Indiana Tribüne, Volume 19, Number 135, Indianapolis, Marion County, 2 February 1896 — Page 4

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Zndiüna Tribüne. Erscheint Täglich und Sonntag Die täzlichk TriSü?.e- kostet durch den Trüge? 23 Cents per Woche, die SonntagS-.Trtöüac' .' Cent per Woche. Seide zusammen IS Cents ode' tt Cent? pkr vkost. Per Post außerhalb iti tadt ,ugeschtckt i Vorausbezahlung $ pn '.iahr. Cffut 18 Süd Alabama Strafe. SndianapollS, Ind., 2 Februar 1896. WM! Lieber Leser, ist eS dir schon einmal vorgekommen, daß du Luftschlösser ge baut hast, ich meine Lustschlösser ge baut zu gar keinem anderen Zwecke alö um Luftschlösser zu bauen? Hast du z. B. schon, wena du einmal so gar nicht? thatest, so vor dich hinträumtest. darüber nachgedacht und dir vorgestellt, toaJ du thun würdest, wenn du plöhlich recht reich würdest? Ich bin überzeugt, die meisten meiner Leser haben das schon getban. Sie habenö freilich Situ nem erzählt und mit Keinem darüber gesprochen, denn man befürchtet in solchem Falle ein Narr gescholten zu werden. Aber die Furcht ist unbe. gründet, denn fast Jedem kommen Stunden deö wachen Träumen?, und in solchen Stunden denkt Jeder wenig' stenö einmal darüber nach, waS er mit großem Reichthum beginnen würde. 2cb halte eS dabei garnicht für unmöglick, daß selbst ein bereits übermäßig Neicher darüber spintisier, waS er thu? würde, wenn er plöjslich noch reiches Würde. Solche Gedanken sind nun freilich zwecklos, aber man braucht sich ihre: doch nicht zu schämen. 2m Gegentheil, ich wünschte, daß eine Anzahl meiner Leser mir schriftlich die Frage beantWorten möchte, waS sie plölich mi' großem Reich. hum anfangen würden Ich würde sie alle oder wenigstens die meisten davon veröffentlichen, mit oder ohne Unterschrift, je nachdem fr gewünscht wird. ES gäbe eine präch tige psyöologifche Studie, denn m:tr oder weniger ließe jede Antwort aus den 'Geist, 'oen Cbarakte'r'und' Bil. dungSgrad der betreffenden Person schließen. !J3ch erinnere mich einer Versammrm Lortrag?z'mmer der Ply miuth Kirche, welche vor mehreren Jahren unter dem Vorsitze deö treffe lichen Pastors McCullsch stattfand De? Pastor hatte diese Versammlurgen, in denen über von ihm gegebene The mata diskutirt wurde arrangirt. Intel betreffenden Versammlung von der iä spreche, lautete das Thema: WaS ich thun würde, wenn ich Zur würde." Hier ist nicht bloß großer Reichthum, sondern nöch odendrkin außerordentliche Macht vorauSqesttzt, und ein Mensch mit großen Ideen, ein Mensch mit einem großen Geiste würde al Antwort auf die Frage große Pläne entwickeln, Pläne, welche unter beste henden Verhältnissen alö utopisch, wenn nicht abenteuerlich erscheinen würden. AlS ein Beispiel für den Charakter der Antworten, welche gege den wurden, will ich bloß die eines hoch!: acbtenSwerthen Advokaten, der ein hausier Besucher solcher Versammlungen ist, geben. Sie lautete dahin, daß er daraus seben würde, daß be? dem Bau der Häuser nicht alles auf Ausschmückung der vorderen Zimmer verwendet, sondern daß auch den hinte ren Zimmern, namentlich derKüche mehr Aufmerksamkeit geschenkt werde, well die Frauen daselbst einen großen Theil ihrer Zeit zubringen. Begreifst du den Humor in der Sache? Beareifst du, wie lächerlich e? ist, vein man mit dem Reichthum ui.b der Macht eineS Zaren auigerüstet, nichts anderes anzufangen weiß alö schöne Küchen zu bauen 7 Wie be schränkt muß der Horizont rneö Men -schen sein, der nicht sehen kann, wi? Macht und Reichthum in die sozialen Verhältnisse einzugreifen und wie SroßeS sie zu vollbringen vermögen. So klein im Denken sind nun frei lich nicht alle Menschen, aber eine Anzahl Antworten aus die Eingangs gestellte Frage ließe die Unterschiede im geistigen Kaliber der Menschen erkennen und wäre ohne Zweifel äußerst interessant. DerPlauderer. Vcrltmgt. Respektable deutsche Männer zur Uebernahme der Aaentur für in jedem Hause leiöt verkäuflicke Artikel. (?rsahrunA nicht nolkwendig, einfache Arbeit und gute Bezahlung garantirt Jeder, der sich ein rentable Geschäft zu gründen wünscht, oder sich einen guten Nebenverdienst bcrsckoffen will, schreibe sofort für Cirkulare und kostenfreie Proben an I. Sckoop S5 ?o., No. 225 State Straße. iö. . Nac'lne, WiS.

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Gegen die wechselnden Modcthorheiten der Zeit hat von AristohaneS cn biZ aus dm Aesthetiker Fr. Theod. Wischer die Satire und Polemik immer mit besonderer Vorliebe ihre lustige Narrenpeitsche oder ihre scharsen Wasfen geschwungen. Unter allen AuZgeburten eines verirrten Kleidergcschmacks hat aber schwerlich noch irgend eine andere so viel satirischen Staub aufgewirbelt, wie die Mode de? Pluderhose. In einem vor Kurzem von Max Osborn veranstalteten Neudruck der bedeutendsten SÄnft dieser Satirenliteratur, der Predigt des brandenünrgifchen General-Superin-tendentcn Andreas MuZculus Vom zuluderten, zucht und Chrerwegenen pludrichten 5zosenteusjel" Q.555), sinden wir in der Einleitung eine interessante Uebersicht üüer die Entwic!lung dieser Mode im 16. und 17. Jahrhundert. Die Tracht der Pludcrhoscn" die um Mitte des 16. JahrHunderts in Deutschland auftauchte, war die letzte Conscquenz der seit rund 50 Jahren um sich greifenden Bewegung geqen das feftanliegcnde Gewand der früheren Zct. Die Abenteurer jener Tage, die frumben" Landsknechte, vom Gehorsam gegen das strenge Kleidergesetz ausdrücklich befrcit. übertrieben diese Erleichterung des straffen Zwanges nach zwei Seiten hin... Einmal rissen sie die alte Hose an einem Bein überhaupt herunter, so daß der Schenkel bis zum Knie in naöter Blöße prangte, oder sie ließcn die Beinkleider vielfach nach der Länge wie m die Quere aufschneiden. Dann nähten sie -in Futter, zunächst von dünnem Z:ug?. unter, das man bald zur weiteren Zier in viele Falten zusammenlegte. Immer gewaltiger wird die Masse dieses Futterstoffes, bis der ganze Wust von der Brust beinahe bis zu den Füen herunterhing. Die zahlreichen kleinen Schlitze ve?banden sich bald zu einigen kolossalen und ein übermäßig großer, weit aufgebauschter Latz" vervollständigte den bomöastischen Unsinn. Mit feinem Gefühl für die Psychologie der Mode tat Jak. 5?alke (Die deut ehe Trachten und Modewelt) die Aufschlitzung mit allen ihren parasitischen Auswüchsen als einen Theil der rosten rcformatorischen Freiheitsbewegung' aufgefaßt. Denn nur in Deutschland hat sich diese Mode m völlig freier, zwangloser Art entwickelt, und selbit hier, überschwemmte die Pludertracht fast nur die Landstriche, die sich der Nesormation anaeschlossen hatten, eine Thatsache, die schon ein zeitgenössischer kathollschsr Chronist erkannt und polemisch ausgemünzt hat. Nu weit ik gans wol," heißt es bei ihm, war dusse duvel mit siner Hoffart hergekomen is. und geve dat getuchgenisse vor got vnd it Wille derup siarven, dat de same, gebort und ganze gesuchte des hosenduvels nergen anders wor her aekomen ls. dann alleme ut der lere, de doctor Martinus Luther to Wyttenberae heft angeheven." Wie die Reformation war auch die Pludertracht eine demokratische Bewegung. Sie aina von unten nach oben; nach den Landsknechten versmlang sie das Bürgerthum, riß die Studenten mit sich fort, die r immer geneigt waren. alle Modeneuerungen eifrigst zu pflegen, und zog den Adel und die özose mit in ihre Kreise. Die Zeij,. war zu ernst, als daß man sich mit lustigen Verspoltungen dieser Narrheit 'hätte begnügen können. Das strenge jung? LÜtherthum war gle mit dem Teu fel, dem Stifter alles Bojen, als dem Bater auch dieser neuen Thorheit bei der Hand. Der Teuffel mag wol lachen zu solchem affenspief im. fallen wol die Sachen flcißia ers fürdern wir smt ein fliegendes Liederblati jener iage. 'Roer avq aus ernnerem Munde tönten die Klaaen. Der Rotoöer Universitätslehrer David Chytraeus qedentt zornig; wie schändlich es gestanden habe, daß sonderlich zu Hofe die Leute fast gantz unbedeckt liessen und sich niazt sazamten. So veränderten auch die Studenten auf den Universitäten alle 2 Jahr ihre Kleidung an färben, moden, hüten und mänteln und wüsten nicht, wie sie thöricht aenua aufziehen sollen ; Fkschart steckte seinen seltsamen Helden Garzantua in Pluderhosen, zu denen wurden außgenommen . elffhundertfünf f ballen vnd ein drittheil weisen sammet, darauß macht man je ein Lacinirt Schlangenwcndig Pliksträmig vnd gcslemmet Kleyd." Mißgeburten als göttliche Zornesstrafe für oie gottlose, unverschämte und verschwe'iderische Kleidertracht wurden namentlich von den sittenstrengen Berfechtern der alten Einfachheit und Ehrsamkeit als drohende Mahn- und Schreckbilder erfunden und auSposaunt; sie hörten erst auf, als in der Mark Brandenburg de? Befehl erging, alle Minoeburten an die Akademie der Wissenschaften zu Berlin einzuliefern. Aber diese Mahnungen und Scheltreden blieben doch nicht wirkungslos. Bald sprachen auch die Behörden, die fa die Bekämpfung des Lurus schon lange als eine ihrer vornehmsten Aufgaben betrachteten, ihr'Machtwort, besonders um den Standesunterschied zu wahren, damit in jedem Stand unterschiedlich erkanntnus sein mög." So erlaubte Nostock 1585 1214 Ellen, aber nur den. Adligen, Magdeburq 1583 im besten Falle 18 Ellen Kartck für die Schöffen. Geschlechter und die vornehmsten Personen aus den Innungen. Braunschweig 3579 nur 12 Ellen Seide. .In der Mark Vrandenbura. wo man sich bis in's IQ. Jahrhundert von' den Uebertreibungen der Mode ziemlich zurückgebalten hatte, war unter der Negierung Joachim's H. (153571) eine aesähr-!

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liche Verschwendungssucht herangeblüht, die den Boden für die neue Pludertracht ganz besonders empfanglich macbt?. ' Der Kurfürst selbst hatte eine eigene Art, die Pluderhosen, zu bekämpfn. Nicht genug, daß er einmal drei Landsknechte, die mit ihrer excentrischen Tracht besonders ausfielenin ein 'offenes Gittergefängniß setzen ließ, damit alle Welt ihren Spott und Hohn darüber hätte. als er einst von den Fenstern seines Schlosses aus einen vornehmen Herrn mit gewaltigen neumodischen Beinkleidern herumstolziren sah, schickte er einfach seinen Diener hinunter und ließ dem Gecken kurzer Hand den Gurt durchschneiden, so daß die ganze Pracht herunterfiel und der durch diescn rohen Scherz blamirte Stutzer unter dem Gelächter der Menge das Weite suchen mußte. Am erbittertsten und leidenschaftlichsten wurde- der Kampf gegen die Pludertracht aber doa) von den Kanzeln der Kirche geführt. Selbst Melanchthon, auch hier ver agi,!cr,,(ermanlae , hielt es für kei:'.en Naub, seine mahnende Stimme wider die neuen moden in Kleidungen" zu erheben. Die eindringlichste und wirksamste Predigt aber hielt Andreas Musculus, der Generalsupermtendent der Mark Brandenburg und Professor an der Universität Frankfurt a. O. (1514 bis). An einem Sonntag des Jahres 1555 hatte hier der Diakonus der Oberkirche Melchior Dreger auch gegen die Pluderhosen" geeifert und seine christlichen Hörer mit der Bitte entlassen, von der sündhaften Mode abzulassen. . Aber am Sonntag darauf erblickte die entsetzte Gemeinde m der Kirche hoch an einem Pfeiler, ser gerade der Kanzel gegenüber stand, :in paar der verschrieenen Beinkleider, die dort von der muthwilligen Hand :ines Schalks angenagelt waren. Der kecke Streich wirb?lte viel Staub auf und setzte alle Behörden m Bewegung. Allein alle Bemühungen blieben er folglos: der Thäter, jedenfalls ein Student, wurde nicht ermittelt. Mus culus aber ruhte nicht: am Tage der Himmelfahrt Maria bestieg er selbst die Kanzel und hielt seine donnernde Predigt vom Hosenteufel." Zu dauerndem Ucuhme hat dem erbitterten Modefeinde des 16. Jahrhunderts Willibald Aleris verholfen, als er in seinem Noman Die Hosen des Herrn von Bredow" von Muculus und seiner Predigt erzählte. Er machte Gebrauch von der Freiheit des Dichters, versetzte die Anfänge der Pluderhosentracht in die Regierungszeit Joachim's I. (1499 1535) und ließ Musculus seine Predigt vor der Einweihung der Universität 'Frankfurt 1506 schreiben, aber erst unter Joachim II. in Berlin auf Luthers Erlaubniß hin halten, als das Conzept schon ganz gelb und zerfressen aussah; auch die Anekdoten von Joachim II. nahm Alezis in seine Erzählung !iuf. Der Tracht selbst war cm so langes Leben rn Wirklich keit nicht beschcert. Ihr Besiege: kam aus Spanien: auf die Kleidung der zügellosen Freiheit folgte adie gemessene Grandezza, ans die lang wallende Schaube der gestutzte Mantel, auf das schmucke lose Federbarett der steife spanische Hut. und die Pluderhose ward verdrängt von der aus festen Pferdchaar-Polstern besiehenden Pumphose." Ver VorgkicjWc Zcäzter. Eine verunglückte N:formationsgcschichtedeS deutschen Turnw.'scns von E. Schlack. Zwei unglücklich geworfene Saubälle waren die eigentliche Beranlassung zu unserer Turn-Neformation. Der eine kam an der Stelle nieder, wo der kleine, gefürchteie Direktor unseres Gymnasiums in B. svn cylinderhutgeschmücktes Haupt durch die Schulhofthürspalte steckte, der andere fuhr sausend durch die Fensterscheiben des Erkerzimmers der Frau Direktor, mitten in ihre kostbare Hyazinthenzucht hinein. Was kommen mußte, kam. Am andern Tage wurde der unzeheure Vorfall" der ganzen Schule officiell bekannt gegeben. Von ?iner Untersuchung des Falles und einer Bestrafung der Missethäter wurde abgesehen, weil die Rohheit mehr im Spiel als im Willen der Beteiligten läge," was nach unserer schulgelälfigen Uebcrsetzung soviel heißen sollte als, die Nürnberger hängen keinen, sie hätten ihn denn zuvor." Dagegen wurden die rohen Spiele" auf dem Schulhofe für immer verboten. Die Turnilbung?n d'r vereinigten Prima, Sekunda und Tertia," hieß' es zum Schluß in dem directorialenUkas, werden forthin unter der Leitung des Herrn Direktors stattfinden. Die Schüler haben sich dazu in der Tucnhalle zu sammeln." Unser lieber, alter, kleiner, dicker, kahlköpfiger, muskelloser und ängstlicher Mentor , am Reck, im Niesenschwung oder am Barren im Armstütz ! Unmöglich! Mit begreiflicher Spannung sahen wir daher dem turnerischen Debüt unseres kleinen Gestrengen enlFegen nnd vergnügten uns im Voraus weidlich über, das direktonelle Bockspringen und Stangenklettern. Aber es kam anders. . Gefolgt von dem Pedell, der mit zwei mächtigen Rollen beladen war. betrat der Professor den Turnsaal. Mit einem Feldherrnblick über seine Brillengläser hinweg 'iberschaute er Ort und Versammlung, ließ thtn Springbock- vor die Front der Riegen rücken und bestieg denselben, nahm seinen Cylinder in die Linke und begann also: Die Gäfahren für das Leben meiner Angehörigen und für mein eiaä- j Nch bäben mich doch bästimmt, als

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tfsftVv,t.J 'A&.iz ,ro -.h-v Jtlr. Geo. Am Zirkle Dies ist Wunderbar Erebrbte Skrophein vollständig gehellt Herr Geo. A. Zirkle ist ein 'wohlbekann ter Schullehrer ia Mt. IIorebt Tenn. El schreibt uns aus freien Stücken Fol gendes : " Ich glaube an Hood's Sarsapa rilla, nnd der Grund dafür ist folgender Ich txa do von iunane an an ererbten Skrophein gelitten. Als ich 87 Jahr alt war, fingen meine Augen an mir weh tu thun nnd ein Geschwür wie ein El gross, bildete sich an der rechten Seite meines Halses, welches eiterte. Andere folgten, bis sich eechs gebildet hatten nnd aufbrachen. Ich versuchte alle nneien. Ich war oft so schwach das ich kaum gehen konnte, nnd war gänzlich - entmuthigt. Ich be gann mit dem Gebrauche von Hood's 8ar saDfrilla und nahm fünf Flaschen. In weniger als drei Monaten waren beide Geschwüre aa meiner ecnuitei geheilt; Hood's ICurirt ich war von einem unangenehmen Katarrh kurirt; und der skrophalose Zustand ist immer weniger wanrnenmoar geworden. Ich wiege mehr als Je in meinem Leben, und erireue xnicn Der besten Gesundheit Wandern Sie sich dass ich an Hood's Sarsaparilla glaubet Ich kann nicht weniger thun als es überall nnd für Alles w empfehlen." Geo. A. Zibklh, Hood's Pillen sind iMtamtifend. SSo. Gymnastäs", alS magister exer citationura" die Laitung Ihrer Tornubungen und gymnastischen Spiele hinfüro zu übernähmen. - Vom höheren Gästchtspunlt baabstchtige ich zugleich, damit eme Naformation das deutschen Tornwäsens anzubahnen. das Tornwäsens, das von Ahnbeginn bis hierhär von einer m'ärkwürdigen Ohngebundenheit und, nach dam, was in den jüngsten Tagen geschähen, kann ich's und muß ich's sagen, von einer Rohheit sich nicht bäfreien konnte, die nicht nur für die Bätheiligten, sondern auch für die Farnstahenden gafahrllch werden kann. Blicken wir in's Alterthum zurück und suchen das Volk, bet dam Kraft und Ahnmuth im Körper semer Junglinge väreinigt wohnten, so fällt unser Blick von salbst nun, auf wän wohl? Auf die Griechen!" hallte es, wie aus einem Munde geschrieen durch die baut. Gäwitz," fuhr er, offenbar befriedigt von dieser klassischen Leistung seiner oberen Klassen fort, .auf die Kr:echen! Sähen Sie. die Kriechen Und nun folgte iene schwunavolle phllhellenische Nede, die er jedes Semester von Tertia bis Prima mit einer Unermüdlichkeit wiederholt hatte, daß wir sie auswendig wunten. Jetzt ließ unser Di?ektor einen zweiten Springbock aufstellen, auf den der Pedell hinaufklettern mußte. Päpkä," sagte er dann zu diesem. antrollen Sie das arste Bild! Der that's. Allgemeines Ab!" Das äst dar Borghä'sische Fächter! Sähen Sie hin, diesen Kärperbau, diese Muskulatur, dieses Gleichmaß aller Glieder! Aus jäder Sähne rädet Kraft, aus mder Bawaguna Ahnmuth. . Sahen Sie har: so stäht ä'r da!" Und mit unnachahmlichem Sprung setzte er sich damit m die Positur des Fechters. Den Cylinderhut mit der Rechten rückwärts weit von sich streckend, den Hals nach vorn beugt, die Beine in Fechterstellung, schwenkte er sein aeblumtes Taschentuch in der erhobenen Linken . . . und rollte die Augen, als wollte er uns schießen. Ein homerisches Gelächter durchbrauste die Halle, in das auch Papka' mit einstimmen mußte. Wänn die onbequämen und häßlichen modarnen Gawander dan Karper nicht entstellten, so würden Sie das Spiel dar Sahnen ond Muskeln ahn memen Karper noch basser ba trachten können," sagte er endlich ganz gelassen, als die Heiterkeit sich etwas gelegt hatte, und ging in seme ge wöhnliche Stellung zurück. Päpkä, das andere Bild!" Damit nahm er selbst den Borghesischen Fechi. v:. r . ' - . ' in vik. -cinic uno wies mn oer anderen Hand auf das Bild, das Päpka entrollte. Dar Diskuswärfer." Ahhh!" Wiederum folgte eine Aufzählung oer veiondnen Merkmale der Schonheit des Körperbaues, der Stellung und dann die klassische Aufforderung: So. nun üben Sie diese Bilder!" unbeschreibliches Durcheinander begann. Der eine übte den 5?äckter. der andere den Warfer". Puffen. noyen, rusen. schreien, balgen gehörte rtit91it s.Tri. ri4.. srt huiukui uyiöcrianoucn zum Vita lismus dieser klassischen Rollen. icyl zu yestig! Ahnmuth! Ahnmuth!" mahnte der Direktor von seinem ledernen Viedestal berab. Aber vergeblich. ' Denn kaum hatte er seine caynung ausgesprochen, als, zwei bengelhafte Tertianer als borghesische Fechter mit solcher Gewalt gegen seinen Sprungbock rannten, daß dieser dem Mächtigen Anvrall narknaK iknh sich, phlegmatisch .uf die Seite legte, wobei unser Gymnastäs" mitsammt seinem Fechter das Gleichgewicht verloren und im Fallen den balaneirenden Pedell und seinenMerfer unbrm herzig mit sich in die Tiefe rissen. Elend wie ein Unglückshaufen lagen sie da am Boden über- und untinander, ein merkwürdiger Anblick? der

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Herr Gestrenge, der Pedell, der Borghäsische" und der Diskuswärfer" eine Gruppe, würdig zur Verewiciuna der verunglückten Räformatiön däs daitschm Tornwäsens vom bäberen Gäsichtspunkte". Dem ersten allgemeinen Strecken ob diesem vierfachen Fall von stolzer oi)e folgte alsbald das jämmerliche Hilfegeschrei des gestürzten Reformators und seines Unalücksaenossen aus der Tiefe. Vier starke Nr!mn?i machten sich daran, die Gestürzten r.us ihrer hilflosen Lage zu befreien. Nach einigen Bemühungen standen sie wieder auf den Beinen: der Vorgbesische Fechter und der Diskuswnfer aber waren zum Teufel: dem einen war mit einem grausamen Rik der Kovf vom Rumpf getrennt, dem andern war die direktoriale Faust mitten durch den Leib gefahren. Still und stumm winkte der err Direktor dann dem Turnwart, der mit einem unverbissenen Sobnläckeln der ganzen Reformationsgeschichte zugesehen hatte. Die Rteaen antreten!" komman dirte dieser, und abmarschiren!" So schloß die erste. Turnübuna der Prima. Sekunda und Tertia dcsGymnasiums in B. unter Leitung des Direnors und damit leider auch die Reformationsgeschichte des deutschen Turnwesens vom böüeren Gesickts. punkte. Der zerknirschte Johann. Es ist doch arg mit Dir Johann. Erst gestern bist Du betrunken gewesen und heute bist Du's schon wieder. Ja, ja, es ist arg mid'mir, lieber Herr! Erst gestern betrunken, heut' wieder betrunken und morgen wahrscheinlich .ms!) betrunken. ist der PrciS, welche wir für ungefähr 37 moderne Röcke festgefctzt. Diese sind dieselben welche Sie vor ca eimm Monate bemunder tm, aber daran vorbeiging n weil dieselben Wie Sie wissen je 520, $25, $"0 und $33 kosteten. Jetzt kosten sie $10: dieselben sind in den reuesten FaconS. 37 glüaliche Käufer, r.ur 37. Siefs neuen Kleider - Stosse Die Schönheit dieser Stesse spricht für sich selbst. Ganz wollene Lonce Stripei 9?c. Glace Granite, so fein wie daö Feinste. Diese kosten $1.75, aber ter Preis wnd Sie nicht erstaunen, wenn Sie die Stosse sehen. Die JacvuardZ und Mohair DiagrnZls, welche letzte Woche auflagen, verschwinden schr rasch. Es war nie et vaS so anziehend zu einem solch gercchtcn Pre se 55c, 75c, 85e und $1.25 und VlleS neu. o n Mußer durch die Post.

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