Indiana Tribüne, Volume 19, Number 141, Indianapolis, Marion County, 8 February 1896 — Page 1

-"w O w I f rfr stf r1 kr O TvO k 'i V V W i 41 55 11 & 3y Svli NA NW - " M Office : No. 18 Süd Alabama Straße. JabsgaRn 19. Indianapolis, Indiana . Samstag, öen 8. Lebruar 1896 No 141

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$3 (eichentragerwagen $3 motiys me,: 8082 West Market Str. Tel. 1061 Irgend eine Anzahl von nur Erste Classe Kutschen, (Kutscher in Livree) besorgt zu obigen Preisen. Danksagung. Tlllen Freunden und Bekannten, die unserem lieben Lohne, Bruder und Schwager, Heinrich P. Spacke, da? letzte Geleite gaben, sowie für die zahlreichen Blumenspenden, nnd b sonder Hr. Pastor Stern für seine trostreichen Wor:e bet der Beerdigung, sagen wir hiermit unseren besten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Marie Spacke, Mutter. Turner Bau- und Spar-Vereln Capital. $1,000,000 oo NO. 2 Office im DEUTSCHEN HALS Versammlung, JEDEN SAMSTAG ABEND Direktoren: Bietet sicher Anlage fuer Ersparnisse. Vermittelt guenstige Anleihen. Actien werden ausgestellt auf $100, $xx, $)(. $40 oder $500 Antheile. D?e wcechentltchew Bei trgqe sind mir 5Qc pro Antheil. Keine Eintr ittt-Gobnehre Keine Abschaet2unqGe bttefaren. Keine Verlqste beian Aus tritt. Alb. E. Metzger. President H. Louis Sielke. Vict-Prses. Armin Bohn. Secretcr Carl H. Lieber. Schatimeister Theo. Stempfel. Geo. Vonnegut. Herm. Sielken. C Ehlert. J. Geo. Mueller. Besuchen Sie unseren Pernbroka Arcade Laden, ' cm.rtii ,-1- . Äüuiuiuauai ir. wiugunB. Ginc große Collectlon von Srfittiffhlttmtn it Tln litten ' I iu zum verlaus flu9gnui. . m rn . . . 1 I Bertermann Bros. FLORISTEN. Der 4- 4Cigarrenladen 0 mm fVr T 9 (0mr M. 7 Wasblng,., Str. empfiehlt sich dem Publikum durch seine vorzüglichen Waaren. Alle Sorten einheimischer und importirten Cigarren und eine große Auswahl von RaucherArtikeln. Um geneigten Zuspruch bittet SchiUeo Nöntler. Geräucherte Zunge, 40c daS Stück. P & V 25 Virginia Aoenue. GItc nie Phone 982. Clemens Yonnegnt 181 k 186 Oft Washington Str. Metzger-Geräthe. Werkzeuge in größter Auswahl. CTqpxiiuiZLtEgon Tm salvon u. Bmtarv'Hau I - r .mrm mm I No.S2 Oft Washington St?. 3ohU M Cll CL th C V, " ' I

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Editorielles.

Man braucht bloß die Berichte htt Zeitungen über Wm. H. English und die Aeußerungen verschiedener! Leute über ihn au lesen, um zu sehen. y ' w wie die Menschen bor dem Reichthum aus dem Bauche kriegen. Der alte Snglish ist todt. Sr ist 72 Jahre alt geworden und sein hinterlasseneS Vermögen wird auf etwa fünf Millionen Dollar geschätzt, zum größeren Theile auS Grundeigenthum bestehend. Ausgezeichnet hat er sich in seinem Leben bloß ein einzige Mal und da? war in 1852 a'S er im Congreß seine Stimme und seinen Einfluß gegen die Zulassung deß Territoriumö Kansak als Unionsstaat unter der Lecompton Versassung gebrauchte, ohne daß da Volk erst darüber abgestimmt habe, und e nachher durchsetzte, daß KansaS unter dieser Verfassung aufgenommen wurde, da Volk von Kansat aber Gelegenheit bekommen mußte, Über die Verfassung abzustimmen. Die Verfassung, welche Kansaö zu einem Sklavenstaat gemacht hätte, wurde nachher allerdings verworfen. Der Siandpunkt, den English dabei einnahm war der, daß die Sklaverei als berechtigte Institut anerkannt werden svlle, falls sich die Mehrheit der Bevölkerung deS Staats dafür auöspreche. Kein human denkender Mensch wird heute den Veistorbenen um diese AuS h" beneide. was dem iten I f . -r i . . o x. 1 . TT loiciniicacn cpnajwü : clliyilu nil n;8; bcnc (bon btn Todten (sprich) Rur GuteS). wollen wir Wm. H. Enz MM lieber keinen Nachruf widmen Ni,nn mir s,in, ßrslffrfrtfr 11t ttistÄ !l bätten. würden wir nichts weiter schreiv ... 0 " ' ls .- Er ein Mm;." Bei der diesmaligen Anleihe hat da Morgan'sche Syndikat $110 68 und einen Bruchtheil von einem Cent geboten und wird zu diesem Preise etwa 40 bi 50 Millionen bekommen. Die Angebote für die übrigen 50 bis 60 Millionen find höher als die des CThwXtf4 iinK im itAf rfinilf hitrff I HUV V M .1 V ... yMMMf... L.J R.gic.ung .Iwa $112 bekommen. DaS heißt für jeden 5100 Bond bekommt sie $112 in Gold. DoS Pramium ist so hoch, weil die BondS 4 Prozent Zinsen tragen und die bei solchen Anleihen ein sehr hoher ZinSfuß ist. Aber daS Gesetz unter dem die Z.. mM 4 Vor etwa einem Jahre verkaufte die Negierung an daS Morgan'sche Syndikat 50 Millionen BondS ohne öffentlicheö Ausschreiben zu $104, also für $6.43 weniger alö diesmal. DaS Syndikat beabsichtigt natürlich auch diesmal ein Geschäft zu machen, denn eS verkauft die BondS, wahrscheinlich in Deutschland. Nnd daß sie einen höheren Preis bringen, beweisen die anderen höheren Offerten. Aber davon abgesehen, zeigt der Unterschied von $6 43, daß durch den selben allein daS Syndikat an den vorigen 50 Millionen die Kleinigkeit von $3,215,000 verdient hat. Wie man sieht, giebtS noch Gelegenheiten reich zu werden, noch ganz andere als die Gaunerei mit den Fonds der gegenseitigen deutschen VersicherungSgesellsaust. Wäre kein so großer Druck auf den Präsidenten ausgeübt worden, bann hätte er die 100 Millionen wieder an daS Syndikat zu $104 verkauft, und nehmen wir den Durchschnittspreis von $112 an, so hätte die Regierung sieben und drei Viertel Millionen Dollars weniger bekommen, als sie jetzt bekommt. Die Demokraten werden wohl bei der nächsten Präsidentenwahl für den vorigen Bondverkauf deS Präsidenten schwer büßen müssen. Daß im Allgemeinen die ameri kanische Geistlichkeit auf Seite der Temperenzler steht und auch bei deren dümmsten Vorschlägen Gevatterdienste verrichtet, ist bekannt. Um so angeneh mer berührt eS, wenn man.auS jenen Kreisen auck einmal ein vernünftiges Wrt h.t. . m mr m m Cln angesehener ütuqtt ttt proteftanttschen CvlScopalMcye, Br. fc. Rylance von New Jork, hat die Clngäbe der deutsch-amerikanischen Bürer . -..; Iger-unron in scew Vvrr an cic cgi,latur zu Gunsten eine freisinnigen

SonntagkzeseheS unterschrieben und

sich einem Berichterstatter der New Zjor-. ker Timeö" gegenüber folgenderma-' ßen ausgesprochen : Die gegenwärtigen Zustande in der! Stadt New Aork versahen mich in Er-; n-mn,n ff ist d,nis,tki,d in f,Un v vuiHiijvuf I v 'i ie daS Volk dem puritanischen System ! in der Metropole deS LandS, welches sich seiner bürgerlichen Freiheit rühmt, unterworfen wird. ?ch verabscheue den PuritaniSmuS. Derselbe gehört in Wahrheit in der Religion, wie in der Politik der Vergangenheit an. Er ist ein AnachroniSmuö. Er nimmt nicht da neue Tests ment zur Richtschnur. Er hat der Religion, ebenso wie dem RegierungSsystem Schaden gethan." Dieser aufgeklärte anglo-amerika-nische Geistliche zeigt dann, daß in England, gegen weiche in. neuester Zeit hier zu Lande so viel gesagt worden ist, größere Freiheit herrscht, al in der Stadt New Lork, deren Gesetze von L2ndparrern beeinflußt find, welche nur die Bedürfnisse kleiner Ortschaften kernen und von der Sonntagfrage nicht da ABC verstehen. Dr. Rylance macht darauf aufmerksam, daß die christliche Religion keinen PuritaniSmuS vorschreibt, laß im reuen Testament kein Wort steht, welche die zwangsweise Durchführung de Sabbath. Gebote vorschreibt, daß im Gegentheil Christi Worte eine Milderung drS jüdischen Sabbathzwang fordern. Ich würd,," fuhr er fort, lieber in New Jork einen europäischkontinentalen Sonntag sehen al die Fortdauer deS puritanischen SonntagS. Mit der Moral deS Volkes würde eS unter den in Frankreich stehenden Zuständen besser stehen, als unter unserem 1 Systeme. Durch dasselbe wird dem Volke Mißachtung deS Gesetz? einge flößt und seine Selbstachtung wird ergraben."Vmlilllachilhleil. Inland. Wetterausichten. Trübe Wetter, vielleicht etwa Schnee heute Nacht; schöne Wetter morgen. Gestrige Temperatur : Maximum 30 Grad, Minimum 30 Grad. Die neue Bondanleihe. Washington,?. Febr. Die Arbeit de Clasfifizirenö der Offerten auf die neue Bondanleibe, welche höher stehen al die Morgan'sche Rate von $110,6877, ist beendet, und die Uebersichten wurden heute Morgen dem Sekretär Carliöle vorgelegt, welche sie im Laufe bei Nachmittags dem Präsi denten unterbreitete. Die vollendete Liste der Offerten mit höheren Preisen als die de Morgan'schen Syndikat zeigt 781 verschiedene Angebote im Gesammtbetrage von $66,783,650. Danach fallen dem Syndikat Bond im Betrag von $34,211,350 zu. Einige Offerten bat da Schatzamt verworfen, weil sie äugenscheinlich singirte waren. Die Schreckenönacht Boundbrook. i n S o mm er v il le, N. I, 7. Febr. Heute Morgen stand in Folge der bereit gemeldeten Ueberschwemmung daS Wasser in den Hauptstraßen von Boundbrook 10 Fuß hoch und die Bevölkerung mußte sich in die oberen Stockwerke flüchten. Ein gewisser Miller kam bei dem Versuch um, mittelst eineö Boote die Bewohner eine nur 100 Fuß vom Raritan-Fluß belegenen Hause zu retten. Da Wasser ist jetzt im Fallen, aber der an Ergenthum angerichtete Schaden ist höchst bedeutend. Die Umgebung der Stadt steht auf eine viertel Meile im Umkreise gleich fall unter Wasser. Der Brand, wel cher aus dem Hozplatz von L. D. Cook & Co. aubrach, konnte unter diesen Umständen sich fast ungestört austoben und ergriff mehrere andere Gebäude. Die Bewohner flüchteten sich zuerst in die PreSbyterianerkirche, mußten aber auch diese verlassen, weil sie gleichfalls in Brand gerieth. Die Ermordung der Pearl B r y a n. Cincinnati, 8. Febr. Wal ling sagte, daß Jackson Pearl vermit telst einer Einspritzung von Cocain oder Blausäure umgebracht habe, und

daß man die Spritze in seinem Zimmer sinden werde. Man hat auch wirklich eine solche Spritze gefunden.

- Ausland. . Enölich giebtS Klarheit. B er l i n, 7. Febr. In der heutigen Sitzung der Budget Commission deS Reichstags erklärte Baron von Biederstem, der auswärtige Minister, daß die Regierung davon Abstand genommen habe, eine Flottenvorlage in dieser Session de Reichstage einzubringen. Sobald sie den Kostenanschlag für die Fottenverstärkung fertig habe und beabsichtige, eine dieSbezügliche Vorlage einzureichen, 'werde sie dem Reichstag davon rechtzeitig Mittheilung machen. Uebrigen gebiete e die auswärtige Politik ir d die Handelöinteressen Deutschlands, daß die Flotte bedeutend verstärkt werde. B i S m a r ck's eist in d er Politik. Berlin, 7. Feb. Die Organe BiSmarck'S entfalten zur Zeit eine außerordentlich rege Agitation. Bor allen Dingen find sie bemüht, Propaganda gegen daS allgemeine Stimmrecht zu machen. Die in Sachsen inszenirte Bewegung zu Gunsten deS preußischen Dreiklassen - Wahlsystems wird von ihnen lebhaft unterstützt und sie verstehen eS auch, diesem Vorgehen der herrschenden Klassen da Mäntelchen der Vaterlandsliebe umzuhängen. WaS jetzt in Sachsen zur Nothwendigkeit geworden, sagt ein BiSmarckblatt, daS muß in ganz Deutschland .über karz oder lang auch durchgeführt werden. Auf irgend eine Weise mußten die Sozialisten auS den gesetzgebenden Körperschaften ferngehalten werden. ' im . . Wo ist H a m m e r st e i n 7 l , Berlin, 7. Feb. Mit derAn-. kunft de Freih-rrn v Hammerftein wird ein reineS Vexirspiel getrieben. Die Post" sagt, er wäre heute Morgen um 6 Uhr in Charlottenburg angekommen und p?r Wgen in Beglei tung der Geheimdienstbeamten bierher gebracht. DaS Berliner Tagedlatt" will wissen, daß er mil seiner Begleitung um 11 Uhr Vormittags Züterbogk pasfirt habe, und daS Beste an der ganzen Geschichte ist : ES werden bereit Metten darauf abgeschlossen, daß Hammerstein unterwez seinen Wächtern abhanden" g, kommen sei. Dabei ist der Anhalter Bahnhof, auf welchem die Ankunft Hammerstein erwartet irird, immer noch von Hunderten von Menschen umlagert. Wieder eine neue Er f in d u n g. Berlin,?. Febr. Ein Brandenburger Arzt, Dr. Selle, hat einen photographischen Apparat erfunden. mit dem e ermöglicht wird, die feinsten Farbenphotographieen herzustellen. So genau und getreu giebt die Photographie die Farben wieder, daß von dem Glänze und der natürlichen Schattirung nicht da Geringste auf dem Bilde verloren geht. Dr. Selle hat Sachverständigen zwecks . Prüfung prächtige Farbenphotogrrghieen von RosenknoSpen, Pfauen und tropischen Schmetterlingen, deren zarter Farbenschmelz naturgetreu wiedergegeben ist, zur Versügung gestellt. IHM De Sultan Antwort. Constantinopel, 7. Februar. Der. türkische Sultan hat der Königin Victoria aus ihr eigenhändige Schreiben geantwortet, in welchem sie ihn persönlich bat, etwas für die Besserung der Zustände in Kleinasien zu thun. Er spricht sein Bedauern über die Conflikte auS, erklärt aber, die Berichte über die Massacres seien sehr übertrieben worden, und die Türken seien zuerst beim Gebet in der Moschee angegriffen worden. Er versichert, daß Alle gethan sei, um die Ruhe herzustellen, uud daß mit Ausnahme von Zeitun überall jetzt Ordnung herrscht. Mit der Insurgenten in Zeitun würden jetzt Verhandlungen gepflogen, welche einen glücklichen AuSgang erwarten l'eßen. ochiffS-Nachrichten, Angekommen in : Genua: Jtalia" von New'Sork. Gibraltar: Fürst BiSmarck" von New Lork naü Alaier. , 1 Liverpool: Campama" von 'NevSork. .

allerlei.

JnHenryCounty. Ga gibt eZ ei:n uralten Jubelpreis, der angeblich bereits 120 Jahre auf dem Buckel hat. Authentische Angaben über das Alter des Greises fehlen zwar, allein es wird von allen seinen Freunden zugegeben, daß er das 100. C1 a (" tL "t fj. ii eoensiayr iancw uociiurniicn qui. Ern lustiges Abenteuer hatte jüngst ein Reisender in der Nähe der Ortschaft Ellisburg. das in dem schnapsfrohen Staate Kentucky belegen ist. Unser Reiseonkel begegnete einem stark angeheiterten Mann. der. nach deutscher Handwerköburschenart, ein Paar Stiefeln an einem Stock auf der Schulter trug und ihn fragte, ob er ihm nicht Bergtyau' ablausen wollte. Da der Reisende keinen Krug sah, fragte er den Mondscheinler, wo denn der Schnaps habe, und darauf wies der Brusche mit einem listigen Augenzwinkern auf die Stiefeln ; dieselben thaten ihm dieselben Dienste, wie den Südländern Schläuche aus Ziegenfell zur Aufbewahrung des Weines. In unserem praktischen Zeitalter blübt die blaue Blume der Nomantik zuweilen noch, wie die Liebes- und Heirathsgeschrchte des Herrn W. S. M. Sorrell aus Golgen. Cal., beweist, welcher. 78 Jahre alte, dieser Tage mit der Geliebten seines Herzens. der 74 Jahre zählenden Frau A. C. Acken aus St. Augustine. Fla., den Bund für's Leben geschlossen hat. Der Greis hat sein jetziges Weibchen zum ersten Male zwar erst vor drei Jahren zu Gesicht bekommen, aber länger als ein halbes Jahrhundert ist er bereits in sie verliebt. Vor mehr als 50 Jahren wurde Sorrell eines Bildes ansichtig, daö ein junges Mädchen von großer Schönheit darstellte, und er gelobte, nur das Orginal heiratben zu wollen. Die Jaad nach dem allmächtigen Dollar führte den sonderbaren Schwärmer nach .otoraoo und dort brachte er es im Laufe der ?kabre zu Reicktbümern. aber sein Ideal vergaß er nicht. Vor etwa drei Jahren nun brachte Sorreu m ?rsayrung. daß das Original des Bildes eine in St. Augustwe ansässige Frau Namens Acken war. und ohne Verzug reiste er dorthin. Zu seinem größten Leidwesen war die Dame aber verheirathet und enttäuscht kehrte der liebeskranke Greis in seine Heimath zurück. Etwa ein Jahr später verschwand der Gatte seiner Angebeteten in mysteriöser Weise und nach Verlauf von zwei weiteren Jahren gelang es Sorrel, die Frau zu bewegen, sich von dem Verschwundenen scheiden zu lassen. Sobald Frau Acken im Besitze des Scheidungsdecrets war. reiste sie nach Sorrell und dort sind jetzt die Leutchen ein" Paar worden. Der 19 Jahre alte Neger Jesaiah Travers. der in No. 525, Nord-Patterson-Park Avcnue, in Baltimore. Md.. wohnt, ist mit knapper Noth der Gefahr entronnen, lebendig begraben zu werden. Er starb anscheinend und man begann mit den Vorbereitungen für seine Beerdigung. Ein Leichenbestatter wurde beauftragt, den Sarg zu liefern, und am Abend versammelten sich die Verwandten und Freunde des jungen Mannes, um das vermeinNiche Todtenbett desselben. Seine Braut, eine Negerin, Namens Minnie Wallers, kam gleichfalls an das Todtenbett und blieb bis drei Uhr Morgens dort. Plötzlich bemerkte sie. daß das Tuch, welches den Körper Travers bedeckte, herabgefallen war, und bei dem Versuche, ihn wieder zuzudecken, machte sie die Entdeckung. daß seine Füße noch warm waren. Sofort wandte man Wiederbelebungsmiitel an, und bald hotte sich Travers wieder vollständig erholt. Man glaubt, daß sein scheintodter Zustand durch Nervenkrankheit entstand, an welcher er schon seit geraumer Zeit leidet. Eine sehr lange Wettfahrt haben neulich der amerikanische Dreimaster Willie Rosenfeld- von Bath, Me.. ein hölzernes Schiff von 2353 Tonnen Gehalt, und das stählerne Fahrzeug Allerton" von Liverpool beendet. Beide Schiffe nahmen zu gleicher Zeit im Hafen von Caleta Bucna an der Westküste von SüdAmerika eine Ladung salpetersaures Natron ein, doch fuhr der Allerton" 19 Tage vor dem amerikanischen Schiffe, am 4. October. nach New York ab. Aber der Allerton" kam trotz des 19tägigen Vorsprunges erst 12 Stunden nach dem Rosenfeld" im Hafen von New York an. Als der Allerton- neben dem Rosenfeld" an der Quarantäne vor Anker ging, stieg die Mannschaft des Engländers in die Takellage und brachte ein dreimaliges Hoch auf das siegreiche amerikanische Fahrzeug aus. Die Amerikaner erwiderten den Salut der Briten mit einem bis Staten Island hinLberschallenden Hip, Hip. Hürrah!" Beide Schiffe hatten stürmisches Wetter. kamen aber ohne Beschädigung davon. Zwischen Cap Horn und den alklands-?!nseln vassirte der .Rosenfeld" viele Eisberge, so daß daS Schiff auL dem Kurs sayren rnubre, um auszuweichen.

w e i Bürger z u Schleitthal im Elsaß führten wegen eines Weges, der zwischen ihren Gehöften hindurch in das Feld führte, einen langen Proceß; jeder

wollte Eigenthümer sem. Nach langen Verhandlungen, die mehrere tau r t w m ms L leno Man vericylangen. wuroe oer Weg dem einen zugesprochen, dem anderen aber die Mitbenutzung zuerkannt. Vor einigen Tagen wollte nun der Eigenthümer dem Anderen das Recht der Mitbenutzung abkaufen, und da stellte es sich bei der Durchsicht des Gemeindeplanes und des Grundbuches heraus, daß der Weg niemals Privateigenthum war, sondern ein Gemeindewea. Ern Stiergesecht m i t Hindernissen hat kürzlich in Mexico stattgefunden. Die Stiere zeigten sich so gemüthlich, daß die Zuschauer.Tausende an der Zahl, ihrerseits in Wuth geriethen, die Bänke zerbrachen und mit den Brettern und Pfählen ein regelrechtes Bombardement auf die' Thiere eröffneten. Viele eilten auch in die Arena hinab und hieben mit Latten unbarmherzig auf die' Thiere, ein. Diese fühlten sich diesem Massenangriff nicht gewachsen und brachen' sich in wilder Flucht durch die Menge Bahn, wobei viele Leute, zum Theil; recht erheblich, verletzt wurden. Das' hinderte die tobende Menge jedoch' nicht, auch den Toreadores eine gehörige Tracht Prügel zu verabfolgen. Da die Polizei dem Ansturm gegenüber machtlos war, mußte eine starke Abtheilung Militär requirirt werden, welche endlich die Ruhe wieder herstellte und zur Verhaftung von etwa 100 Tumultuanten schritt. Ein niedliches Geschichtchen erzählt man aus Thüringen. Im Orte Treben ging eine Frau auf das Feld, um Rüben auszuziehen. Auf einem Theile des Weges begleitete sie ihr sechs Jahre alter Sohn, der sich in die Schule begab. Während die Frau auf dem Felde thätig war, fühlte sie, daß ihre schwere Stunde herannahe und begab sich schleunigst nach Hause, wo sie einem Mädchen das Leben gab. Als der Sohn Mittags aus der Schule heimkehrte, wurde er im Hausflur vom Vater empfangen, der ihm eine große Butterstulle reichte und ihm mittheilte, daß er ein Schwesterlem bekommen habe. Freudestrahlend lief der Knabe zu seiner in dem Orte wohnenden Tante und berichtete ihr das frohe Ereigniß. Da hat sich die Mutter wohl sehr gefreut," meinte die Tante. Ach," antwortete der Knabe, die weeß ja noch nischt. die is ja auf dem Feld und macht Rüben aus." hiesiges. Wollen das G mewcll System. Baurath wie Sicherheitsrat find entschlossen, daS sog Gamewell System einzuführen. ES besteht daS. selbe auS einem sich über die Stadt erstickenden Telephonnetz, dessen Centrum die Polizeistation bildet und wel cheS dazu dienen soll, die Zentralstation in direktester Verbindung mit den Polizisten zu halten. Man hofft, daß die Central Union Telephon Co. die Apparate gegen Gewährung eirnS WegerechtS kostenfrei installiren werde. Herr S. A. Heath, Flandren, Dak., schreibt: Ich wurde durch den Gebrauch von einer Flasche St. Jacobs Oel von entzündlichem RhematiSmuS befreit, nachdem ich neun Wochen bett, lägerig gewesen war. Die Briefe der Veteranen, welche nicht an die Pensionöofsice abgeliefert wurden, weil sie ungenügend mit Briefmarken versehen waren, konnten nun doch alle abgeliefert werden, indem Herr F. M. Hay von hier die fehlende Summe von $5 21 bezahlte. DieSubskription für die Vortrage im Dentscben Hause war so zufriedenstellend, daß sich das Comite cntfchloffen bat, den Eintritt für einzelne Abende auf 23c zu ermäßigen. ChaS. S. Peterfon, 27 Jahre alt, starb in seiner Wohnung, 130 Ost St. Joseph Str. Vor 7 Jahren wurde er mit Rheumatismus in den Knieen befallen. Diese? wurde schlimmer und schlimmer, so daß er zuletzt nur noch die Halsmuskeln bewegen konnte. Er wurde blind und in den letzten 5 Iahren lag er unbeweglich auf dem Rücken. Die auffallendsten Heilungen von Scrofeln, die man kennt, find mittelst Hood'S Sarsaparilla erzielt. Dieses Mittel sucht seine Glrchen bei Blutkrankheiten. Gebraucht nur H o o d'ö. Ho o d'S Pillen sind mit der Hand gemacht und völlig gleich anGröße

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