Indiana Tribüne, Volume 19, Number 128, Indianapolis, Marion County, 26 January 1896 — Page 10
Zndwna Tribüne.
cilaac. Seemanns-Fatein. Von P. G. HeimS. Da war ich beim nach langen Iahren wieder einmal in dem alten lieben Nest an der See. Ich war mit meinem Schwager den Deich entlang gegangen, welcher der in die Nordsee mündenden Au wehrte, bei steigender Fluth Stadt und Aecker und Wiesen und Gärten zu überschwemmen, und der sich an den großen Seedeich anschloß, der dem Drängen ird Spülen des Nordmeeres einen Damm vorsetzte". Nun standen wir da, wo der Seedeich nach Norden abbog. Vor uns lag das Wattenmeer. Es war gerade hohle Ebbe. Soweit wir blickten: kein offenes Wasser, sondern jenes Gemisch von grauem Schlamm und grauem Wasser, in dem schon das Schiff des Pytheas von Massilia in der äußersten Thule sacken geblieben war: das Watt. Im Westen, geradeaus stad noch ein blutfarbiger Streifen Abendroth; uns zur Linken die zum Untergang neigende scharfgezeichnete blasse Sichel des Mondes. In die Priele und Wasserlöcher fiel schwacher, blinkender Silberglanz. Bleigrau, weithin gedehnt, lag es so vor uns: dort ein auf der Seite liegendes Boot, das auf die Fluth wartete, um sich wieder aufzurichten; geradeaus die mit Bojen und Baken abgesteckte Fahrrinne hinüber nach der großen Insel, die hier den Horizont abschloß. Eine eigenartige Welt; todtenstill, schwermüthig, farblos und doch voll packender Poesie in ihrer großartigen Einfachheit. Fernhin ein schriller MLwenschrei; die Fledermäuse mit lautlosem Flug uns um's Haupt flatternd; und ich stand und schaute hinaus in die herniedersinkende Nacht und ihre unergründliche, geheimnißvolle Ruhe. Na. nu komm, mien Jung'", sagte mein Schwager und schlug mich auf die Schulter; hast Du nun genug geschwärmt und gewundert? Kannst Du noch oft sehen; aber wenn der blanke Hans" beim Nordwest gegen die Deiche Sturm läuft, das habe ich doch noch lieber. Aber nun komm, nun wollen Wir uns bei Jan Diedrichz ein Glas Grog kaufen. Es fängt an kühl zu werden. Aber da paß auf; der alte Maat ist die größte Sehenswürdigkeit unserer guten Stadt; der lügt Dir.daß der selige Münchhausen gegen ihn als Waisenknabe zu taxiren ist. Aber laß Dir beileibe nichts merken, wenn die Sache etwas unwahrscheinlich wird, denn sonst schnappt er ab und thut den Mund nicht wieder auf. Nun komm; da unterm Deich hat er sich angebaut und verdient mit seinem Lügen ein schönes Stück Geld. Aber sein Grog und Bier ist auch gut." Also! Wir traten ein. Eme Heine Schenkstube mit einem schweren eichenen Tisch und ebensolchen Stühlen; eine mattbrennende Petroleumlampe in kardanischer Aufhängung an der Decke, obgleich in diesem Lokal höchstens einmal die Gäste, nie aber die Lampe Neigung zum Schlingern zeigte, und hinter dem mit allerlei Buddeln und Gläsern besetzten Büffet", vulgo Schenktisch, in eine bläuliche Tabakswölke gehüllt Jan Diedrichs. ein schwe,rer alter Seemann, der's seiner Zeit !auf blauem Wasser k:s zum Obermatrosen gebracht hatte und später als Küstenschiffer mit seiner Tjalk Anne Marie mit dem Zollkutter etwas auf Kriegsfuß gelebt hatte. Aber sie hatten dem alten Fuchs, der ein so furchtbar dummes Gesicht machen konnte, nie recht was anhaben können. Die grauen Augen plierten zu listig unter den dicken, buschigen Brauen hervor. Nun sei ganz still!" sagte mein Schwager leise in der Thür zu mir; es kommt alles von selbst." Wir setzten unö schweigend an das Ende des Tisches. Willst Du rauchen? fragte mein Schwager und hielt mlr seine Cigarrentasche hin. Danke!" Ich zündete mir eine an. So saßen wir still weiter. Außer uns saß in einer Ecke noch ein Gast im Zimmer; auch ein Seemann, der hier vor einem GlaS Rum zu An. ker gegangen war. Hinterm Schenktisch rührte sich nichts. Jan!" klang die tiefe Stimme des Fremden jetzt durch's Zimmer. .,Wa?" murrte es von dort her aus dem Tabaksqualm heraus. Dor is wen!" Freut mi!" Se w'llen wat to drinken, Jan! Denn känen se bat jo seggen!" Wieder eine Weile Stille. Jan!" rief mein Schwager jetzt. .. Wa?" JZtott GlaZ Groq; vun besten!" Dat dersteiht sick!" knurrt Jan und geht langsam und würdevoll an das Geschäft deö Mischns. Nun bringt er das gut dustende Setränk hran. Seven Stars Cognac!" sagt er kurz mit. tiefer Stimme. Dat is min Swager. Jan!" So?" . Kommt von wiet her!" Na. denn laten Se sick ixn Grog man smecken!" sagt Jan und macht Anstalten abzufallen und seinen alten Ankerplatz wieder auszusuchen. Jan. min Jung, wo weer dat.wenn Du en lütte Glas Grog mit uns drinUn dedst? Wi gewen een ut!" Da leet sick ja äwer reden!" sagt Jan; ick heww dor wieder nicks gegen!" Und so saßen wir denn bald zu dritt am Tisch und stießen an: .Prosts '
Ja, Fritz." sagte mein Schwager nach einer Weile, schau Dir nur 'mal den alten Diedrichs an. Dat is 'n ganzen Kerl. Waö meinst Du, wenn der erzählen wollte! Der hat 'was erlebt. Aber er thut'S nicht gern!" Ji junget F,!k glöwt mi dat jo nich, wenn ick Jug wat vertellen dauh!" knurrte der Alte. Wi glöwen allens, Jan! Und min Swager hier, dat is ook en seebefahren Minsch, de kennt dat!" Ein mißtrauischer Blick traf mich. Nun mischte ich mich in's Gespräch. Sagen Sie 'mal. haben Sie 'mal Schiffbruch gelitten?" Er nahm die Pfeife auS dem Munde: Sei?" fragte er mit Nachdruck, hebbt Sei?" Nee!" Aewer ick!" Mehr als einmal?" Tweeuntwintigmal!" sagte er langsam und ruhig. Dunnerwetter! dat is veel!" Se glöwen mi dat woll nich tau?" fragte er knurrig; denn bruk ick ja nich tau vertell'n!" Ja natürlich glaub' ich Ihnen das. i r
Jcy lannie iogar einen, oer yane oi ßig Mal sein Schiff verloren." O. den heww ick ook kennt." fiel Jan grinsend ein, un bi dat sievuntwintigste Mal versöp hei! Nee, kamen Se mi man nich dumm." Jan, noch 'ne kleene Glas Grog, un denn scheiten Se los. Wat sör ein was denn dat dullste Mal?" Ja, dat is swer tau seggen." sagte Jan, nachdem er die neue Auflage besorgt hatte; dat dullste Mal wier doch woll, as wi mit den Polarstern" uns up de Klippen setten deeden." Na, nu man los, Jan! Prost! Und Jan erzählte, langsam und gemessen, natürlich auf plattdeutsch: Es war in der zweiten Nacht, wie wir aus Bremerhaven mit Heringen und Stückgut nach Schottland 'nausgegangen waren. Es wehte ein Kuhstürm, daß sieben olle Weiber keinen Besenstiel gerade halten konnten. Und ein Nebel na, daß man mit 'nem Säbel durchhauen konnte. Dbn war'S stickendustere Nacht und Klock zwei Uhr; da gab's mit einem Mal einen Krach: wir saßen fest auf 'den Klippen! Und dauerte gar nicht lang, da ging der Kasten auseinander und wir plumpsten alle Mann in's Wasser. Die anderen versoffen alle ntsammt den Heringen und dem Stückgut; bloß der Capitän, der Steuermann und ich, wir schwammen so lang herum, bis wir mit einem Mal alle drei zusammen auf den Klippen saßen und in's Morgenroth kuckten." Jan, dat is en beten unwohrschinlich," unterbrach ihn mein Schwager; de Nacht Klock twei in' Novembermonat un bi so'n Nebel " Na. wenn Se 't beter weeten, wo dat dor was, denn bruk ick Se dat nich tau vertellen." fuhr Jan ihn an. Nee, Jan, Se hebben ganz recht, dat kann männigmal sin, ick kenn dat," begütigte ich ihn; bliwen Se man bi; sehen Se, min Swager is nie to See fohren!" Se schienen mi en vernünftigen jungen Mann to sien," sagte Jan; denn will ick Sei de Geschicht tau En'n vertell'n; hei brukt jo nich tautohören: Is recht, Jan!" Mein Schwager saß scheinbar gekrankt da. Wie wir da nun so auf der Klippe saßen und bannig froren, da sagt dir Capitän mit'm mal: Jan," seggt he, kunnst De nich villicht 'mal Kaffee kaken? Mi friert verdeubelt!" Dat kunn ick woll!" säd ick; dat is, Gott verdamm mi, en goden Jnfall von Se, Captein!" Ick weer nemlich ook Kock an Burd!" Na, Jan!" sagte mein Schwager wieder, nemt Se mi dat nich äwel; äwer vor bin ick doch nieaierig up, wo Sei up de Klippen Kafsee kaken will'!Jan sah ihn geringschätzig an: Na ja, Se sllnd jo nie tau See West; und Ehr Schipp hebbt Se ook nich verloren! Seihen S " und er wandte sich an mich, das liegt so in der menschlichen Natur. Wenn das Schiff unter einem wegsackt, dann greift jeder nach dem, was ihm zunächst liegt. Und wie sich das so trifft: Wie wir zu Wasser gingen, da hatt' ich nach einem kupfernen Kessel gefaßt, und der Capitän hatte ein Pfund Kaffee gegriffen und der Steuermann hatte in Bund Schwefelsticken in der Tasche und nu frag ich Se," kehrte er sich meinem Schwager zu, wenn Sei 'n Ketel und Koffee und Riwsticken heww'n: känt Sei denn nich Kaffee kaken?" Ja, Jan, dat kann man!" sagte mein Schwager überzeugt. Na, wat reden Sei denn? Also wi kalten Kaffee " Un keken in't Morgenroth Richtig! Und mit de Wil kam dor en Kriegsschipp antaufohren und de Commandant reep uns ludhals tau: Sind Ju nich von den Polarstern", Captein Eselögrot mit Herings und Stückgut na Schottland ?" Dat versteiht sick!" säd de Captein; un wat sind Ju un wo willen Ju hen?" Dat derff ick nich seggen, ick hewwe geheime Segelordre; äwer willn Ju mit an Bund kamen? Ick kann 'n poor fixe KierlS brukn." " Na, da ldrunken wi erst unsere Kaffee ut un kenn gingen wi in den ComMandanten, sin Gig an Burd un dat anner ldarf ick Sei nich vertelln, denn dat weer en S!aatsgehermn.iß; Swer wenn ick umll un derft Dunerschlag, wat toill'n Ju for Ogen uraken!Dcrt wen schön! sagte ich und klopfte ihn auf die Schulter, un Se sink en braven Seemann, den man wat anvertrugen kann; äwer ick heff noch 'm Bidd an Sei!" Er sah mich an. .Ja. tau allerirü wiln wi beiden
noch en Glaö Groa drinken; seihn Se.
min Swager will ook noch; un denn 'dauhir Se mi den Gefallen un vertelln Se mi noch 'n beten davun, ob Se: dat villicht ut Erfohrung weeten. dat dat irnnen bi Cap Horn so'n gräsigen Nebel gewen schall, so wie wt em gor nich kennen. Ick leern dorup tau denken, as sei dun 'den Nebel in de Nurdsee vertelln dedn! Kann sien, dat ick dor up mien Reisen ook mal henkamen dauh!" Dor sünd Se ganz richtig berichiet." fina er wieder an, un ick kann Se dat betügen. Wi leg-n dor mal bi Cap Hurn dree Dag lang mtt oe Frieda". Captein Metelmann ut Rostock mit engelsche Kahlen, un dor harrn wi 'n Nebel, de weer Gott verdämm mi so dick, dat wi Nageln dorm slagen künn' un, hal mi der Denbel. de blewen dor dree Stunn' in sitten!" Dunnerschlag!" sagte mein Schwager, so schön heww ick Sei noch nich vertelln hürt. Wat so'n ollen Seemann doch allens erlewt! Nu dauhn Sei mi noch den Gefallen, un vertelln Sei mm' Swager de Geschicht' von Ehren Pudel un wo de Sei mal to 'n Gericht Hummer verhulpen hett!" Jan lachte behaglich. Ja, dat weer 'n Beest! So'n klauken Hund giwwt 't nich wedder. Wenn dat Wedder nich tau unruhig was, denn kunn ick em up mm lütte Tjalk Anne Marie" ganske geruhig an de Ruderpinn anbinn', un hei verstünn dat ganz genau, wenn ick säd: Peter, hart Backbord" oder Drei Strich Steuerbord!" denn malte hei dat so richtig as en ollen Stüermann. Aewer wat denken Sei, wo de Racker up min' Vurteel ut weer! Ick gah dor mal in Bremerhaden an Land un up'n Frschmarkt, um en beten for min Zdnbüs (Küche) to sorgen. Peter gung mit mi. Peter," segg' ick tau em. nu bedrag di anstännig un nich so as 'dat letzte Mal, wo Du de olle Appelfru so dägten ärgert hest un ick- ehr nahsten all de Appeln afköpen mußt'! Dat schickt sich nich sö? en gut erzogenen Hund!" Hei keek mi an as wull hei seggen: Hüt mal ick dat wedder gaud!" Na. also," erzählte er weiter, nachdem er sich mi! einem gutenSchluck gestärkt hatte, ich stehe da un handle mit einer Fischfrau um Schellfisch. Hinter mir stand einer mit lebenden Hummern, die verdrießlich im Korb herumkrabbelten. Und Peter steht da. als wär nix nich los und hält seinen Stummel von Schwanz immer in den Korb hinein. Mit einmal jault er auf und wie ich mich umsehe, dreht er sich einigemal um sich selbst und hat an seinem Stummel einen Hummer von zwei Pfund wenigstenS hängen Und da geht er auch schon mit ihm ab, den Markt herunter, immer nach dem Was ser zu. Und der Hummer hielt fest. Das möcht' ihm gefallen, so gratis mit der Schnellpost zu fahren. Dunnerschlag. Captein, fläuten Sei doch Ehren Pudel!" schreit der Mann, dem der Krebs gehörte. Aber was ging mich das an, wenn sein Hummer auslniff? Ja woll, fläut Du Din Hummer!" antwortete ich ihm, und hielt mir die Seiten vor Lachen. Aber da half kein Pfeifen! Als ich an Bord kam, sprang Peter vergnügt um mich her. Den Hummer hatten sie ihm abgenommen, und es war kein schlechter Happen für den Abend." Er griff mit Behagen nach seinem Glase. Ja, mein Junge, nun wird's auch Zeit für uns, an den Heimweg zu denken," meinte mein Schwager und griff in die Tasche. Da kam aus dem Hintergründe des Zimmers, wo der Fremde in der Ecke gesessen hatte, ein dumpfer Ton. Breitspurig kam der Mann auf uns ju. Hab' viel Schönes heut' Abend gehört," sagte er mit behaglichem Lachen, und wenn Sie's nicht für ungut nehmen, erzähl' ich Ihnen inoch, wie mich ein Vierbeiner einmal auf hoher See gerettet hat. Jan, noch 'n Grog!" Der Fremde, dem man se'm Handwerk auf drei Meilen ansah, setzte sich rittlings auf den nächsten Stuhl, die Lehn: als Stütze für Hände und Kinn benutzend. So äugte er uns an nicht minder listig als Jan Diedrichs, der jetzt das verlangte GlaS vor ihm nieversetzte und 'dabei vernehmlich an meinem Ohr flüsterte: De Kierl lüggt as gedruckt!" Ja. sehen Sie," begann er, man weiß oft nicht, wie man zu seinem Glück etwas thut. Wir hatten da in New Orleans eines Tages einen mexikanischen Haciendero mit seine: Tochter und ihrem Maulesel an Bord gerer .1 rjc . r nominen. war im iyones weißes Thier mit schönen langen Ohren. Und nun segelten wir vergnügt ab mit Kurs auf Veracruz. Aber wir waren noch nicht dreiviertel hw, da packte uns ein Tornado, daß uns Hören und Sehen verging, und das Ende vom Liede war, daß wir mit ker ganzen Vark kappzersten. Wie ich mir, zwisehen all dem ZeugS, das da in der wilden See herumtrieb, schwemmend, endlich auf einem Stück Großmast daö Salzwasser auö den Augen reibe vaS sehe iH dä? Da paKelt wahrhaftiam 'Gott mein, Mulo da umher mit seinem weißen Fell. Wir waren, so lange er an Deck stand, immer gute Freunde ttvesen, und ich hatte ihm manch Stück Zucker hinter die Zähne geschoben, und da kam er denn auch ganz vergnügt an. wie ich ihm pfiff und dachte natürlich, es gäbe wieder Zucker Aber diesmal nicht. Alles, was ich in der Tasche hatte, war ein Priem Tabak, und den wollt' ich selbst behalten, und wie er nun dicht bei mir war, stieg ich von meinem Mast aus semen Rücken und nun ging die Reise los, Kurs immer rechtsweisend West Süd-West. dreiviertel Welt. An mei-
ner Uhr hatte ich einen kleinen Compaß
hängen, nach dem steuerte ich. und mein Esel und ich verstanden ims prächtig. Wenn ich chn ms rechte Viß kniff, schor er nach Steuerbord, und in's linke, nach Backbord aus. Später, wie ich ihm beide Ohren abgeknabbert hatte sie waren meine einzige Nahrung auf der Reise steckte ich ihm den Finger in's rechte od linke Nasenloch daS ging ebenso gut! Eine verfluchte Bande waren die Haifische und ste machten uns daS Leben sauer genug. Aber mein Mulo ließ nrcht mit sich spaßen. Zum Glück war er in New Orleans frisch beschlagen, und nun war's e:neLust, wie er nach die Onkels ausschlug und ste auf die Nase klopfte, wenn sie zu dreist wurden. Den Schwanz hatte einer ihm doch mal es war bei Nacht und wir schliefen beide abgebissen, aber den konnte er entbehren. Mucken und Fliegen wegzuwedeln gab'S hier ja nicht, und so kamen wir schließlich verhältmßm'äßig wohl an Land, aber da ging er ein: er schämte sich todt, und ich fyxV ihn ehrlich begraben lassen." Der Erzähler schwieg und schob sein Priem von Steuerbord nach Backbord hinüber und sah in sein Glas. Jn Diedrichs stand aus und sagte sehr ernst: Herr, de Geschicht' schient mi, mit Verlaub, en beten stark lügenhaft to vertelln un ick verbcdd mi dat in min Hus, wenn: Sei mi uzen willen " Laten Sei man, Jan," sagte mein Schwager, indem wir alle drei aufstanden, wat hebbt wi-to betalen? De letzte Geschicht weer jo ook schön in ehr Ort; 't passeert veel up Erden!" Negen Glas Grog makt rwee Mark un säbentig Penninz." Und indem er herausgab, sagte er, hinter dem Fremden herzeigend, der eben breitspurig durch die Thür ging: Ick kenn em jo, un dat is nich wert, mit em to striden, de Kierl lüggt as der Deubel " Ja, ja. dat schient so " Ick glöw em gor nix mehr. Gu'n Nacht, mine Herrn!" Am Himmel war die Mondsichel noch ein gut Ende dem Horizont näher gerückt; in gespenstischem Licht lag das Watt da; von ferne' tönte das Rauschen der steigenden Fluth, und kalt wehte der Nachtwind über die See her, wie er sich aufmachte, über das Land zu fahren. 'Bon fern leuchteten die Lichter der Stadt. Es war still, ganz still jetzt, wie der Wind ausschied. Bor uns ging schwerfällig der Capitän mit dem Mulo. Die verstehend, was?" lachte mein Schwager. Aber nun komm'; Lenchen wartet und Du mußt uns noch viel erzählen; aber bitte: tön Seemannslatein!" DaS ist ein Tropfen Ahnenblut. Mein Urahn zog in'S Weite gern Mit weuig Reis'gepäcke. Und schlief er nicht im blauen Stern. So war's an einer Hecke. Und riß i(m Wams und Lederschuh, So fand er sie bei andern, Und dreht der Wirth den Zapfen zu. So konnt er weiter wandern. So oft der Frühling Wunder thut Beginnt's in mir zu kreisen: DaS ist ein Tropfen Ahnenblut Den lüstet's zu verreisen, Frau Weisheit aber zupft mich dann Am Ohr und spricht verwundert: WaS sechszehnhundert wohlgethan. Das gilt nicht achtzehnhundert! Mein Urahn liebte jederzeit Und immer ohne Sorgen; Ein Edelfräulein war es heut, Des Schäfers Gretel morgen. Viel Dirnen blond und braun gezöpft Den Brautlein fleißig spannen, Er schritt vorsichtig zugeknöpft Zur rechten Zeit von dannen. Und seh ich frischer Lippen Gluth, So scheint mir'S stets die Rechte: Das ist ein Tropfen Ahnenblut, Der gerne küssen möchte. Frau Weisheit aber zupft mich dann Am Ohr und spricht verwundert: Was sechzehnhundert wohlgethan. Das gilt nicht achtzehnhundert! Mein Urahn ließ das Weltenrund Nach seinen Regeln treiben. Zu lesen schien ihm ungesund Und noch vielmehr, zu schreiben. Die Rebe wußt' er gibt den Wein, Man kocht daS Huhn mit Feuer Und stellt sich Regenwetter in. So kriecht man in die Scheuer. verwünscht! Mir nahin den Jugend muth Gelahrtheit, die ich schluckte : Das ist ein Tropfen Ahnenblut Den ärgert das Gedruckte. Frau Weisheit aber zupft mich dann Am Ohr und spricht verwundert: WaS sechzehnhundert wohlgethan, DaS gilt nicht achtzehnhundert! Unangenehm. Apotheker Pillemann baute sich ein schönes Haus. ES war bereits bi! zum Dach gediehen und eS sollte mit der Ausschmückung der Jnnenräume begonnen werden. Der Bauherr gab dem Steinsetzmeister den Auftrag, auf dem Fußboden deö Flurs in Mosaik ein Salve" (Sei gegrüßt") anzu bringen. Bliemchen, ein gebildeter Sachse, welcher wußte, daß dort, wo seine Landsleute to" sprechen, oft ein b" geschrieben werden muß, übersetzte Salve- in'K Hochdeutsche, und als Pillemann den Flur betrat, leuchtete ihm in großen Buchstaben entgegen: Saite"! Von einer Hand in die andere. Helen: .Soll ich ihm sei Gesben7e zurückgebend MaSel: Nein, ich vA sie icht. ,
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