Indiana Tribüne, Volume 19, Number 132, Indianapolis, Marion County, 30 January 1896 — Page 2

FnSiana Tribüne. Erscheint Täglich uud Sonutagv Tie täslie .Tribüne" kostet durch den Träger 22 CcntS per Woche, He EonntagS,Tribüne"S Ce 18 per Woche. Seide iufamen 15 EentS $Ur 63 Cents fcct Etoaat. Per Post außerhalb de, (ttbt zugeschickt In Boraukbezahlung V ptt iZahr.

OflUi 18 Süd matama Straße. Indianapoltö, Ind., 30. Ianuar.IL96. vnglandSErnährungimFallt eZneS Krieges. Man ha! der englischen Politik oft nachgesagt, daß sie bei der'Wahrnehrnung britischer Interessen in der Neg?l anmaßend und rücksichtslos auf tritt, daß sie aber, sobald eine ernstliche Kriegsgefahr droht, unrühmlich i'.sd selbst unter Hintansetzung der nationalen Würde den Rückzug antritt. Vielleicht vergißt man dabei sehr häufig einen wesentlichen Grund, nämlich, daß England im Falle eines Krieges nicht allein einen äußeren, sondern auch einen inneren Feind zu bekämpfen haben würde. Dieser innere Feind heißt Hungersnoth. England ist Industriestaat, und an Nahrungsmitteln erzeugt es gegenwärtig weniger als die Hälfte seines Bedarfs. Während England sich in der Neuzeit fast ausschließlich dem Handel und der Jndurie gewidmet hak, ist es mit dem Ackerbau erstaunlich schnell abwärts gegangen, und der gegenwärtige Verbrauch von Weizen beläuft sich für das Vereinigte Königreich jährlich auf 33,000.000 Quarters. während das Land selbst nur 7,200, 000 Quarters, d. h. also weniger als ein Viertel des ganzen Bedarfs hervorbringt. Mit anderen Worten bedeutet dies, daß die Einwohner des Vereinigten Königreichs 90 Tage im Jahre vom eigenen Brote leben und 275 Tage auf die Einfuhr vom Auslande angewiesen sind. Wenn uns zur Zeit eines Krieges so schrieb kürzlich ein englischer Marine Officier, .die unumschränkte Herrschaft zur See verloren ginge, so würde in Folge des Aufhörens der Zufuhr von Rohmaterial die Hälfte unserer Bevölkerung arbeitslos und brotlos werden; die Preise aller Nahrungsmittel würden bis zu einer unerschwinglichen Höhe sieigen; Handel und Gewerbe im . ganzen Lande würden lahm gelegt werden; unsere Kaufleute würden sich dem Bankerott und völligem Zugrundegehen ausgesetzt sehen; aber eine weitere Folge würde vielleicht sein, daß. wenn wir die verlorene Seeherrschaft nicht wieder gewännen, wir jedwede Bedingung annehmen müßten, die es unsern Siegern beliebte, uns aufzuerlegen; daß man uns, obwohl kein einziger fremder Soldat an unserer Küste gelandet worden wäre. Kriegskosten so groß wie unsere Nationalschuld aufbürden könnte; und daß England vernichtet und entehrt dastünde." Die Frage, ob die britische Marine im Stanke ist, im Kriegsfall sich alle Schifffahrtsstraßen offen zu halten, um das Land vor dem Aushungern zu schützen, ist natürlich unter dem Dränge der beunruhigenden Ereignisse der letzten Monate wieder vielfach und lebhaft erörtert worden. Eine Commission von britischen Admiralen, der diese Frage vorlag, äußerte sich dahin, daß im Kriegsfall die Existenz des Landes nur dann gesichert sei, wenn die Flotte stark genug wäre, um die feindlichen Geschwader in ihren eigenen Häfen festzuhalten und zu blockiren, und daß die blockirenden Kriegsschiffe unter den günstigsten Umständen zu den blocklrten mindestens in dem Verhältniß von vier zu drei stehen müßten. In diesem als nothwendig erachteten numerischen Verhältniß befindet sich aber die englische Seemacht bekanntermaßen nicht einmal den vereinigten Flotten von Rußland und Frankreich gegenüber; diel weniger aber noch würde England seine überseeischen Verbindüngen aufrecht erhalten können, wenn es, was ja bei der- derzeitigen politischen Constellation gar nicht zu den Unmöglichkeiten gehört, sich gegen drei oder vier Mächte zugleich zu wehren hätte. Die Erkenntniß dieser Gefahr hat jüngsthin eine Anzahl von hervorragenden und einflußreichen Männern veranlaßt, unter dem Namen Naval League" einen großen Verband zu bilden, dessen Aufgabe es sein soll, im ganzen Lande eine so mächtige Agitation in Scene zu setzen, daß das Volk auf seine Vertreter und die Vertreter auf die Regierung einen so unwiderstehlichen Druck ausüben, daß Letztere sich entschließen muß. eine großartige und gewaltige Flotte zu schaffen, die jeder Combination von drei oder vier Mächten gewachsen ist und die unbedingte Seeherrschaft Englands ein für alle Mal sicher stellt. Es ist kaum zu bezweifeln, daß England die Mittel zu Gebote stehen, um eine solche Flotte zu bauen. Zweifelhafter aber erscheint es, ob die Mächte, die seine jetzige Verwundbai.keit kennen, ihmZeit genug lassen werden, um eine derartige Absicht zu vernxlliqtn SroßkS Schwefellan?. Im Allgemeinen ist das Innere des mexikanischen Staates Niedercalifornien noch herzlich wenig bekannt. Wenn Alles zutrifft, was neuerdings über die gewaltigen dort vorkommenden Schwefel Lagrt berichtet wird, so dürfte das Land küntiI eine der hervorragendsten Rollen in dieser Hinsicht spielen, während es bisher in Artikeln über Schwefel Länder kaum erwähnt wurde. Ein Californier, welcher kürzlich mit einer Partie von Bekannten, und begleitet von einer Anzahl als Führer dienender Cocopah - Indianer, die südliche Sycypaö.- GebiuZKtl m

oer östlichen Seite von Niedercalifornien. besuchte, theilt über seine Ersahrungen u. A. mit: Wir fuhren in einem offenen Boote den Coloradosluß hinab bis zur Mündung von Hardy's Colorado, und sodann den letzteren Strom hinauf, bis wir uns in nächster Nähe von riesigen Schwefel - Minen befanden, die alle unsere Erwartungen übertrafen. Diese Lagerungen lassen sich beinahe 'als kleine Schwefelberge bezeichnen und enthalten durchschnittlich etwa 87 Procent reinen Schwefel. Das erscheint als ein überaus günstiges Verhältniß, wenn man bedenkt, daß sogar raffinirter Schwefel zu nicht mehr als 93 Procent rein ist. Man braucht hier eigentlich weiter. nichts zuthun, als diesen Schwefel in Säcke zu schaufeln und fort zu Markte zu bringen; für alle gewöhnlichen Zwecke ist er ohne Weiteres brauchbar, besonders aber für die Herstellung von Schwefelsäure. Einer der Schwefclhügel ist über 15 Fuß hoch und reichlich 150 Fuß weit. und das Alles reiner Schwefel! Am Fuße dieser Erhöhung ist bereits ein Schacht von 60 Fuß Tiefe angelegt worden, und derselbe geht ebenfalls durch lavier reinen Schwefel hindurch. Man geht jetzt daran, diese colossalen Lagr zum ersten Male systematisch auszubeuten, und dürfte bald ungeheure Quantitäten von da in den Handel bringen. .,,, DerNestor aller Falschmünzer und Mondscheinler.

Auf das Machtgebot des Präsidenten Cleveland haben sich jüngst die Zuchthauspforten einem alten Uebelthäter geöffnet, dem wohl Niemand das Prädicat Nestor aller Falschmünzer und Mondscheinler" mit Erfolg streitig machen wird. Der Mann William Norris ist ein Bewohner der wildromantischen Berge von De Kalb Couny im Staate Georgia und dieser Tage wird Grandpop" Norris. wie er dort allgemein heißt, inmitten seiner Freunde außer seiner unerwarteten Freilassung seinen 99. Geburtstag feiern. Gnmdpop" Norris kann auf ein Leben zurückblicken, das an Wechselfällen überreich ist. Er hat sich sein tägliches Brot schlecht und recht als Uhrmacher verdient, den Gesetzen zum Trotz MondscheinWhisky sowie falsches Geld gemacht und ist in längst verflossenen Tagen wandernder Verkündiger des Evangeliums gewesen, wie er sich auch einstmals im Besitz einer Goldmine bcfunden hat. Geboren wurde Norris im Jahre 1797 im Greenville District von Süd-Carolina und trotzdem sein Vater in einem Seetreffen des Krieges von 1812 fiel, erhielt er in seiner Jugend eine für die damalige Zeit gute Erziehung. Da er besonderes Talent für mechanische Fertigkeiten bekundete, ließ man ihn die Uhrmacher erlernen. Seine Geschicklichkeit und Zuverlässigkeit schienen Garantie für sein gutes Fortkommen in der Welt, um so mehr als er sich mit einem braven Mädchen verheirathete und mit seiner Frau eine glückliche Ehe führte. Allein es sollte anders kommen. Sein Weib starb bald und nun ging es den Krebsgang, bis er schließlich die Uhrmacher an den Nagel hängte und Wanderprediger wurde. Als solcher kam er in das County De Kalb und nachdem er sich dort zum zweiten Male verheirathet hatte, etablirte er zum zweiten Male ein Uhrmachergeschäft. Nach kurzer Zeit raubte ihm der Tod die zweite Frau und nun zog Norris gen Westen, wo er 25 Jahre lang ein abenteuerliches Leben führte. In diesen Jahren war er bald dies, bald jenes: Prediger, Soldat, Fallensteller, Minenbesitzer, Schankwirth, Artist u. s. w. In seiner Heimath war er bereits vergessen, als er gegen Ende des Bürgerkrieges dort wieder auftauchte und sich nunmehr dauernd in De Kalb niederließ. Trotzdem er nahezu 70 Jahre zählte, war er gesund und robust wie ein Vierzigjähriger und nachdem er sich in den Bergen ein Nest gebaut, führte er ein Fräulein Fitts aus Cherokee County als drittes D?eib heim. Dieser letzten Ehe entsprossen 5 Kinder, welche sämmtlich in De Kalb County ansäßig sind. Im Besitz großer mechanischer Fertigkeiten wurde Norris im Laufe der Jahre- ein Meister auf dem Gebiete der Falschmünzerei und Mondscheinler. aus denen sich seine Nachbarn zum größten Theile zusammensetzten. Er gilt als der Erfinder des sogenannten Maschfaß Destillerapparats, dessen Benutzung der Herstellung von Mondschein-Whisky m jenen Bergen eine Zeit lang einen gewaltigen Aufschwung gab. Dieser Apparat war klein und ließ sich in einem gewöhnlichen Waschfasse leicht anbringen. Kamen Onkel Sam's Steuerbeamte einem Mondscheinler zu nahe auf die Fersen, so stellte der Bursche ein Waschfaß, in dem der Apparat versteckt war, umgekehrt an seine BlockHütte und der Beamte 309 nichts ahnend weiter, denn Niemand verfiel darauf, daß daZ nützliche Hausgeräth die gesuchte Contrebande enthielt. Aber der Krug geht so lange zum Wasser, bis er bricht. Ein besonders schlauer Schnüffler kam hinter den Rummel und damit hatte die Wasch-faß-Distillerie ein Ende. Norris wurde bald darauf als Mondscheinler verhaftet und als es zur Verhandlung kam, humpelte ein eisgrauer, halb blinder Mann vor den Richter. Norris, der wohl wußte, daß ihm Leugnen nichts helfen würde, legte ein osfenes Geständniß ab und der Richter ließ ihn laufen in dem Wahne, einen Mann, der bereits mit einem Fuß im Grabe stand vor sich zu haben. Eine halbe Stunde später hatte Norris die Krücken wegge."oorfen und tanzte in ausgelassenster Weise einen Jig". Im verflossenen Sommer wurde er abermals verhaftet und zwar unter der Anklage der Falschmünzerei. Bei einer Durchsuchung seines Hauses wurde eine Menge von Formen und eine Unmasse von falschem Gelde gefunden so daß seine Verurtbeiluna in

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einem Jahr unv einem Tage Zuchthaus erfolgte, welche Strafe er in der Strafanstalt von Kings County im Staate New Fork verbüßen sollte. Nunmehr bat er, ihn in dem Gesängniß von Fort Payne zu belassen, da er. seine geliebten Berge vor Augen, zu sterben wünschte. Ein RegierungsArzt untersuchte den Berurtheilten und fand Narben von einem Schädelbruch, einem Bruch deZ Brustbeines sowie anderen Verletzungen an ihm vor und auf einen entsprechenden Vericht hin würd: die-Bitte des alten Uebelthäters erfüllt. Bald darauf verwandten sich einflußreiche Bürger von Birmingham für ihn, und nachdem er einige Monate abgesessen, ist er jetzt vom Präsidenten Cleveland begnadigt worden. Grandpop" Norris, der in seiner Jugend in den Kämpfen gegen die Seminolen gefochten und an dem mexicanischen Kriege theilgenommen hat, will die ihm noch beschiedenenTage in Ruhe und Frieden verleben und dazu soll ihm Onkel Sam die Mittel liefern. Er behauptet nämlich als Veteran zu einer Pension berechtigt zu fein und um Bewilligung einer solchen gedenkt er -ohne Verzug einzukommen. Unterseeische Netallsucher. Zu was Allem der Mensch fähig ist, wenn es gilt, etwas zu gewinnen, dafür bietet sich auch zu Betallock in Alaska, unweit des Cap Cornwall, ein recht bemerkenswerthes Belspiel. Betallock streckt sich kühnlich in das Meer hinaus und besteht hauptsächlich aus riesigen Massen Hornblende, die von Schieserwallen verkleidet sind, geqen welche beständig das Meer an brandet. Und gerade hier hat der Mensch sich in die Tiefe gewagt; er steigt fadentief unter das Meer hinab und kommt mit Kupfer- oder Zmnerzen. mitunter auch Golderz, wieder herauf. Die Erze werden dann nach größeren Lagerplätzen weggefahren, wo erfahrene Männer, Weiber und Kinder damit beschäftigt sind, das Metall auszuscheiden. Manchmal getraut sich ein Besucher in die unterseeischen Gänge hinab; eine Weile sieht und hört er fast gar nichts, bis er endlich in unbestimmtem Lichte die Gnomen" bei ihrer Arbeit bemerkt. Da und dort fordert ihn vielleicht sein Führer auf, einem seltsamen Schall zu lauschen: das kommt von den Wogen oben und von dem Reiben der Steine des Meeresgrundes. Und wenn ihm dann der Führer noch gar erzählt, an einigen Stellen sei das Erz schon so weit entfernt worden, daß ein Dach von nur noch 6 Fuß Dicke übrig geblieben sei, dann wird es dem Fremden todesangst und er sucht so schnell wie möglich wieder die Oberfläche zu erreichen. Manche der Schachtgänge gehen unter dem Meere weg noch eine gute Strecke in das Land hinein; die größte Tiefe, welche man bis jetzt bei den Grabungen erreicht bat, beträgt, von der Erdoberfläche an gerechnet, etwa 2000 Fuß. An und für sich ist diese Bergwerkerei eine ziemlich dankbare. Muse Thalia zu Wasser. Kürzlich gincj durch mehrere nördliche angloamenkanische Zeitungen ein Artikel, welcher in einer Anzahl Flußstädten am Mississippi und etlichen Nebenströmen desselben Verwunderung erregte, und zwar wegen seiner auffälligen Irrigkeit. Es war da von einem Plan, ein schwimmendes Theater zu errichten, wie von etwas Neuem für unser Land die Rede, und es wurde weiterhin behauptet, daß dieser Gedanke zuerst in Nußland verwirklicht worden sei. Thatsächlich ist aber die Idee von Haus aus eine amerikanische und entschiedenMississippianische". Schon seit einer Reihe Jahren gehört dasTheaterboot zu den typischen Erscheinungen des Mississippi und einiger seiner Nebenflüsse, und die betreffenden Uferbewohner sahen es beinahe als eine Lücke der Naturordnung an, wenn nicht mindestens Ein solches Boot eine reguläre Kunstfahrt während der Saison machte. Und von derSchiffsflotte auf dem Jllinoisfluß bildet daö schwimmende Theater einen ständigen Theil. Am meisten machten sich die beiden Theaterboote von Capitän A. B. French bekannt, welche die schönsten ihrer Art sind. Frenchs Spiel-Gebiet erstreckt sich vom Monongahela bis zum Golf von Mexico, und von St. Paul bis nach New Orleans, und wenn erst einmal der neue SchiffsWasserweg nach dem Michigansee eröffnet ist, so wird auch die Menschheit in Chicago und anderen erreichbaren Städten mit French's New Sensa-tions"-beglückt werden. Zur Zeit halten sich French und seine tüchtige Gemahlin welche gleichzeitig die Lcnkerin eines der Theaterboote ist in südlichen Gewässern auf, wo sie schon seit 20 Jahren ziemlich regelmäßig spielen. Allem Anschein nach sind diese Unternehmungen ganz lohnende, wenigstens für das besagte Ehepaar. Mehrere andere Theaterboote haben freilich Schiffbruch- gelitten, aber nach Frenchs Versicherung nur deshalb, weil dort ein zu lüderlicher Ton herrschte, , während bei ihm streng auf Anstand und Moralität gesehen werde. Die erste Kunde, daß wieder ein Theaterboot da ist,- erhalten die Bewohner der Flußstädte unmittelbar durch das Boot selbst, indem plötzlich das kräftige Spiel einer mit Dampf bewegten Clliope" die Stille deö Morgens unterbricht. In einer klei nen Flußstadt genügt dies, um binnen fünf Minuten die ganze Jugend am Flußufer zu versammeln, und es ist, 2vßer dem späteren . Umzug einer Vlechmusik-Kapelle durch die Straßen, die einzige Reclame. Auffallende Placate, Zeitungsanzngen u. s. w, braucht man nicht, was schon allein eine bedeutende Ersparniß bildet. Abends gibt es noch einmal Blechmusik und .Calliope". , . ...

Im vorigen Jahre ist das Hauptboot Frenchs bedeutend verschönert aus den Händen des Decorateurs hervorgegangen, welcher alle Seiten mit Landschaften bemalte und das Innere wirklich so vollkommen ausschmückte, wie man für dergleichen nur erwarten kann. Wenn man sich einmal im Boot befindet, kann man sich kaum vorstellen, daß man wo anders ist, als in einem d:r elegantesten Theater, mit reaelrccht eingetheiltem und auZgestattetem Zuschauer - Raum, tadelloser Bühnen- und Orchester-Ausrüstung und elektrischer Beleuchtung. Sitzanweiser bedienen die Kommenden, und es herrscht eine Ordnung, welche einem Theil des besuchenden Publi--kums beinahe zu musterhaft ist. French pflegt hauptsächlich dasVaude-ville-Schauspiel besserer Gattung. Wie schon angedeutet, sind die Kosten des Unternehmens, abgesehen von den anfänglichen Auslagen, nicht eben groß, zumal die Schauspieler nicht die Gagen, '.velche sie auf der eigentlichen Bühne erhalten, hier kriegen oder auch nur erwarten. Gewöhnlich betrachten die Mimen das Ganze nur als eine Art Sommerserien Beschäftigung, wobei sie sich von dem Staub, dem Gewühl, der schlechten Luft und den vielen Extra-Strapazen der großen Städte erholen können. Gewöhnlich werden nach jeder Vorstellung die Gagen ausbezahlt, wenn es überhaupt solche gibt, denn es ist auch schon vorgekommen, daß die Leute blos für Wohnung und Kost spielten. Das Publikum hat gewöhnlich 25 Cents für allgemeinen Zutritt zu berappen, 10 Cents extra für reservirte Sitze, und 15 Cents für die Gallerie. Ein gutbesetztes HauS ist bei diesen Bedingungen nicht weniger, als $125 werth. Für jeden Spieltag betragen die Kosten des Unternehmers insge sammt etwa $70. .Im Vordertheil des Bootes bewohnen die Mimen hübsch eingerichtete Zimmer, und für die Damen wie fllr die Herren aibt es auch gemeinschaft-

liche Gesellschaftsräume. Hinter und unter der Buhne befindet sich das Speisezimmer, das während der Nacht als Pflanzenhaus benutzt wird. Die Bühnenbediensteten und Maschinisten hausen im hinteren Theil des BooteS. An Räumen für Pferde und an einem Hundehäuschen fehlt es auch nicht. Die Ritter und Edelfräulein vom schwimmenden Thespiskarren" erscheinen nicht durch Bahn- und Omnibusfahrten oder sonstwie abgehetzt, oder an den Folgen zu frühen Aufstehens leidend, auf der Bühne, sondern vielmehr erfrischt, nachdem sie den Tag über gefischt oder gejagt oder gerudert haben. Und manchmal denken sie mitleidig an Collegen, welche irgendwo auf trockenem Lande gestrandet sind, und deren Habseligkeiten sich vielleicht in den Händen eines Dorf-Constablers befinden. Jhüen selbst kann so etwas nicht leicht passiren. schlimmstenfalls könnte das Boot rasch seinen Ankerplatz verlassen und stromabwärts treiben, wenn der Director keine Kohlen mehr kaufen könnte, um gegen den Strom zu fahren. Dann ade, ülan chäcr! Salonräuber. Zur Stunde spricht in Paris Niemand mehr von den Gaunercelebritäten Arton. Herz, Soulignoux. von Panama, Südbahn und Parlamentär!scher Bestechung im Allgemeinen, dafür hat sich aber alle Welt in die an dem verstorbenen Trainsoldaten Lebaudy. dem millionenreichen petit sucrier", verübten Bestechungen verbissen, und gesprochen wird fast nur vom Grafen de Cesti. vom Vicomte de Civry. von Rosenthal-Saint-Cere.von zwei in dieselbe Sache verwickelten durchgegangenen Bankiers, von einer ganzen Reihe von Zeitungsleuten, die angeblich noch verhaftet werden sollen, von einer Anzahl von Officieren. die in die Erpressungsgeschichten, und von anderen, die in Spionagegeschichten verwickelt sein sollen. Man munkelt sogar von seltsam düsteren Hochver-raths-Complotten und holt den verstaubten Namen des weiland Hauptmanns Dreyfus wieder hervor, um seinen räthselhaften Hochverrathsroman mit Civry und Rosenthal zu verknüpfen. Die Enthüllungen in dem Lebaudy-Skandal erinnern an Balzac's Gestalten. Menschen, ganz wie er sie gezeichnet und wie mancher Kritiker sie für unmöglich erklärt hätte, gehen heute beim Pariser Untersuchungsrichter ein und aus. Unter diesen Salonräubern sind Gras Werther de Cesti", Vicomte de Civry- und von Rosenthal-Saint-Cere- die Vemerkenswerthesten und die folgenden Mittheilungen über diese Viedermänner dürften daher von Interesse sein. Graf Werther de Cesti. Dragonerofficier a. D.", wie er sich nennt, ist der Sohn eines deutschen Juden und einer Italienerin, und hieß ursprünglich Wertheimer. Er ist jetzt etwa 33 Jahre alt, war nie Officier, und tauchte vor etwa 12 Jahren in Paris auf und machte stets großen Aufwand. Die Mittel dazu bestritt er aus gröberen und feineren Erpressungen. Er hatte seinen Theil am Boulangismus, und leistete dann der Geheimpolizei Dienste. Er rühmte sich, Akten über 30.000 Personen zu besitzen, die für ihn sehr einträglich waren. Er verwerthete sie zumeist in dem Blatte Le Correspondant", das in der Regel nur fllr die Personen erschien, die gerupft werden sollten. Ulric de Civry ist der Hauptführer des Processes gegen die Stadt Genf wegen Herausgabe des Braunschweiger Erbes. Er ist der Sohn eines August du Collin de Civry und jener Gräfin Elisabeth von Colrnar, welche Dame zu Anfang der sechziger Jahre einen Proceß gegen den Diamanteyherzog auf Anerkennung der Vaterschaft und einer Pen sion angestrengt und verloren hatte. Ulric de Civry übernahm nach dem Tode seines Vaters in seinem und seiner Geschwister Namen den Proceß; woher er die zur Führung desselben nöthigen enormen Summen bezog, ist iedt offenbar aenua. Dieses Ende des

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Abenteurers mag, wie der Berner Bund" bemerkt, auch einen Einfluß haben auf den Proceß gegen Genf, der jetzt vor dem Pariser Kassationshof anhängig ist. In erster Instanz und auch vor dem Appellationsgericht hat bekanntlich Genf, dys jedoch die Kompetenz der Pariser Gerichte nicht anerkennt, den Proceß verloren. Civry hat wegen Diebstahls bereits drei Jahre Gefängniß auf dem Kerbholz. Ueber Persönlichkeit und Herkunst St. Cere's entnehmen wir der Straßb. Post-, welche mit ihm manchen journalistischen Strauß gehabt hat, Folgendes: Hermann Rosenthal, der sich selbst den Namen Jaques Saint Cere verliehen hatte, war eine der seltsamen Erscheinungen, für die das Pariser Pflaster einen so geeigneten Nährboden findet. Er stammt von deutschen Eltern, war aber, seinen Behauptungen zufolge, denen indessen Niemand Glauben zu schenken verpflichtet ist, in Paris geboren. Seine Jugend soll er als Kaufmann verlebt haben, indessen gerieth er ,?och in jungen Jahren in die Schriftstellern, welche ihn zu schönen Erfolgen verhalf. Zuerst war er in Leipzig Mitarbeiter der Zeitschrift Auf der Höhe", welche der bekannte (voriges Jahr verstorbene) Schriftsteller Sacher-Masoch herausgab. Eines schönen Tages verschwand er von dort unter Mitnahme der Frau von Sacher-Masoch, die ihm nach Paris folgte. Später trennte er sich von dieser Dame, kam nach Berlin und lernte dort Paul Lindau kennen, dessen (zweite) Frau Anna, geborene Kalisch, eine Tochter des bekannten Possendichters, ihn nach Paris begleitete. wo er sie heirathete, nachdem ihre Ehe mit Paul Lindau geschieden worden war. Seitdem lebte Jaques St. Cere in der französischen Hauptstadt. Einigen deutschen Blättern hat er noch vor zwei Jahren eine Berichtigung gesandt. in der die Angabe, daß er von Nürnberg gebürtig sei, als eine Verläumdung" bezeichnete. Zwischen den Biedermännern Civry und Rosenthal-Saint-Cere bestand eine Verbindung auch auf der weiblichen Seite. Eine uneheliche Schwester Civry's war längere Zeit Rosenthals Geliebte. Wa5 den letzteren anbelangt.so waren seine Einnahmen groß, über 100.000 Francs jährlich, aber seine Ausgaben noch viel größer. Wetten. Spiel und Weiber verschlanaen sehr bedeutende Summen, und seine Verlegenheiten waren in weitem Kreise kein Geheimniß. Im Gaulois" wird als ein Beispiel seiner tollen Verschwendung erzählt, er habe zu Neujahr in einem vergangenen Jahre seiner Geliebten den ganzen Tag von Stunde zu Stunde Gesckenke yemacht. um 9 Uhr Morgens Obrknöpfe von Brillanten, um 10 Uhr kostbares Pelzwerk. um. 11 Uhr Silberzeug, am Mitwa prächtige Blumen, um eins tropische Früchte, um zwei werthvolle Spitzen, um drei einen wunderbaren alten Fächer, um vier einen Korb Cyverwein, um fünf einen russischen Kakoschnik mit großen Türkisen besetzt, um secks ein Toilettegeschirr in veraoldetem Silber, um sieben ein mit Edelsteinen besetztes Armband, um 8 Uhr ein neues bespanntes Coupee und um 9 Uhr Abends seine eigene interessante Verson. Diese dunkeln Ebrenmänner sorgten dafür, daß die Millionen, welche der alte Lebaudy zusammenqegaunert. nieder ibren natürlichen Wea gingen: Vit nerietben unier die Räuber, die männlichen wie die weiblichen. Parlamenlnrist?z7 Am 19. Dezember kam es in der belgischen Kammer, wie von Brüssel geschrieben wird, zu einem unerhörten Skandal, der einen erstaunlichen Abschluß fand. Der sozialistische Deputirte Defnet geißelte scharf die Haltung der Regierung ' und der klerikalen Mehrheit in der Militärfrage. Die Mehrheit führt hier ein Lustspiel auf. das mich an die FourberieS de Sca-pin-erinnert. Dort gibt es eine Per sönlichkeit, die im Interesse ihreS Herrn foilwährend Fußtritte in den Rücken erhält. Hier ist diese Person der Kriegsminister!" Stürmische Zwi schenrufe der Rechten. Der KriegLministet mit hochrothem Gesicht und voll Zorn aufspringend rief: Mein Herr! Sie werden mir Rechenschaft geben für diese Wote!" In aller Ruhe erwiderte Defnet: Beruhigen Sie sich, lassen Sie mich fortfahren!" Sie sind ein Unverschämter!- schrie der Kriegsminister. Machen wir nicht." erWiderte Defnet. aus diesem Lustspiele ein Trauerspiel; eö wird hier von der Mehrheit eine Komödie gespielt. Der Herr ist der Rechtensührer Woeste, der Bediente ist der Kriegsminister, oder wenn Sie wollen die Regierung, deren schmählicher Rückzug von dem Lande strenq beurtheilt werden wird! Glauben Sie mir, General..!- Sie ha ben rief der Kriegsminister, mich hier nicht General zu nennen. Ich verbiete Ihnen, mich anzureden!- Sie sind hier nicht in der Kaserne! - Wir sind hier die Herren, nicht die Mini-ster!-so ertönte eö von der Linken. Ich habe rief Defnet, von Ihnen iar keine Befehle zu empfangen, mein 1 ftö bin hier kraft des MandateS. das meine Wahler mir anverNaut haben, um der Regierung ihren Willen kund zu thun, und dieses Mandat werde ich bis an's Ende erfüllen. StetS werde ich Einspruch erheben gegen die Ungerechtigkeiten, die Sie den Armen aufbürden.- Wir werden,- erwioerte der Kriegsminister, unö außerhalb dieses Hauses auseinandersetzen.Jch stehe Ihnen zu Diensten, Generat," antwortete defnet, aber, wenn Sie nicht wollen, daß man sich über Sie lustig mache und über Ihre Erklärungen spotte, so hören Sie aus, der Spielball der Politik Ihrer Parte! zu sein!" Der Kriegsminister sandte sofort den . General Mareschal und den Deputaten Visart zu Desnet, um Erklärungen zu fordern. Defnet be auftragte die SozialistenfUhrer Vandervelde und Furnömont mit seiner Vertretung. -Die dier Herren traten zusammen.' die Vertreter DeknetS be-

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tonten, daß es sich nicht um eine persönliche Beleidigung des Generals Brassine, sondern um eine berechtigte Kritik der Haltung der Regierung handele, worauf alle vier Herren sich einigten, die Sache als erledigt anz' sehen und den Kammerpräsidenten zu ersuchen, den ganzen Vorgang aus dem stenographischen Berichte zu streichen. Kammerpräsident Beernaert, der bei dem ganzen Vorfalle eine wenig würdige, stumme Rolle gespielt hatte, stimmte demAnsuchen ohne weiteres zu. VvmJnlanve. Unweit von Jefferson. Ga., wurde dieser Tage ein wahres Ungethüm von einer Klapperschlange erschlagen. Die Bestie war 79 Zoll lang und hatte 21 Klappern. In Bowling Green. Ky.. hat ein Viedcrweib, welche Mutter von 21 lebenden Kindern ist, gegen ihren Gatten eine Ehescheidungsklage angestrengt. San Francisco ist von einem Vierkrieg bedroht. Eine Anzahl dortiger Brauer wird beschuldigt, das zwischen den Brauern getroffene Uebereinkommen verletzt zu haben, indem sie unter einem gewissen Preise verkauften und ein frischer fröhlicher Krieg scheint vor der Thüre zu stehen. Eine Pferde - Versteigerung. die jüngst in Lakeview. Or., stattfand, lieferte einen neuen Beweis von dem gewaltigen Preisrückgang, den diese Thiere erfahren haben. Im Durchschnitt wurde für ein gutes, gesundes Pferd nicht mehr als $6.50 bezahlt, ein Thier brachte sogar nur $1.50. Vierzig Studentinnen der State Normal School" zu Warrensbürg, Mo., haben einen Athletenclub organisirt und beabsichtigen, möglichst viel Zeit allen Leibesübungen zu widmen; aus Vloorners- und Sweatcrs" besteht die für alle Uebungen vorgeschriebene Tracht. Die Bewohner von Willapa. Wash., brauchen in diesem Winter ihre Häuser nicht zu' verlassen, wenn sie sich einen saftigen Wildbraten verschaffen wollen. In Folge der starken Schneefälle kommen zahlreiche Hirsche von den Bergen und es gehört durchaus nicht zu den Seltenheiten, das Wild in den Straßen zu sehen. Neulich wurde ein feister Hirsch m einem Garten erlegt. Die ergiebigste Sauer-kraut-Saison. welche man jemals im nördlichen Ohio zu verzeichnen hatte, war die des Jahres 1895. Nord-Ohio bildet das Centrum für die Sauer-kraut-Jndustrie in Onkel Sarn'S Lande. Eine kleine Ortschaft versandte allein 250 Eisenbahnwaggons voll Krautköpfe. Zwei Sauerkrautfabriken präparirten mehr als 2000 Tonnen der beliebten Speise. Ein County erntete ungefähr 7500 Tonnen Krautköpfe. Der Durchschnittspreis für eine Tonne stellte sich auf $5. ,,, Der Frau L o r e n z R. in Wieblingen. die an Gelenkrheumatismus darniederlieat. wurde, als sich dieselbe allein im Zimmer befand, von einer Katze die Nase vollständiq abgebissen. Da die bedauernswerthe Frau in Folge ihrer Krankheit den Körper nicht bewegen kann, war es ihr nicht möglich, das Thier abzuwehren. Ihr Schreien wurde nicht gehört, da sich zur kritischen Zeit Niemand im Haus, befand Dre Findlings-Sta-tistik des Königreichs Italien läßt die dortige Sittlichkeit in einem trau rigen Lichte erscheinen. In 54 von den 69 Provinzen der Monarchie gib! es Findelhäuser; in den übrigen 15 müssen die Communal- oder Provinzialbehörden direct für Unterbringung der nicht anerkannten Neu geborenen in Privathäusern sorgen. Am Ende des vorigen Jahres besän den sich in den Findelhäusern 103.. 419 Kinder; fast 39,000 waren bei Privatpersonen untergebracht; es mußte also aus Gemeinde- oder Provinzmitteln für mehr als 142.000 zumeist uneheliche Kinder gesorgt werden, was' eine Gesammtausgabe von über 15 Millionen Lire erfor derte. Geradezu erschreckend und ein Beweis fllr die manaelbafte Versorgung der vom Tage der Geburt an verlassenen Geschöpfe ist ihre Sterblich keit. Sie betrug 52 vom Hundert, während von . den nichtausgesetzten Kindern nur 17,4 vom Hundert verstarben. Am schlimmsten ist es in dieser Beziehung in Sizilien, Kalabrien. Kompanien und Venetien bestellt. JnElberseldsindzwei Menschen das Opfer eines Mordbuben geworden. Der 50 Jahre alte Maurer Josef. Du'Sa, ein arbeitsscheuer, wiederholt wegen Mißhandlung bestrafter Mensch, hat seine 19 Jahre alte Stieftochter, Emma Busch, nachdem er ein Sittlichkeitsverbrechen an ihr zu begehen versucht hatte, durch Hiebe mit einem Beile yetödtet und seine Frau lebensgefährlich verletzt. Duda ist erst vor Kurzem aus dem Gefängnisse entlassen und von seiner Frau,' die die gewöhnlichsten Tagelöhnerdienste verrichtete.um sich durchsLeben zu, schlagen, wieder aufgenommen worden. Wiederholt hat er seitdem seine Stieftochter mit unsittlichen Anträgen verfolgt und schließlich versuchte er, sie zu vergewaltigen. Er ergriff dann ein Beil und versetzte damit dem Mädchen mehrere Schläge auf den Kopf, daß der Schädelknochen zertrümmert wurde und das Gehirn herausspritzte. Der Tod trat sofort ein. Seiner Frau, die kurz nach die ser That nach Hause kam, brachte der Mörder ebenfalls mehrere Beilhiebe am Kopfe bei und ergriff dann, vor bei an den auf das Hilfegeschrei der tödtlich verletzten Frau herbeigelaufenen Nachbarn, die Flucht. Da in der Aufregung Niemand daran dachte, ihn zu verfolgen, ist er entkommen. Frau Düda wurde in's Krankenhaus gebracht; auch ihr ist der Schädel ge. spalten und das Gehirn blosgelegt, so daß die Erhaltung ihres Lebens nicht wahrscheinlich ist. .

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