Indiana Tribüne, Volume 19, Number 135, Indianapolis, Marion County, 2 February 1896 — Page 1
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Indiana Tribüne. Office : No. 18 Süd Mabama Straße. JahrganzZ 1 Indianapolis, .Zndiana Sonntag, öen 2. Sebruar SJ6 No 135
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Die gestrandete S t. P a u l." New Jor k, 1. Febr. Bei Hoch sluth und starkem Winde wurde heute ein Versuch gemacht, den Dampfer St. Paul" von der amerikanischen Linie von der Sandbank bei Long Brauch abzuschleppen.MehrereSchleppböte arbeiteten mit Volldampf, konnten jedoch den Dampfer nur wmige Fuß weit fortbringen. Ein erneuter Versuch wird später gemacht werden. Ein Amerikaner zum M i l i - tärdienst gepreßt. H a m m o n d, Ind., 1. Febr.! WilHelm Carl Johann Schweder, ein Bürger von Cook CountY, 3ll., ist angeblich unter Verletzung der bestehenden Vertrage und Zgnorirung seiner amerikanischen Bürgerschaft seit dem letzten Sommer zum preußischen Militärdienst herangezogen worden, und alle Versuche, ihn davon zu befreien, waren bisher erfolglos. Schweder war im Jahre 1889 von Deutschland ausgewandert und hatte sich in Hammond niedergelassen. Nach fünf Jahren wurde er in Chicago naturalifirt, doch stellte der SerichtSclerk den Bürgerschein irrthümlich aus den Namen Wm. Schuader" aus. 3m Zuli reiste Schweder auf Besuch nach Deutschland und wurde bei seiner Landung in Stettin verhaftet und eingekleidet. Vor vier Monaten wurden seine Naturalisationspapiere nach Deutschland geschickt, kamen jedoch zurück mit dem öermerk nicht aufgefunden". Schweder hat kürzlich seinem Vater geschrieben, daß er noch Dienst thut, und es werden von Neuem Schritte zu seiner Freilassung gethan werden. Die Sachlage soll Sekretär Olney sofort unterbreitet werden. Diebisches Gesindel. New Jork. 1. Febr. AlS die St. Paul" strandete, gefiel eS den Passagieren, sich Andenken an daö gestrandete Schiff anzueignen, und sie stahlen zu diesem Zweck eine ganze Menge Silberzeug vom Tische, Messer, Gabeln, Löffel, Serviettenringe, Nußknacker u. s. w. Der Werth der so ge stohlenen Sachen, soll sich aus $1500 belaufen. x Der Ausstand a u s C u b a. H a dan a, 17 Febr. General Ma rin hat sich mit 1700 Mann Kavallerie, 2000 Mann Infanterie und bitt Batterien aus die Verfolgung von Gomez und Macea nach der Provinz Pinar ocl Rio begeben. Die Generäle Dannellö, Aldecoa und LinareS mit weiteren 3000 Mann werden ihn aus dem Zuge begleiten. Die Insurgenten haben einen Angriff auf gort Mata im Saga-Distrikt gemacht, wurden aber mit Verlust zurückgeschlag?n. Schlug fehl. Z o n d o n, 1. Febr. Eine Depesche von Madrid an die Newi" sagt : Es heißt, daß Unterhandlunzen, welche die Ver. Staaten mit den europäischen Machten wegen der Anerkennung EubaS als kriegführende Macht anknüpften, fehlgeschlagen sind. Torna d o und Sturmflut h. Briöbane Queenland, 1. Febr. Sin schrecklicher Tornado und Sturmstuth, welche gestern Abend Oueenland heimsuchten, haben große Verluste an Menschenleben und Eigenthum zur Folge gehabt. Viele Schisse werden vermißt. Der Negenfall wahrend des Sturmes betrug 26 Zoll, und man schäht den Schaden auf Zö00,000. Eine Menge Menschen find ertrunken. AuS dem Reichstage. Berlin, 1. Febr. Zum sechsten Male lag dem Reichstag der Rickert'sche Antrag aus Einführung deß australi scheu Wahlsystems vor, der dann auch nach einer lebhasten, zeitweilig sogar sehr lebhaften Debatte abermals mit großer Majorität angenommen wurde. Der Erste, welcher gegen diese Lieb lingöidee der Freisinnigen in die Schranken trat war der Graf zu Limbürg- Stirum (konservativ), der in sei
ner klaren, ruhigen Weise auf die mit
dem gewünschten neuen Wahlsystem verbundenen Gefahren hinwies und erklärte, doß die Conservativen gar nicht daran dächten, daö Wahlrecht anzutasten. Nach ihm sprach Frhr. v. Stumm, der Eisenkö.ig, der so gern die Gefahren einer blutigrothen" Nevolution auömalt; in seiner sprudelnden Art erklärte er sich gegen die geheime Wahl überhaupt. ES folgte nun eine Diskussion deS Wahlrechts im Allgemeinen. Mit sichtlichem Behagen unterzogen sich Dr. Lieber und Kaufmann FuchS (Centrum) der Aufgabe, NamenS ihrer Partei daS Gelüste der Conservativen, daS bisher bestandene Wahlrecht abzuändern, zu geißeln. Dr, Lieber lächelte recht vergnügt, so oft ihm ein besonderS kräftiger Vorstoß gelungen war, der, w'e er meinte, die Gegner zu Boden strecken sollte. In gereiztem Tone erklärte D. Schönlank (Sozialdemokrat) auö Leipzig, daß selbst gegen daS sächsische Wahlrecht, daS doch schon durch den SteuercensuS beschränkt sei, ein Attentat geplant werde ; deS Frhrn. von Stumm Schleifftein-Politik finde eben Nachahmer. Diese Bemerkung brachte den Glafm b. Hohenthal und Bergen, Vertreter Sachsens im BundeSralhe alsbald auf die Beine. . Daß ein solches Attentat geplant werde, versicherte der Graf sei ihm unbekannt (Gelächter); wäre dieS aber dennoch der Fall, so wären eben die Sozialist daran Schuld. Unter allgemeiner Heiterkeit deS Hauses meinte nun Schönlank, Graf Hohenthal habe augenscheinlich keine Ahnung von dem, waS in DreSden vorgeht, worauf der sächsische BundeSrathbevollmächtigte so recht von oben herab erklärte, eS sei ihm ganz einerlei waS Herr Schönlank von ihm enke. Als. zweiter Gegenstand der Tagetordnung kamen nun die Anträge der Sozialbemokraten und Freisinnigen betresss Abänderung deS völlig veralteten, aber immer noch in Krasc befindlichen VereinSrechtS vom Jahre 182 zur Sprache. Der Sozialdemokrct Auer leitete die Diöcusfion ein, indem er die verschiedenen VereinSgesehe und die auf Grund derselben erfolgte Auslösung so vieler Vereine aufS schärfste kritisirte. Ztt j s e n b a'h n b a u schont : nr.fcrcm Lande seinen Höhepunkt b::sÄritt:u zu haö:n. Im verslos-.z-e ; Jahre wurden nur 1423 teilen :cuc Bahnen gebaut gegen 176O Meiitn im Ich 1894. so daß sich ein NinttZ von 332 Meilen ergibt. Vor :lrcm Iahn hich es. daß die geringe Tkätiqkeit im Eisenbahnbau aus die ungünstige wirthschaftliche .Lage des Landes zurückzuführen Ware, und dieseZ Argument hatte viel Wahrschemlichkeit für sich. Im Jahre 1895 aber haben sich die ErwerbZverhältnisse bedeutend gebessert und doch ist der Ei senbahnbau zurückgegangen. Man Wird wobl nich! fehlgehen, wenn man diese Thatsache theilweise auf die EntWickelung der elektrischen Bahnen zurückführt. Es ist nurweni bekannt, aber nichtsdestoweniger eine Thatsache, daß eS 20 verschiedene Metalle 'M, welche theurer sind als Gold. Diese? gelbe Metall hat einen Werth von $20 per Unze, während d?r Preis der theureren Metalle zwischen $25 bis $200 per Unze variirt. Folgendes ist ein Äerzeichniß derselben mit d$r beigefügten Preisangabe: Vorium $25, Barium $32, Zirctnium"$40. Nho, dwm $40, Strontium $40, Cerium $40. Ruthenium $44, Erbium $62. Lithium $76, Didymium 1, Indium $72, Calcium $80, Santatunz $80, Beryllium $80, Rubidium $83, Germanium $95, Vanadium $93, Thurium $160. Gallium $200. In dem neuesten Jahresbericht der Smithsonian Institution" zu Washington, D. C., wird constatirt, daß die Büffelheerde im Yellow-stone-Park, welche im vorigen Jahre noch mehrere Hundert Stück dieser Thiere zahlte, auf 60 oder noch wen! zcr zusammengeschmolzen ist und daß hald aar nichts mehr davon übrig sein trird. W5NN der muthwilligcn Tödtung ver Thiere nicht aus irgend emz DZeise. Einhalt gethan wird, Da die jetzigen JräventivN'.ittel slch als unzulänglich erwiesen hab:n. so wird befürwortet, den Rest der Thiere nach dem zoologi schen Nationalpark in Washington zu verbringen
Der Prinzenrünb von Neuenburg.
Die Entführung der drei abyssinischen Prinzen Lidsche Gugsa Darge, Lidsche Kettau und Ato Afwork.welche, wie berichtet, aus einem ErziehungsInstitute in Neuenburg in der Schweiz durch einen Italiener nach Lugano und dann nach Massaua gebracht wurden, findet in den italienischen Blättern eingehende Erörterung. Die Tribuna" berichtet: Doctor Traversi war mit dem Prinzen Lidsche Gugsa eng befreundet und stand in regem brieflichen Verkehr mit ihm; auch begab er sich einst nach Neuchatel, um den dreien einen Besuch abzustatten. Der junge Prinz litt seit einiger Zeit an einem Bronchial-Katanh,' die schweizerischen Aerzte ordneten einen Luftwechsel an und riethen die Rückkehr nach Abysstnien an. (?) Dr. Traversi theilte dies dem Ministerium des Aeußeren mit, welches keinen Anstand nahm, seine Einwilligung zu gehn. Die jungen Abyssinier verließen daraufNeuenburg und begaben sich nach Rom, aber auf der Durchreise in Florenz wurde auf Veranlassung des Dr. Traversi noch ein Specialist für Lungenkrankheiten consultirt. welcher die Ansicht, es sei der Kranke in seine Heimath zurückzuschicken, bestätigte. Dr. Traversi begleitete deshalb schließt die halbamtliche Mittheilung seinen jungen Freund und die beiden Anderen nach Neapel, schiffte sie nach der Erythräa ein, wo e die Gäste des Gouverneurs und mit aller Zuvorkommenheit behandelt sein werden." Die N. Züricher Ztg." bemerkt zu dieser Darstellung, daß für die Familien der im Lager von Ras Makonnen gefangen gehaltenen italienischen Officiere und Unterofficiere dieses Einfangen der jungen Abyssinier ein großer Trost sein werde, denn sie dürfen nun hoffen, daß es viel leichter sein wird, für ihre Lieben die Freilassung zu erwirken. Der italienische Minister des Aeußeren hatte de:n Commandanten, des afrikanischen Depots in Neapel angewiesen, drei Plahe erster Classe auf dem Dampfer .Zosforo" für drei Ständespersonen reserviren zu lassen, und ihm Auftrag ertheilt, sie mit aller Rücksicht zu behandeln, am Osficiertisch zu verpflegen und ihnen sorgsältige Bedienung zukommen zu lassen. Ganz besonders aber wurde er beauftragt, zu verhüten, daß die drei Abyssinier unter irgend einem Verwände das italienische Territorium, das heißt das -Schiff verließen, sie in den Häfen streng zu bewachen, damit sie nicht an's Land gingen und sie in Massaua der Militärbehörde zu übergeben, die bezügliche Anweisungen erhalten habe. Der Fansulla", der sich direkt im Ministerium des Auswärtigen zu informiren pflegt, schreibt, Gugsa sei vielleicht bestimmt, mit Einwilligung und Unterstützung der italienischen Regierung der Nachfolger Menelik's zu werden. Gugsa rühmt sich, wie man sagt, größerer Rechte auf die Erbschaft Menelik's, da er im Mannsstamm mit ihm verwandt ist. während Makonnen ein Vetter des Negus von Frauenseite her ist, als Sohn einer Schwester des Vaters von Menelik. Die alten Abyssinier sehen indessen Menelik wie seine Vorgänger Johannes und Theodor als Usurpatoren an, welche die rechtmäßigen Nachkommen Salomons au3 ihren Rechten verdrängt hatten. Menelik ist allerdings in weiblicher Linie ein Vischen mit diesen verwandt; die wahren Nachkommen Salomons und der Königin von Saba (wenigstens diejenigen, die dafür gelten), leben arm und fast ungenannt in Gondar; hier werden sie indessen von der Bevölkerung wie Souveräne verehrt und mit dem Titel aizie (Majestät) angeredet.'' Aus diesen Andeutungen geht hervor, daß die Italiener nicht übel Lust hatten, den Prinzen Gugsa gleichzeitig als Geisel zu benutzen und als Prätendenten auszuspielen. Aber Menelik hat einen etwa zwölfjährigen Enkel, der von den Abyssiniern als sein Nachfolger betrachtet wird; Gugsa selbst hat etliche ältere Brüder, die vor ihm an die Reihe kämen, wenn die ffrone auf den Stamm seines Vaters, des Ras Darge, übergehen sollte. Die Regierung des Cantos Neuenbürg hat dem Bundesrath einen officiellen Bericht über die Affaire zugehen lassen. AuS demselben ergibt es sich, daß nicht eigentlicher Raub mit Verletzung völkerrechtlicher Grundsätze vorliege, sondern daß die Prinzen durch List und falsche Vorspiegelangen auf italienisches Gebiet gelockt worden seien. Der Branntwein in Norwegen. Die scharfen Bestimmungen deS am 1. Januar in Norwegen in Kraft getretenen neuen Branntweingesetzes haben in jenem Lande Verhältnisse geschaffen, die Vielen sehr auffallend vorkommen werden. Der Reisende beispielsweise, der jetzt in einem der Gasthöfe von Christian! an einem Samstag Nachmittag nach 1 Uhr eintrifft und nach einem autm Trovfen
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kommt vor Montag Morgen 8 Uhr nicht einen einzigen Tropfen Spirituosen, selbst nicht auf seinem eigenen Zilamer, und ebenso ist es in allen Cafs, Restaurants u. s. w. Es kann aber in Zukunft noch ganz anders kommen. Nach dem neuen norwegischen Branntweingesetze liegt aller Kleinhandel mit Branntwein ausschließlich in den Händen von Branntweingesellschaften, deren bisher 51 In ebenso vielen Städten bestanden. In elf Städten hat aber der Branntweinverkauf bereits gänzlich aufgehört; hier war daö Recht des Ausschanks zu Neujahr abgelaufen, rd nach dem neuen Gesetze hatten alle Männer und Frauen der Stadt das Recht, darüber abzustimmen, ob im Umkreise der Gemeinde ein Branntweinausschank zuzulassen sei. Nur in zwei Städten fand sich für die Gesellschaften eine branntweinfreundliche Mehrheit. DaS neue Gesetz verdankt seine Entstehung der Rührigkeit der Mäßigkeitsvereine, die augenblicklich viel Wind in den Segeln haben, und es ist alle Aussicht vorhanden, daß in absehbarer Zeit der größte Theil der norwegischen Städte ohne Branntweinausschank ist. In diesem Jahre kommen neun Gesellscbaften zur Abstimmung. 1897 elf, 1893 zwölf und 1899 die letzten sechs, unter denen sich auch Christian! befinden wird". Aber trotz des scharfen Vorgehens gegen dm Branntweinverbrauch wird natürlich selbst nach Ausrodung der Gesellschaften noch Branntwein zu haben sein, da die Großhändler ja nicht von der Abstimmung betroffen werden. Da diese aber nicht Quantitäten unter 240 Liter verkaufen dürfen, wird sich jedenfalls ein lebhafter Schmuggel und Schleichhandel ausbilden, wie sich auch viele ihren Branntwein aus den Nachbarländern schicken lassen werden. Auf alle Fälle wird indessen , der auf diese Weise erzielte Umsatz gegen die 3 Millionen Liter Branntwein, die von den Gesellschaften in den letzten Jahren umgesetzt worden sind, eine verschwindende Rolle spielen. Im Bierausschank hat die Mäßigkeitsbewegung in Christiania gleichfalls an Sonntagen eine erhebliche Beschränkung herbeigeführt und eine Revision der gesetzlichen Bestimmungen über den Ausschank von Bier und Wein ist nur noch eine Frage der Zeit.. Wie nicht anders zu erwarten, hat die Niederstimmung der Branntweingesellschaften in den genannten elf Städten viel böses Blut gemacht, und einige Gesellschaften schicken sich an. Schadenersatz zu fordern. Jedenfalls ist das neue norwegische Branntweingesetz auf dem Gebiete der Mäßigkeitsbcwegung daS wichtigste Ereigniß. das auch im Auslande Aufmerksamkeit erregt hat. Hiesiges. Neue Nlagen. Mary E. Smith gegen William F Smith. Scheidungsklage wegen schlech ter Versorgung etc. Diebe suchten gestern Abend vor 10 Uhr die Wohnung deö Apotheker 3. N. HeimS an Ost Vermont Str. heim. Ein überheizter Ofen richtete in der Journal Job Printing Office, 136 W. Maryland Str , einen Schaden von etwa $20 an. EP Jivinsl Harcy, ein Arbeiter für Lilly & Stahlnacker wurde gestern unter der Anklage des Diebftahls verhaftet. Er hatte nach und nach Waaren im Werth von $200 gestohlen. Manriee White hatte die Waaren wieder für ihn verkauft und wurde unter der Anklage, gestohlene Waaren in Empfang genommen zu haben, verhaftet. Die auffallendsten Heilungen von Skrofeln, die man kennt, sind mittelst Hood's Sarsaparilla erzielt. . Dieses Mittel sucht seine Elei. chen bei Blutkrankheiten. Gebraucht nur H o o d'S. Hood'S Pillen sind mit der Hand gemacht und völlig gleich Größe und Gewicht. 25. 3n der verflossenen Woche wurden 66 Geburten und 41 TodeSfaäe angemeldet. Ansteckende Krankheiten wurden angemeldet Masern 14 Fälle, Scharlach 8 Fälle, Diphteritiö 9 Fälle. HeirathSerlaubnißscheine wurden 23 ausgestellt. Bis jetzt durden 684 Milchlizensen ausgestellt. Mucho'S Eigarrenladen befindet sich in No. 199 Oft Washington Str.
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