Indiana Tribüne, Volume 19, Number 141, Indianapolis, Marion County, 8 February 1896 — Page 2
Fndiana Tribüne.
Erscheint Täglich und SonntagS. Die tägliche .Tribüne-kostet durch den Träger I U Cent, per Woche, die SonntagS..Tribüne", ' Cent, per Woche. Leide zusammen IS Cents der . 3 Qtv.it per XRoxat. Per Post außerhalb de, Kult ngeschickt i Voraukbezahlung f pe, Jahr. fru 18 Süd Sttataina Strafte. Indianapolis, Ind., 8 Februar 1896. DaS NmapaLano. ' In dem zwischen Brasilien und Frankreich schwebenden Streite um das Amapa-Land hat die erstgenannte Republik den langen Verhandlungen ein unerwartetes Ende bereitet, indem sie dasselbe militärisch besetzt hat. Daß Frankreich sich durch die militärische Besetzung von der Verfolgung seiner Ansprüche abhalten lassen wird, ist durchaus nicht anzunehmen und schließlich mag an die Waffen appellirt werden. Das Amapa-Land erstreckt sich, ein Areal von 26,000 Quadrat-Kilometer umfassend, südlich von Französisch, Niederländisch und Bri tisch Guiana bis zum Rio Branco, einem Nebenflusse des Rio Negro, im Westen, bis zum Amazonenstrome im Süden und zum atlantischen Ocean im Osten. Es ist eine uncultivirte Strecke Landes, aus welchem lange Zeit nicht viel zu holen war. so daß weder Frankreich noch Brasilien Lust gezeigt hatten, die Frage des streitigen Besitztitels anzuregen. Amapa-Land wurde ein riesiger Schlupfwinkel für Viele, welche sich in die Sicherheit der weitenEinöden vor dem Arme der brasilianischen, französischen, britischen oder niederländischen Gerechtigkeit flüchteten. Auch als nach dem Sturze des brasilianischen Kaisertums und der Aufrichtung d:r Republik ein Abenteurer Namens Cabral sich durch einen Handstreich des Landes bemächtigte und sich zum Gouverneur" von Amapa-Land proklamirte, begnügten sich sowohl Brasilien, wie Frankreich mit einem rein platonischen Proteste, um nur ihren Anspruch auf das Land zu constatiren. Seitdem hat der Landcompler eine ganz andere Bedeutung gewonnen. Zwei Faktoren sind hinzugekommen, welche Amapa-Land zu einem wünschenswerthen Besitz stempeln. Es sind bedeutende Goldlager gefunden worden und das Anland des Amazonenstromes und seines Wassernetzes hat sich in einer solchen Weise entwickelt, daß der Zugang zu dessen Mündung von großer Bedeutung werden mußte. Es wiederholen sich hier die Verbältnisse, wie sie hinsichtlich der De-lagoa-Bai mit dem Transvaal und dem südafrikanischen Hinterlande und des Orinoco's mit seinem Wassernetze herrschen. Die Delagoa-Vai ist der natürliche Abfluß des Reichthums des Transvaal's, die Beherrschung der Orinoco-Mündung gewährleistet die Controlle über die natürliche Haupt-verkehr-Ader Venezuela's und der Zugang zum Amazonenstrome die über die aufblühende Cultur im Binnenlande. So ist denn auch die Frage des Besitzrechtes wesentlich kräftiger erLrtert worden. Es kam zuerst zu häusigen Reibereien zwischen französischen und .brasilianischen Staatsangehörigen im Amapa-Lande. und die beiden Regierungen legten, um solchem Streite vorzubeugen. Besatzungen, welche zu gleichen. Theilen von sranzösischen und brasilianischen Truppen gestellt wurden, an. Dann trat die Streitfrage in daS Stadium der Erorterungen zwischen den beiden Regierungen selbst. Frankreich schlug ein Schiedsgericht vor und zwar den Bun despräsidenten der Schweiz als Schiedsrichter. Inzwischen errichtete Gouverneur" Cabral verschanzte Lager und erhielt von der brasilianischen Centralregierung militärische Beihilfe, und Anfang December vorigen Jahres erklärte Brasilien kurz und bündig, daß es sich auf ein Schiedsgericht nicht einlasse General Weyler. Als Nachfolger des Marschalls Martinez Campos hat der General Weyler die Aufgabe zu lösen, die seit Monaten auf der Insel Cuba lodernde Jnsurrection zu unterdrücken. General Weyler ist eigentlich ein Deutscher. Der General Valeriano Weyler y Nicolau, Marquis von Tenerife, wie sein voller Name labtet, ist der Sohn eines naturalisirten Deutschen, Ferdinand Weyler und einer Aragonesin. Maria Nicolau. Im Alter von 13 Jahren trat Valeriano Weyler in die Jnfanterie-Schule zu Toledo als Zogling ein. Nach einigen Jahren trat er m die Specialschule des Generalstabs ein und ging glänzend aus derselben als Lieutenant hervor. Zwei Jahre ipaier ruaie er zum auptmann aus und wurde auf sein Verlangen dem albanischen Heere einverleibt. Als er in Havana sich befand, brach die ReVolution aus Santo-Dominao aus. Weyler nahm Theil an dem Kampf gegen die Ausstandischen, und m zahlreichen Tressen legte er solche Proben seiner Unerschrockenheit und Fachtüchtigkeit ab, daß er in rascher Reihen, folge zuerst zum Major, dann zum Oberstlieutenant, hierauf zum Obersten ernannt wurde. Nach Beendigung des Feldzugs kehrte er nach Cuba zurück, wo im October 1863 der Lostrennungskrieg ausbrach. Weyler wurve zum (seneralstabZches in dem vom Grafen von Valmaseda befehligten Operationsheere ernannt; er zeichnete sich wieder durch seine Tapferkeit und sein außerordentliches militairisches Talent aus und rückte 1871 zum Brigade-Befehlshaber herauf. 1872 zeichnete er sich in dem blutigen Treffen bei Santa Rita aus und im darauffolgenden Jahre leitete er die Kriegsoperationen im Departement Puerto Principe, wo es ihm gelang, den dort operirenden Cabecille Jgnacio Agramonte gänzlich zu besieaen
und die Gegend zu unterwerfen. Im Juli 1873 kehrte Weyler nach Spanien zurück; an der Unterdrückung des hier ausgebrochenen Bürgerkrieges nahm er mit vollem Erfolqe Theil. Er
wurde rnfolae dessen zunäckst zum sv-TWrrrfrs f tMvmf itm MnZrnU " '17 ' , 0 - Capitän von Valencia ernannt. Er befehligte sodann eine Division in Catalonien; als im December 1874 Martinez Campos in Sagunt Alfonso XII. zum Konig ausgerufen hatte. dankte Weyler ab. Im Juni 1879 wurde ihm der Befehl einer Division im Centrum anvertraut und er trug zur glücklichen Beendigung des Karlistenkrieges viel bei. 1878, also mit 39 Jahren, wurde Weyler zum GeneralLieutenant und General-Capitan der Canarischen Inseln ernannt. Fünf Jahre blieb Weyler dort. Am 5. November.1883 wurde er nach den Balearen geschickt; 1886 wurde er mit der Generaldirektion des Sanitätswesens und der Militärverwaltung betraut; dann wurde er als Statthalter nach den Philippinen beordert, wo er 3z Jahre blieb. Zuletzt war Weyler General-Capitän des IV. Armeecorps in Barcelona. Weyler ist zetzt 56 Jahre alt, das ist fünf Jahre jünger als sein Vorgänger Martinez Campos. Unter dem Zwange desHungerö. Ein Bild arenzenlosen Elends enthüllte eine Verhandlung, welche jüngst vor dem Strafrichter Dr. Verger des Bezirksgerichts Favoriten (Wien) stattfand. Angeklagt war die Nayerm Elise Schmidt, Schnittwaaren um den Betrag von 11 Gulden versetzt und den Erlös für sich verwendet zu haben. Bei der ersten Verhandlung verantwortete sich die Angeklagte dahin, sie habe aus Noth, hon Krankheit heimgesucht, von Hunger gepeinigt und um nicht mit den von ihrer Arbeit lebenden drei minderjährigen Angehörigen auf die Straße geworfen zu werden, die Schnittwaaren versetzt. Sie habe eine kranke Mutter gehabt, die sie sieben volle Wochen in schwerer Krankheit bis zu deren Tode gepflegt habe. Die Krankheit und die Begräbnißkosten hätten die letzte Habe verschlungen.und da sie, die Angeklagte, nun schwer erkrankt sei, sei sie in die bitterste Noth gerathen. Auf Befragen des Richters gab die Angeklagte ferner an. sie stehe beim Mariahilfer Confectionär Anton Zelezny in Condition, der ihr für Verfertigung eines ganzen Mantels mit Pelerine und Sammtaufputz den Lohn von 70 Kreuzer verabfolge. Um 1 Gulden 40 Kreuzer täglich verdienen zu können, habe sie mit ihrer Schwester von 6 Uhr Früh bis 1 Uhr Nachts ununterbrochen nähen müssen. Der Richter vertagte die Verhandlung beHufs Einholung einer Polizeinote über das Vorleben der Angeklagten. Bei der Schlußverhandlung verlas der Richter die Polizeinote. In dieser heißt es, nachdem constatirt wird, daß sich die Näherin Elise Schmidt eines guten Leumundes erfreut, wörtlich: Sie besitzt kein Vermögen, bewohnt mit zwei Stiefschwestern im Alter von 12 und 20 Jahren und mit dem dreijährigen außerehelichen Kinde der letzteren ein Zimmer mit Küche gegen 9 Gulden Monatszins. Sie verdient sich als Näherin circa 1 Gulden 20 Kreuzer per Tag, ist herzleidend, in Folge dessen oft arbeitsunfähig, und war namentlich nach dem im April 1895 erfolgten Tode der Mutter vier Wochen vollkommen arbeitsunfähig. Die 20 Jahre alte Stiefschwester Hermine hat keine Beschäftigung erlernt, fällt daher sammt ihrem außerehelichen Kinde, ferner die zwölf Jahre alte Stiefschwester, die augenkrcmk ist. der E. Schmidt zur Last. Hermine besorgt das Häusliche, macht für letztere die Gänge und lernt nähen." Von Seite der Rechtsschutzsection des Allgemeinen österreichischen Frauenvereins wurde als Vertheidiger Dr. Friedrich Weil bestellt. Der Zeuge Anton Zelezny, Damenschneidermelster, gab an, die Angeklagte hätte früher stets ordentlich abgeliefert. Als sie die Sachen veruntreut hatte, habe sie schließlich Alles eingestanden und angegeben, die Noth hätte sie dazu getrieben. Richter: Ist Ihnen der Schaden von der Angeklagten ersetzt worden? Zeuge: Ja, 11 Gulden. Ich mußte aber 1 Gulden 50 Kreuzer Zinsen zahlen. (Der Vertheidiger gibt dem Zeugen sofort den Betrag von 1 Gulden 50 Kreuzer.) Richter: Wer hat die Begräbnißkosten gezahlt? Angekl.: Ich, vom Verdienste bei Hrn. Zelezny. Ich arbeitete eine Zeit lang im Accord oei ihm. Um 10 Gulden wöchentlich zu verdienen, mußte ich die Arbeit nach Hause nehmen und die ganze Nacht arbeiten. Das ging auf die Dauer über meme Kräfte. Ver theidiger: Was war dann? Angekl.: Dann dann kam der Hunger: (schaudernd): dann haben wir alle Hunger gehabt. Vertheidiger: Als der letzte Kasten verkauft war, verging sich die Angeklagte gegen das Gesetz. In ihrer Wohnung war nichts mehr. Auf einer alten gebrechlichen Bettstatt, aus emem Strohsack lagen vier Perso nen. und sonst war im Zimmer nichts als ein Arbeitstisch und die Maschine. Damit war das Beweisverfahren geschlossen. Der öffentliche Ankläger plaidirte auf Anwendung des Gesetzes und bat bei eventueller Bestrafung um . r rm l äußerste luum. Vertheidiger Dr. Weil bestritt in diesem Falle den Thatbestand der Veruntreuung. Die Angeklagte habe in ihrem schweren Kampfe den größten Heroismus, den Heroismus der Armuth bewiesen. Auf jeden Fall habe die Angeklagte im Zustande des unwiderstehlichen Zwanges gehandelt. Er bitte daher um Freisprechung. Der Richter Dr. Berger sprach die angeklagte Näherin Elise Schmidt frei. In den Gründen führte er aus, daß der Thatbestand de? Veruntreuung als gegeben erachtet werden müsse. Eine Strafbarkeit sei in diesem 5?alle jedoch ausgeschlossen. da die Angeklagte unter dem Einflüsse unwiderstehlichen Zwanges gehandelt habe. Dieser sei jT 1 . . r-r M m mm' ml nur rem pyyslicy auuusauen.
sondern könne auch dann vorhanden sein, wenn die Enthaltung von einer strafbaren Handlung mit einer solchen Willenskraft, mit einer solchen Entsagung verbunden wäre, die menschliche Kräfte übersteigt. Durch die Polizeilichen Erhebungen se! ein krasser Noth-
stand erwiesen worden. Aus all d:esem könne es keinem Zweifel unterliegen, daß die Angeklagte mit einem Verdienst von 1 Gulden 40 Kreuzer täglich nicht auskommen kann. Denk.Regiflrirmaschlne. Vor weniaen wahren noch hätte man nur ein Lächeln für Jemanden gehabt, der ein Ding, wie den Phonographen, in Aussicht gestellt hätte, und heute ist der Phonograph eine alte Geschichte, die höchstens noch bei emem Hmierwäldler besonderes Staunen erregen kann. Das ist der Laus der Wett. Eine bübscke logische Ergänzung zu einer Wort- oder Laut-Aufnahme-Maschine bildet eine jetzt angekündigte Gedanken-Registermaschine. OhneWeiteres als Abenteuertichielt darf diese Idee um so weniger zurückgewiesen werden, als der Erfinder ein Mann ist. der sich bereits durch eine Reihe anderer verdienstlicher Erfindungen, vor Allem des Distanz-Telephons, ei nen Namen gemacht hat: Julius Emmner jr., welcher gegenwärtig in unserer Bundeshauptstadt lebt. Natürlick kommt Alles auf weitere Vrüfung an; einer solchen aber scheint der, bereits m engerem Kreise erprobte Apparat werth zu sein. Es bat vorerst keinen Zweck, ohne Bilder und ausführliche Schilderung, 1 1 (Yf mm. m L mm. U.FX vem aien oen ;appaiai zu ccranscqau lichen zu suchen. Derselbe sieht äußerlich wie ein kleiner Phonograph aus und ist einestheils mit diesem, anderntheils mit dem Photographir-Apparat verwandt, aber noch weit emp f i n d l i ch e r. als diese beiden, wie er es natürlich sein muß.wenn er wirklich durch die unendlich feinen Luftund Aetberschwinaunaen. wie das Denken sie nach der physischen Seite Hin hervorruft, beeinflußt werden soll! Seine Wirkungsweise ist eine elek-trisch-chemische. Allen Gedanken solkn ganz bestimmte Wellenlinien entsprechen, die, von diesem Apparat aufgenommen, für Jeden, der in diesen Linien unterrichtet ist, so lesbar sein sollen, wie für den Telegraphisten seine Striche und Punkte, und die ganze betr. Fläche soll abgenommen werden können und sehr haltbar sein. Damit genug für diesmal. EiSbören auf Goldfeldern. Die alten Sagen von gräulichen Lindwürmern, welche in geheimnißvollen Höhlen fabelhafte Schätze von gleißendem Golde und funkelndem Edelgestein bewahren, sind mit vielem anderen ungereimten Zeug längst in das Reich' der Fabel verwiesen worden. Allein es ist eine Thatsache, daß es in dem tropischen Amerika Goldsand führende Flüsse gibt, wo ungeheure Schaaren blutdürstige Mokitos die Rolle der fabelhaften Lindwürmer mit solchem Nachdruck spielen, daß noch Niemand die Schätze zu heben im Stande gewesen. Besonders unternehmende Goldsucher, die in jenen veritabeln Höllen zugegen waren, trugen zum Schutze vor den Blutsaugern Masken und verhüllten ihre Hände, doch alle derartigen . Schutzmaßregeln erwiesen sich als nutzlos und schließlich mußten die Leute vor dm Myria den fliegender Teufelchen die Flucht ergreifen. Weniger bekannt dürfte es sein, daß sich im Behring-Meer eine Insel befindet.die aller Wahrscheinlich keit nach reiche Goldlager, deren Aus beutung Eisbären unmöglich machen, in ihrem Schoße birgt. Diese unerforschte Insel St. Matthew ist ihr Name ist zwischen 60 Grad 18 Mi nuten nördlicher Breite und 170 Grad 4 Minuten östlicher Länge, etwa 140 Meilen von dem Festlande von Alaska belegen und hat emen Flächeninhalt von ca. 160 Quadratmeilen. In der Fahrstraße der aus dem hohen Norden zurückkehren den Waljäger belegen, ist die Insel hausig besucht, allem da sie m ihrer Unwirthllchkeit durchaus Nichts Ein ladendes bot, niemals genau erforscht worden. Vor einigen Jahren legte em Schiff dort an, um semen Wasser vorrath zu ergänzen; als aber die Matrosen mit dem Füllen der Fässer beschäftigt waren, wurden sie von ei ner Anzahl riesiger Eisbären über rumpelt, so daß s:e nach einem vergeb lichen Versuche, die Bestien zu vertrel ben. herzlich froh waren, auf ihren Booten entkommen zu können. Zahl reiche Schüsse wurden abgefeuert und die Baren mn Felsstücken bombardirt; alles umsonst. Ein Matrose hatte ewige Steine als Andenken mit auf das Schiff gebracht und als er nach seiner Rückkehr nach San Francisco seinen Freunden das Abenteuer er zählte. z-"te er ihnen dieselben. Zu fällig befand sich unter den Zuhörern em Mann, der lange rn Alaska gewe fen und mit der Formation des dort!" gen Goldquarzes genau vertraut war; dieser sah auf den ersten Blick, daß die Steine von einem reichen Goldfelde herrührten. Er machte aus semer Entdeckung kein Geheimniß und all mälig verbreitete sich die Kunde von dem Goldreichthum der Insel St. Matthew unter den Wauagern. Man cher Matrose hätte wohl gerne sein Glück dort versucht, allein kein Schiff legte dort an. Vor etwa zwei Jahren führte in jenem Theile des Behring-Meeres ein Zollkutter Sondirungen aus und der Fuhrer dieses Fahrzeuges bemerkte, daß ein Schooner eine Anzahl von Leuten auf St.Matthew landete, zahl reiche Fässer mit Provisionen, Holz u. s. w. ausschiffte und nach mehreren Tagen davonfuhr. Die Leute bauten eme Hütte und richteten dieselbe für ei nen längeren Aufenthalt ein, worauf sie sich an'sWerk machten, die goldenen Schatze zu heben. Anstatt der erwar teten Reichthümer fanden aber Alle bis
aus Einen ihren Tod und der einzig Ueberlebende war dem Wahnsinn nahe, als er von einem Robbenjäger gerettet wurde. . Der Letztere bemerkte bei dem Passiren der Insel die Hütte, von welcher eine weiße Flagge wehte.
Eine Anzahl gut bewaffneter Matrosen ruderte an's Land und fand den ' Mann in dem gebrechlichen Gebäude; dem Irrsinn nahe; er wurde auf das Schiff gebracht und nachdem er sich erholt hatte, vermochte er seine traurige Geschichte zu erzählen. Nachdem er mit semen Kameraden die Hütte errichtet und die Vorräthe in derselben untergebracht hatte, blieb er allein zurück, während die Uebrigen sich auf die Suche nach Gold m's Innere begaben. Kein Einziger kam zurück, dagegen zeigten sich bald zahlreiche Eisbären, vor denen er sich in die gebrechliche Hütte flüchtete. Die wilden Bestien hielten ihn 75 Tage in derselben förmlich gefangen und wiederholt wähnte er sein letztes Stündlein gekommen, da die dünnen Bretterwände den Bestien kaum Widerstand leisten konnten. Ein zweiter Versuch, die Goldfelder von St. Matthew auszubeuten, wurde im verflossenen Jahre von einerSchaar von acht unerschrockenen Männern unternommen und auch diese schlug fehl. Diese Expedition war auf das Beste ausgerüstet, auch gebrach ihr es nicht an Holz zur Errichtung eines Gebäu des. das fest genug war, um ihnen vor den Bären Schutz zu gewähren. Am Tage ihrerLandung stellten die Männer ihre Burg fertig und noch vor Einbruch der Nacht wurden sie von Bären attackirt. Die Goldsucher be. grüßten dieselben mit Kugeln, doch machten dieselben wenig Eindruck auf die Bestien, die größere Scheu 'vor einem mächtigen Feuer zu haben schienen. Dies ging schließlich aus und die in ihrem Blockhause eingesperrten Männer hatten eine mehrtägige Befo gerung auszuhalten, worauf die Bä ren verschwanden. Nunmehr unternahmen die Goldsucher einen Zug in das Innere, aber sie kamen nicht weit, denn sie wurden von den Bestien attackirt und drei von ihnen verloren ihr Leben. Die Ueberlebenden flüchteten sich in das Blockhaus und nach Verlauf von einer Woche wagten sie sich abermals hinaus, um nach dem gelben Metall zu suchen. Dieses kühne Unterfangen kostete zwei Männern das Leben und .nun beschlossen die übrigen Drei das Schicksal nicht weiter zu versuchen. Sie verließen ihre Feste nicht mehr.bis sie zu derkoerabrebeten Zeit von ihrem Schiffe abgeholt und in die Heimath zurück befördert wurden. Moderne höhere Töchter." . Von den beiden Gymnasien in Vamberg wurden jüngst 14 Schüler relegirt. Das wäre gerade nicht befonders bemerkenswerth, aber in Verbindung hiermit steht die Thatsache, deß zwei Schülerinnen des dortigen höheren Töchterinstituts aufgefordert wurden, die Anstalt zu verlassen, und zwei andere freiwillig austraten, ohne eine solche Aufforderung abzuwarten. Den Anlaß hierzu gab die Entdeckung einer geheimen Verbindung. Der Vorfall erregt natürlich großes Befremden. Was das Wesen dieser geHeimen Verbindung" betrifft, so hat die angestellte Untersuchung ergeben, daß die betreffenden Gymnasiasten und vier höhere Töchter", nachdem sie sich beim Eislaufen genähert hatten, eine gemeinsame Kneipe in der Gesellschaftsbrauerei veranstalteten. Die Gymnasiasten verschickten gedruckte Einladungskarten an ihre Damen". Diese erschienen auch, wurden am Eingange des Locals von den bereits versammelten Herren" Gymnasiasten freudig begrüßt und an dieEhrenplätze geführt. Sofort wurde die Leitung der Kneipe von dem Vorsitzenden einer der Damen" abgetreten, welche diese dankend übernahm. Die Kneipe wird eröffnet. Der Schläger, von zarter Damen" - Hand geführt, fällt dröhnend hernieder, die Ehrenpräsidentin spricht: Man präparire den Cantus: Ein Häring liebt eine Auster!" De? Cantus stieg. Colloquium! Nun kamen die Pfeifen herbei. Sie werden mit, Kanaster gestopft. Der Vorsitzende überreicht der Ehrenpräsidentin die Präsidialpfeife, die freudig angenommen und vom bereitstehenden Fuchsmajor in Brand gesetzt wurde. Auch die anderen Damen" erhielten Pfeifchen, nun schmauchten die Damen" und Herren". Es wird Silentium geboten. Man präparire die drei Cantus: O Rosenstock. Holderblüth'", ferner Das war der Zwerg Perkeo im Heidelberger Schloß" und Letzte Hose, die mich schmückte". Da wurde die Thür geöffnet und herein trat zum allgemeinen Schrecken der Pedell, der sofort die Namen der Theilnehmer und Theilnehmerinnen feststellte. - Deutsche Local'Nachrichten. Provinz Älln-Vallau. Homburg v. d. H. Der 50 Jahre alte Waldarbeiter Christ Schaller aus Oberstedten, ersuchte seine fünf Kinder ums Leben zu bringen, indem er ihnen Schwefelsäure in den Kaffee goß. Glücklicherweise wurde seine Absicht vereitelt, da die Ehefrau Schaller's durch den eigenen Geschmack des Kaffees auf die drohende Gefahr aufmerksam wurde und das vergiftete Getränk wegschüttete. Am Morgen des folgenden Tages verübte Schaller. als seine Frau auf kurze Zeit das Zimmer verließ, einen Selbstmordversuch, indem er ebenfalls ein Fläschen mit Schwefelsäure auötrank. Er liegt jetzt schwer erkrankt im hiesigen Krankenhause darnieder. O b e r n k i r ch e n, Kr. Rinteln. Der Förster Henning von Lickwegen ist am Bückeberge erschossen aufgefunden worden. Es ' ist noch zweifelhaft, ob ein Mord oder ein Selbstmord vor-lieat.
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Bremen. Der Arbeiter Bosche, welcher am 14. November v. I. die 48jährige Wittwe Kühn durch zahl- -reiche Messerstiche ermordete, wurde , vom Schwurgericht zum Tode verurtheilt. Der frühere Kassirer der Filiale der Deutschen Bank Kramer wurde wegen Veruntreuung von 40.000 Mark -zu vier Jahren Gefängniß verurtheilt. Hamburg. Die Frage der Gründung einer Universität in Hambürg ist in jüngster Zeit wieder in den Vordergrund getreten. Prof. Dr. Hottmger wird über diese Angelegenheit demnächst einen öffentlichen Vortrag in Hamburg halten. Früher hat der Hamburger Senat sich auf eine bezügliche Anfrage der preußischen Regierung ablehnend verhalten, unter Hinweis darauf, daß hamburgerischerseits der Universität Kiel keine Concurrenz gemacht werden solle. Man glaubt in den betheiligten Kreisen, daß diese Anschauung auch noch heute maßgebend ist. Das hiesige Schwurgericht veruriheilte das Ehepaar Tischler Fiedler wegen MünzVerbrechens resp. Beihilfe dazu zu drei bezw. anderthalb Jahren, den Hausdiener Deubel zu 2 Jahren Gefängniß; der Photographen - Gehilfe Puende wurde freigesprochen. Die Angeklagten hatten Zwei- und EinMarkstücke angefertigt und vielfach verbreitet. vldnburg. Oldenburg. Ihres zweijährigen Kindes, eines Mädchens, überdrüssig. verfiel die Frau des zur See abwesenden Schiffers Bollcnius aus Warsingfehn, auf den schrecklichen Gedanken, das Kind in Heisfelde m's Gehölz zu bringen, um es dort umkommen zu lassen. Knaben, welche vor einigen Tagen, Nachmittags, im Gehölz mit Schlittschuhlaufen sich vergnügten, fanden das noch lebende Kindchen unter Gesträuch und Laubwerk versteckt. Sie brachten ihren Fund schleunigst in's Dorf, wo das Kind bald liebevolle Aufnahme fand und durch warme Nahrung völlig in's Leben zurückgerufen wurde. Die unnatürliche Mutter ist verhaftet. Shüringen. ?l ch t e r s h a u s e n. Der ant zweiten Weihnachtstage aus dem hiesigen Gefängniß ausgebrochene Dieb Kötschau aus Mechelroda wurde dieser Tage zwischen Tonndorf und Tiefengruben erfroren ausgefunden. Ina. Den im vorigen Sommer zu zwei Jahren Gefängniß verurtheilten Rechtsanwalt Zeise ist derRest der Strafe im Gnadenweg erlassen worden. Meiningen. Auf dem biesigrn Bahnhof wurde der Hilfsweichensteller Friedrich Hildebrandt aus Walldorf von einer Lokomotive so unglücklich überfahren, daß er bald darauf starb. Er hinterläßt eine Wittwe mit zwei Kindern. S"lNi derShausen. Großes Aufsehen erregt die plötzliche Verabschiedung des fürstlichen Stallmeisters und das umsomehr, als auch dessen Vorgänger kürzlich erst ebenso plötzlich entlassen worden ist. ßd)Tn Dresden. Hier starb der unter dem Pseudonym Günther Walling bekannte Dichter und reiche kunstgewerbliehe Sammler Karl Ulrici (geb. Berlin 1837), der bis 1876 als Kaufmann in seiner Vaterstadt lebte. Das Sächsische Staatseisenbahnnetz hat sich im Jahre 1895 um 57.98 Kilometer vergrößert. Darnach beträgt die Länge der sächsischen Staatseisenbahnen gegenwärtig 2.813.66 Kilometer. An neuen Bahnlinien sind zugewachsen: Reichenbach-Mylau. Lö-bau-Weißenberg. Stollberg-Altchem-nitz mit Verbindungskurve bei Stollberg und Olbernhau-Neuhausen. Großburg k. Auf dem Segen-Gottes-Schachte verunglückte derBergarbeit Robert Graf von dort durch hereinbrechende Kohle tödtlich. Der Bedauernswerthe hinterläßt Frau und fünf unerzogene Kinder. Schneeberg. Das Wettinbundesschießen wird hier, wie nunmehr endgiltig bestimmt ist, in der Zeit vom 13. bis 18. Juni d. I. abgehalten werden. cirsgl7,r?osthtn ÖfTn. " Singen. In dem Dorfe Niederhilberöheim hat sich auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weise der 16 Jahre alte Sohn des Schreiners Lehnhardt in dem Hause seiner Eltern mittelst Revolver erschossen. D a r m st a d t. D?r .Kommiö Schlosser aus Rambowich, in der hiesigen Filiale des Mainzer Waarenhauses bedienstet, wurde durch schöffengerichtliches Urtheil wegen Betrugsversuchs zu 25 Mark Geldstrafe verurtheilt, weil er beim Verkauf Halbwollener Stoffe solche als reinwollene bezeichnete und vorgespiegelt hatte, .die Waare sei früher zu bedeutend Höherem Preise" verkauft worden. Gießen. Die Strafkammer verurtheilte dieser Tage den Bürgermeister, Ortsgerichtsvorsteher und Standesbeamten Scheerer von RüddingsHausen wegen versuchter Verleitung zum Meineid in acht Fällen zu 6 Iahren und 1 Monat Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren. Die Staatsanwaltschaft hatte 8 Jahre Zuchthaus beantragt. isaff.Lotkrsng,. Straßburg. Der Hauptbetheiligte an der Ermordung des Grenzaufsehers Raab, der Ackerer I. Million, ist entdeckt worden. Die drei betheiligten Schmuggler wollten neun Fässer Branntwein, welche auf einem Karren unter Kleie versteckt waren, über die Grenze bringen. Der Grenzausseher entdeckte den Wagen, worauf die Schmuggler zunächst mit dem Vferde davon eilten; als sie jedoch bemerkten, daß der Grenzaussetsereine Hilfe bekam, kehrten sie zurück und erschlugen ihn. Die Hauptthäter sind begüterte Ackerer, Vater und Sohn. 0avrn. Augsburg. Ein vielumworbe- , ner Posten ist derjmiae eines Direk-
torö am Stadttheuter in AugSburg. Für die ausgeschriebene Direktorstelle , hatten sich 70 Bewerber gemeldet, und da nachträglich noch eine weitere BeWerbung dazu kam, so wird unter ins-' gesammt 11 Direktionslustigen die
Auswahl zu treffen sem. B am berg. In Folge vonj Kneipereien und zwar mit Damen wurden am Neuen Gymnasium 11, am Alten Gymnasium 3 Schüler entlassen. Die Betheiligung einiger junger Damen an den Kneipereien ist nachgewiesen. Der Vorfall erregte begreiflicher Weise in der Stadt großes Aufsehen. München. In der Sakristei der Münchener Frauenkirche wurde das Kind eine? der zur Zeit im Panoptikum auftretenden Neartänzerinnen getauft. Bei dem Taufakte war u. A. die Prinzessin Therese von Bayern anwesend. Als Taufzeugen figurirten Gräfin Gabriele Patee und Civilingenieur Richard Behr. Die Mutter des Kindes ist in ihrem Heimathlande am Kongo nach katholischem Ritus getauft und erzogen worden. vn,inpsl,. Neuburg. In einem Gasthaus in München wurde der Buchhalter Merz, welcher unlängst nach Unterschlagung einer großen Summe, von Karlshuld flüchtig gegangen war, verhaftet. N e u st a d t a. H. Der alte Stadtschreibe! Levi (über 80 Jahre alt) ein Stück Neustadter Geschichte, hat kurz vor seinem 50jährigen Jubiläum als Stadtschreiber Neustadts sein Amt niedergelegt. Einen Nachfolger hat er bereits gefunden. An seine Stelle tritt Herr Guilino aus Ludwigshafen. Württembera. Blaubeuren. Erschossen hat sich in seinem elterlichen Hause der 23iahrige Sohn des Neumullers Bol linger in Lautern. Derselbe litt schon längere Zeit an Schwermuth. E l l w a n g e n. In einem benachbarten Orte starb kürzlich ein Mann, welcher bei seinem . Bruder wohnte. Der letztere hatte am folgenden Abend, wie es scheint, schon den Leichentrunk gehalten, kam in stark angeheitertem Zustande nach Hause, legte sich zu sei nem todten Bruder in's Bett und schlief bei demselben bis zum andern Morgen. Das Erwachen soll jedoch weniger angenehm gewesen sein. Spaichingen. In Nußlingen t das Armenhaus und das Gemem debackhaus abgebrannt. z?av,n. Haslach. Dier Leiche dek vor drei Jahren bei Hochwasser hier ver unglückten Bleichers Wilhelm Neu maier ist bei Willstätt aufgefunden worden. Heidelberg. Die Söhne des Kassendieners Barro sind anscheinend wegen Mitwissenschaft am Kassenraub ihres Vaters ebenfalls verhaftet wor den. H e i m st e t t e n. Der älteste Mann der Gemeinde und wohl auch der älteste Mann des ganzen Heubergs wurde dieser Tage zu Grabe getragen, Fidel Steidle. genannt Jäger-Fidel. Der Verstorbene war geboren 1802 und erreichte somit das seltene Alter von 94 Jahren. H ö d i n g e n. Ein junger Mann. Küfer aus Ludwigshafen, meldet, daß er vor ewigen Tagen im Hodm ger Tcbel auf demRückwege von Spez gart von einem Unbekannten von rück wärts angefallen wurde. Es sei ihm sein Geld abgefordert worden, dvch habe er sich des Angreifers erwehren können, worauf dieser entfloh. Die Nasorschungen der Gendarmene ha ben bisher keine Spur vom Thäter er geben. Kenzingen. In einem am sog. Streitberg (Gemarkung Bleichheim) gelegenen Steinbruch stürzte der ledige Steinbrecher Andr. Reinbold von Ottoschwanden infolge emes Erdrut fches in einen etwa 12 Meter tiefen Abgrund und starb. 0Z,st,rrich'Vngarn. O b r i s c o. In der Nähe von hier stürzte neulich die Maschine emes GUterzugs vom Damm hinab in einen Teich, wobei fünf Wagen mitge rissen wurden. Ein Bremser ist tobt; andere Zugbeamte sind schwer verletzt. Wien. Ein Beispiel, wie die Wohnungsverhältnisse in manchen Bezirken Wiens beschaffen sind, ist folgendes: Wurden da neulich m Ot takring die Passanten durch einen Ruf aus dem Hause aufgeschreckt; ein Kind, das eigentlich bloß mehr aus Haut und Knochen bestand, hatte den Hilferuf veranlaßt. Das arme We sen wurde von herbeigelaufenen Nach barfrauen gelabt, und so zerstreuten sich bald wieder die Leute, denen so etwas nichts Befremdliches ist. Wer sich dafür mteressirte, konnte erfahren. daß die Wohnung", welche die Mutter des Kindes beherbergte, aus einem Zimmer, einer Kammer und einer Küche bestand und 21, sage: ernundzwanzig Personen Unterkunst gewährte: Männer, Frauen, Kinder, kunterbunt durcheinander! Diese 21 Personen besaßen zusammen 4, sage: vier Betten. Aehnliche Zustände sind in Wien nichts Seltenes. Kem Wun der, wenn auch der schwächste Keim jedes sittlichen Gefühls schon in den Kindern erstickt wird. Der Gatte der Soubrette Jlka Palmay. Graf Eugen Kinsky, ist wegen Verschwendung vom Gericht unter Kuratel gestellt worden. Hkdtwtlu V a s e l st a d t. Der Halbkanton zählt gegenwärtig 90.346 Einwohner, wovon 86.194 auf die Stadt kommen. Das Preisgericht für den Umbau des Basler Rathhauses ertheilte drei erste Preise von je 1400 Frcs.. darunter einen au E. Doslein in Berlin, ferner einen zweiten Preis von 800 Fr. an die. Firma Kuder Sa Müller in Zürich und Straßburg. Bern. Ein neues kühnes Tunnelprojekt, als dessen Träger Dr. Michel in Jnterlaken gilt, will daö BreitHorn durchbohren und eine Linie von der Steinalp bei Lauterbrunnen in'S Rhonethal zur Simplonbahn bauen.
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