Indiana Tribüne, Volume 19, Number 135, Indianapolis, Marion County, 2 February 1896 — Page 3

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Im WMzWZWs von Hcorgcs Hynet. (13. Fortsetzung.) Die Augen der Mulattin belebten sich, und etwas wie ein Lächeln umspielte ihren Mund, aber sie erwiderte kein Wort, neugierig zu erfahren, wohin ihr Herr hielte. Er fuhr zu sprechen fcrt, in äußerster Befangenheit Zedoch, und gereizt darüber, daß er sich bis zu seiner Dienerin herab demüthigen und sie ins Vertrauen ziehen mußte. Vor allem drängte es ihn, der Unterredung so schnell als möglich ein Ende zu machen. Sie waren damals eingeweiht, denn an Sie richtete der Italiener zuerst seine Briefe. Bestand denn von selten Fräulein Letourneurs eine so tiefe Neigung, daß sich ihr Fehltritt daraus erklären ließe? Die ganze Sache ist mir so durchaus unverständlich." Die Mulattin war nicht aus ihrer Ruhe zu bringen und that den Mund nicht auf.'Naimond trat erregt einige Schritte auf sie zu: Pflegten sie sich schon längere Zeit vor meiner Rückkehr im Garten und in dem kleinen Pavillon zu treffen? Ich irre mich doch nicht.... nicht wahr, so verhielt es' sich?...." Leila konnte ihre Antwort nicht mehr hinausschieben. Es ist Ihnen ja seiner Zeit alles erzählt worden," sagte sie. Gewiß. Therese hat mir alles eingestanden, alles... aber mit solch emWörtern Stolze, daß ich mich fragen mußte, ob sie nicht geheime Gründe habe, die Schuld auf sich zu nehmen... Seien Sie aufrichtig, Leila! Haben Sie mit eigenen Augen Therese zu dem Rendezvous gehen sehen., wissen Sie ganz bestimmt, daß sie es war?" Wenn sie es nicht gewesen ist, wer dann sonst?" fragte die Mulattin fast barsch. Ploerne wurde todtenblaß, und der kalte Schweiß trat ihm auf die Stirne. Ja, es ist wahr," sagte er mit halberstickter Stimme: es muß Therese geWesen sein... ich habe ihr ja selbst das Geständniß abgerungen... Aber es scheint mir alles so seltsam, so unwahrscheinlich, jetzt wo ich darüber nachdenke " Unwahrscheinlich?" unterbrach ihn Leila, die zu fürchten begann, Äaß in Raimond Vermuthungen auftauchten, die für Ldia gefährlich werden könnten. Warum unwahrscheinlich? Meinen Sie denn, diese zarten, kleinen Blondinen haben das Privileg der Unschuld? Weil sie fromm ist? Heuchelei, weiter nichts! Sie dürfen es mir glauben, die ist schlimmer als eine. And ich habe mich nur in ihre Angelegenheiten gemischt, um sie vor einer Ünklugheit zu bewahren.... Wenn Sie denn alles wissen wollen: Ich hab: sie mehr als einmal hereinholen müssen, sonst wäre sie bis in den Tag hinein im Pavillon geblieben." Und doch äußerte sie nicht den geringste Schmerz, als sie den Tod ihres Geliebten erfuhr.... nur Schreck und Erstaunen, weiter nichts!" Ja, aber sobald Sie fort waren, schrie sie in ihrem Zimmer die ganze Nacht hindurch so laut, daß ich Angst hatte, Madame möchte sie hören.... Mich wundert es durchaus nicht, daß sie nach einer solchen Geschichte ins Kloster gegangen ist; über so etwas darf man schon ein ganzes Leben lang trauern." Ploerne lauschte Leilas Erklärungen gierig, aber so genau sie auch mit dem übereinstimmten, was er schon in Erfahrung gebracht hatte, seine Zweifel blieben bestehen. Keinen Augenblick hatte er bei den Mittheilungen der Mulattin den Eindruck der Wahrheit gehabt, im Gegentheil, ihn erfaßte das Gefühl, als sei er in ein künstliches Lügengewebe verstrickt, dem auch Therese, die darüber zum Opfer ward, nicht fremd war. Er bekam das Suchen nach der Wahrheit satt, dankte der Mulattin und entließ sie. Dann warf er sich auf eine Chaiselongue, mit müdem Kopfe und einer Empfindung von Ekel, als fühle er etwa wie den Hauch einer verpesteten Atmosphäre, der ihn umwehte. Währenddeß ging Leila zu Lydia, die eben erwacht war und ihren Thee im Bett einnahm. Die junge Frau stützte den Ellbogen auf die Kissen, als sie die Mulattin eintreten sah. und als sie auf den dunkeln Zügen ihrer Ver--trauten Spuren von Erregung bemerkte. verzog sie den Mund ein wenig und fragte: Was gibt es denn schon in aller Frühe?"

Was es gibt? Ihr Herr Gemahl hat mich soeben zu sich rufen lassen und mich über ine Geschichte von Beau lieu ausgefragt; er wollte alles mögli che über Therese wissen." Und was hast Du ihm geantwor tet?" Was mir beliebte, natürlich. Aber olauben Sie mir. Gebieterin. Sie müssen vor ihm auf der Hut fein. Ich sage Ihnen, er ist nicht leicht zu nehrnen..... er könnte Ihnen einen Streich spielen." Du brauchst keine Angst zu haben, Leila. Gegen mich kommt er nicht auf, und wehe ihm an dem Tage, wo wir unsre Kräfte me)en werden! Er ist sehr jähzornig." Er soll von Stärkeren, als er ist, zur Vernunft gebracht werden. Wenn Sie aber vorher noch mit ihm zu thun bekommen? Das werde ich zu umgehen wis sen." Frisch und rosig in ihre Kissen zuTÜckgelehnt, sprach Ldia mit erschre-

ckender Ruhe, und ein grausames Lächeln huschte über ihre Züge, als sie hinzufügte: O. wie ich ihn hasse! Nie kann er genug für das, was er gethan hat, büßen!"

i Ich habe Sie jedenfalls gewarnt!'' ' Sei unbesorgt. Du wirst bald seden, daß er ganz in meinen Händen ist. Die Stunde ist r$t mehr fern, wo er mir seine Schuld bezahlen soll." Leila in ihrer blinden Anbetung nickte zustimmend mit dem Kopfe und machte sich an die Toilette ihrer Herrin. Achtes Kapitel. X Lydia hatte sich wohl vorgenommen, nur noch zu hassen, und nicht mehr zu lieben, aber Maurice de Roquiere versetzte diesem Vorhaben einen Stoß. Die öffentliche Meinung, welche Kritik an den Menschen übt. tauscht sich nie vollständig, und es ist immer etwas vorHanden, was ihren' Tadel oder ihre Gunst rechtfertigt. Der Marquis, der als Herzensräuber, galt, besaß in der That Talente und Eigenschaften für diesen Beruf, und die junge Gräfin mußte sich eines Tages, trotzdem sie Roquiere zuerst sür ungefährlich gehalten hatte, eingestehen, daß man nicht ungestraft mit dem Feuer spielen kann. Sie verbrannte sich an den Flammen, die sie mit eigener Hand entfacht hatte, und während sie aus Maurice ihren Sklaven zu machen versuchte, fühlte sie sich selbst unter seinem Banne; sie hatte sich in ihrem eigenen Netze gefangen, und der Zaubertrank, den sie dem jungen Manne kredenzte, berauschte sie selbst. Sie war in einer Aufwallung des Zornes, fast der Wuth die Seine geworden; aber die Sinne in ihr sprachen. und die Leidenschaft ihres Temperaments, die sie in Giranis Arme geführt hatte, führte sie jetzt auch in die Roquieres. Sie war wie närrisch mit dem schönen blonden Mann, so wie sie sich vorher in den schönen schwarzen verliebt hatte, aber sie bliebtrotz alledem Herrin ihrer selbst und bewahrte sich die Klarheit ihres Denkens. Sie handelte mit Ueberlegung und ließ nichts ungeschehen, was sie vor Entdeckung schützen konnte. Die Lage der Zimmer' in der Rue Lübeck hatte ihr

genügend sicher geschienen, und schon war sie viermal da gewesen, ohne je jemand außerhalb oder innerhalb des Hauses zu begegnen. Sie war daher aufs unangenehmste überrascht, als ih? Samuel zu verstehen gab, daß sie gesehen worden sei. De Nothwendigkeit, andre Maßregeln zu ergreifen. lag auf der Hand, denn daß sie auf Roquiere verzichten wollte, daran dachte sie keinen Moment. Bei jemand, der sich seiner selbst und der andern so sicher suhlt, wie sie es that, konnte von einer Umkehr auf halbem Weg? keine Rede sein. Dennoch wäre es mehr als waghalsig gewesen, auf der Nuc Lübeck zu bestehen; um aber eine Verständigung mit Roquiere erreichen zu können, mußte sie ihn ungestört sprechen, und dies war nur in jenem Hause möglich. Währenddeß bereiteten sich Ereigrrisse von mindestens derselben Wichtigkeit wie ihre Herzensangelegenheiten vor. und zwar durch Veränderungen. die an der Börse vorgingen. Das Comvtoir ??rancais. das wie eine Kriegsmaschine von all denen, die da-1 bei interessirt waren, in den Vorder- ' .. . . . . gründ gedrängt wurde, hatie die ganze Finanzwelt in eine Aufregung versetzt, die noch weit davon entfernt war, sich zu legen. Zu fünfhundert Franken ausgegeben, stiegen die Aktien unausgesetzt und waren bald auf so schwindelnder, unerhörter Höhe angelangt. daß den Vorsichtigen Bedenken kamen. sich noch langer mit dem Unternehmen einzulassen. Die Folgen dieser Hausse war für die öffentlichen Fonds verhängnißvoll geworden. Die Rente, die in Massen verkauft wurde, um die Mittel für die Spekulation zu liefern, war gefallen; Elsenbahnaktlen wurden flau und Italiener fielen in einer Woche um zehn Franken. Mehrere Makler waren Ende des Monats ausgepfändet worden, aber ihr Fall wurde, da sie. meist Fremde waren, als nationale Revanche freudig begrüßt. Anstatt nun, bei dieser so unheilvollen Erschütterung aller Staatspapiere vorsichtiger zu Werk zu gehen, stürzten sich die bei dem Comptoir Betheiligten nur um so waghalsiger in den Strudel. Sie wurden tSt vom Wahnsinn, erfaßt und kannten für ihre Gewinnsucht keine Grenzen mehr. Nachdem die Aktien schon auf zweitausend getrieben waren, erlebten sie auch noch den Kurs von zweitausendundfünf. Die gut informirten Finanziers, wie Bernheimer, begannen jetzt unruhig zu werden und auch andre zu beunruhigen. Sie wußten, daß :m Ministerrath ernstlich von dieser gefahrbringenden Hausse der reaktionären Obligationen gesprochen worden war und daß sich seit einer Woche die zehn größten Bankhäuser von Paris, die wie durch Zufall alle in jüdischen Händen waren, zu einem Syndikat vereinigt hatten, um einen Kampf gegen das Comptoir zu unternehmen, wobei sie schon dreißig Millionen eingebüßt hatten, so unerschütterlich war bei dem Comptoir die Tendenz zur Hausse. Samuel, der große Achtung vor allem, was vornehm war, empfand, fühltrsich sehr abgekühlt, als er auch diejenigen mit dem allgemeinen Strome schwimmen sah, die er bisher als seine Herren betrachtet und die ihn als Freunde behandelt hatten. Er begab sich in die allwöchentliche Sitzung des Comptoirs mit ganz neuen Gefühlen, die nichts weniger als mit denen des Verwaltungsrathes übereinstimmten, und gleich zu Beginn der Besprechungen trat ein Auseinandergehen d:r Meinungen zwischen dem Bankier und seinen vornehmen Kollegen ein, das sehr ernst zu werden droyte. lir war m der Absicht gekommen, sie über die Sachlage aufzuklären, und fand sie gewillt, blind zu bleiben. Mit gewöhn

ter Schärfe setzte er ihnen die Dingrmit einer theilnehmen'oen Frage zi o',inandcr iate innen, dak da n-uem Gestöbne angeregt hatte, wand,

Comptoir auf einer Höhe angelingt war, auf die es niemals hätte kommen dürfen und auf der es sich nicht halten konnte. Er predigte Klugheit und die Nothwendigkeit, die Lage m befestigen. Er war weise, und hatte mit Narren zu thun. Um ihn begann man zu flüstern, die Physiognomien verfinsterten sich und feindselige Reden wurden laut. Wenn er Angst hatte, warum trat er dann nicht zurück? Es stand ihm ja frei, seine Verbündeten zu verlassen, und überdies wurde die Bank auch ohne ihn fertig. Hielt er sich etwa für unentbehrlich? Bei diesen Worten heiterten sich Samucls sorgenschwere Züge wieder auf. Er fühlte die eingegangene VerantWartung schwer auf sich lasten, und man kam seinen geheimsten Wünsc-n, die er nicht anzubringen gewußt hatte, zuvor, indem man ihn seiner Verpflichtungen entband. Nun wurde er ironisch. Glauben Sie mir. meine Herren," sagte er mit einem feinen Lächeln, es liegt mir nichts ferner, als Ihnen Ihre Fähigkeiten absprechen zu wollen, und daß ich keineswegs in Unruhe darüber bin, was aus dem Comptoir wird, wenn ich die Direktion desselben nieverlege Nur habe ich nie die Gewöhnheit gehabt, mein Geld da zu lassen, wo ich selbst nicht , mehr dabei sein. kann. Darauf möchte ich Sie nur aufmerksam machen." Diese Erklärung rief allgemeine Erregung hervor. Verkaufen Sie Ihre Papiere!" rief man. Ziehen Sie sich vollständig von der Sache zurück!....Sie werden zu ersetzen sein!.... Reichen Sie Ihre Entlassung ein!... Wieviel Aktien haben Sie denn?" Meine Herren, übersturzm wir nichts!" unterbrach Bernheimer den immer heftiger auf ihn einstürmenden

Redestrom. Ich will Sie nicht beim Worte nehmen.... überlegen Sie sich die Angelegenheit lieber noch bis Ende der. Woche." Nein, keinen Tag länger: Sie zweifeln an dem Unternehmen.... wir haben kein Vertrauen mehr in Sie!" Ah, meine Herren, nehmen Sie sich in acht! Es hat ja fast den Anschein, als wollten Sie mich absetzen, wenn ich nicht freiwillig mein Amt niederlege. Sie schneiden sich damit nur ins eigene. Fleisch. Wollen Sie mich denn nicht anhören? Nein? Wollen Sie sei ne Vernunft annelzmens mtmi tsie wollen es also alle so lang treiben, bis oie. ruinirt sind? Ja? Schön, dann kann ich mich Ihnen nur noch gehörsamst empfehlen.... Ich habe in meiner Kassa sechstausend Aktien des Comptoirs." .Ich kaufe sie!" rief da eine dünne Stimme. Todtenstille herrschte für einen Augenblick. Der, welcher soeben gesprccheii hatte, verpflichtete sich für zwölf Millionen. Es war ein mageres Männchen in einem verschlissenen blauen Ueberzicher, mit aufgedunsenem Gesicht, kl?inen Chinesenaugen und einem sparnchen blonden Schnurrbart. Träger einer der größten Namen von Frankreich, war er der Besitzer, ungeheurer Reichthümer, die von seiner Mutter stammten. der Erbin des berühmten Großindustriellen Sauviat, der zuerst auf den Gedanken gekommen war. Papier aus Holzfasern herzustellen. Herr Herzog." erwiderte Bernheimer. noch diesen Abend sende ich Ihnen öie Aktien zu." Und damit ging er. Ein Mann wie Samuel Bernheimer konnte von einem so in die Augen fallenden Posten, wie es die Direktion des Comptoirs war, nicht zurücktreten, ohne an der Börse eine Bewegung zu erzeugen. Sobald die Neuigkeit bekannt' wurde, gab sich eme große Erregung rn der Finanzwelt kund, und der von Samuel gefaßte Entschluß wurde zum Guten und zum Schlechten ausgelegt, je nachdem es Freunde oder Gegner waren, die darüber urtheilten. Mit dem Comptoir wird es rasch abwärts gehen, wenn Bernheimer nicht mehr dabei ist," meinten die einen. Wie sich wohl die in der Eile einberufene Generalversammlung dazu ' stellen wird?" Und die andern behaupteten: Wenn das Comptoir von der ganz ungewohnten Aengstlichkeit Bernheimers nicht mehr gehindert sein wird, kann es erst recht einschlagen; die Generalversammlung geht jedenfalls ohne weiteres auf das ein, was der Verwaltungsrath vorzuschlagen haben wird." Inzwischen aber fielen die Aktien um hundert Franken - und mit dem Kurs von zweitausend war es vorbei. Durch eine äußerste Anstrengung der Aktivnare jedoch gelang es, kurz vor drer Uhr, eine Besserung herbeizuführen, und die Aktien stiegen wieder auf zw:itausend und schlössen sogar mit zweitausendundzwanzig Geld. Noch am selben Morgen hatte Samuel. seiner Verabredung getreu, Lydia kurz mitgetheilt: Verkaufen Sie die Comptoiraktien, selbst -wenn, sie steigen; es steht schlecht damit." Lydia befand sich, als sie diese Zeilen erhielt, im Salon ihrer Mutter, die seit meh reren Tagen über furchtbare Neutal gien , klagte und as Zimmer hütete. Die alte Dame saß in Shawls eingeWickelt am Kamine und jammerte über die Qualen, J)it sie die ganze Nacht hindurch hatte aushalten müssen. Ihre Tochter hörte nur zerstreut zu. während sie das Billet Bernheimers zerknitterte und nachdenklich in die Gluth des aufflackernden Feuers starrte. Auf ihr"? Stirn grub sich eine tiefe ftalte ein. und die Weißen Perlzähnchen blitzten raubthierartig zwischen den halb geöffneten Lippen hervor. 2u sie die Tbüre aufgehen hörte, drehte sie .sich um und erblickte ihren Gatten. Raimond begrüßte erst Madame de Saint-Maurice. und nachdem er sie

te er sich an seine Frau: Etwas ganz Neues, Ldia.... und durch die Zeitungen erfahre ich es!.... Bernheimer ist nicht mehr Direktor des Comptoirs!" Er ließ es mich soeben wissen." Wie soll man sich dabei verhalten? Sagt er nichts darüber?" Weil Bernheimer von einem Unternehmen zurücktritt, muß es deshalb gleich schlecht sein?" Samuel ist ein bischen zu sehr Wagehals," mischte sich Madame de Saint-Maurice ein. Dies war wenigstcns die Ansicht meines Schwaoers Letourneur.... Deshalb haben sie sich ja auch getrennt.... wahrscheinlich hat er die Dinge mit dem Comptoir auch auf die Spitze treiben wollen." Ich nehme viel eher das Gegentheil an; daß er dem Eifer unsrer Freunde etwas steuern wollte," meinte Raimond. Was ging denn gestern' an der Börse vor?" fragte Lydia. Die Aktien stiegen. Ich muß mir jetzt aber vor allem Klarheit darüber verschaffen, warum Bernheimer zurückgetreten ist, und werde gleich einmal zu ihm gehen und ihn fragen, ob ich aushalten oder liquidiren soll." Lydia blieb eine Weile in Nachdenken versunken; dann sagte sie in sestem Tone: Bernheimer meint, die Papiere werden noch immr steigen." Dann behalte ich sie natürlich," erwiderte Raimond. Ich glaube, daß Du recht daran thust," So war. denn dies die entscheidende Stunde, und Lydia stieß ihren Gatten ohne einen Moment des Zögerns dem Abgrund zu. Es war der erste Angriff von ihrer Seite, und der von ihr ausgeheckte Plan sollte sich nun in rasender Schnelle vollziehen. Der Zusammensturz seines Vermögens vernichtete Ploerne und lieferte ihn moralisch ihrer Gnade aus. Sie hatte Vorkehrung gen getroffen, um ihre Interessen von

denen ihres Mannes zu trennen, und Samuel manöverirte zu sicher mit dem ihm anvertrauten Gelde semer Angebeteten, als daß sie nicht hätte hoffen dürfen, binnen kurzem ein Vermönen in Handen zu halten. Und abgesehen von dem, war Raimond nicht ohnehin schon ihr Sklave mit Leib und Seele und würde ihrem leisesten Wink gehorchen? Was also konnte sein Ruin für sie zur Folge haben, außer daß er- an den Rand der Verzweiflung' und zrr einem äußersten Entschluß getrieben wurde; und das sehnte sie ja herbei! Ihn endlich in ihrer Macht haben, ihn sich zu ihren Fußen wlnden sehen, der ihr den ersten Sckmerzenschrei entrissen, die ersten Thränen entlockt hatte!: Der Moment der süßen Rache' nahten und mit Genugthuung konnte sie sich sagen, daß sie ihre Netze geschickte ausgelegt hatte. Sie erhob sich, küßte ihre Mutter noch zum Abschied und saß dann Raimond beim Frühstück gelassen und harmlos gegenüber, als gäbe es nichts auf der Welt,, was sich Zwischen ihnen aufthürmte Und doch hatte sie schon m aller Frühe Roquiere auf drei Uhr in die Rue Lübeck bestellt. Wie hätte aber Raimond, dem zede Verstellung sremd wax, hinter der weißen, schönen Stirne seiner Frau solch schmähliche Gedanken vermuthen sollen, er, der still vor sich hmlebu und an die Ehrlichkeit der andern nne an seine eigene glaubte. Die reizende Kreolm, die ihm lachelnd in die offenen Züge blickte, dachte in hohnvoller Empörung: Da ntzt er nun ahnungslos und laßt sich hintergehen. Wie lächerlich te ist! Ja, Du bist recht lächerlich, mein Freund. in Deiner selbstgefälligen Ruhe! O. wie lächerlich Du Dich machst, wie lächerlich!" Sie wiederholte es sich wieder un wieder, als verlangt; ihr danach, es nch selbst zu beweisen; aber es war vergebens. Sie konnte ihn betrachten, so viel und so oft sie wollte, nie erschien er ihr in lächerlichem Lichte Wenn sie es sich hätte eingestehen wollen, hatte ihr Urtheil dahin geloutet, daß er zu fürchten war. Wie er ihr: so in der ungezwungenen, vornehmen Haltuna, mit dem etwas traurigen Zug im Gesicht, stumm gegenüber fafc da er unnothige Konversation nicht liebte, und sich in jeder seiner Bewegungen männliche Kraft verrieth, da flößte er ihr Achtung ein. So hatte er sich ihr immer gezeigt, und trotz aller Mühe, die sie sich gab, ihn zu verachten, fühlte sie sich gezwungen, ihn hochzuschätzen. Um so größer war ihre Wuth, und da sie ihn, in Wirklichkeit nicht demüthigen konnte, beschimpfte sie ihn innerlich. Zuweilen fragte sie sich, ob dieser ruhige, gemessene Mann überhaupt zu leiden im stände sei. In Beaulien hatte sie ja nie Gelegenheit gehabt, ihn von Zweifel und Schmerz halb aufgerieben zu sehen, denn ihr näherte er sich nur sanft und heiter. Nur Therese wußte, wie tief er zu leiden und zu empfinden vermochte. Lydia erhob sich, ein Liedchen vor sich hinträllernd, und als Raimond sie fragte, was sie für den Nachmittag vorhabe, maß sie ihn mit einem spöttischen Blick und erwiderte: Ich gehe zu meinem Liebsten." Er schüttelte verweisend den Kopf und sagte in vorwurfsvollem Tone: Du weißt, ich liebe solche Scherze nicht. Sie sind einer Frau, wie Du, unwürdig. Kannst Du denn gar nicht ein wenig gesetzter werden?" Dazu habe ich noch lange Zeit. wenn ich erst alt bin. Aber sag 'mal, glaubst Du nicht ein klein bischen an meinen Liebsten?" Ich glaube, daß Du viele hast " Ach was, viele, das ist nichts! Aber einen einzigen, wirklichen?" JRtm, daran glaube ich nicht " aab er ruhig zur Antwort. Was für ein Vergnügen findest Du denn dabei. mich beständig auf die Probe zu ltU len. Du kommst q oft auf dieses ?tze

ma zurück. Neulich erst wolltest Du?

wissen, was ich thun würde, wenn Du mich eifersüchtig machen konntest Du kannst wirklich meiner Liebe sicher sein, auch ohne sie erst aufstacheln zu müssen, und ich werde nie so weit g:hui, Dich mit einem Verdacht zu beleidigen. x " Daran thust Du recht. Uebrigens was würde es Dich auch nützen, wenn Du kein Vertrauen in mich hättest?" Gar nicyts, es wurde mich nur elend machen." Sehr klug gedacht," sagte sie. machte ihm eine Verbeugung und ging aus dem Zimmer. Jedesmal wenn Maurlce de Roquiere 4en Nachmittag in der Nue Lübeck verbringen wollte, wurde die Portierfrau davon benachrichtigt, damit sie die betreffende Wohnung in lstand setze, und sie beschäftigte sich dann schon in der Frühe mit dem Lasten und Reinigen der Zimmer. Bricoliers kleine Freundin, die, wie alle Frauen, die nichts Besseres zu thun haben, als sich um andrer Leute Angelegenheiten zu kümmern, alles bemerkte, hatte auch dies beobachtet. Wenn sie die Trllren Morgens neben sich schlagen horte, sagte sie denn auch: Heute ist wieder Rendezvous da drüben!" und irrte sich damit nie: Roquiere kam ann immer; die Dame nur blieb zuweilen aus. An ienem Tage waren Besen und Eimer der Portlerfrau später als qewöhnlich in Anwendung gebracht worden; trotzdem erhielt Brnoller schon vor zwölf Uhr ein Billetchen Äes Inhalts, daß ver iunge Mann nebenan heute seine Liebste erwarte. Eine Viertelstunde spater war Bernheimer benachrichtigt. Roquiere hatte schon, mehr als einmal unerhörtes Glück bei Frauen gehabt; das wußte man. wenn auch nicht durch seine Schuld, da er verschwiegen war. Aber nie.' zuvor hatte es ihn so gepackt. Sie machte ihn rasend vor Leidenschaft, diese gefährliche Kreolin. Er-verlor seine' gewohnte Kaltblütigkeit und fühlte in seiner Anbetung für sie das ganzem Feuer seiner ersten Jugend wieder , aufleben. Am Anfang ihres Verhältnisses hatte er sie mehrere. Wochen hindurch vergebens in der Rue Lübeck erwartet, dcr sie nicht zu bestimmen gewesen war, zu kommen. EnÄich aber war es ihm gelungen, sie zu überreden, und jetzt dünkte er sich im siebenten Himmel, so glückselig war er? Stundenlang konnte er, ehe sie kam, in der kleinen Wohmmg derweilen, an sie denken und im voraus das Glück genießen, das ihm em Wiedersehen mit ihr bereitete. Und T'frxTm er dann auf der Trepve-ihren leichten Schritt vernahm, stürzte' er an die Thüre, öffnete sie zitternd und ließ die iunge Frau bindurchschlüpfen. Noch war sie kaum eingetreten, erfaßte er sich schon mit seinen starken Armen und trug sie in einen Fauteuu neben das Feuer, wo er dann wie vor einer Königin vor ihr auf die Knie fiel. Diese Kraft, gepaart mit so viel Demuth, gefiel Lydia, und sie empfand eine tiefe Befriedigung bei dem Bewußtsein, ' diesen' schönen starken Mann so ganz zu beherrschen und jedes ihrer Winke gewärtig zu fehcn. Fühlte sie doch, daß sie aus ihm machen konnte, was ihr beliebte; und das ja hatte sie gewollt. An. jenem Tage war Roquiere . in Sorgen Es war ias erste Mal, daß ihn die junge Frau so kurz vorher erst bestellte, und in dieser plötzlichen Aufforderung ahnte er eine Gefahr. Am Abend zuvor, in der Oper, hatte er kerne Gelegenheit gehabt, sie zu sprechen, aber er hatte bemerkt; welch sonderbare Blicke sie ihm zuwarf. Bernheimers Benehmen war auch recht eigenthumlich gewesen. Der sonst so liebenswürdige und freundliche Bankier war ihm kalt und zurückhaltend beqeznet. Aus all diesem kleinen Thatsachen setzte sich Maurice ein Ganzes zusammen, das auf irgend tu nen Zwischenfall, vielleicht auf eine Gefahr schließen ließ. Er liegab sich daher schon sehr früh nach fcer Rue Lübeck und ging an der NachbarsWohnung vorüber, ohnezu bemerken, daß ihn durch eine Thürspalte hindurch zwei Augen beobachteten. Er schloß auf, trat tn steckte die schon zurechtgelegten. Holzscheite im Kamin in Brand und) hielt Umschau in den Räumen. Es war alles in bester Ordnung; frische: Blumen zierten die Vasen und auf, dein Tisch war das Theegeschirr hergerichtet.. Rastlos und ungeduldige schritt er - den stillen Zimmern auf und- nieder, zog von fünf Minuten zu fünf Minuten seine Uhr und verwunderte sich dann, daß noch nicht mehr Zeit verflossen war. Um drei Uhr fin er sich zu ängstigen an, denn Lydia lvar sonst äußerst pünktlich gewesen. D& sie immer noch nicht kam, konnte ihr nur etwas zugestoßen sein. Vergebens horchte er hinaus. Die Stille im Hause wirktebeklemmend auf ihn. Um halb vier Uhr wa.rf er sich, matt und verzweifeN in einen Sessel und fragte fich voll Bangen, welch ernster Grund die junge Frau wohl von der Erfüllung ihres Versprechens abgehalten haben konnx. Hätte er geahnt was sich kurz zuvor kaum vier Schritte von ihm entfernt, während er im Ziminer auf und ab gegangen war. zugetragen hatte, er wäre noch mehr außer Fassung gerathen. Mit peinlicher Pünktlichkeit war die schöne Gräfin fünf Minuten vor drei Uhr an der Straßenecke angefahren und war. nachdem sie den Kutscher bezahlt hatte, ins HauZ getreten. Auf der Straße befand sich weit und breit kein Mensch. Sie war ungehindert bis zur Treppe gelangt, die sie leise hinaufstieg, und hatte schon die letzten Stufen erreicht, als die Thüre der Wohnung, die neben Roquieres Ua. geöffnet wurde und Bernheimer sie. ehe sie auch nur eine Bewegung hätte, mach! oder., einen Laut hätte

vo7 fich geben können, in das .Entree fla rnsd die Thür wieder hinter ihr

verschloß. All dies hatte sich mit unglaublicher Schnelligkeit abgespielt, und Lyditt sia. . ehe sie nur recht wußte, was mit ihr vorging, Bernheimer gegenüber, der sie lächelte, aber ungewöhnlich blaß aussah,' Sie wollte svrecken. sicb klagen. Er ließ sie jedoch rncht zu Worte Kimmen, legte die Fing an die Lippe. and sagte leise: Stift, still, schreien Sie nicht! Lassen Sie Roquiere, wo er ist, und plaudern wl allein miteinander." Was Sie da gethan haben, ist ja unerhört," unterbrach ihn Lydia. Das' werde ich Ihnen nie verzeihen!" Wer von uns ist mehr der Verzeihung bedürftig; Sie oder ich?" fragte Samuel mit einem ironischen Seitenblick auf die reizende Frau. Sie haben mich hinters Licht geführt, meiiy Gnädige, und mir lag daran, Ihnen zu bew'eisen,daß ich nicht ganz so dumm bin. wie Sie vielleicht glaubend Jetzt werden Sie wohl Ihre kleinen Ezkursioncn'nach der Rue Lübeck nicht mehr zu leugnen versuchen, da ich Sie auf frischer That ertappe." Ihr Benehmen ist eines anständigen Mannes unwürdig." .Möglich. Dann läßt sich eben ein anständig Mann leichter betrügen als ich. Ich aber bin durchaus nicht geneigt, betrogen zu werden, und hab: es vorgezogen, anStelle des Anstandes meine Schlauheit zu setzen. Daß ich gut dabei gefahren bin, sehen Sie ja." Lydia börte ihm gar nicht mehr zu und hüllte sich in verächtliches Schweigen, während sie aufrecht vor dem Kamme stehen blieb, als erwarte sie, daß Bernheimer der peinlichen Situahon em Ende mache. Er jedoch wies auf einen Stuhl und sagte in schneidendem Tone: Nicht schmollen, kleine Frau; Sie sind nu einmal erwischt! Das ist allerdings im ersten Moment recht unangenehm.. Aber schließlich bin ich es doch nur, der sie überrascht hat, und Sie wissen a nur m gut, daß Sie mit Ihrem' ergebene?, Diener anfangen können,, was, Sie nur wollen." Sie drehte den' Kops nach ihm hin, sah ihm mit einem jener Blicke, deren Macht sie sich wohl bewußt toar, in die Augen, und als sei sie bereit, einzulenken, setzte sie sich. Dann fragte sie mit größter Seelenruhe:' Darf ich vielleicht erfahren,' wo' ich bin?" Bei mir; so lange: wenigstens, als Sie hier sind." .Sie sind allern? .Ganz allein. Man kennt mich nicht und ahnt' nicht, wer Sie sind Ihr Geheimniß wird also gewahrt werden." ,Wober wußten Sie denn, daß ich kommen würde?" O, das ist meineSache Lydia' warum haben Sie mir neulich nicht die Wahrheit gestanden?"" Konnte ich das?" Es wäre offen gehandelt gewesen. Dazu war ich Ihnen, gegenüber nicht verpflichtet." Sie wissen doch, daß ich ?ie lie be, und auf alles, was Sie' betrifft, eifersüchtig bin. Welchen Kummer haben Sie mir bereitet! Also einen Geliebten haben Sie? - Sie, die ich mir so unnahbar, so rein gewünscht hätte. Und was für einen Geliebten... einen, an dem Sie keine Stütze haben; Äer nichts weiter ist, als' der schone Mann." SeinenRuf für einen Noquiere aufsSpiel zu setzen! Das' ift der reine Wahnsinn. Was sollte denn aus Ihnen werden, wenn Siemur noch auf ihn zahlen dursten; er- ist ja Nicht einmal in der Lage, Sie- vor Armuth zu schützen. Was in aller Welt konnte Sie denn gerade an dem so-reizen?" Seme Liebe zu mir. Schönes Verdienst dasl' Alle, die Sie kennen, lieben'SZe: Hat sich Ihnen denn je jemand genähert, ohne Sie lie-t-r r rv i m ven zu munens Aver mu noguicre einen Fehltritt zu begehen! Eine Frau wie Sie! Nein wirtlich,, man kann es kaum glauben!"' Lydia zuckte-die.-Achseln nnd meinte: Sie verstehen Vas. nicht; können das nicht verstehen.... Eines Tages werden Sie erfahren warum ich ihn gewählt habe." Mit welcher. Nuye- Sie mir von ihm sprechen So hatten Sie nicht einmal den Milderungsgrnnd der Liebe für Ihr- Handeln?" Sagen wir den Milderungsgrund des Vergnügen"' Lydia.. Sie- erschrecken Mich!" Vernheimeri. Sir amusiren mich!" Sie verheimlichur mir die Wahrheit. Da sicckfc irgend eine Komödie dahinter." Durchaus' rezne omodle... em Drama, in dem Sie Ihre Rolle haben, wie bifc andern auch." Sollten Sie so berechnend sein können? Sie sprechen über . Ihren Fehltritt,, als ob Sie Labei einen HintergedankdN: hätten, Sie, die ich für so offen und? gerade hielt. Hat Sie denn nichts zurückzuschrecken vermocht? Haben Sie gar nicht an Ihre Mutte? und Ihre? Gatten dabei gedacht?" Eine Blutwelle stieg Voi 3x Gesicht,, und mit rauher Summ schrie sie auf: An meinen Gatten den ich wsse?" - Sie hassen ihn? Und w&rnm? Er.. der die Güte und Rechfchassenhe selbst ist!" Schweigen Sie mir ksn ihm Vid nehm Sie feine Partn nicht, sonst gerathe ich außer mir! Ja, ich hasse ihn! Ich hasse ihn! Und alles, Nzas ich ibue. ist gegen ihn ojrichtet!" Während sie sprach, bot ihre ganz Erscheinung daä Bild maßloser

Wuth. Sie hatte sich vollständig entfärbt, ihrs Lippen bebten und ihre Augen traten fast aus den Höhlen. Ich bekomme Angst vor Ihnen!" rief Bernheimer aus. .(Fortsetzung folgt.).

f ür dZe üiidjfr Gehackte Rindercotelette s. Das Fleisch von einem Rir penstück wird von den Knochen ge schnitten, aus Haut und Sehnen geschabt und sein gehackt. Ein Drittel soviel Rindertalg als Fleisch wird' mit dem erwärmten Wiegemesser ebenfalls fein gehackt und mit ebenso viel eingeweichter und rein ausgedrückter Semmel unter das gehackte Fleisch gemts.cht. Nachdem noch Salz, Pfeffer, Musttnuß und ein bis zwei Eier damit verbanden sind, werden die Eotelett:s folgendermaßen daraus geformt: Die Rippe!? knochen spaltet man !n drei bis vier Stücke, legt ein solches Stück mit der Biegung nach '

außen auf ein Kuchenbreit, etwas von dem gehackten Fleisch LJft man da neben und brückt dies mit dem Messer so fest wre.' möglich an unuf den Knochen, inde man dem Fleisch zugleich die Fori?l eines etwa h3e eme Hand großen fingerdicken EotÄlettes giebt. Sind alle Cotelettes gefarmt, so legt man sie in" eine flache Ksserolle, in welcher mars ein Stück Butter hat schmelzen lassen, bestreut sie mit geriebener Semmel und gehackten Krä.utern, gießt einige Löffel gute Ins dazu und läßt Cotelettes,. gut zugedeckt, in zehn Minuten untere öfterem Begießen gar dünsten. Nachdem man sie auf einer Schüssel angerichtet, hat, gibt man zu dem Fond ein paar Löffel braune Sauce snd einen Löffel voll Kapern und gießt sie, mit Citronensaft abgeschärft, über die Cotelettes,. Ein besonders auf einer Assiette' angerichtetes Kartoffelpüree paßt am besten dazu. E n t e. g cb raten, mit Ka st'an i e n. Während man die fauber gerupfte, ausgenommene und gesengte Ente wäscht und inwendig mit ein wenig Pfeffer, und Salz einreibt, macht man in die nöthige Anzahl großer Kastanien mit. dem Messer einen Einschnitt, setzt , si? dann mit kochendem Wasser zu und kocht sie so lange, bis sich die äußere .und innere Schale leicht ablösen lassen.'. Hierauf dämpft man die Kastanien mit. einem Stück frischer Butter, etwas Zucker und Salz, sowie einem Löffel kräftiger Fleischbrühe weich und braune fügt die mit etwas Petersilie und Schalotte feingehackte Entenleber bei. füllt, alles in die Ente, näht dieselbe zu 'und bratet sie in Butter 'unter allmäligem Angießen von einigen Löffeln' Fleischbrühe schön braun. Eine Ente reicht für zwei, höchstens drei Personen; man gibt gedämpftes Kraut oder Bohnensalat und Salzkartoffeln dazu. Gespickte mi b geschmorts Rinds zungen:' Die Zunge ohne Schlundstück wird recht gut abgekratzt und gesäubert, mit. kochendem Wasser aufgesetzt, etwa 20 Minuten gekocht, so lange bis man die Haut abziehen kann; nachdem diese abgezogen ist, durchzieht man die. Zunge mit Speckstreifen, wozu man ein feines, spitzes Messer verwendet. Dann wird ein schwaches Biertel-Pfund Butter in einer Casserole gebräunt, die mit Mehl bestreute Zunge hineingelegt, angebräunt und dann fa viel kochendes Wasser zugegossen,, daß die Zunge bedeckt ist. In der sich bildenden sämigen Sauce wird.- die Zunge gar geschmort; die Zeit des Schmorens läßt sich nur durch Probrren feststellen. Zuletzt gibt man entweder saure Sahne in die Sauce- oder Tomatenbrei, um den Geschmack zu heben. Saure Kal.b.äleber. Die Leber wird gewaschen,, abgehäutet, in dünne Stücke geschnitten und auf beiden Seiten mit Mehl, bestreut. Nun macht man Butter oder Schmalz heiß, bratet die Leber darin schnell aus, gibt etwas Fleischbriihe, ein wenig Essig, Zwiebel- und Citronenscheiben daran, läßt die Leberschnitten darin etwas dämpfen, salzt und pfeffert vor dem Fertigwerden und richtet sie mit der Sauce an.. Gibt man mit verschiedenen Arten- Kartoffelgemüse, Weißkrauts Wirsing und so weiter. Berliner Pfannkuchen. Man nehme ein Pfund feinstes, durchgesiebtes . Mehl, . Unze zerlassene Butter, eine-Unze. Hefe, einen Eßlöffel Zucker, etwas Sxlz Quart Milch, 2 Eier und, 2 Eidotter, löse die Hefe in einem Theil der Milch auf und verrühre es ' mit! einigen Löffeln von dem abgewogenen Mehl zu einem schlanken Brei,', der aber nicht fließen darf, und stelle es-zum Aufgehen an einem warmen-ONt. RuHre nun Eier und Butter, gehörig dsrch, thue Zucker, Salz und.. Milch, dazu, und nachdem auch dies; gut! verrührt ist, das übrige ; Mehl und: zuletzt das Hefenstück, wo-, nach man den Teig, wenn er sich mit dem Holzlöffel: nicht mehr rühren läßt, mit den! Händen recht glatt verarbeitet und, mit? einenr warmen Tuch bedeckt, wiede r? zum. Aufgehen hinstellt. Dann rolle - man ihn einen knappen halhen Zoll, dick ax, lege auf die Hälfte im-mc.r-7 in einiger Entfernung, kleine Häufchen vsn beliebiger Obstmarmel'de, schlage die andere Hälfte -dar-isher und steche mit einem Meinglase Kuchen da-raus, die man aus.-ein mit Mehl bestäubtes Backbrett legt und abermals gehen läßt, in 'usbackfett, auf beiden Seiten lichtbrau-backt und mit Zucker bestreut. ' Theebrötchen. Qin Viertel. Pfund Butter rührt rjtun mit vierEiern schaumig, menq.v eine. Messer-, spitze Salz, ein Viertes Pfund Zucker. 150 Gran Vanillezucker, 75, Gran kristallisirte Pottasche gut darunter und verarbeitet t mit einem Pfund Mehl zu einem Wg. welcher in kleine schmale Brötchc geformt, mit Eiern Gestrichen, mi Zucker bestreut und i mittlerer Hitze gebacken wird. Die Zeit flieht, weil sie weiß, dah man. sie todifchlagen M, .....

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