß. Sehen Sie, ich erfülle Ihnen alle Ihre Wünsche." Ye?," sagte August und trank, dann stellte er sich plötzlich auf den Kopf und klapperte mit den Füßen aneinander. Hören Sie, August." fuhr der Andere fort, wollen Sie mir jetzt auch einen Gefallen thun?" Nein," sagte August, indem er, sich wieder aus die Füße stellte. Weshalb denn nicht?" erkundigte sich der Direktor milde. Sie werden mich anpumpen wol len," erwide.te der Clown und stürzte Plötzlich wie in einem Anfalle von Tollheit drei Glas Wein hinunter. Ich will Sie aber nicht anpumpen," versicherte feierlich der Manegebeherr scher. Im Gegentheil!" O!" schrie August, borgen Sie mir 20 Mark!" Gerne," versetzte der Direktor. Aber wollen Sie mir dann einen Gefallen thun?" Ja." Bestimmt?" Mein Ehrenwort als Künstler." rief August selbstbewußt und reckte sich wie eine Riesenschlange. Gut," entgegnete der Alte und reichte ibm das Goldstück. Nun. heirathen Sie Marietta!" Der Clown stieß ein fürchterliche? Gebrüll aus und sprang mit einem Satz durch das offene Fenster hinaus. August," kreischte der Direlkor und sprang ihm mit gleicher Behendigkeit nach, aber im nächsten Moment sauste August mit einem unberechenbaren Salto schon wieder zum Fenster hinein und schwang sich sofort auf daS ziemlich hoch angebrachte Trapez. Auch der Direktor war im Nu wieder hereingehüpft und rief zu dem Clown empor, der sich im weiten Bogen durch die Lüfte schwang: Heirathen Sie!" Nein," schrie der Clown und ließ sich derart an dem mächtig schwingenden Trapez hinab, daß er sich nur mit den Füßen daran festhielt während der Oberkörper mit den ausgestreckten Händen nach unten frei durch die Lüste bau melte. Ich habe Ihr Ehrenwort?" donnerte der Direktor hinauf. Der Clown flog in diesem Moment gerade über ihn hinweg und riß ihm mit einem kecken Griff die Mütze vom Kopfe.' Ich habe Ihre Mütze," rief er als Antwort hinunter, indem er die kleine rotbe Mütze fester über den Kopf zog. Geben Sie mir meine Mütze zurück!" schrie der Alte." Geben Sie mir mein - Ehrenwort zurück," schrie der Clown. Der Direktor sad, daß im Bösen nichts auszurichten sei und er beschloß, mildere Saiten aufzuziehen! Wenn Sie herabkommen, trinke ich mit Ihnen noch eine Flasche Wein," rief er. Woll," schrie August. . Aber Sie müssen vernünftig mit sich reden lassen und mir die Mütze wiedergeben." Well," schrie der Clown und kam herab. Tann ließ der Alte eine neue Flasche holen. Waruni wollen Sie die Marietta ncht heirathen?" leitete der Direktor ie zweite Sitzung ein. Bedenken Sie: wenn Sie es nicht thun, bin ich tin ruinirter Mann." Sie ist zu groß," sagte der Clown. Dafür ist sie eine Riesin," entschul)igte der Alte. Sie ist zu dick," wendete Augu tin." Dadurch verdient sie Geld" versetzte der Direktor. Je dicker sie ist, desto ehr Geld verdient sie." Sie ist zu stark." ' Desto besser, dann kann sie Sie beschützen." Sie ist zu schwer," fuhr der Clown fort. Ach," meinte der Direktor lächelnd, ,m der Liebe spielen doch ein paar Kilo mehr oder weniaer keine Rolle."
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jck liebe sie aber nicht." nfilr lifdt fi i " 1 Der Clown überlegte eine Weile und schien sehr ernst. Wieviel Vorschuß geben Sie mir, wenn ich sie heirathe?" fragte er dann. Der Alte lächelte. 50 Mark," sagte er dann. Nein." rief der Clown heftig. 60!" Gut, sechzig", bewilligte der Alte. Abgemacht?" Abgemacht", rief August, und schlug ein. Wenige' Minuten später war Marietta bei ihm. Sie war feuerroth und hatte den Kopf, gelenkt. Der Clonrn wollte ihr den Verlobungskuß auf die Lippen drücken, aber er wußte nicht, von welcher Seite aus er die Höhe erklimmen sollte, denn er reichte ihr gerade bis an den Gürtel. Endlich näherte er sich ihr vorsichtig und da hob sie ihn verschämt zu sich empor und drückte ihn mit ihren Riesen armen so gegen ihr Herz, daß von dem kleinen Clown überhaupt nichts zu sehen war. Nur ein Sckmatzen und Küssen vernahm man und das waren die einzigen Lebenszeichen, die August von sich geben konnte, wenn er am Halse der Geliebten hing. Also verlobte sich Marietta. die Rie. sendame, die ein Pferd heben konnte und größer war als. alle anderen Niesen der Welt. (SeheimnihvolleS vom Aal. Man sollte denken, daß der gewöhnliche Aal bekannt genug wäre. Doch ruht über einer gewissen Seite seines Daseins noch bis heute ein Geheimniß, wenigstens was die thatsächliche Erfahrungswelt anbetrefft; und dieses Geheimnißvolle hat in verschiedenen Zeiten, und bei verschiedenen Völkern zur Entstehung allerlei merkwürdiger Vorstellungen Anlaß gegeben, welche neuerdings der gelehrte Fischkenner Prof. H. E. Williamson in einem Werkchen über die Aale hübsch zusammenstellt. Es handelt sich dabei um die Art der Fortpflanzung dieses Fisches und damit weiterhin sogar um die Frage seiner Herkunft überhaupt. ' Die Wissenschaft hat sehr genaue Kenntniß von den Zeugungsorganen des Aales; Vieles schon hat man über seine Wanderungen und über sein Laichen auf Grund erschöpfender Veobachtung geschrieben, bei alledem ist aber merkwürdigerweise noch niemals das reife Ei des Aales entdeckt worden; oder wenn es Jemand entdeckt hat, so hat die übrige Welt nichts davon erfahren. Daher fragte man sich schon in alten Zeiten vielfach: Woher kommt denn überhaupt dieses schlüpfrige Wassergeschöpf? Und die Antwort fiel sehr verschieden aus. - Ein so nüchterner Denker, wie Aristoteles, sagte, der Aal sei aus den Eingeweiden der Erde" entsprungen, ohne recht klar zu machen, was er darunter verstand. Und Plinius der Aeltere gab folgende Theorie zum Besten: Die Aale reiben sich an den Felsen, und die dabei entstehenden Schabsel erlangen wiederum selbstständiges Leben." Gesner, der bekannte Naturgelehrte, hielt die Meinung, daß die Aale in den faulenden Aesern von Pferden entständen, für eine sehr vernünftige und plausible. Unb noch vor 40 Jahren, als die Wunder der Elektrität kaum anfingen, in vielseitigerem Maße von sich reden zu machen, behauptete ein Professor allen Ernstes, die Aale verdankten elektrischen Phänomenen ihr Dasein. Daß in mehreren Gattungen Aale die Elektricität stark vertreten ist (Zitter-Aale u. s. w.) war allerdings schon damals eine Vielen bekannte Thatsache. Noch heutzutage findet man in England Leute, welche alauben, die Aale seien fortentwickelte" Roßhaare; und noch nicht gar alt ist folgendes Recept" zur Gewinnung von Aalen: Man schneide zwei Rasenflächen, die mit Mai-Thau bedeckt sind, aus und lege sie so auf einander, daß die grasigen Seiten nach innen kommen; in dieser Weise setze man sie der Sonnenwärme aus, und nach einigen Stunden wird eine schier unabsehbare Menge Aale daraus hervorkommen." Die schlichten Fischersleute in Sardinien hegen den Glauben, daß der sögenannte Wasserkäfer der Vorfahre des Aales, sei, und ein Engländer, der sich einigermaßen für darwinistische Anschauungen interessirte. hat die nämliche Anschauung in einem Büchlein zu beweisen gesucht. Bei alledem kann kein vernünftiger Zweifel mehr darüber bestehen, daß dieser Fisch eiertragelid ist und laicht, Wie andere Fische Dafür sprechen genug indirekte Gründe. Weitverbreitet scheint übrigens die Vorsiellung zu sein, daß der Aal, ebenso wie die Lamprete, nur Ein Mal laiche und dann sterben müsse. So unvernünftig erscheint diese Annahme nicht; aber sie kann keinen Anspruch darauf machen, als Glaub enssache zu gelten. Verlangt. Respektable deutsche Männer zur Uebernahme der Agentur für in jedem Hause leicht verkäufliche Artikel. Erfahrung nicht nothwendig, einfache Arbeit und gute Bezahlung garantirt. Jeder, der sich ein rentable Geschäft zu gründen wünscht, oder sich einen guten Nebenverdienst verschaffen will, schreibe sofort für Cirkulare und kostenfreie Proben an N G I. G&oop t Co., No. 2!5 State Straße, . Naeine, WiS.
A. C. DAILY. StaatZauditor. W. U. HART, Stellvertretender
Auditors
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Indianapolis, Ind., 2. November 85. An die Direktoren des Government Bau- und Leih'Bereins, Indianapolis, Ind. Geehrte Herren: Auf Ihr Ersuchen habe ich eine Untersuchung des Geschäfts-
zustandes des Government Van- und Leih-Verems und des Government
Bau- und Lcih-Vereins No. 2'veranstaltet, und der Bericht des Examitors erweist, daß besagte Institutionen sich in einem sicheren und gewinnbringenden Zustande befinden, und daß die Geschäfte derselben gut viri-' girt, die Bücher und Akten richtig geführt und die Kapitalanlagen sorgfältig gemacht werden. Achtungsvoll, . '- A. C. DAILY, j Staats-Auditor.
Grovernment Bau- und Leih -Verein. Jndiariapoli', Ind., 1. Januar 1893. Folgendes ist der halbjährliche uS iS über den Bestand der liMWik-M!iü-?W am Ende bei 31. Tember 1895. Aktiva: Arundetgrnthum Darlehen 1333 036 02 lrtheilfcbein Darlehen 6,26 82 Baar an Han) 923 28 $315,228 12 Passiva: öaufende AnthlilSscheire $133 5:8 10 öorau zahlte Anthe'lkscheine 115,450(0 Abbezahlte AnthetlSschnine ... 74.000 (0 Dividenden an laufenden und voraus" bezahlten ntheilckeinen 18 790 74 Schuldig und brmilligte Darlehen 3,553 00 sicherhettS'Fond 1,891 23 $345,228 j2 Zusammenstellung. itttival.Jinuar 1834 $ 1.885 35 kti,a 1. Januar 1895 110.867 7 kliva 1. Januar 1890 $315.220 12 ktiva vermehrt in 1895... r $234.358 33 n'hkilSlcheineln Kraft 1. Januar 1894 ... 23 ÄnthrilSscheine in S:aft 1. Jaruar 1895... .18 147 Anlhk'lischrtne in Lraft 1. Januar 18S0, 28.578 Vermehrte Anzahl ronAnth.ilks temen in raft seit dem 1, Jinuar 1895 12 431 Darlehen $314,300 84 Wrundeizenthum alS Sicherheit für dieselbk 809 927 CO SersicherungS-Polleea auf den Verein . überschrieben 41 ,35?k0 Staat Jndiana, Marion Souniy ss: Wir, die Unterzeichfleten. gesktzlich eingeschmo ren, rklären od,e für den r,cvti,kn Ausweis de B stände der Wovernmet Bau- unv Leih Bereine, am Snde de 21. Dezember 181)5. W. C- Wl a 0 1, Präsident. H. . R,fe. Eekre Sr. Unttrzkichr.et und beschworen vor mir diesen IS. Tag im Januir S. Wilder Smock. Notar. KV
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des Staates indiana.
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ist der Preis, welchem wir für ungefähr 37 moderne Röcke festgesetzt. Diese sind di, selben welche Sie vor ca eiw m Monate bemunder ten,aber daran vorbeigwg n we dieselben wie Sie Nissen je $20, $25, r0 und $35 kosteten. Jetzt kosten s $10; dieselben sind in den i euesten Facons. 37 elüZ liche Kaufer, nur 37. Liess nuen Kleider - Stosse Die Schönheit dieser Stoffe spricht sür sich selbst. Ganz wollene Lence StripeS 9)c. Glace Granite, so seit wie das Feinste. Diefe kosten tzl.75, aber der PreiS wird Sie n'cht erstaunen, wenn Sie die Stoffe sehen. Die JacvuardS und Mohair Diagcnls, welche letzte Woche auflagen, verschwinden sehr rasch. Es war nie etvaS so anziehend zu einem solch genchtcn Preise 55c, 75c, 85e und 51.25 u,.d Vlle neu. . EP Muster durch die Post. nrrajnn.tl;ja.33a. Salooi! ti. Villiard-Hall o 92 Oft Washington Str. o hu M e i l lT ch e r, tsentbünl?? ii l il
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