Indiana Tribüne, Volume 19, Number 135, Indianapolis, Marion County, 2 February 1896 — Page 5
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Dein Magen
Leiden kann geheilt werden und Du kannst Dich überzeugen, daß D r. Schoop den Schlüssel zur erfolgreichen Behandlung von Unverdaullchkeit und anderen Krankheiten ieä Magens, der Leber und Nieren und inneren Organe gefunden hat. D r. S ch o o p behandelt die Nerven, welche diese Organe kon trolliren und wo die eigentliche Ursache dieser Leiden zu suchen ist. Diese Ur fachen werden entfernt durch die BeHandlung wit Dr. Schoop 'S Wied erHersteller, welcher Magen-, Leber- und Nieren - Krankheiten vollständig heilt, zvtiü) Kräftiaunq der er krankten Organe und Einttiirkung auf die Nerven, welche diese Organe kon trolliren. Diese Arznei ist kein Nervine oder giftiges Nerven - Reizmittel, sondern Dien: zur nrastlgung der Nerven und Hebung der Verdauungs-Organe und heilt alle Magen- und Leber-Leiden, ourcy vle Entfernung der Ursachen. Ein Versuch wird Dich überzeuaen. In Apotheken oder franco per Expreß für $1.00. Der deutsche Wegweiser zur Gesund yeu-, welcher die 58 Handlung mit dieser Urznei ausführlich be schreibt, nebst Proben, F. rssk werden an irgend eine Vl. -sriJ. nrrr. r 2rvA m. w"'iv? v"'"ol. LiöJ ucart Ichttive an Dr. Schoop, Box 9, Racine. Wis. Turner Bau- und Spar-Vereln Capital. $1,000,000.00 NO. 2 Office im Versammlung, ßutltforen: Alb. E. Metzger. President H. LOUIS SlELKEN. Vlc-Prs. Armin Bons, Secreter Carl H. Lieber. Schatzmeister Theo. Stempfel. geo. vonnegut. Her.. Sielken, C Ehlert. J. CtO. MUELLER. DEUTSCHEN HAIS JEDEN SAMSTAG ABEND Bietet sichere Anlag fuar Ersparnisse. Vermittelt guenstlge Anleihen. Actien werden ausgestellt auf $100, $aoo, 5 zoo, $400 oder 500 Antheile. Die weechentlichen Bei trage sind war 30c pst Antheil. Keine Eintritts-Geb ehren Keine Abschaetzwnqs-Ge-buehren. Keine Verluste beim Aus tritt, Der 4- 4Cigarrenlnden 67 Ost Washington Str. empfiehlt sich dem Publikum turch seine vorzüglichen Waaren. Alle Sorter. einheimischer und importirten Cigarren und eine große Auswahl von RaucherArtikeln. Um geneigten Zuspruch bittet KchiUer Römler. Herman F. Adam, Zlo. 15 Zlord Ällinois ötr. Im , r:irtc und einheimische Cigarren, :-: Tabak und alle von Nauchern benöthig ten Artikel. Agent für W. A. Sticincys feine Cigarren. Cine gute öe Cigarre ; versuchen Sie ADAMS EVE. Besuchen Sie unseren Peinbroke Arcado Laden, Washington Str. Eingang. Eine große Collectiv von Schnittblumen u. Palmen ist zum Verlaus ausgestellt. Bertcrmann Wros. FLORISTEN. M'WM.IM.WlklOO. Saloon u. Billiard-HaU Äo.92 Oft Washington Str. gähn M ei lach erIjetirl.frrnrT Unser 0I1 3Kov. JTava und DrHiIl&irQ uroncö der feinste, halb und halb gemischt, 3Gc das Pfund, macht einen ausgezeichneten Kaffee. W M,.rJlrw M. Mumwi. 61 Massachusetts Ave. ) Oestliaf von 110 Ost New Sork Str. j Delawareftr. Ttittbon 575 Denkewalter Springe. ... Spencer, Jndiana. tarium. vkivp'sche OasserSeilanftalt. ilchk .rort, Höhinlustkurort. tnderhelftSttk Leidd, r,ft,n m,fhlk. vrsspekte gjtilj.
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c ffn er Schreivedrits des Philipp Sauerampfer. Mein liewer Herr Redaktionär!
Well, ich hen mit dem Wedes' Weiler roidder uff gemacht. Ich gleiche cemol nit, wann Mschig zwei Frcinde e bces Jiehling eck siste duht un wann ich so Mor' - gens emol in die Jahrd sin, dann hen ich immer mit aus daß ich gewollt hen. in den Wedesweiler sei Jahrd gezuckt. De annere Dag hen ich bei die Okehschen die Miß Wedesweiler gesehe, wo grad auch ebbes in ihr Jahrd ze duhn gehabt Hot. . No, no, was das for e gutguckig Frauche is, hen ich so zu mich gedenkt un uf eemol Hot se zu mich gesprochn Wei haudidu Mister Sauerämper", Hot se gesogt, leroe Sie dann auch noch? wei ich hen Jhne jo in Hunnerd Johr nit mehr gesehen. Wa rum mache Se sich dann so rehr? Hen ich Jhne ebbes in de Weg gelegt, oder gleiche Se meinen Alte sei Bierche nit mehr?" Sei Bier is allrecht", hen ich gesagt, es sin sei Sigahrs, wo ich nit gleiche". Ei was is dann die Matter mit die Sigahrs? Sin se Jhne u strong oder gleiche Se de Schmell von se nit?" Das is es ecksäcktle", hen ich gesagt; wisse Se, wenn ich mich e Sigahr leite, dann will ich keen Risk rönne, daß ich mit Deinemeit in die Lust ecksplodet wer'." Well, do hen ich ihr idann die ganze Stohrie verzehlt. Sell is schuhr en Mißthek". Hot sie gesagt und Hot se so hart, wie se gekonnt Hot, gehallert: Wedesweiler komm emol reiteweg autseit in die Jahrd!" un bc for, daß ich e Tschehns gehatt hen auszuschkippe. Hot mein Dohtfeind in Front von mich gestanne. Die Miß Wedesweiler Hot em alles gesagi un der Wedesweiler Hot aeschwore wie alles. Sell wär e ganz verdollte Lei. Hot er gesagt: er hatt' mich das semte Backsche Sigahrs gewe, was er in de Fäkterie hatt' tackeln gekönnt un er könnt mlch's pruhfe. Ich hen die Sigahrs noch uf die Gärret gehabt uy in e Minnit hen ich se erbeigeholt ge hatt. Der Wedesweiler Hot eene geleit un se war allrecht, ich hen mich eeni geleit un die war wirklich formohö, e strehte Tennsenter. Wenn e Sigabr mit Deinemeit in die Lätt war, dann is se nor Sei Mißtehk enei-. komme", sagt er. awer es is nit mein Fahlt. un wenn du for den Riesen bös .... . n v ein v . an mioz geivoroe oi, oann uii vc noch e größeres Rindvieh als wie ich immer gedenkt hen, daß du wärscht". Well, ich sage Jhne, wie ich sell gehört hen, do war mein Grotsch gege den Wedesweiler fort. Ich hen Händs mit ihm geschehn un hen em lwwer mt Bohrdfenz en Kiß gewe un wann's nit for die Nehbersch gewese war. dann hätt' die Miß Wedesweiler auch een gzkriegt. No, no. so e Freid! Wie konnt ich awer nor so en Schoofs kopp sei un mich so suhlisch benemme! Das hatt ich doch wisse misse, daß der Wedesweiler nit so mien zu mich äckte deht. Phil". Hot der Wedsweiler gesagt, heit Owend macht mei Frau e Euster Soppe.r for dich und mich un ich tschartsche dich keen Sennt dafor." Allrecht", hen ich gesagt, ich sin in it". Die Lizzie. was mei Aktie is. Hot sich auch gefreit, daß mer Widder Pies gemacht hatte, bikohs ich war'n all die Zeit gar keen Mensch nit. Mein eenzige Fonn war mei Schnuffbacks un die hen ich so hart geZuhst. daß ich in die Paar Woche drei Schnuffbackse ausgewohre un vier Pfund Schnufs gejuhst hen. Sei nor kehrfull", sagt die Lizzie. der Wedesweiler is nit das Schäfche. wie es die Wühl trägt; de? is voll von Tricks". Am Abend war'n ich das erschte mol widder in de Saluhn un es war auch das erschte Mol, daß ich Eusters gehabt hen. Ich hen nie viel um den Stoff gewwe un hen nit emol gewußt, wie mer se esse duht. Die Dinger war'n so pchstieund so schlappie und ich hen zuerscht en gute Witzkie packe gemißt, bis daß ich in t Schehp war. mit das Esse zu starte. Ich hen gedenkt, mer mißt die Eusters erscht piehle. awer wie ich die Schkin ab hen ziehe gewollt do Hot der Wedesweiler gelacht wie alles. Er Hot die Eusters üf sei Fort genomme. un in sein Mund' gedahn un Hot getschuht. daß ihm hiwwe un driwwe die Tschuhs erunner gelaufe iS. Ich hen auch getreib daselwe zu duhn, awer ich hen hardli das schlipperige Ding in mein Mund gehabt, do is es auch schon mei Drohet enunner geschlippt. Gasch, wie Hot mich das fiehle mache! Das Hot gkfiehlt, als wann ich eZotzend Rehnworms unSchnehls geschwalloht hätt'. So bei un bei hen ich gelernt, wie mer die Eusters ißt. so daß se eem auch gut duhn un ich muß sage, ich hen se gegliche. Ich hen en ganze Peil voll gesse. un der Wedesweiler Hot sich gefreit, daß ich so schnell juhst dazu war'n. Hm! Ah!" hen ich gesagt, sell !s awer emol ebbes feines. Es is zu schad, daß mer die hier nit rehse kann!- Wer Hot dich denn den RoNsens gesagt?" sagt d?r Wedesweiler. zwische Dir und mich: stelle Eusters sin hier gerehst un ich hen se selbst geketscht." Jsch dat so?" sagt ich; do Hot mich der Wedesweiler gesagt, wenn mer ebaut zwei Meils un e halb sant deht gehe, do deht wer uf en große Pahnd stoße un do hätt's ere plenti. Mer könnt se awer ner bei Nacht ketsche; dann dehte se aus ihre Schell's krawwele un mer könnt se mit en Veel aus das Wasser divve. Of Kors j
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derft däö Niemand wisse, bikobs sons!
deht die, ganze Taun hin gehe. Sehn Se, Herr Nedacktionar, sell Hot mich emaeleickt. un i den mein Meind uf gemacht, mich auch e ordentlich Por zwn zu tackele, awer lch hen den We desweiler nicks dafon gesagt. Sellen Owend hen ich en q-inz aemiedlicöe Duft mit heim gebrccht; awer die lizzie Hot nicks drum cewe un sor den Niesen hen ,ck auch nii aekebrt. De folgende Owend hen ich mich de Karlie kriegt un sin n:it en nach den Pahnd. Mer hen en Schlapppehl mit genomme. en Bruhmsück un e Wasch lein. Ich hen mei Roberbuhts ange zöge un of Kors hen ich mich e Vattel chr W'chkiemitgenomme, bekohs es war e Zlalt. daß en Hund lammert. De Karlie Hot gegreint: Pa, ich sin kalt". und'vo hen ich en emol en Schluck aus die Vattel nemme losse. Das Hot en besser fiele mache. Ich hen of Kors auch kalt gcfiehlt un hen als emol een l'nommen. Dodorch sin ich so schluckes:ve warm aeworde. Wie mer an d?e Pahnd kumme sin. do war das TZasser alllwwer mit Eis aekowwert Newer Meind Pa", sägt der KarNe. geb mich dei Rubberbuhts un dann geh ich hin un stämpe e Hohl in das Eis, du kannst dann watsche, daß Niemand kommt." Sell war c verdollt schmarte Eidie un ich hen auch gleich dem Karlie mei Buhts gewwe. Se sin ihm purtinier bis an die Ellbohs gange. Er Hot gedenkt ich kennt jo so lang sei Schuhs anziehe. Jes, wann se noch Vielmol so groß wäre! Well, der Karlie is uf des Eis un Hot den Schlapppehl mitgenomme, do is das Eis gekrackt un mein Bub Hot in's Wasser gestanne. Das Wasser war nit tief un der Karlie Hot nicks drum gewe. Gleich Hot der Oosebub mit den Pehl in's Wasser gedippt und Hot gerufe: Pa, ich hen en ganze Pehl voll von die Eusters. Se fiehle ganz sahst und schlappie, ich denk die sin all aus ihre Schell's eraus gekrahlt." Daß is de Stoff", sagt ich. der Wedesweiler denkt, er wär alleens schmart; der Philipp is awer auch nit so dumm wie er guckt. Ich hen mein Karlie, e Lift gewwe, daß er von das Eis kumme is un mer sin for heim gestart. Der Pehl war arig schwer un ich hen en ganz alleens täckeln gemißt. Die Lizzie Hot for uns gewart, bl kvhs se Hot dem Ding nit recht getraut un wollt doch eemol sehe, was mer kktscht. dehte. Mer hen den Pehl in e zroßt Sief geleert, ewer was wer'n Se denke, was drin war? siwwezeh .Tohds un Bullsrahks, neinezwanzig Mmnohs, verzeh Worms, e dohte Schnehk, e paar an die Eonsomptschen leidende Fisches un en sekenhändige Robberschuh. Von Eustersch war keen Fpur zu sehe. Entweder hen ich nit :n de richtige Spatt gefischt, odder der Wedesweiler Hot mich Widder eemol en Bärn uufgebunne. Well enihan gew ich nit viel um Eusters. Womit ich verbleiwe Jhne Jhrn liewer Philipp Sauerampfer. TU Wölsel Lon J.J. MitropolZki' Eine dunkle Decembernacht. .'. dun kel wie das Grab. . . Ein stöhnender Sturm, der den Athem geftieren macht, der das Blut in den Adern et starrt und ganze Schnerberge vor sich aufwirbelt... Himmel und Erde in einen unendlichen Nebel zusammenaeflössen, in einer uferlosen Finsterniß, bie nirgends das Blmken eines Licht Punktes unterbricht. Selbst die Festungslaternen sind vom Sturm ausgelöscht, der wie das Heulen und Lachen böser Geister durch die Mitternacht dahinzieht. Düster und schweigend liegen die Redouten und das Glaas, der Wallgraben und die Thore da. . . Um das Wachthäuschen faucht der Sturm. Er schleudert fliegendeSchnee-. massen gegen die gefrorenen Fenster, er fegt über das Dach hm und ver. stummt wieder auf kurze Zeit, sich zu neuem Anprall rüstend. Innen in der Officiersabtheilung liegt der wachthabende Lieutenant träumend auf dem Ledersopha. Semt Gedanken wandern . . wen, wen hmweg aus der im Schnee vergrabenen Festung. In dem Klagen und Heulen deö Sturmes draunen tauest es wie Lichtergeflimmer vor ihm auf, wie em süßer Wohlgeylch und leise Ballmusik. .. und dann wie ein neues Traumbild. . . der Newöki-Prospekt. von lärmenden Menschen belebt... übergössen von der bläulichen Fluth des elektrischen Lichts, m dessen Schein große Schneeflocken sich langgrotze Schnee sausten Kreis sam lN ken. . . en zu Boden sens Da poltert eö. Der Unterofficier steht vor ihm Was giebt's?' Euer Wohlgeboren habe ich zu melden, daß die Kälte immer noch im Zunehmen ist. Das Thermometer zeigt 25 Grad unter Null..." Waö thun. Bruder?" der Lieutenant gähnt es werden jq ohnedies schon allstündlich die'Schildwachen gewechselt!" Zu Befehl, Euer Wohlgeboren!... bei Wache Nr. 6 aber wird es schon schwierig. Die Leute kamen eben zu rück. ...sie mußten bis zu den Hüften im Schnee waten..." ' Die Wache Nr.' 6 befand sich auf einer entlegenen Nedoute, ' die als Pulvermagazin diente. Dicht davor lag der jetzt bisauf dem Grund g frorene Fluß, der allmglig am andern Ufer in eine lette von Sümpfen überging. Meilenwei'tes Wälddickicht um säumte dieser Morast. Heute Nacht heißt'S aber Geduld-
haben....' sagte der 'OMer... Hast Du sonst noch etwas zu melden?" Nein, Euer Wohlgeboren!" Nun, so geh!" ' '. I : 3 Auf der Mannschafts stube ging es lärmend zu. Die Ablösungen waren zurückgekommen. Sie stampften sich den Schnee von den Thranstiefeln, sie schüttelten die Lberschneiten Pelze und banden sich die Baschliksvon den Ohren. Nun. Bruder... Das ist ein Wetter!" lachte einer der Soldaten, ein vierschrötiger Bursche mit hellen Augen. und gutherzigem Gesicht. Bist Du erst erfroren, wirst Du nicht mehr lachen. . ." brummte ein anderer und hing den schweren Schafpelz an den Riegel. Die andern waren schon an den Tisch getreten, wo einer ihrer Kämeraden laut aus dem Büchlein Soldatenleben" vorlas. Die Gefährten im Kreise um ihn, die Augen gespannt auf den Mund des Vorlesers gerichtet. aus dem abgerissene Worte dran
gen. Als die neuen Ankömmlinge in den Lichtkreis des kleinen, durch einen Blechreflektor überschatteten Lämp chens traten, brach der Vorleser ab. Ist's schlimm draußen?" frug er. Wassili Petrowitsch ist beinahe er froren!. . . auf Wache 6. . .Der Sturm ist zu stark. Er füllt selbst das Schild derbaus mit Schnee! Man kann sich nicht vor ihm retten. . nun schwelgt doch endlich!" rief der Unterofficier, ärgerlich von seinem Wachtbuch aufsehend. . . .Das ist der Dienst! Wofür habt Ihr geschworen?" Die Soldaten verstummten. Man hörte nichts mehr als das Brausen des sturnes draußen. . t Was war das?" sagte plöklich einer von ihnen mit leiser Stimme... dort von zenseits des Flusses. . Was denn?" Hört Ihr nicht. Brüder?. . . Das ist Wolfsgeheul!" Die Soldaten sahen sich an. Dann spottete der eine: Wolfsgeheul!... Der Sturm war'ö. nichts weiter!" Aber der erste blieb fest. Wölfe waren es. Sie sind drüben überm Fluß... gegenüber der Pulverredoute. . . Dort stand der Posten Nr. 5. Wer war der nächste zur Ablösung? Alles sah auf-Pankratieff. einen jungen Rekruten, der verstört auf stand. Die Soldaten lachten, als wollten sie ihre eigene Bangigkeit ver scheuchen. Nimm Dicy m acht. Du!... Dich sressen die Wölfe!" Aber etzt stand der Unterofficier erzürnt auf: Ruhe!" schne er, oder ich werde Euch!... ist das eine Art, sich auf Wache zu benehmen?.... Rasch!... die nächste Ablösung soll sich fertig machen!" Die Soldaten hüllten sich in ihre Pelze und Baschliks und griffen nach den Gewehren. Ihre Gesichter waren ernster geworden, währendder Vorderste die Thür aufstieß. Schneegestöber und eisige Kalte schlug ihnen entgegen. So tappten sie hinaus, gebückt und gegen den Sturm sich stemmend und verschwanden m der Nacht. Halt! ! Werda?" Von irgendwoher klang im Fe stungsgraben die Stimme des Po siens No. 5 aus dtt Dunkelheit. . . heilcr und undeutlich : denn der Schnee staub füllte jedem den Mund, der ru fen oder schreien wollte. Schweigend wurden die Posten ae? wechselt. Mit Ur anderen Mannschaft tappte und Warnt der frühere Wacht posten durch las Unwetter davon. Der junge Rek:ut blieb allein aus Wache Nr. 5 zurück. Er irat m das Schilderhaus. daS ihn wenigstens vor dem Sturme. n?enn auch nicht vor der Kälte schützte. Drmnen setzte er sich hm, stellte sem Gewehr neben sich in die Schneehaufen. die. durch die Thur heremaeweht. fußhoch denVoden deckten und lauschte stumm dem Ehaoö von Tönen da draußen in der Finsterniß. Wie mochte es letzt wohl in der Heimath ausschauen?... Schnee viel Schnee gab es gewiß auch dort n dem emsamen Steppendorf! Die niedrigen Hütten lagen unter ihm halb vergraben da. Kaum daß man noch emen Gang von der Thür zur Außenwelt schaufeln und freihalten onnte. Was thuts? der Schnee hält warm! Und wie fröhlich ist gerade zur Winerzeit das Treiben im Dorfe! Man chleicht vermummt von Haus 'zu Haus, sich zu besuchen, man fährt klingend mit dem Dreigespann vor dem Schlitten über die endlosen Felder und drinnen in der traulichen Stube, die ein flackerndes Lampchen matt erhellt, da sitzen zwei alte vcute einander ge genüber am Tischs und. denken wohl an ihn unh sprechen von ihm, w'ährend sie, 'sich bekreuzigend, ihr Abendbrod verzehren. Zu was die Gedanken? Er stand rasch auf und griff nach seinem Gewehr, um wieder hinaus in's Freie zu reten, da 1 Ein lanaaedehnteS. : markerschüterndes Geheul, scholl dicht vor ihm in der rabenschwarzen Nacht und 'verlor sich in heiserem Knurren Ofon vom Glacis antwortete eine' zweite, tiefere. SNmme und mehr aus der Ferne, von jenseits des 'Flusses halltey tirtstim I mig die grimmigen Laute. . ! Die Wölfe!!!... Der einsamen Schildwache erstarrt, daö Blut.. Unwillkürlich lehnte er sich an daö HoMüö. um den MM zu
denen. DSNN' mächte er das Gewehr schußfertig und starrte hinaus die Nacht, als wolle er gewaltsam die
Finsterniß durchdrmgen. Sem Herz hämmerte in heftigen Schlägen, er beugte daö Haupt um jeden Laut aufzufangen, den ihm der Wmd zu trug. Aber es war still geworden. . . ganz still. Der Posten holte tief Athem. Langsam verstrichen die Minuten... Herrgott... wann kommt denn endlich die Ablösung...? Am liebsten hätte er seinen' Platz verlassen und wäre zur Wachtstube at laufen, so rasch ihn die Füße tragen wollten. Aber er kannte seme Pflicht. Er durfte seine Stelle nicht verlassen; ernußte hier bleiben... todt oder lebendig. .. wohin ihn der Befehl der Vorgesetzten gestellt. Da. . . noch naher als vorhin das klagende Gebrüll und gleich darauf die Antwort oben vom Glacis. Aber Nicht mehr von einem Wolf allem! Das war das Knurren und Bellen der ganzen, inzwischen über den Fluß gekom menen Meute. Offenbar hatte sie durch den Wind die Wltterung bekommen und wuß ten, daß da ein einsamer Mensch tn der Winternacht stand, ein Mensch, dem die Haare unter der Lammfellmutze vor Entsetzen sträubten und der. mit bebenden Händen seine Waffe umspannend, zu dem Glacis hinauf schaute. Dort, auf dem Kamm des Walles, wo der Schnee weggefegt war, kauerte das Rudel! Ihr gräßliches Gekläff schwoll abwechselnd an und verstummte wieder, um sich nach langer Pause von Neuem zu erheben, anggedehnt übertönte jedesmal der Baß eines uralten Wolfes daö heisere Eoncert. Er schien der Führer des Trupps zu sein und sich weit vor den anderen zu befinden. Es war, als könne man seinen Schatten in der Dunkelheit sehen... und jetzt plötzlich blitzten zwei phosphorartig leuchtende grünePunkie hart vor dem Rekruten auf und gellender als zuvor scholl von oben das Geheul. Er legte an schoß Donnernd ging der Schall durch den Walloraben. . . dann ein verzweifeltes Winseln oben, ein Winseln vor dem das Gebell der Meute jählings verstummte. Dunkle Schatten glitten hin und her... Knurren, Zähnefletschen und Knirschen... die Wölfe zerrissen, sich gegenseitig bekämpfend, den Leib des getroffenen Kameraden. Inzwischen lud der Posten von Neuem sein Gewehr. Es war die zweite und letzte Patrone! Hatte er sie verfeuert, so war er wehrlos. Er mußte sie aufsparen bis zum letzten Augenblick. Aber schon hob er das Gewehr. Schattenhaft kam es von überall her heran... grünliche Augenpaare flimmerten auf ihn zu. . . näher und näher klang das gräßliche Gelnurr. Eben als er schießen wollte, löste sich eine undeutliche Masse gegenüber aus dem Dunkel des Wallgrundes. Sie stürzte auf ihn herab, hart neben ihm niederschlagend und sich im Augenblick des Fehlsprungs noch in seinen Pelzärmel verbeißend, daß das alte Leder riß und ein Stück des Pelzes mit dem Wolfe zu Boden rollte. Gleichzeitig entlud sich nach oben das Gewehr. Der Soldat schwang die noch rauchende Waffe in der Lust, drehte sie um und ließ den Kolben mit aller Wucht auf den Boden neben sich niederschmettern, eheer Wolf, dem noch die Pelzfetzen den Rachen füllten. sich zu neuem Angriff erhoben. Der Kolben schlug hart auf, und als Pan - kratleff das Gewehr wieder hob, bl'.eb die Bestie reglos liegen. Ihr Rückgrat war zerschmettert. Aber im selben Augenblicke fühlte er. wie etwas mächtig an der Waffe riß, etwas, was sich mit gierigen Zähnen in dem Laufe festgebissen hatte. Heiser kläffende Schatten schössen auf ihn los, vor ihm leuchteten überall grüne Sterne..', die Wölf .-verbissen sich in seinem Pelz ... er stürzte unter lhrer Last zu Boden, mit dem Gesicht in den Schnee, der heiße, stinkende Athem der Thiere umwehte ihn. . ., er fühlte,' wie sie an dem Pelze zerrten und rissen.'. . wie er nachzugeben begann. ... . . .Da pfiff eS plötzlich saufend über die Gruppe hin... es leuchtete auö dem Dunkel blitzartig 'auf... Knall auf Knall folgte... der Soldat lag allein. z. Die Wölfe waren ein paar Schritte zurückgewichen und standen im Halbkreis, unschlüssig knurrend und zahnefletschend. Aber , sie merkten: daö war kein einzelner Mensch, dtt da nahte. . . das war em Miet Truvp bewaffneter Mannes , , und plötzlich wurde es still. Lautlos trotteten und schlichen die Bestien durch die Nacht dUvon. Der junge Rekrut lag regloS auf dem Schnee. Um ihn in Fetzen fein Pelz.' daneben das verbogene Gewehr. Man hob ihn auf. Er lebtet noch, er athmete und schien-unverletzt. Und bald kam er zu sick und erkannte, daß eine Abtheilung semer Kameraden, die auf der Wacke die Schüsse gehört, ihm im letzten Augenblick Nttwvg'gebracht ?atte. . . - - . - NeüeS Wort. AuZ ; dem Briefe einer, höheren Tochter an ihre Freunom: ...Heute machte unS der neue. Besitzer- vom Westerhof seinen Besuch. Hochfein, sage, ich Dir. im schwarzen Rock und hellgrauen llnau! schreiblichen!". . . . . , ,, ch Pumpernickel, . Roggenbrot und alle eZorte Suchen in vorzuglicher Qualität bei Bernhard Thau, Markt.
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